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	<title>Kunsthandwerk - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunsthandwerk&amp;diff=14380&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;F. Peter Müller: /* Deutschland */ DDR</title>
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		<updated>2025-12-10T11:09:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Deutschland: &lt;/span&gt; DDR&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bignami Otello portrait by Passini 1983.jpg|mini|Typisches Kunsthandwerk:&amp;lt;br /&amp;gt;der [[Musikinstrumentenbau]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunsthandwerk&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; steht für jedes [[Handwerk]], für dessen Ausübung [[Kunst|künstlerische]] Fähigkeiten maßgebend und erforderlich sind. Die Produkte des Kunsthandwerks sind in eigenständiger handwerklicher Arbeit und nach eigenen Entwürfen gefertigte [[Unikat]]e &amp;#039;&amp;#039;(Autorenprodukte)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kunsthandwerk wird, wie das verwandte [[Kunstgewerbe]], der [[Angewandte Kunst|angewandten Kunst]] zugeordnet. Es ist jedoch mit dem Kunstgewerbe, das Gebrauchsgegenstände auch in Serie, maschinell und nach fremden Entwürfen reproduziert erzeugt, nicht gleichzusetzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unabhängig vom künstlerischen Qualitätsanspruch und der Fertigungsweise hat sich der Begriff „Kunsthandwerk“ als [[Kollektivum|Sammelbegriff]] für sowohl kunsthandwerkliche als auch kunstgewerbliche [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]] aus aller Welt durchgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsklärung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „Kunsthandwerk“ wurde, nachdem die [[Metier]]s der Maler, Buchmaler, Glasmaler, Glasbläser, Graveure, Bildhauer, Gold- und Silberschmiede, Schnitzer, [[Möbelschreiner]], [[Drechsler]], Weber, Instrumentenbauer, Bildwirker, Töpfer und dergleichen jahrhundertelang als reines Handwerk betrachtet worden waren, erst in jüngerer Zeit ausgeprägt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Porcelain Workshop, Jingdezhen, Jiangxi, China.jpg|mini|Typisches Kunsthandwerk:&amp;lt;br /&amp;gt;die [[Porzellanmalerei]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Frankreich vollzog sich eine erste Trennung der Handwerker durch den Ausbruch der heute [[Bildende Kunst|bildende]] [[Künstler]] genannten Maler und Bildhauer aus der &amp;#039;&amp;#039;[[Communauté des maîtres peintres et sculpteurs de Paris]]&amp;#039;&amp;#039;. Dieser Bruch wurde im Jahr 1647 durch die Gründung der &amp;#039;&amp;#039;[[Académie royale de peinture et de sculpture]]&amp;#039;&amp;#039; besiegelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fortschreitende Entwicklung kunstgewerblicher Serienproduktionen, die seit dem 18. Jahrhundert mit der Industrialisierung der [[Manufaktur]]en einherging (siehe beispielsweise: [[Christophe-Philippe Oberkampf|Oberkampfs]] 1760 gegründete [[Toile-de-Jouy]]-Manufaktur), veranlasste die künstlerisch tätigen Handwerker, unter Verweis auf die [[Gestaltung|gestalterische]] Qualität ihrer [[Kunstwerk|Werke]] und die Einzelstückanfertigung für eine Abgrenzung zum traditionellen [[Handwerk]] einzutreten.&lt;br /&gt;
Die Kombination der Worte „Kunst“ und „Handwerk“ betont die qualitativen und quantitativen [[Wertvorstellung|Werte]] handwerklicher Arbeit in Abgrenzung zu den seriellen und massenhaft reproduzierbaren Erzeugnissen der [[Industrie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff Kunsthandwerk hebt – im Vergleich zur Kunst – das handwerkliche und technische Interesse hervor. In der Erhaltung traditioneller handwerklicher Techniken übernimmt das Kunsthandwerk eine wichtige Aufgabe: Materialität, Verarbeitung und Ästhetik der [[Formgebung]] spielen eine wichtige Rolle, wobei tiefergehende autonome geistige Prozesse in den Hintergrund treten. Vorwiegend bleibt das Schaffen in funktionalen und angewandten Bereichen. Häufig werden Gestaltungen und ästhetische Interessen angewandt, um insbesondere Gebrauchsartikel aufwerten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu &amp;#039;&amp;#039;[[Design]]ern&amp;#039;&amp;#039;, die vorwiegend Prototypen für Serien- und Massenproduktion entwerfen, handelt es sich bei Kunsthandwerk vorwiegend um Unikate und Kleinserien, die manuell angefertigt sind. Auch sind meist Gestalter und praktisch Ausführender (Hersteller) ein und dieselbe Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Definition des Begriffes &amp;#039;&amp;#039;Kunsthandwerk&amp;#039;&amp;#039; deckt sich weitestgehend mit den englischen Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;[[Arts and Crafts]]&amp;#039;&amp;#039; im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert und &amp;#039;&amp;#039;Studio Crafts&amp;#039;&amp;#039; im 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsbildung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Glasblaeser.jpg|mini|Typisches Kunsthandwerk:&amp;lt;br /&amp;gt;die [[Glasbläserei]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff „Kunstgewerbe“ wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts geprägt. Er entwickelte sich im Prozess der [[Industrialisierung]], bei dem das [[Handwerk]] seine bisherige Stellung bei der [[Produktion]] von [[Ware]]n an die [[Verlag]]e, die [[Manufaktur]]en und [[Fabrik]]en verlor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1869 in Deutschland eingeführte [[Gewerbefreiheit]] markierte dabei nur den Abschluss einer Entwicklung größerer Zentralisierungsbestrebungen, die bereits im 18. Jahrhundert mit der Reformierung der Reichshandwerksordnung begannen und nach dem Ende des [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieges]] und der [[Befreiungskriege]] verstärkt wurden. Diese hoben die noch verbliebenen Privilegien städtischer [[Innung]]en auf. Durch den Entzug der Kontrolle über die Märkte verschlechterten sich die Wettbewerbsbedingungen für die stets kapitalschwachen Handwerker, während sich die Produktions- und Absatzmöglichkeiten für die Manufakturen und die sich entwickelnde Industrie im [[Binnenmarkt]] weiter verbesserten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während die Industrie mit den Prädikaten von Fortschritt und Moderne ausgezeichnet wurde, prägte man das traditionelle „Alte Handwerk“ mit dem Stigma des Konservativen. Mit dem Absatz- und Statusverlust begann der Prozess der Suche nach möglichen, die Existenz sichernden, Auswegen. Einer der Wege führte dazu, sich von der Masse der betroffenen Handwerker abzugrenzen. Als Unterscheidung wurde das ästhetische Kriterium der [[Kunst]] im Handwerk gefunden und betont.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vereinigtes Königreich ===&lt;br /&gt;
In Europa nahm diese [[Entwicklung]] ihren Anfang im [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Vereinigten Königreich Großbritannien und Irland]]. Hier hatten, bedingt durch die frühe Industrialisierung, bereits in vielen Bereichen die Produkte industrieller [[Massenproduktion]] Einzug gehalten und das traditionelle Handwerk verdrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1851 in London abgehaltene [[Great Exhibition|Great Exhibition of the Works of Industry of All Nations]] offenbarte die in Großbritannien bereits eingetretenen Veränderungen. Neben den ausgestellten technischen Produkten war es der Industrie Großbritanniens in keiner Kategorie, der ästhetische Kriterien zugrunde lagen, gelungen, eine Auszeichnung zu gewinnen. Die Hässlichkeit der Gestaltung und die Schäbigkeit der Ausführung, die mit dem offensichtlichen Einsatz billiger Ersatzmaterialien einherging, waren ein Schock. Einen Eindruck der zeitgenössischen Kritik vermittelt der 1883 von [[John Ruskin]] verfasste Kommentar zur Beschreibung des 1852 von [[William Holman Hunt]] ausgestellten Gemäldes &amp;#039;&amp;#039;The Awakening Conscience&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[William Morris]] sah neben anderen Künstlern, die von Ruskin beeinflusst waren, in der Industrialisierung die Gefahr einer Verkrüppelung menschlicher Tugenden wie auch künstlerischer Schaffenskraft. Ein Ausweg wurde in der Rückkehr zum traditionellen individuellen Handwerk gesucht und mit der &amp;#039;&amp;#039;Künstlerschaft&amp;#039;&amp;#039; verbunden. Ohne letztlich eine Lösung für die wirtschaftlichen Bedingungen zu finden, die zur bestehenden Situation geführt hatten, traten sie für eine Wirtschaftsethik ein, in deren Mittelpunkt der Mensch stehen sollte. Neben ersten sozialistischen Ideen entwickelte sich die verklärte Vorstellung einer heilen Welt mittelalterlichen Handwerkerdaseins.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ergebnis, das der ästhetische Schock der Ausstellung 1851 verursachte, führte 1853 zur Gründung des [[Victoria and Albert Museum|Museum of Ornamental Art]] bzw. &amp;#039;&amp;#039;Museum of Manufactures&amp;#039;&amp;#039; durch einen der Direktoren der Great Exhibition von 1851 [[Henry Cole]]. Das ursprüngliche Ziel der Gründung war, eine Sammlung mit den besten historischen Stücken &amp;#039;&amp;#039;angewandter Kunst&amp;#039;&amp;#039; in einer Sammlung zu vereinigen und diese zur Hebung des Geschmacks von Produzenten und Konsumenten in Großbritannien öffentlich zugänglich zu machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Etappe bildete die 1857 in Manchester abgehaltene &amp;#039;&amp;#039;Art Treasures Exhibition&amp;#039;&amp;#039;. Die Ausstellung blieb Exponaten der [[Bildende Kunst|Bildender]] und der [[Angewandte Kunst|Angewandter Kunst]] vorbehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
1870 wurde die erste Fachschule für Holzbearbeitung, mit der Bezeichnung „[[Bildhauerschule Hallein|Holzschnitzerei-Schule]]“, in den Ländern der Monarchie Österreich-Ungarn in Hallein gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Josef Schermaier: &amp;#039;&amp;#039;Fachschulen in Österreich – Schulen der Facharbeiterausbildung. Die Fachschulen für einzelne gewerbliche Zweige. Ein Beitrag zur Geschichte und Gegenwart des berufsbildenden mittleren Schulwesens in Österreich.&amp;#039;&amp;#039; Peter Lang, Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a. 2009, ISBN 978-3-631-58651-8, [https://books.google.at/books?id=fbFu3ylggxIC&amp;amp;pg=PA163&amp;amp;lpg=PA173&amp;amp;hl=de S.&amp;amp;nbsp;172&amp;amp;nbsp;ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Folgejahren entstanden zahlreiche weitere Schulen im Bereich des Kunsthandwerks: 1872 in St. Ulrich in [[Gröden]], Südtirol (Holzschnitzerei), 1873 in Hallstatt (Holzschnitzerei) und 1874 Gmunden (Keramik).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein großer Impuls zur Gründung von Fachschulen für Steinbearbeitung war der Ringstraßenbau in Wien, so entstanden solche Schulen 1873 in Hallstatt, 1874 in Laas, 1875 in Predazzo, 1880 in Trient, 1884 in Hořice (Böhmen), 1885 in Friedeberg (Schlesien), 1888 in Saubsdorf (Schlesien), 1897 in Hallein und 1902 in Bozen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wien, in Oberösterreich (Haslach) und in Vorarlberg entwickelten sich Ausbildungsstätten im Textilbereich. Die Gestaltung von Tonwaren hatte im 18. und 19. Jahrhundert sein Zentrum in Böhmen, Mähren und Galizien, Fachschulen entstanden in Znaim (Znojmo), Teplitz (Teplice), Tetschen (Dĕčín), Karlsbad (Karlovy Vary) und in Bechin (Bechynĕ), auch in Gmunden und Stoob gab es Keramik-Schulgründungen. Glasfachschulen existierten in Haida (Nový Bor), Steinschönau in Tschechien (diese „übersiedelte“ 1948 nach Rheinbach bei Bonn), Kramsach in Tirol und in Gablonz (Jablonec nad Nisou). In Steyr (Oberösterreich), Ferlach (Kärnten) und in Fulpmes (Tirol) entstanden Fachschulen im Bereich der Metallbearbeitung.&amp;lt;ref&amp;gt;Schermaier, Josef: Fachschulen in Österreich – Schulen der Facharbeiterausbildung. Die Fachschulen für einzelne gewerbliche Zweige. Ein Beitrag zur Geschichte und Gegenwart des berufsbildenden mittleren Schulwesens in Österreich. Frankfurt am Main u.&amp;amp;nbsp;a.: Peter Lang, 2009. ISBN 978-3-631-58651-8. S. 30 ff&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deutschland  ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bröhan Museum in Berlin 01.jpg|mini|hochkant|Dekorationsobjekt im Berliner [[Bröhan-Museum]]]]&lt;br /&gt;
Nach 1880 wurde in Deutschland vielerorts die Tradition des [[Geselle]]n und des [[Meister]]s wiederbelebt. Gleichzeitig entstanden neue Netzwerke handwerklicher Organisations- und Lobbystrukturen in Städten, auf territorialstaatlicher und nationaler Ebene. Es etablierten sich [[Handwerkskammer]]n, Handwerks[[Dachverband|verbände]] und -[[verein]]e neu. Diese Entwicklung war begleitet von symbolischen Handlungen, wie die Wiedereinführung von Begriffen wie dem der [[Innung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder durch die Propagierung einer konstruierten Tradition, eines beruflichen Ethos ohne wirtschaftliche Grundlage, noch über die gegründeten Strukturen gelang es dem Handwerk, Einfluss auf politische und wirtschaftliche Entscheidungen zu nehmen und eine Rückgewinnung von Einfluss und Privilegien zu erreichen. Der Wettbewerb zur Industrie blieb bestehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diesem standzuhalten, ging ein Teil des Handwerks dazu über, den Kunstcharakter des Handwerks gegenüber der Industrie zu betonen. Gleichzeitig diente der Verweis dem Zweck der Anhebung des [[Sozialstatus|sozialen Status]] des Kunsthandwerkers und dem Prestigewert seiner Waren gegenüber dem nunmehr &amp;#039;&amp;#039;einfachen&amp;#039;&amp;#039; Handwerker und seiner minderen –&amp;amp;nbsp;unkünstlerischen und nur noch handwerklichen&amp;amp;nbsp;– Arbeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diesem Vorgehen lag die Vorstellung zugrunde, dass künstlerische Werte in der handwerklichen Herstellung durch die Bildung des Künstlers dem Werk auf- und eingeprägt werden können. In der frühen Phase von 1870 bis 1880 war die Kunstgewerbe-Bewegung der Auffassung, dass Kunst in allen Produktionsprozessen, sowohl in maschineller, mechanisierter als auch in handwerklicher Arbeit Anwendung finden könne. Einer der Vertreter dieser Ansicht war [[Alois Riegl]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurden die Titel &amp;#039;&amp;#039;Kunstschaffender im Handwerk&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Anerkannter Kunsthandwerker&amp;#039;&amp;#039; vergeben. Nähere Informationen dazu fehlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schulen für Kunsthandwerker in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufsbildende und berufsweiterbildende Schulen ===&lt;br /&gt;
Diese sortierbare Liste führt [[Berufsbildende Schule|berufsbildende]] und [[Berufliche Weiterbildung|berufsweiterbildende]] Einrichtungen für Kunsthandwerker auf. Durch einen Klick auf das Kästchen in der ersten Zeile der entsprechenden Spalte können sie nach anderen Kriterien sortiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Land&lt;br /&gt;
! Bildungseinrichtung&lt;br /&gt;
! Ort&lt;br /&gt;
! Fachrichtung&lt;br /&gt;
! Berufsbild&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baden-Württemberg || [[Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule Pforzheim|Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule]] || [[Pforzheim]] || || [[Goldschmied|Gold-/Silberschmied]], [[Uhrmacher]], [[Graveur]], [[Edelsteinfasser]], [[Email]]leur ||älteste gewerbliche Schule seit [[1768]] weltweit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baden-Württemberg || Gewerbliche Schule Schwäbisch Gmünd Goldschmiedeschule || [[Schwäbisch Gmünd]] || || Gold-/Silberschmied, Graveur, Edelsteinfasser, Emailleur, Berufskolleg || Gegründet 1776&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Baden-Württemberg || [[Gottlieb-Daimler-Schule (Sindelfingen)|Gottlieb-Daimler-Schule]]&amp;lt;br /&amp;gt;Gewerbliches Schulzentrum&amp;lt;br /&amp;gt;Meisterschule für Webtechnik || [[Sindelfingen]] || || [[Weber]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bayern || [[Staatliche Berufsfachschule für Flechtwerkgestaltung|Berufsfachschule für&amp;lt;br /&amp;gt;Flechtwerkgestaltung,&amp;lt;br /&amp;gt;Staatliche]] || [[Lichtenfels (Oberfranken)|Lichtenfels]] || Flechtwerkgestaltung || [[Flechtwerkgestalter]] || einzige deutsche Flechtwerkschule&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bayern || [[Staatliche Berufsfachschule für Glas und Schmuck|Berufsfachschule für&amp;lt;br /&amp;gt;Glas und Schmuck,&amp;lt;br /&amp;gt;Staatliche]] || [[Kaufbeuren]]-[[Neugablonz]] || || [[Glasmaler]], [[Goldschmied]], Graveur, [[Silberschmied]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bayern || [[Staatliches Berufskolleg Glas-Keramik-Gestaltung|Berufskolleg Glas-Keramik-Gestaltung]] || || || [[Glasgestalter]], [[Keramiker]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bayern || [[Berufsfachschule für Holzbildhauerei und Schreinerei des Landkreises Berchtesgadener Land]] || [[Berchtesgaden]] || Holzgestaltung || [[Tischler|Schreiner]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Holzbildhauer]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bayern || [[Fachschule des Bezirks Oberbayern für Schreiner und Holzbildhauer|Fachschule für Schreiner und Holzbildhauer&amp;lt;br /&amp;gt;des Bezirks Oberbayern]]&amp;lt;br /&amp;gt;Fachakademie für Raum- und Objektdesign || [[Garmisch-Partenkirchen]] || Raum- und Objektdesign ||&amp;lt;br /&amp;gt;[[Raum- und Objektdesigner]] ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bayern || [[Staatliche Fachschule für Keramik Landshut|Fachschule für Keramik Landshut, Staatliche]] || [[Landshut]] || || Keramiker ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Bayern || [[Glasfachschule Zwiesel]]&amp;lt;br /&amp;gt;Staatliches Berufsbildungszentrum für Glas || [[Zwiesel]] || Glasveredelung || Glasmaler, Glasschleifer, Glasgraveur, [[Glasbläser]] [[Glasmacher]], [[Glasbildner]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Berlin || [[Universität der Künste Berlin]] || [[Berlin]] || || || größte Kunsthochschule Europas, besteht seit 1696 &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hessen || [[Bundesfachschule des Glaserhandwerkes]] || [[Hadamar]] || || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hessen || [[Erwin-Stein-Schule Hadamar]]&amp;lt;br /&amp;gt; Hessische Staatliche Glasfachschule || Hadamar || || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hessen || [[Staatliche Zeichenakademie Hanau|Berufs-, Berufsfach- u. Fachschule&amp;lt;br /&amp;gt;für edelmetallgestaltende Berufe,&amp;lt;br /&amp;gt;]] (Zeichenakademie Hanau)&amp;lt;br /&amp;gt; || [[Hanau]] || Metallgestaltung || Goldschmied, Silberschmied, Metallbildner, Graveur, Edelsteinfasser&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Hessen || [[Kunsthochschule Kassel|Universität Kassel]] || [[Kassel]] || Keramik, Möbel-, Textil-Design || ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nordrhein-Westfalen || [[Staatliches Berufskolleg Glas, Keramik, Gestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen Rheinbach|Berufsfachschule für Glastechnik und Glasgestaltung]] || [[Rheinbach]] || Glasveredelung || Glasschleifer/-graveur/-ätzer&amp;lt;br /&amp;gt;Glasmaler&amp;lt;br /&amp;gt;Kunstglaser ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Nordrhein-Westfalen || [[Technisches Berufskolleg Solingen#Metallografie|Fachschule für Metallgestaltung,&amp;lt;br /&amp;gt;Städtische]] || [[Solingen]] || Metallgestaltung ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rheinland-Pfalz&lt;br /&gt;
|Fachschule Keramik&lt;br /&gt;
|Höhr-Grenzhausen&lt;br /&gt;
|Keramik&lt;br /&gt;
|Gestalter Keramik&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sachsen-Anhalt|| [[Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle]] || [[Halle (Saale)]] || Metall, Glas, Keramik, Buch, Textil, Schmuck || [[Diplom]] Kunst, [[Bachelor]] und [[Master]] Design ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sachsen|| [[Westsächsische Hochschule Zwickau]] || [[Schneeberg (Erzgebirge)|Schneeberg]] || Holz, Mode, Textil || Bachelor ||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Sachsen|| Westsächsische Hochschule Zwickau || [[Markneukirchen]] || Musikinstrumente || Bachelor ||&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einrichtungen der Handwerkskammern ===&lt;br /&gt;
Das Erlernen und Begreifen der Prozesse handwerklicher Gestaltung ist der Schlüssel zu überzeugenden Ergebnissen im Handwerk. In der Beherrschung dieser Prozesse liegt für erfolgreiche Handwerker das Geheimnis der kreativen Neuentwicklung. Gestalter im Handwerk erschaffen ein markantes Profil als Referenz, dass sich der Vergleichbarkeit über den Preis durch nachvollziehbare Qualität und individuelle Fertigung (Unikat) entzieht und vom Serienprodukt abhebt. Die [[Handwerkskammer]]n der verschiedenen [[Land (Deutschland)|Länder]] bemühen sich, die hohen Standards aus der Tradition heraus zu pflegen und Handwerker dabei zu unterstützen, auch in Zukunft zeitgemäße und zweckdienliche Gegenstände zu entwickeln und zu vertreiben. Die Kammern unterhalten inzwischen dreizehn [[Akademien für Gestaltung]], darunter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gut Rosenberg – Akademie für Handwerksdesign der [[Handwerkskammer Aachen]]&lt;br /&gt;
* Werkakademie für Gestaltung und Design in Niedersachsen&lt;br /&gt;
* Kasseler Werkakademie für Gestaltung&lt;br /&gt;
* Bildungszentrum München – Akademie für Gestaltung und Design&lt;br /&gt;
* Akademie Gestaltung im Handwerk [[Münster]]&lt;br /&gt;
* Akademie des Handwerks in Saarbrücken&lt;br /&gt;
* Akademie für Gestaltung im Handwerk in [[Brandenburg an der Havel]].&lt;br /&gt;
* Kompetenzzentrum „Gestalter im Handwerk“ [[Halle (Saale)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Akademien sind bundesweit in einer ARGE organisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gestalter-im-handwerk.de/ gestalter-im-handwerk.de]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Preise für Kunsthandwerk ==&lt;br /&gt;
* [http://www.bayerischer-kunstgewerbeverein.de/BKV-Preis BKV-Preis] des [[Bayerischer Kunstgewerbe-Verein|bayerischen Kunstgewerbevereins]]&lt;br /&gt;
* [https://www.danner-preis.de Danner-Preis] der [[Danner-Stiftung]] in Bayern&lt;br /&gt;
* [http://staatspreis-manufactum.de/ manu factum], Staatspreis der [[Landesregierung von Nordrhein-Westfalen|nordrhein-westfälischen Landesregierung]]&lt;br /&gt;
* [[Staatspreis Gestaltung Kunst Handwerk]] der [[Landesregierung von Baden-Württemberg|baden-württembergischen Landesregierung]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wm.baden-wuerttemberg.de/de/service/auszeichnungen-und-wettbewerbe/staatspreis-kunsthandwerk/ Staatspreis Gestaltung Kunst Handwerk]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
{{Portal|Kunsthandwerk}}&lt;br /&gt;
* [[Werkbund]]&lt;br /&gt;
* [[Bayerischer Kunstgewerbe-Verein]]&lt;br /&gt;
* [[Bauhaus-Archiv]] Berlin&lt;br /&gt;
* [[Wismutmaler]]&lt;br /&gt;
frühere Organisationen:&lt;br /&gt;
* [[Kunstgewerbe- und Handwerkerschule Magdeburg]] (1887–1963)&lt;br /&gt;
* [[Wiener Werkstätte]] (1903–1932)&lt;br /&gt;
* [[Bauhaus]] (1919–1933)&lt;br /&gt;
* [[Vereinigte Staatsschulen für Freie und Angewandte Kunst]] (1924–1939)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Joan Campbell: &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche Werkbund 1907–1934&amp;#039;&amp;#039;. Klett-Cotta, Stuttgart 1981, ISBN 3-12-911980-9&lt;br /&gt;
* Gustav Friedrich Hartlaub: &amp;#039;&amp;#039;Das ewige Handwerk im Kunstgewerbe der Gegenwart: Beispiele modernen kunsthandwerklichen Gestaltens&amp;#039;&amp;#039;. Verlag H. Reckendorf, Berlin 1931, {{DNB|361456271}}&lt;br /&gt;
* Hugh Honour: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Kunsthandwerk und Design&amp;#039;&amp;#039;. [Elektronische Ressource] (= Digitale Bibliothek Band 68, CD-ROM). Directmedia Publ., Berlin 2004, ISBN 3-89853-468-5&lt;br /&gt;
* Stefan Muthesius: &amp;#039;&amp;#039;Handwerk/Kunsthandwerk&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Design History&amp;#039;&amp;#039;, Design History Society. Oxford 1998.&lt;br /&gt;
* Michael Stürmer: &amp;#039;&amp;#039;Herbst des Alten Handwerks: Quellen zur Sozialgeschichte des 18. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 1979, ISBN 3-423-02914-5&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Crafts}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource|Neuer Schauplatz der Künste und Handwerke}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4073883-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4073883-8|LCCN=sh85036316|NDL=00566154}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthandwerk| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstgewerbe|!]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;F. Peter Müller</name></author>
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