<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kupferdreh</id>
	<title>Kupferdreh - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kupferdreh"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kupferdreh&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-13T00:17:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kupferdreh&amp;diff=246942&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Monandowitsch: /* Persönlichkeiten */ +1</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kupferdreh&amp;diff=246942&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-04-12T07:15:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Persönlichkeiten: &lt;/span&gt; +1&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Stadtteil von Essen&lt;br /&gt;
|NAME=Kupferdreh&lt;br /&gt;
|BEZIRK=[[Liste der Stadtbezirke und Stadtteile von Essen|Stadtbezirk VIII Essen-Ruhrhalbinsel]]&lt;br /&gt;
|ORTSTEILNUMMER=32&lt;br /&gt;
|EINGEMEINDUNG=1929-08-01&lt;br /&gt;
|NEUGRÜNDUNG=&lt;br /&gt;
|BILD = Kupferdreh2.jpg&lt;br /&gt;
|BILD-BESCHREIBUNG = Kupferdreh (Oktober 2007), Blick Richtung Osten&lt;br /&gt;
|QUELLE=[https://www.essen.de/rathaus/statistik/StartseiteStatistik.de.html Statistik der Stadt Essen]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kupferdreh&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil im äußersten Südosten der Stadt [[Essen]], unmittelbar an der [[Ruhr]] und am [[Baldeneysee]] gelegen. Kupferdreh grenzt im Nordosten an den Stadtteil [[Byfang]], im Osten an [[Hattingen]]-[[Niederbonsfeld]], im Süden an [[Velbert-Langenberg]], im Südwesten an [[Velbert-Mitte]] und [[Heidhausen (Essen)|Heidhausen]] sowie im Westen an [[Fischlaken]] und [[Heisingen]], wo die Ruhr die Grenze bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Frühgeschichte bis Mittelalter ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Essen Kupferdreh - Hellersberg - Steinkiste 03 ies.jpg|mini|links|Essen Kupferdreh – Hellersberg – Steinkiste]]&lt;br /&gt;
Ältestes Zeugnis einer Besiedlung auf Kupferdreher Gebiet ist eine etwa 4.000&amp;amp;nbsp;Jahre alte [[Steinkiste]], welche 1937 beim Bau der ehemaligen [[Ruhrlandkaserne]] freigelegt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Kupferdreher Gebiet gab es im Mittelalter die [[Bauerschaft Dilldorf]], welche damals zu den [[Kurfürstentum Sachsen|sächsischen]] [[Brukterer]]n zählte und dann zur [[Herrschaft Hardenberg]] in [[Neviges]] gehörte. Andererseits gab es die [[Fränkisches Reich|fränkischen]] [[Honnschaft]]en (Hundertschaften) [[Hinsbeck (Ruhr)|Hinsbeck]] und [[Rodberg]], welche zur [[Kloster Werden|Reichsabtei Werden]] gehörten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Auf Kupferdreher Gebiet wurde bereits im Jahre 1550 eine Kupferhütte, die &amp;#039;&amp;#039;Deiler Koperhut&amp;#039;&amp;#039;, und seit etwa 1660 der [[Deilbachhammer]] betrieben, wobei dieser auf der Grenze zum Stadtteil Essen-Byfang liegt. Dieser [[Eisenhammer]] war nach dem kleinen Fluss [[Deilbach]] benannt, der hier in die [[Ruhr]] mündet. Das Deilbachtal gilt als Vorreiter der Industrialisierung im Ruhrgebiet, da hier schon im 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert nicht nur Steinkohle, sondern auch Kupfer, Eisen und Zink abgebaut wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1780 wurde die Ruhr für die aufkommende Industrie schiffbar gemacht, wobei die schärfste Flusskrümmung mit hoher Fließgeschwindigkeit bei Hinsbeck in der Deilbachmündung lag. Die Kurve, oder besser Drehung der Ruhr betrug etwa 180&amp;amp;nbsp;Grad. Die Bürger nannten diese Drehung der Ruhr mundartlich &amp;#039;&amp;#039;Kopperdreih&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Kupperdrehe&amp;#039;&amp;#039;. In Teilen von Dilldorf wurde Westfälisch gesprochen, in den anderen Teilen des heutigen Kupferdreh Bergisch. Bereits 1550 ist in der Nähe eine erste Kupferhütte urkundlich nachgewiesen. In der Deilbachmündung befand sich ein Hafen für den aus dem 17.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert stammenden nahe gelegenen [[Kupferhammer (Kupferdreh)|Kupferhammer]]. Vor dem Hafen bildete der Deilbach eine große Schleife um die damals sogenannte Kupferwiese, wo auch der Lagerplatz des Kupferhammers war. Nachdem Hinsbeck 1803 [[Preußen|preußisch]] wurde, begann um 1820 die Aufnahme des preußischen Urkatasters, worin der Berghang an der Ruhrkrümmung mit &amp;#039;&amp;#039;An der Kupperdrehe&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet wird. 1933 wurden die Kupperdrehe, also der Knick der Ruhr, und der alte Hafen vom neu aufgestauten [[Baldeneysee]] überflutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erbauer der Deilthaler Eisenbahn (oder [[Bahnstrecke Wuppertal-Vohwinkel–Essen-Überruhr|Prinz-Wilhelm-Eisenbahn]]), [[Friedrich Harkort]], verwendete 1831 beim Bau dieser Bahn den Namen &amp;#039;&amp;#039;An der Kupperdrehe&amp;#039;&amp;#039; für eine Haltestelle. Die 7,3&amp;amp;nbsp;Kilometer lange Strecke der von Pferden gezogenen Bahn wurde für den Kohletransport nach [[Nierenhof]] ins [[Bergisches Land|Bergische Land]] benötigt. Seit dem 14.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert gibt es Erwähnungen von bergbaulichen Tätigkeiten auf Kupferdreher Gebiet. Die Eisenbahn war die erste als Gesellschaft betriebene Eisenbahn Deutschlands. Als sie 1844 auf Dampfbetrieb umgestellt und bis [[Vohwinkel]] erweitert wurde, verwendet Friedrich Harkort den Namen &amp;#039;&amp;#039;An der Kupperdrehe&amp;#039;&amp;#039; erneut. Begünstigt durch den Eisenbahnanschluss siedelte sich 1852 die Eisenhütte &amp;#039;&amp;#039;[[Phoenix AG für Bergbau und Hüttenbetrieb|Phoenix]]&amp;#039;&amp;#039; an&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.kupferdreh.de/index.php?pid=10 |wayback=20070929064121 |text=Kupferdreh online - Chronik |archiv-bot=2026-01-28 01:30:26 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;, deren Betriebe in Kupferdreh mitsamt den Hochöfen 1914 wieder aufgelöst wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.hespertalbahn.de/Veh/HTBChronik/Zementfabrik/Zement-Fabrik-Geschich.htm | wayback=20091004100140 | text=Die Zementfabrik Narjes und Bender}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1855 bekam die Bahnstation in Hinsbeck eine eigene Postexpedition. Hierfür wurde der Name Kupferdreh erstmals offiziell verwendet. 1872 baute man in Kupferdreh ein [[Bahnbetriebswerk]] und die [[Eisenbahnbrücke Kupferdreh|Eisenbahnbrücke]] über die Ruhr, die die [[Ruhrtalbahn]] als Teil der [[Bergisch-Märkische Eisenbahn-Gesellschaft|Bergisch-Märkischen Eisenbahn]] anband. So entstand hier einer der größten Eisenbahnknotenpunkte des Ruhrgebietes. Die Brücke über die Ruhr hatte einst runde Bögen und erhielt dann während des Baus des Baldeneysees 1929 ihr heutiges Aussehen. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie gesprengt, aber danach als eingleisige Bahnbrücke wieder errichtet. Heute dient sie als Fußgängerbrücke, die Gleise wurden entfernt. Der [[Alter Bahnhof Kupferdreh|Bahnhof Kupferdreh]] wurde 1898 eröffnet. Der vordere Bahnsteig diente der Ruhrtalbahn, die die Ruhrbrücke überquerte. Vor der Brücke zweigt die [[Hespertalbahn]] oder auch Pörtingsiepenbahn zur damaligen [[Zeche Pörtingsiepen]] ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Nebenprodukt der Eisenhütte Phoenix war Schlacke, die zusammen mit dem in [[Velbert]] abgebauten Kalk Rohstoff für [[Portlandzement]] war. Gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts entstand in Kupferdreh eine Zementfabrik. Und um deren Produkte vor Ort zu verarbeiten, wurden 1897 die &amp;#039;&amp;#039;Kupferdreher Steinwerke&amp;#039;&amp;#039; gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1895 war die erste [[Kampmannbrücke]], die Kupferdreh mit [[Heisingen]] verband, als [[Pontonbrücke]] fertiggestellt. Darauf folgte in den Jahren 1950 bis 1951 eine Beton-Balkenbrücke, die 2019 wegen Baufälligkeit durch die heutige Schrägseilbrücke ersetzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeinde und Bürgermeisterei ===&lt;br /&gt;
Am 15. Januar 1875 wurde im [[Landkreis Essen]] aus den beiden Honnschaften [[Hinsbeck (Ruhr)|Hinsbeck]] und [[Rodberg]] der Gemeinde [[Siebenhonnschaften]] die neue Gemeinde Kupferdreh gebildet. Hinsbeck und Rodberg wurden schon im Jahr 1150 im Heberegister der Äbte von [[Werden]] genannt. Am 15.&amp;amp;nbsp;Oktober 1896 wurde Kupferdreh gemeinsam mit der Gemeinde [[Byfang]] aus der [[Bürgermeisterei Werden-Land]] herausgelöst und zu einer eigenen Bürgermeisterei erhoben. Am 1.&amp;amp;nbsp;April 1899 wurden die Bauerschaft [[Dilldorf]] und Teile der [[Bauerschaft Voßnacken]] aus der Gemeinde [[Hardenberg (Stadt)|Hardenberg]] des [[Kreis Mettmann (bis 1929)|Kreises Mettmann]] der Gemeinde Kupferdreh zugeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erster Bürgermeister wurde am 13.&amp;amp;nbsp;August 1896 Jacob Hubert Arntz, und dabei das Haus an der Kupferdreher Straße 251 zum [[Rathaus (Kupferdreh)|Rathaus]]. Im September 1901 ging das Amt zunächst kommissarisch, und am 12.&amp;amp;nbsp;Juli 1902 endgültig auf Johann Wilhelm Krake über. Im Dezember 1920 wird der Essener Oberstadtsekretär Hermann Gerhard Pieper Kupferdreher Bürgermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. April 1922 wurden die Gemeinden Byfang und Kupferdreh zusammengeschlossen, so dass die [[Bürgermeisterei Kupferdreh]] nur noch aus der Gesamtgemeinde Kupferdreh bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digital.ub.uni-duesseldorf.de/ihd/periodical/pageview/7221166?query=Byfang Amtsblatt der Regierung zu Düsseldorf 1922, S. 139]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1.&amp;amp;nbsp;August 1929 wurde die Bürgermeisterei Kupferdreh zur Stadt Essen eingemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1937 bis 1994 war Kupferdreh [[Garnison]]sstadt. Auf einem Hochplateau in der Gemarkung Hinsbeck befand sich in dieser Zeit die [[Ruhrlandkaserne]]. Die [[Kruppsche Nachtscheinanlage]], welche von der Luftwaffe zur Täuschung der alliierten Bomber auf dem [[Rottberg]] und dem angrenzenden Ludscheid angelegt wurde, zog zahlreiche Bombenangriffe auch auf die ländliche Umgebung nach sich.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lokalkompass.de/velbert/leute/bgussstahlfabrikl-auf-dem-rottberg-bombardiert-d209961.html &amp;#039;&amp;#039;„Gussstahlfabrik“ auf dem Rottberg bombardiert.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;lokalkompass.de&amp;#039;&amp;#039;, 15. September 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Rot über einem gestürzten silbernen (weißen) [[Wellensparren]] ein goldenes (gelbes) achtspeichiges Wassermühlenrad, dahinter nach unten herausragend das [[Alchemie]]-Zeichen für [[Kupfer]]; ein Ring mit einem nach unten zeigenden Kreuz.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen wurde von [[Kurt Schweder]] entworfen und hatte nie offiziellen Charakter. Ende der 1980er Jahre schuf der Heraldiker für alle Essener Stadtteile Wappen. Sie sind inzwischen von der Essener Bevölkerung gut angenommen worden. Es stellt eine Kombination des alchemistischen Zeichens für Kupfer und des Wassermühlenrades dar. Es bezieht sich auf die Jahrhunderte alten Kupferhammer (Kupferhütte) im Deilbachtal und die dortige Ruhrkrümmung (Drehe). Man spricht in diesem Falle auch von einem [[Redendes Wappen|redenden Wappen]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Johann Rainer Busch: &amp;#039;&amp;#039;Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile&amp;#039;&amp;#039;, Essen 2009, S. 99.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kupferdreh heute ==&lt;br /&gt;
Geprägt ist Kupferdreh durch gelockerte Wohnbebauung mit Grünflächen und Landwirtschaft. Hinzu kommen die Gewerbebebauung im [[Deilbach]]- und [[Ruhrtal]], die zum Teil verdichtete Bebauung im inneren Ortsbereich und am West- und Osthang. Die Siedlungsstruktur des Stadtteils wird durch seine eigenartige Topographie bestimmt.&lt;br /&gt;
Deutlich erkennbar ist das Gebiet dem [[Niederbergisch-Märkisches Hügelland|Niederbergisch-Märkischen Hügelland]] zuzuordnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kupferdreh liegt am Ende des [[Baldeneysee]]s, so dass es Naherholungsgebiete mit teils markierten Wanderwegen gibt. In Kupferdreh kreuzen sich zwei Radfernrouten: der [[RuhrtalRadweg]] zwischen [[Duisburg]] und [[Sauerland]] entlang der [[Ruhr]], und die sogenannte [[Kaiser-Route]], einem 370&amp;amp;nbsp;Kilometer langen Radweg, der die historische Verbindung der Kaiserpfalzen [[Aachen]] und [[Paderborn]] nachzeichnet. [[Dilldorf]], das heute zu Kupferdreh gehört, und die Kupferdreher Straße als Geschäftsstraße mit naheliegendem Marktplatz und [[Haltepunkt Essen-Kupferdreh|Bahnhof]] geben zusammen einen Eindruck von Eigenständigkeit Kupferdrehs. Der Bahnhof Essen-Kupferdreh, an dem die [[S-Bahn Rhein-Ruhr|S-Bahn-Linie 9]] und der Regional-Express [[Wupper-Lippe-Express|RE&amp;amp;nbsp;49]] halten, wurde im April 2012 als aufgeständerter Haltepunkt neu eröffnet, wobei der gesamte Verkehrsfluss im Kern Kupferdrehs angepasst wurde, da nun ein ehemals stark frequentierter Bahnübergang wegfiel. In der Kupferdreher Straße erinnern alte Fassaden der Herrenhäuser, aus Backsteinen aus der Jahrhundertwende 1900, an einen gewissen Wohlstand zu Zeiten der Industrialisierung. Unter Denkmalschutz stehen die 1878 aus [[Ruhrsandstein]] erbaute Kirche [[St. Mariä Geburt (Kupferdreh-Dilldorf)|St. Mariä Geburt]] in Dilldorf, sowie auch die evangelische [[Christuskirche (Essen-Kupferdreh)|Christuskirche]], die in den Jahren 1877/1878 vom Kupferdreher Architekten &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Bovensiepen&amp;#039;&amp;#039; entworfen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die katholische Pfarrkirche [[St. Josef (Essen-Kupferdreh)|St. Josef]] wurde 1904 geweiht, am 23.&amp;amp;nbsp;November 2013 [[Profanierung|profaniert]] und im Dezember 2015 niedergelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Kupferdreh befindet sich das weltgrößte [[Kraftwerkssimulator|Kraftwerkssimulationszentrum]], wichtig vor allem für das Training des Betriebspersonals für [[Auslegungsstörfall|Kernkraftwerkstörfälle]]. Das von der 1987 entstandenen [[VGB PowerTech]]/Kraftwerks-Simulator-Gesellschaft KSG betriebene Zentrum befindet sich auf dem Gelände der 1977 stillgelegten &amp;#039;&amp;#039;Bergischen Elektrizitätsversorgung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
DEU Kupferdreh COA.svg|Wappen von Kupferdreh&lt;br /&gt;
Panorama-Kupferdreh.jpg|Panorama von Kupferdreh (August 2008)&lt;br /&gt;
Essen-Kupferdreh vonDilldorf.jpg|Kupferdreh von der [[Dilldorfer Höhe]] aus mit [[Bundesautobahn 44|A 44]]&lt;br /&gt;
Mineralien-Museum Essen-Kupferdreh.jpg|[[Mineralien-Museum Essen-Kupferdreh|Mineralien-Museum Kupferdreh]]&lt;br /&gt;
Eisenhammer1.jpg|Eisenhammer Kupferdreh&lt;br /&gt;
Deilbachhammer01.jpg|[[Deilbachhammer]]&lt;br /&gt;
St Josef Essen-Kupferdreh retusche.jpg|Ehemalige Pfarrkirche [[St. Josef (Essen-Kupferdreh)|St. Josef]]&lt;br /&gt;
Baldeneysee Fussgaengerbruecke 1 db.jpg|[[Eisenbahnbrücke Kupferdreh|Alte Eisenbahnbrücke]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bevölkerung ===&lt;br /&gt;
Am 31. März 2025 lebten 11.428 Einwohner in Kupferdreh.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/12/Bevoelkerungszahlen.pdf Bevölkerungszahlen der Stadtteile]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strukturdaten der Bevölkerung in Kupferdreh (Stand: 31. März 2025):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsanteil der unter 18-Jährigen: 16,8 % (Essener Durchschnitt: 16,9 %)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/12/Bevoelkerungszahlen.pdf Anteil der Bevölkerung unter 18 Jahren]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bevölkerungsanteil der mindestens 65-Jährigen: 23,2 % (Essener Durchschnitt: 21,7 %)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/12/Bevoelkerungszahlen.pdf Anteil der Bevölkerung von 65 Jahren und älter]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ausländeranteil: 9,1 % (Essener Durchschnitt: 20,6 %)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://media.essen.de/media/wwwessende/aemter/12/Bevoelkerungszahlen.pdf Ausländeranteil in den Stadtteilen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dilldorfer Höhe ===&lt;br /&gt;
2004 wurde das Neubaugebiet [[Dilldorfer Höhe]] auf dem Gelände der ehemaligen [[Ruhrlandkaserne]] fertiggestellt. 1995 kaufte die Allbau-AG das etwa 17.000 Quadratmeter große Gebiet, welches sie schon einmal besaß, für rund 13,6 Millionen D-Mark zurück. Geplant waren ursprünglich etwa tausend Wohneinheiten für 2.500 Bewohner. Die Dilldorfer Höhe wird seit ihrer Bauzeit durch die zu dieser Zeit neu ausgebaute [[Bundesstraße 227]] vom restlichen Stadtteil getrennt. Seit 2010 bildet die Bundesstraße in diesem Verlauf ein weiteres Teilstück der [[Bundesautobahn 44]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung und Kultur ===&lt;br /&gt;
In Kupferdreh gibt es mit der städtisch-katholischen [[Josefschule (Essen-Kupferdreh)|Josefschule]] und der städtischen Hinsbeckschule (seit 2024 mit dem Abzweig Oslenderstraße)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.essen.de/meldungen/pressemeldung_1538759.de.html Hinsbeckschule, Abzweig Oslenderstraße: Aufnahme des Schulbetriebs]; In: Pressemeldung der Stadt Essen vom 8. August 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; zwei Grundschulen. Da im benachbarten Stadtteil Essen-Byfang keine Grundschule existiert, gehen auch die Kinder Byfangs in die beiden Grundschulen Kupferdrehs. Zudem gibt es vier Kindergärten, die Evangelische Kindertagesstätte an der Benderstraße, die Kindertagesstätte an der Nierenhofer Straße, den Katholischen Kindergarten St.&amp;amp;nbsp;Mariä Geburt und die Katholische Kindertagesstätte St.&amp;amp;nbsp;Josef.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2013 wurde die [[Hochschule der bildenden Künste Essen]] in Kupferdreh gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der ehemaligen Hinsbeckschule an der Kupferdreher Straße, dessen aus Ruhrsandstein erbautes Gebäude unter Denkmalschutz steht, wurde 1984 das [[Mineralien-Museum Essen-Kupferdreh|Mineralien-Museum Kupferdreh]] als Außenstelle des [[Ruhr Museum]]s (ehemals Ruhrlandmuseum) eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 2023 wurde der Rundwanderweg [[Deilbachsteig]] eröffnet, der unter anderem durch das Kupferdreher Zentrum und die [[Museumslandschaft Deilbachtal]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jährlich am [[Rosenmontag]] zieht auf der Kupferdreher Straße der Karnevalszug durch den Stadtteil. Der Festausschuss Kupferdreher Karneval hatte im Jahr 2025 sein 150-jähriges Bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Benderpark ===&lt;br /&gt;
Der Benderpark ist ein Park mitten in Kupferdreh. Hier befand sich früher das Anwesen mit Villa und Park des Chemikers und Unternehmers [[August Bender (Chemiker)|August Bender]], Mitinhaber der Zementfabrik Narjes &amp;amp; Bender. Die Familie Bender vermachte später das gesamte Gelände der Gemeinde Kupferdreh mit der Auflage, hier einen Park für die Kupferdreher Bürger anzulegen. Dieser grenzt heute an die Kupferdreher Straße, an das [[St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh|St.-Josef-Krankenhaus]], an die Byfanger Straße, und liegt nahe der Josef-Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== St. Josef-Krankenhaus ===&lt;br /&gt;
Das [[St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh|St. Josef-Krankenhaus]] gehört zur &amp;#039;&amp;#039;Katholische Kliniken Ruhrhalbinsel&amp;amp;nbsp;gGmbH&amp;#039;&amp;#039;. Die Anfänge reichen zu den Bemühungen der &amp;#039;&amp;#039;Waldbreitbacher Franziskanerinnen&amp;#039;&amp;#039; zurück, die am 14.&amp;amp;nbsp;Mai 1895 eine Niederlassung in Kupferdreh gründeten. Das Grundstück dafür erwarb der Katholische Krankenhausbauverein im Jahre 1900 auf dem Gelände des vormaligen Feldmannshofes. Das St.&amp;amp;nbsp;Josef Krankenhaus verfügt heute über 443 Betten plus Intensivstation sowie ein Altenkrankenheim mit 126 Betten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
* Carl Julius Anstock, Schulleiter der evangelischen Hinsbeckschule (1870–1916) – Nach ihm wurde 1937 die Anstockstraße benannt.&lt;br /&gt;
* Jacob Hubert Arntz, 1. Bürgermeister von Kupferdreh (1896–1901)&lt;br /&gt;
* [[August Bender (Chemiker)|August Bender]] (1847–1926), Chemiker, Mitbegründer der Zementfabrik Narjes &amp;amp; Bender – Nach ihm wurde 1935 die Benderstraße benannt.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Bovensiepen (* 25. Januar 1829), Baumeister bzw. Architekt der Christuskirche in Kupferdreh (1879), der Villa Waldrich in Siegen (1879), der Villa Lohmann in Witten (1873) und des Werdener Rathauses (1879–1880)&lt;br /&gt;
* Karl Denkhaus, 1. Pfarrvikar in der evangelischen Gemeinde Kupferdreh (1875–1876)&lt;br /&gt;
* Josef Götte, letzter Amtsleiter des Kupferdreher Bezirksamts (bis 30. Oktober 1973) – Nach ihm wurde die seit 1990 von der Bürgerschaft Kupferdreh e. V. jährlich verliehene „Josef-Götte-Bürgermedaille“ benannt.&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Hempel]] (1885–1973), germanistischer Mediävist, Skandinavist und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Arthur Klotzbach]] (1877–1938), Montanwirtschaftsführer&lt;br /&gt;
* Johann Wilhelm Krake, 2. Bürgermeister von Kupferdreh (1901–1910)&lt;br /&gt;
* Theodor Narjes (1847–1905), Chemiker, Mitbegründer der Zementfabrik Narjes &amp;amp; Bender – Nach ihm wurde 1935 die Narjesstraße benannt.&lt;br /&gt;
* Wilhelm Oslender, Rektor an St. Mariä Geburt in Dilldorf (1872–1905), Erbauer der Dilldorfer Kirche – Nach ihm wurde 1955 die Oslenderstraße benannt.&lt;br /&gt;
* [[Hermann Pieper (Politiker)|Hermann Pieper]], dritter und letzter Bürgermeister von Kupferdreh (1920–1929)&lt;br /&gt;
* [[Robert Quardt]] (1893–1971), katholischer Priester, Erzieher und geistlicher Schriftsteller&lt;br /&gt;
* Friedrich Schwermann, 1. Pfarrer an St. Josef in Kupferdreh (1900–1930) – Nach ihm wurde 1934 die Schwermannstraße benannt.&lt;br /&gt;
* [[Siegfried Dorschel]] (1912–1988), Maler, Grafiker und Bildhauer, Dorschel betrieb zwischen 1945 und 1960 ein Atelier im Stadtteil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personen des NS-Regimes ==&lt;br /&gt;
* Karl Dungs, Pfarrer der evangelischen Christuskirche in Kupferdreh (1933–1945), NSDAP-Mitglied, bekannt als „konsequenter [[Deutsche Christen|Deutscher Christ]]“&lt;br /&gt;
* [[Johanna Langefeld]] (1900–1974), [[SS-Gefolge|Oberaufseherin]] in den Konzentrationslagern [[KZ Ravensbrück|Ravensbrück]] und [[KZ Auschwitz|Auschwitz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuell bekannte Personen ==&lt;br /&gt;
* Die Rapcrew [[257ers]] hat ihre Wurzeln in Kupferdreh. Gründung 2006, Hip-Hop Band&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Johann Rainer Busch: &amp;#039;&amp;#039;Kupferdreh und seine Geschichte&amp;#039;&amp;#039; (mit Byfang und Dilldorf). Bürgerschaft Kupferdreh, Kupferdreh 2008, ISBN 978-3-00-024-737-8.&lt;br /&gt;
* Johann Rainer Busch: &amp;#039;&amp;#039;150 Jahre Kupferdreh. Die Geschichte und das gesellschaftliche Leben – Karneval, Kirmes, Kinos, Gastronomie&amp;#039;&amp;#039;. Selbstverlag, Essen 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Baudenkmäler in Kupferdreh]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßen in Essen-Kupferdreh]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Essen-Kupferdreh}}&lt;br /&gt;
* [https://www.essen.de/dasistessen/stadtteile/kupferdreh_2/kupferdreh_startseite.de.jsp Stadtteil-Kurzportrait auf der Website der Stadt Essen]&lt;br /&gt;
* [http://www.buergerschaft-kupferdreh.de/ Bürgerschaft Kupferdreh e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [http://nachtscheinanlage.de/ Geschichte der Kruppschen Nachtscheinanlage]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Essen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4765233-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Ruhr|Kupferdreh]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kupferdreh| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Essen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1929]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Monandowitsch</name></author>
	</entry>
</feed>