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	<title>Kugelschreiber - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T04:55:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kugelschreiber&amp;diff=582148&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;JoeHard: Die letzte Textänderung von ~2026-24979-1 wurde verworfen und die Version 262164774 von Kuhni74 wiederhergestellt.</title>
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		<updated>2026-01-12T12:50:46Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2026-24979-1&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2026-24979-1&quot;&gt;~2026-24979-1&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/262164774&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/262164774&quot;&gt;262164774&lt;/a&gt; von Kuhni74 wiederhergestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:KuSchr.svg|mini|Kugelschreiber mit abnehmbarer Kappe]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ballpoint-pen-parts.jpg|mini|Druckknopf-Kugelschreiber (unten)&amp;lt;br /&amp;gt; zerlegt in Einzelteile (oben)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kugelschreiber&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kugelstift&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Schreibgerät]], das eine [[Tinte]]n&amp;lt;nowiki/&amp;gt;paste mittels einer [[Kugel]] auf [[Papier]] überträgt. Er geht auf Patente aus dem 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert zurück. Die [[Umgangssprache|umgangssprachliche]] Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kuli&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war ursprünglich eine Kurzform für den 1928 von &amp;#039;&amp;#039;[[Rotring]]&amp;#039;&amp;#039; entwickelten &amp;#039;&amp;#039;[[Tintenkuli]]&amp;#039;&amp;#039;, der allerdings keine Kugelspitze, sondern eine Röhrchenfeder besaß. Trotz des ähnlichen Klanges hat „Kuli“ also nichts mit „Kugel“ zu tun. Seit dem Bedeutungsverlust des &amp;#039;&amp;#039;Tintenkuli&amp;#039;&amp;#039; und dem Siegeszug des Kugelschreibers in den 1940er Jahren weltweit wird „Kuli“ im Deutschen allgemein für den Kugelschreiber benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich dem Kugelschreiber (engl. &amp;#039;&amp;#039;Ballpoint pen&amp;#039;&amp;#039;) ist der [[Tintenroller|Gelschreiber oder Tintenroller]] (engl. &amp;#039;&amp;#039;Rollerball pen&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsweise ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| align       = right&lt;br /&gt;
| Richtung    = vertical&lt;br /&gt;
| Kopfzeile   = Kugelschreiberspitze&lt;br /&gt;
| Breite      = 200&lt;br /&gt;
| center      = 1&lt;br /&gt;
| Bild1       = Macro Biro tip.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Kugel mit sichtbaren Tintenspuren&lt;br /&gt;
| Bild2       = Macro Biro writing2.jpg&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = beim Abrollen über das Papier&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kugelschreiber-und-Papier.ogg|mini|Makrovideo: schreibender Kugelschreiber (1,5&amp;amp;nbsp;MB)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kugelschreibgeräte bestehen aus zwei Teilen: einem Gehäuse mit Minenführung unterschiedlicher Bauart und einer Mine, welche das eigentliche Schreibgerät darstellt. Bei Kugelschreibern mit Kappe ist die Mine eingesteckt. Da die Minen genormt sind, wäre es zwar bei jedem zerlegbaren Kugelschreiber möglich, aufgebrauchte Minen auszuwechseln. Üblich ist dies jedoch nur bei höherwertigen Modellen.&lt;br /&gt;
Kugelschreiberminen bestehen aus mindestens drei Teilen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# einem Tintenreservoir, das aus einem Kunststoff- oder Metallröhrchen besteht, in welchem sich eine zähflüssige, konzentrierte Tintenpaste befindet.&lt;br /&gt;
# einer Schreibspitze, welche das Tintenröhrchen nach unten abschließt und die Kugelführung enthält. Diese besteht meist aus Messing oder rostfreiem Stahl.&lt;br /&gt;
# einer Schreibkugel, welche, um den Verschleiß gering zu halten, aus Hartmetall oder aus einem extrem harten keramischen Material (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Wolframcarbid]], im Aufdruck: „TC-Ball“) besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am oberen Ende ist das Tintenröhrchen üblicherweise offen, oder zumindest mit einem luftdurchlässigen Verschluss ausgestattet, damit die Luft das Volumen der verschriebenen Tinte ausgleichen kann. Um ein Eintrocknen der Tinte zu verhindern, schwimmt auf der Tinte eine Dichtungsmasse von gleicher Konsistenz, welche den direkten Kontakt mit der Luft unterbindet. Bei billigen Minen fehlt diese Dichtung, weshalb diese schneller austrocknen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Streicht der Kugelschreiber über das Papier, so dreht sich die Kugel, nimmt dabei auf ihrer dem Vorratsbehälter zugewandten Seite Tinte auf und gibt sie auf der anderen an das Papier ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewöhnliche Kugelschreiber müssen beim Schreiben mit der Spitze nach unten gehalten werden, weil die Tinte nur durch die Schwerkraft zur Schreibkugel befördert wird. Im Gegensatz zur dünnflüssigen Füllerhaltertinte wirken hier keine [[Kapillarkräfte]]. Es existieren allerdings spezielle Kugelschreiberminen, welche mit [[Stickstoff]] gefüllt unter Druck stehen. Zwischen der Tintenpaste und dem luftdicht verschlossenen Ende des Tintenröhrchens befindet sich ein Metallplättchen, welches wie ein Kolben die Tintenpaste in Richtung der Schreibspitze drückt. Dies ermöglicht es, auch kopfüber oder in der Schwerelosigkeit zu schreiben (siehe auch: [[Space Pen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach gewünschter Strichdicke hat die Kugel einen Durchmesser von 0,7 bis 1,4 Millimetern, bei besonders feinen Kugelschreibern, zum Beispiel in [[Japan]], auch von nur 0,2 Millimetern. Kugelschreibertinte ist wasserfest und häufig auch [[dokumentenecht]] nach ISO 12757-2. Daher lässt sie sich aus Textilien nur schlecht herauswaschen. Grundsätzlich gibt es Kugelschreibertinte in allen Farben. Am verbreitetsten sind blaue, schwarze und rote Tinte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Kugelschreibertinte auf dem Papier sehr schnell trocknet und wischfest wird, neigen Kugelschreiberspitzen nicht zum Eintrocknen und brauchen daher keine luftdichte Verschlusskappe wie Füllfederhalter. Durch die zähe Konsistenz und extreme Deckkraft der Tinte ist der Verbrauch so gering, dass Kugelschreiber von allen Schreibgeräten die höchste Schreibleistung ermöglichen. Einige Hersteller werben mit einer Schreibleistung ihrer Großraumminen von bis zu 10&amp;amp;nbsp;km oder 600 Briefseiten im DIN-A4-Format. Sowohl die Tinte von Kugelschreibern als auch die Schreiber selber sind ungiftig.&amp;lt;ref&amp;gt;Zentrum für Kinderheilkunde der Universität Bonn, [https://gizbonn.de/giftzentrale-bonn/vermeidung-von-vergiftungsunfaellen/ungefaehrliche-haushaltsmittel Informationszentrale gegen Vergiftungen,] abgerufen am 17. Februar 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
;Kugelschreiberminen-Arten&lt;br /&gt;
Kugelschreiberminen können je nach Bedürfnissen des Nutzers variieren. Die gängigsten drei Minentypen sind:&lt;br /&gt;
* Standardminen: Das sind die üblichen Kugelschreiberminen mit bis zu 11 km Schreiblänge.&lt;br /&gt;
* Soft-Minen: Diese Minen erlauben weicheres Schreiben, verbrauchen jedoch mehr Tinte und besitzen somit nur bis zu 5 km Schreiblänge.&lt;br /&gt;
* Tintenrollerminen: Diese Minen besitzen das weichste Schreibgefühl, sind jedoch kostspieliger als die anderen Minentypen. Ihre maximale Schreiblänge beträgt nur etwa 2 km.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hoerner-group.de/so-finden-sie-die-perfekte-kugelschreiberminen/ |titel=So finden Sie die perfekte Kugelschreiberminen |werk=Hörner |datum=2020-03-17 |sprache=de-DE |abruf=2022-02-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;{{Anker|Druckknopfkugelschreiber}}Druckknopfkugelschreiber&lt;br /&gt;
[[Datei:KugSchrPrinz.svg|mini|Funktionsprinzip des Druckknopf-Kugelschreibers. &amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;span style=&amp;quot;color:green&amp;quot;&amp;gt; eingerastet&amp;lt;/span&amp;gt; (eingedrückt); &amp;lt;span style=&amp;quot;color:red&amp;quot;&amp;gt; ausgerastet&amp;lt;/span&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die Mine bei den älteren [[Druckbleistift]]en lässt sich auch die Kugelschreibermine aus dem Gehäuse heraus und zurückschieben. Da sich ihre Länge im Gegensatz zur Bleimine nicht ändert (kein wiederholtes Anspitzen), dient ihr Zurückschieben zum geschützten Unterbringen im Gehäuse bei Nichtgebrauch. Der dafür meistens angewendete Mechanismus – ein [[Spannwerk (Getriebe)|Sperrspannwerk]] – ist im Prinzip von elektrischen [[Schalter (Elektrotechnik)|Druckschaltern]] mit Einraststellung oder anderen älteren Anwendungen (z.&amp;amp;nbsp;B. Verschlüsse an Türen) übernommen. Die Mine wird durch Betätigen des Druckstiftes am oberen Schreiber-Ende gegen Federkraft herausgeschoben, wonach sie beim Loslassen einrastet und herausgeschoben verharrt. Durch wiederholtes Betätigen wird die Rastung aufgehoben, und die Mine bewegt sich bei Loslassen mit Federkraft zurück ins Gehäuse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In elektrischen Druckschaltern gewährleistet meistens ein [[Schaltherz]] diesen Schaltmechanismus in vier Schritten. Im Unterschied zu diesem ist die Bewegung nicht nur hin- und hergehend, sondern im Kugelschreiber dreht sich ein Bauteil um seine Längsachse.&amp;lt;ref&amp;gt;Tec. Lehrerfreund: [https://www.lehrerfreund.de/technik/1s/kugelschreiber/3078 “Wie funktioniert eigentlich ein Kugelschreiber?”]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[[WDR]]: [https://www.wdrmaus.de/filme/sachgeschichten/kugelschreiber.php5 “Lach-und Sachgeschichten: Kugelschreiber”]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im rechts stehender Abbildung des Funktionsprinzips ist das eine umlaufende Kugel und im zweiten einleitenden Bild das Teil neben dem Druckknopf (Druckknopf und Gehäuse drehen sich nicht gegeneinander). Auch der Schaltmechanismus im Druckknopf-Kugelschreiber arbeitet in vier Schritten (1. bis 4. in nebenstehender Abbildung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits [[Galileo Galilei]] fertigte eine Skizze an, die eine Art Vorläufer des Kugelschreibers zeigt. Erste [[Patent]]e zu Schreibgeräten, die ihre eigene [[Tinte]] mitführen, gab es im 19. Jahrhundert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mz.de/lokal/merseburg/kuli-geschichte-brite-grundete-fabrik-2148104 &amp;#039;&amp;#039;Kuli-Geschichte: Brite gründete Fabrik&amp;#039;&amp;#039;.] [[Mitteldeutsche Zeitung|mz-web.de]], 29. März 2013, abgerufen am 4.&amp;amp;nbsp;Juni 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1888 erhielt der Amerikaner John J. Loud ein Patent auf ein kugelschreiberähnliches Gerät, mit dem man [[Leder]] markieren können sollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=392046| Code=A| Titel=Pen| A-Datum=1888-02-04| V-Datum=1888-10-30| Erfinder=John J. Loud}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gebürtige Ungar [[László József Bíró]] erfand, unterstützt von seinem Bruder Georg, in Budapest in achtzehnjähriger Entwicklungsarbeit die Grundform des heutigen Kugelschreibers mit Farbmine und rollendem Kügelchen in der Minenspitze zum Auftragen der Farbmasse auf das Papier. Die Idee soll er von spielenden Kindern erhalten haben: Deren Murmeln hinterließen eine feuchte Spur, nachdem sie durch eine Pfütze gerollt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/vor-80-jahren-wie-der-kugelschreiber-erfunden-wurde/22667016.html |titel=Vor 80 Jahren Wie der Kugelschreiber erfunden wurde |werk=tagesspiegel.de |abruf=2021-01-07 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein im Jahr 1938 erstmals in [[Ungarn]] erteiltes Patent ließ er am 27. Dezember 1938 in den USA als „Fountain Pen for Pulpy Ink“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=2265055| Code=A| Titel=Fountain pen for pulpy ink| A-Datum=1938-12-27| V-Datum=1941-12-02| Anmelder=Luis Lang| Erfinder=László Józef Biró}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (später „Ball Pen“) und 1943 in [[Argentinien]] erneuern, wohin er 1940 vor den [[Juden in Ungarn#Holocaust|Judenverfolgungen]] in Ungarn geflohen war. Er gründete dort das Unternehmen „Sylvapen“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tatsächliche Durchbruch für den Kugelschreiber kam mit dem britischen Geschäftsmann [[Henry George Martin]]. Er erkannte den Kugelschreiber als ideales Schreibwerkzeug für Flugzeugbesatzungen, das auch in großen Höhen funktioniert, ohne dabei zu klecksen.&amp;lt;ref&amp;gt;Anm. Es ist Abfall des Luftdrucks in der Kabine, der die Luft in Füllfedern – Füllhalter wie Patrone – sich ausdehnen lässt, was eventuell Tinte aus dem Reservoir drückt.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er kaufte Bíró die Patentrechte ab, gründete gemeinsam mit Frederick Miles im Jahr 1944 in [[Reading]] ([[Berkshire]], England) die erste Kugelschreiberfabrik der Welt und startete eine Serienproduktion. Im ersten Jahr seines Bestehens lieferte das Unternehmen 30.000 Kugelschreiber an die Royal Air Force.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Margarete Rehm |url=http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm10.html |titel=Information und Kommunikation in Geschichte und Gegenwart |hrsg=ib.hu-berlin.de |datum=2000-05-02 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150507021334/http://www.ib.hu-berlin.de/~wumsta/infopub/textbook/umfeld/rehm10.html |archiv-datum=2015-05-07 |abruf=2014-11-16 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juni 1945 wurde der amerikanische Geschäftsmann [[Milton Reynolds]] in [[Buenos Aires]] auf den Kugelschreiber aufmerksam. Er ließ die Technik in den USA nachbauen. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Reynolds’ Rocket&amp;#039;&amp;#039; wurden die Kugelschreiber noch im gleichen Jahr zu einem Verkaufserfolg in den USA, obwohl der Kugelschreiber rund eineinhalbmal so viel kostete wie eine Füllfeder. Wegen Qualitätsproblemen musste Reynolds jedoch tausende Exemplare zurücknehmen und ging 1951 in Konkurs. Die ersten Kugelschreiber wurden 1945 für 8,50&amp;amp;nbsp;[[US-Dollar]] verkauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Amerikanische Soldaten brachten nach 1945 die ersten Kugelschreiber mit nach Deutschland&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;[https://archive.org/details/wiemicharnoschmi0000leis/page/28/mode/1up]&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Horst Leisering |Titel=... wie mich Arno Schmidt einmal grüßte: Aus den Papieren eines Enthusiasten |Verlag=Aisthesis |Ort=Bielefeld |Datum=1994 |Seiten=28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. 1946 sah der Schriftsteller und Übersetzer [[Sigismund von Radecki]] nach seiner Übersiedlung von Hamburg in die Schweiz in einer Züricher Schreibwarenhandlung zum ersten Mal einen Kugelschreiber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; details=&amp;quot;[https://archive.org/details/wiemicharnoschmi0000leis/page/28/mode/1up]&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] begannen mehrere Unternehmen, Kugelschreiber zu produzieren, teilweise ohne die Patentrechte zu besitzen. Das deutsche Unternehmen [[Schneider Schreibgeräte|Schneider]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.schneiderpen.de Geschichte der Schneider-Kugelschreiber]&amp;lt;/ref&amp;gt; zahlte ab 1947 bis zum Erlöschen der Patente 19 Millionen DM an Lizenzgebühren. Das Unternehmen Schmidt im Schwarzwald konzentrierte sich auf die Herstellung und Entwicklung der Mechanik der Kugelschreiber.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://schmidttechnology.de/geschichte/ &amp;#039;&amp;#039;Das Unternehmen: Geschichte&amp;#039;&amp;#039;.] Schmidt Technology, abgerufen am 24. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Deutschland]] kosteten die ersten Modelle 1950 etwa 20&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|DM]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Problem des Klecksens bekam erst der Franzose [[Marcel Bich]] in den Griff. Unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[BIC Group|BIC]]&amp;#039;&amp;#039; brachte er Ende 1950 seinen Kugelschreiber auf den Markt und läutete damit endgültig das Zeitalter des Kugelschreibers als Massenprodukt ein. Auch war teilweise der eingesetzte Farbstoff nicht beständig, was den Einsatz von Kugelschreibern für längerfristig aufzubewahrende Unterlagen verbot.&amp;lt;ref&amp;gt;Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Eisenbahndirektion Mainz&amp;#039;&amp;#039; vom 2. September 1949, Nr. 41. Bekanntmachung Nr. 497, S. 230; Eisenbahndirektion Mainz (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Amtsblatt der Eisenbahndirektion Mainz&amp;#039;&amp;#039; vom 7. Oktober 1949, Nr. 47. Bekanntmachung Nr. 593, S. 265.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kugelschreiber Buche gestockt.jpg|mini|Kugelschreiber mit einem Gehäuse aus &amp;#039;&amp;#039;[[Holz#Gestockt|gestockter]]&amp;#039;&amp;#039; Buche mit [[Silikon]]-Kappe für den Einsatz bei [[Touchscreen]]s]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Ländern wird der Kugelschreiber nach seinem [[Erfinder]] genannt, z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;biro&amp;#039;&amp;#039; in [[England]] und [[Italien]], &amp;#039;&amp;#039;birome&amp;#039;&amp;#039; in Argentinien oder &amp;#039;&amp;#039;penkala&amp;#039;&amp;#039; in [[Kroatien]]. In [[Frankreich]] stellte Baron Bich große Mengen billiger Einweg-Kugelschreiber unter dem [[Markenname]]n BIC her, wodurch &amp;#039;&amp;#039;bic&amp;#039;&amp;#039; ein [[Synonym]] für Kugelschreiber wurde. In Argentinien wird der &amp;#039;&amp;#039;[[Tag der Erfinder|Tag des Erfinders]]&amp;#039;&amp;#039; jährlich am [[Geburtstag]] László Bírós (29. September) gefeiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kugelschreiber werden heute in großem Rahmen auch als Werbeträger eingesetzt. Die Gehäuseoberfläche von Kugelschreibern lässt sich dabei mit einfachen und preiswerten Druckverfahren für große Mengen bedrucken oder auch bei kleiner Stückzahl mit edel eingraviertem Namenszug versehen. Auch als Designobjekte werden Kugelschreiber des Öfteren produziert. Dabei dienen zum Beispiel edle oder speziell behandelte Holzsorten als Gehäuse, die jeden Kugelschreiber damit zu einem individuell gestalteten Einzelstück machen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ball point pen refills de.svg|mini|Gebräuchliche Typen von Kugelschreiberminen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kugelschreiberminen ===&lt;br /&gt;
In den Kugelschreibern werden unterschiedliche Typen von Minen verwendet, die sich im Durchmesser, in der Länge und in der Position der Einkerbung unterscheiden.&amp;lt;!-- hier muss noch mehr Futter rein, da die Vielfalt der Minen nahezu unübschaubar ist--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Plotter und ähnliches ===&lt;br /&gt;
Einige technische Geräte verwenden spezielle Kugelschreiberminen, so etwa [[Stiftplotter]], wie der [[Commodore International|Commodore]] [[VC-1520]], oder die [[Plotterschreibmaschine]] [[Silver Reed]] [[EB50]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwendung in der Schule ===&lt;br /&gt;
In deutschen Schulen ist der Kugelschreiber in der Regel erst nach dem vollständigen Erwerb einer verbundenen Schrift erlaubt, zu der auch das Erlernen des Umgangs mit [[Füllfederhalter#Schulischer Schreiberwerb|Füllfederhaltern (siehe dort: Schulischer Schreiberwerb)]], üblicherweise in der zweiten Jahrgangsstufe, gehört. Ausnahmen werden allerdings meistens für Linkshänder gestattet, da es beim Schreiben mit Füllfedern mit der linken Hand leicht zu Verwischungen kommen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasdruckminen ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Space Pen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[NASA]] benutzte für ihre Raumflüge einen speziellen Kugelschreiber, bei dem die Tinte nicht durch die Schwerkraft ausfloss, sondern durch Füllung der Mine mit Gas herausgedrückt wurde. Der Hersteller ließ darauf den Kugelschreiber unter der Bezeichnung „Space Pen“ vermarkten. Er wurde auch im [[Weltall]] unter den Bedingungen der Schwerelosigkeit von der NASA benutzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Dwayne A. Day: [http://www.thespacereview.com/article/613/1 &amp;#039;&amp;#039;The billion-dollar space pen&amp;#039;&amp;#039;.] The Space Review, 1. Mai 2006 (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Sowjetunion]] wurden anfangs plastikummantelte Fettstifte (also eine Art „Wachsmalkreide“) benutzt, später auch Kugelschreiber mit Gasdruckminen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weltrekord ===&lt;br /&gt;
Der größte funktionierende Kugelschreiber der Welt wurde von Acharya Makunuri Srinivasa in Indien hergestellt und am 24. April 2011 in [[Hyderabad (Indien)|Hyderabad]] (Indien) vorgestellt und gemessen. Der Stift ist 5,5 Meter lang und wiegt 37,23 Kilogramm. Der Stift ist mit Szenen aus der [[Indische Mythologie|indischen Mythologie]] graviert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{cite news |url=http://www.guinnessworldrecords.com/world-records/31621-largest-ball-point-pen |title=Largest ball point pen |newspaper=Guinness World Records |access-date=2021-11-09 |language=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unseriöse Nebenverdienstangebote zur Kugelschreibermontage ===&lt;br /&gt;
Über viele Jahrzehnte hinweg war die Kugelschreibermontage in [[Heimarbeit]] ein üblicher Fertigungsschritt bei der Herstellung. Kugelschreiberteile sind leicht und klein, die Arbeit einfach und nach Stückzahl berechenbar, deshalb ist die Arbeit bis heute ein begehrter Nebenerwerb, der früher oft gern ausgelagert wurde. Allerdings warnen Verbraucherschützer vor zahlreichen unseriösen Arbeitsangeboten. Nach Angabe von &amp;#039;&amp;#039;Heimarbeit-abc.de&amp;#039;&amp;#039; seien heute nur noch Sonderformen oder Kleinserien in Heimarbeit vermittelbar, für die sich der Maschineneinsatz nicht lohne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.heimarbeit-abc.de/jobs-und-mehr/heimarbeit-kugelschreiber |wayback=20151124194245 |text=&amp;#039;&amp;#039;Heimarbeit Kugelschreiber: Geld verdienen mit Montage&amp;#039;&amp;#039;.}} Heimarbeit-abc.de, abgerufen am 24. November 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weiteres Branchenportal &amp;#039;&amp;#039;Nebenjob.de&amp;#039;&amp;#039; konnte bei einer Recherche in Zusammenarbeit mit der &amp;#039;&amp;#039;Verbraucherzentrale in Hamburg&amp;#039;&amp;#039; keinen einzigen Hersteller finden, der Heimarbeit zur Kugelschreibermontage anbietet. Das Geschäftsmodell unseriöser Anbieter beruhe meist auf kostenpflichtigen Hotlines, überteuertem Wareneinkauf oder jeglichen Formen von Vorkasse. Rechtlich seien die unseriösen Angebote durch eine geschickte Formulierung meist unangreifbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Nebenjob.de: {{Webarchiv |url=http://www.nebenjob.de/nebenjob_recherche/heimarbeit-verbraucherzentrale.html |wayback=20100402063811 |text=&amp;#039;&amp;#039;Seriöse Heimarbeit: Nachgefragt bei der Verbraucherzentrale — Vorsicht, wenn Sie Vorkasse leisten sollen&amp;#039;&amp;#039;}} und Recherche über Arbeitsangebote: [http://www.nebenjob.de/nebenjob_recherche/heimarbeit-kugelschreiber.html &amp;#039;&amp;#039;Nebenjob Kugelschreiber zusammenbauen — Gibt es diesen Nebenjob in Heimarbeit tatsächlich?&amp;#039;&amp;#039;] (jeweils abgerufen am 2. April 2010).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Schreibgeräteherstellern]]&lt;br /&gt;
* [[Teleskopkugelschreiber]]&lt;br /&gt;
* [[Kugelschreibermesser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den gleichen Mechanismus nutzen [[Roll-On]]-Packungen zum Auftragen von [[Deodorant]], Sonnenschutz und anderen Wirkstoffen auf Hautflächen. Typisch werden matte Kunststoffkugeln – seit einiger Zeit hohle geblasene – aus LDPE mit 10,16–35,56&amp;amp;nbsp;mm (0,4–1,4 [[Zoll (Einheit)|Zoll]]) Durchmesser eingesetzt. Die Packung wird nach Möglichkeit mit der Kugel nach oben gelagert.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ballcenter.net/anwendungen/deoroller.html Hohlkugel für Deoroller und Roll-ons] ballcenter.net, abgerufen am 12. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=https://www.euro-matic.de/html/roll-on_balls.html |wayback=20210226220730 |text=Roll-On Kugeln}} euro-matic.de, abgerufen am 12. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.lorenzg.de/rollOn.php |wayback=20200930064156 |text=Roll-On Kugel-Fitment, montiert}} lorenzg.de, abgerufen am 12. August 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Sichtwahlautomatik]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ballpens|Kugelschreiber}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Kugelschreiber}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4528360-6}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=thmanu&amp;amp;manu_id=919&amp;amp;tag=10&amp;amp;monat=6&amp;amp;weekd=&amp;amp;weekdnum=&amp;amp;year=2005&amp;amp;lang=de&amp;amp;dayisset=1 kalenderblatt.de: Kugelschreiber patentiert]&lt;br /&gt;
* [http://homepage.univie.ac.at/walter.dietrich/feder_2.html Füllhalter allgemein]&lt;br /&gt;
* [http://www.starminen.ch/index.php?cPath=15&amp;amp;shop_mode=0 Übersicht über die aktuell verbreitetsten Kugelschreiberminen-Typen mit exakten Maßangaben etc.]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesprochener Artikel&lt;br /&gt;
|artikel      = Kugelschreiber&lt;br /&gt;
|dateiname    = De-Kugelschreiber-article.ogg&lt;br /&gt;
|dauer        = 10:50&lt;br /&gt;
|größe        = 5,8 MB&lt;br /&gt;
|sprecher     = Kantor.JH&lt;br /&gt;
|geschlecht   = männlich&lt;br /&gt;
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|oldid        = 19319198&lt;br /&gt;
|artikeldatum = 2006-07-23&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4528360-6|LCCN=sh85011222}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schreibgerät]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Büromaterial]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;JoeHard</name></author>
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