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	<title>Krimdeutsche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T02:49:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krimdeutsche&amp;diff=35189&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;H7: /* Weblinks */ leider auch Offline-Links</title>
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		<updated>2026-02-14T20:46:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; leider auch Offline-Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krimdeutsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für eine [[deutschstämmige]] Volksgruppe auf der Halbinsel [[Krim]] und damit ein Teil der [[Schwarzmeerdeutsche]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als 1783 die Krim von [[Katharina II.|Katharina der Großen]] „für alle Zeiten“ [[Annexion|annektiert]] wurde, floh der Großteil der [[Krimtataren]] ins [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]]. Das Gebiet wurde daraufhin unter dem Fürsten [[Grigori Alexandrowitsch Potjomkin|Grigori Potjomkin]] gezielt mit [[Griechen]], [[Armenier]]n, [[Bulgaren]], [[Balten]], [[Russen]] und [[Ukrainer]]n  besiedelt. Der Rest der tatarischen Bevölkerung wurde in die unfruchtbaren Gebiete im Inneren der Krim zurückgedrängt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Manifest vom 22. Februar 1784, das „&amp;#039;&amp;#039;alle mit dem Russischen Reich befreundeten Nationen&amp;#039;&amp;#039;“ einlud, sich in [[Cherson]], [[Sewastopol]] und [[Feodossija]] anzusiedeln&amp;lt;ref&amp;gt;Detlef Brandes: Von den Zaren adoptiert, R. Oldenbourg Verlag, München, 1993, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt;, blieb anscheinend ohne Erfolg. Erst unter [[Alexander I. (Russland)|Alexander I.]] begann ab 1804 eine gezielte Ansiedlung von [[Russlanddeutsche|Deutschen]], [[Schweizer]]n und [[Italiener auf der Krim|Italienern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1915 gab es 314 Kolonien auf der Halbinsel. 1926 lebten 43.631 [[Deutschstämmige]] auf der Krim, was 6,1 Prozent Gesamtbevölkerung entsprach.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.blackseagr.org/pdfs/merv-crimea.pdf Germans from Crimea in Labor Camps of Swerdlowsk District] {{#sprache:en}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1939 waren von damals 1,1 Millionen Einwohnern etwa 60.000 deutscher Herkunft, knapp 5,5 Prozent der Gesamtbevölkerung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. August 1941&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Stumpp: Die Rußlanddeutschen. Zweihundert Jahre unterwegs. Verlag Landsmannschaft der Deutschen aus Rußland, Stuttgart, 1965 (34)&amp;lt;/ref&amp;gt;, kurz nach Beginn des [[Deutsch-Sowjetischer Krieg|Deutsch-Sowjetischen Krieges]], ließ [[Josef Stalin|Stalin]] noch vor Eintreffen der deutschen Wehrmachtsverbände aus Furcht vor einer Kollaboration mit dem Feind ([[NS-Staat|Deutsches Reich]]) fast 53.000 [[Volksdeutsche]] von der Krim „auf ewige Zeiten“ vertreiben. In aller Eile mussten sie das Nötigste zusammenpacken und wurden, zusammengepfercht in Viehwaggons, hauptsächlich nach [[Kasachstan]] transportiert. Viele starben schon an den Strapazen der tagelangen Fahrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen im Jahr 1942 lebten auf der Krim nur noch 960 Deutschstämmige, die von September 1943 bis März 1944 zusammen mit deutschstämmigen Siedlern aus den Gebieten Cherson, [[Mykolajiw|Nikolajew]], [[Nikopol (Ukraine)|Nikopol]], [[Kiew]], [[Charkiw|Charkow]], [[Krywyj Rih|Kriwoj-Rog]], [[Melitopol]], [[Mariupol]], [[Dnipro|Dnepropetrowsk]], [[Kropywnyzkyj|Kirowograd]] und [[Saporischschja|Saporoshje]] als Administrativumsiedler&amp;lt;ref&amp;gt;Administrativumsiedler waren ca. 228.000 Volksdeutsche, die nach einer Anordnung der Militär- und Zivilverwaltung des Dritten Reiches in den besetzten Gebieten der UdSSR ([[Reichskommissariat Ukraine]], rumänisches Transnistrien) ohne einen zwischenstaatlichen Vertrag in den Jahren 1942–1944 in den [[Warthegau]] oder ins [[Altreich (Deutschland)|Altreich]] umgesiedelt wurden. Fast alle von ihnen hatten bis Kriegsende die deutsche Staatsbürgerschaft verliehen bekommen.&amp;lt;/ref&amp;gt; in den [[Wartheland|Warthegau]] umgesiedelt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückeroberung durch die [[Rote Armee]] wurden am 18. Mai 1944 weitere 181.000 [[Tataren]] deportiert, denen man kollektive Kollaboration mit den Deutschen vorwarf. Ihnen folgten im Juni rund 14.500 [[Griechen]], 12.000 [[Bulgaren]], 11.300 [[Armenier]] und am 24. Juni die letzten zehn italienischstämmigen Familien aus [[Kertsch]], die den Razzien vom 28. und 29. Januar und vom 8. bis 10. Februar 1942 entgangen waren (insgesamt rund 2.000 Personen). An die Massendeportation der Volksdeutschen, Tataren, Griechen, Bulgaren und Armenier erinnert das Denkmal „gegen Grausamkeit und Gewalt“ am Bahnhof von Kertsch. Vergessen wurden dabei die zirka 2.000 Italiener, die nach zwei Auswanderungswellen (1820 und 1870) in Kertsch lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst im Rahmen der [[Perestroika]] in den 1980er-Jahren konnten Krimdeutsche wieder auf die Krim zurückkehren. Nach der russischen [[Annexion der Krim 2014|Annexion der Krim]] unterzeichnete Präsident [[Wladimir Wladimirowitsch Putin|Wladimir Putin]] im April 2014 einen Erlass, dem zufolge die deportierten Deutschen, Tataren, Armenier, Bulgaren und Griechen „rehabilitiert“ und deren Nachfahren entschädigt werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Tim Neshitov: &amp;#039;&amp;#039;Unsere Halbinsel. Stalin vertrieb sie in Viehwaggons von der Krim – erst die Deutschen, dann die Tataren, die Armenier, die Bulgaren, die Griechen. Putin will sie nun entschädigen&amp;#039;&amp;#039;. In: Süddeutsche Zeitung vom 20. Oktober 2014, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Bund der Vertriebenen]] meldete stattdessen neue Repression auf der Krim.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/politik/deutschland/article135752193/Repressionen-gegen-Deutsche-auf-der-Krim.html Repressionen gegen Deutsche auf der Krim], Die Welt, 26. Dezember 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den etwa 2,5 Millionen Bewohnern der Krim sind etwa 3000 deutscher Herkunft. Nach den Angaben der Volkszählung von 2001 sprechen 255 Personen Deutsch als Muttersprache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://database.ukrcensus.gov.ua/MULT/Dialog/varval.asp?ma=19A050501_02&amp;amp;ti=19A050501_02.%20Distribution%20of%20the%20population%20of%20Ukraine%60s%20regions%20by%20native%20language%20%280,1%29&amp;amp;path=../Database/Census/05/01/&amp;amp;lang=2&amp;amp;multilang=en |wayback=20141029125132 |text=Bevölkerungsverteilung in den Regionen der Ukraine nach Muttersprache |archiv-bot=2026-01-24 06:47:28 InternetArchiveBot }} ({{#sprache:en}})&amp;lt;/ref&amp;gt; Die deutsche Vereinigung „Wiedergeburt“ stellt seit 1994 einen Abgeordneten im Parlament der Krim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Juri Konstantinowitsch Gempel|Juri Gempel]], Vorsitzender der Vereinigung Wiedergeburt auf der Krim, gab im Jahr 2016 bekannt, dass 1200 Familien krimdeutscher Abstammung aus dem Ausland Anträge auf Rückwanderung gestellt hätten. 400 davon kämen von Aussiedlern aus Deutschland. Auslöser dafür war der im Jahre 2014 unterzeichnete Erlass des russischen Präsidenten, in dem aufgrund einer Rehabilitierung, d.&amp;amp;nbsp;h. Entstalinisierung, eine Rückkehr der in der [[Stalinismus|Stalinära]] von der Halbinsel deportierten ethnischen Minderheiten der Armenier, Bulgaren, Griechen, Krimtataren und Russlanddeutschen bewilligt wurde. Den Deportierten und deren Nachkommen wird in der Ortschaft [[Koltschuhyne]] (ehemals Kronental) bei [[Simferopol]] Land zur Verfügung gestellt; für die Baukosten müssen die Rückwanderer noch selbst aufkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde auch der [[Italiener auf der Krim|italienischstämmigen Minderheit]] von der Krim die Rehabilitierung und damit das Recht auf Rückwanderung zugesichert (Stand: 2016).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungen ==&lt;br /&gt;
=== Mutterkolonien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Karte Krimdeutsche 01.jpg|mini|hochkant=1.3|&amp;lt;div align=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;Siedlungsgebiete der Krimdeutschen um 1890&amp;lt;/div&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Friedental (heute [[Kurortne (Bilohirsk)|Kurortne]]/Курортне)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.icehouse.net/debbie/html/german_settlements.html |wayback=20080512015304 |text=Die deutschen Kolonien auf der Krim   }}, abgerufen am 28. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.rollintl.com/roll/crimea.htm Liste der Mutter- und Tochterkolonien auf der Krim], abgerufen am 28. September 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
: (gegründet 1805 von 25 Familien aus [[Württemberg#Herzogtum von 1495 bis 1805|Württemberg]] und sieben Familien aus der [[Schweiz]])&lt;br /&gt;
* Heilbrunn (heute [[Prywitne (Kirowske)|Prywitne]]/Привітне)&lt;br /&gt;
: (gegründet 1805 von 40 Familien aus Württemberg)&lt;br /&gt;
* Herzenberg (heute [[Pionerske]]/Піонерське)&lt;br /&gt;
: (gegründet 1804)&lt;br /&gt;
* Hoffnungstal (heute [[Newske]]/Невське)&lt;br /&gt;
* Kronental (heute [[Koltschuhyne]]/Кольчугине)&lt;br /&gt;
: (gegründet 1810 von 57 Familien, von denen fünf aus Württemberg und 52 aus [[Baden (Land)|Baden]] kamen)&lt;br /&gt;
* Neusatz (heute [[Krasnohirske]]/Красногірське)&lt;br /&gt;
: (gegründet 1806 von 36 Familien, von den 27 aus Württemberg kamen)&lt;br /&gt;
* Rosental (heute [[Aromatne]]/Ароматне)&lt;br /&gt;
: (gegründet 1806 von Familien aus Baden)&lt;br /&gt;
* [[Staryj Krym|Staryj Krim]]&lt;br /&gt;
: (gegründet 1805)&lt;br /&gt;
* [[Sudak]]&lt;br /&gt;
: (gegründet 1805 von 16 Familien aus Württemberg)&lt;br /&gt;
* Zürichtal (heute [[Solote Pole]])&lt;br /&gt;
: (gegründet 1805 von 49 Familien aus der Schweiz)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tochterkolonien ===&lt;br /&gt;
* (Deutsch-)Akscheich (heute [[Rosdolne]])&lt;br /&gt;
: (gegründet 1890 von Schwaben aus [[Berdjansk]])&lt;br /&gt;
* Deutsch-Alataj (heute [[Maxymiwka (Rosdolne)|Maxymiwka]])&lt;br /&gt;
: (gegründet 1871)&lt;br /&gt;
* Mengermen-Deutsch (heute [[Lochiwka]])&lt;br /&gt;
: (gegründet 1874)&lt;br /&gt;
* Neudorf (Teil von [[Kirowske (Kirowske)|Kirowske]])&lt;br /&gt;
: (gegründet 1849)&lt;br /&gt;
* Neuhoffnung (heute [[Illitschewe]])&lt;br /&gt;
: (gegründet 1879)&lt;br /&gt;
* Kitai (heute [[Libknechtiwka]])&lt;br /&gt;
: (gegründet 1885)&lt;br /&gt;
* Tschegoltaj (heute [[Sjeweredne]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Russlanddeutschen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://exonyme.bplaced.net/Board/Thread-Deutsche-Ortsnamen-auf-der-Halbinsel-Krim | wayback=20130617230216 | text=Übersicht über deutsche Siedlungen auf der Krim}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.today/2014.05.14-101439/http://de.rbth.com/gesellschaft/2014/05/02/krimdeutsche_stehen_zu_russland_29227.html Krimdeutsche stehen zu Russland] bei Russia Beyond the Headlines: Aktuelles aus Russland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Russlanddeutsche Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertriebenenthematik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachinsel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schwarzmeerdeutsche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Krim]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;H7</name></author>
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