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	<title>Kumpf - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit dem Kumpf als Raummaß und Behälter; zu weiteren Bedeutungen gleicher Begriffe siehe [[Kumpf (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kumpf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Urgermanische Sprache|urgermanisch]] &amp;#039;&amp;#039;*kumpa-&amp;#039;&amp;#039; auch &amp;#039;&amp;#039;*kumba-&amp;#039;&amp;#039; „Gefäß, Maßgefäß“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{DtRechtswörterbuch|Kumpf|SpalteAb=|SpalteBis=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.koeblergerhard.de/germanistischewoerterbuecher/indogermanischeswoerterbuch/idgK.pdf |wayback=20081003070702 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-04-19 04:20:04 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet verschiedene [[Althochdeutsche Sprache|alt-]] und [[Mittelhochdeutsche Sprache|mittelhochdeutsch]]e [[Raummaß]]e sowie das (teilweise mit Wasser gefüllte) Behältnis zum Mitführen des [[Wetzstein]]s, siehe [[Kumpf (Köcher)]]. Ein Kumpf im ersten Sinne entsprach regional unterschiedlich zwischen 6, 8 und 10 Liter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.ruedesheim.de/stadtarchiv/pdf/de_stadtarchiv_2007_SN51_Vom_rechten_Mass.pdf |text= |archivebot=2019-04-19 04:20:04 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.s197410804.online.de/ABCLexikon.htm#K |wayback=20080506194948 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-04-19 04:20:04 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.regionalgeschichte.net/hauptportal/bibliothek/glossar/alphabet/m/muenzen-masse-und-gewichte.html |wayback=20080513230849 |text=Archivierte Kopie |archiv-bot=2019-04-19 04:20:04 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Abgeleitet ist die bereits im 15. Jahrhundert bekannte Bedeutung von [[Kump (Brunnen)|Kump]] als [[Trog (Behälter)|Brunnentrog]] auf dem [[Marktplatz (Städtebau)|Marktplatz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kumpf als kleineres Maß leitete sich vom Malter ab. Er galt für das sogenannte Frucht- und [[Getreidemaß]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Großherzogtum Hessen]] galt 1 [[Malter (Einheit)|Malter]] = 4 [[Simmer (Maßeinheit)|Simmer]] = 16 &amp;#039;&amp;#039;Kumpf&amp;#039;&amp;#039; = 64 [[Gescheid]] = 256 Mäschen = 64 [[Liter]].&amp;lt;ref&amp;gt;C. Bopp: &amp;#039;&amp;#039;Die internationale Maß-, Gewichts- und Münz-Einigung durch das metrische System.&amp;#039;&amp;#039; Julius Maier, Stuttgart 1869, S. [https://books.google.de/books?id=Nkc7AAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA118 118].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Linearbandkeramische Kultur ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schkeuditz Kumpf 2 02.jpg|mini|hochkant=1.25|Geflickter Kumpf, mit Pech und Intarsien im Šárka-Stil aus dem [[Bandkeramischer Brunnen Altscherbitz|Bandkeramischen Brunnen Altscherbitz]]]]&lt;br /&gt;
Ein häufiger Gefäßtyp der [[jungsteinzeit]]lichen [[Linearbandkeramische Kultur|Bandkeramischen Kultur]] wird von Archäologen als Kumpf bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Preuß: &amp;#039;&amp;#039;Das Neolithikum in Mitteleuropa 1,1.&amp;#039;&amp;#039; Weissbach 1998, S. 281–285&amp;lt;/ref&amp;gt; Es handelt sich um ein rundbodiges und henkelloses Gefäß. Es kann ritzverziert sein oder Knubben oder Griffwarzen tragen. Frühe Kümpfe sind flachbodig und leicht doppelkonisch&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Cladders, Die Tonware der ältesten Bandkeramik: Untersuchung zur zeitlichen und räumlichen Gliederung. Universitätsforschungen zur prähistorischen Archäologie 72. Bonn, Habelt&amp;lt;/ref&amp;gt;, spätere Formen meist rund. Von [[Carl Schuchhardt|Schuchardt]] wurde angenommen, dass die Form organischer [[Kalebasse]]n nachempfunden wurde, jedoch war der Flaschenkürbis zu dieser Zeit in Mitteleuropa unbekannt.&lt;br /&gt;
Intarsien sind eine für 5134 v. Chr. in einem Brunnen in [[Droßdorf (Gutenborn)|Droßdorf]] im [[Landkreis Leipzig]] nachgewiesene Kumpfverzierung. Dabei ist die Oberfläche des Gefäßes mit [[Birkenpech]] überzogen und in das Pech sind Reihen von Dreiecken aus Birkenrinde eingelegt, die sich zu Spiralen formen. Die Verzierung mit Pech (auch als Bemalung) ist typisch für den [[Šárka-Stil]], der nach einem [[Prag]]er Vorort benannt ist. Eine solche Verzierung ist auch von Gefäßen aus den Brunnen in [[Bandkeramischer Brunnen Altscherbitz|Altscherbitz]] und Eythra und aus Siedlungsfunden bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kumpf verschwindet mit dem Ende der [[Stichbandkeramik]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Funde ===&lt;br /&gt;
Einfache handgeformte Gefäße mit meist grob kugliger Form werden auch in anderen archäologischen Kulturen als Kumpf bezeichnet. So gehörten Kümpfe in der [[Merowingerzeit]] häufig zu den [[Grabbeigabe]]n in Kindergräbern, manchmal lassen sich in den Gefäßen noch Reste von Getreidebrei als Speisebeigabe nachweisen. Sie findet sich aber z.&amp;amp;nbsp;B. auch auf der [[Iberische Halbinsel|Iberischen Halbinsel]] in den ungeplünderten [[Antas von Poço da Gateira]] und in [[Farisoa I]] in der Region [[Monsaraz]] in [[Portugal]]. Eine unmittelbare Übernahme dieser Gefäßform scheint durch die [[Cerny-Kultur]] im [[Pariser Becken]] erfolgt zu sein, wo sich ein Kumpf in der Anlage von [[Balloy]]-Les Réaudins fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutiger Gebrauch in Dialekten ==&lt;br /&gt;
Im [[Odenwald|Odenwälder]] [[Dialekt]] ([[Odenwälderisch]]) kennt man den „Kummbe“ im Sinne eines [[Irdenware|irdenen]] [[Trinkgefäß]]es (z.&amp;amp;nbsp;B. „Kaffeekummbe“), im [[Ripuarische Dialekte|rheinischen Dialekt]] bezeichnet „Kump“, häufiger noch in der Verniedlichungsform „Kömpche“ bzw. „Kümpche“, ein Gefäß.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--Der Kumpf bezeichnet in Österreich auch das Gefäß, in dem der Kellner den [[Fleck]] aufbewahrt. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im [[Hunsrückisch]]en bezeichnet „Kump“ eine tiefe Schüssel und einen Vieh[[Trog (Behälter)|trog]].&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Walter Diener: &amp;#039;&amp;#039;Hunsrücker Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; M. Sändig, Niederwalluf 1971, (S. 147)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am [[Niederrhein]] steht „Komp“ ebenfalls für tiefe Schüssel.&amp;lt;ref&amp;gt;Herbert Ackermann: &amp;#039;&amp;#039;Grefrather Mundart-Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Verlag van Acken, Krefeld 2003, (S. 802)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die Wurzeln des Wortstammes scheinen bis auf die [[indogermanische Ursprache]] zurückzugehen, was bei der früher elementaren Bedeutung des Gegenstandes für das alltägliche Leben nicht verwundert. --&amp;gt;Für die [[Urgermanische Sprache|germanische Ursprache]] ist &amp;#039;&amp;#039;*kumpaz&amp;#039;&amp;#039; zu rekonstruieren; daneben ist (beruhend u. a. auf &amp;#039;&amp;#039;Kumme&amp;#039;&amp;#039; ‚tiefe Schale, Schüssel‘) noch eine Variante oder verwandte Bildung &amp;#039;&amp;#039;*kumbō&amp;#039;&amp;#039; anzusetzen. Dessen weitere Herkunft ist unsicher. Vielleicht besteht ein Zusammenhang mit altgriechisch &amp;#039;&amp;#039;kúmbos&amp;#039;&amp;#039; (maskulin), &amp;#039;&amp;#039;kúmbē&amp;#039;&amp;#039; (feminin) ‚Trinkgefäß, Schale‘.&amp;lt;ref&amp;gt;„[https://www.dwds.de/wb/etymwb/Kumpf Kumpf]“, in: Wolfgang Pfeifer et al., Etymologisches Wörterbuch des Deutschen (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, abgerufen am 9. November 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt; Möglicherweise handelt es sich um ein altes Lehnwort aus Südeuropa. Darüber hinaus bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;kumbha&amp;#039;&amp;#039; auch im [[Sanskrit]] den ‚Krug‘ (vgl. auch den Namen des hohen hinduistischen Feiertages [[Kumbh Mela]], übersetzt als ‚Fest des Kruges‘); dieses Wort lässt sich für die [[Indoiranische Sprachen|indoiranische Ursprache]] rekonstruieren und scheint ein uraltes [[Wanderwort]] zu sein, das auch in mehreren europäischen Zweigen der indogermanischen Sprachfamilie auftaucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert S. P. Beekes, Lucien van Beek (2010), &amp;#039;&amp;#039;Etymological Dictionary of Greek&amp;#039;&amp;#039; (Leiden Indo-European Etymological Dictionary Series; 10), Leiden und Boston: Brill, S. 802.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensbestandteil ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck hat sich in [[Süddeutsch]]land und in [[Österreich]] auch als [[Familienname]] erhalten; bekannt ist beispielsweise der österreichische Maler [[Gottfried Kumpf]]. Der Ortsname &amp;#039;&amp;#039;Kumpfmühle&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Kumpfmühl&amp;#039;&amp;#039; findet sich vor allem in Oberbayern häufig. Als Namensbestandteil tritt der Ausdruck bei den Literaten [[Michael Kumpfmüller]] und [[Hans Kumpfmüller]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Alte Maße und Gewichte]]&lt;br /&gt;
* [[Sester]]&lt;br /&gt;
* [[Gescheid]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes A. H. Potratz|Johannes A. Potratz]]: &amp;#039;&amp;#039;Vorgeschichtliche Gefäße&amp;#039;&amp;#039;. Wiederveröffentlichung durch das Helms-Museum, Hamburg 2000.&lt;br /&gt;
* Gerhard Köbler: [http://www.koeblergerhard.de/idgwbhin.html &amp;#039;&amp;#039;Indogermanisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;.] 3. Auflage. 2000.&lt;br /&gt;
* Joachim Preuß: &amp;#039;&amp;#039;Das Neolithikum in Mitteleuropa&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1. Weissbach 1998.&lt;br /&gt;
* indogermanisches etymologisches Wörterbuch. {{archive.org|indogermanisches02pokouoft}}&lt;br /&gt;
* [http://woerterbuchnetz.de/cgi-bin/WBNetz/wbgui_py?sigle=PfWB&amp;amp;mode=Karte&amp;amp;lemid=PK05824#XPK05824 &amp;#039;&amp;#039;Kumpf&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;Pfälzisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ur- und frühgeschichtliche Keramik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologische Fundgattung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maßbehälter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Altes Maß oder Gewicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volumeneinheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Getreidemaß (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hohlmaß (Früchte)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lebensmittelmaß (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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