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	<title>Kuhwaldsiedlung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T03:45:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kuhwaldsiedlung&amp;diff=1038069&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)</title>
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		<updated>2025-02-23T09:45:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie (https://www.duden.de/rechtschreibung/e__V_)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kuhwaldsiedlung Frankfurt-Bockenheim + Platz Friedrich-Naumann-Straße + Dreifaltigkeitskirche.JPG|mini|Siedlungsmitte (Friedrich-Naumann-Straße). Im Hintergrund der Turm der [[Dreifaltigkeitskirche (Frankfurt am Main)|Dreifaltigkeitskirche]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuhwaldsiedlung Frankfurt-Bockenheim + Funckstraße.JPG|mini|1950er-Jahre-Bauten (Funckstraße)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kuhwaldsiedlung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Siedlung (Städtebau)|Wohnsiedlung]] im [[Frankfurt am Main|Frankfurter]] Stadtteil [[Frankfurt-Bockenheim|Bockenheim]], die nach einem ehemals dort befindlichen Wald benannt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Erschließung ==&lt;br /&gt;
Die Kuhwaldsiedlung umfasst eine Fläche von knapp 25 Hektar und liegt im südlichen Bockenheim westlich des [[Messe Frankfurt|Messegeländes]], nördlich des [[Europaviertel (Frankfurt am Main)|Europaviertels]], östlich des [[Frankfurt-Rebstock|Rebstockviertels]] und südlich des Quartiers Bockenheim-Süd. Sie wird begrenzt von der Theodor-Heuss-Allee im Norden, die in die [[Bundesautobahn 648]] mündet, der Philipp-Reis-Straße im Osten und von den Straßen Am Dammgraben im Süden und Am Römerhof im Westen. Diese vier Straßen binden die Kuhwaldsiedlung an das überörtliche Straßennetz an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die innere Erschließung erfolgt über die in Ost-West-Richtung verlaufenden Straßen Funckstraße und Philipp-Fleck-Straße. Quer dazu verlaufen die Anwohnerstraßen Friedrich-Naumann-Straße, Tornowstraße, Müllerstraße, Odrellstraße, Wicker-Frosch-Straße, Parrotweg, Scherbiusstraße, Manskopfstraße und An den Katharinenhöfen. Die meisten Straßen der Kuhwaldsiedlung wurden nach bedeutenden Frankfurtern benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die [[Straßenbahn Frankfurt am Main#Rebstockstrecke (17)|Straßenbahn-Linie 17]] und die Haltestelle Leonardo-da-Vinci-Allee ist die Kuhwaldsiedlung an den [[Öffentlicher Personennahverkehr|Öffentlichen Personennahverkehr]] angebunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die [[Flur (Gelände)|Flur]] Kuhwald bildete im Mittelalter ein Grenzgebiet der Bockenheimer [[Gemarkung]], das in die Frankfurter Gemarkung zwischen Galgenfeld und Hellerhöfer Feld leicht nach Süden vorgeschoben hineinragte. Die Grenze bildete der Dammgraben, an dem seit Ende des 14. Jahrhunderts die [[Frankfurter Landwehr]] entlangführte. Bockenheim, das 768/78 erstmals erwähnt wurde, gehörte zur [[Grafschaft Bornheimer Berg]] und fiel 1481/84 an die [[Grafschaft Hanau|Herren von Hanau]], 1735 an deren Erben, die [[Landgrafschaft Hessen-Kassel|Landgrafen von Hessen-Kassel]]. Der Kuhwald wurde 1817 gerodet. Seit Eröffnung der [[Taunus-Eisenbahn|Taunusbahn]] zwischen Frankfurt und Wiesbaden im Jahr 1839 wurde das Areal um den Kuhwald zunehmend von Eisenbahngleisen durchzogen. Nachdem Bockenheim im Jahr 1895 nach Frankfurt eingemeindet worden war, drang auch die Industrie vor. Im weiteren Umfeld entstanden mit der 1908 eröffneten [[Festhalle (Frankfurt am Main)|Festhalle]] das spätere Messegelände und mit dem Aufkommen der Luftschifffahrt seit der ersten Landung eines [[Zeppelin]]s anlässlich der &amp;#039;&amp;#039;[[Internationale Luftschiffahrt-Ausstellung Frankfurt 1909|Internationalen Luftschiffahrt-Ausstellung Frankfurt 1909]]&amp;#039;&amp;#039; der Flughafen am Rebstock, der 1936 aus Kapazitätsgründen in den [[Frankfurter Stadtwald]] umzog.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der großen Wohnungsnachfrage nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurden von der Stadt Frankfurt mehrere Siedlungsflächen ausgewiesen. Davon war eine im Süden Bockenheims nördlich des [[Frankfurt (Main) Hauptgüterbahnhof|Hauptgüterbahnhofs]] im Bereich des ehemaligen Kuhwalds geplant. Die Grundstücke gehörten der [[Weißfrauenkirche#Geschichte|Sankt Katharinen- und Weißfrauenstiftung]], die sie durch [[Erbbaurecht]] vergaben. Der Frankfurter Eisenbahnsiedlungsverein e.G., der Frankfurter Postsiedlungsverein e.G. und die Gemeinnützige Wohnungsbau Aktiengesellschaft Rhein-Main bauten die Kuhwaldsiedlung in der Zeit von 1919 bis 1922 als [[Reichsheimstätte]]. Dieses aus sozial- und bodenpolitischen Gründen geschaffene [[Rechtsinstitut]] schützte den Eigentümer einer Wohnimmobilie vor seinen [[Gläubiger]]n. Einer der großen Bauherrn, denen heute noch zahlreiche Gebäude gehören, ist der Eisenbahnsiedlungsverein. Er wurde im Mai 1919 als [[Wohnungsbaugenossenschaft]] für die „Beschaffung von Eigenheimen in der Umgebung Frankfurts“ gegründet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1926 und 1927 wurde die Bismarckallee in Richtung Rödelheim ausgebaut, die seit 1947 Rheingauallee und seit 1964 Theodor-Heuss-Allee heißt. 1933 entstand die Wiesbadener Straße als Zubringer zur Autobahn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kaum eine Siedlung in Frankfurt hat so stark unter den [[Luftangriffe auf Frankfurt am Main|Luftangriffen]] des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] leiden müssen wie die Kuhwaldsiedlung. Aufgrund der Nachbarschaft zum alten Flugplatz und zu den Bahngleisen wurde sie durch Bombenangriffe sehr stark zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1949 bis 1951 errichtete die Südwestdeutsche Wohnungsbaugesellschaft anstelle im Krieg zerstörter Häuser etwa 420 Wohnungen. Im Jahr 1957 wurde die Kirche [[St. Pius (Frankfurt am Main)|St. Pius]] eingeweiht, 1966 die Dreifaltigkeitskirche. Aufgrund von Verkehrsproblemen während der Messezeiten wurden die Straßen 1978 verkehrsberuhigt. Im Jahr 1984 wurde ein Lärmschutzwall entlang der Braunfelsstraße aufgeschüttet, um die Bewohner vor dem Verkehrslärm der Theodor-Heuss-Allee zu schützen. Ebenfalls 1984 wurden 128 Wohnungen des Postsiedlervereins in der Friedrich-Naumann-Straße und Scherbiusstraße umfassend saniert. Im Jahr 2004 wurden in der Straße An den Katharinenhöfen zwölf Einfamilienhäuser gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewohner ===&lt;br /&gt;
Von den etwa 2.500 Bewohnern vor dem Zweiten Weltkrieg konnten 1945 nur knapp 500 in die Siedlung zurückkehren. Einwohnerentwicklung:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jahr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bewohner&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|1950 || 1.800&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|1953 || 3.600&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|1956 || 4.600&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|1988 || 2.437&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|2002 || 2.354&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|2008 || 2.432&lt;br /&gt;
|-----&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bebauung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuhwaldsiedlung Frankfurt-Bockenheim + Friedrich-Naumann-Straße Süd.JPG|mini|Siedlerhäuser (Friedrich-Naumann-Straße)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kuhwaldsiedlung Frankfurt-Bockenheim + Scherbiusstraße.JPG|mini|Siedlerhäuser (Scherbiusstraße)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kuhwaldsiedlung war ursprünglich geprägt durch eine Bebauung mit Stilelementen des [[Historismus]]. Zwei- bis dreigeschossige Häuser mit [[Satteldach]] begleiten die Straßen als Reihen-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser. Vorgärten und [[anger]]förmige Aufweitungen gliedern die Straßen. Die rechtwinklig angeordneten Straßen erlauben eine wirtschaftliche Erschließung der Grundstücke und die Abstufung in Sammel- und Anliegerstraßen. Diese Eigenschaften weisen auch die später von [[Ernst May]] konzipierten Siedlungen des [[Neues Frankfurt|Neuen Frankfurt]] auf. Die Architektur der ursprünglichen Gebäude der Kuhwaldsiedlung ist jedoch nicht der [[Moderne (Architektur)|Moderne]] verpflichtet. Die Satteldächer geben den Häusern ein traditionelles Erscheinungsbild. Gestaltungselemente wie Fenster mit Klappläden charakterisierten die Gebäude. Die Größe vieler Grundstücke erlaubte Gärten, die auch zur Selbstversorgung geeignet waren. Seit der Zerstörung großer Teile der Kuhwaldsiedlung im Zweiten Weltkrieg sind zahlreiche Häuser umgebaut oder neu errichtet worden, so dass das ehemalige Erscheinungsbild verändert ist. Die Kuhwaldsiedlung umfasst insgesamt etwa 1.400 Wohnungen in 345 Gebäuden (Stand 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte der Siedlung befinden sich die evangelische [[Dreifaltigkeitskirche (Frankfurt am Main)|Dreifaltigkeitskirche]] in der Funckstraße und die katholische [[St. Pius (Frankfurt am Main)|St-Pius-Kirche]] in der Philipp-Fleck-Straße, denen jeweils ein Kindergarten angeschlossen ist. Zwei öffentliche Grünanlagen sorgen für Erholungs- und Spielplatzflächen. Die nächste Gesamtschule mit Grundschulzweig liegt mit der Georg-Büchner-Schule in der Pfingstbrunnenstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Die Kuhwaldsiedlung wird aufgrund ihrer abgeschiedenen Lage auch als „[[Mausefalle]]“, „[[Asterix#Schauplatz|gallisches Dorf]]“, „[[Idylle]] inmitten der Großstadt“, „[[Enklave]]“ oder „[[Insel]]“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans-Reiner Müller-Raemisch: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurt am Main. Stadtentwicklung und Planungsgeschichte seit 1945&amp;#039;&amp;#039;. Campus-Verlag, Frankfurt 1996&lt;br /&gt;
* Heinrich Ludwig: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Dorfes und der Stadt Bockenheim&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1940&lt;br /&gt;
* Institut für Stadtgeschichte: &amp;#039;&amp;#039;Sammlung Ortsgeschichte – Kuhwaldsiedlung, Zeitungsartikel und Pressemitteilungen seit 1945&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt&lt;br /&gt;
* Verein für Frankfurter Arbeitergeschichte e.&amp;amp;nbsp;V. / Helmut Becker: &amp;#039;&amp;#039;Es hat immer nur grad’ so gereicht …&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1986&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ein Streifzug kreuz und quer durch Bockenheim&amp;#039;&amp;#039;, Frankfurt 1979&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat|Kuhwaldsiedlung}}&lt;br /&gt;
* [https://www.fesv.de/ Eisenbahnsiedlungsverein]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Siedlung (Städtebau) in Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frankfurt-Bockenheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1920er Jahren|Frankfurt-Gallus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1950er Jahren|Frankfurt-Gallus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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