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	<title>Krisenmanagement - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T13:22:01Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krisenmanagement&amp;diff=141859&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schiplagerheide: Änderung 242893251 von Aa5tiger rückgängig gemacht; Wikipedia ist keine Werbeplattform, bei der zu privaten Homepages verlinkt wird.</title>
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		<updated>2024-03-07T16:21:05Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/242893251&quot; title=&quot;Spezial:Diff/242893251&quot;&gt;242893251&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Aa5tiger&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Aa5tiger&quot;&gt;Aa5tiger&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; Wikipedia ist keine Werbeplattform, bei der zu privaten Homepages verlinkt wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krisenmanagement&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([{{IPA|ˈkʁiːzənmænɪdʒmənt}}]; {{enS|crisis management}}) ist der systematische Umgang eines [[Wirtschaftssubjekt]]s, einer (prominenten) Einzelperson bzw. Personengruppe mit [[Krise]]nsituationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Oft werden die Begriffe „Krisenmanagement“ und „Katastrophenmanagement“ synonym verwendet; sie weisen aber durchaus Unterschiede auf (siehe [[#Begriff]]). Das Krisenmanagement ist als [[Querschnittsaufgabe]] einerseits die [[Funktion (Organisation)|Funktion]] in einem Wirtschaftssubjekt (etwa der [[Krisenstab]]), andererseits sind alle [[Tätigkeit]]en zur Bewältigung der Krise als Krisenmanagement anzusehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Wirtschaftssubjekte ([[Unternehmen]], [[Privathaushalt]]e oder der [[Staat]] mit seinen [[Regierung]]en) benötigen ein Krisenmanagement, das im Falle einer Krise, welche das Wirtschaftssubjekt oder seine [[Umwelt]] bedroht, tätig wird. Ähnlich wie beim [[Risikomanagement]] ist bei einer Krise deren [[Risikoidentifikation|Identifikation]], [[Risikoanalyse|Analyse]], [[Risikoquantifizierung|Quantifizierung]], [[Risikobeurteilung|Krisenbeurteilung]], [[Risikobewertung|Krisenbewertung]] und abschließende Krisenbewältigung erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Krisenmanagement ist eine permanente [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgabe]] für jedes größere Wirtschaftssubjekt,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=yZq3hmVh7fIC&amp;amp;pg=PA241&amp;amp;dq=krisenmanagement&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjep7PHir3pAhWCyKQKHeDVBX0Q6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=krisenmanagement&amp;amp;f=false Thomas Hutzschenreuter/Torsten Griess-Nega (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Krisenmanagement: Grundlagen - Strategien - Instrumente&amp;#039;&amp;#039;, 2006, S. 241]&amp;lt;/ref&amp;gt; es darf nicht erst bei Eintritt einer Krise installiert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
[[Krise]] ist eine problematische, oft unvermittelt auftretende und mit einer Zuspitzung verknüpfte Situation. Häufig ist sie mit einem [[Dilemma]] verbunden und/oder die Situation steht an einem Scheideweg (zum Beispiel [[Kubakrise]]: Krieg, Atomkrieg oder Frieden?). Eine [[Katastrophe]] ist ein folgenschweres Unglücksereignis mitsamt dessen Folgen. Im engeren Sinn ist es eine länger andauernde und meist großräumige Schadenlage, die mit der normalerweise vorgehaltenen [[Gefahrenabwehr]] ([[Feuerwehr]], [[Rettungsdienst]], [[Polizei]]) nicht angemessen bewältigt werden kann und die man nur mit Hilfe aus anderen Regionen oder Staaten bewältigen kann (siehe [[Katastrophe#Kriterien zur Definition|Katastrophe – Kriterien zur Definition]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter einer Krise wird speziell in der [[Unternehmensführung]] eine [[Gefährdung]] des [[Fortführungsprinzip|Fortbestehens]] eines Unternehmens oder eines wesentlichen [[Geschäftsbereich]]s verstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=EWeHDwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA590&amp;amp;dq=Krisenmanagement+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiW3OHouZfpAhVJtIsKHdWZBQUQ6AEIMTAB#v=onepage&amp;amp;q=Krisenmanagement%20lexikon&amp;amp;f=false Hans-Dieter Zollondz/Michael Ketting/Raimund Pfundtner (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Qualitätsmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 589]&amp;lt;/ref&amp;gt; Während sich die [[Krisenprävention]] mit potenziellen Krisen befasst, ist es Aufgabe des Krisenmanagements, bei und nach dem Eintritt einer Krise den möglicherweise entstehenden personellen ([[Personenschaden]]) und materiellen [[Sachschaden]] zu bekämpfen, einzudämmen und die Krise zu bewältigen.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerd F. Kamiske/Jörg-Peter Brauer, &amp;#039;&amp;#039;Qualitätsmanagement von A-Z&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 259&amp;lt;/ref&amp;gt; Der dauerhafte Verlust von [[Performance (Risikomanagement)|Performance]] kann unmittelbar als Krise verstanden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=DHDbDQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA415&amp;amp;dq=Krisenanalyse&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjy37mFw5jpAhXJlIsKHZhcCYAQ6AEISjAE#v=onepage&amp;amp;q=Krisenanalyse&amp;amp;f=false Stefan Hohberger/Hellmut Damlachi, &amp;#039;&amp;#039;Performancesteigerung im Unternehmen&amp;#039;&amp;#039;, 2017, S. 415]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Krisenmanagement hat sich insbesondere mit den Krisenarten [[Bankenkrise]]n, [[Cyberattacke]]n, [[Energiekrise]]n, [[Epidemie]]n, [[Finanzkrise]]n, [[Krieg]]e, [[Naturkatastrophe]]n, [[Pandemie]]n, private Lebenskrisen ([[Arbeitslosigkeit]], [[Ehe]]krisen, [[Tod]], [[Verschuldung]]), politischen Krisen (unter anderem [[Regierungskrise]]n), [[psychiatrische Krise|psychiatrischen Krisen]], [[Terrorismus]] oder [[Wirtschaftskrise]]n zu befassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide, sowohl Katastrophen als auch Krisen, können auch kausal miteinander verbunden sein. So war die [[Nuklearkatastrophe von Fukushima]] eine Katastrophe für  hunderttausende Menschen, die den radioaktiv verstrahlten Umkreis um die explodierten Kernreaktoren herum verlassen mussten. Gleichzeitig führte sie unmittelbar zu einer Krise für den japanischen [[Staatshaushalt]], der vor enormen finanziellen Belastungen steht und für den [[Betreiber]] der Anlage, [[Tepco]]: ihm droht der Konkurs; es ist auf finanzielle Hilfe von außen angewiesen. Tepco ist verpflichtet, weitere Schadensereignisse zu minimieren oder zu vermeiden. Im Mai 2012 erhielt Tepco eine staatliche Hilfe von 9,6 Mrd. Euro, im Gegenzug übernahm die japanische Regierung mehr als 50 Prozent der Stimmrechte und verstaatlichte das Unternehmen damit de facto.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.tagesschau.de/wirtschaft/tepco150.html|wayback=20120510195030|text=&amp;#039;&amp;#039;Staat hat Mehrheit bei Stimmrechten: Tepco gehört jetzt Japan&amp;#039;&amp;#039;}} bei tagesschau.de, 9. Mai 2012 (abgerufen am 9. Mai 2012).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Krise ist sogar ein [[Rechtsbegriff]], der in {{§|4|vsvgv|juris}} Abs. 1 [[Vergabeverordnung Verteidigung und Sicherheit|VSVgV]] als jede Situation in einem [[EU-Mitgliedstaat]] oder einem Drittland definiert ist, in der ein [[Schadensereignis]] eingetreten ist, das deutlich über die Ausmaße von Schadensereignissen des täglichen Lebens hinausgeht und dabei Leben und Gesundheit zahlreicher Menschen erheblich gefährdet oder einschränkt, eine erhebliche Auswirkung auf [[Sachwert]]e hat oder lebensnotwendige Versorgungsmaßnahmen für die Bevölkerung erforderlich macht. Eine Krise liegt demnach auch vor, wenn konkrete Umstände dafür vorhanden sind, dass ein solches Schadensereignis unmittelbar bevorsteht. Bewaffnete Konflikte und Kriege sind Krisen im Sinne dieser Verordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Typen von Krisen ==&lt;br /&gt;
Die [[Fachliteratur]] unterscheidet mehrere Typen von Krisen, die oft unterschiedlich in Anzahl und Namensgebung sind. Hier soll eine eher allgemeine Unterscheidung in folgende vier Typen genügen:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=eyVsCQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA309&amp;amp;dq=%C3%9Cberlebenskrise+Steuerungskrise+Ver%C3%A4nderungskrise&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjGzJH4-7zpAhWD_KQKHRlNA10Q6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=%C3%9Cberlebenskrise%20Steuerungskrise%20Ver%C3%A4nderungskrise&amp;amp;f=false Oliver Pott/André Pott, &amp;#039;&amp;#039;Entrepreneurship&amp;#039;&amp;#039;, 2015, S. 309]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Überlebenskrise&amp;#039;&amp;#039;: Hierzu gehören Ereignisse, welche die Existenz eines Unternehmens oder einer anderen Art von Organisation gefährden. Im Falle eines Unternehmens zählen hierzu [[Liquidität]]sprobleme, Ausfall von unternehmenswichtigen [[Geschäftsprozess]]en, Ausfall von wichtigen [[Kunde]]n und/oder [[Lieferant]]en sowie andere wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zur [[Insolvenz]] führen können. Maßnahmen, die einer Krise von diesem Typ entgegensteuern, beinhalten oft eine wirtschaftliche Beratung oder eine Unternehmenssanierung mit Einschnitten in die Unternehmensstruktur und müssen vor allem schnell vorangetrieben werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Steuerungskrise&amp;#039;&amp;#039;: Sie umfasst alle Probleme, die sich auf das [[Management]] eines Unternehmens beziehen. Hierzu gehören falsche oder nicht getroffene [[Entscheidung]]en, ein Machtmonopol, ein Machtvakuum und mangelnde Informationen für die Entscheidungsfindung. Als Gegenmaßnahmen bieten sich meist Instrumente aus Reorganisation, [[Business-Process-Reengineering]] (BPR), [[Wissensmanagement]] oder [[Personalentwicklung]] an.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Veränderungskrise&amp;#039;&amp;#039;: Sie kann sich aus Veränderungen in einer Organisation oder in einem Unternehmen ergeben. Dazu gehören z.&amp;amp;nbsp;B neue IT-Applikationen, die von den Anwendern nicht akzeptiert werden, oder auch Prozessveränderungen, die von der [[Belegschaft]] nicht gelebt werden. Einer Veränderungskrise kann durch proaktives [[Veränderungsmanagement]] ({{enS|change management}}) entgegengewirkt werden.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ereignisinduzierte Krisen&amp;#039;&amp;#039;: Diese Krisen (z.&amp;amp;nbsp;B. ereignisinduzierte Markenkrisen) werden durch gewisse Ereignisse ausgelöst und können mehrere unterschiedliche Verlaufsformen annehmen, deren negative und zum Teil nachhaltige Auswirkungen maßgeblich von den getroffenen Gegenmaßnahmen abhängig sind ([[Krisenkommunikation (Öffentlichkeitsarbeit)|Krisenkommunikation]] bzw. Krisenmanagement). Beispiel [[Liechtensteiner Steueraffäre]]: Erstes Ereignis war der [[Datendiebstahl]], Auslöser der Krise war aber das zweite Ereignis, die öffentlichkeitswirksame Verhaftung von [[Klaus Zumwinkel]].&lt;br /&gt;
Der [[Worst Case]] des Krisenmanagements ist ein plötzlich und unerwartet auftretender „[[Black Swan (Risiken)|Schwarzer Schwan]]“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prozessablauf ==&lt;br /&gt;
Krisensituationen weisen meist Merkmale wie Dringlichkeit ([[Zeitdruck]]), Überraschtheit, [[Ungewissheit]] und Diskontinuität auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Dieter Zollondz/Michael Ketting/Raimund Pfundtner (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Qualitätsmanagement&amp;#039;&amp;#039;, 2016, S. 590&amp;lt;/ref&amp;gt; Unter dieser Voraussetzung befasst sich der Prozessablauf des Krisenmanagements mit folgenden [[Ablaufabschnitt]]en:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Krisenidentifikation&lt;br /&gt;
Zunächst müssen Entscheidungsträger im Rahmen der [[Risikowahrnehmung|Krisenwahrnehmung]] überhaupt erkennen, dass eine Krise vorliegt oder droht. Diese kann interne Ursachen haben wie sich verschlimmernde [[Schwachstelle (Organisation)|Schwachstellen]] oder gar [[Unternehmenskrise]]n, oft sind Krisen jedoch externe [[Ereignis]]se ([[Marktenge]], [[Marktstörung]]) bis hin zum [[Schock (Volkswirtschaftslehre)|volkswirtschaftlichen Schock]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Krisenanalyse&lt;br /&gt;
Es folgt die genaue [[Analyse]] der Krise und ihrer Ursachen. Ohne Krisenanalyse und damit ohne ein Verständnis der Ursachen für die Schieflage ist es nicht möglich, alle Schwachstellen zu erfassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Krisenquantifizierung&lt;br /&gt;
Die [[Quantifizierung]] soll helfen, das materielle und ideelle Ausmaß einer Krise auf ein Wirtschaftssubjekt zu bestimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Krisenbeurteilung&lt;br /&gt;
Mit der Krisenbeurteilung erfolgt eine [[Beurteilung]], inwieweit sich die Krise auf das Wirtschaftssubjekt auswirkt und welche [[Organisationseinheit]]en hiervon betroffen sein können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;Krisenbewertung&lt;br /&gt;
Die Krisenbewertung sorgt für eine [[Klassifizierung]] im Hinblick auf die Intensität einer Krise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anker|Krisenbewältigung}}&lt;br /&gt;
;Krisenbewältigung&lt;br /&gt;
Die Krisenbewältigung ist die Kernaufgabe des Krisenmanagements und findet statt durch sämtliche Maßnahmen wie Bekämpfung der Krisenursachen, Minderung der Krisenauswirkungen und Beseitigung bereits entstandener Schäden.&lt;br /&gt;
In Krisensituationen reichen die üblichen [[Verhaltensmuster]] und [[Strategie (Wirtschaft)|Strategien]] meist nicht aus, um die Krise zu bewältigen. Auch das vorhandene [[Wissen]], [[Erfahrungswert]]e und die vorhandenen [[Ressourcen]] reichen häufig nicht aus, um die Krisensituation zu beseitigen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strategien zur Krisenvermeidung/-verminderung ==&lt;br /&gt;
Viele Krisen können auf strategische [[Fehlentscheidung]]en oder auf [[Menschlicher Fehler|Fehlverhalten]] in Notfallsituationen zurückgeführt werden. Die Verfügbarkeit von entscheidungskritischen Informationen und die Fähigkeit, negative Ereignisse zeitnah zu bewältigen, sind ein guter Schutz gegen Krisen.&lt;br /&gt;
* [[Crisis Intelligence]] – Krisen(früh)aufklärung, Krisen(ursachen)Forschung;&lt;br /&gt;
* Bildung von [[Strategische Allianz|strategischen Allianzen]], Schaffung von Ausweichmöglichkeiten;&lt;br /&gt;
* [[Frühwarnsystem]] und [[Risikomanagement]], welche die Risikoexposition des Unternehmens, der Lieferanten, der Kunden kontinuierlich überwachen und schwache Signale von sich entwickelnden Krisen detektieren;&lt;br /&gt;
* Regelmäßige Bewertung von Lieferanten und Kunden (siehe [[Kundenwert]]);&lt;br /&gt;
* Krisen-/Notfallmanagement-System, welches im Ernstfall die Eskalation eines Ereignisses mit Hilfe von vorbereiteten Maßnahmenplänen durch [[Kontinuitätsmanagement|Notfallmanagement]] vermeiden/vermindern soll;&lt;br /&gt;
* Ausbildung des Krisenstabs, Durchführung von Krisenstabsübungen;&lt;br /&gt;
* Etablierung einer Kommunikationsstrategie für Krisenfälle (interne/externe Kommunikation), da Unternehmenskrisen oft eine negative Medienwirkung und ein hohes Öffentlichkeitsinteresse haben. Gemeinsame Ziele von Krisenmanagement und [[Krisenkommunikation (Öffentlichkeitsarbeit)|Krisenkommunikation]] sind die Sicherheit der [[Verbraucher]], [[Mitarbeiter]] und [[Bürger]] als auch der Schutz des Unternehmens vor [[Diskreditierung|Imageverlusten]] und wirtschaftlichem Niedergang;&lt;br /&gt;
* [[Szenario-Technik]] für die Identifizierung möglicher Krisenszenarien (zum Beispiel &amp;quot;[[Worst Case|Worst-Case]]-Szenario);&lt;br /&gt;
* „das Überraschende erwarten“, das „Undenkbare“ denken. Dabei können [[Kreativitätstechniken]] helfen. Für die Ideenfindung hat sich das Wort [[Brainstorming]] eingebürgert. Einige Katastrophen der letzten Jahre machten allgemein bewusst, dass „nichts unmöglich“ ist: [[Terroranschläge am 11. September 2001|die Anschläge auf das World Trade Center 2001]], der [[Tsunami vom 26. Dezember 2004]], [[SARS]], die überraschende Insolvenz der Investmentbank [[Lehman Brothers]] im September 2008, die [[Nuklearkatastrophe von Fukushima]] (2011)&amp;lt;ref&amp;gt;zeit.de: [https://www.zeit.de/2011/16/Lernen-Katastrophen?page=all &amp;#039;&amp;#039;Das Überraschende erwarten. - Ein neuer Typus von Katastrophen bedroht die global vernetzte Welt. Wie sind sie zu bewältigen? Nur mit einer neuen Art zu denken.&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;, der [[COVID-19-Pandemie|Corona-Virus-Ausbruch]] Anfang 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Frühwarnsysteme ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Frühwarnsystem}}&lt;br /&gt;
Um Krisen zu antizipieren oder zumindest frühzeitig zu erkennen, können der Krisenprävention dienende [[Frühwarnsystem]]e installiert werden. Sie haben zum Ziel, Krisensituationen frühzeitig zu prognostizieren, um auch die Reaktionszeit des Krisenmanagements zu erhöhen. In {{§|91|aktg|juris}} Abs. 2 [[Aktiengesetz (Deutschland)|AktG]] wird bei [[Aktiengesellschaft (Deutschland)|Aktiengesellschaften]] die Früherkennung der den Fortbestand der Unternehmen gefährdenden Entwicklungen verlangt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Gahlen, Matthias / Kranaster, Maike: &amp;#039;&amp;#039;Krisenmanagement. Planung und Organisation von Krisenstäben&amp;#039;&amp;#039;, Deutscher Gemeindeverlag, 2. erweiterte Auflage 2012, 114 Seiten, ISBN 978-3-555-01590-3&lt;br /&gt;
* Garth, Arnd Joachim: &amp;#039;&amp;#039;Krisenmanagement und Kommunikation&amp;#039;&amp;#039;, Gabler Verlag Wiesbaden 2008, 212 Seiten, ISBN 978-3-8349-0948-0&lt;br /&gt;
* Harz, Michael / Hub, Heinz-Günter/Schlarb, Eberhard: &amp;#039;&amp;#039;Sanierungs-Management. Unternehmen aus der Krise führen&amp;#039;&amp;#039;, 3. Auflage, Düsseldorf 2006, ISBN 3-87881-184-5&lt;br /&gt;
* Neubauer, Michael: &amp;#039;&amp;#039;Krisenmanagement in Projekten&amp;#039;&amp;#039;, Springer Verlag, 278 Seiten, 3. Auflage 2010, ISBN 978-3-642-12399-3&lt;br /&gt;
* Nolting, Tobias / Thießen, Ansgar (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krisenmanagement in der Mediengesellschaft. Potenziale und Perspektiven in der Krisenkommunikation&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften 2008, ISBN 978-3-531-15384-1&lt;br /&gt;
* Roselieb, Frank (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Krise managen&amp;#039;&amp;#039;, [[Frankfurter Allgemeine Buch]], Frankfurt am Main, 2002, 248 Seiten, ISBN 3-934191-71-1&lt;br /&gt;
* Roselieb, Frank / Dreher, Marion (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Von erfolgreichen Krisenmanagern lernen&amp;#039;&amp;#039;, Erich Schmidt Verlag, Berlin, 2008, ISBN 978-3-503-10090-3&lt;br /&gt;
* Thießen, Ansgar: &amp;#039;&amp;#039;Organisationskommunikation in Krisen. Reputationsmanagement durch strategische, integrierte und situative Krisenkommunikation&amp;#039;&amp;#039;, VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden: 2011, ISBN 978-3-531-18239-1&lt;br /&gt;
* Thießen, Ansgar (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch Krisenmanagement&amp;#039;&amp;#039;, Springer VS, Wiesbaden: 2013, ISBN 978-3-531-19366-3&lt;br /&gt;
* Trauboth, Jörg. H. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krisenmanagement in Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen – Professionelle Prävention und Reaktion bei sicherheitsrelevanten Bedrohungen von innen und außen&amp;#039;&amp;#039;, Co-Autoren: Peter Höbel, Dr. Arnd-Christian Kulow, Nils Marquardsen, Frank Meurer, Frank C. Waldschmidt.Richard Boorberg Verlag, Stuttgart/München, 2022, 2. Auflage, 654 S. ISBN 978-3-415-07170-4&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.dgfkm.de/ Deutsche Gesellschaft für Krisenmanagement e. V.] Berufsverband deutscher Krisenmanager, Krisenberater und Krisenforscher&lt;br /&gt;
* [https://www.brsi.international/ Bundesvereinigung für Restrukturierung, Sanierung und Interim Management e. V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.krisenmagazin.de/849.0.html „Krisenmagazin“] ({{ISSN|1867-7541}}) Zeitschrift für Krisenmanagement, Krisenkommunikation und Krisentraining&lt;br /&gt;
* [https://www.bbk.bund.de Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4127374-6}}&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Managementsystem]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schiplagerheide</name></author>
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