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	<title>Kunsthandel - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Links optimiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Handeln mit Kunstwerken. Zur Fachzeitschrift siehe [[Der Kunsthandel]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Pierre-Auguste Renoir - Ambroise Vollard.jpg|miniatur|Der Kunsthändler [[Ambroise Vollard]], Gemälde von [[Pierre-Auguste Renoir]] (1908)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Portrait of Alfred Flechtheim by Karl Hofer - 1922 (without frame).jpg|mini|[[Karl Hofer]]: Porträt von Alfred Flechtheim (1922). [[Musée de Grenoble]]]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunsthandel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet das [[Gewerbe|gewerbsmäßige]] Handeln mit [[Kunstwerk]]en. Man unterscheidet beim [[Kunstmarkt]] zwischen [[Primärmarkt|Primär-]] und [[Sekundärmarkt]]. Während Sammler und Galerien auf dem Primärmarkt tätig sind, betätigen sich Kunsthändler im engeren Sinne mit dem An- und [[Kunstverkauf|Verkauf]] von auf dem Markt befindlichen Kunstwerken (Sekundärmarkt). Galerien, die Kunsthandeln in diesem Sinne betreiben, bezeichnet man daher auch als Sekundärmarkt-Galerien. Allerdings übernehmen häufig ebenso Primärmarkt-[[Galerie (Kunst)|Galerien]] den Rück- und Wiederverkauf von Arbeiten der von ihnen vertretenen Künstler.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Stahl: &amp;#039;&amp;#039;Wertschöpfung in der zeitgenössischen Kunst – Zur: Young German Art&amp;#039;&amp;#039;, Potsdam 2008, S. 36ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Künstler hatten in den aufstrebenden Städten des [[Mittelalter]]s den [[Sozialer Status|sozialen Status]] von [[Handwerk]]ern inne. Sie waren in [[Zunft|Zünften]] oder Gilden organisiert und stellten auftragsgemäß für hochstehende und wohlhabende Persönlichkeiten, für Freie Städte, Fürsten- und Königshöfe sowie kirchliche Einrichtungen Kunstwerke her und wurden dafür wie Handwerker nach Aufwand und Materialverbrauch entlohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Alessandro Conti: &amp;#039;&amp;#039;Der Weg des Künstlers. Vom Handwerker zum Virtuosen.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1998.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im ausgehenden Mittelalter ging das Handwerk teilweise von der Kunden- zur Warenproduktion über, womit die Künstler mehr und mehr darauf angewiesen waren, mit den Erzeugnissen ihrer Werkstatt auf der Straße oder dem Markt Handel zu treiben. Sie reisten von Stadt zu Stadt, um ihre Werke anzubieten.&amp;lt;ref&amp;gt;Berit Wagner: &amp;#039;&amp;#039;Bilder ohne Auftraggeber. Der Kunsthandel im 15. und frühen 16. Jahrhundert. Mit Überlegungen zum Kulturtransfer&amp;#039;&amp;#039;. Imhof Verlag, Petersberg 2015, ISBN 978-3-86568-627-5&amp;lt;/ref&amp;gt; So betrieb auch [[Albrecht Dürer]] auf seinen Reisen nach Italien und in den Niederlanden einen „ausgedehnten Handel mit eigenen und fremden Stichen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hürlimann737f&amp;quot;&amp;gt;[[Martin Hürlimann (Verleger)|Martin Hürlimann]] (Vorw.): &amp;#039;&amp;#039;Das Atlantisbuch der Kunst. Eine Enzyklopädie der bildenden Künste&amp;#039;&amp;#039;. Atlantis-Verlag, Zürich 1952, S.&amp;amp;nbsp;737&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zur Zeit der [[Renaissance]] waren die maßgebenden Künstler [[Hofkünstler]] oder privilegierte Hoflieferanten, die durch persönliches [[Mäzenatentum]] an Hof und Herrscher gebunden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Martin Warnke (Kunsthistoriker)|Martin Warnke]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Hofkünstler. Zur Vorgeschichte des modernen Künstlers.&amp;#039;&amp;#039; 2. Aufl. Köln 1996.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von einem Kunsthandel im modernen Sinne kann erst nach der Renaissance gesprochen werden. Mit der Lockerung des Kunstpatronats waren bereits im Rom des frühen 17. Jahrhunderts professionelle Kunsthändler aufgetreten, die aber zunächst nur für junge und unerfahrene Künstler eine wichtige Rolle spielten. Sobald ein Künstler einen Ruf erlangt hatte, „arbeitete er nur noch in höchster Not für einen Händler“, der bei „den Malern wie in der Öffentlichkeit schlecht angeschrieben“ war.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Francis Haskell]]: &amp;#039;&amp;#039;Maler und Auftraggeber. Kunst und Gesellschaft im italienischen Barock&amp;#039;&amp;#039;. DuMont, Köln 1996, S. 177.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Kunstmarkt im heutigen Sinn entstand erstmals im 17. Jahrhundert in den [[Niederlande]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael North: &amp;#039;&amp;#039;Kunst und Kommerz im Goldenen Zeitalter. Zur Sozialgeschichte der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Köln 1992.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für [[Rembrandt]], der mit Auftraggebern schlecht zurechtkam, bot er die willkommene Gelegenheit, um die Abhängigkeiten des Patronage- und Auftragssystems abzuschütteln.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Svetlana Alpers]]: &amp;#039;&amp;#039;Rembrandt als Unternehmer. Sein Atelier und der Markt&amp;#039;&amp;#039;. DuMont, Köln 1989, S. 198ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Und in jenen Kunstmärkten in den Städten Brügge, Antwerpen und Amsterdam zeigte sich bereits ab dem 16. Jahrhundert, wie sehr ökonomische, kulturhistorische und politische Gründe dazu beitrugen, dass aus einem zunächst stark regulierten Bilderhandel ein weitestgehend umregulierter Kunstmarkt entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jörg Wünschel |Titel=Vertrauen durch Recht. Ein Beitrag zur Geschichte der Regulierung des Kunsthandels und zum Schutz der Integrität des kulturellen Erbes |Auflage=1 |Verlag=Nomos |Ort=Baden-Baden |Datum=2023 |Reihe=Schriften zum Kunst- und Kulturrecht |BandReihe=39 |ISBN=978-3-7560-1127-8 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Akteure im Kunsthandel ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Joseph Duveen, Baron Duveen by Isaac Israels.jpg|mini|[[Joseph Duveen, 1. Baron Duveen|Joseph Duveen]], Baron Duveen von [[Isaac Israëls]]]]&lt;br /&gt;
Dem Kunsthändler kommt eine Schlüsselstellung im Kontakt mit dem Publikum zu. Er muss in der Lage sein, zahlungskräftige Liebhaber, vor allem [[Sammeln#Sammeln als Hobby|Sammler]], Museumsleute oder andere Händler für den Kauf seiner „Ware“ zu gewinnen. Zudem haben Kunsthändler oft auch Kontakt zu einzelnen Künstlern und daher auch einen gewissen Anteil an der Etablierung neuer [[Stil|Kunstrichtungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der moderne Kunsthandel wird hauptsächlich von [[Galerie (Kunst)|Galerien]], Kunsthandlungen und [[Auktion]]shäusern getätigt, findet aber auch in Form von [[Kunstmesse]]n (z.&amp;amp;nbsp;B. der [[Art Basel]] oder [[Art Cologne]]), Märkten für [[Antiquität]]en oder Internet-Auktionen statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kunsthändler und Mäzene ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alfred Gold, Zeichnung von Moritz Coschell (1).png|mini|hochkant|Porträt Alfred Golds im Alter von 30&amp;amp;nbsp;Jahren von [[Moritz Coschell]], Berlin 1904]]&lt;br /&gt;
In der Tätigkeit einzelner Personen vermischen sich [[Kunstverständnis]] und [[Mäzen]]atentum. [[Paul Durand-Ruel]] zum Beispiel hatte mit seinem Kunstverständnis die Impressionisten und ihre Kunst entscheidend gefördert, indem er unter anderem in der Rue Lafitte in Paris Ausstellungen veranstaltete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hürlimann739&amp;quot;&amp;gt;Martin Hürlimann (Vorw.): &amp;#039;&amp;#039;Das Atlantisbuch der Kunst. Eine Enzyklopädie der bildenden Künste&amp;#039;&amp;#039;, Zürich 1952, S.&amp;amp;nbsp;739&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ambroise Vollard]], [[Daniel Henry Kahnweiler]] sowie [[Paul Rosenberg (Kunsthändler)|Paul Rosenberg]] und [[Georges Wildenstein]] förderten [[Pablo Picasso]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.fineartsberlin.com/allgemeines/die-kunst-der-mythos-und-der-ku%CC%88nstler-als-marke |wayback=20100218202653 |text=fineartsberlin.com |archiv-bot=2019-04-24 07:33:47 InternetArchiveBot }}: &amp;#039;&amp;#039;Die Kunst, der Mythos und der Künstler&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 8. Oktober 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Alfred Gold]] gehörte zur Wiener Moderne des späten 19. Jahrhunderts, zur „Jeunesse dorée“ in Wien und Berlin und war mehrere Jahre in Paris als Einkäufer und Vertrauensmann für den internationalen Kunsthandel tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Auktionshäuser ===&lt;br /&gt;
Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts gewann die Kunstauktion in England und Frankreich an Bedeutung. In [[London]] wurden die Auktionshäuser [[Sotheby’s]] (1744) und [[Christie’s]] (1766) gegründet. Eine ähnliche Rolle spielte später das [[Hôtel Drouot]] (1852 gegründet) in [[Paris]]. In Deutschland entwickelte sich das Kunstauktionswesen erst seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, so vor allem in Berlin, München und Köln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hürlimann740&amp;quot;&amp;gt;Martin Hürlimann (Vorw.): &amp;#039;&amp;#039;Das Atlantisbuch der Kunst. Eine Enzyklopädie der bildenden Künste&amp;#039;&amp;#039;, Zürich 1952, S.&amp;amp;nbsp;740&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Rolle der Galerien ===&lt;br /&gt;
Vom Kunsthandel im engeren Sinne sind die [[Galerie (Kunst)|Galerien]] zu unterscheiden. Als die „Gatekeeper des Kunstmarktes“&amp;lt;ref&amp;gt;Heines von Alemann: &amp;#039;&amp;#039;Galerien als Gatekeeper des Kunstmarktes&amp;#039;&amp;#039;. In: Jürgen Gerhards (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Soziologie der Kunst&amp;#039;&amp;#039;. Opladen 1997, S. 211–239.&amp;lt;/ref&amp;gt; vertreten sie in der Regel einzelne oder eine begrenzte Zahl von Künstlern auf vertraglicher Grundlage. Hier spielen auch einzelne Mäzene eine Rolle. Es gibt Galerien für einzelne Künstler und für bestimmte Stilrichtungen. Das Spektrum der [[Kunstgalerie]] ist sehr vielfältig, die im Zusammenhang mit den jeweiligen Ausstellungen angebotenen Kataloge und Präsentationen bieten wichtige Informationen für den Kunsthandel selbst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzmaßnahmen im Kunsthandel ==&lt;br /&gt;
Der Schutz vor [[Raubkunst]] und [[Kunstfälschung|Fälschungen]] basiert heute auf einem vielschichtigen System, das völkerrechtliche Abkommen, nationale Gesetzgebung, behördliche Strafverfolgung, technisch-wissenschaftliche Untersuchungen und berufsständische Selbstregulierung umfasst. Die schwächsten Stellen sind nach wie vor lückenhafte historische [[Provenienz]]dokumentationen, insbesondere bei Werken, die vor 1945 den Besitzer wechselten, sowie die uneinheitliche Durchsetzung in Staaten, die weder die [[UNESCO]]- noch die [[UNIDROIT]]-Konvention ratifiziert haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Internationale Rechtsinstrumente ===&lt;br /&gt;
Die [[Übereinkommen über Maßnahmen zum Verbot und zur Verhütung der unzulässigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von Kulturgut|UNESCO-Konvention von 1970]] über die Mittel zum Verbot und zur Verhütung der unzulässigen Einfuhr, Ausfuhr und Übereignung von [[Kulturgut]] bildet die völkerrechtliche Grundlage. Sie verpflichtet die Unterzeichnerstaaten zur Zusammenarbeit bei der Rückgabe illegal ausgeführter Kulturgüter und zur Einführung nationaler Exportkontrollen. Die UNIDROIT-Konvention von 1995 ergänzt dies auf privatrechtlicher Ebene und erleichtert Rückforderungsansprüche gestohlener oder illegal ausgeführter Kulturgüter auch zwischen Privatpersonen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Provenienzforschung und Due Diligence ===&lt;br /&gt;
[[Provenienzforschung]] und [[Due-Diligence-Prüfung|Due Diligence]] sind heute im seriösen Kunsthandel Pflicht: Vor jeder Transaktion muss eine Provenienzrecherche durchgeführt werden. International anerkannter Maßstab sind dabei die [[Washingtoner Erklärung]] von 1998, die ursprünglich auf [[Raubkunst|NS-Raubkunst]] zielten, aber methodisch auf andere Kontexte (Kolonialkunst, Kriegsbeute) ausgeweitet werden können. Die [[Association of Art Museum Directors]] (AAMD) und der Kunsthandelsverband [[CINOA]] haben entsprechende Due-Diligence-Leitlinien verabschiedet. In Deutschland konkretisiert das [[Kulturgutschutzgesetz (Deutschland)|Kulturgutschutzgesetz]] von 2016 (KGSG)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kgsg.de/|titel=Informationsseite über das Kulturgutschutzgesetz|abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; diese Pflichten für den gewerblichen Handel. Es schreibt eine Sorgfaltspflichtprüfung vor und verlangt bei der Einfuhr von Kulturgut aus bestimmten Ländern eine Ausfuhrgenehmigung des Herkunftsstaates.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Datenbanken für gestohlene Kunstwerke ===&lt;br /&gt;
Die bekannteste Datenbank für gestohlene Kunstwerke ist das [[Art Loss Register]] (ALR) in [[London]]. Mit über 700.000 Einträgen ist es die weltweit größte private Datenbank für gestohlene, geplünderte und enteignete Kunstwerke. Händler, Auktionshäuser und Museen sollen Werke vor dem Ankauf mit dieser Datenbank abgleichen. Daneben betreibt [[Interpol]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;eine eigene Datenbank für gestohlene Kulturgüter, auf die nationale Strafverfolgungsbehörden zugreifen können. Das italienische [[Carabinieri]] TPC (Tutela Patrimonio Culturale)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.treccani.it/enciclopedia/tutela-del-patrimonio-culturale_(Lessico-del-XXI-Secolo)/|titel=Tutela del patrimonio culturale - Enciclopedia|sprache=it|abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; betreibt eine der ältesten und umfangreichsten nationalen Datenbanken dieser Art.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fälschungsbekämpfung ===&lt;br /&gt;
Auf technischer Ebene haben sich mehrere Verfahren zur Fälschungsbekämpfung etabliert. Die naturwissenschaftliche Untersuchung ([[Röntgenfluoreszenzanalyse]], [[Gemäldeuntersuchung mit Infrarotstrahlung|Infrarotreflektografie]], [[Dendrochronologie]], [[Radiokarbonmethode]] und [[Pigmentanalyse]]) ermöglicht die Datierung von Materialien und die Aufdeckung anachronistischer Substanzen. Spezialisierte Institutionen wie das [[Doerner Institut]] in [[München]], das [[Hamilton Kerr Institute]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hki.fitzmuseum.cam.ac.uk/|titel=Home {{!}} Hamilton Kerr Institute|abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Cambridge]] oder das Centre de recherche et de restauration des musées de France (C2RMF)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://c2rmf.fr/|titel=Page d&amp;#039;accueil {{!}} C2RMF|abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bieten solche Analysen an. Im Kunsthandel sind [[Gutachten|Authentizitätsgutachten]] durch anerkannte Experten, wie die Herausgeber von [[Catalogue raisonné]] (Werkkataloge) oder die Mitglieder von Komitees für Werkverzeichnisse (Comité Chagall)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.comitemarcchagall.com/en|titel=Comité Marc Chagall|abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Standard.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geldwäscheprävention ===&lt;br /&gt;
Mit der Richtlinie (EU) 2018/843 (AMLD5, 2020 in nationales Recht umgesetzt)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://data-security.one/de/gwg/die-5-eu-geldwascherichtlinie-die-notwendigen-anderungen|titel=Die 5. EU-Geldwäscherichtlinie – Die notwendigen Änderungen|sprache=de|abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden Kunsthändler und Auktionshäuser erstmals als verpflichtete Unternehmen im Sinne des [[Geldwäsche]]rechts eingestuft. Bei Transaktionen ab 10.000 Euro sind seitdem Identifizierungspflichten (KYC – Know Your Client), Risikoanalysen und Meldepflichten gegenüber den [[Financial Intelligence Unit]]s vorgeschrieben. In Deutschland ist dies im [[Geldwäschegesetz]] (GwG) verankert; in den USA gelten seit dem Anti-Money Laundering Act 2020 (AMLA) vergleichbare Pflichten, die dem [[Financial Crimes Enforcement Network]] (FinCEN) unterliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstregulierung des Kunsthandels ===&lt;br /&gt;
Führende Branchenverbände haben eigene Verhaltenskodizes und Schiedsverfahren eingeführt. So unterhält beispielsweise die [[The European Fine Art Fair|TEFAF]] (&amp;#039;&amp;#039;The European Fine Art Foundation&amp;#039;&amp;#039;) seit 1989 ein umfangreiches Verfahren, bei dem Experten auf den Messen der Stiftung jedes angebotene Werk auf Echtheit und Provenienz prüfen. Die britische BADA (&amp;#039;&amp;#039;British Antique Dealers&amp;#039; Association&amp;#039;&amp;#039;) und der deutsche Bundesverband Deutscher Kunstversteigerer schreiben ihren Mitgliedern Mindeststandards für die Provenienzrecherche vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kunstversteigerer.de/datenbank-kritischer-werke|titel=Datenbank kritischer Werke {{!}} BDK|abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Große Auktionshäuser wie [[Christie’s]], [[Sotheby’s]] und [[Phillips (Auktionshaus)|Phillips]] beschäftigen eigene Provenienzspezialisten und [[Compliance (Recht)|Compliance]]-Abteilungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Institutionelle Koordination ===&lt;br /&gt;
Das [[Deutsches Zentrum Kulturgutverluste|Deutsche Zentrum Kulturgutverluste (DZK)]] mit Sitz in [[Magdeburg]] koordiniert die Provenienzforschung an öffentlichen Institutionen in Deutschland und fördert auch Recherchen bei Händlern. In strittigen Restitutionsfällen gibt die [[Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturguts, insbesondere aus jüdischem Besitz|Beratende Kommission]] NS-Raubgut Empfehlungen ab. Auf EU-Ebene ist seit 2019 die Verordnung (EU) 2019/880&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/ALL/?uri=CELEX:32019R0880|titel=Verordnung (EU) 2019/880 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. April 2019 über das Verbringen und die Einfuhr von Kulturgütern|abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in Kraft, welche die Einfuhr von Kulturgut aus Drittstaaten harmonisiert und für bestimmte Kategorien ab dem Jahr 2025 eine Lizenzpflicht einführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Kunsthändler und Galeristen ==&lt;br /&gt;
Galeristen sind mit (G) gekennzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;column-width:12em&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Kurt Walter Bachstitz]]&lt;br /&gt;
* [[Heiner Bastian]]&lt;br /&gt;
* [[Hanna Bekker vom Rath]]&lt;br /&gt;
* [[Heinz Berggruen]]&lt;br /&gt;
* [[Ernst Beyeler]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Bruno Bischofberger]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Kunsthandlung Julius Böhler|Julius Böhler]]&lt;br /&gt;
* [[Paul Cassirer]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Leo Castelli]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Iris Clert]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Paul Durand-Ruel]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Konrad Fischer (Maler)|Konrad Fischer]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Alfred Flechtheim]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Franke-Schenk]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Heiner Friedrich]]&lt;br /&gt;
* [[Alfred Gold]]&lt;br /&gt;
* [[Larry Gagosian]]&lt;br /&gt;
* [[Karsten Greve]]&lt;br /&gt;
* [[Theo van Gogh (Kunsthändler)|Theo van Gogh]]&lt;br /&gt;
* [[Peggy Guggenheim]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Roswitha Haftmann]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Alexander Iolas]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Jablonka Galerie|Rafael Jablonka]]&lt;br /&gt;
* [[Sidney Janis]] (G)&lt;br /&gt;
* [[White Cube (London)|Jay Jopling]]&lt;br /&gt;
* [[Daniel-Henry Kahnweiler]]&lt;br /&gt;
* [[Guido Joseph Kern]]&lt;br /&gt;
* [[August Klipstein]]&lt;br /&gt;
* [[Johann König (Galerist)|Johann König]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Sam Kootz]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Eberhard W. Kornfeld]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Jan Krugier]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Margarete Lauter]]&lt;br /&gt;
* [[Karl Lilienfeld]]&lt;br /&gt;
* [[Pierre Loeb]]&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm August Luz]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Gerd Harry Lybke]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Aimé Maeght]]&lt;br /&gt;
* [[Paul Maenz]]&lt;br /&gt;
* [[Philomene Magers]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Pierre Matisse]]&lt;br /&gt;
* [[Hans Mayer (Galerist)|Hans Mayer]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Hella Nebelung]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Niepel]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Anthony d’Offay]]&lt;br /&gt;
* [[Galerie Paffrath|Hans Paffrath]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Betty Parsons]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Thaddaeus Ropac]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Paul Rosenberg (Kunsthändler)|Paul Rosenberg]]&lt;br /&gt;
* [[Sammlung Rosengart|Siegfried Rosengart]]&lt;br /&gt;
* [[Carl Christian Heinrich Rost]]&lt;br /&gt;
* [[Charles Saatchi]]&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Schames]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Alfred Schmela]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Galerie Eduard Schulte|Eduard Schulte]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Michael Schultz (Galerist)|Michael Schultz]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Ileana Sonnabend]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Springer (Galerist)|Rudolf Springer]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Monika Sprüth]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Hans Strelow]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Thannhauser]]&lt;br /&gt;
* [[Père Tanguy]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Uhde (Kunsthändler)|Wilhelm Uhde]]&lt;br /&gt;
* [[Hendrick van Uylenburgh]]&lt;br /&gt;
* [[Curt Valentin]]&lt;br /&gt;
* [[Ambroise Vollard]]&lt;br /&gt;
* [[Herwarth Walden]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Berthe Weill]]&lt;br /&gt;
* [[Georges Wildenstein]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Iwan Wirth]]&lt;br /&gt;
* [[David Zwirner]] (G)&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Zwirner]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Der Kunsthandel]] (Fachzeitschrift)&lt;br /&gt;
* [[Liste der teuersten Gemälde]]&lt;br /&gt;
* [[Mei Moses Fine Art Index]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dirk Boll: &amp;#039;&amp;#039;Kunst ist käuflich – Freie Sicht auf den Kunstmarkt.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Cantz, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7757-2814-0.&lt;br /&gt;
* Michael Findlay: &amp;#039;&amp;#039;Vom Wert der Kunst&amp;#039;&amp;#039;, Prestel, München 2012, ISBN 978-3-7913-4639-7.&lt;br /&gt;
* Francis Haskell: &amp;#039;&amp;#039;Maler und Auftraggeber. Kunst und Gesellschaft im italienischen Barock.&amp;#039;&amp;#039; DuMont, Köln 1996, ISBN 3-7701-3757-4.&lt;br /&gt;
* Michael North: &amp;#039;&amp;#039;Das Goldene Zeitalter. Kunst und Kommerz in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Böhlau, Köln 2001, ISBN 3-412-13700-6.&lt;br /&gt;
* [[Hans Peter Thurn]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Kunsthändler. Wandlungen eines Berufes.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer, München 1994, ISBN 3-7774-6360-4.&lt;br /&gt;
* Antje-Katrin Uhl: &amp;#039;&amp;#039;Der Handel mit Kunsthandwerken im europäischen Binnenmarkt. Freier Warenverkehr versus nationaler Kulturgutschutz.&amp;#039;&amp;#039; Duncker &amp;amp; Humblot, Berlin 1993, ISBN 3-428-07921-3.&lt;br /&gt;
* Wolfram Völcker (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Was kostet Kunst?&amp;#039;&amp;#039;, Ein Handbuch für Sammler, Galeristen, Händler und Künstler, Hatje Cantz, Ostfildern 2011, ISBN 978-3-7757-2792-1.&lt;br /&gt;
* Li, Luis and Amelia L. B. Sargent. „The Getty Bronze and the Limits of Restitution.“ Chapman Law Review 20, iss. 1 (2016), S.&amp;amp;nbsp;25–50&lt;br /&gt;
* Harriet Häußler: Die Schöpfer des Kunstmarkts: Von den Anfängen in der Antike bis zur Digitalisierung in der Gegenwart. Bielefeld 2022.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=Jörg Wünschel |Titel=Vertrauen durch Recht. Ein Beitrag zur Geschichte der Regulierung des Kunsthandels und zum Schutz der Integrität des kulturellen Erbes |Auflage=1 |Verlag=Nomos |Ort=Baden-Baden |Datum=2023 |Reihe=Schriften zum Kunst- und Kulturrecht |BandReihe=39 |ISBN=978-3-7560-1127-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Archive, Verbände&lt;br /&gt;
* [http://www.zadik.info/ Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [http://www.arbeitskreis-kunsthandel.de/ Arbeitskreis deutscher Kunsthandelsverbände]&lt;br /&gt;
* [http://www.bdka.de/ Bundesverband des Deutschen Kunst- und Antiquitätenhandels]&lt;br /&gt;
Integrität des Kunsthandels&lt;br /&gt;
* [http://www.artloss.com/ Art Loss Register]&lt;br /&gt;
* [http://www.lostart.de/Webs/DE/Start/Index.html Lost Art Internet Database]&lt;br /&gt;
Rechtsfragen&lt;br /&gt;
* [https://www.rechtslupe.de/wirtschaftsrecht/das-kulturschutzgesetz-und-der-kunst-und-antiquitaetenhandel-3228196 Die Rechtslupe Nachrichten aus Recht und Steuern vom 22. September 2021: Das Kulturschutzgesetz – und der Kunst- und Antiquitätenhandel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4033647-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Handelszweig]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunsthandel| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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