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	<title>Kunstgraben - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T02:29:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunstgraben&amp;diff=1688072&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aagnverglaser: /* Bekannte Beispiele */</title>
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		<updated>2024-07-02T23:08:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bekannte Beispiele&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Hutthaler graben.jpg|mini|Hutthaler Graben am Aquädukt &amp;#039;&amp;#039;Unterer Hutthaler Teichdamm&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kunstgrabenfreiberg.jpg|mini|Abgedeckter Abschnitt des [[Hohbirker Kunstgraben]]s bei [[Brand-Erbisdorf]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Grabentour.jpg|mini|Die Grabentour, Kunstgraben zur Versorgung des IV. und V. [[Lichtloch]]es des [[Rothschönberger Stolln]]s]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewoelbebogen.JPG|mini|hochkant|Gewölbebögen über dem Zellerfelder Kunstgraben]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunstgraben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden [[Wassergraben|Wassergräben]] bezeichnet, über die [[Bergwerk]]e mit Wasser zum Antrieb von [[Wasserrad|Wasserrädern]] versorgt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund ==&lt;br /&gt;
Bis zur Erfindung der [[Dampfmaschine]] war die Wasserkraft die Hauptantriebsenergie für die unterschiedlichen Antriebsmaschinen im Bergbau, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kunstrad (Wasserrad)|Kunsträder]], [[Wasserrad#Kehrrad|Kehrräder]], [[Wassersäulenmaschine]]n oder [[Turbine]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Lösung der in immer größere [[Teufe]]n vorgetriebenen Grubenbaue wurden auch stärkere Kräfte benötigt. Die im Umfeld der Gruben verfügbaren Wässer reichten dafür nicht aus. Vielfach kam es zum Versiegen von Quellen durch Zäpfung in den Grubenbauen. Dadurch musste das benötigte Wasser teilweise über weite Strecken herangeführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
Ziel war es, am Standort der Wasserkraftmaschine einen möglichst großen Höhenunterschied zum tieferen Ablauf zu erhalten. Diese Differenz heißt &amp;#039;&amp;#039;Aufschlaghöhe&amp;#039;&amp;#039;. Dazu wurden die Kunstgräben mit einem sehr geringen Gefälle angelegt, so dass sie im Gelände scheinbar [[Höhenlinie]]n darstellen. Sie folgen dadurch den Windungen der Täler. Zur Überwindung natürlicher Hindernisse wurden die Kunstgräben häufig durch [[Rösche]]n geführt, seltener auch über [[Aquädukt]]e; die bekanntesten Kunstgrabenaquädukte waren die [[Altväterbrücke]] bei [[Halsbrücke]] und der [[Sperberhaier Damm]] im Harz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typischerweise beginnt ein Kunstgraben an einem [[Wehr (Wasserbau)|Wehr]] oder Wasserteiler und führt über [[Rösche]]n und zur Wasserspeicherung angelegte [[Kunstteich]]e bis zur Grube. Zur Wasserkraftmaschine führt in der Regel eine Aufschlag- und eine Abzugsrösche. Parallel zum Kunstgraben wurde ein Pfad angelegt, der dem Grabensteiger als Befahrungsweg diente, wenn er zum Wehr fuhr, um die Schützen zu ziehen. Diese Pfade werden, soweit sie noch erhalten sind, häufig als Wanderwege genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach wurden die Kunstgräben mit Schwarten abgedeckt. Dies diente einerseits der Reinhaltung der Gräben und Schutz vor Verwuchs, andererseits dem Schutz der Gräben vor Zerstörung durch Vieh. Weiterhin schützten sich die Betreiber der Gräben dadurch auch vor Schadenersatzforderungen benachbarter Grundbesitzer, die die Anlegung der Kunstgräben gegen Entschädigung wegen des Ertrags- und Flächenverlustes zu dulden hatten, und häufig Ansprüche wegen angeblich ertrunkenem Vieh oder Wild stellten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Beispiele ==&lt;br /&gt;
* [[Aschergraben]]&lt;br /&gt;
* [[Dammgraben]]&lt;br /&gt;
* [[Grabentour bei Freiberg]]&lt;br /&gt;
* [[Grüner Graben (Eibenstock)|Grüner Graben bei Eibenstock]]&lt;br /&gt;
* [[Grüner Graben (Pobershau)|Grüner Graben bei Pobershau]]&lt;br /&gt;
* [[Hauptkunstgraben]] beim [[Filzteich]] bei [[Schneeberg (Erzgebirge)]]&lt;br /&gt;
* [[Oberharzer Gräben]]&lt;br /&gt;
* [[Oberharzer Wasserläufe]]&lt;br /&gt;
* [[Plattner Kunstgraben]]&lt;br /&gt;
* [[Reitzenhainer Zeuggraben]]&lt;br /&gt;
* [[Roter Graben (Erzgebirge)|Roter Graben]]&lt;br /&gt;
* [[Zellerfelder Kunstgraben]]&lt;br /&gt;
* [[Silberhütter Kunstgraben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Revierwasserlaufanstalt Freiberg]] (RWA)&lt;br /&gt;
* [[Oberharzer Wasserregal]]&lt;br /&gt;
* [[Unterharzer Teich- und Grabensystem]]&lt;br /&gt;
* [[Wuhr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Georgius Agricola|Georg Agricola]]&lt;br /&gt;
   |Titel=De Re Metallica Libri XII&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Zwölf Bücher vom Berg- und Hüttenwesen&lt;br /&gt;
   |Verlag=Marixverlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
   |Datum=2006&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-86539-097-8&lt;br /&gt;
   |Sprache=la&lt;br /&gt;
   |Kommentar=unveränderter Nachdruck der Erstausgabe des VDI-Verlags 1928}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Lysann Petermann&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Rothschönberger Stolln&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Reihe Bergbauhistorie der Klosterregion Altzella&lt;br /&gt;
   |Ort=Reinsberg&lt;br /&gt;
   |Datum=2005&lt;br /&gt;
   |Kapitel=Die Grabentour&lt;br /&gt;
   |Seiten=2–12}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Herbert Pforr]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Ring Deutscher Bergingenieure|RDB e.&amp;amp;nbsp;V.]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Das erzgebirgische Kunstgrabensystem und die Wasserkraftmaschinen für Wasserhaltung und Schachtförderung im historischen Freiberger Silberbergbau&lt;br /&gt;
   |Reihe=Bergbau&lt;br /&gt;
   |NummerReihe=11&lt;br /&gt;
   |Verlag=Makossa&lt;br /&gt;
   |Ort=Essen&lt;br /&gt;
   |Datum=2007&lt;br /&gt;
   |Seiten=502–505&lt;br /&gt;
   |Online=[http://www.rdb-ev.de/zeitung07/07-11-502-505.pdf rdb-ev.de]&lt;br /&gt;
   |Format=PDF&lt;br /&gt;
   |KBytes=662&lt;br /&gt;
   |Abruf=2015-04-22}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Siegfried Sieber]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Zur Geschichte des erzgebirgischen Bergbaues&lt;br /&gt;
   |Verlag=Wilhelm-Knapp-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Halle (Saale)&lt;br /&gt;
   |Datum=1954&lt;br /&gt;
   |Seiten=135}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=[[Otfried Wagenbreth]]&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Eberhard Wächtler]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Der Freiberger Bergbau&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Technische Denkmale und Geschichte.&lt;br /&gt;
   |Auflage=2.&lt;br /&gt;
   |Verlag=Deutscher Verlag für Grundstoffindustrie&lt;br /&gt;
   |Ort=Leipzig&lt;br /&gt;
   |Datum=1988&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-342-00117-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wasserwirtschaft im Bergbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kanaltyp]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstgraben| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aagnverglaser</name></author>
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