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	<title>Kriegsgerichtsrat - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-21T06:05:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kriegsgerichtsrat&amp;diff=1263216&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;RonMeier: Formatierung</title>
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		<updated>2026-01-08T09:20:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Belege fehlen}}&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kriegsgerichtsrat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im [[Deutsches Reich|Deutschen Reich]] ein Beamter der höheren [[Militärgericht]]sbarkeit, der den [[Division (Militär)|Divisionskommandos]] und gleichgestellten Kommandobehörden der [[Wehrmacht]] beigeordnet war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KStVO2&amp;quot;&amp;gt;[[s:Kriegsstrafverfahrensordnung|Kriegsstrafverfahrensordnung (KStVO)]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stellung im System der Wehrmachtjustiz ==&lt;br /&gt;
Die Wehrmachtkriegsgerichtsbarkeit war organisatorisch eng an die militärische Befehlsstruktur gekoppelt. Der jeweilige [[Gerichtsherrschaft|Gerichtsherr]] (ein militärischer Vorgesetzter) nahm dabei zentrale Verfahrensfunktionen wahr. Nach späterer rechtsstaatlicher Bewertung war der Gerichtsherr &amp;quot;jedenfalls außerhalb der Hauptverhandlung&amp;quot; maßgeblich &amp;quot;Herr des Verfahrens&amp;quot; und zugleich Strafverfolgungs- und Vollstreckungsbehörde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Praxis bestanden [[Militärgericht|Kriegsgerichte]] bei Truppenverbänden. Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] verfügte jede Division über ein Gericht (insgesamt schätzungsweise 1000–1200 Kriegsgerichte).&amp;lt;ref name=&amp;quot;NSDoku2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/wehrmachtjustizkriegsgerichte-875 |titel=Wehrmachtjustiz/Kriegsgerichte |werk=NS-Dokumentationszentrum München (Lexikon) |abruf=2026-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben und Funktionen ==&lt;br /&gt;
Die [[Kriegsstrafverfahrensordnung]] (KStVO) sah für richterliche Militärjustizbeamte und damit auch für Kriegsgerichtsräte mehrere typische Rollen vor:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Verhandlungsleiter im Feldkriegsgericht: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Das Feldkriegsgericht bestand aus drei Richtern, darunter ein richterlicher Militärjustizbeamter als Verhandlungsleiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KStVO2&amp;quot; /&amp;gt; (KStVO § 9 Abs. 1)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Untersuchungsführer im Vorverfahren: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Sobald ein strafrechtlicher Verdacht bekannt wurde, beauftragte der Gerichtsherr regelmäßig einen richterlichen Militärjustizbeamten mit der Erforschung des Sachverhalts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KStVO2&amp;quot; /&amp;gt; (KStVO § 17)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mitwirkung bei der Vorbereitung der Hauptverhandlung: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; Der Gerichtsherr berief die Richter, bestimmte Ort und Zeit und beauftragte u. a. einen richterlichen Militärjustizbeamten mit der Vertretung der Anklage.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KStVO2&amp;quot; /&amp;gt; (KStVO § 49)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem regelte die KStVO Pflichten im Verhältnis zum Gerichtsherrn: Hielt ein richterlicher Militärjustizbeamter eine Weisung oder Entscheidung für nicht rechtmäßig, hatte er seine Bedenken vorzutragen und sie ggf. in den Akten zu vermerken.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KStVO2&amp;quot; /&amp;gt; (KStVO § 7 Abs. 3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Qualifikation und Status ==&lt;br /&gt;
Bereits das Reichs-Militärgesetz von 1874 knüpfte den Zugang zu richterlichen Militärjustizämtern an eine juristische Qualifikation: Zu der Stelle eines richterlichen Militärjustizbeamten konnte nur berufen werden, wer die Befähigung zur Bekleidung eines Richteramtes in einem Bundesstaat erworben hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RMG18742&amp;quot;&amp;gt;[[s:Reichs-Militärgesetz|Reichs-Militärgesetz vom 2. Mai 1874]]&amp;lt;/ref&amp;gt; (Reichs-Militärgesetz § 7)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Wehrmachtzeit stellt das [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] fest, dass Wehrmachtsjuristen in Friedenszeiten &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;auf Lebenszeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ernannt wurden. Mit Kriegsbeginn wurden sie teils nur noch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;auf Zeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (als Kriegsrichter der Reserve) einberufen. Als &amp;quot;Kriegsgerichtsräte&amp;quot; seien sie keine Soldaten, sondern Beamte gewesen. 1944 seien Wehrmachtbeamte in den Stand von Offizieren im Truppensonderdienst überführt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVerwG-5C2-112&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bverwg.de/160512U5C2.11.0 |titel=BVerwG 5 C 2.11, Urteil vom 16. Mai 2012 |werk=Bundesverwaltungsgericht |abruf=2026-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsgeschichte ==&lt;br /&gt;
In der militärischen [[Verwaltungssprache]] wurde der Ausdruck in der Forschung auch als Rang-/Amtsbezeichnung im [[Justizdienst]] geführt (unter anderem im Zusammenhang mit der älteren Bezeichnung &amp;quot;[[Auditeur (Militär)|Auditeur]]&amp;quot;).&amp;lt;ref name=&amp;quot;Wissen-Auditor2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wissen.de/lexikon/auditor-militaer |titel=Auditor (Militär) |werk=wissen.de (Lexikon) |abruf=2026-01-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ulrich Baumann, Magnus Koch: &amp;#039;&amp;#039;„Was damals Recht war …“ – Soldaten und Zivilisten vor Gerichten der Wehrmacht&amp;#039;&amp;#039;. be.bra, Berlin 2008, ISBN 978-3-89809-079-7.&lt;br /&gt;
* Manfred Messerschmidt, Fritz Wüllner: &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmachtjustiz im Dienste des Nationalsozialismus&amp;#039;&amp;#039;. Nomos, Baden-Baden 1987, ISBN 3-7890-1466-4.&lt;br /&gt;
* Wolfram Wette, Detlev J.K. Peukert u. a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deserteure, Wehrkraftzersetzer und ihre Richter&amp;#039;&amp;#039;. (Sammelbände je nach Ausgabe/Verlag).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Kriegsstrafverfahrensordnung (KStVO) auf Wikisource: [[s:Kriegsstrafverfahrensordnung]]&lt;br /&gt;
* Reichs-Militärgesetz (1874) auf Wikisource: [[s:Reichs-Militärgesetz]]&lt;br /&gt;
* BVerwG 5 C 2.11 (16. Mai 2012): https://www.bverwg.de/160512U5C2.11.0&lt;br /&gt;
* NSDoku München – Wehrmachtjustiz/Kriegsgerichte: https://www.nsdoku.de/lexikon/artikel/wehrmachtjustizkriegsgerichte-875&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Amtsbezeichnung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prozessrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Militärgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsgeschichte der Neuzeit (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärjurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärperson nach Dienstgrad]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;RonMeier</name></author>
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