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	<title>Kugelschale - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:53:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kugelschale&amp;diff=302363&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RPI am 8. April 2025 um 05:23 Uhr</title>
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		<updated>2025-04-08T05:23:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kugelschale.svg|mini|Kugelschale, rechts: aufgeschnitten]]&lt;br /&gt;
Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kugelschale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hohlkugel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Körper (Geometrie)|geometrischer Körper]], der aus zwei unterschiedlich großen [[konzentrisch]]en [[Kugel]]n – also Kugeln mit verschiedenen [[Radius|Radien]] und mit gleichem Mittelpunkt – entsteht, indem aus dem größeren Kugelkörper der kleinere herausgeschnitten wird. Sie ist demnach die [[Differenzmenge]] der größeren Vollkugel und des Inneren der kleineren Kugel (dem [[Hohlraum]]). Die &amp;#039;&amp;#039;Oberfläche&amp;#039;&amp;#039; der Kugelschale besteht aus den beiden Kugeloberflächen, ihre &amp;#039;&amp;#039;Schalen-&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Wanddicke]]&amp;#039;&amp;#039; ist die Differenz von größerem und kleinerem Radius.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ebenen Schnitte einer Kugelschale sind [[Kreisscheibe]]n oder [[Kreisring]]e.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volumen und Oberflächeninhalt ==&lt;br /&gt;
Sind &amp;lt;math&amp;gt;r &amp;lt; R&amp;lt;/math&amp;gt; die Radien der beiden Kugeln, so ist das [[Volumen]] der Kugelschale&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;V = \frac{4}{3}\pi(R^3 - r^3)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
und deren [[Flächeninhalt|Oberflächeninhalt]]&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;A = 4\pi(R^2 + r^2)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schalenmodelle von Himmelskörpern ==&lt;br /&gt;
In den [[Naturwissenschaft]]en dienen Kugelschalen oft zur [[Modellierung]] von [[inhomogen]]en Körpern, wenn sie annähernde [[Kugel]]gestalt besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Himmelskörpern – die ab etwa 500 km mittlerem Durchmesser kugelähnlich sind – werden diese Kugelschalen so angesetzt, dass sie eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;konstante Dichte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; besitzen (mittlere [[Dichte|Gesteins]]- bzw. [[Dichte|Gasdichte]]). Damit ein solcher Himmelskörper im [[Hydrostatisches Gleichgewicht|hydrostatischen Gleichgewicht]] ist, müssen seine (kugelähnlichen) Schichtflächen gleichzeitig [[Niveaufläche]]n sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Beispiele dafür sind:&lt;br /&gt;
* [[Erdinneres]]: Erdkruste, oberer/unterer Erdmantel, Erdkern&lt;br /&gt;
* [[Erdatmosphäre]]: Peplo- und [[Troposphäre]], Strato- und Mesosphäre, Ionosphäre&lt;br /&gt;
* [[Terrestrische Planeten]]: dicke [[Lithosphäre]], sonst erdähnlicher Aufbau&lt;br /&gt;
* [[Gasplanet]]en: dichte Atmosphäre, flüssige Gashülle, metallischer Wasserstoff, Eisenkern&lt;br /&gt;
* [[Sonne]] und [[Fixstern]]e: Sonnenkorona, Chromosphäre, Photosphäre, Konvektionsschicht, Zone der Kernfusion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Berechnungsmodellen müssen die Kugelschalen noch weitere Bedingungen erfüllen, die vor allem den [[Druck (Physik)|Druck]] und den [[Wärmetransport]] betreffen. So muss bei einem Stern in stabilem Zustand die [[Gravitation]] überall dem [[Strahlungsdruck|Strahlungs-]] und [[Gasdruck]] das Gleichgewicht halten, und die nach außen dringende Energie muss in den äußeren Kugelschalen immer dieselbe sein. Andernfalls gäbe es einen [[Wärmestau]] und der Stern würde [[Gleichgewicht (Systemtheorie)|instabil]] werden (siehe [[Supernova]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schwerelosigkeit im Innern einer Kugelschale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kugelschale-Innen-Gravitation=0.png|mini|250px|rechts|Der Innenraum einer Kugelschale ist [[Schwerelosigkeit|schwerelos]]. Plausibel wird dies durch Zerlegung in symmetrische Schalenteile, deren Gravitationskräfte sich aufheben]]&lt;br /&gt;
Eine besondere Bedeutung haben Kugelschalen bei der Berechnung des [[Schwerefeld]]es. Im [[Innenraum]] einer hohlen Kugelschale ist das Schwerepotential konstant, weil sich deren Gravitationskräfte gegenseitig aufheben (siehe Bild). Wenn man daher von einem [[Kugelsymmetrie|kugelsymmetrischen]] Körper Schicht um Schicht „abhebt“ (rechnerisch beseitigt), so ändert sich die [[Gravitation]] im verbleibenden Restkörper nicht. Der Geophysiker [[Karl Ledersteger]] nennt dies &amp;#039;&amp;#039;Prinzip der Entblätterung&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit lässt sich von jedem größeren Himmelskörper das Schwerefeld relativ genau berechnen. Eine Komplikation ist jedoch die infolge der [[Rotation (Physik)|Rotation]] und [[Fliehkraft]] entstehende [[Abplattung]]. Sie ist im Innern kleiner als nahe der Oberfläche, sodass die [[Parallelität (Geometrie)|Parallelität]] der Schichtung bzw. der Dichteschalen nicht mehr gegeben ist. Die entsprechenden Berechnungen kann man heute aber mittels [[Computer]]n lösen, indem die Körper in viele kleine Elementarkörper zerlegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Galaktische Rotation ==&lt;br /&gt;
Die o.&amp;amp;nbsp;e. [[Schwerelosigkeit]] im Innern einer Kugelschale bedeutet bei unserer [[Milchstraße|Galaxis]], dass die [[Außenraum|außerhalb]] unseres [[Sonnensystem]]s befindlichen Sterne keine Gravitationswirkung haben, falls sie auf den verschiedenen Seiten der Galaxis ungefähr gleich verteilt sind. Dadurch gelten die [[Keplergesetze]] nicht mehr, für die eine einzige, zentral gelegene Masse die Voraussetzung ist. Für die tatsächliche Rotation der äußeren Milchstraße (in Sonnennähe rund 250 Mill. Jahre) wurde vor einigen Jahrzehnten die [[Oortsche Rotationsformel]] hergeleitet. Heute können ähnliche Kugelschalen-Modelle helfen, das Ausmaß der [[Dunkle Materie|Dunklen Materie]] abzuschätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen in der Elektrotechnik ==&lt;br /&gt;
Auch bei der Berechnung von [[Elektrische Ladung|Ladungen]] und [[Elektrischer Strom|Strömen]] sind die besonderen Eigenschaften von Kugelschalen bedeutsam. So kann man nachweisen, dass sich elektrische Ladungen auf einer leitenden Kugeloberfläche gleichmäßig verteilen. Dies war im [[18. Jahrhundert]] die Voraussetzung, das [[Coulombsches Gesetz|Coulombsche Gesetz]] ableiten zu können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Effekt des [[Faradayscher Käfig|Faradayschen Käfigs]] lässt sich durch ein Kugelschalen-Modell beweisen, und die Ladungs- und [[Stromstärke]] in einem elektrischen Leiter auf analoge Weise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Beispiele ==&lt;br /&gt;
Weitere Beispiele von Kugelschalen bzw. Hohlkugeln sind&lt;br /&gt;
* [[Geode (Geowissenschaften)]], ein rundlicher, durch eine einheitliche Gesteinsaußenschicht begrenzter Hohlraum, mit und ohne mineralische bzw. fossile Füllung&lt;br /&gt;
* [[Druse (Mineralogie)]], ein teilweise mit Kristallen gefüllter, rundlicher Hohlraum&lt;br /&gt;
* [[Blastula]], eine von einer einzigen Zellschicht gebildete Hohlkugel&lt;br /&gt;
* [[Fullerene]], Hohlkugeln, die aus einem Netz von Kohlenstoffatomen bestehen&lt;br /&gt;
* [[Baoding-Kugeln]], Hohlkugeln mit eingebauten Klangelementen&lt;br /&gt;
* [[Ball]], [[Seifenblase]]&lt;br /&gt;
*eine [[Kanonenkugel]] mit Sprengladung&lt;br /&gt;
* [[Stativ#Stativanschluss|Kugelschalen-Stative]], bei professionellen Filmarbeiten ein weit verbreiteter Anschluss zwischen Stativ und Schwenkkopf für die Kamera&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Astronomisches Koordinatensystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumgeometrie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RPI</name></author>
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