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	<title>Kurfürstenfabel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T19:36:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kurf%C3%BCrstenfabel&amp;diff=642169&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SFfmL: HC: Entferne Kategorie:Kurfürst; Ergänze Kategorie:Kurfürstenkollegium</title>
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		<updated>2022-04-27T20:37:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Entferne &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kurf%C3%BCrst&quot; title=&quot;Kategorie:Kurfürst&quot;&gt;Kategorie:Kurfürst&lt;/a&gt;; Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kurf%C3%BCrstenkollegium&quot; title=&quot;Kategorie:Kurfürstenkollegium&quot;&gt;Kategorie:Kurfürstenkollegium&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Mit dem Begriff der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurfürstenfabel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden von der neueren historischen Forschung spätmittelalterliche Vorstellungen von der Entstehung des Wahlgremiums der zur Wahl des römisch-deutschen Königs berechtigten [[Kurfürst]]en bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach diesen zum Ende des 13. Jahrhunderts aufkommenden Theorien beruhte das Wahlgremium auf Einsetzung durch bedeutende [[Kaiser]] oder durch den [[Papst]]. An Kaisern werden genannt: [[Karl der Große]] (768–814), [[Otto III. (HRR)|Otto III.]] (984–1002), [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] (1002–1024), die päpstliche Variante der Kurfürstenfabel bezieht sich meist auf [[Gregor V. (Papst)|Gregor V.]] (996–999).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mittelalterliche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
Die Kurfürstenfabel zeigt, wie sich mittelalterliche Chronisten und Beobachter politische und soziale Entwicklungen vorstellten. Danach mussten diese stets Folge eines einmaligen Aktes sein. Dementsprechend wurde das alleinige Wahlrecht der Kurfürsten bereits kurz nach der Entstehung des Kurfürstenkollegiums nicht mehr angezweifelt, denn es galt als uraltes Recht dieser Fürsten. Die tatsächlichen Ursachen für die Herausbildung des Gremiums in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts lassen sich nicht ermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kurfürstenfabel war in verschiedenen Varianten im Umlauf. Am verbreitetsten war die des [[Martin von Troppau]], die er 1268/71 niederschrieb, also erst kurz vor der Wahl [[Rudolf I. (HRR)|Rudolfs I.]] zum römisch-deutschen König. Ihm zufolge wurde das Wahlrecht auf die Kurfürsten übertragen, nachdem Otto III. im Jahre 1002 kinderlos gestorben war. Da diese Fürsten die [[Erzamt|Erzämter]] des Reiches innehatten, seien diese auch zur Wahl berechtigt. Diese Argumentation findet sich bereits Ende der 1220er Jahre im [[Sachsenspiegel]], der großen Sammlung des in Sachsen geltenden Rechtes. Erst in den 1270er Jahren übernahmen die Kurfürsten selbst diese zusätzliche Legitimation ihrer exklusiven Wahlfunktion und führten das Erzamt in ihrer Titulatur auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Erzämtertheorie findet sich in Herschreibung aus dem Ende der Ottonen auch jenseits der Alpen, so bei [[Giovanni Villani]] und bei [[Marsilius von Padua]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Neuere Forschung ==&lt;br /&gt;
Auch die neuere historische Forschung ist nicht frei von solchen monokausalen Bewertungsstrukturen. An Theorien zur Entstehung des Kurfürstengremiums seien hier vorgestellt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;Erzämtertheorie&amp;#039;&amp;#039; von [[Egon Boshof]], wonach die vier weltlichen Kurfürsten auch die königlichen Hofämter des [[Truchsess (Hofamt)|Truchsess]], [[Mundschenk|Schenken]], [[Marschall]]s und [[Kämmerer]]s innehatten,&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;Erbrechtstheorie&amp;#039;&amp;#039; von [[Armin Wolf (Historiker)|Armin Wolf]], nach der das Wahlgremium von König [[Albrecht I. (HRR)|Albrecht I.]] (1298–1308) im Jahr 1298 eingesetzt wurde, wobei die Nachkommen der [[Liudolfinger|ottonischen]] Königsdynastie die weltlichen Kurfürsten stellten.&amp;lt;ref&amp;gt;Armin Wolf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Königliche Tochterstämme, Königswähler und Kurfürsten.&amp;#039;&amp;#039; Klostermann, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-465-03200-4. Darin: Armin Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Königswähler und Königliche Tochterstämme&amp;#039;&amp;#039;, S. 1–77.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungstheorie&amp;#039;&amp;#039; von [[Franz-Reiner Erkens]], wonach die Entstehung des Wahlgremiums in Etappen von 1198 bis 1273 verlief.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Jörg Rogge, &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Könige im Mittelalter. Wahl und Krönung (= Geschichte kompakt. Mittelalter)&amp;#039;&amp;#039;, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2006, S. 46f.&lt;br /&gt;
* [[Malte Prietzel]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Heilige Römische Reich im Spätmittelalter&amp;#039;&amp;#039;, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2004. ISBN 3-534-15131-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kurfurstenfabel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurfürstenkollegium]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SFfmL</name></author>
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