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	<title>Kuckenburg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kuckenburg&amp;diff=735193&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Commander-pirx: korr. geo-koord des Ortsteiles</title>
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		<updated>2026-04-07T21:20:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;korr. geo-koord des Ortsteiles&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KuckenburgStrKirche.JPG|mini|Dorfstraße zur Kirche]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kuckenburg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Gemeinde [[Obhausen]] in [[Sachsen-Anhalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Interesse an den Höhensiedlungen der [[Region]] Sachsen-Anhalt/[[Thüringen]] wurde durch die Entdeckung der [[Himmelsscheibe von Nebra]] ausgelöst, die die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die vorgeschichtliche, [[frühbronzezeit]]liche [[Zivilisation]] mit hochstehender [[Kultur]] lenkte. Im Rahmen des [[Projekt]]s „Der Aufbruch zu neuen Horizonten. Die Funde von [[Nebra (Unstrut)|Nebra]], Sachsen-Anhalt, und ihre Bedeutung für die [[Bronzezeit]] [[Europa]]s“ Modul A 3 der Forschergruppe 550 „Die Höhensiedlungen der Mikro- und Makroregion – ökonomische, politisch-soziale, administrative und kultische Zentralorte“, erfolgten 2004/2005 [[archäologisch]]e Untersuchungen durch den Bereich für [[Ur- und Frühgeschichte]] der [[Friedrich-Schiller-Universität Jena]].&lt;br /&gt;
Das Projekt widmet sich der Erforschung der Bedeutung und [[Funktion (Organisation)|Funktion]] der [[Siedlung]]en in der Frühbronzezeit [[Mitteldeutschland]]s. In die Untersuchungen wurden letztendlich zwölf [[Fundort]]e der [[Makro]]region um Nebra (Umkreis von 40&amp;amp;nbsp;km) einbezogen, die nach den Begehungen und der Sichtung der bereits vorhandenen Altfunde vielversprechend erschienen. Zunächst lag der Schwerpunkt der Untersuchungen auf den Höhensiedlungen. Wie sahen diese Höhensiedlungen also tatsächlich aus? Waren es evtl. Zentralorte, die, wie vermutet, die Funktion von befestigten Kontrollorten für den Handel an topographisch günstig gelegenen Punkten innehatten und repräsentative Zeichen einer abgehobenen Schicht darstellten?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Befestigung auf der Kuckenburg ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;div align=&amp;quot;right&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;{{Coordinate|simple=y|NS=51.4124288|EW=11.6558465|region=DE-HE|type=landmark|text=DMS|name=Burgstall Kuckenburg}}&amp;lt;/small&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auf dem sich auf der anderen Talseite befindlichen Berg Kuckenburg wurden in zwei [[Sondage]]schnitten von 2&amp;amp;nbsp;m Breite und 227&amp;amp;nbsp;m bzw. 135&amp;amp;nbsp;m Länge insgesamt 27 [[Befund (Archäologie)|Befunde]] erfasst. Es handelt sich dabei um sechs Gräben, einen [[Wallanlage|Wallfuß]] und [[Pfostenhaus|Pfosten]]- und Siedlungsgruben. Die Datierung erfolgte anhand der [[Keramik]] ins [[Neolithikum]], die [[späte Bronzezeit]] und ins Hoch- und Spät[[mittelalter]]. Zudem wurde 2007 auf dem [[Felssporn|Sporn]] ein 10&amp;amp;nbsp;m × 30&amp;amp;nbsp;m großer [[Grabungsschnitt]] angelegt, um die Besiedlung im Innenbereich einordnen zu können. Dabei wurde festgestellt, dass die Gräben zum Teil in die späte Bronzezeit, zum Teil ins Mittelalter datieren. Dies zeigte sich auch bei den Siedlungsgruben im vorderen Bereich. Neben einem frühmittelalterlichen [[Grubenhaus]], wurden hier vor allem [[spätbronzezeit]]liche Siedlungsgruben dokumentiert. Besondere Aufmerksamkeit verdienen fünf [[Senke (Geographie)|Gruben]], in denen vollständige menschliche Skelette oder Teile davon gefunden wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Grabungen von 2007, 2009 bis 2012 und 2015 bis 2017 in verschiedenen [[Grabungskampagne]]n zeigen nach den bisherigen Befunden eine frühmittelalterliche [[Burg]]anlage mit etwa 1,5 ha großer [[Hauptburg]] mit ca. 230 m langem Wall-/ Grabenssystem im Osten des westlichen Spornes zur Weida und zwei vermuteten Zugängen im Norden der Wallbefestigung, und einer östlich davor im halbkreis liegenden, ca. 2,3 ha großen  [[Vorburg]] mit abschließendem doppelten, etwa 320 m langem Wallgraben (ein innerer dünner Graben und ein äußerer größerer Graben).&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Ettel, Enrico Paust: &amp;#039;&amp;#039;Die Mittelalterliche Anlage auf dem Kranzberg bei Esperstadt, Saalekreis&amp;#039;&amp;#039;, in Markus Cottin, Lisa Merkel (beide Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Michael Imhof Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, Petersberg/Calbe 2018, ISBN 978-3-7319-0745-9. S. 449–454&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird der nach Südenosten zu sich erweiternde Vorburgbereich, wie die [[Geomagnetische Prospektion|geomagnetischen Prospektionen]] zeigen, durch mindestens drei weitere, sich teils kreuzende und überschneidende Gräben geteilt. 2017 wurden in der Burg Mauerreste einer Kirche mit Chor und Apsis nachgewiesen. In beiden Burgbereichen wurden 2 Grubenhäuser nachgewiesen. Die bisherigen Funde, meist Keramikfragmente, ließen eine Zuweisung zur Keramik der [[Röthaer Gruppe|Röthaer]] und [[Groitzscher Gruppe]] des Leipziger Kreises zu, dabei wurden die Funde absolut[[chronologisch]] in das 9. bis frühe 11. Jahrhundert, die [[C14-Datierung]]en in das 8. bis 10. Jahrhundert und über einen gefundenen [[Reitersporn]] eine Eingrenzung auf das späte 9. Jahrhundert datiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In schriftlichen Quellen wurde die &amp;#039;&amp;#039;Cucunburg&amp;#039;&amp;#039;, also die [[Burgstall Kuckenburg|Kuckenburg]], erstmals als Burg im [[Hersfelder Zehntverzeichnis]] aufgeführt, das in den letzten zwei Jahrzehnten des 9. Jahrhunderts zusammengestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Ettel, Enrico Paust: &amp;#039;&amp;#039;Die Mittelalterliche Anlage auf dem Kranzberg bei Esperstadt, Saalekreis&amp;#039;&amp;#039;, in Markus Cottin, Lisa Merkel (beide Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Thietmars Welt. Ein Merseburger Bischof schreibt Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Michael Imhof Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG, Petersberg/Calbe 2018, ISBN 978-3-7319-0745-9. S. 454&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grabenwerke zwischen Kuckenburg und Esperstedt ===&lt;br /&gt;
Einige hundert Meter von der Kuckenburg entfernt auf der anderen Talseite in Richtung [[Esperstedt (Obhausen)|Esperstedt]] wurden beim Bau der A 38 zwei im Luftbild erkannte [[Grabenwerke]] mit jeweils einem Sondageschnitt untersucht. Das östliche Grabenwerk besteht aus zwei im Abstand von ca. 5,5&amp;amp;nbsp;m parallel zueinander verlaufenden Gräben. Eine Regelmäßigkeit konnte auf Grund des beschränkten [[Grabung]]sausschnittes ebenso wenig festgestellt werden, wie eine Ausrichtung oder [[Korrespondenz]] der unterschiedlich abgetieften Bereiche zwischen den einzelnen Gräben. Über die in den Gräben gefundene Keramik konnte das Grabenwerk in die [[Salzmünder Kultur]] datiert werden. Die westlich gelegene Anlage bestand ebenfalls aus zwei Gräben, die in einem Sondageschnitt freigelegt wurden. Der äußere Graben zeigte sich im Profil als flacher Sohlgraben mit doppelter [[Pfostensetzung]], der innere Graben als max. 1,50&amp;amp;nbsp;m tiefer Sohlgraben. Hier wurden auch ähnliche Siedlungsbestattungen entdeckt. Die naturwissenschaftliche Datierung dieser Anlage mit Hilfe der [[Radiokarbondatierung]] steht bisher noch aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In einem zwischen 881 und 899 entstandenen [[Hersfelder Zehntverzeichnis|Verzeichnis des Zehnten des Klosters Hersfeld]] wird Kuckenburg als zehntpflichtiger Ort &amp;#039;&amp;#039;Cucunbur[c]&amp;#039;&amp;#039; im [[Friesenfeld]] erstmals urkundlich erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Reg. Thur. Nr. 287&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Nennungen sind 999 mit der Schenkung der Kuckenburg durch [[Otto III. (HRR)|Otto III.]] an den Grafen [[Esiko von Merseburg]] sowie nach dessen Tod 1004 durch [[Heinrich II. (HRR)|Heinrich II.]] an das [[Merseburger Dom]]stift belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Burg]] von Kuckenburg kann man heute nur noch erahnen, sie befand sich auf dem Kranzberg. Eine Grabung der Universität Jena und des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie wies 2017 Grubenhäuser und Befestigungsgräben aus dem 8. bis 12. Jahrhundert nach, ferner eine Burgkapelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Kuckenburg wurde [[Gunzelin (Meißen)|Gunzelin von Kuckenburg]] (* um 965; † nach 1017), [[Markgraf]] von [[Meißen]] von 1002 bis 1009, benannt, zur Unterscheidung von anderen Grafen gleichen Namens, da ihm die Kuckenburg als [[Allod]] gehörte. Möglicherweise hatte er sie vom Merseburger Domstift übernommen. Er wurde 1008 von seinen beiden [[Verwandtschaftsbeziehung#Neffe und Nichte|Neffen]], den Meißener Grafen [[Hermann I. (Meißen)|Hermann]] und [[Ekkehard II. (Meißen)|Ekkehard]], bei [[König]] Heinrich II. wegen Versklavung slawischer Christen angezeigt und dann auf einem Fürstentag zu [[Merseburg]] von seinem Amt als [[Markgraf von Meißen]] entfernt. Danach war er acht Jahre in [[Schachdorf Ströbeck|Ströbeck]] eingesperrt. Möglicherweise hat er nach seiner Freilassung noch zwei bis drei Jahre in Kuckenburg gelebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute leben etwa 75 Einwohner im Ort (1939: 150 EW), in dem sich eine Kirche befindet. Die [[Dorfkirche Kuckenburg|evangelische Dorfkirche]] wurde um 1750 erbaut, kleiner Kanzelaltar, geschnitzte Taufe, Orgelgehäuse barock, Orgel von 1904.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Juli 1950 wurde Kuckenburg nach [[Esperstedt (Obhausen)|Esperstedt]] eingemeindet&amp;lt;ref name=&amp;quot;2VO-LSA-1950&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Landesregierung Sachsen-Anhalt |Titel=Zweite Verordnung zum Gesetz zur Änderung der Kreis- und Gemeindegrenzen zum 27. April 1950 (GuABl. S. 161) |Sammelwerk=Gesetz- und Amtsblatt des Landes Sachsen-Anhalt |Ort=Halle (Saale) |Nummer=18 |ZDB=511105-5 |Datum=1950-08-05 |Seiten=278 |Online=[[commons:file:Gesetz- und Amtsblatt Land Sachsen-Anhalt-1950-Nr.18.pdf|PDF]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Bahnstation &amp;#039;&amp;#039;Esperstedt Süd&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herkunft des Ortsnamens ===&lt;br /&gt;
Der Name Kuckenburg leitete sich möglicherweise ab von:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1. der alten Schreibweise &amp;#039;&amp;#039;Cucun-Burg&amp;#039;&amp;#039;, was so viel heißt wie sehende Burg, Veste oder Grenzturm. Um 1000 waren Burgen im Hassegau nur kleine Anlagen (ein Steinturm mit einem Eingang in etwa 6 Meter Höhe und mit einem Holzpalisadenzaun umgeben), die nur mit sechs bis zehn Personen besetzt waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. vom [[Kuckuck]]sruf (lat. cuculus, cuculare [lautmalerisch]): ahd. gugguch/gugguck/guckgauch gugzet/guckt (ruft); mhd. kukuk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. gucken (frühnhd., md./obd., aus der Kindersprache hergeleitet: durch „Kuckuck“-rufen Aufmerksamkeit wecken) = die Augen genau auf etwas richten, mit angespannter Aufmerksamkeit beobachten, Ausschau halten ([[Ausguck]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4. im Sinne von „hervorragen, sichtbar werden, in die Augen springen“, also mit passivem Charakter, gern dann angewandt, wenn Gegenstände dem Beobachter auffallen oder aus einem anders gearteten Umkreis unerwartet bzw. auffällig hervorragen (neudt. [[Hingucker]]).&lt;br /&gt;
Die Grenze zu 3. ist nicht immer scharf zu ziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://web11.p15166456.pureserver.info/justorange_cms-146.html | wayback=20100618105149 | text=Friedrich-Schiller-Universität Jena: Die Funde von Nebra, Höhensiedlungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51.4110351 |EW=11.6543187 |type=city |pop=90 |region=DE-ST}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Saalekreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Saalekreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obhausen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1950]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Commander-pirx</name></author>
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