<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kuhhirtendenkmal</id>
	<title>Kuhhirtendenkmal - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kuhhirtendenkmal"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kuhhirtendenkmal&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-11T14:51:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kuhhirtendenkmal&amp;diff=867280&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gustav moenus: Ergänzung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kuhhirtendenkmal&amp;diff=867280&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-21T02:56:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ergänzung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bochum - Bongardstraße - Kuhhirtendenkmal 03 ies.jpg|mini|hochkant|Kuhhirtendenkmal an der Bongardstraße]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kuhhirtendenkmal&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde 1908 in [[Bochum]] am damaligen Markt errichtet. Es soll an die beschaulichen Zeiten Bochums als kleines Landstädtchen erinnern. Die Errichtung kann man als eine Reaktion auf die umwälzenden Ereignisse der vorangegangenen Jahrzehnte in der Stadt sehen. Im Allgemeinen wird der Kuhhirte „[[Fritz Kortebusch]]“, eigentlich Diederich Henrich Kortebusch, mit dem Denkmal in Verbindung gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vom Landstädtchen zur Industriestadt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bochum Ansicht 1840.jpg|mini|Blick von der Vöde auf das ländliche Bochum, zwischen 1830 und 1845]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Gartenlaube (1875) b 544.jpg|mini|Bochum als Industriestadt, das Stahlwerk Bochumer Verein, 1875]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch zum Beginn des 19. Jahrhunderts besaß fast jede [[Familie]] eine [[Hausziege|Ziege]], ein [[Hausschwein|Schwein]] oder eine [[Hausrind|Kuh]] zur Selbstversorgung. Diese wurden von [[Gemeindehirte|Hirten in städtischen Diensten]] jeden Tag zur [[Tränke]] an der Trankgasse und dem Schwanenmarkt geführt sowie dann den Tag über auf der &amp;#039;&amp;#039;[[Voede|Vöde]]&amp;#039;&amp;#039; ([[Allmende]] nördliche der Stadt) gehütet. Im Jahr 1841 gab es noch 194 Kühe, 238 Ziegen und Schweine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höfken&amp;quot;&amp;gt;Höfken, Günther, Zur Geschichte der Bochumer Vöde, in: Kleff, Bernhard (Hg.) [[Kortum-Gesellschaft Bochum|Vereinigung für Heimatkunde Bochum]]: Bochum – Ein Heimatbuch, Bochum 1930, Bd. 3, S. 5–19 ([https://www.kortumgesellschaft.de/id-3-heimatbuch-1930-zur-geschichte-der-bochumer-voede.html online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Für diese Arbeit hatte die Stadt mehrere Kuh- und Schweinehirten angestellt, dieses sind schon im [[Mittelalter]] erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Franz Darpe |Titel=Geschichte der Stadt Bochum |Verlag=Wilhelm Stumpf |Ort=Bochum |Datum=1894 |Seiten=89 |Online=https://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/hd/770318 |Abruf=2023-08-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Beruf gehörte zu den [[Unehrlicher Beruf|niederen Tätigkeiten]]. So ist 1737 erwähnt, dass die beiden Kuhhirten und der Schweinehirt nicht des Schreibens mächtig waren, um ihren Lohn zu quittieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Darpe, S. 365&amp;lt;/ref&amp;gt; In der städtischen Finanzaufstellung von 1835 wird aufgeführt: „Ausgaben 2085 Thlr. 19 Sgr. 5 Pf., nämlich Gehalt des Bürgermeisters 550 Thlr. Gehalt des Stadtsekretärs 200 Thlr. (…) Gehalt des Polizeidieners Potthoff 80 Thlr. (…) Gehalt der beiden Nachtwächter 40 Thlr. (…) Gehalt der Kuh- und Schweinehirten 4 Thlr. 17 Sgr. 1 Pfl (…)“.&amp;lt;ref&amp;gt;Darpe, S. 525&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Jahr 1844 werden vier Kuhhirten und ein Schweinehirte genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Darpe, S. 579&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemeindeweiden, unterteilt in Große und Kleine Vöde, zogen sich von den heutigen [[Schmechtingwiesen]] bis zu der heutigen Bahnstrecke an der Harpener Straße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Höfken&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Ruhrgebiet]] erlebte seit den 1860er Jahren ein explosionsartiges Wachstum. Auf ehemaliger Ackerfläche entstanden Zechen, Stahlwerke und Eisenbahnstrecken. Dadurch entstand ein großer Bedarf an Arbeitskräften. Aus allen Teilen der deutschen Länder zogen Menschen in das werdende Industriegebiet, darunter auch die sogenannten [[Ruhrpolen]] aus den [[Königreich Preußen|preußischen]] Ostgebieten. Bochum und die umliegenden Gemeinden des [[Amt Bochum (Provinz Westfalen)|Amtes Bochum]], die heute zum Stadtgebiet gehören, wuchsen um über das 20fache (1818: 11.781, 1858: 32.189, 1905: 283.000 Einwohner), die alte Stadt Bochum sogar um über das 30fache (1818: 2.107, 1858: 8.797, 1904: 75.228 Einwohner).&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Dodt und Alois Mayr, Zur Entwicklung und Struktur Bochums, in: Bochum im Luftbild - Festschrift zum 20-jährigen Bestehen der Gesellschaft für Geografie und Geologie Bochum e.V., Verlag Schöningh, Paderborn, 1976, ISBN 3-506-71228-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der entstehenden Großstadt behinderte der Viehtrieb nun eher den Tagesablauf. Das tagtägliche Schauspiel, dass zweimal am Tag 150 Kühe durch die engen Gassen Bochums mit dem wachsenden Häusermeer getrieben wurden, muss schon ein besonderes Bild gewesen sein:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Bis in das 6. Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts hinein trieben die Bochumer ihr Vieh auf die Vöhde, und es war nicht immer ein angenehmes Bild, welches sich dann in den engen Straßen der Stadt zeigte. Wenig an genehm war es auch, wenn der Hirt in der Morgenfrühe kräftig in’s Horn stieß, und manche Verwünschung mag der blasende Heerdenführer sich wohl von Denjenigen auf’s Haupt geladen haben, die gern noch länger auf weichem Lager die harten Sorgen und Arbeiten des Lebens verträumt hätten.&lt;br /&gt;
 |Autor=Max Seippel (1850–1913)&lt;br /&gt;
 |Quelle=&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Seippel, Max |Hrsg= |Titel=Bochum einst und jetzt. Ein Rück- und Rundblick bei der Wende des Jahrhunderts |Verlag=Rhein-westf. Verl. anst. |Ort=Bochum |Datum=1901 |ISBN=3-8196-0060-4 |Seiten=161 |Online=https://sammlungen.ulb.uni-muenster.de/hd/content/titleinfo/232887}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Voede auf dem Plan der Stadt Bochum, Stadtbauamt, 1897.jpg|mini|Die ehemalige Voede auf einen Stadtplan von 1897]]&lt;br /&gt;
Auch gab es nicht mehr so viele Besitzer von Tieren. Der Viehtrieb ist um 1870 / 1871 eingestellt worden. Der Verwaltungsbericht für das Jahr 1870 berichtet letztmals vom Auftrieb, es waren nur noch 46 Kühe und 40 Ziegen gewesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geographentag&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Helmut Croon |Hrsg=Gesellschaft für Geographie und Geologie Bochum E.V. |Titel=Studien zur Sozial- und Siedlungsgeschichte der Stadt Bochum |Sammelwerk=Bochum und das mittlere Ruhrgebiet - Festschrift zum 35. Deutschen Geographentag vom 8. bis 11. Juni 1965 in Bochum |Band=Heft 1 der Bochumer Geographischen Arbeiten |Auflage= |Verlag=Ferdinand Schöningh |Ort=Paderborn |Datum=1965 |Seiten=91}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ehemalige Vöde diente als Bauland für das [[Justizvollzugsanstalt Bochum|Gefängnis]], die Sportplätze und später das [[Ruhrstadion]] an der Castroper Straße, und das neue Villenviertel. Auf seiner Fläche entstand auch ab 1876&amp;lt;ref&amp;gt;Darpe, S. 583&amp;lt;/ref&amp;gt; der [[Stadtpark Bochum]]⁣ als zweiter kommunaler Park im Ruhrgebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das erste Kuhhirtendenkmal ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-2008-0312-501, Bochum, Kuhhirten-Denkmal.jpg|mini|hochkant|Das erste Denkmal um 1930]]&lt;br /&gt;
In den Zeiten dieses heute kaum vorstellbaren Umbruchs ist es nachvollziehbar, dass die eingesessenen Bochumer sich etwas wünschten, das an das nicht mehr existierende, beschauliche Landstädtchen erinnern sollte. Dies kam auch in anderen Städten vor, Beispiele dafür sind das [[Kiepenkerl (Münster)|Kiepenkerl-Denkmal]] in [[Münster]] oder der Bläserbrunnen in [[Dortmund]]. Durch die Initiative des Kaufmanns und Stadtverordneten August Hackert, Spross einer seit langem in Bochum beheimateten Familie, wurde in kleinem Kreise am 27. Oktober 1906 über die Errichtung eines Kuhhirten-Denkmals beraten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu den maschinengeschriebenen Text (4 S., ohne Jahr und Titel) zur Entstehung des ersten Kuhhirtendenkmals im Nachlass Küppers, Stadtarchiv Bochum N I / 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem genug Spenden gesammelt worden waren, gab der Magistrat der Stadt Bochum für das Denkmal den Auftrag als Reminiszenz an das verloren gegangene alte Bochum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Im Treugedenken an vergang’ne Zeit, / Die lange schon da hingeschwunden ist.&lt;br /&gt;
 |Autor=Max Seippel (1850–1913)&lt;br /&gt;
 |Quelle=&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Zur Errichtung des Hirtendenkmals in Bochum&amp;#039;&amp;#039;, in: Märkischer Sprecher Nr. 103 vom 2. Mai 1908.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das erste Kuhhirtendenkmal mit einer Reliefplatte entstand nach den Entwürfen von [[August Schmiemann]] aus Münster, welcher oben erwähnten Kiepenkerl geschaffen hatte. Der Kuhhirte fand seinen Platz auf dem Marktplatz, unweit der [[Propsteikirche St. Peter und Paul (Bochum)|Propsteikirche]]. Die Enthüllung erfolgte am 29. Mai 1908.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Enthüllung des Kuhhirten-Denkmals&amp;#039;&amp;#039;, in: Märkischer Sprecher Nr. 126 vom 30. Mai 1908.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Statue stellt einen Kuhhirten mit seinem [[Hirtenhund]] dar. Die Größe der Figur ohne Sockel war 2,20&amp;amp;nbsp;Meter. Das Material war [[Bronze]] und sehr genau im Detail modelliert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kunst&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Assel, Marina von |Titel=Kunst auf Schritt und Tritt in Bochum: Ein Führer zu moderner Kunst auf öffentlichen Straßen und Plätzen |Verlag=Studienverlag Brockmeyer |Ort=Bochum |Datum=1992 |ISBN=3-8196-0060-4 |Seiten=10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Reliefplatte war ebenfalls Bronze. Man konnte einen Hirten vor der Altstadtkulisse sehen, der seine Herde durch die Stadt treibt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hungerige&amp;quot;&amp;gt;Hansi Hungerige, Heiko Hungerige: &amp;#039;&amp;#039;Der Bochumer Kuhhirte Kortebusch - Dichtung und Wahrheit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kortum-Gesellschaft Bochum]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bochumer Zeitpunkte&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 40, Bochum 2019 ([https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/zeitpunkte/Zeitpunkte-40-2019OCR.pdf online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] im Jahr 1944 wurde die [[Engelbert-Brunnen|Statue des Grafen Engelbert]] zu Kriegszwecken demontiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Westfälische Rundschau, 25. April 1964&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Brinkmann |Titel=Graf Engelbert III. von der Mark und das Bochumer Maiabendfest : zur Wiedererrichtung des Graf-Engelbert-Denkmals am 29. April 1964 |Hrsg=Bochumer Maiabendgesellschaft 1388 e.V. |Verlag=Braun-Druck |Datum=1964}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da das Kuhhirtendenkmal zusammen mit dem Engelbert und dem Soldatendenkmal aus [[Gerthe (Bochum)|Gerthe]] auf dem Schrottplatz fotografiert wurden, dürfte sie das Schicksal zeitgleich ereilt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Hansi Hungerige, Heiko Hungerige: &amp;#039;&amp;#039;Der Bochumer Kuhhirte Kortebusch - Dichtung und Wahrheit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kortum-Gesellschaft Bochum]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Bochumer Zeitpunkte&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 40, Bochum 2019, S. 40 ([https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/zeitpunkte/Zeitpunkte-40-2019OCR.pdf online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Denkmäler wurden wahrscheinlich [[Metallspende des deutschen Volkes|eingeschmolzen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das zweite Kuhhirtendenkmal ==&lt;br /&gt;
Eine Nachgestaltung des Kuhhirtendenkmals schuf 1961 der Bochumer Bildhauer [[Walter Kruse (Künstler)|Walter Kruse]]. Als Vorlage diente eine alte Gipsfigur aus dem Münsterland, die ungefähr dem ursprünglichen Denkmal entsprach. Die Statue wurde danach neu geformt und wie der vorhergehende Kuhhirte in Bronze gegossen. Im Gegensatz zum Original war sie etwa 10&amp;amp;nbsp;cm kleiner. Die Ausgestaltung geschah nicht so detailreich, so fehlten unter anderem eine charakteristische Tasche mit Pfeife.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Assel, Marina von |Titel=Kunst auf Schritt und Tritt in Bochum: Ein Führer zu moderner Kunst auf öffentlichen Straßen und Plätzen |Verlag=Studienverlag Brockmeyer |Ort=Bochum |Datum=1992 |ISBN=3-8196-0060-4 |Seiten=54}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter großer Beteiligung der Bevölkerung weihte am 13. Januar 1962 Oberbürgermeister [[Fritz Heinemann (Politiker)|Heinemann]] das neue Denkmal ein. Der Standort liegt ein paar Meter von der Stelle des alten Denkmals entfernt. Bei der Planung, Errichtung und Einweihung des zweiten Denkmals hatte man sich unisono auf Fritz Kortebusch bezogen, was aber nicht den historischen Tatsachen entspricht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hungerige&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Historiker räumen mit Bochumer Legende des Kuhhirten auf&amp;#039;&amp;#039;, WAZ vom 11. Juni 2019 [https://www.waz.de/staedte/bochum/historiker-raeumen-mit-bochumer-legende-des-kuhhirten-auf-id226135673.html (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 4. März 1993 widmete man die Bezeichnung „Alter Markt“ in „Platz am Kuhhirten“ um.&amp;lt;ref&amp;gt;Stadt Bochum, Amt für Geoinformation, Liegenschaften und Kataster: Digitales Buch &amp;quot;Bochumer Straßennamen - Herkunft und Deutung, Stand 09/2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Denkmal ist vielen Bochumern bekannt, bei einer Leser-Umfrage der [[Westdeutsche Allgemeine Zeitung|Westdeutschen Allgemeinen Zeitung]] (WAZ) kam das Denkmal auf Platz eins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Boebers-Süßmann |url=https://www.waz.de/lokales/bochum/article402594289/waz-leser-haben-den-kuhhirten-am-liebsten.html |titel=Bochums Beste(s). WAZ-Leser haben den Kuhhirten am liebsten |werk=Onlineangebot waz.de |hrsg=FUNKE Medien NRW GmbH, Essen |datum=2011-11-22 |abruf=2025-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Legende „Kuhhirte Fritz Kortebusch“ ==&lt;br /&gt;
Das erste Denkmal sollte keine spezielle Person darstellen. In den ersten schriftlichen Quellen zu dem Denkmal gab es keine Angabe eines Namens. Aber schon bald setzte sich die allgemeine Meinung durch, dass es den langjährigen Kuhhirten [[Fritz Kortebusch]] verkörpere. Heimatliteraten übernahmen die Ansicht. Spätestens mit der Errichtung der zweiten Skulptur stand es im allgemeinen Gedächtnis der Stadt fest, dass die Statue der letzte Kuhhirte Kortebusch sei. Dieser Kuhhirte hieß allerdings Diederich Henrich Kortebusch. Und er starb 1866, ca. vier Jahre vor dem letzten Viehtrieb. Außerdem konnte sich in den 1930er-Jahren noch ein alter Bochumer an seinen Nachfolger Röber erinnern.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Ein 84jähriger erzählt - ‚Kortebusch war nicht der letzte Kuhhirte‘&amp;#039;&amp;#039;, Bochumer Anzeiger vom 28. März 1939 ([https://zeitpunkt.nrw/ulbms/periodical/zoom/6181382 online])&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Geschichte auch von Geschichten lebt, findet man in Bochum viele Hinweise, wo denn Kortebusch angeblich seinen Klaren kippte&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Boebers-Süßmann |url=https://www.waz.de/staedte/bochum/article7424683/im-brauhaus-rietkoetter-kippte-der-kuhhirte-seinen-klaren.html |titel=Bochum historisch. Im Brauhaus Rietkötter kippte der Kuhhirte seinen Klaren |werk=Onlineangebot waz.de |hrsg=FUNKE Medien NRW GmbH, Essen |datum=2012-12-26 |abruf=2025-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und andere Anekdoten. Die Details zu der quasi urbanen Legende wurden in den Bochumer Zeitpunkten Nr. 40 von Hansi und Heiko Hungerige untersucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Langlebigkeit der Legende zeigt sich bei der Berichterstattung der Lokalzeitung der WAZ im Frühling 2024. Die Kneipe „Zum Kuhhirten“, Drehort des Fußball-EM Quiz der ARD, wird in Artikeln mit Kortebusch in Verbindung gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Stahl/Lokalredaktion Bochum |url=https://www.waz.de/lokales/bochum/article406364201/em-kneipenquiz-in-bochum-so-kommen-fussballfans-an-karten.html |titel=Fußball-EM. EM-Kneipenquiz in Bochum startet: Das sind die ersten Promis |werk=Onlineangebot waz.de (Bezahlschranke) |hrsg=FUNKE Medien NRW GmbH, Essen |datum=2024-06-14 |abruf=2025-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Teils wurde das Denkmal auch als Fritz Kortemann bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Stahl/Lokalredaktion Bochum |url=https://www.waz.de/staedte/bochum/article241879384/Quiz-Talk-Promis-Kneipe-in-Bochum-kommt-bei-EM-gross-raus.html |titel=Live aus Bochum. Fußball-EM: Kneipe in Bochum wird Drehort für ARD-Quiz |werk=Onlineangebot waz.de (Bezahlschranke) |hrsg=FUNKE Medien NRW GmbH, Essen |datum=2024-04-03 |abruf=2025-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hansi Hungerige, Heiko Hungerige: &amp;#039;&amp;#039;Der Bochumer Kuhhirte Kortebusch – Dichtung und Wahrheit&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kortum-Gesellschaft Bochum]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Bochumer Zeitpunkte&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 40, Bochum 2019, S. 16–37 ([https://www.kortumgesellschaft.de/tl_files/kortumgesellschaft/content/download-ocr/zeitpunkte/Zeitpunkte-40-2019OCR.pdf online]).&lt;br /&gt;
* Jürgen Boebers-Süßmann: &amp;#039;&amp;#039;Fritz Kortebusch, der letzte Kuhhirte.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Do kass di drop verloten. Geschichten und Dönekes aus Bochum.&amp;#039;&amp;#039; Gudensberg: Wartberg-Verlag. 2006, ISBN 3-8313-1703-8, S. 17–19&lt;br /&gt;
* Dietmar Bleidick: &amp;#039;&amp;#039;Bochums letzter Kuhhirte?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bochum für Klugscheißer. Populäre Irrtümer und andere Wahrheiten.&amp;#039;&amp;#039; Essen: Klartext-Verlag. 2020, ISBN 978-3-8375-2205-1, S. 67&lt;br /&gt;
* Historische Zeitungsartikel zum Bochumer Kuhhirtendenkmal in der Roland-Datenbank (Genealogisch-Heraldische Arbeitsgemeinschaft Roland zu Dortmund e.V.) [https://tng.rolandgen.de/documents/Hungerige%20&amp;amp;%20Hungerige%20%282018%29%2C%20Historische%20Zeitungsartikel%20zum%20Bochumer%20Kuhhirten-Denkmal.pdf (online)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Schweinehirt und seine Herde]], Denkmal in [[Bremen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Kuhhirtendenkmal (August Schmiemann)|Kuhhirtendenkmal in Bochum|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.kortumgesellschaft.de/rundgang/kuhhirtendenkmal.html |titel=Der letzte Hirte |werk=Historischer Rundgang Bochum |hrsg=[[Kortum-Gesellschaft Bochum]] |datum=2006 |abruf=2024-06-11}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bochum.de/C125830C0038F229/vwContentByKey/W277PA2P693BOLDDE Stadt Bochum - &amp;#039;&amp;#039;Historische Porträts - Fritz Kortebusch&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51/28/54.9/N|EW=7/13/11.1/E|type=city|region=DE-NW}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=1167325931|VIAF=4063153775054161550002}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skulptur (Bochum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmal in Bochum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gustav moenus</name></author>
	</entry>
</feed>