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	<title>Kunstbaracke - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-26T22:04:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunstbaracke&amp;diff=2562305&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emmridet: +Koordinaten</title>
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		<updated>2024-02-17T18:26:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Koordinaten&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:BPK00588-Mehlbrücke, Mehlhaus, Kunstbaracke.jpg|mini|hochkant=1.5|Die Kunstbaracke (Mitte) befand sich zwischen dem [[Mehlhaus (Berlin)|Mehlhaus]] (links) und dem fünfgeschossigen Speichergebäude des [[Neuer Packhof (Berlin)|Neuen Packhofs]] (Mitte rechts) an der Nordwestspitze der [[Museumsinsel (Berlin)|Museumsinsel]]. Ganz rechts: Gebäude der Königlichen Büchsenmacherei am Kupfergraben.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunstbaracke&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auf der [[Alt-Berlin|Berliner]] [[Museumsinsel (Berlin)|Museumsinsel]] war ein Ausstellungsgebäude für [[zeitgenössische Kunst]], das zwischen 1875 und 1897 auf dem Gelände des heutigen [[Bode-Museum]]s bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Darstellung folgt den Angaben von L. Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Kunstausstellungen.&amp;#039;&amp;#039; In: Moritz von Reymond, Ludwig Manzel: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Pflaster: Illustrierte Schilderunger aus dem Berliner Leben.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1891. Insbesondere S. 176 und 178.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Berliner Kunstausstellungen in der Akademie ==&lt;br /&gt;
Seit 1786 fanden alljährlich im Herbst Ausstellungen der Berliner Künstler im &amp;#039;&amp;#039;kurfürstlichen Marstallgebäude auf der [[Dorotheenstadt]]&amp;#039;&amp;#039;, dem Gebäude der [[Preußische Akademie der Künste|Preußischen Akademie der Künste]] am Boulevard [[Unter den Linden]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Nicolai]]: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, Berlin 1786, S. 718.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Tradition endete aber 1875, da die bisher für die Ausstellungen genutzten Räume in der Akademie wegen deren Reorganisation fortan nicht mehr zur Verfügung standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Kunstbaracke ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kunstbaracke 1885 (Museumsinsel).jpg|mini|Das Innere der Kunstbaracke wurde durch die pultartig aufgesetzten Oberlichter beleuchtet. Im Vordergrund: die Mehlbrücke über den Kupfergraben.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kunstausstellungen wurden nun in ein eigens dafür neu errichtetes [[Fachwerk]]gebäude verlegt, das sich am „Kantianplatz“&amp;lt;!-- Zeitgenössische Fehlschreibung nach Gehör in einer nicht spezifizierten Quelle --&amp;gt; (erste und eigentliche Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Cantian Platz&amp;#039;&amp;#039;, nach [[Christian Gottlieb Cantian]]) hinter dem [[Neues Museum (Berlin)|Neuen Museum]] und den Gebäuden des [[Neuer Packhof (Berlin)|Neuen Packhofs]] an der nordwestlichen Spitze der Museumsinsel befand. Das Gebäude lag zwischen dem [[Mehlhaus (Berlin)|Mehlhaus]] der Bäckerinnung und einem Speichergebäude des benachbarten (noch von [[Karl Friedrich Schinkel]] erbauten) Neuen Packhofs. Es wurde zum Teil auf einem in den Grund der [[Spree]] getriebenen Pfahlrost gebaut und war als Provisorium konzipiert. Nach Aussagen von Zeitgenossen genügte es nur bescheidenen Ansprüchen. Es soll „mehr einem Lagerschuppen als einem Ausstellungsgebäude“ geglichen haben. Vom Künstlerwitz erhielt es deshalb auch bald den wenig schmeichelhaften Namen &amp;#039;&amp;#039;Kunstbaracke&amp;#039;&amp;#039;. In einem Adressbuch des Jahres 1880 wird es als &amp;#039;&amp;#039;Prov. Kunst-Ausstellungs-Gebäude&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Berliner Adressbuch|1880|1197|Cantian Platz|Teil=Teil 2|Seite=57}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zeitgenössischer Spaziergänger beschreibt seinen Eindruck der Anlage so:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Ein merkwürdig stiller entlegener Winkel ist der nördliche Zipfel der Spree Insel Alt-Kölln, der sogenannte Cantianplatz mit seinem mehr als bescheidenen Kunstasyl, das sich in seiner erzprosaischen Umgebung, eingepfercht zwischen Steueramt, Packhof, Mehlbrücke und Kupfergraben, sonderbar genug ausnimmt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Sidney: &amp;#039;&amp;#039;Berlin zu Wasser.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Reymond u.&amp;amp;#8239;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berliner Pflaster.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von W. Pauli, Berlin 1891, S.&amp;amp;nbsp;147&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außer drei etwas größeren Sälen enthielt die Kunstbaracke eine Reihe von parallelen [[Galerie (Architektur)|Galerien]], in denen immer nur eine der Wände durch die pultartig hoch aufgesetzten Oberlichter ausreichend beleuchtet wurde. Außerdem machte es die verhältnismäßige Schmalheit dieser Galerien dem Betrachter unmöglich, bei der Betrachtung der ausgestellten Bilder einen ausreichenden Abstand von der Bildwand zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kunstbaracke wurden von 1876 bis 1881 und 1884 die Akademie-Ausstellungen durchgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feuergefahr ==&lt;br /&gt;
Am 8. Dezember 1881 ereignete sich im [[Wien]]er [[Ringtheater]] eine schreckliche [[Ringtheaterbrand|Brandkatastrophe]] mit vielen Toten. Im darauf folgenden Jahr brannte es auch in der Berliner Hygiene-Ausstellung, wobei glücklicherweise (aber auch zufälligerweise) keine Opfer zu beklagen waren. Diese Ereignisse riefen allen Verantwortlichen in Berlin die immensen Gefahren von Großveranstaltungen in feuergefährdeten Gebäuden ins Bewusstsein. 1882 unterblieb deshalb die traditionelle Jahres-Ausstellung der Berliner Künstler, weil der Notbau der Kunstbaracke als zu feuergefährdet eingeschätzt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1883 verlegte man die sonst traditionell im Herbst abgehaltene Akademieausstellung in den Mai und Juni, um die noch nicht in Betrieb genommenen Räume des neuen riesenhaften [[Polytechnikum]]s an der Charlottenburger Allee für diesen Zweck nutzen zu können. Da sich diese Räumlichkeiten allerdings als völlig ungeeignet herausstellten, wagte man es im Folgejahr 1884 doch noch einmal, die Ausstellung in der Kunstbaracke durchzuführen. Hier wurden dafür einige bauliche Feuerschutzmaßnahmen durchgeführt. Danach gab man diesen Ausstellungsort ganz auf und ließ die Kunstausstellung 1885 aus Mangel an geeigneten feuersicheren Räumlichkeiten ganz ausfallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1886, zum hundertjährigen Jubiläum der Kunstausstellungen, war man entschlossen, das Ereignis in einem gebührenden Rahmen zu feiern. Mit großem Aufwand wurde deshalb ein Glaspalast auf dem [[ULAP|Ausstellungsgelände]] am [[Berlin Lehrter Bahnhof|Lehrter Bahnhof]] in Moabit für die Erfordernisse einer Internationalen Kunstausstellung umgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abriss der Kunstbaracke ==&lt;br /&gt;
Die funktionslos gewordene Kunstbaracke wurde einige Zeit danach im Zusammenhang mit den vorbereitenden Maßnahmen für die Erweiterung des Museumsareals auf der Museumsinsel und dem Bau des &amp;#039;&amp;#039;Kaiser-Friedrich-Museums&amp;#039;&amp;#039; (heute: [[Bode-Museum]]) abgerissen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Nicolai]]: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibung der Königlichen Residenzstädte Berlin und Potsdam, aller daselbst befindlicher Merkwürdigkeiten, und der umliegenden Gegend.&amp;#039;&amp;#039; (4 Bände). Berlin 1786.&lt;br /&gt;
* L. Pietsch: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Kunstausstellungen.&amp;#039;&amp;#039; In: Moritz von Reymond, Ludwig Manzel: &amp;#039;&amp;#039;Berliner Pflaster: illustrierte Schilderunger aus dem Berliner Leben.&amp;#039;&amp;#039; Verlag Dr. W. Pauli, Berlin 1891.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=52/31/18/N|EW=13/23/41/E|type=landmark|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1870er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1890er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Preußen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsinsel (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bode-Museum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ausstellungsbau]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emmridet</name></author>
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