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	<title>Kurkuma - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurkuma&amp;diff=65585&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Julius Senegal: Änderungen von ~2026-14520-10 (Diskussion) auf die letzte Version von Michileo zurückgesetzt</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurkuma&amp;diff=65585&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-06T20:09:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-14520-10&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-14520-10&quot;&gt;~2026-14520-10&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2026-14520-10&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2026-14520-10 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Michileo&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Michileo (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Michileo&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Pflanzenart. Zur Pflanzengattung siehe [[Curcuma]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Kurkuma&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Curcuma longa&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Carl von Linné|L.]]&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Curcuma&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon3_LinkName  = nein&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Zingibereae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Tribus&lt;br /&gt;
| Taxon4_LinkName  = nein&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Zingiberoideae&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Unterfamilie&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Ingwergewächse&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Zingiberaceae&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Ingwerartige&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Zingiberales&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Curcuma longa (Haldi) Im IMG 2441.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Kurkuma oder Gelbwurz (&amp;#039;&amp;#039;Curcuma longa&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurkuma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurkume&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Curcuma longa&amp;#039;&amp;#039;), auch Gelber Ingwer, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Safranwurz(el)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gelbwurz(el)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Gilbwurz(el)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Curcuma&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist eine [[Art (Biologie)|Pflanzenart]] aus der [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Curcuma]]&amp;#039;&amp;#039; innerhalb der [[Familie (Biologie)|Familie]] der [[Ingwergewächse]] (Zingiberaceae). Sie stammt aus [[Südasien]] und wird in den [[Tropen]] kultiviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Rhizom]] ähnelt stark dem des [[Ingwer]]s, ist jedoch intensiv gelb; das geschälte Rhizom wird frisch und getrocknet als Gewürz und Farbstoff verwendet. Es sind bis zu fünf Prozent typische [[Ätherisches Öl|ätherische Öle]] sowie bis zu drei Prozent des gelbfärbenden [[Curcumin]]s bzw. dessen Derivate enthalten. Das Rhizom wirkt verdauungsanregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Curcuma longa - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-199.jpg|mini|Illustration zur Gelbwurz aus &amp;#039;&amp;#039;Köhler’s Medizinal-Pflanzen.&amp;#039;&amp;#039; 1897]]&lt;br /&gt;
[[Datei:FleurDeCurcuma1.jpg|mini|Habitus, Laubblätter und Blütenstand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:A closeup of Turmeric.JPG|mini|Unterirdische Pflanzenteile und unterer Bereich der oberirdischen Pflanzenteile]]&lt;br /&gt;
=== Erscheinungsbild und Blatt ===&lt;br /&gt;
Kurkuma ist eine ausdauernde [[krautige Pflanze]], die Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Es werden stark verzweigte, gelbe bis orange, zylindrische, aromatische [[Rhizom (Botanik)|Rhizome]] als Überdauerungsorgane ausgebildet, die an den Enden [[Pflanzenknolle|Knollen]] entwickeln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[wechselständig]] und zweizeilig angeordneten, kahlen [[Blatt (Pflanze)|Laubblätter]] sind in Blattscheide, Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Aus den Blattscheiden wird ein Scheinstamm gebildet. Der Blattstiel ist 20 bis 45 Zentimeter lang. Die einfachen Blattspreiten sind bei einer Länge von meist 30 bis 45, selten bis zu 90 Zentimeter und einer Breite von 15 bis 18 Zentimeter länglich bis elliptisch mit sich verschmälernder Spreitenbasis und kurz zugespitztem oberen Ende.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blütenstand, Blüte und Frucht ===&lt;br /&gt;
In China liegt die Blütezeit meist im August. Endständig auf dem Scheinstamm sitzt der 12 bis 20 Zentimeter lange Blütenstandsschaft, über dem der Blütenstand steht. Der bei einer Höhe von 12 bis 18 Zentimetern sowie einem Durchmesser von 4 bis 9 Zentimetern zylindrische, [[Ähre|ährige]] [[Blütenstand]] enthält viele Blüten. Die hell-grünen [[Tragblatt|Tragblätter]], über denen die Blüten stehen, sind bei einer Länge von 3 bis 5 Zentimetern eiförmig bis länglich und mit stumpfem oberen Ende. Im oberen Bereich des Blütenstandes sind Hochblätter vorhanden, über denen keine Blüten stehen; sie sind abgebreitet, weiß bis grün sowie manchmal auch rötlich-purfurfarben getönt, und ihr oberes Ende ist spitz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwittrigen [[Blüte (Botanik)|Blüten]] sind [[zygomorph]] und dreizählig. Die drei 0,8 bis 1,2 Zentimeter langen [[Kelchblatt|Kelchblätter]] sind verwachsen, weiß, flaumig behaart und die drei Kelchzähne ungleich. Die drei hellgelben [[Kronblätter]] sind zu einer bis zu 3 Zentimeter langen Kronröhre verwachsen. Die drei Kronlappen von 1 bis 1,5 Zentimeter Länge sind dreieckig mit stachelspitzigem oberen Ende; der mittlere Kronlappen ist größer als die beiden seitlichen. Nur das mittlere Staubblatt des inneren Kreises ist fertil. Der [[Staubbeutel]] ist an seiner Basis gespornt. Alle anderen Staubblätter sind zu Staminodien umgewandelt. Die äußeren [[Staminodien]] sind kürzer als das Labellum. Das [[Labellum]] ist gelblich, mit einem gelben Band in seiner Mitte, und es ist bei einer Länge von 1,2 bis 2 cm verkehrt-eiförmig. Drei Fruchtblätter sind zu einem unterständigen, dreikammerigen [[Fruchtknoten]] verwachsen, der spärlich behaart ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kapselfrucht]] öffnet sich mit drei Fächern.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chromosomenzahl ===&lt;br /&gt;
Die [[Chromosomenzahl]] beträgt 2n = 48.&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Über das ursprüngliche Vorkommen ist nichts bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoPakistan&amp;quot; /&amp;gt; Die ersten Funde als [[Kulturpflanze]] &amp;#039;&amp;#039;Curcuma longa&amp;#039;&amp;#039; liegen wohl im südwestlichen Indien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot; /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Curcuma longa&amp;#039;&amp;#039; ist in zahlreichen Ländern Südasiens und in Australien, Kuba, Haiti sowie Hawaii ein [[Neophyt]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Taxonomie ==&lt;br /&gt;
Die Erstveröffentlichung von &amp;#039;&amp;#039;Curcuma longa&amp;#039;&amp;#039; erfolgte 1753 durch [[Carl von Linné]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Species Plantarum]]&amp;#039;&amp;#039;, Tomus I, Seite 2.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurkuma pulver.jpg|mini|Kurkumapulver]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung in Gewürzmischungen ==&lt;br /&gt;
Frisch hat der Wurzelstock einen harzigen, leicht brennenden Geschmack, getrocknet schmeckt er mildwürzig und erdig-bitter. Er wird vor allem gemahlen wegen seiner Färbekraft verwendet, beispielsweise als Bestandteil von Gewürzmischungen wie [[Currypulver]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Reinhard Matissek]] |Titel=Lebensmittelchemie |Auflage=9. |Verlag=Springer |Datum=2019 |ISBN=978-3-662-59668-5 |Seiten=830 |Sprache=de |DOI=10.1007/978-3-662-59669-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Kurkuma ist wesentlich preiswerter als der ebenfalls stark gelbfärbende [[Safran]]. In [[Indien]] ist die Verwendung von Currypulver seit 4000 Jahren belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Andrew Lawler |url=https://slate.com/human-interest/2013/01/indus-civilization-food-how-scientists-are-figuring-out-what-curry-was-like-4500-years-ago.html |titel=Where Did Curry Come From? |werk=[[Slate (Magazin)|Slate]] |datum=2013-01-29 |sprache=en |abruf=2023-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Susanne S. Renner]] geht davon aus, dass Kurkuma bereits vor 10.000 Jahren genutzt wurde, „als die Menschen im [[Gangesdelta|Ganges-Delta]] mit der Landwirtschaft und Nutzung von Pflanzen begonnen haben“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ardalpha.de/wissen/gesundheit/ernaehrung/kurkuma-gewuerz-kurkumin-pulver-superfood-goldene-milch-gesund-100.html |titel=So gesund ist das Gewürz Kurkuma tatsächlich |werk=[[ARD alpha]] |datum=2021-11-30 |sprache=de |abruf=2023-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indien ist das weltgrößte Anbauland und verbraucht rund 80 % der Welternte. In der westlichen Küche spielt Kurkuma eine untergeordnete Rolle als Bestandteil von Currypulver, als billiger Safranersatz oder als Farbstoff in der Lebensmittelindustrie, etwa für [[Senf]], [[Teigwaren]] oder Kurkuma-[[Reis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere Mengen Kurkumapulver finden in manchen Rezepten für „Goldene Milch“ oder Kurkuma Latte Verwendung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.verbraucherzentrale-mv.eu/pressemeldungen/lebensmittel/gelb-und-gesund-58005 |titel=Gelb und gesund? |werk=[[Verbraucherzentrale]] |datum=2021-03-11 |sprache=de |abruf=2023-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Curcuma longa roots.jpg|mini|Ein Kurkuma-Rhizom und das daraus gewonnene Pulver]]&lt;br /&gt;
== Inhaltsstoffe ==&lt;br /&gt;
Das Rhizom ähnelt stark dem des [[Ingwer]]s, ist jedoch intensiv gelb. Es sind bis zu fünf Prozent typische [[Ätherisches Öl|ätherische Öle]] sowie bis zu drei Prozent des für die gelbe Färbung verantwortlichen [[Curcumin]]s und dessen Derivate ([[Curcuminoide]]) enthalten. Von diesen drei Prozent sind die wichtigsten chemischen Komponenten Curcumin (60 %), [[Demethoxycurcumin]] (25 %) und [[Bisdemethoxycurcumin]] (15 %). Das ätherische Öl, mit einem Anteil von etwa 2 bis 5 % im getrockneten Gewürz, besteht zu 60 % aus [[Sesquiterpene]]n, wie [[Turmeron]] (bis 30 %), ar-Turmeron (bis 25 %), [[Atlanton]] und [[Zingiberen]] (bis 25 %) und [[Monoterpene]]n ([[Cymen]], [[1,8-Cineol]], [[Phellandren]], [[Sabinen]], [[Borneol]] und andere). Weitere Sesquiterpenderivate kommen in verschiedenen Arten vor und sind zum Teil artspezifisch. Einige allgemeine Bestandteile sind Zucker, Proteine und Harze.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siewek2013&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hänsel2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Curcumin Structural Formulae V.1.svg|mini|Strukturformel von Curcumin: Keto-Form (oben) und Enol-Form (unten)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:&amp;quot;Field of Turmeric with coconut as a inter crop&amp;quot;.jpg|mini|Eine Gelbwurzplantage]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Naturalis Biodiversity Center - L.0939330 - Bernecker, A. - Curcuma domestica Valeton - Artwork.jpeg|mini|Illustration von A. Bernecker, &amp;#039;&amp;#039;Curcuma domestica Valeton (= Curcuma longa)&amp;#039;&amp;#039;, um 1860]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medizinische Wirkungen ==&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Curcumin#Medizinische_Aspekte|titel1=Abschnitt „Medizinische Aspekte“ bei Curcumin}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Curcumin#Forschung|titel1=Abschnitt „Forschung“ bei Curcumin}}&lt;br /&gt;
[[Curcumin]] als biologisch aktiver Inhaltsstoff von Kurkuma ist Gegenstand einer Vielzahl medizinischer Studien zu vielen verschiedenen Krankheitsbildern. Da Curcumin als eines der stärksten &amp;#039;&amp;#039;[[Pan-Assay Interference Compounds|Pan-assay interference compounds]]&amp;#039;&amp;#039; (PAINS) [[Falsch-positiv|falsch-positive]] Ergebnisse in chemischen Untersuchungen (zum Beispiel [[Hochdurchsatz-Screening]]s) bewirken kann, ist ein Großteil der dazu publizierten positiven Ergebnisse vermutlich fehlerhaft. Aufgrund der geringen oralen [[Bioverfügbarkeit]] von Curcumin ist es unwahrscheinlich, dass sich die Ergebnisse von [[In vitro|In-vitro]]-Studien auf den Menschen übertragen lassen. Keine Form von Curcumin oder dessen Analoga scheinen gute Arzneimittelkandidaten zu sein, da es keine der erwünschten Eigenschaften besitzt. Bisher war keine [[Placebo|placebokontrollierte]] [[Doppelblindstudie]] erfolgreich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kathryn M. Nelson, Jayme L. Dahlin, Jonathan Bisson, James Graham, Guido F. Pauli, Michael A. Walters |Hrsg= |Titel=The Essential Medicinal Chemistry of Curcumin |Sammelwerk=[[Journal of Medicinal Chemistry]] |Band=60 |Nummer=5 |Datum=2017-01-11 |Seiten=1620–1637 |DOI=10.1021/acs.jmedchem.6b00975 |PMID=28074653}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Monya Baker |Titel=Deceptive curcumin offers cautionary tale for chemists |Sammelwerk=[[Nature]] |Band=541 |Nummer=7636 |Datum=2017-01-09 |Seiten=144–145 |DOI=10.1038/541144a}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurkuma hat als Gewürz einen positiven Einfluss auf die Verdauung; so können leichte Beschwerden wie Blähungen oder ein Völlegefühl nach dem Essen abgefedert oder verhindert werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.klartext-nahrungsergaenzung.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/kurkuma-eine-pflanze-fuer-alle-faelle-13696 |titel=Kurkuma – eine Pflanze für alle Fälle? |werk=Verbraucherzentrale |datum=2021-12-15 |sprache=de |abruf=2023-01-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Anzeigen oder Ratgebern wird eine Wirkung gegen verschiedenste Krankheiten ([[Diabetes mellitus|Diabetes]], [[Arthrose]], [[Krebs (Medizin)|Krebs]]) beworben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.verbraucherzentrale-bayern.de/wissen/haetten-sies-gewusst/wie-wirkt-kurkuma-52296 |titel=Wie wirkt Kurkuma? |werk=[[Verbraucherzentrale]] |datum=2020-10-08 |sprache=de |abruf=2023-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da hierfür belastbare Humanstudien fehlen, sind in der EU keine [[Verordnung (EG) Nr. 1924/2006 (Health Claims)|gesundheitsbezogenen Werbeaussagen]] für kurkumahaltige [[Nahrungsergänzungsmittel]] zugelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Indonesien]] wird Kurkuma als Hauptbestandteil der traditionellen [[Jamu (Medizin)|Jamu-Medizin]] gegen eine Vielzahl von Krankheiten, zur allgemeinen Stärkung des [[Immunsystem]]s sowie zur Prävention von Infektionen und Erkrankungen der Atemwege eingesetzt. Wissenschaftliche Belege für eine Wirksamkeit liegen jedoch nicht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kurkuma und Javanische Gelbwurz als Arzneimittel ==&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde die [[Droge (Pharmazie)|Droge]] Gelbwurzel als Rhizoma Curcumae 1930 im Ergänzungsband 5 (Erg.-B. 5) zum [[Deutsches Arzneibuch|DAB]] als pflanzliches Arzneimittel aufgenommen. In der überarbeiteten Ausgabe 10 des DAB (mit den neuen lateinischen Drogenbezeichnungen) ist sie als Rhizoma Curcumae Longae gelistet. Der ebenfalls zur Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Curcuma]]&amp;#039;&amp;#039; gehörende Javanische Gelbwurz (&amp;#039;&amp;#039;Curcuma xanthorrhiza&amp;#039;&amp;#039; Roxb.) ist seit 1978 im DAB 8 enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entscheidend für die Wirkung soll gemäß dem [[Deutsches Grünes Kreuz|Deutschen Grünen Kreuz]] eine exakte und ausreichend hohe Dosierung sein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalender2013&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstige Anwendungen ==&lt;br /&gt;
Außer als Gewürz und zum Färben von Speisen fand Kurkuma bis ins 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zum Färben von [[Papier]], [[Firnis]]sen und [[Salbe]]n beschränkte Anwendung. Die traditionellen Stoffe [[Timor]]s ([[Tais]]) werden mit Kurkuma gefärbt. Je nach Verwendung entstehen so gelbe bis tief orange Farbtöne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://taistimorleste.com/index.php?mid=13 |titel=About Tais |werk=Tais Timor-Leste |sprache=en |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20170830013311/http://taistimorleste.com/index.php?mid=13 |archiv-datum=2017-08-30 |abruf=2023-01-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit [[Curcumin]] gelb gefärbtes Papier (Kurkumapapier) diente in der Chemie als [[Indikator (Chemie)|Indikatorpapier]] auf [[Alkalie]]n, von denen es in Braunrot umgefärbt wird (Umschlagspunkt bei pH = 8,6). Der Kurkumafarbstoff Curcumin wird als [[Reagenz]] zum Nachweis von [[Bor]] in Form von [[Borsäure]] verwendet, mit der es in saurer Lösung den roten Farbstoff [[Rosocyanin]] liefert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Kurkuma relativ billig ist, wird es häufig zum Strecken von [[Safran]] verwendet. Die obige Reaktion mit Alkalien wie [[Natronlauge]] wird dabei zur Überprüfung der [[Ware]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfälschungen ==&lt;br /&gt;
Um blasses Kurkumapulver optisch aufzuwerten und die vom Konsumenten erwartete Farbe zu intensivieren, kommt es immer wieder zum Einsatz von bleihaltigen [[Farbstoffe]]n wie [[Blei(II)-chromat|Bleichromat]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.ua-bw.de/pub/beitrag.asp?subid=2&amp;amp;Thema_ID=2&amp;amp;ID=3142&amp;amp;Pdf=No&amp;amp;lang=DE |titel=Kurkuma – mit Schwermetallen verunreinigt? |werk=Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Karlsruhe |sprache=de |datum=2020-03-16 |abruf=2024-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Studie in [[Bangladesch]] konnte in 7 der 9 untersuchten Regionen Verfälschungen feststellen, bei denen der Bleigehalt den Grenzwert des Landes in der Spitze um das 500-fache überstieg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0013935119305195 |titel=Turmeric means “yellow” in Bengali |werk=Environmental Research |sprache=en |datum=2019-12 |abruf=2024-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Untersuchungsergebnisse aus Deutschland und der Schweiz konnten zuletzt in den zum Verkauf angebotenen Kurkumapulvern keine überhöhten Bleibelastungen feststellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/chemie/schwermetalle/blei/ue_2020_bleigehalte_kurkuma.htm |titel=Bleigehalte in Kurkuma – Untersuchungsergebnisse 2020 |werk=Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit |sprache=de |datum=2023-10-25 |abruf=2024-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zh.ch/de/news-uebersicht/mitteilungen/2024/gesundheit/lebensmittel/safran---kurkuma---verfaelschte-gewuerze-auch-im-kanton-zuerich.html |titel=Safran &amp;amp; Kurkuma - verfälschte Gewürze auch im Kanton Zürich |werk=Kantonales Labor Zürich |sprache=de |datum=2024-01-30 |abruf=2024-08-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Patentkonflikt ==&lt;br /&gt;
Im März 1995 wurde den beiden Forschern Suman K. Das und Hari Har P. Cohly von der medizinischen Fakultät der [[University of Mississippi]] ein Patent (US 5.401.504) auf Kurkuma in der Verwendung als Wundmittel erteilt. Nach einer Klage des Indian Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) gegen das [[United States Patent and Trademark Office]] wurden dieses und weitere mit Kurkuma in Zusammenhang stehende Patente gelöscht. Die Kläger konnten mehrere schriftliche Nachweise erbringen, dass Kurkuma bereits seit Tausenden von Jahren für die Behandlung von Wunden und Ausschlägen verwendet wird und die medizinische Verwendung daher keine neue Erfindung ist. Unter anderem wurde ein alter [[Sanskrit]]-Text herangezogen, der bereits 1953 im &amp;#039;&amp;#039;Journal of the Indian Medical Association&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;HouseOfCommons1999&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Küchenkräuter und Gewürzpflanzen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Tropicos&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=34500029|WissName=Curcuma longa|Abruf=2025-06-01}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;IPCN&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=34500029|WissName=Curcuma longa|ProjektID=9}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoPakistan&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Tropicos|ID=34500029|WissName=Curcuma longa|ProjektID=32}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;POWO&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{POWO|Curcuma longa|Abruf=2025-05-31}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;FoC&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Delin Wu, Kai Larsen: &amp;#039;&amp;#039;Zingiberaceae.&amp;#039;&amp;#039; In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Flora of China.&amp;#039;&amp;#039; Band 24: &amp;#039;&amp;#039;Flagellariaceae through Marantaceae.&amp;#039;&amp;#039; Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Peking und St. Louis, 2000, ISBN 0-915279-83-5. [http://www.efloras.org/florataxon.aspx?flora_id=2&amp;amp;taxon_id=200028370 &amp;#039;&amp;#039;Curcuma longa Linnaeus.&amp;#039;&amp;#039; S. 361 - textgleich online wie gedrucktes Werk].&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Siewek2013&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=Fred Siewek |Titel=Exotische Gewürze Herkunft Verwendung Inhaltsstoffe |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013 |ISBN=978-3-0348-5239-5 |Seiten=72 |Online={{Google Buch |BuchID=G3KcBgAAQBAJ |Seite=72}}}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hänsel2013&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur |Autor=[[Rudolf Hänsel]], Konstantin Keller, [[Horst Rimpler]], Gerhard Schneider |Titel=Drogen A-D |Verlag=Springer-Verlag |Datum=2013 |ISBN=978-3-642-58087-1 |Seiten=1085 |Online={{Google Buch |BuchID=q5WoBgAAQBAJ |Seite=1085}}}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kalender2013&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kalender für 2013, Blatt März.&amp;#039;&amp;#039; Gebr. Storck GmbH &amp;amp; Co. Verlags-oHG, Oberhausen 2012&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;HouseOfCommons1999&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Environmental Audit House of Commons – Second Report – APPENDIX 7 – &amp;#039;&amp;#039;Trade Related Intellectual Property Rights (TRIPs) and Farmers’ Rights&amp;#039;&amp;#039;, Session 1998–1999. 23. November 1999&amp;#039;&amp;#039; ([http://www.publications.parliament.uk/pa/cm199900/cmselect/cmenvaud/45/45ap08.htm publications.parliament.uk]).&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Curcuma longa|Kurkuma (&amp;#039;&amp;#039;Curcuma longa&amp;#039;&amp;#039;)}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Curcuma}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://gernot-katzers-spice-pages.com/germ/Curc_lon.html Kurkuma bei &amp;#039;&amp;#039;Gernot Katzers Gewürzseiten&amp;#039;&amp;#039;.] (Abschnitt Verwendung als Gewürz)&lt;br /&gt;
* {{YouTube |id=TjqhsbGUoJw |titel=Kurkuma wissenschaftlich geprüft |abruf=2023-01-23 |uploader=[[maiLab]] |upload=2019-07-21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&amp;lt;!-- wegen Heilpflanze --&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Julius Senegal</name></author>
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