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	<title>Kunsthonig - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T10:50:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunsthonig&amp;diff=16935&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Cuello de pepino: Korr.</title>
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		<updated>2026-04-26T19:42:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Staatslastig|DE}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Invert sugar cream on spoon.jpg|mini|Feste Invertzuckercreme]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunsthonig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Invertzuckercreme&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine zähflüssige bis feste, aromatisierte Masse aus [[Invertzucker|invertierter Saccharose]], die ähnlich aussieht und schmeckt wie [[Honig|Bienenhonig]] und als ein (heutzutage allerdings unbedeutendes) [[Ersatzlebensmittel|Ersatzprodukt]] für echten Honig als [[Brotaufstrich]] und zur Herstellung von [[Lebkuchen]] und anderen Backwaren dient.&amp;lt;ref name=&amp;quot;belitz&amp;quot;&amp;gt;{{BibISBN|978-3-540-73201-3|Seiten=919}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;franzke&amp;quot;&amp;gt;Claus Franzke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Allgemeines Lehrbuch der Lebensmittelchemie.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Behr, Hamburg 1996, ISBN 3-86022-234-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Warenverkehr war die Bezeichnung „Kunsthonig“ in der Bundesrepublik Deutschland bis Ende 1977 durch [[Verordnung|Rechtsverordnung]] vorgeschrieben, ist seitdem jedoch unzulässig – stattdessen wird in der [[Produktkennzeichnung]] der Ausdruck „Invertzuckercreme“ verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herstellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Invert sugar cream.jpg|mini|Kunsthonig im deutschen Einzelhandel (2014): Produktbezeichnung „Invertzuckercreme“, Empfehlung als Brotaufstrich und Backzutat, Hinweis auf den Honigzusatz als Prozentangabe in direkter Nähe zur Bezeichnung, dezente Anspielung auf Bienen im Markennamen]]&lt;br /&gt;
Zur Herstellung von Invertzuckercreme wird etwa 75-prozentige [[Saccharose]]-Lösung mehr oder minder stark zu [[Invertzucker]] aufgespalten, und zwar meistens [[Hydrolyse|säurehydrolytisch]] mit Hilfe von [[Salzsäure|Salz-]], [[Schwefelsäure|Schwefel-]], [[Phosphorsäure|Phosphor-]], [[Kohlensäure|Kohlen-]], [[Ameisensäure|Ameisen-]], [[Milchsäure|Milch-]], [[Weinsäure|Wein-]] oder [[Zitronensäure]]. Die jeweils verwendete Säure wird anschließend neutralisiert, zum Beispiel mit [[Natriumcarbonat]] oder [[Natriumhydrogencarbonat]]. Anstelle der Säurehydrolyse erfolgt die Aufspaltung seltener auch mit Hilfe des Enzyms [[Invertase]]. Soll feste Invertzuckercreme entstehen, kann die [[Kristallisation]] gefördert werden, indem man bereits erstarrte Creme aus früherer Produktion zugibt. Soll dagegen flüssige Creme hergestellt werden, gibt man bis zu 20 % [[Glucosesirup|Stärkesirup]] dazu, um die Kristallisation zu verhindern. Zur Aromatisierung nimmt man Aromastoffe oder setzt echten Bienenhonig zu; Aromaträger sind [[Phenylessigsäureethylester]]&amp;lt;!-- sic! so stehts im Belitz, nicht -methylester --&amp;gt;, [[Diacetyl]] u.&amp;amp;nbsp;a.&amp;lt;ref name=&amp;quot;belitz&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Herstellungsverfahrens enthält Invertzuckercreme normalerweise einen nachweisbaren Anteil [[Hydroxymethylfurfural]] (HMF). Dies ist in echtem Honig nur in sehr geringer Menge enthalten (weniger als 0,002 % – außer bei altem oder wärmegeschädigtem Honig) und dient daher als Indikator für Kunsthonig bei der Lebensmitteluntersuchung. Sollte der HMF-Anteil in der fertigen Invertzuckercreme unter der Nachweisgrenze liegen, so muss ausreichend HMF zugesetzt werden, um eine Nachweisbarkeit des Ersatzproduktes zu gewährleisten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;franzke&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Invertzuckercreme enthält neben Invertzucker noch verbliebene Saccharose, Wasser und Ascheanteile sowie, wenn sie zugegeben wurden, Stärkesirup und andere Stärkeverzuckerungserzeugnisse. Nach Aufhebung der Kunsthonigverordnung zum Ende des Jahres 1977 gibt es keine rechtsverbindlichen Vorschriften mehr, welche ausdrücklich die Höchst- und Mindestmengen dieser Anteile regeln. Der [[Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde]] hat darum im August 1979 die „Richtlinie für Invertzuckercreme“ veröffentlicht, die den Anspruch hat, die Verkehrsauffassung der Lebensmittelwirtschaft wiederzugeben. Demnach lauten die Anforderungen wie folgt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zipfel&amp;quot;&amp;gt;Walter Zipfel, Kurt-Dietrich Rathke: &amp;#039;&amp;#039;Lebensmittelrecht: Loseblatt-Kommentar aller wesentlichen Vorschriften für das Herstellen und Inverkehrbringen von Lebensmitteln, Futtermitteln, kosmetischen Mitteln, sonstigen Bedarfsgegenständen sowie Tabakerzeugnissen.&amp;#039;&amp;#039; 95. Ergänzungslieferung 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bestandteil&lt;br /&gt;
! Anforderung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Invertzucker&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| min. 50,0 % i. Tr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Saccharose&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| max. 38,5 % i. Tr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Stärkeverzuckerungserzeugnisse&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| max. 38,5 % i. Tr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Aschegehalt&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| max. 0,5 % i. Tr.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Wasser&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| max. 22,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| pH-Wert&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| ≥ 2,5&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Vorschriften ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Deutsches Reichsgesetzblatt 1916 258 1271.png|mini|Bekanntmachung über Kunsthonig vom 14. November 1916 im [[Reichsgesetzblatt|Deutschen Reichsgesetzblatt]].]]&lt;br /&gt;
In Deutschland legte die Verordnung über Kunsthonig 1930 rechtsverbindliche Vorschriften über Zusammensetzung und Kennzeichnung von Kunsthonig fest. Die Verordnung sah detaillierte Beschränkungen bei der Bezeichnung und Aufmachung der Produkte vor, um jede Verwechslung mit echtem Honig zu verhindern: Die Bezeichnung durfte das Wort „Honig“ nur in der Zusammensetzung „Kunsthonig“ enthalten, ein Hinweis auf den Zusatz von Honig musste im unmittelbaren Zusammenhang mit dieser Bezeichnung und zahlenmäßiger Angabe des Honiganteils erfolgen, jegliche Erwähnung von „Bienen, bienenähnlichen Insekten, Bienenzucht oder Honiggewinnung“ in Wort und Bild waren auf Verpackungen, in der Werbung usw. verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;Verordnung über Kunsthonig vom 21. März 1930, RGBl. I S. 102 ([http://alex.onb.ac.at/cgi-content/alex?aid=dra&amp;amp;datum=1930&amp;amp;page=172&amp;amp;size=45 online])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunsthonigverordnung blieb jahrzehntelang in Kraft. 1974 erließ der [[Rat der Europäischen Union|EG-Ministerrat]] eine Richtlinie zur Harmonisierung des europäischen Honigrechts, welche die Bezeichnung „Honig“ ausschließlich für echten Honig zuließ und der Bundesrepublik Deutschland auferlegte, die Rechtmäßigkeit der Bezeichnung „Kunsthonig“ innerhalb einer Frist von 5 Jahren abzuschaffen (dasselbe galt für das Wort „Kunsthonning“ in Dänemark).&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|1974|409}} des Rates vom 22. Juli 1974 zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten betreffend Honig&amp;lt;/ref&amp;gt; Deutschland wandte die EG-Richtlinie mit der [[Honigverordnung]] zum 1. Januar 1977 an, nahm jedoch Kunsthonig im Sinne der Verordnung von 1930 zunächst ausdrücklich davon aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Honigverordnung vom 13. Dezember 1976, {{BGBl|1976n I S. 3391}}, insbes. §9 (3)&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese wurde dann zum 31. Dezember 1977 abgeschafft, für die Lebensmittelwirtschaft galt jedoch eine Übergangsfrist bis Ende 1979.&amp;lt;ref&amp;gt;Art. 13 der Verordnung zur Änderung Lebensmittelrechtlicher Verordnungen vom 20. Dezember 1977, {{BGBl|1977n I S. 2802}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anstelle der staatlichen Verordnungen trat die Richtlinie für Invertzuckercreme des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde, die in Abstimmung mit betroffenen Industrieverbänden erarbeitet und nach ausdrücklicher Zustimmung des [[Arbeitskreis lebensmittelchemischer Sachverständiger|Arbeitskreises lebensmittelchemischer Sachverständiger]] der Länder und des [[Bundesgesundheitsamt]]es im August 1979 verabschiedet und in der Schriftenreihe des BLL veröffentlicht wurde. Die Richtlinie enthält die bereits genannten Anforderungen an die Zusammensetzung, darüber hinaus verlangt sie auch, dass auf den Zusatz von echtem Honig nur dann hingewiesen wird, wenn dieser mindestens einen Anteil von 10 % des fertigen Produktes ausmacht, und auch das nur als Prozentangabe in unmittelbarem Zusammenhang mit der Produktbezeichnung. Ein Verbot von Bienenabbildungen oder ähnliches enthält die Richtlinie dagegen nicht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;zipfel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kunsthonig 1.JPG|mini|Bezugsschein für Kunsthonig aus der Zeit des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]]]&lt;br /&gt;
Kunsthonig ist ein Produkt der industriellen [[Zuckerfabrikation]], die im 19. Jahrhundert entstand. Bereits 1880 war in der Schweiz Kunsthonig erhältlich, bei dem es sich allerdings nicht um Invertzuckercreme handelte, sondern um Glukosesirup oder Mischungen von Glukosesirup und Bienenhonig, die als „Tafelhonig“ oder „Schweizerhonig“ angeboten wurden. Solche Namen riefen alsbald den Protest der Schweizer Imker hervor, die beispielsweise 1886 erreichten, dass im Kanton Graubünden ein Verbot gegen jegliche Bezeichnungen erging, die das Wort „Honig“ enthielten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Reiner Bienenhonig und fabricirter Tafelhonig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pharmazeutische Zentralhalle für Deutschland&amp;#039;&amp;#039;, Band 21, Nr. 24, 1880, S. 202–204 ([https://hdl.handle.net/2027/hvd.32044102969243?urlappend=%3Bseq=324 Digitalisat] – [[HathiTrust]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesrathsbeschluß über den Rekurs schweizerischer Tafelhonigfabrikanten gegen die Verordnung des Kantons Graubünden vom 31. Juli 1886 usw., [http://www.amtsdruckschriften.bar.admin.ch/viewOrigDoc.do?ID=10013382 BBl 1886 I 126].&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen brachte etwa zur gleichen Zeit die Firma [[Tate &amp;amp; Lyle|Lyle]] in England ein honigähnliches Produkt aus invertierter Saccharose auf den Markt (wohl der bis heute produzierte „Lyle’s Golden Syrup“), das zwar nicht den Geschmack von Honig hatte, aber ihm in seiner chemischen Zusammensetzung schon nahekam.&amp;lt;ref&amp;gt;Otto Hehner: &amp;#039;&amp;#039;Zur Honigprüfung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Repertorium der analytischen Chemie.&amp;#039;&amp;#039; VI. Jahrgang, Nr. 3, 1886, S. 41–42; {{archive.org |repertoriumdera00unkngoog |Blatt=n46}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts war aromatisierter Kunsthonig auf Invertzuckerbasis mit Honigzusatz dann bereits weit verbreitet,&amp;lt;ref&amp;gt;Ferdinand Gruselius: &amp;#039;&amp;#039;Surrogate im Haushalte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kochschule und Ratgeber für Familie &amp;amp; Haus&amp;#039;&amp;#039;, 1904, Band 18, Nr. 42; [https://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=66278 retrobibliothek.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; 1907 wird für Preußen eine Jahresproduktion von 2.800 Tonnen angegeben (bei einer Honigproduktion von 20.000 Tonnen).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Honig |Band=9 |Seite=531 |SeiteBis=532 |zenoID=20006788971}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde Kunsthonig mit einem Gehalt von 10 % Bienenhonig in Gläsern à 500&amp;amp;nbsp;g noch bis 1990 zum Preis von 1,10&amp;amp;nbsp;[[Mark (DDR)|M]] verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ddr-museum.de/de/objects/1015765 Kunsthonig Elbdom.] ddr-museum.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Süßungsmittel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Honig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelersatz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Convenience Food als Thema]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Cuello de pepino</name></author>
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