<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kunta</id>
	<title>Kunta - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kunta"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunta&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-26T20:22:03Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunta&amp;diff=905539&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jesi: /* 19. und 20. Jahrhundert */ BKL-Link</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunta&amp;diff=905539&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2022-07-21T16:35:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;19. und 20. Jahrhundert: &lt;/span&gt; BKL-Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Zu finnischen Gemeinden siehe [[Gemeinde (Finnland)]].}}&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunta&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Kuntah;&amp;#039;&amp;#039; sind ein [[Ethnien in Mauretanien|maurischer]] Stammesverband, der im 17. Jahrhundert aus dem heutigen [[Mauretanien]] in den Norden von [[Mali]] einwanderte und heute zum großen Teil in der Umgebung von [[Timbuktu]] bis hinauf zum [[Adrar des Ifoghas|Adrar-n-Ifoghas]] lebt. Weitere Kunta leben vereinzelt in [[Algerien]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung, Kultur und Gesellschaftsordnung ==&lt;br /&gt;
Die Kunta gehören zu den mauretanischen [[Bidhan]], obwohl sie sich in deren Klassengesellschaft nicht recht einordnen lassen. Heute sind sie weit in der westlichen [[Sahara]] und ihren Randgebieten im Norden  und Süden verbreitet. Neben Mali und Mauretanien leben sie im südwestlichen Algerien um [[Tindouf (Algerien)|Tindouf]] und anderen Gebieten in Algerien wie [[Ahaggar]] und Saoura und [[Twat (Berber)|Twat]] im Nordwesten, sowie in [[Saguia el Hamra]] in der [[Westsahara]] und im [[Niger]].&amp;lt;ref&amp;gt;H. T. Norris: &amp;#039;&amp;#039;The Arab Conquest of the Western Sahara. Studies of the historical events, religious beliefs and social customs which made the remotest Sahara a part of the Arab World.&amp;#039;&amp;#039; Longman, Harlow 1986, S. 127&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftsordnung der Kunta ist geringer als bei anderen maurischen Volksgruppen in Klassen eingeteilt, so dass ihre Zuordnung weniger in die Krieger[[kaste]], sondern eher zu den &amp;#039;&amp;#039;[[Ulama]]&amp;#039;&amp;#039; (arabisch: &amp;#039;&amp;#039;zawaya&amp;#039;&amp;#039;), also Korangelehrten erfolgen könnte. Diese werden in ganz Westafrika als &amp;#039;&amp;#039;[[Marabout|M&amp;#039;rabatin]]&amp;#039;&amp;#039; (sing. &amp;#039;&amp;#039;Marabut&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Die Kunta gehören überwiegend der [[Sufismus|Sufi]]-Bruderschaft (&amp;#039;&amp;#039;[[tariqa]]&amp;#039;&amp;#039;) der &amp;#039;&amp;#039;[[Qadiriyya]]&amp;#039;&amp;#039; an. Sie sprechen zwar den arabischen Dialekt Nordwestafrikas, das [[Hassania]], gehören aber ihrer Herkunft nach zum Zanaga- oder [[Sanhadscha]]-Zweig der [[Berber]]völker an, wobei im Lauf der Jahrhunderte eine nicht unbeträchtliche Beimischung durch arabische Zuwanderer aus dem nordafrikanischen Raum stattgefunden haben dürfte. Die Genealogien bringen die Kunta auch gern in Zusammenhang mit den [[Almoraviden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunta gliedern sich in drei Zweige: 1. die Aulād Sīdī Muhammad as-Saghīr, die auch &amp;#039;&amp;#039;Kunta al-Qibla&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kunta Taganit&amp;#039;&amp;#039; genannt werden, 2. die Aulād Sīdī ʿUmar asch-Schaich, die auch &amp;#039;&amp;#039;Kunta Azawad&amp;#039;&amp;#039; genannt werden, weil sich die Mehrheit von ihnen in der Region von [[Azawad]] angesiedelt hat, und 3. die Hammāl, auch bekannt als die Aulād Sīdī al-Hāddsch Abū Bakr.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 9f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ursprünge ===&lt;br /&gt;
Traditionell leiten sich die Kunta von dem arabischen Feldherrn [[ʿUqba ibn Nāfiʿ]] (683), dem Eroberer Nordafrikas, ab. Nachkommen von ʿUqba sollen unter der Führung eines gewissen Yāsīn ibn Schākir aus dem Gebiet des heutigen Tunesien nach [[Ech Cheliff|Dahra]] geflohen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 14, 34.&amp;lt;/ref&amp;gt; Als eigenständige Ethnie unter den Mauren bildeten sich die Kunta aber erst im 16. Jahrhundert heraus. Als eigentlicher Stammvater der Kunta gilt Sīdī Ahmad al-Bakkā&amp;#039;ī Bū Damʿ, der Sohn von Sīdī Muhammad al-Kuntī, der in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Zemmour-Massiv auf dem Gebiet der West-Sahara lebte und in Fask im südlichen [[Río de Oro]] starb. Über Muhammad al-Kuntī wird der Stammbaum Bū Damʿs auf die [[Quraisch]] zurückgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 22.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mutter von Bū Damʿ war die Tochter von Allu Muhammad ibn al-Hasan al-Dschaknī und stammte aus der Berbergruppe der Tadschkanat. Bū Damʿ erhielt seine erste Ausbildung bei seinem Vater und von Lehrern der Tadschkanat. Er soll &amp;#039;&amp;#039;Bū Damʿ&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Vater der Tränen&amp;quot;) genannt worden sein, weil er in seiner Kindheit einmal [[Freitagsgebet]] verpasst und dann in Tränen ausgebrochen war.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später erwarb er einen Hain mit Dattelpalmen in der Nähe von [[Tichitt]] und gründete eine Zāwiya in der Handelsstadt [[Walata]], die zahlreiche Schüler aus dem Hodh und den benachbarten Regionen anzog.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 24.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bū Damʿ starb 1515 und wurde in der Nähe von Walata begraben.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 8, 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über ihn sind bis heute zahlreiche Wunderberichte in der West-Sahara im Umlauf.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Zerstreuung ===&lt;br /&gt;
Bū Damʿ hatte drei Söhne, Sīdī Muhammad as-Saghīr, Sīdī Abū Bakr al-Hamilī und Sīdī ʿUmar asch-Schaich, auf den die drei Zweige der Kunta zurückgehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 25–27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Familien dieser drei Söhne lebten zunächst relativ nah beieinander in Zemmour. Ein Streit in der zweiten Generation zwischen Klienten der Aulād Sīdī Muhammad as-Saghīr und der Aulād Sīdī ʿUmar asch-Schaich führte jedoch dazu, dass sich die Kunta-Clans in verschiedene Gebiete zerstreuten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Söhne von Sīdī Muhammad as-Saghīr verteilten sich über das Gebiet vom [[Senegal (Fluss)|Senegal]] und über den Hodh im heutigen Mauretanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sīdī ʿUmar asch-Schaich zog mit seinen drei Söhnen und deren Klienten in die Nördliche Sahara in das Gebiet zwischen [[Saguia el Hamra|Sakiya al-Hamra]] und Twat.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 28, 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dieses Ereignis nimmt wahrscheinlich auch ein anonymer Text aus Tuat Bezug, der davon spricht, dass im Jahre 1551 die Kunta mit tausend Kämpfern in Twat einfielen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sīdī ʿUmar asch-Schaich selbst zog sich nach diesem Ereignis zurück, um sich dem Studium der religiösen Wissenschaften zu widmen. Seine Nachkommen gliederten sich entsprechend seinen drei Söhnen in drei Zweige auf: 1. die Aulād Sīdī al-Muchtār asch-Schaich; 2. die Aulād al Wāfī und 3. die &amp;#039;&amp;#039;Ragāgda&amp;#039;&amp;#039;, die Nachkommen seines ältesten Sohnes Ahmad ar-Raqqād.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Aulād al Wāfī wanderten unter Führung von Sīdī al-Hāddsch Abū Bakr in Richtung [[Niger (Fluss)|Niger]]bogen und nach [[Azawad]], wo sie 275 Kilometer nördlich von [[Bamba (Mali)|Bamba]] die Siedlung al-Mabrūk gründeten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Aulād al Wāfī wanderten sogar bis nach [[Gobir]] im heutigen Niger und nach [[Emirat Katsina|Katsina]] im heutigen [[Nigeria]] weiter. Die Ragāgda bauten von Twat aus ein großes Handelsnetzwerk auf, das im [[Transsaharahandel]] tätig war. Sīdī ʿAlī (gest. 1707), ein Angehöriger der Ragāgda, gründete in [[Araouane]] die erste Zāwiya der Kunta in Azawad.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 42.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Gründung des Muchtārīya-Ordens ===&lt;br /&gt;
Im 18. Jahrhundert gründete der zu den Aulād al Wāfī gehörende und in al-Mabrūk aufgewachsene Kunta-Gelehrte Sīdī al-Muchtār al-Kuntī (1729–1811) einen Zweigorden der [[Qadiriyya]], der &amp;#039;&amp;#039;Muchtārīya&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Bakkā&amp;#039;īya&amp;#039;&amp;#039; genannt wurde. Viele Nomaden pilgerten zu Sīdī al-Muchtār, um ihn zu sehen und hierdurch Anteil von seiner [[Baraka (Segenskraft)|Baraka]] zu erlangen. Sīdī al-Muchtār und sein Sohn Sīdī Muhammad al-Chalīfa erhoben selbst Anspruch auf die Führung der Kunta.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 30.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der wichtigsten Wirkungen Sīdī al-Muchtārs im wirtschaftlichen Bereich war, dass er die Zahlung von Wegzöllen im Karawanenhandel legalisierte, indem er diese nicht mehr als illegalen &amp;#039;&amp;#039;maks&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Zoll&amp;quot;) betrachtete, sondern als erlaubte &amp;#039;&amp;#039;mudārāh&amp;#039;&amp;#039; (&amp;quot;Liebenswürdigkeit&amp;quot;).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood&amp;#039;&amp;#039;. 2001, S. 196.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Muchtārīya-Orden zeichnete sich durch Offenheit gegenüber anderen Religionen und eine weniger strenge Auslegung der heiligen Schriften aus. Der britische Islamforscher John Hunwick schreibt, dass diese Bruderschaft großen Wert auf Tugenden wie Barmherzigkeit, Vergebung der Sünden und den „[[Djihad]] der Worte, nicht des Schwerts“ legte, d. h. auf die Bekehrung durch Überredung und durch das Vorbild eines gottgefälligen Lebens. Dies führte einerseits dazu, dass die &amp;#039;&amp;#039;Baqqa&amp;#039;iyya&amp;#039;&amp;#039; bei den teilweise nur oberflächlich islamisierten Konföderationen der Tuareg in der mittleren Sahara rasch Anhänger fand. Gleichzeitig gerieten sie durch diese Haltung in schroffen Gegensatz zu den fundamentalistischen [[Fulbe]], die seit Beginn des 19. Jahrhunderts im gesamten Westsudan einen [[Dschihad]] mit dem Ziel, eine besonders strenge Form des Islam durchzusetzen, führten. Hierbei darf nicht übersehen werden, dass die Forderung nach einer Wiederbelebung und Reinigung des Islam, wie sie von Teilen der Muchtārīya vertreten wurde, zum [[Dschihad der Fulbe|Fulbe-Djihad]] mit beigetragen hatte und einige Fulbe-Führer aus dem Umfeld des Reformators [[Usman dan Fodio]] vor dem Ausbruch des Djihad Schüler von Sidi Mukhtar in al-Hilla gewesen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Bild:Kuntamarabut.jpg|mini|Maurischer Korangelehrter aus dem Volk der Kunta (um 1890)]]&lt;br /&gt;
Die Angehörigen der Familie Bakkā&amp;#039;ī wanderten im 18. Jahrhundert in Richtung Timbuktu aus. Ihre Oberhäupter dominierten als herausragende Theologen und Juristen zwischen 1811 und 1864 die Stadt Timbuktu und konnten ihren religiösen Einfluss auch über die [[Tuareg]] bis in die zentrale [[Sahara]] hinein ausdehnen. Der bedeutendste Gelehrte des al-Baqqai-Clans in der zweiten Jahrhunderthälfte war [[Sidi Ahmad al-Baqqai]] (1803–1865), dessen Rat in theologischen und juristischen Fragen im gesamten [[Sudan (Region)|Sudan]] und in der Westsahara gefragt war. Sein Einfluss war so groß, dass er dem Fulbe-[[Emir]] von [[Massina-Reich|Massina]] die Stirn bieten und die Auslieferung des deutschen Afrikaforschers [[Heinrich Barth]], der 1853 nach Timbuktu kam, verweigern konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Kolonialzeit (1893–1960) gelang es den Franzosen, die latenten Zwistigkeiten zwischen Kunta und Tuareg, die durch Sidi Ahmad al-Baqqai nur zeitweise hatten beigelegt werden können, geschickt auszunutzen. Angesichts der fortschreitenden Dürre im Azawad und im Adrar-n-Ifoghas (Grenzgebiet zwischen Mali und [[Algerien]]) und der Knappheit von Weiden und Wasservorräten kam es in den 1950er Jahren mehrfach zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den beiden Volksgruppen, über die der deutsche Völkerkundler und Schriftsteller [[Herbert Kaufmann (Volkskundler)|Herbert Kaufmann]] in mehreren seiner Bücher berichtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jamil M. Abun-Nasr: &amp;#039;&amp;#039;[[Tidschani|Tidjaniyya]]: A Sufi Order in the Modern World.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1965 (enthält auch viel Material über die Kunta-Theologen von Timbuktu)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Barth]]: &amp;#039;&amp;#039;Reisen und Entdeckungen in Nord- und Westafrika in den Jahren 1849 bis 1855.&amp;#039;&amp;#039; Gotha 1857–58, Bd. 4 u. 5.&lt;br /&gt;
* [[Albert Adu Boahen]]: &amp;#039;&amp;#039;Britain, the Sahara and the Western Sudan, 1788-1861.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1964 (u. a. über das Verhältnis der Kunta-Marabuts gegenüber den Europäern).&lt;br /&gt;
* Aziz A. Batran: &amp;#039;&amp;#039;The Qadiryya Brotherhood in West Africa and the Western Sahara: The Life and Times of Shaykh Al-Mukhtar Al-Kunti (1729 – 1811).&amp;#039;&amp;#039; Institut des Etudes Africaines, Rabat, 2001.&lt;br /&gt;
* John Hunwick, &amp;quot;Kunta&amp;quot; u. &amp;quot;Timbuktu&amp;quot;, in, &amp;#039;&amp;#039;Encyclopédie de l&amp;#039;Islam. Nouvelle Édition&amp;#039;&amp;#039;. Bd. 5 u. 10. Leiden 1986 u. 2002.&lt;br /&gt;
* Paul-Nicolas Marty: &amp;#039;&amp;#039;Études sur l&amp;#039;Islam et les tribus du Soudan.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1: &amp;#039;&amp;#039;Les Kounta de l&amp;#039;Est. Les Berabich. Les Iguellad.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1920.&lt;br /&gt;
* Ann McDougall: &amp;#039;&amp;#039;The Economics of Islam in the Southern Sahara: The Rise of the Kunta Clan.&amp;#039;&amp;#039; In: Nehemiah Levtzion, Humphrey Fisher (Hgg.): &amp;#039;&amp;#039;Urban and Rural Islam in West Africa.&amp;#039;&amp;#039; Westview 1987.&lt;br /&gt;
* H. T. Norris: &amp;#039;&amp;#039;The Arab Conquest of the Western Sahara.&amp;#039;&amp;#039; Harlow 1986.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Oßwald]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Handelsstädte der Westsahara: Die Entwicklung der arabisch-maurischen Kultur von Šinqīt, Wādān, Tišīt und Walāta.&amp;#039;&amp;#039; Marburger Studien zur Afrika- und Asienkunde. Bd. 39. Dietrich Reimer, Berlin 1986&lt;br /&gt;
* Elias N. Saad: &amp;#039;&amp;#039;Social History of Timbuktu: The Role of Muslim Scholars and Notables, 1400-1900.&amp;#039;&amp;#039; Cambridge 1983.&lt;br /&gt;
* John Spencer Trimingham: &amp;#039;&amp;#039;Islam in West Africa.&amp;#039;&amp;#039; Oxford 1959.&lt;br /&gt;
* John Spencer Trimingham: &amp;#039;&amp;#039;A History of Islam in Western Africa.&amp;#039;&amp;#039; London – Oxford – New York 1962.&lt;br /&gt;
* Thomas Whitcomb: „New Evidence on the Origins of the Kunta“, in, &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the School of Oriental and African Studies, University of London&amp;#039;&amp;#039; 38 (1975), 103-123, 407-417.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Mali]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesi</name></author>
	</entry>
</feed>