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	<title>Kulturschaffender - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kulturschaffender&amp;diff=350577&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Katzenfan2k25: K</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;K&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}} &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kulturschaffende&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Sammelbegriff für alle die [[Kultur]] gestaltenden Personen wie etwa Künstler oder [[Theaterproduzent]]en. Der Begriff ist eine spätestens gegen Ende der 1920er Jahre entstandene Wortschöpfung, die besonders im kulturpolitischen Bereich verwendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Der Begriff „Kulturschaffende“ tauchte zuerst in den 1920er Jahren in der [[Kulturwissenschaft]] auf, später im [[Nationalsozialismus]] und unmittelbar nach dessen Ende auch in der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] sowie in der [[DDR]]. Er wird auch heutzutage verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den öffentlichen Diskurs ist der Begriff im Zusammenhang mit der Gründung der [[Reichskulturkammer]] im Jahr 1933 eingegangen. Zwar wird in dem Gesetz nicht explizit von „Kulturschaffenden“ gesprochen, doch schon am 18. August 1934, nach [[Paul von Hindenburg]]s Tod, sprachen sich deutsche bildende Künstler („Kunstschaffende“) im [[Aufruf der Kulturschaffenden]] zur [[Volksabstimmung über das Staatsoberhaupt des Deutschen Reichs|Volksbefragung]] über die Vereinigung des Reichspräsidenten- und Kanzleramts in der Person [[Adolf Hitler|Hitlers]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In totalitären Systemen war die Verwendung des Begriffs verbunden mit der Festlegung politisch gesellschaftlicher Aufgaben der „Kulturschaffenden“ zugunsten des jeweiligen Systems. So hieß es in der Begründung des Gesetzes über die Einrichtung der Reichskulturkammer im September 1937: „Die Aufgabe des Staates ist es, innerhalb der Kultur schädliche Kräfte zu bekämpfen und wertvolle zu fördern, und zwar nach dem Maßstab des Verantwortungsbewusstseins für die nationale Gemeinschaft. In diesem Sinne bleibt das Kulturschaffen frei. Wohl aber ist es […] notwendig, die Schaffenden auf allen ihren Gebieten unter der Führung des Reiches zu einer einheitlichen Willensgestaltung zusammenzufassen.“ Auch in dem von [[Hans Hinkel]] verfassten Geleitwort des 1937 erschienenen &amp;#039;&amp;#039;Handbuchs der Reichskulturkammer&amp;#039;&amp;#039; tauchte dieser Begriff auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelia Schmitz-Berning: &amp;#039;&amp;#039;Vokabular des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Seite Walter de Gruyter, Berlin 2007, S. 364–366.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1943 wurde durch [[Joseph Goebbels]] eine „Goebbels-Stiftung für Kulturschaffende“ ins Leben gerufen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv, Bestand NS 18/500, Digitalisat-Seite 19/96, Bekanntmachung „Künstlererholungsheime“; digitalisiert durch [invenio.bundesarchiv.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wilhelm Emanuel Süskind]] verzeichnete 1946 in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die Wandlung (Monatszeitschrift)|Wandlung]]&amp;#039;&amp;#039; den Begriff „Kulturschaffende“ im &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch des Unmenschen&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]] sah die im April 1949 verkündete &amp;#039;&amp;#039;Verordnung über die Erhaltung und die Entwicklung der deutschen Wissenschaft und Kultur[…]&amp;#039;&amp;#039; u.&amp;amp;nbsp;a. die Bereitstellung von zwei Erholungsheimen „für Wissenschaftler, Künstler und Kulturschaffende“ vor und legte zugleich deren Gegenleistung für solche Fürsorge fest: „Der Vorschlag […] für die Erhöhung der Aktivität der Kulturschaffenden, Schriftsteller und Künstler […] wird gebilligt.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Leipzig]]er [[Duden]] von 1951 versah das Stichwort „Kulturschaffende“ mit einer Fußnote: „sprachlich richtiger: der kulturell Schaffende“. Die Fußnote erschien in den folgenden Duden-Auflagen nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1990 rechnete die [[Gesellschaft für deutsche Sprache]] die Bezeichnung „Kulturschaffender“ zu den überlebensfähigen DDR-spezifischen Wörtern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aktuelle Diskussion und Begriffskritik ==&lt;br /&gt;
Erneut flammte die Diskussion um den Begriff 2018 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Matthies meint: Ist „Kulturschaffende“ ein Nazi-Wort? |Sammelwerk=Der Tagesspiegel Online |ISSN=1865-2263 |Online=https://www.tagesspiegel.de/politik/ist-kulturschaffende-ein-nazi-wort-3990577.html |Abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hintergrund ist die vermeintlich inklusive, da geschlechtsneutrale Formulierung. Auch während der [[COVID-19-Pandemie|Covid-19-Pandemie]] nahm die Verwendung zu, vordergründig um die Bedeutung des Kulturbereichs als „systemrelevant“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jan Eisel |url=https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw17-pa-kultur-691520 |titel=Deutscher Bundestag - Kulturschaffende durch Corona-Pandemie besonders stark betroffen |sprache=de |abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und Förderungen für die Branche einzufordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgende Auseinandersetzung mit der Begriffsgeschichte im Nationalsozialismus führten zu Kritik an der weiteren Nutzung von „Kulturschaffende“. Die Historikerin und Antisemitismusforscherin Isolde Vogel beleuchtete neben dem faktischen Hintergrund der Begriffsgeschichte in der nationalsozialistischen Reichskulturkammer auch die Verflechtungen zur NS-Ideologie, die sich sprachlich im Begriff niederschlug.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Isolde Vogel |url=https://kupf.at/zeitung/177/ideologie-des-schaffens/ |titel=Ideologie des Schaffens |werk= |hrsg=KUPFzeitung |datum=2021-03-24 |sprache=de |abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Begriff vermittelte Entindividualisierung von Künstlern und ihrem Werk als „Schaffende“ für die „[[Volksgemeinschaft]]“ und die „Unter- und Einordnung der Kulturwelt unter das kollektivistische Ziel des Nationalsozialismus“, so Vogel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=deutschlandfunkkultur.de |url=https://www.deutschlandfunkkultur.de/kulturschaffende-warum-dieser-begriff-eine-alternative-100.html |titel=&amp;#039;&amp;#039;Kulturschaffende&amp;#039;&amp;#039; - Warum dieser Begriff eine Alternative braucht |sprache=de |abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Und der Begriff beinhaltete auch den antisemitischen Ausschluss vermeintlich [[Entartete Kunst|entarteter Kunst]]: Letztlich spiegelt sich laut Vogel die Gegenüberstellung des „schaffenden“, „arischen“ Ideals in Abgrenzung zur „raffenden“ jüdischen Feind in der Intention und Anwendung des Begriffs zur NS-Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/2000125574320/warum-der-begriff-kulturschaffende-ns-belastet-ist |titel=Warum der Begriff „Kulturschaffende“ NS-belastet ist |sprache=de-AT |abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fr.de/meinung/kolumnen/kulturschaffende-entlassen-92177372.html |titel=„Kulturschaffende“ entlassen |datum=2023-03-28 |sprache=de |abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; „Kulturschaffende“ als Kollektivbegriff sei somit auch aktuell in Frage zu stellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Reaktion auf die Diskussion führte die [[Kulturplattform OÖ|Kulturplattform Oberösterreich]] 2021 einen Wettbewerb für einen alternativen Begriff aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kupf.at/zeitung/178/trommelwirbel/ |titel=Trommelwirbel! {{!}} KUPFzeitung |werk=KUPF OÖ - Kulturplattform Oberösterreich |sprache=de-DE |abruf=2023-06-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Audios ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.deutschlandfunk.de/matthias-heine-ueber-verbrannte-woerter-sprache-im-dienst-100.html Matthias Heine über „verbrannte Wörter“Sprache im Dienst der Propaganda]&amp;#039;&amp;#039;, [https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2019/07/16/wendepunkte%20verbrannte%20woerter%20matthias%20heine%20im%20dlf%2020190716%201741%20dd8e8e05.mp3 10.18 Minuten Audio-Version], [[Matthias Heine]] im Gespräch mit [[Stefan Koldehoff]], [[Deutschlandfunk]] 16. Juli 2019&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.deutschlandfunkkultur.de/kulturschaffende-warum-dieser-begriff-eine-alternative-100.html „Kulturschaffende“ Warum dieser Begriff eine Alternative braucht]&amp;#039;&amp;#039;, [https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2021/04/25/kulturschaffende%20warum%20dieser%20begriff%20eine%20alternative%20drk%2020210425%202336%20b695039a.mp3 5.42 Minuten Audio-Version], Isolde Vogel im Gespräch mit Gabi Wuttke, [[Deutschlandfunk Kultur]] 25. April 2021&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Dolf Sternberger]], [[Gerhard Storz]], [[Wilhelm Emanuel Süskind|W. E. Süskind]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus dem Wörterbuch des Unmenschen&amp;#039;&amp;#039;. dtv, München 1970, (ISBN 3-548-34335-X, neuere Auflage)&lt;br /&gt;
* Wilhelm Mensing: &amp;#039;&amp;#039;Kulturschaffende – oder: Der Verderb der Sprache ist der Verderb des Menschen&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Rockmusiker – Das Kulturmagazin des Deutschen Rockmusikerverbandes e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039; Juni 1991, S. 21 ff.&lt;br /&gt;
* [[Matthias Heine]]: &amp;#039;&amp;#039;Verbrannte Wörter. Wo wir noch reden wie die Nazis – und wo nicht&amp;#039;&amp;#039;. Duden, Mannheim 2019, ISBN 978-3-411-74266-0.&lt;br /&gt;
* Isolde Vogel, Ideologie des Schaffens. In: KUPFzeitung, 177 (2021), S. 11.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Kulturschaffenden in der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=1217352384}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beruf (Kunst und Kultur)| Kulturschaffender]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache des Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Katzenfan2k25</name></author>
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