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	<title>Kunkellehen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T09:30:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kunkellehen&amp;diff=182678&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RudolfinetheFree: Satz verbessert (auch Grammatik korrigiert) und auf sonst übliche Rolle von Frauen hingewiesen.</title>
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		<updated>2025-06-30T15:59:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Satz verbessert (auch Grammatik korrigiert) und auf sonst übliche Rolle von Frauen hingewiesen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kunkellehen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;  ({{laS|feudum femininum}}) versteht man ein [[Lehen]], das entweder an eine Frau verliehen oder (bei Fehlen männlicher Erben) auch in weiblicher Linie vererbbar war. Neben &amp;#039;&amp;#039;Kunkellehen&amp;#039;&amp;#039; finden sich auch gelegentlich die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Weiberlehen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Schleierlehen&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Spindellehen&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Spilllehen&amp;#039;&amp;#039;. Das entsprechende [[Patrilinearität|patrilineare]] Gegenstück des Kunkellehens nennt man [[Mannlehen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
In aller Regel waren Lehen im Mittelalter [[Mannlehen]], da sie mit einer Pflicht zu Kriegsdienstleistung verbunden waren, und nur in Ausnahmefällen erfolgte, wenn eine [[Deutscher Adel|Adelsfamilie]] im [[Mannesstamm]] ausstarb, ein Übergang des Lehens auf Erbinnen ([[Matrilinearität|matrilinear]] an Töchter und deren Nachfahren). Dies galt im [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]], einschließlich [[Reichsitalien]]s, ebenso wie in Frankreich, England und den anderen nordeuropäischen Staaten. Zwar war es seit dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert möglich, Lehen an Frauen auszugeben, doch blieb dies stets im Widerspruch zum Idealbild des Lehenswesens als [[ritter|ritterlichen]], männlichen Aufgabenbereich, in welchen Frauen durch Eheschließung ihre Rolle einnahmen. Man nannte Weiberlehen daher auch &amp;#039;&amp;#039;feuda impropria&amp;#039;&amp;#039; („uneigentliche“, d.&amp;amp;nbsp;h. von der Regel abweichende Lehen).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mittelalter-lexikon.de/wiki/Kunkellehen Kunkellehen] im Mittelalter-Lexikon&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Adel#Spanien|spanischen]] oder [[Italienischer Adel|süditalienischen Adel]] hingegen konnten Lehen in aller Regel bei Aussterben des Mannesstammes einer Familie auch auf Töchter übergehen (und gleichzeitig auch die mit ihnen verbundenen [[Adelstitel]]). Im Reich handhabte man dies meist nur bei Reichslehen „von fürstmäßiger Größe“ ([[Fahnlehen]]) so, sie wurden in der Regel als Ausnahmen vom Mannlehnprinzip behandelt, die bei Aussterben des Mannesstammes der sie regierenden Familie an Töchter (manchmal die Älteste, manchmal an Erbengemeinschaften mehrerer Töchter) übergehen konnten, doch löste dies nicht selten Erbfolgestreitigkeiten aus. (Bekannte Fälle waren der [[Limburger Erbfolgestreit]] 1283–89 und der [[Limpurger Erbstreit]] ab 1690.) Die mit der Lehnsträgerschaft verbundenen Vasallendienste wie [[Heeresfolge|Heerfahrt]], [[Hoftag|Hoffahrt]] und [[Hofamt|Ehrendienste]] hatte die Lehnsträgerin dann durch Bevollmächtigte erbringen zu lassen. Wenn bei der Belehnung eines Mannes die weibliche Lehnserbfolge – anstatt der üblichen männlichen Sukzession – ausnahmsweise zugelassen war, sprach man vom &amp;#039;&amp;#039;feudum femineum ex pacto&amp;#039;&amp;#039; (vertragsgemäßem Frauenlehen), wenn Frauen direkt belehnt wurden von &amp;#039;&amp;#039;feuda feminea propria&amp;#039;&amp;#039; (eigentlichem Frauenlehen).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viel häufiger war aber der Lehnsheimfall und die anschließende Neuvergabe eines Mannlehens an einen Schwiegersohn oder Enkel (in weiblicher Linie) des letzten Lehnsträgers. Dem gingen auch öfters Erbschaftsverträge voraus.&amp;lt;ref&amp;gt;So trat etwa 1356 beim Aussterben der [[Grafen von Hohnstein]] ein Erbschaftsvertrag mit den [[Grafen von Schwarzburg]] in Kraft, der allerdings durch den [[Römisch-deutscher Kaiser|Kaiser]] als Lehnsherrn des Reichslehens bestätigt werden musste; so kam die [[Schloss Sondershausen|Herrschaft Sondershausen]] an die Schwarzburger.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf eine solche Belehnung gab es aber – anders als beim Kunkellehen – keinen Rechtsanspruch, sie stand im freien Ermessen des Lehnsherrn und hing von dessen Beziehung zum Neubelehnten ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu Lehnsbesitzen war das [[Allod]] (der Eigenbesitz) frei vererblich, auch an Töchter. Frühe erbrechtliche Regelungen finden sich in der &amp;#039;&amp;#039;[[Lex Salica]]&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;[[Lex Ripuaria]]&amp;#039;&amp;#039;, spätere im [[Sachsenspiegel]] von 1220–30. Der &amp;#039;&amp;#039;Kunkelteil&amp;#039;&amp;#039; ist vom Kunkellehen zu unterscheiden, darunter versteht man den Erbteil einer Frau am allodialen Landbesitz oder am Sach- bzw. Geldvermögen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtRechtswörterbuch|Kunkelteil|SpalteAb=|SpalteBis=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der männliche Erbteil daran wurde auch &amp;#039;&amp;#039;Schwerdteil&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Kunkellehen&amp;#039;&amp;#039; leitet sich von dem mittelhochdeutschen Wort &amp;#039;&amp;#039;kunkel&amp;#039;&amp;#039; (ahd. &amp;#039;&amp;#039;chuncla&amp;#039;&amp;#039;) her, womit ein [[Spinnrocken]] bezeichnet wurde. Die Kunkel wird hier zum Symbol des Weiblichen, da das [[Spinnen (Garn)|Spinnen]] eine typisch weibliche Tätigkeit war. Das Wort Kunkel selbst geht auf {{laS|conucula}} zurück, der Verkleinerungsform des lateinischen Wortes &amp;#039;&amp;#039;conus&amp;#039;&amp;#039; (Kegel).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{DtRechtswörterbuch|Kunkellehen|SpalteAb=|SpalteBis=}}&lt;br /&gt;
* {{Meyers Online|10|631|634|spezialkapitel=Lehnswesen |retrobID=110270}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DDB-Suche}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehnswesen]]&lt;/div&gt;</summary>
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