<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Krummholz</id>
	<title>Krummholz - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Krummholz"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krummholz&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T01:38:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krummholz&amp;diff=1339137&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Weblinks */ Dateigröße angepasst</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krummholz&amp;diff=1339137&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-30T21:09:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; Dateigröße angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Dividivi on aruba.jpg|mini|[[Divi-Divi-Baum]] (&amp;#039;&amp;#039;Caesalpinia coriaria&amp;#039;&amp;#039;) auf [[Aruba]]]]&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krummholz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Knieholz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man natürlich krumm gewachsenes Holz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Krummholz und Krüppelformen ==&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Krummholz&amp;#039;&amp;#039; wird in der [[Botanik]] für niedrige [[Baum]]- und [[Strauch]]formen mit zahlreichen, sparrig verzweigten, stark gebogenen oder hakenförmigen Ästen wie etwa für die Bergkiefer ([[Legföhre]]) der Alpen oder die [[Lappland-Weide]] Skandinaviens in der [[Subalpine Höhenstufe|Krummholzzone]] oberhalb der [[Waldgrenze]] verwendet; deren Wuchsform grundsätzlich genetisch bedingt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinzu kommt der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krüppelwuchs&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krüppelformen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, die durch extreme Klimaverhältnisse verursacht werden. So wird das natürlich gewachsene Krummholz je nach Höhenlage nochmals durch langanhaltende Schneelast zum Krüppelwuchs gezwungen; aber auch starke Winde – zum Beispiel an vielen Küsten – oder steile Hanglagen mit entsprechender [[Solifluktion]] geben [[Gehölze]]n eigentümliche Formen.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Richter (Autor), Wolf Dieter Blümel et al. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vegetationszonen der Erde.&amp;#039;&amp;#039; 1. Auflage. Klett-Perthes, Gotha / Stuttgart 2001, ISBN 3-623-00859-1, S. 306.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Areale mit gleicher anomaler Krümmung sind ein [[Geodynamik|geodynamischer]] [[Zeigerpflanze|Zeiger]]. Forstlich gesehen ist Krummholz heute weitgehend wertlos und wird als [[Holzfehler|Wuchsfehler]] klassiert (Krummschäftigkeit).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Krummträ.JPG|miniatur|Spanten aus Krummholz]]&lt;br /&gt;
Historisch gesehen waren geeignete Krummhölzer aber gesuchtes Werkmaterial, anfangs für sonst technisch nicht umsetzbare Lösungen, später, weil das natürlich krumm gewachsene Holz mit seinem belastbaren Faserverlauf in einigen Spezialanwendungen nicht durch aus geradwüchsigem Holz geschnittene krumme Bauteile ersetzt werden konnte. Anwendung findet sich etwa:&lt;br /&gt;
* schon seit dem Anbeginn der menschlichen [[Werkzeug]]&amp;amp;shy;herstellung als ein knieförmig gekrümmtes Stück Holz, verwendet etwa als [[Grabstock]] und Waffe oder beim Bau bronzezeitlicher Geräte wie [[Randleistenbeil]] oder [[Pflug]]. Bedeutung verloren die Knieholzgeräte erst, als man das An- und Ein[[schäften]] von Stein- und Bronzeklingen entwickelt.&lt;br /&gt;
* für [[Schaft (Werkzeug)|Werkzeugstiel]]e (etwa [[Spaten]], [[Sense (Werkzeug)|Sense]]n) bis in die Moderne.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;gewachsene [[Spanten]]&amp;#039;&amp;#039;, die aus Knieholz herausgearbeitet worden sind, fanden einst im [[Schiffbau]] Verwendung.&lt;br /&gt;
* krummes Holz findet sich auch regional im [[Fachwerkhaus|Fachwerkbau]], für Zierwerk.&lt;br /&gt;
* auch in der [[Wagnerei]] (für Radreifen, Wasserräder, u.&amp;amp;nbsp;ä.), im [[Schlitten]]bau (Kufen) und verwandten Handwerken wurde bis in das 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert mit natürlich gekrümmten Hölzern gearbeitet.&lt;br /&gt;
* [[Alphorn|Alphörner]] werden noch heute aus an Steilhängen gewachsenen, im unteren Stammbereich krummen Fichten gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um nicht auf Vorkommen wie [[Windflüchter]] oder Bäume mit Blitzschäden angewiesen zu sein, wurden im frühen 19. Jahrhundert junge Bäume mit Vorrichtungen gebogen, um den gewünschten Wuchs zu erreichen. Dies geschah vor allem im nordwestlichen Europa für den Bau von Schiffsrümpfen und Krummholzdächern.&amp;lt;ref&amp;gt;Iris Engelmann: &amp;#039;&amp;#039;Intentionale Verwendung von Eichen-Krummholz in Glockenstühlen des 15. und 16. Jahrhunderts am Beispiel von Beobachtungen in Thüringen&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;MEMO&amp;#039;&amp;#039;, 2017, 1, &amp;#039;&amp;#039;Holz in der Vormoderne&amp;#039;&amp;#039;, S. 60–72;  [https://memo.imareal.sbg.ac.at/wsarticle/memo/2017-engelmann-verwendung-eichen-krummholz/ imareal.sbg.ac.at] (PDF) abgerufen am 15. Dezember 2022; [[doi:10.25536/20170105]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Endgültig verloren hat das Krummholz seinen technischen Einsatz erst mit der Erfindung des [[Bugholz#Herstellungsmethode|Holzbiegens]] (Bugholz), dem dauerhaften Umformen von mit Wasserdampf behandeltem Holz – an und für sich seit alters her bekannt und eingesetzt, etwa in der [[Küferei]], aber erst um 1850 zum industriellen Einsatz weiterentwickelt ([[Gebrüder Thonet|Thonet]]möbel). Heute wird Bugholz für Träger im modernen [[Holzbau]] wieder zunehmend eingesetzt, wenn auch meist in Form von [[Leimbinder]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berufsbezeichnung ==&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krummholz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wurde auch ein auf der [[Wanderjahre|Wanderschaft]] befindlicher [[Stellmacherei|Wagnergeselle]] bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Adelung-1793 |Lemma=Krummholz, das |Band=2 |Seite=1806 |zenoID=20000280925}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dietrich Böhlmann: &amp;#039;&amp;#039;Warum Bäume nicht in den Himmel wachsen – Eine Einführung in das Leben unserer Gehölze.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer Verlag, Wiebelsheim 2009, ISBN 978-3-494-01420-3.&lt;br /&gt;
* Ignaz von Born: &amp;#039;&amp;#039;Abhandlungen einer Privatgesellschaft in Böhmen.&amp;#039;&amp;#039; Fünfter Band, Verlag der Gerlischen Buchhandlung, Prag 1782, S. 130–132.&lt;br /&gt;
* Julius Theodor Christian Ratzeburg: &amp;#039;&amp;#039;Forstnaturwissenschaftliche Reisen durch verschiedene Gegenden Deutschlands.&amp;#039;&amp;#039; Nicolaische Buchhandlung, Berlin 1842, S. 369–377.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.land-oberoesterreich.gv.at/files/naturschutz_db/naturraumkartierung/biotopkartierung/BK_Gosau_Bericht.pdf Naturraumkartierung Oberösterreich.] (PDF; 9,9&amp;amp;nbsp;MB) land-oberoesterreich.gv.at; abgerufen am 9. August 2018.&lt;br /&gt;
* [https://jbc.bj.uj.edu.pl/Content/420450/PDF/NDIGCZAS012498_1839_1840_094_0004.pdf Knieholz: Waaren aus dem Riesengebirge.] (PDF) jbc.bj.uj.edu.pl; abgerufen am 9. August 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzfehler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holz-Halbzeug]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
	</entry>
</feed>