<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Krieewelsch</id>
	<title>Krieewelsch - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Krieewelsch"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krieewelsch&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-09T06:37:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krieewelsch&amp;diff=425145&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krieewelsch&amp;diff=425145&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-24T01:46:07Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krefelder Mundart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krefelder Platt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (mundartlich &amp;#039;&amp;#039;Krieewelsch Platt&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krieewelsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, was &amp;lt;!-- gemäß wem?--&amp;gt;wörtlich &amp;#039;&amp;#039;Krefeldisch&amp;#039;&amp;#039; bedeutet) ist ein Dialekt des [[Limburgisch]]en, einer [[Regionalsprache]] aus der Region [[Niederrhein (Region)|Niederrhein]]. Krieewelsch ist somit sprachwissenschaftlich gesehen als [[südniederfränkisch]]er Dialekt der [[niederfränkisch]]en Mundarten einzuordnen. Eine präzise Einordnung ist nicht möglich, da sich die Stadt Krefeld im Grenzgebiet von gleich mehreren Dialektgruppen und Mundarten befindet. Auch die [[Uerdinger Linie]] (Ik-Ech-Linie) verläuft direkt am nordöstlichen Krefelder Stadtrand zwischen dem heutigen Stadtteil [[Uerdingen]] und den heute zur Stadt [[Duisburg]] gehörenden Orten, wobei der nördlichste Stadtteil [[Hüls (Krefeld)|Hüls]] ebenfalls nördlich dieser Linie liegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:KR Mundartgrenzen.jpg|mini|350px|Uerdinger Linie – ik/ich-Grenze – im Verlauf der Stadt Krefeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele [[Ortsdialekt|Lokalsprachen]] im Nordwesten Deutschlands wird auch Krieewelsch mit dem Begriff [[Platt]] benannt. „Wir kalle Krieewelsch Platt on püemele os satt“ heißt etwa eine Veranstaltung unter Beteiligung des Krefelder Mundartkreises (&amp;#039;&amp;#039;Wir reden Krefelder Platt und essen uns allmählich und in kleinen Häppchen satt&amp;#039;&amp;#039; – eine etwas schiefe Übersetzung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den eingemeindeten Krefelder Stadtteilen [[Fischeln]], [[Oppum]] oder [[Hüls (Krefeld)|Hüls]] gibt es zum Teil erhebliche sprachliche Unterschiede, hauptsächlich in der Betonung, der Aussprache, aber auch in unterschiedlichen Bedeutungen. Besonders der am Anfang des [[20. Jahrhundert]]s zu Krefeld eingemeindete Stadtteil [[Uerdingen]] pflegt bis heute sein &amp;#039;&amp;#039;„Oedingsch“&amp;#039;&amp;#039;. Kennzeichnend für das im Stadtteil [[Hüls (Krefeld)|Hüls]] gesprochene &amp;#039;&amp;#039;[[Hülser Platt]] (Hölsch Plott)&amp;#039;&amp;#039; ist die Verwendung von &amp;#039;&amp;#039;„ek“ oder „ök“&amp;#039;&amp;#039;  für das hochdeutsche Personalpronomen &amp;#039;&amp;#039;„ich“&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Fischelner Plattsprecher sind eindeutig am Hilfsverb &amp;#039;&amp;#039;haben&amp;#039;&amp;#039; zu erkennen. Während es in Krefeld &amp;#039;&amp;#039;häbbe&amp;#039;&amp;#039; heißt, sagen die Fischelner &amp;#039;&amp;#039;han&amp;#039;&amp;#039;. Ich häbb kien Tied – Ich hann kien Tied.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu Beginn des [[17. Jahrhundert]]s zählte Krefeld gerade einmal 350 Einwohner. Nur hundert Jahre später waren es bereits mehr als siebenmal so viele. Die meisten Einwohner waren keine gebürtigen Krefelder, sondern Glaubensflüchtlinge aus den umliegenden Orten und später aus ganz Deutschland, die in Krefeld, welches zu [[Oranien]] gehörte, eine Zuflucht fanden und hier heimisch wurden. Heute kann aufgrund dieser Vermischung unterschiedlichster Dialekte nicht mehr genau geklärt werden, was ursprünglich als Krefelder Mundart gesprochen wurde. Die Fachsprache der [[Weber]] und [[Seidenweber]] hat das Platt nachhaltig beeinflusst; viele Entlehnungen, wie „&amp;#039;&amp;#039;in Schuss halten&amp;#039;&amp;#039;“ oder „&amp;#039;&amp;#039;etwas auf die Kette kriegen&amp;#039;&amp;#039;“, haben es längst in die deutsche Standardsprache geschafft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ripuarische Einflüsse ==&lt;br /&gt;
Aus dem [[Ripuarisch]]en stammen der j-Anlaut und -Mittenlaut bei Wörtern mit g wie jejange (gegangen).&lt;br /&gt;
Des Weiteren die Koronalisierung der ich-Laute, die Richtung sch tendieren, wie in esch (ich), mesch (mich).&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Georg Cornelissen]]&amp;#039;&amp;#039; in: Heribert Houben (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Krefeld – Die Geschichte der Stadt.&amp;#039;&amp;#039; Band 5. Krefeld, Krefeld 2010, ISBN 978-3-9808235-7-9, S. 666.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den drei Formen der [[Velarisierung]] im Ripuarischen&lt;br /&gt;
: von d/t zu k oder g wie in wick = weit&lt;br /&gt;
: von n zu ng ng wie in Wing = Wein; Ring = Rhein&lt;br /&gt;
: von nd/nt zu ng/nk wie in Hunck = Hund; unge = unten&lt;br /&gt;
kommt die erste Form nicht vor, die zweite Form nur sehr selten, zumeist bei weiblichen Vornamen wie Karoling (Karolin) oder Katring (Katrin), sonst nur bei Ping (Pein), Ling (Leine) und Mellizing (Medizin). Das vermeintlich der zweiten Form zuzuordnende Tang für Zahn entstammt jedoch der dritten Form, da hier das niederländische Tand zu Grunde liegt. &lt;br /&gt;
Die dritte Form kommt regelmäßig vor. Alle Verbindungen nt und nd werden ng oder nk gesprochen: Honk (Plural Höng) = Hund; Monk (Plural Mönger) = Mund; Wank (Plural Wäng) = Wand; onge = unten; henge = hinten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Einflüsse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer nicht unerheblicher Einfluss stammt aus der Zeit der französischen Besetzung Krefelds gegen Ende des [[18. Jahrhundert]]s, in der einige Vokabeln aus dem [[Französische Sprache|Französischen]] als [[Lehnwort|Lehnwörter]] in das Krieewelsch übernommen wurden. So zum Beispiel &amp;#039;&amp;#039;„follemente“ (= völlig verrückt)&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;„der Paraplü“ (= der Regenschirm)&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch aus dem [[Lateinische Sprache|Lateinischen]], dem [[Wallonische Sprache|Wallonischen]] und dem [[Rotwelsch]]en lassen sich Einflüsse nachweisen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AZ&amp;quot;&amp;gt;Willy Hermes: &amp;#039;&amp;#039;Krieewelsch van A bes Z.&amp;#039;&amp;#039; van Acken, Krefeld 1978, ISBN 3-923140-03-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Werner&amp;quot;&amp;gt;Johannes Werner: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des alten Krefelder Platt. Wörter, Wendungen, Redensarten, ihre Bedeutung und Herkunft.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben von der Stadt Krefeld, Bearbeitet von Paula Coerper-Becker (= &amp;#039;&amp;#039;Stadtarchiv Krefeld: Krefelder Studien.&amp;#039;&amp;#039; 13). van Acken, Krefeld 2004, ISBN 3-923140-91-6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Nachbarn von der &amp;#039;&amp;#039;[[Schääle Sie]]&amp;#039;&amp;#039; in [[Düsseldorf]] von sich sagen: „Es geht nichts über Düsseldorfer Senf.“, dann sagen die [[Seidenstadt|Seidenstädter]]: „Schmücke dein Heim mit Samt und Seide! Lott dat de Düsseldorfers ens möt denne ir Mostert make!“ („… lass das die Düsseldorfer mal mit ihrem Senf machen!“).&lt;br /&gt;
Wenn die Berliner aus der Hauptstadt sagen: „Uns kann keener!“, dann sagen die Krefelder: „Os könne se ens allemooele!“ („Uns können sie alle mal …!“).&amp;lt;ref name=&amp;quot;AZ&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist jemand des Standarddeutschen mächtig, aber mit Krieewelsch Platt nicht vertraut und auch mit keiner der verwandten Mundarten der nahen Umgebung, so wird er gesprochenes Krieewelsch kaum verstehen können. Daran soll sogar schon ein Geheimdienst gescheitert sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Otten-Krüllsburg: &amp;#039;&amp;#039;Krefelder Stadtschreiber Platt – Texte eines Krefelders über die Krefelder und die Krefelder Mundart&amp;#039;&amp;#039;. Klaus Otten, Krefeld 1991, {{OCLC|1106687358}}, S. 77&amp;amp;nbsp;f. („Platt en Sofia“).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vokabeln ==&lt;br /&gt;
Einige Beispiele für Krieewelsche Wörter sind:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
!align=&amp;quot;left&amp;quot;|Deutsch||align=&amp;quot;left&amp;quot;|Krieewelsch||align=&amp;quot;left&amp;quot;|Bemerkung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|erzählen||&amp;#039;&amp;#039;bötze, käuere, schwaade, vertälle&amp;#039;&amp;#039;||vgl. [[Niederländische Sprache|ndl.]] &amp;#039;&amp;#039;{{lang|nl|vertellen}}&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rülpsen||&amp;#039;&amp;#039;bölke&amp;#039;&amp;#039;|| ndl.-limburgisch: röpsje&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|der Topf, das Gefäß||&amp;#039;&amp;#039;dat Döppe; dä Pott&amp;#039;&amp;#039;|| vgl. ndl. Emmer; Pot ndl.-limburgisch: Top; Vat; Pot&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|pfeifen, surren||&amp;#039;&amp;#039;fimpe&amp;#039;&amp;#039;||&amp;#039;&amp;#039;Buute es et fies am fimpe&amp;#039;&amp;#039;, draußen bläst ein unangenehmer Wind. vgl. ndl.-limburgisch: Buute es et vies aan &amp;#039;t wèjje, buute blieës ènne onaagename Wènjd&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|gucken||&amp;#039;&amp;#039;kieke&amp;#039;&amp;#039;|| vgl. ndl. kijken ndl.-limburgisch: kieke(n), luure&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|der Grünschnabel||&amp;#039;&amp;#039;dä Lällbeck&amp;#039;&amp;#039;||vgl. ndl. &amp;#039;&amp;#039;{{lang|nl|lellen}}&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|das Mündchen||&amp;#039;&amp;#039;dat Mönke, die Schnuut&amp;#039;&amp;#039;|| ndl. Mondje, Snuit ndl.-limburgisch: `et Möndje, de Sjnuut&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|der Nachbar||&amp;#039;&amp;#039;dä Nobber&amp;#039;&amp;#039;|| Ndl. Nabuur ndl.-limburgisch: de Naobber&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|das Obst||&amp;#039;&amp;#039;dat Obbs&amp;#039;&amp;#039;||&amp;#039;&amp;#039;Jefalle Obbs mot jau jejeäte werde&amp;#039;&amp;#039;, Fallobst muss schnell gegessen werden. vgl. ndl-krf. moet=mot; gauw=jau; gegeten=jejeäte&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|die Äuglein||&amp;#039;&amp;#039;die Öigskes&amp;#039;&amp;#039;|| ndl. de Oogjes ndl.-limburgisch: de Öögskes&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|große Töne spucken||&amp;#039;&amp;#039;praatsche&amp;#039;&amp;#039;||vgl. [[Mittelniederländisch|mndl.]] &amp;#039;&amp;#039;praet&amp;#039;&amp;#039;, Geschwätz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|die Pfoten, Füße||&amp;#039;&amp;#039;die Püet&amp;#039;&amp;#039;|| ndl. de Poten, Voeten ndl.-limburgisch: de Püet, Vööt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|große Hände oder Füße||&amp;#039;&amp;#039;die Quante&amp;#039;&amp;#039;||&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|die Seele||&amp;#039;&amp;#039;die Sieel&amp;#039;&amp;#039;||&amp;#039;&amp;#039;Eäte on Drenke hält Liev on Sieel annien&amp;#039;&amp;#039;, Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|die Zeit||&amp;#039;&amp;#039;die Tied&amp;#039;&amp;#039;||&amp;#039;&amp;#039;Et jövvt Tied!&amp;#039;&amp;#039;, Es wird Zeit! Vgl. ndl. Tijd&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|heute, dieser Tage||&amp;#039;&amp;#039;vandaag &amp;#039;&amp;#039;||vgl. ndl.&amp;#039;&amp;#039; {{lang|nl|vandaag}}&amp;#039;&amp;#039; ndl.-limburgisch: hüü; hüütserdaag; vandaag&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|die [[Grillagetorte]]||&amp;#039;&amp;#039;dä Jrillaschtaat&amp;#039;&amp;#039;||eine Krefelder Spezialität&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: Krieewelche Pappköpp – Jrillaschtaat {{Webarchiv|url=http://www.krieewelsche-pappkoepp.de/insz_10_11_2.html |wayback=20111021055425 |text=krieewelsche-pappkoepp.de |archiv-bot=2026-01-24 01:46:02 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Beispiel für einen kleinen krieewelschen Text ist das Gedicht „Dodröm“ von Josef Brocker:&amp;lt;ref&amp;gt;zitiert nach: &amp;#039;&amp;#039;Et es bi alles ene Wi-et&amp;#039;&amp;#039;, einem Fundstellenverzeichnis krieewelscher Gedichte von Heinz Webers, Krefeld 2004.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
Dä Kneit seit für däm Bur:&lt;br /&gt;
„wat lott Ihr mech dann jo-ehn?&lt;br /&gt;
Ech häbb doch nix jedo-ehn!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Da’s reit,“ seit du däm Bur:&lt;br /&gt;
„Dou häß och nix jedo-ehn,&lt;br /&gt;
Dröm lott ech Dech och jo-ehn!“&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grammatik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Deklination der [[Substantiv]]e ist relativ einfach, sie unterscheidet abgesehen von Sonderfällen nur nach [[Numerus|Einzahl/Mehrzahl]] und [[Grammatisches Geschlecht|grammatischem Geschlecht]]. Letzteres kann sich, wie in weiträumig benachbarten Sprachen, vom standarddeutschen Geschlecht unterscheiden: „die Brille“ &amp;#039;&amp;#039;däm Brill&amp;#039;&amp;#039;, „der Liter“ &amp;#039;&amp;#039;dat Liter&amp;#039;&amp;#039;, „das Maul“ &amp;#039;&amp;#039;die Mull&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;versteegen_hausmann&amp;quot;&amp;gt;Kurt Hausmann, Ursula Versteegen, Theo Versteegen: &amp;#039;&amp;#039;„Krieewelsch op de Reeh jebreit“ – Kurzgrammatik der Krefelder Mundart.&amp;#039;&amp;#039; Krefeld 2005, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; und so weiter.&lt;br /&gt;
Wie die übergroße Mehrheit der deutschen Dialekten benutzt das Krieewelsche meist keinen [[Genitiv]], sondern stattdessen eine Umschreibung durch einen [[possessiv]]en Ausdruck: „Der Schlüssel des Mannes war verschwunden“ &amp;#039;&amp;#039;Dä Schlüetel van dä Mann woer verschött jejange&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hausmann, Ursula Versteegen, Theo Versteegen: &amp;#039;&amp;#039;„Krieewelsch op de Reeh jebreit“ – Kurzgrammatik der Krefelder Mundart&amp;#039;&amp;#039;. Krefeld 2005, S. 14 u. 34&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenfalls übereinstimmend mit vielen weiträumig benachbarten Lokalsprachen werden im Krieewelsch Namen und [[Pronomen]] der Mädchen und Frauen in vielen Fällen sächlich dekliniert. Eine Besonderheit der limburgischen Sprachen findet sich ebenfalls, Artikel mit sogenannten [[Wohlklangslaut]]en: „Der Onkel“ wird lieber mit &amp;#039;&amp;#039;dän Uohme&amp;#039;&amp;#039; als mit &amp;#039;&amp;#039;dä Uohme&amp;#039;&amp;#039; benannt, Wohlklangs-n und&amp;amp;nbsp;-m werden sowohl an bestimmte, wie unbestimmte Artikel angehängt und stellen keine [[Flexion]]sformen dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Hausmann, Ursula Versteegen, Theo Versteegen: &amp;#039;&amp;#039;„Krieewelsch op de Reeh jebreit“ – Kurzgrammatik der Krefelder Mundart&amp;#039;&amp;#039;. Krefeld 2005, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ebenso kennt das Krieewelsche die beiden [[Rheinische Verlaufsform|rheinischen Verlaufsformen]]: „Es regnet“ &amp;#039;&amp;#039;Et es am reäjene&amp;#039;&amp;#039;, und: „Er bekleckert sich wie ein Kleinkind“ &amp;#039;&amp;#039;Dä dieet sich bezubbele wie en klieen Titti&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Willy Hermes: &amp;#039;&amp;#039;„Krieewelsch van A bes Z“&amp;#039;&amp;#039;. van Acken, Krefeld 1978, ISBN 3-923140-03-7, S. 190.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mundartdichtung ==&lt;br /&gt;
Es gibt einen erstaunlich umfangreichen Schatz an Gedrucktem und Geschriebenem auf Krieewelsch Platt. Eine von der [[Krefeld#Literatur|Krefelder Stadtbücherei]] in Zusammenarbeit mit dem Verein für Heimatkunde regelmäßig aktualisierte Liste der Publikationen dokumentiert dies.&amp;lt;ref&amp;gt;Gedruckt verfügbar und online als PDF unter http://www.krieewelsch.de/sites/mundartliteratur-der-stadtbuecherei-krefeld.pdf&amp;lt;br /&amp;gt; Die Liste nennt 2007 rund 150 Monographien, etwa 10 Tonträger und 8 Zeitschriftentitel.&amp;lt;/ref&amp;gt; Viele Krefelder hatten und haben Spaß daran, ihren Dialekt in Gedichten, kleinen Erzählungen, Liedern oder Schilderungen der aktuellen Lebenswirklichkeit lebendig zu halten.&amp;lt;ref&amp;gt;Rund 150 Autoren, viele mit Leseproben, sind angeführt in dem Buch: Vereins für Heimatkunde Krefeld e.&amp;amp;nbsp;V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mundart in Krefeld, jedeit – jeseit – jeschrieeve&amp;#039;&amp;#039;. van Acken, Krefeld 2007, ISBN 978-3-923140-95-4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Vorstellungen des [[Mundart]]-[[Marionette]]ntheaters „[[Krieewelsche pappköpp]]&amp;lt;!--sic!--&amp;gt;“ sind regelmäßig ausverkauft, auf Karten muss man meist viele Monate warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helga Bister-Broosen: &amp;#039;&amp;#039;Sprachwandel im Dialekt von Krefeld&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Berkeley insights in linguistics and semiotics.&amp;#039;&amp;#039; vol. 3). Lang, Frankfurt am Main [u.&amp;amp;nbsp;a.] 1989, ISBN 0-8204-1006-3.&lt;br /&gt;
* Kurt Hausmann, Ursula Versteegen, Theo Versteegen: &amp;#039;&amp;#039;Krieewelsch op de Reeh jebreit – Kurzgrammatik der Krefelder Mundart&amp;#039;&amp;#039;. Hausmann, Krefeld 2005.&lt;br /&gt;
* Willy Hermes: &amp;#039;&amp;#039;Krieewelsch van A bes Z&amp;#039;&amp;#039;. van Acken, Krefeld, 1978, ISBN 3-923140-03-7&lt;br /&gt;
* Rudi Neuhausen: &amp;#039;&amp;#039;Krefelder Mundart-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. van Acken, Krefeld 1992, ISBN 3-923140-56-8.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
|Autor=Heinrich Röttsches&lt;br /&gt;
|Titel=Die Krefelder Mundart und ihre Verwandtschaft mit dem Altsächsischen, Angelsächsischen und Althochdeutschen&lt;br /&gt;
|Verlag=Buchdruckerei des Waisenhauses&lt;br /&gt;
|Ort=Halle&lt;br /&gt;
|Datum=1875&lt;br /&gt;
|URN=nbn:de:hebis:04-eb2011-04148&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
** auch in: &amp;#039;&amp;#039;Die deutschen Mundarten. Zeitschrift für Dichtung, Forschung und Kritik. Herausgegeben von Dr. G. Karl Frommann. Siebenter Band (neuer Folge erster Band.).&amp;#039;&amp;#039; Buchhandlung des Waisenhauses, Halle, 1877, S. 36–92. ([https://books.google.de/books?id=IiZpAAAAcAAJ Google])&lt;br /&gt;
* Heinz Webers: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch Krieewelsch-Deutsch, Deutsch-Krieewelsch&amp;#039;&amp;#039;. SeidenweberBücherei Krefeld im Verlag tax &amp;amp; more, Würzburg 2000, ISBN 3-9807395-1-1.&lt;br /&gt;
* Heinz Webers: &amp;#039;&amp;#039;Krieewelsch Quiz&amp;#039;&amp;#039;. SeidenweberBücherei Krefeld im Verlag tax &amp;amp; more, Würzburg 2004, ISBN 3-9807395-4-6.&lt;br /&gt;
* Heinz Webers: &amp;#039;&amp;#039;Noch miehr Schüenen Duorieen – Stöckskes op oser Platt&amp;#039;&amp;#039;. SeidenweberBücherei Krefeld im Verlag tax &amp;amp; more, Würzburg 2005, ISBN 3-9807395-9-7.&lt;br /&gt;
* Johannes Werner: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des alten Krefelder Platt. Wörter Wendungen, Redensarten, ihre Bedeutung und ihre Herkunft&amp;#039;&amp;#039;. Aus dem Nachlaß herausgegeben, zu Ende geführt und bearbeitet von Paula Coerper-Becker (= &amp;#039;&amp;#039;Stadtarchiv Krefeld: Krefelder Studien.&amp;#039;&amp;#039; 13). van Acken, Krefeld 2004, ISBN 3-923140-91-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikipedia|li|Limburgisch}}&lt;br /&gt;
* [http://www.krieewelsch.de/ Mundart in Krefeld]&lt;br /&gt;
* [http://www.abc.krieewelsch.de/ Krieewelsches Wörterbuch]&lt;br /&gt;
* [https://rheinische-landeskunde.lvr.de/de/sprache/sprechende_sprachkarte/sprachatlas_1.html?var=51.33086&amp;amp;var2=6.57497&amp;amp;varzomm=13#karte Tonbeispiel op Krieewelsch] der Sprachabteilung am [[LVR-Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte|Institut für Landeskunde und Regionalgeschichte]] beim [[Landschaftsverband Rheinland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Niederfränkischer Dialekt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tonsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Krefeld)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
	</entry>
</feed>