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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Kristallerholung</id>
	<title>Kristallerholung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T01:21:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kristallerholung&amp;diff=371333&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Baum64: Die letzte Textänderung von Acky69 wurde verworfen und die Version 220822997 von Acky69 wiederhergestellt. Eine Kristallerholung geht ohne Korngrenzenbewegung einher</title>
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		<updated>2022-03-11T18:44:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Die letzte Textänderung von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Acky69&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Acky69&quot;&gt;Acky69&lt;/a&gt; wurde verworfen und die Version &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Permanenter_Link/220822997&quot; title=&quot;Spezial:Permanenter Link/220822997&quot;&gt;220822997&lt;/a&gt; von Acky69 wiederhergestellt. Eine Kristallerholung geht ohne Korngrenzenbewegung einher&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kristallerholung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; versteht man die Beseitigung der Folgen einer [[plastische Verformung|plastischen Verformung]] (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kaltumformung]]) &amp;#039;&amp;#039;ohne&amp;#039;&amp;#039; Neubildung des [[Gefüge (Werkstoffkunde)|Gefüge]]s ([[Rekristallisation]]). Kristallerholung führt zum Abbau von [[Mechanische Spannung|Spannung]]en, Kornform und [[Korngröße]] des verformten Gefüges bleiben erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Temperaturerhöhung wird die Kristallerholung infolge größerer Atom[[Beweglichkeit (Physik)|beweglichkeit]] begünstigt. Bei [[Aluminium]] tritt eine merkliche Kristallerholung nach einer Kaltumformung schon bei [[Raumtemperatur]] ein, bei [[Stahl]] erst bei Temperaturen ab ca. 300&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Findet die Erholung schon während der Umformung statt, so spricht man von dynamischer Erholung – in allen anderen Fällen von statischer Erholung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mechanismen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Polygonization animation.gif|mini|Ausheilung vorzeichenfremder Versetzungen]]&lt;br /&gt;
Die Kristallerholung ist primär auf zwei parallel auftretende Effekte zurückzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausheilung ===&lt;br /&gt;
* Die Ausheilung nulldimensionaler [[Gitterfehler|Fehler]] geschieht durch [[Diffusion]] von [[Zwischengitteratom]]en in Gitter-[[Leerstelle]]n.&lt;br /&gt;
* Eindimensionale Fehler, also Stufen- und Schrauben[[Versetzung (Materialwissenschaft)|versetzungen]], heilen durch Annihilation zweier Versetzungen entgegengesetzter Vorzeichen (Summe der [[Burgersvektor]]en gleich null, siehe nebenstehende Abbildung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Umordnung ===&lt;br /&gt;
* Bei der Umordnung nulldimensionaler Fehler lagern sich Leerstellen bzw. Zwischengitteratome in die [[Gitterebene|Gitterhalbebene]]n der Versetzungen ein, wodurch die Stufenversetzungen ihre Lage verändern können – sie &amp;#039;&amp;#039;klettern&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
* Durch Klettern von Stufenversetzungen und [[Quergleiten]] von Schraubenversetzungen können sich diese in eine energetisch günstigere Position umlagern, in regelmäßigen Reihen anordnen und [[Kleinwinkelkorngrenze]]n bilden. Durch diesen Polygonisationsvorgang entstehen innerhalb eines Kristallits Subkörner mit einer sehr niedrigen [[Versetzungsdichte]] in ihrem Inneren und versetzungsreichen, netzartigen Strukturen an ihren Grenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Während der Kristallerholung bleiben Großwinkel[[korngrenze]]n statisch und werden nicht neu gebildet. Wenn im Spezialfall der kontinuierlichen Rekristallisation Korngrenzbewegungen behindert sind, entstehen neue Großwinkelkorngrenzen; somit ist dieser Fall von der Kristallerholung zu unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gottstein, Günter |Titel=Materialwissenschaft und Werkstofftechnik Physikalische Grundlagen |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer= |Auflage=4., neu bearb. Aufl. 2014 |Verlag= |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum= |ISBN=978-3-642-36603-1 |Seiten=323}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einfluss auf die Werkstoffeigenschaften ==&lt;br /&gt;
Werkstoffe zeigen nach der Kristallerholung eine höhere [[Duktilität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit steigender Temperatur werden Erholungsvorgänge im Gefüge zunehmend begünstigt. Dies schlägt sich in den mechanischen Eigenschaften nieder, z.&amp;amp;nbsp;B. durch ein Absinken von [[Härte]] und [[Zugfestigkeit]]. Werden Temperatur und/oder [[Umformgrad]] weiter erhöht, so setzen zunehmend Rekristallisationsvorgänge ein, verbunden mit einer völligen Gefügeneubildung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Stapelfehlerenergie]] eines Werkstoffs hat großen Einfluss auf das Ausmaß der Kristallerholung:&amp;lt;ref name=&amp;#039;broeckmann&amp;#039;&amp;gt;Christoph Broeckmann, Paul Beiss: &amp;#039;&amp;#039;Werkstoffkunde I&amp;#039;&amp;#039;. Institut für Werkstoffanwendungen im Maschinenbau der [[RWTH Aachen]], Aachen 2014, S. 220–239.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Bei Werkstoffen mit hoher Stapelfehlerenergie ist die Kristallerholung &amp;#039;&amp;#039;nicht&amp;#039;&amp;#039; behindert. So hat [[Aluminium]] eine hohe Stapelfehlerenergie, daher kann bei Reinstaluminium die (durch [[Kaltverfestigung]] bedingte) Härte nur durch Erholung um 40&amp;amp;nbsp;Prozent gesenkt werden.&lt;br /&gt;
* Dagegen ist bei Werkstoffen mit niedriger Stapelfehlerenergie die Kristallerholung behindert, es kommt mehr zum konkurrierenden Prozess der Rekristallisation. So liegt z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Kupfer]] die Senkung der Härte durch Erholung ohne Rekristallisation im praktisch nicht messbaren Bereich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metallkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festkörperchemie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Baum64</name></author>
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