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	<title>Krustenbewegung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:43:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krustenbewegung&amp;diff=1372957&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Gretarsson: Die letzte Textänderung von 193.170.46.108 wurde verworfen: das ist zwar prinzipiell richtig (abgesehen davon, dass Tsunamis die Folge von Erdbeben sind), aber an dieser Stelle nicht essenziell, da ja korrekterweise auf Plattentektonik verwiesen wird</title>
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		<updated>2021-01-22T20:07:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/193.170.46.108&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/193.170.46.108&quot;&gt;193.170.46.108&lt;/a&gt; wurde verworfen: das ist zwar prinzipiell richtig (abgesehen davon, dass Tsunamis die Folge von Erdbeben sind), aber an dieser Stelle nicht essenziell, da ja korrekterweise auf &lt;a href=&quot;/index.php/Plattentektonik&quot; title=&quot;Plattentektonik&quot;&gt;Plattentektonik&lt;/a&gt; verwiesen wird&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Erdkrusten-&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder kurz &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krustenbewegungen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden in den [[Geowissenschaften]], insbesondere in [[Geodäsie]] und [[Geodynamik]], messtechnisch oder geologisch nachweisbare Bewegungen von Teilen der festen [[Erdkruste]] bezeichnet. Sie können &amp;#039;&amp;#039;[[rezent]]&amp;#039;&amp;#039; (aktiv, aktuell feststellbar) sein oder auch &amp;#039;&amp;#039;[[fossil]]&amp;#039;&amp;#039; (d.&amp;amp;nbsp;h. seit langem abgeklungen) sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die räumliche und zeitliche Erstreckung solcher Bewegungen kann sehr verschieden sein. Die meisten Bewegungen laufen kontinuierlich und überwiegend horizontal ab, typischerweise mit Bewegungsraten von einigen mm bis cm pro Jahr. Doch sind im Gefolge von [[Erdbeben]] auch plötzliche oder stufenweise Versetzungen bis in den Meterbereich möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehr rasche, aber lokale Hang- und Gesteinsbewegungen ([[Bergsturz]], [[Murgang|Mure]]) und [[Solifluktion|Bodenfließen]] sind keine Krustenbewegungen, weil davon nur die obersten Bereiche der Erdkruste betroffen sind. Auch wenn solche Ereignisse durch Erdbeben ausgelöst werden können, handelt es sich doch um Erscheinungsformen, die den Oberbegriffen [[Verwitterung]] und [[Erosion (Geologie)|Erosion]] zuzuordnen sind. Im geodynamischen Sinn werden sie auch als „Massenbewegungen“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.interpraevent.at/?start=1650&amp;amp;tpl=publikation_detail.php&amp;amp;id=1&amp;amp;menu=&amp;amp;search_text=&amp;amp;search_art=&amp;amp;order_by= F.Kohlbeck, R.Lahodynski, A.Scheidegger: &amp;#039;&amp;#039;Gebirgsspannungen und Massenbewegungen im Raum Bad Goisern, Oberösterreich&amp;#039;&amp;#039;. Interpraevent 1984]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Der ungarische Geophysiker [[László Egyed]] (Lit.1, p.299) schreibt dazu: &amp;#039;&amp;#039;Krustenbewegungen treten dort auf, wo die [[Spannung (Mechanik)|Spannungen]] die Festigkeit (oder wenigstens die plastische Festigkeit) der Schichten überschreiten. &amp;lt;br&amp;gt; Die Schichten geringster Festigkeit bestehen aus sedimentären Gesteinen. Obwohl die [[Bruchlinie]]n in Sedimentgebieten bisweilen schwer nachgewiesen werden können, spiegeln sich die Bruchsysteme meist in den Wasserläufen eines Gebietes wider.&amp;#039;&amp;#039; Denn sie formen die Bruchsysteme der unter den [[Sedimente]]n liegenden Gesteinszonen nach, und die [[Flüsse]] graben sich in die nachgiebigsten Gesteinsformationen ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Adrian Scheidegger]] (Zürich/Wien) hat dies in den Flussläufen Europas auch statistisch nachgewiesen, und [[Franz Kohlbeck]] (1943–2016) an der TU Wien fand deutliche Korrelationen zwischen Spannungstensoren und [[Klüfte]]n in zahlreichen Gesteinsformationen&amp;lt;ref&amp;gt;F.Kohlbeck, A.Scheidegger: &amp;#039;&amp;#039;The power of parametric orientation statistics in the Earth sciences.&amp;#039;&amp;#039; Mitt. Österr.geol.Gesell.78, Wien 1985&amp;lt;/ref&amp;gt;. Krustenbewegungen treten aber nicht nur entlang &amp;#039;&amp;#039;rezenter&amp;#039;&amp;#039; geologischer [[Störung (Geologie)|Störungen]] auf, sondern auch in Gebieten, deren Gesteine in &amp;#039;&amp;#039;früherer&amp;#039;&amp;#039; Zeit [[Tektonik|tektonisch]] stark beansprucht wurden (oft ungenau als &amp;#039;&amp;#039;Schwächezone&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet). Ein Beispiel dafür ist das [[Wiener Becken]] – an jener Stelle zwischen [[Ostalpen]] und [[Karpaten]], wo Teile der Erdkruste bis zu 6 km abgesunken sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Krustenbewegungen sind auch die Folge überregionaler Bewegungen durch die globale [[Plattentektonik]]. Sie zeigen sich meist an den Rändern der [[Kontinent]]e und gehen mit Phasen der [[Orogenese]] einher.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krustenbewegungen entlang geologischer Störungen ==&lt;br /&gt;
Lokale und regionale Krustenbewegungen erfolgen also meist entlang [[Störung (Geologie)|geologischer Störungen]]. Am Rande von [[Sedimentbecken]] verlaufen diese Störungslinien meist als sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Brüche&amp;#039;&amp;#039; im nahen Untergrund, die sich aber manchmal bis zur Erdoberfläche „durchpausen“. Beckenränder zeichnen sich typischerweise sogar durch ganze Reihen paralleler Brüche (&amp;#039;&amp;#039;[[Staffelbruch|Staffelbrüche]]&amp;#039;&amp;#039;) aus, entlang derer der Beckengrund langsam absinkt und im Gegenzug mit [[Sedimente]]n aufgefüllt wird. Störungszonen in Sedimentbecken sind besonders interessant für die [[Erdölgeologie]], da sie „Fallen“ bilden können, an denen sich die Kohlenwasserstoffe in abbauwürdigen Mengen ansammeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Regionale Krustenbewegungen hängen nicht selten mit einer [[Gebirgsbildung]] zusammen. In den [[Alpidische Orogenese|alpidischen]] Faltengebirgen dauert diese z.&amp;amp;nbsp;B. noch immer an, mit Bewegungsraten bis zu einigen Millimetern pro Jahr. Eine wichtige, wiederholt in Bewegung befindliche Hauptverwerfung der Alpen ist zum Beispiel die [[Periadriatische Naht]], die als 700&amp;amp;nbsp;km lange [[Linienstruktur]] die geologische Grenze zwischen den Ost- und [[Südalpen]] bildet. Die Bewegungen an der Periadriatischen Naht verursachen häufige Erdbeben. Beim Erdbeben von [[Friaul]] 1976 fand dort eine merkliche Verschiebung von einigen Zentimetern statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Globale Plattentektonik ==&lt;br /&gt;
Erdkrustenbewegungen treten aber auch im globalen Maßstab auf, wo sie unter dem Begriff [[Plattentektonik]] zusammengefasst werden. Diese Verschiebungen betreffen ganze Kontinente oder größere Teile davon, tragen/trugen wesentlich zu den Gebirgsbildungen bei und sind damit auch die Ursache für viele regionale Krustenbewegungen. Plattentektonische Bewegungen laufen gleichmäßig ab – mit jährlichen Bewegungsraten von etwa 1&amp;amp;nbsp;cm bis 20&amp;amp;nbsp;cm – und können auch langsame Drehungen der Krustenteile beinhalten. Für Europa am wichtigsten ist die Kollisionszone der [[Afrikanische Platte|Afrikanischen Platte]] (einschließlich einiger Kleinplatten) mit der [[Eurasische Platte|Eurasischen Platte]], an der sich u.&amp;amp;nbsp;a. der [[Alpenbogen]] gebildet hat und die für viele Erdbeben in Südeuropa verantwortlich ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Inneralpines Becken]]&lt;br /&gt;
* [[Geotechnik]]&lt;br /&gt;
* [[Geodäsie]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[László Egyed]]: &amp;#039;&amp;#039;Physik der festen Erde&amp;#039;&amp;#039;,  370 S., Akadémiai Kiadó, Budapest 1969&lt;br /&gt;
* [[Adrian Scheidegger]]: &amp;#039;&amp;#039;Morphotectonics&amp;#039;&amp;#039;, 205 S., Springer-Verlag Berlin-Heidelberg 2004&lt;br /&gt;
* [[Peter Steinhauser]]: &amp;#039;&amp;#039;Über das Gleichgewicht der Ostalpen&amp;#039;&amp;#039; (hpts. vertikale Krustenbewegungen). Sitzungsberichte der Österr. Akademie der Wissenschaften, math.-naturwiss. Klasse, Wien 1991&lt;br /&gt;
* B.Bauer: &amp;#039;&amp;#039;Mass Movements in Austria&amp;#039;&amp;#039;, in: Integrated Risk Assessment, S. 305–313; Series Environmental Science 1999&lt;br /&gt;
* St.Müller, J.Ansorge et al.: &amp;#039;&amp;#039;A crustal cross section along the Swiss [[Geotraverse]] from the Rhinegraben to the Po plain&amp;#039;&amp;#039;. Eclogae Geol. Helv. Band 73, p. 463–485, Zürich 1980&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geodynamik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gretarsson</name></author>
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