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	<title>Kunstseide - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunstseide&amp;diff=149788&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hutch: Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-01-27T06:58:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Leerzeichen vor/nach Schrägstrich korrigiert, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunstseide&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet synthetische [[Filament (Textilfaser)|Filamentgarne]], die [[Seide|Naturseide]] nachahmen. Der Begriff geht auf [[Joseph Wilson Swan]] zurück, der 1885 die Bezeichnung „artifical silk“ für die von ihm künstlich erzeugten Nitratcellulosefilamente einführte. Später wurden auch die auf Basis von [[Cellulose]] ersponnenen [[Cupro|Kupfer]]-, [[Viskosefaser|Viskose]]- und [[Celluloseacetat|Acetatfilamentgarne]] als Kunstseide bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Unter dem Oberbegriff Kunstseide wurden noch bis in die 1950er/1960er Jahre allgemein und offiziell die Cellulosefilamentgarne zusammengefasst, denn schon Anfang des 20. Jahrhunderts hatte sich herausgestellt, dass sich diese Bezeichnung durch den Begriff &amp;#039;&amp;#039;Glanzstoff&amp;#039;&amp;#039; nicht verdrängen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul-August Koch, Günther Satlow: &amp;#039;&amp;#039;Großes Textil-Lexikon: Fachlexikon für das gesamte Textilwesen. Band A–K.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1965, S. 749.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Klare: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Chemiefaserforschung.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1985, S. 25.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Glanzstoff&amp;#039;&amp;#039; war 1899 mit der Gründung der [[Vereinigte Glanzstoff-Fabriken|Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG]] für die in ihrem Werk hergestellte „künstliche Seide“ [[Cupro|Kupferseide]] eingeführt worden, auch mit der Absicht, die Kunstseide nicht nur als ein Surrogat für [[Seide|Naturseide]] erscheinen zu lassen. Es sollte vielmehr ein neues Textilprodukt für neue und besondere Verwendungszwecke geschaffen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Paul-August Koch, Günther Satlow: &amp;#039;&amp;#039;Großes Textil-Lexikon: Fachlexikon für das gesamte Textilwesen. Band A–K.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart 1965, S. 524.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;25 Jahre Glanzstoff. Vereinigte Glanzstoff-Fabriken A.-G. Elberfeld 1899–1924.&amp;#039;&amp;#039; Eckstein Biographischer Verlag, Berlin 1924, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:42&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Was ist Bemberg-Seide?&amp;#039;&amp;#039;, Broschüre der J.P. Bemberg AG, Elberfeld [1927].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zusammenhang mit einem juristisch ausgetragenen Markenschutzstreit für „[[Gütermann]]s Nähseide“ durften in der Bundesrepublik Deutschland seit den 1950er Jahren bei Chemiefasern Wortverbindungen mit „Seide“, z. B. Viskoseseide oder Kupferseide, nicht mehr benutzt werden, weshalb auch die Oberbegriffe Kunst- bzw. Chemieseiden für diese Erzeugnisse hinfällig wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-29194360.html |titel=Seide: Das reizendste Hemdchen |werk=Der Spiegel 29/1951 |datum=1951-07-18 |abruf=2020-12-03 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Bobeth (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Textile Faserstoffe. Beschaffenheit und Eigenschaften&amp;#039;&amp;#039;. Springer-Verlag, Berlin / Heidelberg / New York 1993, ISBN 3-540-55697-4, S. VIII.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklungsgeschichte der Kunstseidenherstellung ==&lt;br /&gt;
=== Erste Ideen und Entwicklungen zur Erzeugung künstlicher Filamente ===&lt;br /&gt;
Die Idee künstlicher Textilfasern ist erstmals von dem englischen Forscher [[Robert Hooke]] in seinem 1665 erschienenen Buch &amp;#039;&amp;#039;Micrographie, or some Physiological Descriptions of Minute Bodies, made by Magnifying Glasses, with Observations and Inquieries thereupon&amp;#039;&amp;#039; beschrieben worden. Er schlug darin vor, aus einer [[leim]]artigen Holzfasermasse feine Fäden zu ziehen, ähnlich dem Produkt der Seidenraupe.&amp;lt;ref name=Hottenroth_1930&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor= Valentin Hottenroth&lt;br /&gt;
 | Titel= Die Kunstseide&lt;br /&gt;
 | Datum= 1930&lt;br /&gt;
 | Verlag= Verlag S. Hirzel&lt;br /&gt;
 | Ort= Leipzig&lt;br /&gt;
 | Auflage= 2., erweiterte&lt;br /&gt;
 | Seiten= 7-9&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Anregung hatte aber keine praktischen Versuche zur Folge. [[René-Antoine Ferchault de Réaumur]] dachte im Jahr 1734 daran, aus Gummilack oder dergleichen genügend feine Fäden auszuziehen;&amp;lt;ref name=Hottenroth_1930/&amp;gt; die von ihm durchgeführten Laborversuche ergaben allerdings keine brauchbaren Fasern.&amp;lt;ref name=Woodings_2001&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Herausgeber= Calvin Woodings&lt;br /&gt;
 | Titel= Regenerated cellulose fibres&lt;br /&gt;
 | Datum= 2001&lt;br /&gt;
 | Verlag= Woodhead Publishing&lt;br /&gt;
 | Ort= Cambridge&lt;br /&gt;
 | ISBN= 1-85573-459-1&lt;br /&gt;
 | Seiten= 1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das grundlegende Ziel beider Wissenschaftler, einen günstigen Ersatz für [[Seide]] zu finden, konnte wegen des Fehlens einer geeigneten [[Spinndüse]] und Spinnlösung nicht erreicht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Menachem Lewin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbook of Fiber Chemistry.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Taylor &amp;amp; Francis Group, Boca Raton 2007, ISBN 978-0-8247-2565-5, S. 713.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1842 konnte der Seidenweber [[Louis Schwabe]] auf einer Tagung der [[British Association for the Advancement of Science|British Association]] eine Art Spinndüse vorstellen, mit der er aus einer Glasschmelze durch eine feine Öffnung [[Glasfaser]]n erzeugen konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hermann Klare: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Chemiefaserforschung.&amp;#039;&amp;#039; Akademie-Verlag, Berlin 1985, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bei Experimenten mit Baumwolle und unterschiedlichen Holzsorten entdeckte der französische Chemiker [[Anselme Payen]] im Jahr 1839 die [[Cellulose]] als Baustein des Holzes.&amp;lt;ref name=Woodings_2001/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Schon 1832 erzeugte [[Henri Braccanot]] lösliche Cellulose mit Hilfe von Salpetersäure, und 1846 stellte [[Christian Friedrich Schönbein]] durch Behandlung von Baumwolle mit einem Salpetersäure/Schwefelsäure-Gemisch [[Schießbaumwolle]] her. George Audemars erhielt danach aus sorgfältig gereinigten und gebleichten Bastfasern des Maulbeerbaums mit Hilfe von Salpetersäure [[Cellulosenitrat]], das er unter Zusatz von [[Kautschuk]] in einem [[Ethanol|Alkohol]]-[[Ether|Äther]]-Gemisch auflöste. Die so gebildete [[Kollodium]]masse ließ sich mittels einer Stahlspitze zu Fäden ausziehen; zu einer praktischen Anwendung kam es aber nicht, da geeignete Apparaturen fehlten.&amp;lt;ref name=Hottenroth_1930/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab den 1880er Jahren konnte ein homogenes Fadenmaterial auf Cellulosebasis erzeugt werden. Daraus konnten Kohlefäden hergestellt werden, was die Massenproduktion von [[Glühlampe]]n ermöglichte.&lt;br /&gt;
Bei dem Verfahren wurde erstmals eine Kollodiumlösung durch feine Öffnungen in eine Erstarrungsflüssigkeit ausgepresst. Das dabei entstehende Filament wurde unter gleichzeitigem Ausziehen zum [[Flockung|Koagulieren]] gebracht.&lt;br /&gt;
[[Joseph Wilson Swan]] bezeichnete seine so ähnlich erzeugten Filamente erstmals als „artifical silk“, also Kunstseide.&amp;lt;ref name=Hottenroth_1930/&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=30291| Code=C| Titel=Neuerungen in der Herstellung der Kohlen für elektrische Glühlampen| A-Datum=1884-05-04| V-Datum=1885-01-22| Erfinder=Joseph Wilson Swan}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 wurden weltweit 83.000 Tonnen Kunstseide produziert, davon in Amerika 30,13 Prozent, in Italien 16,26 Prozent und in Deutschland als drittgrößtem Produzenten 14,45 Prozent. Insgesamt machten Kunstseiden nur 1,15 Prozent der globalen Textilfasererzeugung aus, 80,3 Prozent der Weltproduktion entfielen auf Baumwolle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Was ist Bemberg-Seide?&amp;#039;&amp;#039;, Broschüre der J.P. Bemberg AG, Elberfeld [1927].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filamentgarne auf Basis Cellulosenitrat ===&lt;br /&gt;
* 1664 untersuchte [[Robert Hooke]] Seidenmaterial erstmals mikroskopisch, um die Struktur zu entschlüsseln.&lt;br /&gt;
* 1839 entwickelte [[Anselme Payen]] die Grundlage für die Herstellung von cellulosischen Filamentgarnen, indem er ein Verfahren fand, mit dem sich aus Holz Cellulose gewinnen ließ.&lt;br /&gt;
* 1845 gelang es [[Christian Friedrich Schönbein]], Cellulosenitrat in Alkohol und Äther zu lösen.&lt;br /&gt;
* 1855: Erstmals wurde von [[George Philippe Audemars]] die Herstellung von Nitratcellulose-Filamentgarnen beschrieben, indem er Cellulosenitrat in Alkohol und Äther löste. Das Verfahren hat keine praktische Bedeutung erlangt.&lt;br /&gt;
* 1883: [[Joseph Wilson Swan]] stellte erstmals Fasern aus Cellulosenitrat her.&lt;br /&gt;
* 1890: Die &amp;#039;&amp;#039;Société Anonyme pour le fabrication de la soie de [[Hilaire de Chardonnet|Chardonnet]]&amp;#039;&amp;#039; nahm die fabrikmäßige Herstellung von cellulosischen Filamentgarnen auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DSM&amp;quot;&amp;gt;Deutsches Strumpfmuseum: {{Webarchiv |url=http://www.deutsches-strumpfmuseum.de/technik/garne/kunstseide/kunstseide.htm |text=Kunstseide |wayback=20100829215610}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filamentgarne auf Basis Cuprammoniumcellulose ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Cupro}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1857: Der Zürcher Chemieprofessor [[Matthias Eduard Schweizer]] entdeckte, dass sich Cellulosefasern in wässrigen Lösungen aus [[Kupfer(II)-hydroxid]] und [[Ammoniumhydroxid|Ammoniakwasser]] ([[Schweizers Reagens]]) lösen lassen.&lt;br /&gt;
* 1881/82: Der Brite [[William Crookes]] und der Amerikaner [[Edward Weston (Chemiker)|Edward Weston]] versuchten erfolglos, aus Cuoxamlösung brauchbare Fäden zu erhalten&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Klare |Titel=Geschichte der Chemiefaserforschung |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage= |Verlag=Akademie-Verlag |Ort=Berlin |Datum=1985 |ISBN= |Seiten=30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1892: Der Chemiker [[Max Fremery]] und der Ingenieur [[Johann Urban]] nutzen in ihrer [[Industriepark Oberbruch#Rheinische Glühlampenfabrik Dr. Max Fremery &amp;amp; Co.|Rheinischen Glühlampenfabrik Dr. Max Fremery &amp;amp; Co.]] erstmals in Schweizers Reagens aufbereitete Cellulose-Lösung zur Herstellung von Glühfäden. Das Verfahren wurde soweit verfeinert, dass sich die gelösten Cellulosefasern auch zur Weiterverarbeitung zu Textilgewebe nutzen ließen.&lt;br /&gt;
* 1897: Fremery und Urban meldeten unter dem Namen des deutschen Chemikers [[Hermann Pauly]] ihr Verfahren, aus in Kupferoxydammoniak gelöster Cellulose Fäden herzustellen, zum Patent an, die &amp;#039;&amp;#039;Pauly-Seide&amp;#039;&amp;#039; (DRP 98642)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=DE| V-Nr=98642| Code=C| Titel=Verfahren zur Herstellung künstlicher Seide aus in Kupferoxydammoniak gelöster Cellulose| A-Datum=1897-12-01| V-Datum=1898-07-07| Erfinder=Hermann Pauly}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wird zur Grundlage für das heute gängige Herstellungsverfahren&amp;lt;ref&amp;gt;Nach der Festschrift „25 Jahre Glanzstoff“ (1924) der Vereinigten Glanzstoff-Fabriken AG, zitiert in: Hermann Klare: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Chemiefaserforschung&amp;#039;&amp;#039;. Akademie-Verlag, Berlin 1985, S. 32.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 1899: Fremery und Urban gründeten die [[Vereinigte Glanzstoff-Fabriken]] zur Herstellung von [[Cupro|Kupferseide]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;DSM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filamentgarne auf Basis Celluloseacetat ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Celluloseacetat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1865: Erstmalige Gewinnung von Celluloseacetat aus Baumwollfasern und Essigsäureanhydrid durch den französischen Chemiker [[Paul Schützenberger]].&lt;br /&gt;
* 1907: Erstmalige Produktion von Acetatseide in der Kunstseidenfabrik Jülich.&lt;br /&gt;
* 1920: Erfindung eines Färbeverfahrens für die bis dahin nicht färbbare Acetatseide durch den Schweizer [[René Clavel]].&lt;br /&gt;
* 1921: Beginn der Massenproduktion von Acetatseide unter dem Handelsnamen „Celanese“ durch die Gebrüder Dreyfus und deren [[Celanese|British Celanese, Ltd.]], gefolgt von der Eröffnung weiterer Produktionsstandorte in den USA und im übrigen Europa.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Filamentgarne auf der Basis von Viskose (Cellulose-Xanthogenat) ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Rayon closeup 1.jpg|mini|Gewebe aus Viskose]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 entdeckten [[Charles Frederick Cross]], [[Edward John Bevan]] und Clayton Beadle ein Verfahren zur Herstellung von [[Viskose]], die aus Cellulose-Xanthogenat gewonnen wird. Viskose ist in der Herstellung ökonomischer als Filamentgarne auf Nitrat- und Cuprammoniumbasis, da als Grundstoff der billige Holzzellstoff dient, während für Nitrat- und Cuprammonium-Filamentgarne das kostspieligere Baumwoll-[[Linters]] benötigt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DSM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenschaften ==&lt;br /&gt;
Cellulosische Filamentgarne sind der echten Seide in Optik und Haptik ähnlich; auch cellulosische Filamentgarne bestehen aus sehr feinen Fäden und weisen einen charakteristischen Glanz auf. Allerdings besteht Naturseide aus [[Protein]]fasern, während Cellulose eine [[Polysaccharide|polysaccharidische]] Struktur hat.&amp;lt;ref name=&amp;quot;FU&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mirjam Brockmann |url=http://kirste.userpage.fu-berlin.de/chemistry/kunststoffe/kunstseide.htm |titel=Kunststoffe zum Kennenlernen: Kunstseiden |datum=2000 |offline=ja |archiv-url=https://web.archive.org/web/20171104094459/http://kirste.userpage.fu-berlin.de/chemistry/kunststoffe/kunstseide.htm |archiv-datum=2017-11-04 |zugriff=2017-10-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Strümpfe aus Kunstseide verlieren jedoch nach einigem Tragen und Waschen ihre Form und bildeten Falten, vor allem im Knöchelbereich. Kunstseide wird außerdem brüchig und spröde, wenn sie nass ist.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DSM&amp;quot; /&amp;gt; Kunstseide glänzte bis in die 1920er Jahre übermäßig, was als speckig und aufdringlich wahrgenommen wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:42&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Rezeption ==&lt;br /&gt;
Irmgard Keuns 1932 erschienener Roman &amp;#039;&amp;#039;[[Das kunstseidene Mädchen]]&amp;#039;&amp;#039; machte die Kunstseide zum Symbol der aufstrebenden Frauen der Weimarer Republik. Die [[UFA]] hat 1938 unter der Regie von [[Robert A. Stemmle]] den Spielfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Am seidenen Faden (1938)|Am seidenen Faden]]&amp;#039;&amp;#039; produziert und in die Kinos gebracht, der die Geschichte eines Kunstseidenfabrikanten erzählt. 1953 erschien [[Kasimir Edschmid]]s Roman &amp;#039;&amp;#039;Der Zauberfaden&amp;#039;&amp;#039;, der von der Familien- und Unternehmensgeschichte der Bembergs inspiriert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Robert Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Das Jahrhundert der Chemiefasern.&amp;#039;&amp;#039; Goldmann, München 1958, {{DNB|450262812}}.&lt;br /&gt;
* G. J. Beer: &amp;#039;&amp;#039;The Beginning of Rayon.&amp;#039;&amp;#039; Paignton, 1962.&lt;br /&gt;
* L. G. Fauquet: &amp;#039;&amp;#039;Histoire de la Rayonne et des Textiles Synthétiques.&amp;#039;&amp;#039; Armand Colin, Paris 1960.&lt;br /&gt;
* Kurt Götze &amp;#039;&amp;#039;Chemiefasern nach dem Viskoseverfahren.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Berlin / Heidelberg / New York 1967, ISBN 3-642-85886-4.&lt;br /&gt;
* Hans J. Koslowski: &amp;#039;&amp;#039;Chemiefaser-Lexikon. Begriffe, Zahlen, Handelsnamen.&amp;#039;&amp;#039; 12. Auflage. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-87150-876-9.&lt;br /&gt;
* R. B. Seymour, R. S. Porter: &amp;#039;&amp;#039;Man-made Fibers: Their Origin and Development.&amp;#039;&amp;#039; London / New York 1993, ISBN 1-85166-888-8.&lt;br /&gt;
* {{NDB|20|137|138|Hermann Pauly|Hans-Wilhelm Marquart|118868802}}&lt;br /&gt;
* Klaus Müller, Georg-Heinrich Treitschke: &amp;#039;&amp;#039;Kunstseide aus Pirna – Ein Unternehmen in Deutschlands Zeitläufen&amp;#039;&amp;#039;. Verlag Gunter Oettel, 2014, ISBN 978-3-944560-12-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-kamera/kunstseidenwerk-pirna-im-sozialistischen-wettbewerb/ard/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMTkyMDY Kunstseidenwerk Pirna im sozialistischen Wettbewerb] [[Deutscher Fernsehfunk]], 8. Dezember 1965 (Video im [[ARD Retro|ARD-Retro]]-Angebot der [[ARD Mediathek]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Chemiefaser]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hutch</name></author>
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