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	<title>Kurische Sprache - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurische_Sprache&amp;diff=137703&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian Blaschke: /* Sprachbeispiel: Altkurisches (?) Vaterunser */ -Komma</title>
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		<updated>2025-03-24T20:18:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Sprachbeispiel: Altkurisches (?) Vaterunser: &lt;/span&gt; -Komma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das wohl bis zum 16. Jahrhundert vom Litauischen und Lettischen verdrängte Altkurische. Für das seit dem 15. Jahrhundert aus Kurland an die litauische und preußische Küste ausgebreitete, bis zum Zweiten Weltkrieg auf der Kurischen Nehrung gesprochene Neukurische, dessen wohl letzte Sprecher bis Anfang des 21. Jahrhunderts leben, siehe [[Nehrungskurisch]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
|Sprache =(Alt-)Kurisch&lt;br /&gt;
|Länder = [[Kurland]] (heute [[Lettland]] und [[Litauen]])&lt;br /&gt;
|Sprecher = (ausgestorben)&lt;br /&gt;
|Klassifikation =*[[Indogermanische Sprachen]]&lt;br /&gt;
:[[Baltische Sprachen]]&lt;br /&gt;
|KSprache =Kurisch&lt;br /&gt;
|Amtssprache =&lt;br /&gt;
|Nationalsprache =&lt;br /&gt;
|ISO1 = -&lt;br /&gt;
|ISO2 = bat (sonstige Baltische Sprachen)&lt;br /&gt;
|ISO3 = xcu&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Baltische Stämme um 1200.png|mini|Siedlungsgebiet der historischen Kuren um 1200 in der Umgebung der übrigen baltischen Stammesverbände (westbaltische Stämme in Grüntönen, ostbaltische Stämme in Brauntönen). Das Gebiet gehört heute im Norden zum lettischen Sprachgebiet, Region Kurland, im Süden zum litauischen Sprachgebiet, Westteil der Region Schemaiten/Niederlitauen/Samogitien.]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;kurische Sprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lettisch &amp;#039;&amp;#039;kuršu valoda&amp;#039;&amp;#039;; litauisch &amp;#039;&amp;#039;kuršių kalba&amp;#039;&amp;#039;) zählte zu den [[Indogermanische Sprachfamilie|indogermanischen]] Sprachen, genauer zu den [[Baltische Sprachen|baltischen Sprachen]]. Sie wurde ursprünglich in [[Kurland]] (West-[[Lettland]]) und [[Samogitien]]/Schemaiten/Niederlitauen (West-[[Litauen]]) von den [[Kuren]] gesprochen. Nicht verwechseln sollte man die kurische Sprache mit dem späteren [[Nehrungskurisch]]en, das eine nahe Verwandtschaft zum Lettischen aufweist. Die eigentliche kurische Sprache wird zum Zweck der Abgrenzung zum Nehrungskurischen auch oft als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Altkurisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht klar, ob Kurisch zur west- oder ostbaltischen Gruppe der baltischen Sprachen gehört. Nach einer jüngeren, aber nicht unumstrittenen Theorie handelte es sich vormals um eine westbaltische Sprache, die später durch den Einfluss ostbaltischer Sprachen zum ostbaltischen Typus wechselte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;amp;q=Foundations+of+Baltic+languages.+ Pietro U. Dini: &amp;#039;&amp;#039;Foundations of Baltic Languages.&amp;#039;&amp;#039; Vilnius 2014], S. 295 zuletzt 1981 von Vytautas Mažiulis weiter fundiert.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Sprache starb wahrscheinlich im Laufe des 16. Jahrhunderts aus,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Harald Haarmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurisch&amp;#039;&amp;#039;. In: Milos̆ Okuka, Gerald Krenn (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Sprachen des europäischen Ostens&amp;#039;&amp;#039; (= Wieser-Enzyklopädie des Europäischen Ostens, Bd. 10). Wieser, Klagenfurt/Wien 2008, ISBN 978-3-85129-510-8, S. 957.&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterließ aber Spuren im [[lettische Sprache|Lettischen]] (Dialekt Kurlands) und [[Litauische Sprache|Litauischen]] (Schemaitischer/Niederlitauischer Dialekt). Von der Sprache sind keine schriftlichen Quellen überliefert, sie ist nur durch ein [[Substrat (Linguistik)|Substrat]] alter [[Lehnwort|Lehnwörter]] im Litauischen (besonders im schemaitischen Dialekt) und Lettischen (besonders im westlichen Dialekt Kurlands) und durch eine Schicht geografischer [[Toponym]]e in den genannten Regionen begrenzt rekonstruierbar. Aus diesem rekonstruierten Vokabular stammt die mutmaßliche, aber umstrittene Zuordnung zu den westbaltischen Sprachen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;amp;q=Foundations+of+Baltic+languages.+ Pietro U. Dini: &amp;#039;&amp;#039;Foundations of Baltic Languages.&amp;#039;&amp;#039; Vilnius 2014], S. 295–297.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachbeispiel: Altkurisches (?) Vaterunser ==&lt;br /&gt;
Der Chronist [[Simon Grunau]] hinterließ in seiner &amp;#039;&amp;#039;Preussischen Chronik&amp;#039;&amp;#039; 1526 ein baltischsprachiges [[Vaterunser]], deren Sprache er als [[Altpreußische Sprache|Preußisch]] (Prußisch) bezeichnete, sich aber von anderen überlieferten altpreußischen Vaterunsers sehr unterschied, möglicherweise durch Irrtümer der Informanten falsch zugeordnet wurde. Im 19. Jahrhundert identifizierte es [[Adalbert Bezzenberger]] als wahrscheinlich deutlichen preußischen Dialekt vom westbaltischen Typ, aber schon [[Rudolf Philippi (Historiker)|Rudolf Philippi]], [[Max Perlbach]] und P. Wagner beobachteten 1876 Ähnlichkeiten einiger Teile zum rekonstruierten Altkurischen. Zuletzt arbeitete [[Wolfgang P. Schmid]] 1961 heraus, dass die Sprache dem Altlettischen etwas näher steht als dem Altpreußischen, möglicherweise also Altkurisch vielleicht mit späten, schon lettisch überformten Elementen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;amp;q=Foundations+of+Baltic+languages.+ Pietro U. Dini: &amp;#039;&amp;#039;Foundations of Baltic Languages.&amp;#039;&amp;#039; Vilnius 2014], S. 297.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Text lautet:&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem lang=&amp;quot;lv&amp;quot; style=&amp;quot;font-style:italic&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
nossen thewes cur thu es delbas &lt;br /&gt;
sweytz gischer tho wes wardes &lt;br /&gt;
penag munis tholbe mystlastilbi &lt;br /&gt;
tolpes prahes girkade delbeszisne &lt;br /&gt;
tade symmes semmes worsunii &lt;br /&gt;
dodi mommys an nosse igdemas mayse &lt;br /&gt;
unde gaytkas pames mumys nusze noszeginu &lt;br /&gt;
cademes pametam musen prettane kans &lt;br /&gt;
newede munis lawnā padomā &lt;br /&gt;
swalbadi munis nowusse loyne &lt;br /&gt;
Jhesus amen&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach [https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&amp;amp;q=Foundations+of+Baltic+languages.+ Pietro U. Dini: &amp;#039;&amp;#039;Foundations of Baltic Languages.&amp;#039;&amp;#039; Vilnius 2014], S. 297.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zum Sprachvergleich mit den in Wortschatz, Satzbau und Grammatik teilweise deutlich verschiedenen nehrungskurischen, altpreußischen, lettischen, litauischen und [[Jatwingische Sprache|jatwingischen]] Vaterunser siehe [[Sprachvergleich anhand des Vaterunsers#Vergleichstabelle baltischer und finnougrischer Sprachen|Sprachvergleich baltischer und finno-ugrischer Vaterunser]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4133374-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Westbaltische Sprachen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausgestorbene Sprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian Blaschke</name></author>
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