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	<title>Kriminalstatistik - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kriminalstatistik&amp;diff=28580&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;KenntnisseSchüler am 18. März 2026 um 10:08 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:FBI UCR crime-clock 2014.jpg|mini|Sog. &amp;#039;&amp;#039;crime-clock&amp;#039;&amp;#039;: Auftreten von nationalen Deliktsgruppen in den Vereinigten Staaten, heruntergerechnet auf Durchschnittswerte pro Deliktsgruppe und Zeitspanne (Stand 2014)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kriminalstatistiken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind amtliche [[Kriminologie|kriminologische]] [[Statistik]]en, die [[Strafbarkeit|strafbares]] und rechtswidriges Verhalten quantitativ erfassen und regional, z.&amp;amp;nbsp;B. auf Bundesländer oder auf ein Staatsgebilde, begrenzt sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kriminalstatistiken geben Aufschluss über Täter (und spezifische Gruppierungen), Opfer, Fälle, Ermittlungsverfahren, Strafverfahren, Schäden, [[strafrecht]]liche Folgen und [[Kriminalgeographie]] mit Aufschlüsselung der Zeiträume.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im engeren Sinne sind dies in Deutschland:&lt;br /&gt;
* die [[Polizeiliche Kriminalstatistik (Deutschland)|Polizeiliche Kriminalstatistik]] (PKS)&lt;br /&gt;
* die staatsanwaltschaftliche Erledigungsstatistik&lt;br /&gt;
* die Strafverfolgungsstatistik&lt;br /&gt;
* die Strafvollzugsstatistik&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Quellen}}&lt;br /&gt;
Kriminalstatistiken im weiteren Sinne sind die statistischen Materialien der [[Bewährungshilfe|Bewährungs-]] und [[Kinder- und Jugendhilfe|Jugendhilfe]], aber auch das [[Bundeszentralregister]] (BZR) beim [[Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof|Generalbundesanwalt]]. Aus dem BZR ist es möglich, eine [[Rückfall (Strafrecht)|Rückfallstatistik]] zu entwickeln. Bisher sind 1989 und 1990 Rückfallstatistiken erschienen. Für die Daten aus 1994 ist Anfang 2004 eine Rückfallstatistik erschienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis auf die PKS handelt es sich ausschließlich um Justizstatistiken. Kriminalstatistiken sollen einen Überblick über die Lage der [[Kriminalität]] in einem Land, einer Region oder einer Stadt sowie deren Entwicklung im Laufe der Zeit darstellen. Dabei können die Kriminalitätsstatistiken nur begrenzt zur Diagnose oder zur Prognose verwendet werden, denn die Zahlen zeigen lediglich die polizei- und justizbekannten Taten (so genanntes &amp;#039;&amp;#039;[[Hellfeld]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erste justizstatistische Auswertungen wurden unter [[Ludwig XIV.]] von Frankreich unternommen. Eine systematische Auswertung ist ab dem Beginn des 19. Jahrhunderts nachgewiesen. Einer wissenschaftlichen Analyse wurden diese sog. [[Moralstatistik]]en erstmals 1836 durch [[Lambert Adolphe Jacques Quételet|Adolphe Quetelet]] unterzogen. Auch in Großbritannien, Österreich und Dänemark wurden im frühen 19. Jahrhundert Kriminalstatistiken veröffentlicht.&lt;br /&gt;
In deutschen Landen wurden erstmals 1803 bzw. 1809 statistische Erhebungen zu Justizverwaltungszwecken in Bayern und Baden vorgenommen. Ab 1830 wurden sowohl in Preußen als auch in Bayern persönliche Merkmale von Straftätern erhoben.&lt;br /&gt;
Seit 1882 gab es in Deutschland eine einheitliche Kriminalstatistik, die [[Abgeurteilter|abgeurteilte Personen]] und abgeurteilte strafbare Handlungen erfasste. Ab 1917 wurden jedoch nur noch die Personen gezählt. In den Zeiten des NS-Regimes war geplant, eine vereinheitlichte Kriminalstatistik einzuführen. Das Vorhaben konnte jedoch wegen des Kriegsausbruchs nicht umgesetzt werden. Seit 1950 gab es für das damalige Bundesgebiet die erste Strafverfolgungsstatistik. 1953 wurde die bundeseinheitliche Polizeiliche Kriminalstatistik etabliert. 1961 kam die Strafvollzugsstatistik hinzu und 1963 die Statistik über die [[Bewährungshilfe]] und die [[Führungsaufsicht]]. Von 1976 an wurde eine staatsanwaltschaftliche Erledigungsstatistik geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf internationaler Ebene ist seit 2015 die Internationale Klassifikation von Kriminalität für statistische Zwecke (ICCS) der Statistischen Kommission der Vereinten Nationen und der Kommission für Verbrechensverhütung und Strafrechtspflege (CCPCJ) als internationaler statistischer Standard für die Datenerhebung anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.unodc.org/unodc/en/data-and-analysis/statistics/iccs.html |titel=Crime and criminal justice statistics |werk=UNODC |sprache=en |abruf=2024-03-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Birgit Sauer |url=https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/femizid-2023/519671/name-it-count-it-end-it/ |titel=Name it, count it, end it. Femizide erkennen, erfassen und beenden |werk=Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ) |hrsg=Bundeszentrale für politische Bildung |datum=2023-03-31 |abruf=2024-03-08 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Interpretation ==&lt;br /&gt;
Die Vergleichbarkeit unter den Kriminalstatistiken ist umstritten. Gerade weil die polizeiliche Kriminalstatistik anders strukturiert ist, wird eine Vergleichbarkeit verneint. Schließlich ist der Erfassungszeitraum ein anderer als bei den übrigen Statistiken. Die erfassenden Stellen sind ebenfalls unterschiedlich. So erfasst die polizeiliche Kriminalstatistik zunächst nur die angezeigten Delikte, ist also ein Arbeitsnachweis der Polizei. Darüber ob  Anzeigen zu Verurteilungen führen, sagt sie nichts aus. Für Sebastian Fiedler, SPD-Innenausschuss sind die Zahlen mit Vorsicht zu genießen, es sei die am meisten fehlinterpretierte Statistik überhaupt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/morgenmagazin/politik/Fiedler-Meist-fehlinterpretierteste-Statistik-100.html |titel=Fiedler zu Kriminalstatistik - Morgenmagazin - ARD {{!}} Das Erste |sprache=de |abruf=2023-04-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größte Schwäche der Statistiken ist ihre rein quantitative Ausrichtung, die wenig Anhaltspunkte über die Tatschwere ergibt. Es werden die Delikte nur nach bestimmten Kategorien – zum Beispiel [[Diebstahl]], [[Raub]] und [[Körperverletzungsdelikt|Körperverletzung]] – erfasst. Zudem ist die Zahl der polizeilich bearbeiteten Straftaten&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.inneres.bremen.de/sixcms/media.php/13/20230306_PM%20PKS_final.pdf Presseinformation zur Bremer Polizeistatistik]&amp;lt;/ref&amp;gt; von der Zahl der Strafverfahren zu unterscheiden, die bei der Staatsanwaltschaft weiter verfolgt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem im Juni 2014 veröffentlichten Interview hat der Chef der [[Deutsche Polizeigewerkschaft|Deutschen Polizeigewerkschaft]] (DPolG), [[Rainer Wendt]], den Aussagewert von Kriminalstatistiken mit den Worten relativiert: „Wir wissen natürlich, dass die Kriminalitätsstatistik eigentlich so nicht heißen dürfte. Ich würde sie »Arbeitsnachweis Polizei« nennen, denn sie bildet nicht die tatsächliche Kriminalität ab, sondern lediglich die Zahl der Anzeigen in den verschiedenen Deliktsbereichen, die die Polizei bearbeitet hat, mehr nicht. Das, was die Menschen als Kriminalität oder auch als teilweise massive Ordnungsstörungen vor Ort erleben, ist etwas völlig anderes.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/redaktion/polizisten-am-limit-interview-mit-dem-chef-der-deutschen-polizeigewerkschaft-dpolg-rainer-wendt.html |wayback=20140613005104 |text=&amp;#039;&amp;#039;„Polizisten am Limit: Interview mit dem Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Rainer Wendt“&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2019-04-24 03:03:29 InternetArchiveBot }}, Knopp-Online, 10. Juni 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Lagebild]] (differenziert nach [[Kriminalgeographie]], Deliktsgruppen und Täterherkunft etc.)&lt;br /&gt;
* [[Polizeiliche Kriminalstatistik (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
* [[Polizeiliche Kriminalstatistik (Österreich)]]&lt;br /&gt;
* [[Polizeiliche Kriminalstatistik (Schweiz)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Reinhard Scholzen]]: Möglichkeiten und Grenzen des Aussagewerts Polizeilicher Kriminalstatistiken. In: Die Polizei, 1, 2003, S. 16–19.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/pks_node.html Polizeiliche Kriminalstatistiken der Bundesrepublik Deutschland ab 1953] (Herausgeber: [[Bundeskriminalamt (Deutschland)]])&lt;br /&gt;
* [https://www.destatis.de/DE/Themen/Staat/Justiz-Rechtspflege/_inhalt.html#234458 Strafverfolgung auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4134292-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalstatistik| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtliche Statistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;KenntnisseSchüler</name></author>
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