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	<title>Kunz Nierade - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T02:01:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunz_Nierade&amp;diff=2889211&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Caisare: /* Bauten (Auswahl) */ Bachgrabstätte ergänzt</title>
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		<updated>2025-09-25T03:15:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bauten (Auswahl): &lt;/span&gt; Bachgrabstätte ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunz Nierade&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[7. November]] [[1901]] in [[Wołów|Wohlau (Schlesien)]]; † [[2. Dezember]] [[1976]] in [[Berlin]]) war ein deutscher [[Architekt]], der in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] tätig war und insbesondere durch den Bau des [[Leipzig]]er [[Opernhaus Leipzig|Opernhauses]] bekannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AMGK&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Anett Müller, Gaby Kirchhof |url=https://static.leipzig.de/fileadmin/mediendatenbank/leipzig-de/Stadt/02.1_Dez1_Allgemeine_Verwaltung/10.9_Stadtarchiv/Ausstellungen/Nierade.pdf |titel=Kunz Nierade – Der Architekt |hrsg=Stadtarchiv Leipzig |datum=2011 |format=PDF (5,0&amp;amp;nbsp;MB) |abruf=2014-12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Opernhaus Leipzig Langzeitbelichtung Tag.jpg|mini|Opernhaus Leipzig (2016)]]&lt;br /&gt;
Kunz Nierade wurde 1901 als Sohn des Gerichtssekretärs Max Nierade und seiner Ehefrau Elise in Wohlau (Schlesien) geboren. Nach seiner Gymnasialzeit in [[Wałbrzych|Waldenburg]] und einer Maurerlehre studierte Nierade von Oktober 1921 bis Juli 1925 an der [[Technische Universität Chemnitz|Staatlichen Gewerbeakademie Chemnitz]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;AMGK&amp;quot; /&amp;gt; Ab 1925 arbeitete er in Architekturbüros in Chemnitz und [[Braunschweig]]. 1929 heiratete Nierade seine Frau Annalise. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum 1. Januar 1931 trat er in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] ein (Mitgliedsnummer 409.963).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/30611700&amp;lt;/ref&amp;gt; Im April 1932 zog er nach Leipzig, wo er ab September 1933 als Privatarchitekt tätig war und Mitglied der [[Reichskammer der bildenden Künste]] wurde. In Leipzig plante und überwachte er unter anderem den Bau der vorstädtischen Kleinsiedlung [[Portitz]]. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] war Nierade von 1941 bis 1944 für Behörden als Projektant im besetzten polnischen Gebiet tätig, so in [[Łódź|Litzmannstadt]], [[Kalisz|Kalisch]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;AMGK&amp;quot; /&amp;gt; und [[Posen]]. Ab Oktober 1944 arbeitete er wieder in Leipzig, wo er die Instandsetzung von luftkriegsgeschädigten Zivilbauten betreute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg war er an verschiedenen Wettbewerben beteiligt. Einen ersten Preis erhielt Kunz Nierade 1949 für seinen Wettbewerbsbeitrag zur Gestaltung der [[Johann Sebastian Bach|Bach]]-Gruft in der Leipziger [[Thomaskirche (Leipzig)|Thomaskirche]]. Zehn Jahre nach der Fertigstellung der Gruft mit der bronzenen Grabplatte wurde sie anlässlich von Renovierungsarbeiten unter Beibehaltung der Platte in den Chorraum verlegt. Der Entwurf für die Gestaltung des [[Westfriedhof (Leipzig)|Leipziger Westfriedhofs]] wurde 1950 teilweise realisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Anfang der 1950er Jahre war Nierade im Institut für Hochbau und Städtebau des Ministeriums für Aufbau in Berlin tätig und anschließend in der Meisterklasse der [[Deutsche Bauakademie|Deutschen Bauakademie]]. Unter der Leitung von [[Hanns Hopp]] wirkte Kunz Nierade beim Entwurf und Bau der [[Deutsche Hochschule für Körperkultur|Deutschen Hochschule für Körperkultur]] in Leipzig mit. Von 1954 bis 1958 oblag ihm die Bauleitung der [[Karl-Marx-Allee|Stalinallee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1954 erhielt Nierade gemeinsam mit [[Kurt Hemmerling]] den Auftrag für die Planung des Neubaus der Leipziger Oper, der am 8. Oktober 1960 eingeweiht wurde. Mit dem Opernhaus entstand der erste Theaterneubau der DDR und zugleich deren bedeutendster Gesellschaftsbau der späten 1950er Jahre. Der Architekt erhielt für seine Leistung den [[Nationalpreis der DDR]] 2. Klasse. Das Gebäude zeigt beispielhaft die Abkehr vom noch in den Entwürfen dominierenden [[Sozialistischer Klassizismus|Sozialistischen Klassizismus]] und die Hinwendung zu einer neuen modernen Architektur.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss des Opernbaus zog Nierade 1961 nach Berlin. Im VEB Berlin Projekt wirkte er mit allerdings unverwirklicht gebliebenen Vorschlägen am Bau des [[Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der DDR|Außenministeriums]] mit. 1964 bis 1966 erfolgte der äußere Umbau der [[Komische Oper Berlin|Komischen Oper]] nach seinen Plänen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Pensionierung war Nierade beratend bei der Anlage des [[Potsdam]]er [[Karl-Liebknecht-Forum]]s beteiligt. Einzelne Elemente der nicht mehr am Originalstandort erhaltenen Anlage wurden im Zusammenhang mit der [[Bundesgartenschau]] 2001 im neugeschaffenen [[Lustgarten (Potsdam)|Lustgarten]] aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauten (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* 1949: Gestaltung der Bachgrabstätte in der Thomaskirche in Leipzig&lt;br /&gt;
* 1951–1958: Deutsche Hochschule für Körperkultur und Sport in Leipzig&amp;lt;ref name=&amp;quot;AMGK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1954–1960: Opernhaus in Leipzig&amp;lt;ref name=&amp;quot;AMGK&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1964–1966: Umbau der Komischen Oper in Berlin&lt;br /&gt;
* 1967–1969: beratende Mitarbeit an der Konzeption des Karl-Liebknecht-Forums in Potsdam&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Planung und Gestaltung des neuen Leipziger Opernhauses.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zur Eröffnung des neuen Leipziger Opernhauses.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 1960.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gedanken und Erläuterungen zum Leipziger Opernneubau.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Architektur der DDR (Zeitschrift)|DA]]&amp;#039;&amp;#039;, Jahrgang 1961, Nr. 2, S. 61 ff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Holger Barth, [[Thomas Topfstedt]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Baukünstler zum Komplexprojektanten. Architekten in der DDR.&amp;#039;&amp;#039; (Dokumentation eines IRS-Sammlungsbestandes biografischer Daten) Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS), Berlin 2000, ISBN 3-934669-00-X, S. 167 f.&lt;br /&gt;
* Anett Müller: &amp;#039;&amp;#039;»Kunst ist&amp;#039;s, wenn&amp;#039;s kein Experiment mehr ist« Der Architekt Kunz Nierade (1901–1976)&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Leipziger Blätter 2011&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 59, S. 38–40.&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=kunz-nierade|lemma=Nierade, Kunz|autor=|band=2|idNum=2515}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{archINFORM|arch|3008}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=140820175|VIAF=107802567}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Nierade, Kunz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architekt (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Nationalpreises der DDR I. Klasse für Kunst und Literatur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1901]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1976]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Nierade, Kunz&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Architekt&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=7. November 1901&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Wołów|Wohlau]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. Dezember 1976&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Caisare</name></author>
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