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	<title>Kulak - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:50:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;IngaGottschalk: /* Rezeption */ Wikilink präzisiert: Transgenerationale Weitergabe (Historisches Trauma)</title>
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		<updated>2026-02-13T21:28:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption: &lt;/span&gt; Wikilink präzisiert: Transgenerationale Weitergabe (Historisches Trauma)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kulak&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{ruS|кулак}}, „Faust“) war im Russischen eine seit dem 19. Jahrhundert verwendete Bezeichnung für relativ wohlhabende [[Landwirt|Bauern]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de-ru.dict.cc/?s=Kulak Übersetzung auf dict.cc]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Manfred Hildermeier1184&amp;quot;&amp;gt;[[Manfred Hildermeier]], &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Sowjetunion 1917–1991&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München 1998, S. 1184. ([https://books.google.de/books?id=ZK02BInSAYoC&amp;amp;pg=PA1184&amp;amp;dq=Manfred+Hildermeier,+Geschichte+der+Sowjetunion&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_toc_r&amp;amp;cad=4#v=onepage&amp;amp;q=Kulak&amp;amp;f=false online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätestens nach der Jahrhundertwende bekam der Begriff einen [[pejorativ|abwertenden (pejorativen)]] Charakter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ManfredHildermeier292&amp;quot;&amp;gt;[[Manfred Hildermeier]], &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Sowjetunion 1917–1991&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München 1998, S. 292. ([https://books.google.de/books?id=ZK02BInSAYoC&amp;amp;pg=PA292&amp;amp;dq=Manfred+Hildermeier,+Geschichte+der+Sowjetunion&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_selected_pages&amp;amp;cad=3#v=onepage&amp;amp;q=Manfred%20Hildermeier%2C%20Geschichte%20der%20Sowjetunion&amp;amp;f=false online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der [[Oktoberrevolution]] von 1917 und im Rahmen der [[Zwangskollektivierung in der Sowjetunion|Zwangskollektivierung der Landwirtschaft]] von 1928 bis 1933 unter [[Josef Stalin]] wurde die Bedeutung des Begriffs „Kulak“ in der [[Agitation]] der [[Bolschewiki]] mehr und mehr auf alle selbstständigen Bauern ausgedehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Manfred Hildermeier1184&amp;quot; /&amp;gt; Diese Personen und ihre Angehörigen wurden im Rahmen der [[Entkulakisierung]] der Jahre 1929 bis 1932 als [[Klassenfeind]]e in [[Gulag|Arbeitslager]] deportiert oder erschossen. Wenige Jahre später wurden die Kulaken im Zuge des [[Großer Terror (Sowjetunion)|Großen Terrors]] erneut zu Hunderttausenden erschossen oder deportiert, insbesondere mit Hilfe des [[NKWD-Befehl Nr. 00447|NKWD-Befehls Nr. 00447]] – im [[Innenministerium der UdSSR|NKWD]]-Jargon auch &amp;#039;&amp;#039;Kulakenoperation&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kategorisierung der Landbevölkerung ==&lt;br /&gt;
Ein Dorfbewohner konnte im zaristischen Russland bzw. in der Sowjetunion im Laufe des Jahres mehrere Tätigkeiten ausüben: Während der Wachstumsperiode Bauer, im Winter [[Wanderarbeiter]] oder mit [[Heimarbeit]] beschäftigt, Handel treibend oder beim Nachbarn als [[Tagelöhner]] bei der Ernte helfend. Trotz Schwierigkeiten, überhaupt sinnvolle Kriterien für eine sozioökonomische Zuordnung zu finden, wurde von marxistischen Ökonomen und Statistikern eine Klasseneinteilung innerhalb der Dorfgesellschaft vorgenommen. Die standardisierte Nomenklatur unterschied die &amp;#039;&amp;#039;batraki&amp;#039;&amp;#039; (landlose Arbeitskräfte), die &amp;#039;&amp;#039;bednjaki&amp;#039;&amp;#039; (Bauern mit Landstücken, die nicht genügend Ertrag abwarfen) und die &amp;#039;&amp;#039;serednjaki&amp;#039;&amp;#039; (Mittelbauern). Auf der obersten Stufe dieser sozioökonomischen Einteilung rangierten die sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Kulaken&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Perspektive zeitgenössischer sowjetischer Marxisten, die sich mit den Verhältnissen auf dem Land befassten, galt der &amp;#039;&amp;#039;Kulak&amp;#039;&amp;#039; als Inhaber der größten ökonomischen Potenz. Der Begriff hatte dabei eine abwertende Bedeutung und sollte den „[[Ausbeutung|Ausbeuter]]“ auf dem Dorf markieren. Welches Kriterium einen Bauer jedoch zum &amp;#039;&amp;#039;Kulaken&amp;#039;&amp;#039; machte, blieb stets unklar, die Definition des Begriffs &amp;#039;&amp;#039;Kulak&amp;#039;&amp;#039; war „so verschwommen, dass sie nahezu auf jeden passte“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anne Applebaum]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Gulag&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Englischen von Frank Wolf. Siedler, München 2003, S. 87, ISBN 3-88680-642-1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Denkbar war beispielsweise der Verleih von Geräten und Zugpferden oder die Beschäftigung von Tagelöhnern – Phänomene, die im realen Dorfleben keineswegs nur auf die &amp;#039;&amp;#039;Kulaken&amp;#039;&amp;#039; zutrafen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hildermeier, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Sowjetunion 1917–1991&amp;#039;&amp;#039;, S. 292; Heinert, &amp;#039;&amp;#039;Feindbild ‚Kulak‘&amp;#039;&amp;#039;, S. 367–371.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zu dieser Kategorie gehörten höchstens eine halbe Million Wirtschaften; dies entsprach einer Anzahl von etwa drei Millionen Personen oder zwei Prozent aller Haushalte.&amp;lt;ref&amp;gt;Hildermeier, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Sowjetunion 1917–1991&amp;#039;&amp;#039;, S. 393.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mehrheit der Bauern waren sogenannte Mittelbauern (ca. 75 %), die häufig als Kulakenknechte bezeichnet wurden. Ihnen wurde die Hortung beziehungsweise das Verstecken von Getreide vorgeworfen – Maßnahmen, zu denen die hohen Zwangsabgaben und Besteuerungen der Einzelbauern führten. Der industrielle Aufbau des Landes erfolgte durch größtmögliche Auspressung fast aller Bauern. Trotz Getreideknappheit exportierte die Sowjetunion das Getreide, um sich so Maschinen und Werkzeuge kaufen zu können (sogenannte Hungerexporte). Die Bauern hatten also einen Großteil der gesellschaftlichen Kosten für die [[Industrialisierung der Sowjetunion]] zu zahlen. Die durch die Kollektivierung und Entkulakisierung maßgeblich mitausgelöste [[Hungersnot]] der Jahre 1932/33, vor allem der [[Holodomor]] in der Ukraine kostete nach Schätzungen der Historiker insgesamt (in Folge des Verhungerns, des Geburtenrückganges, der Krankheiten etc.) zwischen 5,5 und 6,5 Millionen Menschen das Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Angaben verschiedener Historiker zu den Opferzahlen variieren stark, hinreichend objektiv erscheint die hier angegebene Zahl. Für eine Auswertung s. Davies/Wheatcroft, The Years of Hunger: Soviet Agriculture, 1931–1933, S. 401.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Propaganda ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Вышибем кулаков из колхозов 1930.jpg|mini|hochkant|„Wir vertreiben die Kulaken aus den [[Kolchos]]en“ (Propagandaplakat aus dem Jahr 1930)]]&lt;br /&gt;
Während des [[Russischer Bürgerkrieg|Russischen Bürgerkrieges]] wehrten sich Bauern vermehrt gegen [[Getreide]][[requisition]]en. [[Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin]] deutete dies als „Kulakenaufstände“ und vermutete einen organisatorischen Zusammenhang mit nichtbolschewistischen sozialistischen Parteien und ausländischen [[Kapitalist]]en. Im August 1918 forderte er, sie mit äußerster Härte niederzuschlagen:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Diese [[Parasit|Blutegel]] saugten das Blut der Werktätigen und wurden um so reicher, je mehr der Arbeiter in den Städten und Fabriken hungerte. Diese [[Vampir]]e brachten und bringen den Boden der [[Gutsbesitzer]] an sich, sie zwingen die armen Bauern immer und immer wieder in [[Schuldknechtschaft]]. Erbarmungsloser Krieg gegen diese Kulaken! Tod ihnen! Hass und Verachtung den sie verteidigenden Parteien: den rechten [[Sozialrevolutionäre]]n, den [[Menschewiki]] und den heutigen [[Linke Sozialrevolutionäre|linken Sozialrevolutionären]]! Mit eiserner Faust müssen die Arbeiter die Aufstände der Kulaken niederschlagen, die mit fremdländischen Kapitalisten gegen die Werktätigen ihres Landes ein Bündnis schließen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Wladimir I. Lenin: [https://sites.google.com/site/sozialistischeklassiker2punkt0/lenin/1918/wladimir-i-lenin-genossen-arbeiter-auf-in-den-letzten-entscheidenden-kampf &amp;#039;&amp;#039;Genossen, Arbeiter! Auf in den letzten entscheidenden Kampf!&amp;#039;&amp;#039;], zitiert bei Klaus-Georg Riegel: &amp;#039;&amp;#039;Der Marxismus-Lenismus als „politische Religion“.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gerhard Besier]], [[Hermann Lübbe]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Politische Religion und Religionspolitik. Zwischen Totalitarismus und Bürgerfreiheit&amp;#039;&amp;#039;. Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2005, S. 27.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der ideologischen Kampagne gegen angebliche Kapitalisten wurden den Kulaken bald auch „Unter-“ und „Halbkulaken“ aus der Gruppe der Mittelbauern zugeordnet. Die Mittelbauern machten die große Masse der Dorfbevölkerung aus und produzierten das meiste Getreide. Letztlich wurde den Kulaken auch der größte Teil der Mittelbauern zugerechnet. Genaue Zuordnungskriterien für die Bezeichnung Kulak existierten zudem nicht. So wurde z.&amp;amp;nbsp;B. einerseits der Verleih von Arbeitsgeräten oder Zugvieh als entscheidend angesehen. Andererseits gab es Studien, die die Beschäftigung von Lohnarbeitern als ein entscheidendes Kriterium sahen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Manfred Hildermeier290ff&amp;quot;&amp;gt;[[Manfred Hildermeier]], &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Sowjetunion 1917–1991&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München 1998, S. 290 ff. ([https://books.google.de/books?id=ZK02BInSAYoC&amp;amp;pg=PA290&amp;amp;dq=Manfred+Hildermeier,+Geschichte+der+Sowjetunion&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_selected_pages&amp;amp;cad=3#v=onepage&amp;amp;q=Manfred%20Hildermeier%2C%20Geschichte%20der%20Sowjetunion&amp;amp;f=false online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Unterschied zwischen Kulaken und den Mittelbauern war nur graduell und wurde von den Bolschewiki willkürlich vorgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Alexander Heinert, &amp;#039;&amp;#039;Das Feindbild Kulak. Die politisch-gesellschaftliche Crux 1925–1930&amp;#039;&amp;#039;, in: Silke Satjukow und Rainer Gries (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Unsere Feinde. Konstruktionen des Anderen im Sozialismus&amp;#039;&amp;#039;, Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2004, S. 373&amp;lt;/ref&amp;gt; „In der Praxis entschied der Staat, wer Kulak war und wer nicht.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Timothy Snyder]]: &amp;#039;&amp;#039;Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-62184-0, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein örtlicher Parteichef sagte dazu: „Bei Plenarversammlungen des Dorf-Sowjets schaffen wir Kulaken, wie wir es für richtig halten.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Timothy Snyder: &amp;#039;&amp;#039;Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin&amp;#039;&amp;#039;, C.H. Beck, München 2011, ISBN 978-3-406-62184-0, S. 47.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als sich die Entkulakisierung, das heißt die staatliche Kampagne gegen angebliche oder echte Kulaken, immer stärker radikalisierte, galt auf dem Höhepunkt der Kollektivierung 1932 bereits geringfügiges landwirtschaftliches Eigentum wie zum Beispiel eine Kuh oder die Beschäftigung von [[Tagelöhner]]n oder [[Knecht]]en&amp;lt;ref name=&amp;quot;Vensky&amp;quot;&amp;gt;[https://www.zeit.de/wissen/geschichte/2010-02/stalin-enteignung-holodomor?page=all Hellmuth Vensky:&amp;#039;&amp;#039; Stalins Jahrhundertverbrechen&amp;#039;&amp;#039;], in: [[Die Zeit]] online, 1. Februar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Kulakentum und führte zu Zwangsmaßnahmen: zuerst höhere Abgaben, dann [[Enteignung]], schließlich [[Deportation]] in menschenleere Gebiete oder in den [[Gulag]]. Bei Zeichen von Widerstand gegen die Zwangsmaßnahmen der Bolschewiki war die [[Erschießung]] des Opfers vorgesehen. Oft wurden auch die Familienangehörigen der Betroffenen und sogar sogenannte Kulakensöldlinge, die &amp;#039;&amp;#039;Podkulatschniki&amp;#039;&amp;#039;, verfolgt. Damit konnte auch jeder Tagelöhner als „Kulakensöldling“ deportiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Stalin rief mit seiner Ende 1929 öffentlich formulierten Parole von der „[[Entkulakisierung|Liquidierung der Kulaken als Klasse]]“ zur gewaltsamen Repression des wohlhabenden Bauerntums auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe zum stalinistischen Aufruf zur „Liquidierung des Kulakentums“ und „Zerschlagung unserer Klassenfeinde auf dem Lande“ u.&amp;amp;nbsp;a. Oxana Stuppo: &amp;#039;&amp;#039;Das Feindbild als zentrales Element der Kommunikation im Spätstalinismus.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2007, S. 33; [[Ulf Brunnbauer]], Michael G. Esch, Holm Sundhaussen: &amp;#039;&amp;#039;Definitionsmacht, Utopie, Vergeltung: „ethnische Säuberungen“&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 124. Zum „Krieg gegen die Kulaken“ siehe u.&amp;amp;nbsp;a. [[Leonid Luks]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Russlands und der Sowjetunion. Von Lenin bis Jelzin&amp;#039;&amp;#039;, Pustet, Regensburg 2000, ISBN 3-7917-1687-5, S. 255; [[Nicolas Werth]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Staat gegen sein Volk. Gewalt, Unterdrückung und Terror in der Sowjetunion.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Stéphane Courtois]], Nicolas Werth, Jean-Louis Panné, Andrzej Paczkowski, Karel Bartosek, Jean-Louis Margolin. Mitarbeit: Rémi Kauffer, Pierre Rigoulot, Pascal Fontaine, Yves Santamaria, Sylvain Boulouque: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Schwarzbuch des Kommunismus]]. Unterdrückung, Verbrechen und Terror.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Kapitel „Die Aufarbeitung der DDR“ von [[Joachim Gauck]] und Ehrhard Neubert. Aus dem Französischen von Irmela Arnsperger, Bertold Galli, Enrico Heinemann, Ursel Schäfer, Karin Schulte-Bersch, Thomas Woltermann. Piper. München/Zürich 1998, ISBN 3-492-04053-5, S. 51–295 und 898–911, hier S. 165; [[Jörg Baberowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Der rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus.&amp;#039;&amp;#039; Deutsche Verlags-Anstalt, München 2003, ISBN 3-421-05486-X, S. 122. [[Robert Gellately]] schreibt: „Das war eine Kriegserklärung an die dörfliche Gesellschaft“ (Robert Gellately: &amp;#039;&amp;#039;Lenin, Stalin und Hitler: drei Diktatoren, die Europa in den Abgrund führten&amp;#039;&amp;#039;. Bergisch Gladbach 2009, S. 237).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Eine positive Wertung der Maßnahmen gegen die „Kulaken“ ist in dem Frühwerk von [[Michail Alexandrowitsch Scholochow|Michail Scholochow]] &amp;#039;&amp;#039;[[Neuland unterm Pflug]]&amp;#039;&amp;#039; aus dem Jahr 1932 enthalten. In späteren sowjetischen Romanen kommt das Schicksal der „Kulaken“ wieder vor und spielt dort die Rolle eines [[Trauma (Psychologie)#Transgenerationale Weitergabe (Historisches Trauma)|kollektiven Trauma]]s: so z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Tschingis Aitmatow]]: &amp;#039;&amp;#039;Ein Tag länger als das Leben&amp;#039;&amp;#039; (1980) und bei [[Jewgeni Alexandrowitsch Jewtuschenko|Jewgeni Jewtuschenko]]: &amp;#039;&amp;#039;Wo die Beeren reifen&amp;#039;&amp;#039; (1981).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Junge [[Pawel Trofimowitsch Morosow|Pawlik Morosow]], der seinen eigenen Vater als Kulaken denunzierte und daraufhin angeblich von Verwandten ermordet wurde, wurde lange Zeit der sozialistischen Jugend als Vorbild und Held präsentiert. [[Pionierorganisation Wladimir Iljitsch Lenin|Lenin-Pioniere]] wurden an seinem Beispiel aufgefordert, selbst ihre Eltern zu überwachen und Verdächtiges den Behörden zu melden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Anne Applebaum]]: &amp;#039;&amp;#039;Roter Hunger – Stalins Krieg gegen die Ukraine&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzt von Martin Richter. Siedler, München 2019. ISBN 978-3-8275-0052-6.&lt;br /&gt;
* [[Robert Conquest]]: &amp;#039;&amp;#039;The Harvest of Sorrow. Soviet Collectivization and the Terror-Famine.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, Oxford 1986, ISBN 0-19-505180-7 (englisch, deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Ernte des Todes&amp;#039;&amp;#039;. Stalins Holocaust in der Ukraine 1929–1933, [[Ullstein Verlag|Ullstein TB]] 33 138, Frankfurt am Main / Berlin 1991, ISBN 3-548-33138-6).&lt;br /&gt;
* Alexander Heinert: &amp;#039;&amp;#039;Das Feindbild Kulak. Die politisch-gesellschaftliche Crux 1925–1930.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Silke Satjukow]], Rainer Gries (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unsere Feinde.&amp;#039;&amp;#039; Konstruktionen des Anderen im Sozialismus. Leipziger Universitätsverlag, Leipzig 2004, ISBN 978-3-937209-80-7, S. 363–386.&lt;br /&gt;
* [[Dmitri Antonowitsch Wolkogonow|Dimitri A. Wolkogonow]]: &amp;#039;&amp;#039;Lenin. Utopie und Terror.&amp;#039;&amp;#039; (Aus dem Russischen übersetzt von Markus Schweisthal). Econ, Düsseldorf / Wien / New York / Moskau 1996, ISBN 3-430-19828-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4263227-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Sowjetunion)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stalinismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schimpfwort (Person)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agrargeschichte (Russland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Personenbezeichnung (Landwirtschaft)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;IngaGottschalk</name></author>
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