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	<title>Kunstwort - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T03:51:43Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunstwort&amp;diff=102680&amp;oldid=prev</id>
		<title>95.222.83.134: /* Probleme der Abgrenzung */ Ist eine Stunde eine Zeitlang? oder ist eine Stundelang eine Stunde lang? wie lang ist dann eine Zeit?</title>
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		<updated>2025-01-22T15:20:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Probleme der Abgrenzung: &lt;/span&gt; Ist eine Stunde eine Zeitlang? oder ist eine Stundelang eine Stunde lang? wie lang ist dann eine Zeit?&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit &amp;#039;&amp;#039;künstlichen Wörtern&amp;#039;&amp;#039;; zu &amp;#039;&amp;#039;Fachwörtern&amp;#039;&amp;#039; siehe [[Terminus]].}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunstwort&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man ein Wort, das nicht mit den üblichen Mitteln der Wortbildung einer [[Sprache]] gebildet und auch nicht aus einer anderen Sprache entlehnt wurde, z. B. Produktnamen wie [[Lantra]], [[Lexus]] und [[Mondeo]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Metzler Lexikon Sprache |Verlag=J.B. Metzler |Ort=Stuttgart |Datum=2016 |ISBN=978-3-476-02641-5 |DOI=10.1007/978-3-476-05486-9 |Seiten=382}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es bildet eine neue Wurzel und ist häufig lautsymbolisch. Neugebildete Kunstwörter gelten eine Zeitlang als [[Neologismus|Neologismen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Reim]]en und [[Vers]]en begegnet man häufig Kunstwörtern, die durch [[Assonanz]] oder [[Alliteration]] wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Probleme der Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Kunstwörter sind von [[Kontamination (Sprachwissenschaft)|Kontaminationen (Kofferwörtern)]], [[Abkürzung]]en/[[Kurzwort|Kurzwörtern]], [[Derivation (Linguistik)|Derivaten]] und [[Komposition (Grammatik)|Kompositionen]] zu unterscheiden. Die Abgrenzung davon ist aber nicht immer einfach. Beispielsweise werden &amp;#039;&amp;#039;Biosil&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Biopren&amp;#039;&amp;#039; (Zahnfüllmittel) zu den Kunstwörtern gezählt; zwar ist &amp;#039;&amp;#039;bio&amp;#039;&amp;#039; an ein vorhandenes Wort angelehnt, &amp;#039;&amp;#039;sil&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;pren&amp;#039;&amp;#039; tragen jedoch keine Bedeutung. &amp;#039;&amp;#039;Biotuss&amp;#039;&amp;#039; (Hustensaft), von &amp;#039;&amp;#039;bio&amp;#039;&amp;#039;logisch und &amp;#039;&amp;#039;tuss&amp;#039;&amp;#039;is (lat. [[Husten]]), kann hingegen als Kontamination gesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hilke Elsen |Titel=Kontaminationen im Randbereich der Deutschen Grammatik |Hrsg=Ludwig M. Eichinger, Martine Dalmas, Reinhard Fiehler, Ulla Fix, Gisela Zifonun |Sammelwerk=Deutsche Sprache: Zeitschrift für Theorie, Praxis, Dokumentation |Band=36. Jahrgang |Verlag=Erich Schmidt Verlag |Datum=2008 |ISSN=0340-9341 |Seiten=122 |Online=https://epub.ub.uni-muenchen.de/14541/1/14541.pdf#page=12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hilke Elsen |Titel=Das  Kunstwort |Hrsg=Dieter Betz, Margot Brunner, Armin Burkhardt, Rudolf Hoberg und Alfred Warner |Sammelwerk=Muttersprache: Vierteljahresschrift für deutsche Sprache |Band=Jahrgang 115 |Verlag=Gesellschaft für deutsche Sprache |Datum=2005 |ISSN=0027-514X |Seiten=144 f. |Online=https://epub.ub.uni-muenchen.de/14674/1/14674.pdf#page=9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Beispiele ergeben sich durch Endungen, die wie Suffixe aussehen, aber keine stabile Bedeutung tragen und damit keine Morpheme sind, was nicht zu Derivation, sondern zu Kunstwortbildung führt, vgl&amp;#039;&amp;#039;. Aspirin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Birkin&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Gustin&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gerhard Voigt |Titel=Zur linguistischen Bestimmung des Markennamens |Hrsg=Wilfried Kürscher, Rüdiger Vogt |Sammelwerk=Grammatik, Semantik, Textlinguistik |Ort=Tübingen |Datum=1985 |Seiten=123-136}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunstwort und Neologismus&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht alle Kunstwörter sind [[Neologismus|Neologismen]]. Ein lexikalisches Zeichen wird nur vorübergehend als Neologismus betrachtet. Mit zunehmender Verbreitung und Dauer des Gebrauchs werden sie zu etablierten Teilen des allgemeinsprachlichen Wortschatzes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pragmatischer Wert von Kunstwörtern ==&lt;br /&gt;
Neugebildete Kunstwörter signalisieren oft Modernität und Originalität. Aus diesen Gründen werden sie oft in der [[Werbesprache]] geprägt. Hier sollen wissenschaftlich klingende Kunstwörter den Eindruck des Produktes beim potenziellen Kunden verbessern, indem sie bei Medikamentennamen etwa Effektivität und Qualität suggerieren (&amp;#039;&amp;#039;Fortral,&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;Dilcoran 80&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Erwin Wehking |Titel=Produktnamen für Arzneimittel: Wortbildung, Wortbedeutung, Werbewirksamkeit |Ort=Hamburg |Datum=1984}}&amp;lt;/ref&amp;gt;), andere klingen passend zum Produkt griechisch (&amp;#039;&amp;#039;Patros&amp;#039;&amp;#039; als Name für einen Fetakäse). Solche lautsymbolischen Effekte sind in der Werbesprache vor allem für Produktnamen wichtig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Lötscher |Titel=Von Ajax bis Xeros. Ein Lexikon der Produktnamen |Auflage=2 |Ort=Zürich |Datum=1992}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gregory Abel, Lewis Glinert |Titel=Chemotherapy as language: Sound symbolism in cancer medication names |Sammelwerk=Social Science &amp;amp; Medicine |Band=66 |Nummer=8 |Datum=2008 |Seiten=1863-1869}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hilke Elsen |Titel=Einführung in die Lautsymbolik |Verlag=Erich Schmidt |Ort=Berlin |Datum=2016 |ISBN=978-3-503-16789-0 |Seiten=176-192}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Aspekt ist die Internationalisierung: [[Marke (Recht)|Markennamen]] müssen positive Assoziationen wecken und dürfen im internationalen Kontext keine missverständliche oder kontraproduktive Bedeutung haben. Kunstwörter bieten hier die Möglichkeit, Fettnäpfchen wie den &amp;#039;&amp;#039;[[Mitsubishi Pajero|Pajero]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Mitsubishi]] zu vermeiden. [[Namensagentur|Spezialisierte Agenturen]] entwickeln neue Wörter, die zwar aus bestehenden Wörtern oder Wortteilen entwickelt werden, selbst aber explizit &amp;#039;&amp;#039;bedeutungsfrei&amp;#039;&amp;#039; sein sollen, sogenannte [[Logatom]]e (wie z.&amp;amp;nbsp;B. die neueren Typen-Bezeichnungen des Autoherstellers [[Opel]] oder der Name [[Thalys]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Morphologie des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Elsen, Hilke 2014. 2. Auflage. Berlin/Boston, ISBN 978-3110358933.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Lexikologie I&amp;#039;&amp;#039;, Einheiten mit wortähnlichem Status. Sornig, Karl 2002. Cruse et al. Berlin/New York, S. 461–463.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Morphologie I.&amp;#039;&amp;#039; Creative processes. Baldi, Philip, Dawar, Chantal 2000. Booij et al. Berlin/New York, S. 963–972.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kunstwort}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4329641-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wort|*]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>95.222.83.134</name></author>
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