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	<title>Kuckersit - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kuckersit&amp;diff=1428799&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nassauer27: Archivlinks geprüft</title>
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		<updated>2026-01-27T05:59:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Archivlinks geprüft&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:OilShaleFossilsEstonia.jpg|miniatur|Fossilführender Kuckersit aus Estland]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kuckersit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kukersit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach dem Dorf [[Kukruse]], [[Deutsche Sprache|dt.]] &amp;#039;&amp;#039;Kuckers&amp;#039;&amp;#039;) ist ein rotbraunes [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimentgestein]] aus dem [[Ordovizium]] von [[Estland]] und Nordwest-[[Russland]], das aufgrund seines hohen Ölgehalts brennbar ist und zu den [[Ölschiefer]]n gerechnet wird. Es bildet die Grundlage einer bedeutenden Industrie in Estland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Kuckersit“ wurde 1916 von [[Michail Dmitrijewitsch Salesski]] erstmals verwendet, vorher wurde das Gestein als „Kuckersche Schicht“ und „Kuckerscher [[Brandschiefer]]“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Murawski, Wilhelm Meyer: &amp;#039;&amp;#039;Geologisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;. Ferd. Enke Verlag Stuttgart, 11. Auflage 2004, 262 S., ISBN 978-3-8274-1445-8.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesteinsbeschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kukersite.JPG|miniatur|Kuckersit aus Estland]]&lt;br /&gt;
Kuckersit ist ein [[Schieferung|schiefriges]], überwiegend feinkörniges Gestein von hell- bis dunkelbrauner Farbe. Stellenweise ist es reich an mit bloßem Auge erkennbaren [[Fossil]]ien ([[Muschelkrebse]] (Ostrakoda) und [[Moostierchen]] (Bryozoa)). Unter dem Lichtmikroskop ist erkennbar, dass es zu großen Teilen aus organischen Strukturen besteht. An manchen Stellen sind unregelmäßige schwarze Linsen von [[Asphaltmineral]]ien erkennbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kesling&amp;quot; /&amp;gt; Das Gestein ist reich an Öl, der Ölgehalt kann bis zu 46 % des Gesteins ausmachen und ist damit weltweit einer der höchsten Ölgehalte in Ölschiefern. Neben organischen Stoffen kommen [[Silicate]] und [[Alumosilikate]] vor sowie ein für einen Ölschiefer hoher Kalkgehalt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Porath&amp;quot; /&amp;gt; Im Gegensatz zu den ähnlichen ordovizischen [[Dictyonema]]-Schiefern, die in Nord-Estland und Schweden verbreitet sind, ist der Gehalt der Kucksersite an [[Schwermetall]]en gering.&amp;lt;ref name=dyni /&amp;gt; Die Ausbildung des Gesteins wechselt, und innerhalb des Gesteins kommen Kalksteinschichten und -knollen vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luts&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Im Ordovizium waren weite Teile des [[Kontinent]]albereichs überflutet. In Mittel- und Nordeuropa entstanden Kalkablagerungen in flachen Meeren, so auch im [[Baltikum]]. Im Gebiet des heutigen Kuckersits wurden große Menge von [[Blaualgen]] der Art &amp;#039;&amp;#039;Gloeocapsomorpha prisca&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Porath&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Porath |url=http://www.sub.uni-hamburg.de/opus/volltexte/1999/23/ |titel=Erzeugung von Chemierohstoffen aus Kukersit durch Pyrolyse |titelerg=Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades des Fachbereichs Chemie der Universität Hamburg |hrsg=Universität Hamburg |werk=www.sub.uni-hamburg.de |datum=1999-01-01 |abruf=2026-01-27 |sprache=de |format= |archiv-url=https://web.archive.org/web/20080912172506/http://www.sub.uni-hamburg.de/opus/volltexte/1999/23/ |archiv-datum=2008-09-12 |offline=ja |seiten=128}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im [[Flachmeer]] abgelagert, es bildete sich eine marine [[Gyttja]]. Aufgrund von [[Aktualismus (Geologie)|Vergleichen]] mit gleichartigen modernen Ablagerungen wird eine Tiefe von nicht mehr als vier Metern für den Meeresbereich angenommen, in dem der Kuckersit entstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kesling&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:OilShaleEstonia.jpg|miniatur|[[Aufschluss (Geologie)|Aufschluss]] in estnischem Kuckersit]]&lt;br /&gt;
Kuckersit kommt flächenhaft verbreitet an der Ostspitze des [[Finnischer Meerbusen|Finnischen Meerbusens]] als vielfach wiederholte Einschaltung in [[Kalkstein]]en der Kõrgekallas- und Viivikonna-Formation des Mittleren Ordoviziums von Estland und Russland vor. In diesen 20 bis 30&amp;amp;nbsp;m mächtigen Kalksteinfolgen wurden bis zu 50 Einzelschichten von Kuckersit und Kuckersit-ähnlichen Gesteinen gezählt, die wenige Zentimeter bis maximal zwei bis drei Meter [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] aufweisen. Über dem im unteren Teil dieser Abfolge in Estland und Russland [[Aufschluss (Geologie)|aufgeschlossenen]] Hauptvorkommen, das den größten Teil der [[Bergbau|Abbautätigkeiten]] auf sich zieht, existiert im oberen Teil der Abfolge das so genannte Tapa-Lager, welches vor allem südlich von [[Tapa (Tapa)|Tapa]] in Estland vorkommt.&amp;lt;ref name=dyni /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gestein ist über mehr als 90 Kilometer von [[Tallinn]] bis [[Sankt Petersburg]] aufgeschlossen, die Fläche seines Verbreitungsgebietes beträgt mehr als 50.000&amp;amp;nbsp;km&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;. Die Gesteinsschichten [[Fallen (Geologie)|fallen]] flach nach Südwesten ein und sind durch Bohrungen bis etwa 60 Kilometer südlich der Küste nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Luts&amp;quot;&amp;gt;K. Luts: &amp;#039;&amp;#039;Esthonian Oil Shale – Its Chemistry, Technology, and Analysis. Chapter I. Der Kukersit.&amp;#039;&amp;#039; Revaler Buchverlag G.m.b.H., 29 S., Reval 1944. ({{Webarchiv|url=http://fischer-tropsch.org/Tom%20Reels/Linked/TOM%20230%20Partial/TOC_TOM-230.htm |wayback=20080910164557 |text=PDF, 5,4&amp;amp;nbsp;MB }}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gesamtvorräte in Estland werden je nach Quelle auf etwa 6&amp;lt;ref name=dyni&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Cite journal&lt;br /&gt;
| last = Dyni | first =John R.&lt;br /&gt;
| title =Geology and resources of some world oil-shale deposits. Scientific Investigations Report 2005–5294&lt;br /&gt;
| journal = U.S. Department of the Interior. U.S. Geological Survey&lt;br /&gt;
| year =2006&lt;br /&gt;
| url = http://pubs.usgs.gov/sir/2005/5294/pdf/sir5294_508.pdf&lt;br /&gt;
| language=en-US&lt;br /&gt;
| format=PDF&lt;br /&gt;
| accessdate =2007-08-27}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 21&amp;lt;ref name=turkey&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Cite journal&lt;br /&gt;
| last =Altun | first =N. E.&lt;br /&gt;
| last2 =Hiçyilmaz | first2 =C.&lt;br /&gt;
| last3 =Hwang | first3 =J.-Y.&lt;br /&gt;
| last4 =Suat Bağci | first4 =A.&lt;br /&gt;
| last5 =Kök | first5 =M. V.&lt;br /&gt;
| title =Oil Shales in the world and Turkey; reserves, current situation and future prospects: a review&lt;br /&gt;
| journal =Oil Shale. A Scientific-Technical Journal&lt;br /&gt;
| publisher = Estonian Academy Publishers&lt;br /&gt;
| language=en-US&lt;br /&gt;
| volume = 23&lt;br /&gt;
| issue =3&lt;br /&gt;
| pages =211–227&lt;br /&gt;
| year =2006&lt;br /&gt;
| url=https://www.kirj.ee/public/oilshale/oil-2006-3-2.pdf&lt;br /&gt;
| format = PDF&lt;br /&gt;
| issn=0208-189X&lt;br /&gt;
| accessdate =2008-08-27}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt; Milliarden Tonnen geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Der Ölschiefer war den Bewohnern am Finnischen Meerbusen schon lange bekannt und wurde von ihnen als [[Brennstoff]] verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kesling&amp;quot;&amp;gt;Robert v. Kesling: &amp;#039;&amp;#039;Notes on two Ordovician Ostracods from Estonia.&amp;#039;&amp;#039; Contributions from the Museum of Paleontology, University of Michigan, Bd. XII, Nr. 13. S. 259–272, 1955 ([https://deepblue.lib.umich.edu/bitstream/2027.42/48298/2/ID138.pdf PDF, 790&amp;amp;nbsp;kB]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die wissenschaftliche Erforschung begann 1697 mit einer von [[Peter I. (Russland)|Peter I.]] nach Holland zur Untersuchung geschickten Probe. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden erst Anfang des 19. Jahrhunderts publiziert. [[Johann Gottlieb Georgi]] beschrieb das Gestein in seiner 1791–1798 in [[Königsberg (Preußen)|Königsberg]] publizierten Schrift &amp;#039;&amp;#039;Geographisch-physikalische und naturhistorische Beschreibung des Russischen Reichs zur Uebersicht bisheriger Kenntnisse von demselben Typ&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Porath&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Abbauversuche in größerem Maßstab wurden seit den 1880er Jahren in der Gegend von Kukruse unternommen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;rub&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.geographie.rub.de/sites/estland2005/reiseroute/Tag04/tag04.html |wayback=20080910165010 |text=&amp;#039;&amp;#039;Tag 04 – 13.09.05: Võsu – Kohtla-Järve – Narva – Endla-Nationalpark.&amp;#039;&amp;#039; }} Geographisches Institut der Ruhr-Universität Bochum, Unterlagen zur Exkursion Estland 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; industrieller Abbau fand erst ab 1916 in Russland statt. Die erste große Anlage zur Gewinnung von Öl aus Kuckersit wurde 1924 in [[Kohtla-Järve]] in Betrieb genommen. Bis zum Jahr 1940 wurden vor allem Diesel-Kraftstoff und Schmierstoffe erzeugt sowie Holzschutzmittel und Bitumen aus Schieferöl. Zu dieser Zeit wurden fast 10 % der estnischen Exporterlöse aus Schieferöl erzielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute deckt Kuckersit 62 % des Ölbedarfs von Estland und ist vor allem im Bereich der Energieversorgung von Bedeutung. Die Ölgewinnung aus dem bergmännisch gewonnenen Kuckersit geschieht in so genannten [[Kiviter-Retorte]]n und [[Galoter-Retorte]]n. Weitere Verwendung findet Kuckersit bei der [[Stromerzeugung]], in der Baustoff- sowie in der Chemieindustrie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Porath&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewinnung findet heute im Osten des Landes in der Umgebung von Kohtla-Järve und [[Narva (Stadt)|Narva]] durch das Unternehmen [[Eesti Põlevkivi]] statt, Ende der 1990er Jahre bestanden noch sechs [[Bergbau|Bergwerke]] bis 80 m Tiefe und vier [[Tagebau]]e. Größere Vorkommen sind vor allem noch westlich von Kohtla-Järve nachgewiesen, die jedoch noch nicht abgebaut wurden (Stand 1999). Die Gewinnung und Verwendung von Kuckersit in Estland ist heute gerade noch konkurrenzfähig zur Energiegewinnung aus [[Erdgas]] oder [[Kohle]], und eine Erschöpfung der Vorräte ist abzusehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Porath&amp;quot; /&amp;gt; Der industrielle Abbau von Kuckersit hat große Umweltprobleme hervorgerufen, die noch heute die Abbauregionen schwer belasten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rub&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Russland ist Kuckersit ebenfalls abgebaut worden, jedoch nicht in so großem Ausmaß wie in Estland. Auch heute bestehen noch Abbaustellen zwischen St. Petersburg und der russisch-estnischen Grenze.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Biogenes Sedimentgestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fossiler Brennstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festbrennstoff]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdölgewinnung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nassauer27</name></author>
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