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	<title>Kulanz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T20:07:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kulanz&amp;diff=325138&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Carol.Christiansen: Änderungen von 2003:F8:374C:FE00:9429:A792:AB64:913 (Diskussion) auf die letzte Version von Carol.Christiansen zurückgesetzt</title>
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		<updated>2022-03-09T21:28:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2003:F8:374C:FE00:9429:A792:AB64:913&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2003:F8:374C:FE00:9429:A792:AB64:913&quot;&gt;2003:F8:374C:FE00:9429:A792:AB64:913&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2003:F8:374C:FE00:9429:A792:AB64:913&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2003:F8:374C:FE00:9429:A792:AB64:913 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Carol.Christiansen&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Carol.Christiansen (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Carol.Christiansen&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kulanz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;ex gratia&amp;#039;&amp;#039;}}, „aus Gnade“) versteht man das [[Freier Wille|freiwillige]] Entgegenkommen zwischen [[Vertragspartner]]n im [[Geschäft (Wirtschaft)|Geschäftsverkehr]], ohne dass hierzu eine besondere [[Rechtspflicht]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Das Wort Kulanz ist auf {{frS|&amp;#039;&amp;#039;coulant&amp;#039;&amp;#039;}}, („gefällig“, „entgegenkommend“, „als Kaufmann keine Schwierigkeiten machend“) zurückzuführen.&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Hermann, &amp;#039;&amp;#039;Knaurs etymologisches Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1989, S. 281&amp;lt;/ref&amp;gt; Es tauchte im deutschen Sprachraum erstmals 1813 im Wörterbuch des [[Sprachforscher]]s [[Johann Heinrich Campe]] auf, der es noch mit „fließend“ etwa für eine Schreibart übersetzte.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=niQ-AAAAcAAJ&amp;amp;q=kulanz#v=onepage&amp;amp;q=kulant&amp;amp;f=false Johann Heinrich Campe, &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch zur Erklärung und Verdeutschung der unserer Sprache aufgedrungenen fremden Wörter&amp;#039;&amp;#039;, 1813, S. 233]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein deutsches Fremdwörterbuch übersetzte es 1841 mit „fließend, gefällig“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=cOJIAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA128&amp;amp;dq=kulanz+coulant&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=kulanz%20coulant&amp;amp;f=false Johann C. Schweizer, &amp;#039;&amp;#039;Fremdwörterbuch: zur Erklärung fremder Wörter und Redensarten&amp;#039;&amp;#039;, 1841, S. 128]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1844 erschien es in einem Kaufmanns-Lexikon.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludolph Schleier, &amp;#039;&amp;#039;Contor-Lexicon für deutsche Kaufleute&amp;#039;&amp;#039;, 1844, S. 141&amp;lt;/ref&amp;gt; Ab 1910 änderte sich die deutsche Schreibweise in „koulant“, ab 1951 in das heutige „kulant“.&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Mann/Eckhard Heftrich/Stephan Stachorski/Thomas Sprecher, &amp;#039;&amp;#039;Große kommentierte Frankfurter Ausgabe: 2. Buddenbrooks - Kommentar&amp;#039;&amp;#039;, 2002, S. 237, FN 19&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung im Alltag ==&lt;br /&gt;
=== Kaufvertrag ===&lt;br /&gt;
Die Kulanz ist kein [[Rechtsbegriff]], weil sie nicht zu den gesetzlichen Vertragspflichten gehört. Die Vertragspartner sind rechtlich lediglich verpflichtet, ihre Vertragspflichten zu erfüllen und dürfen ihre vertraglichen Rechte wahrnehmen. So ergibt sich beispielsweise aus dem [[Kaufvertrag (Deutschland)|Kaufvertrag]], dass der Verkäufer einer [[Sache (Recht)|Sache]] nach {{§|433|bgb|juris}} Abs. 1 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] verpflichtet ist, dem Käufer die Sache zu übergeben und das [[Eigentum]] an der Sache zu verschaffen. Der Verkäufer hat dem Käufer die Sache frei von [[Sachmangel|Sach-]] und [[Rechtsmangel|Rechtsmängeln]] zu verschaffen. Der Käufer wiederum ist nach § 433 Abs. 2 BGB verpflichtet, dem Verkäufer den vereinbarten [[Kaufpreis]] zu zahlen und die gekaufte Sache abzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wünscht nun mindestens einer der Vertragspartner vom anderen außerhalb dieser Vertragspflichten eine besondere Leistungshandlung, kann er dies nur auf dem Kulanzwege erreichen. Hierzu gehört der [[Umtausch]] einer an sich mängelfreien Ware (etwa in eine andere Farbe), der gesetzlich nicht vorgesehen ist und deshalb vom Verkäufer aus Kulanzgründen vorgenommen werden kann. Der Wunsch des Käufers beruht auf keinem Rechtsanspruch, das Entgegenkommen stellt keine Rechtspflicht dar. Auch die Rücknahme einer mängelfreien Ware wegen [[Kaufreue]] des Kunden (der Kunde bereut den Kauf) ist ein Fall der Kulanz. Sind [[Gewährleistung]]sfristen abgelaufen, hat der Kunde normalerweise keine Ansprüche mehr; wenn der [[Unternehmer]] dennoch kostenlos eine [[Reparatur]] durchführt, liegt Kulanz vor. Die Akzeptanz einer vorzeitigen Rückzahlung noch nicht [[Fälligkeit|fälliger]] [[Bankguthaben]] oder [[Kredit]]e ist ebenfalls keine Rechtspflicht für [[Kreditinstitut]]e. Wird sie dennoch gestattet, geschieht dies aus Kulanzgründen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=WRXM4Nr-pVUC&amp;amp;pg=PA1194&amp;amp;dq=kulanz+konto&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=kulanz%20konto&amp;amp;f=false Peter Derleder/Kai-Oliver Knops/Heinz Georg Bamberger (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Handbuch zum deutschen und europäischen Bankrecht&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 1194]&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden fällige [[Forderung]]en (auch Kredite) durch die [[Kreditgeber]] [[Stundung|gestundet]] oder halten die Gläubiger still, kann auch darin Kulanz erblickt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versandhandel ===&lt;br /&gt;
Im [[Versandhandel]] ist der [[Verbraucher]] nicht mehr auf Kulanz angewiesen. Verbrauchern steht bei [[Fernabsatzvertrag|Fernabsatzverträgen]] ein [[Widerrufsrecht]] gemäß {{§|312g|bgb|juris}} Abs. 1 BGB zu, wobei die Widerrufsfrist als [[Ausschlussfrist]] 14 Tage beträgt ({{§|355|bgb|juris}} Abs. 2 BGB). Der [[Widerruf (Recht)|Widerruf]] muss vor der Rücksendung eindeutig erklärt werden (§ 355 Abs. 1 BGB), was per [[E-Mail]], [[Fax]] oder [[Brief]] erfolgen kann ({{§|356|bgb|juris}} Abs. 1 BGB). Die Rückzahlung des [[Kaufpreis]]es hat nach {{§|357|bgb|juris}} Abs. 3 BGB durch den [[Verkäufer]] ebenfalls innerhalb von 14 Tagen mit demselben [[Zahlungsmittel]] zu erfolgen, das auch der Käufer bei der [[Zahlung]] verwendet hat. Der Verbraucher trägt nach {{§|357|bgb|juris}} Abs. 6 BGB die unmittelbaren [[Versandkosten]] der Rücksendung der Waren, wenn der [[Unternehmer]] den Verbraucher von dieser Pflicht unterrichtet hat. Der Unternehmer kann sich aber auch bereiterklären, diese Kosten zu übernehmen (§ 357 Abs. 6 Satz 2 BGB). Der Verbraucher hat zudem [[Wertersatz]] für einen [[Wertminderung|Wertverlust]] der Ware zu leisten, wenn der Wertverlust auf einen Umgang mit den Waren zurückzuführen ist, der zur Prüfung der Beschaffenheit, der Eigenschaften und der Funktionsweise der Waren nicht notwendig war und der Unternehmer den Verbraucher über sein Widerrufsrecht unterrichtet hat (§ 357 Abs. 7 BGB). Keine Rücksendungsmöglichkeit gibt es gemäß {{§|312g|bgb|juris}} Abs. 2 Nr. 1-13 BGB insbesondere für nach [[Kundenauftrag]] individuell angefertigte Waren, schnell [[verderb]]liche Waren mit kurzem [[Verfalldatum]], [[Hygiene]]artikel mit nach der [[Ablieferung]] entfernter Versiegelung oder [[Tonträger]] (auch [[Software]]) mit entfernter Versiegelung u.&amp;amp;nbsp;a. Da aber diese Aufzählung [[Enumerationsprinzip|abschließend]] ist, berechtigen nicht aufgezählte Motive für die Rücksendung wie [[Kaufreue]] (der Käufer braucht die Ware doch nicht) oder der rechtlich unbeachtliche [[Motivirrtum]] zur [[Retoure]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Versicherungswesen ===&lt;br /&gt;
Im [[Versicherungswesen]] ist die Kulanzzahlung eine entgegenkommende Leistung des [[Versicherer]]s an den [[Versicherungsnehmer]], insbesondere im Zusammenhang mit der [[Schadenregulierung]]. Der Schadensanspruch des Versicherungsnehmers besteht im Regelfall dem Grunde nach, nur die Höhe ist streitig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=ptHNBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA504&amp;amp;dq=kulanz+ex+gratia&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=kulanz%20ex%20gratia&amp;amp;f=false Peter Koch, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Versicherungs-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 504]&amp;lt;/ref&amp;gt; Da generell hierbei eine Rechtspflicht zur Zahlung besteht, handelt es sich nicht um eine Kulanz im engeren Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Der Verzicht auf Kulanz ist keine [[Schikane]], weil der Verkäufer kein dem Käufer schadenbringendes Recht ausübt. Kulanz kann die [[Kundenbindung]] fördern, so dass [[Handelsbetrieb]]e beim Umtausch meist zur Kulanz bereit sind. Hierdurch können sie die [[Geschäftsbeziehung]] zum Kunden stabilisieren und [[Laufkundschaft]] möglicherweise zu [[Stammkunde]]n machen. Bei Kulanz haben [[Großkunde]]n Vorrang vor Laufkundschaft, Stammkunden werden gegenüber Laufkunden bevorzugt. Im [[Rechnungswesen]] führt die Kulanz im Regelfall zu keinen [[Kosten]], solange die zurückgenommenen Waren noch als neuwertig verkauft werden dürfen und nicht repariert werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kulanz}}&lt;br /&gt;
* [https://axel-schroeder.de/kulanz-definition-anwendung-controlling/ Axel Schröder: &amp;#039;&amp;#039;Kulanz – Definition, Anwendung &amp;amp; Controlling.&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4316681-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertragsrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kaufrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Carol.Christiansen</name></author>
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