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	<title>Kurdistan - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-04-17T12:10:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Iranischer Teil: &lt;/span&gt; Bild eingefügt, zwei Bilder entfernt (davon eines ohne Textbezug) und Eigenbezeichnung von Ostkurdistan erwähnt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zur autonomen Region im Irak siehe [[Autonome Region Kurdistan]]; weitere Bedeutungen sind unter [[Kurdistan (Begriffsklärung)]] aufgeführt.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Flag of Kurdistan.svg|mini|[[Flaggen der Kurden|Flagge der Kurden]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Umgriffe Kurdistans.png|mini|250px|Ausdehnung Kurdistans und Gebietsansprüche im Laufe der Geschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurdistan&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{kuS|کوردستان&amp;amp;lrm;}} Kūrdistān; {{arS|كردستان&amp;amp;lrm;|d=Kurdistān}}; {{faS|کردستان&amp;amp;lrm;|Kordestān}}; {{trS|Kürdistan}}) ist ein nicht genau begrenztes Gebiet in [[Vorderasien]], das als historisches Siedlungsgebiet der [[Kurden]] betrachtet wird. Einige der Staaten, über die sich dieses Gebiet erstreckt, vermeiden die Bezeichnung Kurdistan oder verbieten den Gebrauch des Begriffes sogar.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Strohmeier, Lale Yalçin-Heckmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Kurden: Geschichte, Politik, Kultur&amp;#039;&amp;#039; S.&amp;amp;nbsp;20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Gebrauch wird hingegen von breiten Schichten der kurdischen Bevölkerung gefördert bzw. gefordert. Das gesamte kurdische Siedlungsgebiet umfasst je nach Definition 440.000 bis 530.000&amp;amp;nbsp;km²&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erhard Franz]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurden und Kurdentum – Zeitgeschichte eines Volkes und seiner Nationalbewegungen&amp;#039;&amp;#039;. Deutsches Orient-Institut, Hamburg 1986, S. 132 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;rolf&amp;quot;&amp;gt;Uwe Rolf, Ekrem Yildiz: &amp;#039;&amp;#039;Zukunft für Kurdistan: ein Beitrag zur Bedeutung nachhaltiger Entwicklung für Kurdinnen und Kurden&amp;#039;&amp;#039;. Osnabrück 2003, S.&amp;amp;nbsp;16.&amp;lt;/ref&amp;gt; und verteilt sich auf die Staaten [[Türkei]], [[Irak]], [[Iran]] und [[Syrien]]. In diesen Gebieten sind neben Kurden auch [[Araber]], [[Perser (Volk)|Perser]], [[Aserbaidschaner]], [[Türken]], [[Turkmenen (Vorderasien)|Turkmenen]], [[Armenier]], [[Assyrer (Gegenwart)|Assyrer]]/[[Aramäer (Volk)|Aramäer]] und [[Mhallami|Mhallamiye]] ansässig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur Geschichte des Begriffs Kurdistan ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Osmanli Ortadogu.jpg|mini|Kurdistan (hier in der Kartenmitte als {{ar|کردستان&amp;amp;lrm;}} zu erkennen) auf einer Osmanischen Karte von 1893|links]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Kurdistan&amp;#039;&amp;#039; taucht erstmals als Bezeichnung für ein Gebiet der armenischen Chronik des [[Matthias von Edessa]] auf. Sie bezeichnet mit K&amp;#039;rdstanac ein Gebiet zwischen [[Diyarbakır]] und [[Siverek]].&amp;lt;ref&amp;gt;Garnik Asatrian: &amp;#039;&amp;#039;Die Ethnogenese der Kurden und frühe kurdisch-armenische Kontakte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Iran &amp;amp; the Caucasus.&amp;#039;&amp;#039; Band 5, 2001, S.&amp;amp;nbsp;41–74.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Chronik beschreibt in drei Teilen die Ereignisse der Jahre 952–1136. Als administrative Einheit entstand Kurdistan als Provinz des [[Seldschuken]]reiches zur Zeit des Sultans [[Ahmad Sandschar]] (regierte 1097–1157). Es umfasste die heutigen iranischen Gebiete von [[Hamadan]], [[Kermanschah]], [[Dinawar]] und [[Sanandadsch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Strohmeier1&amp;quot;&amp;gt;Martin Strohmeier, Lale Yalçın-Heckmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Kurden.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. München 2003, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Hamdollah Mostowfi]] zählte die 16 Kantone dieser Provinz in seinem Werk &amp;#039;&amp;#039; Nuzhat al-ḳulūb &amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahre 1349 auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Scherefname]] werden auch die [[Luren]] zu Kurdistan gerechnet. Der osmanische Reisende [[Evliya Çelebi]] zählt im 4. Band seines Seyahatnâme neun [[Vilâyet]]s auf, die seinerzeit zu Kurdistan gehörten: [[Erzurum]], Van, Hakkari, Diyarbakir, [[al Dschasira (Mesopotamien)|Dschazira]] (Cizre), [[Amediye|ʿAmādiya]], [[Mossul]], [[Schahrazor|Schahrazūr]] und [[Ardalan]]. Die Rivalität zwischen dem Osmanischen Reich und den [[Safawiden]] führte zur Teilung Kurdistans. Im 17. Jahrhundert gehörten auf osmanischer Seite lediglich die Distrikte Dersim, Muş und Diyarbakir zum Vilâyet Kurdistan. Im 16. Jahrhundert beschränkte sich Kurdistan im Herrschaftsbereich der Safawiden verwaltungstechnisch auf die Region Ardalan. Hamadan und [[Luristan]] wurden abgetrennt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurds, Kurdistan. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia of Islam]]&amp;#039;&amp;#039;. New Edition.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief von 1526 des osmanischen [[Süleyman I.|Sultans Süleyman]] an den französischen König [[Franz I. (Frankreich)|Franz&amp;amp;nbsp;I.]] nennt Süleyman Kurdistan als Teil seines Herrschaftsbereiches.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ben ki Sultan-ı selâtin ve burhalül havakin, Akdeniz’in ve Karadeniz’in ve Rumeli’nin ve Anadolu’nun ve Karaman’ın ve Rum’un ve Vilayet-i Dulkadriye’nin ve Diyarbekir’in ve Kürdistan’ın ve Azerbaycan’ın ve Acem’in ve Şam’ın ve Halep’in ve Musur’ın ve Mekke’nin ve Medine’nin ve Kudüs’ün ve külliyen diyar-ı Arab’ın ve Yemen’in ve daha nice memleketin sultanı ve padişahı Sultan Beyazıt Hanoğlu Sultan Selim Hanoğlu, Sultan Süleyman Hanım. Sen ki Françe vilayetinin kralı Françeskosun.&amp;#039;&amp;#039; (Aus der [http://www.milliyet.com/2006/10/15/yazar/pulur.html Milliyet] vom 15. Oktober 2006)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Die Grenzen Kurdistans lassen sich nicht exakt definieren. Zum einen gibt es, abgesehen von der [[Autonome Region Kurdistan|Autonomen Region Kurdistan]] im Irak und der iranischen [[Kurdistan (Provinz)|Provinz Kurdistan]], kein politisches Territorium und keine Verwaltungseinheit &amp;#039;&amp;#039;Kurdistan&amp;#039;&amp;#039;. Erschwerend kommt hinzu, dass es kein ethnisch homogenes kompaktes Siedlungsgebiet von Kurden gibt. Die Grenzen Kurdistans sind daher sehr umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurdistan liegt zwischen dem 34. und 40. Grad nördlicher Breite und dem 38. und 48. Grad östlicher Länge ({{Coordinate |article=/ |text=/ |NS=37 |EW=43 |type=country |region=TR-73/IQ-DA}}). Es erstreckt sich über Ost- und [[Kleinasien|Südostanatolien]] –&amp;amp;nbsp;genauer gesagt von [[İskenderun]] und dem [[Taurusgebirge]] bis hoch zum [[Ararat]]&amp;amp;nbsp;– bis zum [[Urmiasee]] in [[Iran]] und schließt die Region der [[Zāgros-Gebirge|Zagrosgebirgskette]], also den [[Irak|Nordirak]] und [[Iran|Westiran]], sowie Teile von [[Syrien|Nordsyrien]] mit ein. Kurdische Aktivisten verwenden für die zu Iran, der Türkei, Irak und Syrien gehörenden Kurdengebiete seit den 1980er Jahren verstärkt die Bezeichnungen Ostkurdistan, Nordkurdistan, Südkurdistan und Westkurdistan. Es folgt eine Charakterisierung der einzelnen Teile Kurdistans nach den Staaten, zu denen die Gebiete gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Türkischer Teil ===&lt;br /&gt;
Der türkische Teil macht je nach Definition ca. 25 % des Staatsgebiets aus. Der Schwerpunkt erstreckt sich geografisch von der Provinz [[Gaziantep (Provinz)|Gaziantep]] bis [[Hakkâri (Provinz)|Hakkâri]] und von [[Malatya (Provinz)|Malatya]] bis [[Kars (Provinz)|Kars]]. Außerdem leben in Zentralanatolien wie um den [[Tuz Gölü|Tuz-See]], [[Konya (Provinz)|Konya]], [[Aksaray (Provinz)|Aksaray]], [[Ankara (Provinz)|Ankara]] usw. seit einigen Generationen Kurden ([[Zentralanatolische Kurden]]). In den letzten Jahrzehnten zogen bedingt durch Binnenmigration und Flucht viele Kurden in die Großstädte. Mittlerweile sind Kurden überall in der Türkei anzutreffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der türkische Teil wird vom Taurusgebirge geprägt. Hier verlaufen die beiden Flüsse [[Euphrat]] und [[Tigris]]. Landwirtschaftlich wird diese Region durch Weizen-, Gersten-, Wein-, Oliven- und [[Pistazie]]nanbau genutzt. Neben Gebirgsverläufen ist die Region östlich des Euphrat durch ein Hochplateau geprägt. Im Rahmen des [[Südostanatolien-Projekt]]s entlang des Euphrat und Tigris werden über 22 Staudämme errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Iranischer Teil ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Map of Iranian Kurdistan.png|mini|Der östliche Teil Kurdistans (grün markiert), der relativ übereinstimmt mit den [[Iran|iranischen]] Provinzen [[Kurdistan (Provinz)|Kurdistan]], [[Kermanschah (Provinz)|Kermanschah]] und [[West-Aserbaidschan]]]]&lt;br /&gt;
Der östliche Teil Kurdistans (im kurdischen Volksmund &amp;#039;&amp;#039;Rojhelat&amp;#039;&amp;#039; genannt&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://taz.de/Autonome-Region-Kurdistan-im-Irak/!6170110/ |titel=Abwarten in Erbil |werk=taz.de |datum=16.4.2026 |abruf=17.4.2026}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) stimmt in großen Teilen mit den Provinzen [[Kermanschah (Provinz)|Kermanschah]], [[Kurdistan (Provinz)|Kurdistan]], [[Ilam (Provinz)|Ilam]] und [[West-Aserbaidschan]] überein. Beherrscht wird das Gebiet durch das Zāgros-Gebirge.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bedeutenden archäologischen Fundstätten gehört unter anderem [[Godin Tepe]] in der Nähe der wichtigen Ost-West-Verbindung [[Hamadan]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erika Bleibtreu]]: &amp;#039;&amp;#039;Iran von prähistorischer Zeit bis zu den Medern. Kurzer Einblick in sechs Jahrtausende iranischer Kulturgeschichte.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des [[Iranisches Nationalmuseum|Iranischen Nationalmuseums]] in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, ISBN 3-85497-018-8, S. 40–53, hier: S. 42 und 44–45.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Syrischer Teil ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Rojava (Region)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der syrische Teil Kurdistans wird von kurdischen Aktivisten als Rojava (Westkurdistan) bezeichnet. Das kurdische Siedlungsgebiet bildet hier bedingt durch die unnatürliche Grenzziehung kein zusammenhängendes Gebiet. Es erstreckt sich über den größeren Teil des Gouvernements [[Al-Hasaka (Gouvernement)|al-Hasaka]]. Die größten Städte der Region sind [[Qamischli]] und [[al-Hasaka]]. Die größten [[Erdöl]]vorkommen Syriens liegen in den kurdisch besiedelten Gebieten im Nordosten der dortigen [[Dschazīra|Dschazira]]-Region, die daher eine besondere strategische Relevanz besitzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.aljazeera.com/indepth/opinion/2012/08/201285133440424621.html &amp;#039;&amp;#039;Syria&amp;#039;s Pipelineistan war&amp;#039;&amp;#039;]. Al Jazeera, 6. August 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Region Rumelan, östlich von Qamischli, stehen die größten [[Ölraffinerie]]n des Landes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.rudaw.net/english/news/syria/4992.html |text=&amp;#039;&amp;#039;Girke Lege Becomes Sixth Kurdish City Liberated in Syria&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20121129100410}}. Rudaw, 24. Juli 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine andere Region mit einer signifikanten kurdischen Bevölkerung ist [[Ain al-Arab]] (&amp;#039;&amp;#039;Kobanî&amp;#039;&amp;#039;) in Nordsyrien in der Nähe der Stadt [[Dscharabulus]] und [[Kurd Dagh]] im Nordwesten, rund um die Stadt [[Afrin]] im Gouvernement [[Aleppo (Gouvernement)|Aleppo]]. Die Region Kurd Dagh erstreckt sich bis zu den türkischen Landkreisen [[İslahiye]] und [[Kırıkhan]]. Viele Kurden leben ferner in den Großstädten wie [[Aleppo]] und [[Damaskus]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;cia&amp;quot; /&amp;gt; Die kurdisch bewohnten nördlichen und nordöstlichen Teile Syriens werden auf kurdisch auch &amp;#039;&amp;#039;Kurdistana Binxetê&amp;#039;&amp;#039; („Kurdistan unter der Grenze“) genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irakischer Teil ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Autonome Region Kurdistan (Karte).png|mini|[[Autonome Region Kurdistan|Autonomen Region Kurdistan]] im [[Irak]] (Kontrollbereich nicht aktuell)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der irakische Teil Kurdistans stimmt in großen Teilen mit der [[Autonome Region Kurdistan|Autonomen Region Kurdistan]] überein und überschneidet sich mit dem Gebiet [[Türkmeneli]]. Die Autonome Region Kurdistan umfasst die Provinzen [[Arbil (Gouvernement)|Arbil]], [[Dahuk (Gouvernement)|Dohuk]], [[Halabdscha (Gouvernement)|Halabdscha]] und [[as-Sulaimaniya (Gouvernement)|Sulaimaniya]] und Teile der Provinzen [[Diyala]], [[Kirkuk (Gouvernement)|Kirkuk]] und [[Ninawa]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vor dem 10. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Kurdistan ist Teil der Region des [[Fruchtbarer Halbmond|fruchtbaren Halbmonds]], die in der Geschichte von vielen [[Kultur]]en und Reichen des [[Altertum]]s besiedelt wurde. Die [[Hattier]] und die nachfolgenden [[Hethiter]] besiedelten in der [[Bronzezeit]] zwischen 2500 v.&amp;amp;nbsp;Chr. und 1200 v.&amp;amp;nbsp;Chr. das nordwestliche Vorderasien und damit die westlichen Gebiete des heutigen Kurdistan.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihr Reich endete im Rahmen der einsetzenden Völkerwanderung (siehe: [[Seevölker]]). Die hethitische Kultur überlebte jedoch bis um 700&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. in diversen Kleinstaaten in Ostanatolien, zum Beispiel in [[Malatya]], [[Samʼal|Zincirli]], [[Karkemisch]] und [[Tabal]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Zerstörung des hethitischen Reiches errichteten die [[Phryger]] unter ihrem König [[Midas]] ein Reich, das im 9. und 8. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. Anatolien beherrschte. Seit 850 v.&amp;amp;nbsp;Chr. bestand am [[Vansee]] das Reich [[Urartu]]. Das [[Geschichte Armeniens|armenische Königreich]] erlangte im ersten Jahrhundert&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. seine größte Ausdehnung unter König [[Tigranes II.|Tigran dem Großen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom 10. Jahrhundert bis zur Gegenwart ===&lt;br /&gt;
==== Nordkurdistan im Osmanischen Reich ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Ottoman empire de.svg|mini|Ausdehnung des Osmanischen Reiches 1481–1683, darauf Kurdistan westlich des Vansees]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Teilung Kurdistans zwischen dem [[Osmanisches Reich|Osmanischen Reich]] und dem Reich der [[Safawiden]] ([[Geschichte des Iran|Persien]]) hatte 1639 der [[Vertrag von Qasr-e Schirin]] besiegelt. Der Großteil der kurdischen [[Fürst]]en begab sich unter die osmanische Oberhoheit. Die damalige Teilung ist auch heute noch an der fast identisch verlaufenden Grenze zwischen der Türkei und Iran sichtbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. Dezember 1847 wurde das osmanische &amp;#039;&amp;#039;[[Vilâyet]] Kürdistan&amp;#039;&amp;#039; gegründet. Anfangs umfasste es die Gebiete Diyarbekir, die [[Sandschak (Osmanisches Reich)|Sandschaks]] Van, Muş und Hakkâri und die Kazas (Bezirke) Cizre, Botan und Mardin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kurdistantime.com/?p=439 |text=Kürdistan Eyaleti Kuruldu |wayback=20080226172611}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hauptstadt war Ahlat, später dann Van, Muş und Diyarbekir. 1856 wurde das Vilayet neu definiert und 1864 aufgelöst. Aus dem Vilayet entstanden die zwei Vilayets Diyarbekir und Van.&amp;lt;ref&amp;gt;Naci Kutlay: &amp;#039;&amp;#039;21. Yüzyila girerken Kürtler.&amp;#039;&amp;#039; S. 41.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Niederlage und dem Zerfall des Osmanischen Reichs billigten die [[Triple Entente|Siegermächte]] im [[Vertrag von Sèvres (Osmanisches Reich)|Vertrag von Sèvres]] den Kurden 1920 das Recht auf Selbstbestimmung zu. Die südwestlichen Gebiete Kurdistans wurden dem französischen [[Völkerbundmandat für Syrien und Libanon]] zugeschlagen. Großbritannien wurde Mandatsmacht im [[Britisches Mandat Mesopotamien|Britischen Mandat Mesopotamien]], der die südöstlichen kurdischen Landesteile auf dem Gebiet des heutigen [[Irak]] zugeteilt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit organisierte [[Mustafa Kemal Atatürk]] den [[Kuvayı Milliye|Widerstand]] gegen die europäischen [[Okkupation|Besatzungsmächte]] und [[Griechenland]]. Die Kemalisten propagierten eine &amp;#039;&amp;#039;Regierung beider Völker&amp;#039;&amp;#039; (Kurden und Türken) und banden auf diese Weise die kurdischen Stammesführer und [[Scheich]]s in den türkischen [[Türkischer Befreiungskrieg|nationalen Befreiungskampf]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Vertrag von Lausanne]] (24. Juli 1923) wurden die neuen Machtverhältnisse zwischen der Türkei und den Besatzungsmächten Großbritannien, Frankreich und Italien vertraglich festgeschrieben. So konnte die Türkei die Bestimmungen von Sèvres im Vertrag von Lausanne laut dem [[Misak-ı Millî]] teilweise revidieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nordkurdistan in der modernen Türkei ====&lt;br /&gt;
Aus den Resten des Osmanischen Reiches errichtete [[Mustafa Kemal Atatürk]] einen modernen türkischen Staat. Er bat die kurdischen Stammesführer um Unterstützung und versprach ihnen dafür einen gemeinsamen &amp;#039;&amp;#039;Staat aller Ethnien im Gebiet des Nationalen Vierecks&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Konsolidierung des neuen Staates wandte sich Mustafa Kemal nicht von der Idee ab, einen Zentralstaat nach dem Vorbild der französischen Republik zu errichten, wohingegen kurdische Stammesführer ihre Machtposition erhalten wollten und unter diesem Aspekt auch einen erneuten militärischen Konflikt in Kauf nahmen. Atatürk setzte die Politik &amp;#039;&amp;#039;Ein Staat, eine Nation, eine Sprache, eine Identität&amp;#039;&amp;#039; durch. Der kemalistische Nationalismus sah vor, innerhalb der Grenzen des sogenannten Nationalpakts, des [[Misak-ı Millî]], eine türkische [[Nation]] zu schaffen, die mit ihrem Land eine unteilbare Einheit bildet. Die diversen Nationalitäten und Minderheiten sollten im türkischen Nationalisierungsprozess verschmelzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vertrag von Sèvres von 1920 versprachen die Siegermächte den Kurden Autonomie. Die Türkei konnte jedoch nach dem Sieg im [[Türkischer Befreiungskrieg|Türkischen Befreiungskrieg]] den Vertrag revidieren und den [[Vertrag von Lausanne]] unterzeichnen. Was den Kurden durch die Siegermächte in Sèvres versprochen worden war, wurde in Lausanne gestrichen. Noch am 24. Dezember 1922 hatte London dem Völkerbund den Text einer gemeinsamen anglo-irakischen Erklärung folgenden Wortlauts mitgeteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die Regierung Ihrer britischen Majestät und die Regierung des Irak anerkennen die Rechte der Kurden, die in den Grenzen des Irak leben, eine Regierung innerhalb dieser Grenzen zu errichten. Sie hoffen, dass die verschiedenen kurdischen Elemente so bald als möglich untereinander zu einer Regelung kommen, was die von ihnen gewünschte Regierungsform betrifft und über die Grenzen, in denen sie zu leben wünschen. Sie werden Gesandte schicken, die über ihre wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu der Regierung Ihrer Majestät und der irakischen Regierung verhandeln sollen.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;asadi&amp;quot;&amp;gt;Awat Asadi: &amp;#039;&amp;#039;Der Kurdistan-Irak-Konflikt&amp;#039;&amp;#039;. Berlin 2007, S. 104ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere begrenzte Aufstände wie 1925 der [[Scheich-Said-Aufstand]], 1930 der [[Ararat-Aufstand|Ararat-]] und 1938 der [[Dersim-Aufstand]] wurden von der überlegenen türkischen Armee niedergeschlagen. Seit 1984 wird der [[Türkei-PKK-Konflikt]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde die kurdische Nationalkleidung, der [[Sal Sapik]], verboten, ebenso der Gebrauch der Sprache in der Öffentlichkeit. 1967 erfolgte ein erneutes offizielles Verbot von [[Kurdische Sprachen|kurdischer Sprache]], [[Kurdische Musik|kurdischer Musik]], [[Kurdische Literatur|kurdischer Literatur]] und [[Zeitung]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dynastien in Ostkurdistan ====&lt;br /&gt;
Eine sehr frühe Aufzeichnung einer Auseinandersetzung zwischen den Kurden und dem [[Sassaniden]]reich erscheint im &amp;#039;&amp;#039;Buch der Taten von Ardashir, Sohn von Babak&amp;#039;&amp;#039;. Das Buch berichtet über das Leben von &amp;#039;&amp;#039;[[Ardaschir I.|Ardaschir Papagan]]&amp;#039;&amp;#039;, den Gründer der Sassanidendynastie. In diesem Buch berichtet der Autor über die Schlacht des kurdischen Königs Madig und Ardaschir.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 10. Jahrhundert bis zum 12. Jahrhundert beherrschten zwei kurdische Dynastien diese Region, die [[Hasanwayhiden]] (969–1015) und die [[Annaziden]] (990–1117). Der [[Ardalan]]-Staat, der im 14. Jahrhundert gegründet wurde, beherrschte die Territorien von [[Zardiawa]] (Karadagh), [[Xaneqîn]], [[Kirkuk]], [[Kifri]] und [[Hawraman]]. Diese Dynastie blieb bis 1867 erhalten, als [[Nāser ad-Din Schah]] (1848–1896) ihre Herrschaft brach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Safawiden]]-Herrschaft versuchte die Regierung die kurdischbesiedelten Gebiete in Westiran in ihre Macht zu bekommen. Damals existierten dort halbunabhängige Emirate der Kurden, beispielsweise das der Mukriyan ([[Mahabad]]), der Ardalan ([[Sanandadsch]]) und der [[Schikak (Ethnie)|Schikakstämme]] um den Urmia-See herum. Die Kurden widerstanden jedoch der Regierung und versuchten, eine sich selbstregierende Form zu erreichen. Dies führte zu blutigen Ausschreitungen zwischen den Kurden und den Safawiden. Die Kurden wurden schließlich besiegt und infolgedessen entschieden die Safawiden, die rebellischen Kurden durch Zwangsverschiebung und Deportationen im 15./16. Jahrhundert zu bestrafen. Zwischen den Jahren 1534 und 1535 begann [[Tahmasp&amp;amp;nbsp;I.]] die systematische Zerstörung der alten kurdischen Städte und Landschaften. Viele Kurden wurden ins [[Elburs-Gebirge]] und nach [[Chorasan]] deportiert. In dieser Zeit wurde der letzte Rest des antiken königlichen [[Hadhabâni]]-Stammes ([[Adiabene]]) von Zentralkurdistan nach Chorasan deportiert, wo die Stämme noch immer siedeln. Die Schlacht dieses Stammes fand um die Festung [[Schlacht bei Dimdim|Dimdim]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des mittleren 18. Jahrhunderts geriet der kurdische Stamm von [[Bajalan]] in einen Konflikt mit der Zand-Dynastie. Als [[Karim Khan-e Zand]] das Gebiet von [[Kermānschāh (Provinz)|Kermānschāh]] besetzte, kämpfte Abd-Allah Khan, der Stammesführer der Bajalan, gegen die Macht der [[Zand-Prinzen]]. Der kurdische Stamm wurde 1775 in der Nähe von Xaneqîn von Nazar Ali Khan Zand geschlagen. Daraufhin wurden zweitausend ihrer Männer hingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1880 beteiligte sich ein kurdischer Führer an einer Serie von Revolten gegen die iranische Regierung. Diese Aufstände wurden erfolgreich von den [[Kadscharen]]-Königen unterdrückt. Dieser Sieg war einer der wenigen unter der Kadscharen-Herrschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schwäche der persischen Regierung während des Ersten Weltkrieges ermutigte einige kurdische Anführer, die chaotische Situation auszunutzen. [[Simko Schikak|Ismael Agha]] (auch bekannt als Simko), Anführer der [[Schikak (Ethnie)|Schikak]], übernahm die Kontrolle in der Gegend westlich des Urmia-Sees von 1918 bis 1922. Simko wurde im Herbst 1922 aus seiner Region vertrieben und verbrachte acht Jahre im Untergrund. Als ihn die iranische Regierung zur Aufgabe überredete, lief er in einen Hinterhalt und wurde 1930 bei Ushno ([[Oschnaviyeh]]) getötet. Anschließend verfolgte [[Reza Schah Pahlavi]] einen rüden, aber effektiven Kurs gegen die Kurden. Hunderte kurdischer Anführer wurden deportiert und ins Exil getrieben. Ihr Land wurde von der Regierung konfisziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rotes Kurdistan ====&lt;br /&gt;
Das [[Rotes Kurdistan|Rote Kurdistan]] lag zwischen dem aserbaidschanischen [[Bergkarabach]] und dem armenischen [[Sjunik]] und wurde im 18. Jahrhundert von nomadischen [[Kurden|kurdischen]] Stämmen besiedelt. Schließlich wurden sie zur Mehrheit in diesem Gebiet, besonders um [[Laçın (Laçın)|Laçın]] (kurdisch: &amp;#039;&amp;#039;Laçîn&amp;#039;&amp;#039;), [[Kəlbəcər (Stadt)|Kəlbəcər]] (kurdisch: &amp;#039;&amp;#039;Kelbajar&amp;#039;&amp;#039;) und [[Qubadlı (Stadt)|Qubadlı]] (kurdisch: &amp;#039;&amp;#039;Qûbadlî&amp;#039;&amp;#039;) herum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1920 wurde diese Region ein Teil der [[Aserbaidschanische SSR|Aserbaidschanischen Sozialistischen Sowjetrepublik]]. Am 23. Mai 1923 erhielt das Gebiet den Status einer autonomen Provinz ([[Oblast]]) innerhalb Aserbaidschans und führte den Namen Rotes Kurdistan. Weitere kurdische Gebiete erhielten jedoch keinen Oblast und durften sich dem Roten Kurdistan auch nicht anschließen. Die Amtssprache des Roten Kurdistans wurde [[Kurmandschi]] und sein Verwaltungszentrum Laçın. 1929 wurde die autonome Provinz durch Beschluss des 6. Aserbaidschanischen Sowjetkongresses aufgelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Republik Ararat ====&lt;br /&gt;
Die [[Republik Ararat]] (benannt nach dem Berg [[Ararat]]) wurde 1927 während des [[Ararat-Aufstand]]s als kurdischer Staat im Osten der kurz zuvor entstandenen türkischen Republik [[Proklamation|proklamiert]]. Sie wurde international nie anerkannt, ob es zu einer tatsächlichen Staatsgründung kam, ist umstritten. Seit spätestens 1931 ist das von ihr beanspruchte Gebiet unter türkischer Kontrolle, es liegt im Zentrum der türkischen [[Ağrı (Provinz)|Provinz Ağrı]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Republik Mahabad ====&lt;br /&gt;
Die [[Republik Mahabad]], auch Republik von Mahabad oder Volksrepublik Mahabad genannt, war der einzige kurdische Nationalstaat. Als alliierte Truppen im September 1941 in Iran landeten, wurde die persische Armee aufgelöst. Söhne kurdischer Anführer ergriffen die Gelegenheit und flohen aus ihrem Exil in [[Teheran]]. Mit Unterstützung der [[Sowjetunion]] wurde in der Stadt [[Mahabad]] 1946 ein kurdischer Staat von der kurdischen Bewegung [[Komeley Jiyanewey Kurd]] unter der Führung von [[Qazi Mohammed]] ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Kleinstaat nur die vier Städte Mahabad, [[Bukan]], Naqada und [[Oschnaviyeh]] an der iranischen Westgrenze um den [[Urmia-See]] umfasste, wurde diese Staatsgründung nicht von allen iranischen Kurden getragen. Es gab sogar Kurden, die bei der Eroberung der [[Republik Kurdistan]] der iranischen Armee halfen. Die Republik überdauerte weniger als ein Jahr, da mit Abzug der sowjetischen Kräfte nach Ende des Krieges die Zentralregierung in Teheran die Armee der Republik besiegte und das Gebiet der Republik Kurdistan wieder an Iran angliederte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Autonome Region Kurdistan ====&lt;br /&gt;
Die [[Autonome Region Kurdistan]] entstand im Jahre 1970 nach einem Vertrag zwischen [[Saddam Hussein]] und den Führern der kurdischen Parteien unter [[Molla Mustafa Barzani]]. De jure ist die [[Region (Irak)|Region]] Kurdistan eine Verwaltungseinheit des Irak, mit –&amp;amp;nbsp;insbesondere als Folge der Golfkriege&amp;amp;nbsp;– aus der Verfassung von 2005 garantierter weitreichender Autonomie, mit eigener Verfassung, Regierung, [[Parlament Kurdistans|Parlament]], Hauptstadt ([[Erbil]]), Verwaltung, Währung, Amtssprache, Wappen, Fahne und Nationalhymne, und eigenen Sicherheitskräften. Der gegenwärtige Präsident ist [[Masud Barzani]], der Premierminister heißt [[Nêçîrvan Barzanî]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Provinz Kurdistan ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurdish dance at Hawraman, Kurdistan.jpg|mini|Kurdische Tanzveranstaltung im irakisch-iranischen Grenzgebiet von [[Hawraman]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kurdistan (Provinz)|Provinz Kurdistan]] ist eine der dreißig [[Verwaltungsgliederung des Iran|Provinzen Irans]]. Es ist Teil des kurdischen Siedlungsgebietes und sollte nicht mit dem größeren geographischen Gebiet Kurdistan verwechselt werden. Kordestān liegt im Westen Irans an der Grenze zum [[Irak]]. In der Provinz leben 1.438.543 Menschen (Volkszählung 2006).&amp;lt;ref&amp;gt;City Population: [http://www.citypopulation.de/Iran_d.html Iran – Städte und Provinzen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fläche der Provinz erstreckt sich auf 29.137&amp;amp;nbsp;Quadratkilometer. Die Bevölkerungsdichte beträgt 49&amp;amp;nbsp;Einwohner pro Quadratkilometer. Die Hauptstadt der Provinz ist [[Sanandadsch]] mit 316.862 Einwohnern (Volkszählung 2006).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bevölkerung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:piranshahr2014.jpg|mini|[[Piranschahr]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kurdish-inhabited area by CIA (2002).jpg|mini|Siedlungsgebiete der Kurden laut CIA 2002 (es wird nicht unterschieden, ob Kurden im Verbreitungsgebiet überall die Bevölkerungsmehrheit stellen oder stellenweise nur Minderheit zwischen anderen sind)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute stellen die [[Kurden in der Türkei|Kurden]] mit 20 bis 25 Prozent der Gesamtbevölkerung (ca. 16 bis 20 Millionen) die größte [[Volksgruppen in der Türkei|ethnische Minderheit in der Türkei]] dar. Auch im Irak stellen die Kurden mit etwa 6 bis 8 Millionen, was ca. 15 bis 20 % der dortigen Bevölkerung entspricht, die größte ethnische Minderheit. Die Kurden in Iran stellen etwa 10 % der Bevölkerung. Die [[Kurden in Syrien]] sind die größte nichtarabische Minderheit dort und machen zwischen 2,5 und 5 % der Bevölkerung aus.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/Laenderinformationen/01-Laender/Syrien.html Länderinformationen des Auswärtigen Amts über Syrien: 0,5–1,0 Mio. von 20 Mio. Einwohnern]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;cia&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.cia.gov/library/publications/the-world-factbook/geos/sy.html |wayback=20171229122345 |text=Daten über Syrien aus dem CIA-Factbook |archiv-bot=2022-11-29 00:07:44 InternetArchiveBot}} – Kurden, Armenier und sonstige Minderheiten zusammen 9,7 %&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mehrheit der Kurden sind [[Sunniten|sunnitische]] Muslime. Es gibt aber auch [[Aleviten]] in der Türkei und [[Jesiden]] im Irak, in Syrien und in der Türkei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kurdische Staatsgründungsbestrebungen]]&lt;br /&gt;
* [[Liste kurdischer Ortsnamen und geographischer Bezeichnungen im Irak]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Städten in der autonomen Region Kurdistan]]&lt;br /&gt;
* [[Liste kurdischer Ortsnamen und geographischer Bezeichnungen in Iran]]&lt;br /&gt;
* [[Liste kurdischer Ortsnamen und geographischer Bezeichnungen in Syrien]]&lt;br /&gt;
* [[Kurdisch-kurdischer Dialog]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bawar Bammarny: &amp;#039;&amp;#039;The Legal Status of the Kurds in Iraq and Syria.&amp;#039;&amp;#039; In: Constitutionalism, Human Rights, and Islam After the Arab Spring. Oxford University Press 2016, ISBN 978-0-19-062764-5, S.&amp;amp;nbsp;475–495.&lt;br /&gt;
* [[Martin van Bruinessen]]: &amp;#039;&amp;#039;Agha, Scheich und Staat – Politik und Gesellschaft Kurdistans&amp;#039;&amp;#039;. Parabolis, Berlin 2003, ISBN 3-88402-259-8.&lt;br /&gt;
* Martin Strohmeier, Lale Yalçin-Heckmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Kurden: Geschichte, Politik, Kultur&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2003, ISBN 3-406-42129-6.&lt;br /&gt;
* Awat Asadi: &amp;#039;&amp;#039;Der Kurdistan-Irak-Konflikt. Der Weg zur Autonomie seit dem Ersten Weltkrieg.&amp;#039;&amp;#039; Schiler, Berlin 2007, ISBN 3-89930-023-8 (Aschot Manutscharjan: [http://www.reichstag.eu/dasparlament/2007/28/PolitischesBuch/16383012.html &amp;#039;&amp;#039;Angelesen&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Das Parlament.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 28 (9. Juli), Berlin 2007 (Rezension), {{ISSN|0031-2258}}).&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Sardar Aziz |Hrsg=[[Georg Grote (Historiker)|Georg Grote]], [[Hannes Obermair]], Günther Rautz |Titel=Re-conceptualizing Kurdistan as a Battlefield |Sammelwerk=„Un mondo senza stati è un mondo senza guerre“. Politisch motivierte Gewalt im regionalen Kontext |Reihe=Eurac book 60 |Verlag=[[Eurac Research|Eurac.research]] |Ort=Bozen |Datum=2013 |ISBN=978-88-88906-82-9 |Seiten=45–61}}&lt;br /&gt;
* Günther Deschner: &amp;#039;&amp;#039;Die Kurden&amp;#039;&amp;#039;. München 2003, ISBN 3-7766-2358-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Analyse/Studie&lt;br /&gt;
* M. Funck: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/politik/historisches-e-paper/historisches-e-paper-zum-ersten-weltkrieg-der-kurdistan-report-13467499.html?printPagedArticle=true#pageIndex_1 Der Kurdistan-Report]&amp;#039;&amp;#039; (Historisches E-Paper), [[Frankfurter Zeitung]], Frankfurt 11. April 1915 ([http://dynamic.faz.net/red/2015/epaper/1915-04-11.pdf Archiv-PDF]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kurdistan|Kurdistan}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{GIGAGEO|RG00.14}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4033793-5|NDL=00567054|VIAF=242075403}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurdistan| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Autonome Region Kurdistan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kurdische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Irak)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Iran)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Syrien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Türkei)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;LennBr</name></author>
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