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	<title>Kurt Bode - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T10:45:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-29T06:30:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurt Bode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[6. Februar]] [[1895]] in [[Posen]]; † [[21. Dezember]] [[1979]]) war ein deutscher Richter. Während der [[Zeit des Nationalsozialismus]] war er für über 3000 Todesurteile verantwortlich. Nach dem Zweiten Weltkrieg war er im bremischen Justizdienst tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
1920 wurde Kurt Bode an der [[Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald|Universität Greifswald]] zum Dr.&amp;amp;nbsp;jur. [[Promotion (Doktor)|promoviert]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Kurt Bode|Titel=Verfassung und Verwaltung der Stadt Danzig unter polnischer Herrschaft: (1454 bis 1793)|Ort=Greifswald, Diss.|Datum=1920}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Später machte er Karriere bei der Justiz der [[Freie Stadt Danzig|Freien Stadt Danzig]]. Anfang Januar 1934 wurde er Landgerichtsdirektor am [[Landgericht Danzig|Landgerichts Danzig]] und Anfang August 1934 zum Obergerichtsrat ernannt. Anfang April 1938 wurde er Vizepräsident beim Obergericht Danzig.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten – Was sie wurden. Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2004, S. 342&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang Mai 1933 trat Bode in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 2.840.968) und wurde auch Mitglied der [[Nationalsozialistische Volkswohlfahrt|NSV]] sowie im [[Kyffhäuserbund|NS-Reichskriegerbund]]. Des Weiteren gehörte er dem [[NS-Rechtswahrerbund]] an, für den er zeitweise als Gaurechtsberater für den Reichsgau [[Danzig-Westpreußen]] fungierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PVD&amp;quot;&amp;gt;Dieter Schenk: &amp;#039;&amp;#039;Die Post von Danzig&amp;#039;&amp;#039;. Geschichte eines deutschen Justizmords. Mit einem Vorwort von [[Horst Ehmke]], unterstützt als Forschungsprojekt von der Philipps-Universität Marburg. 1. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1995, ISBN 3-498-06288-3; (a) S. 150; (b) S. 205; (c) S. 209; (d) S. 216 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von August 1939 bis Februar 1940 arbeitete er für den [[Sicherheitsdienst des Reichsführers SS]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Was sie taten – Was sie wurden. Ärzte, Juristen und andere Beteiligte am Kranken- oder Judenmord&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt am Main 2004, S. 245&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurz nach Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] führte er am 8. September 1939 den Vorsitz bei einem [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Kriegsgerichtsprozess]] gegen die Verteidiger der polnischen Post in Danzig (siehe [[#Das Todesurteil und seine Geschichte|unten]]) und sprach [[Todesstrafe|Todesurteile]] gegen sämtliche 28 Angeklagten aus, am 29. September gegen weitere zehn. Später erlebte er einen weiteren Aufstieg in der NS-Gerichtsbarkeit. Am 1. Februar 1942 wurde er [[Generalstaatsanwalt]] des Reichsgaus [[Danzig-Westpreußen]] am Oberlandesgericht Danzig. In dieser Funktion war er mit zirka 350 Todesurteilen befasst.&lt;br /&gt;
Weihnachten 1944 ließ Bode im Danziger Gerichtsgefängnis [[Guillotine]] und [[Galgen]] entfernen und wies den [[Oberlandesgericht Danzig|Oberlandesgerichtspräsidenten]] [[Walter Wohler]] an, die Akten der [[Sondergericht]]e und des Strafsenats zu vernichten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PVD&amp;quot; /&amp;gt; Seine letzten Anklageschriften stammen vom 3. und 7. März 1945, kurz bevor Danzig von der [[Rote Armee|Roten Armee]] eingenommen wurde. Am 15. März 1945 schloss Bode seine Behörde und leistete als [[Reservist]] Dienst als [[Oberleutnant]]. Dabei geriet er in [[Sowjetunion|sowjetische]] [[Kriegsgefangenschaft]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;PVD&amp;quot; /&amp;gt; aus der er am 8. Januar 1949 in die [[Britische Besatzungszone]] entlassen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 16. Februar 1949 füllte Bode den Fragebogen der [[Control Commission for Germany/British Element|britischen Militärregierung]] zur [[Entnazifizierung]] aus und fügte neun Empfehlungsschreiben hinzu, die im Volksmund „[[Persilschein]]“ genannt wurden. In dem anschließenden Verfahren beim Hauptentnazifizierungsausschuss für den Kreis [[Oldenburg in Holstein]] wurde Bode fünf Tage später am 22. Februar 1949 zunächst als [[Mitläufer]] (Kategorie IV), dann aber nach einer Umstufung auf Grund der Kriegsgefangenschaft als Entlasteter (Kategorie V) eingestuft.&amp;lt;ref&amp;gt;Entnazifizierungsakte Bode, Landesarchiv Schleswig, Vorl. Sign. 460.15 Nr. 299.&amp;lt;/ref&amp;gt; In Schleswig-Holstein wurde die Entnazifizierung besonders großzügig gehandhabt. Seine Wiederaufnahme in den Staatsdienst im Jahre 1950 erreichte Bode mit Empfehlungsschreiben u.&amp;amp;nbsp;a. des ihm in Danzig unterstellten Staatsanwalts [[Heinz Heinrich Anton Wolf]], der es inzwischen auch wieder erreicht hatte, als erster Staatsanwalt in Frankfurt / Main tätig zu sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;PVD&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So konnte er in den bremischen Justizdienst eintreten und erneut Karriere machen, seine Vergangenheit spielte aufgrund von Personalmangel keine entscheidende Rolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Vgl. Friedrich Buschmann|Titel=Dienstlicher Bericht über die Entnazifizierung in Bremen|Hrsg=Wiltrud Ulrike Dreschel; Andreas Röpcke|Sammelwerk=&amp;quot;Denazification&amp;quot;|Band=Beiträge zur Sozialgeschichte Bremens, Heft 13|Verlag=Edition Temmen|Ort=Bremen|Datum=1992|Seiten=31|ISBN=3-926958-42-1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1951 wurde Bode Richter am [[Hanseatisches Oberlandesgericht Bremen|Hanseatischen Oberlandesgericht Bremen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Dieter Schenk|Titel=Die Post von Danzig - Geschichte eines Deutschen Justizmords|Verlag=Rowohlt|Ort=Reinbek bei Hamburg|Datum=1995|Seiten=220|ISBN=3-498-06288-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1955 wurde Bode zum Senatspräsidenten am OLG ernannt, 1957 wurde er Vizepräsident des Gerichts. Er wurde zudem stellvertretender Richter beim [[Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen]] in der 4. Legislaturperiode 1955/59 (Wahl am 18. Januar 1956), danach war er ein weiteres Jahr stellvertretendes Mitglied desselben Gerichts.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen|url=http://www.staatsgerichtshof.bremen.de/sixcms/media.php/13/F%FChereMitglieder2-16LP.pdf|titel=Frühere Mitglieder des Gerichts|seiten=12–13|zugriff=2017-10-07|archiv-datum=2012-07-11|archiv-url=https://web.archive.org/web/20120711040849/http://www.staatsgerichtshof.bremen.de/sixcms/media.php/13/F%FChereMitglieder2-16LP.pdf|offline=ja|archiv-bot=2026-01-29 06:30:07 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1960 ging er in den Ruhestand. Etwa ab diesem Zeitpunkt ermittelten die Staatsanwaltschaften Hamburg, Bremen&amp;lt;ref&amp;gt;Ermittlungsverfahren gegen Kurt Bode wegen Mordes zum Nachteil von Kazimir R.; 10a Js 87/60 (verbunden mit StA Hamburg 141 Js 576/60).&amp;lt;/ref&amp;gt; und Lübeck&amp;lt;ref&amp;gt;Ermittlungsverfahren gegen Kurt Bode wegen Mordes zum Nachteil von N. Fuz, 2 Js 394/66.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis zu Bodes Tod 1979 insgesamt neunmal gegen Bode wegen des von ihm gefällten Todesurteils gegen die Verteidiger der polnischen Post. Allerdings wurden sämtliche Verfahren eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Dieter Schenk|Titel=Die Post von Danzig - Geschichte eines Deutschen Justizmords|Verlag=Rowohlt|Ort=Reinbek bei Hamburg|Datum=1995|Seiten=232-252|ISBN=3-498-06288-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst lange nach seinem Tode waren die Anstrengungen erfolgreich, die Urteile von 1939 aufzuheben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Todesurteil und seine Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gefecht um das polnische Postamt in Danzig}}&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] stürmten deutsche Polizisten des 2. Polizeireviers in Danzig, verstärkt durch Kräfte der Danziger [[Sturmabteilung|SA]] und [[Schutzstaffel|SS]], am 1. September 1939 die [[Gefecht um das polnische Postamt in Danzig|polnische Post]] und stießen auf den Widerstand von Postbeamten, die ihr Postamt verteidigten. Am Ende eines erbitterten Kampfes hatten 14 Verteidiger ihr Leben verloren und 38 wurden festgenommen. Das deutsche Feldkriegsgericht unter Vorsitz des Richters Kurt Bode verurteilte die 28 verhandlungsfähigen Häftlinge wegen [[Freischärler]]ei zum Tode, drei Wochen später auch die anderen zehn. Es war das erste [[Militärgerichtsbarkeit (Nationalsozialismus)|Militärgerichtsurteil]] des Zweiten Weltkriegs. Ankläger war [[Hans-Werner Giesecke]]. Die Verurteilten wurden am 5. Oktober 1939 erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Mai 1998 wurde dieses Bode-Urteil des NS-Militärgerichts durch die [[Große Strafkammer]] des [[Landgericht Lübeck|Landgerichts Lübeck]] aufgehoben. Es lagen nach Feststellung der Strafkammer nicht nur formelle Rechtsverletzungen vor, vielmehr habe sich der Vorsitzende Richter Kurt Bode der vorsätzlichen [[Rechtsbeugung]] schuldig gemacht, weil er eine Verurteilung der Postverteidiger „um jeden Preis“ im Auge hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dezember 2000 zahlte die [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] eine Entschädigung an die 53 Antragsteller aus, deren Ehemänner und Väter in [[Danzig]] bei der Verteidigung der Post ihr Leben verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Günter Grass]] schilderte den Kampf um die Danziger Post in seinem Roman [[Die Blechtrommel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* Verfassung und Verwaltung der Stadt Danzig unter polnischer Herrschaft&amp;amp;nbsp;: (1454 bis 1793). Greifswald, Diss. 1920.			&lt;br /&gt;
* Die Danziger Arbeitsgesetze, Stilke Verlag Berlin, Danzig, 1932.			&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dieter Schenk]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Post von Danzig. Geschichte eines deutschen Justizmordes.&amp;#039;&amp;#039; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1995, ISBN 3-498-06288-3.&lt;br /&gt;
* Lutz Herden: [http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/die-glocken-der-marienkirche &amp;#039;&amp;#039;Die Glocken der Marienkirche&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[der Freitag]], 31. August 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119279185}}&lt;br /&gt;
* Dieter Schenk: [http://www.dieter-schenk.info/Anhang/REDE_BUNDESVERDIENSTKREUZ.pdf Vortrag über die juristischen Aspekte des Todesurteils.] (PDF; 20&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119279185|LCCN=nr97030665|VIAF=39285032}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Bode, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Richter (Staatsgerichtshof der Freien Hansestadt Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Generalstaatsanwalt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Oberlandesgericht Danzig)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (deutsche Besetzung Polens 1939–1945)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SD-Personal]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kyffhäuserbund)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bremen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1895]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Bode, Kurt&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Richter&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=6. Februar 1895&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Posen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Dezember 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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