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	<title>Kreyern - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T15:49:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>79.192.233.195: /* Weblinks */Webadresse aktualisiert</title>
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		<updated>2023-12-25T14:35:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt;Webadresse aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kreyern 2.jpg|mini|Forsthaus Kreyern]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Friedewald Oeder.JPG|mini|„Ochsenstall Kreiern“ auf einer Karte von [[Matthias Oeder]] von etwa 1600]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Fotothek df rp-d 0160014 Weinböhla. Seutter, Kirchenkreis Dresden, Mitte 18. Jh. (Sign., VII 43).jpg|mini|„Krejerhoff“ auf einer Karte aus der Mitte des 18. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kreyern 1.JPG|mini|Forsthaus Kreyern und Nebengebäude]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kreyern 3.jpg|mini|Eingang zum Forsthaus Kreyern]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kreyern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Wüstung]] in [[Coswig (Sachsen)|Coswig]] im [[Landkreis Meißen]], Freistaat [[Sachsen]]. Sie stellt ein Teilgebiet des [[Friedewald und Moritzburger Teichgebiet|Friedewalds]] dar. Einziges Gebäude ist das Forsthaus Kreyern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage ==&lt;br /&gt;
Die Dorfstelle Kreyern befindet sich im Nordosten der [[Gemarkung]] Coswig. Nordöstlich benachbart ist der [[Moritzburg (Sachsen)|Moritzburger]] Ortsteil [[Auer (Moritzburg)|Auer]], nördlich der [[Weinböhla]]er Ortsteil [[Neuer Anbau]] und westlich Weinböhla. Nächster Ort in südöstlicher Richtung ist [[Friedewald (Moritzburg)|Friedewald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wüstung liegt in der Mitte des Friedewalds, ist komplett von Wald umgeben und teils selbst bewaldet. Östlich befindet sich der Ilschenteich, nordöstlich in Richtung Auer der Kapellenteich – beide gehören zu den [[Moritzburger Teiche|Moritzburger Teichen]]. Die Dorfstelle liegt im oberen Spitzgrund und damit am [[Lockwitzbach (Coswig)|Lockwitzbach]], der bei [[Sörnewitz (Coswig)|Sörnewitz]] in die [[Elbe]] mündet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Erstmals erwähnt wurde das gleichnamige Dorf im Jahr 1406 als „Kryre“. Der aus dem [[Sorbische Sprachen|Altsorbischen]] stammende Ortsname weist einen Bezug zum Verb *kryrati auf, das „den Laut einer Gans oder eines Kranichs von sich geben, schnattern“ bedeutet. *Kryry ist damit der „Ort, wo es krächzt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;stadtlexRDB&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Kreyern.&amp;#039;&amp;#039; In: {{BibISBN|3938460059|Seite=112}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe der folgenden 150 Jahre wandelte sich der Ortsname über die Formen „Kryer“, „Krire“, „Kriher“, „Kreiern“ und „Kreygern“ hin zu „Kreyern“. Die [[Grundherrschaft]] lag 1457 bei den Besitzern des [[Schloss Scharfenberg|Rittergutes Scharfenberg]]. Damals befanden sich in Kreyern ein [[Vorwerk (Gutshof)|Vorwerk]], ein Gasthof und eine Kapelle. Eingepfarrt war das Dorf nach [[Oberau (Niederau)|Oberau]]. Im Jahre 1551 wohnten in Kreyern neben drei [[Häusler]]n und zwölf [[Inwohner]]n insgesamt 26 [[Hufner|besessene Mann]], die über 17 [[Hufe]]n verfügten. Eine der Hufen bewirtschafteten vier Gärtner. Zwei der Bauern besaßen Weinberge. Diese beiden unterstanden dem [[Amt Hayn (Großenhain)|Amt Großenhain]], während die anderen dem [[Amt Moritzburg]] dienstpflichtig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert wuchs die Bedeutung des das Dorf umgebenden Friedewalds als kurfürstliches [[Jagd]]gebiet der [[Wettiner]]. Ab 1542 ließ Kurfürst [[Moritz (Sachsen)|Moritz]] bei [[Eisenberg (Moritzburg)|Eisenberg]] sein Jagdhaus errichten, aus dem [[Schloss Moritzburg (Sachsen)|Schloss Moritzburg]] hervorging. Um seine [[Wildbahn]] weiter auszudehnen, forderte er von den [[Karras (Adelsgeschlecht)|Rittern von Karras]], die in der Coswiger [[Karrasburg]] saßen, das Dorf Kreyern, zudem erwarb er schon einmal das Vorwerk. Nachdem Moritz bei der [[Schlacht bei Sievershausen]] 1553 zu Tode gekommen war, veräußerten Hans und Georg von Karras im Jahre 1556 für 15.169 Gulden, 11 Groschen und 10 Pfennige ihre Besitzungen mit der Jagd an den neuen Kurfürsten [[August (Sachsen)|August]] und zogen sich aus dem Coswiger Raum zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Anschluss daran erfolgte die Angliederung Kreyerns ans kurfürstliche Jagdgebiet. Zu diesem Zweck wurde das Bauerndorf geräumt, die Bewohner des seitdem wüsten Ortes wurden nach Coswig und in den [[Meißen|Meißner]] Ortsteil [[Zaschendorf (Meißen)|Neuzaschendorf]] umgesiedelt. Die Gehöfte wurden abgerissen und die Hufen wieder aufgeforstet. In Kreyern blieb lediglich ein neuerrichteter Viehhof bestehen, der zum Kammergut Ostra gehörte und den kurfürstlichen Weinbergen der [[Hoflößnitz]] Dünger zu liefern hatte. Um 1600 verzeichnet der Kartograph [[Matthias Oeder]] den „Ochsenstall Kreiern“ auf einer seiner Karten. Um 1618 wird unweit des Jägerhauses die [[Wolfssäule Friedewald]] errichtet. Im Jahre 1628 baute der [[Dresden|Dresdner]] Hofbaumeister [[Ezechiel Eckhardt]] das Kreyerner Jägerhaus um; in der ersten Etage erhielt es zwei Zimmer, die der Kurfürst bei höfischen Jagden nutzen konnte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauern des benachbarten [[Lindenau (Radebeul)|Lindenau]] hatten bis zur Ablösung der Feudallasten im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert jeder pro Jahr 20&amp;amp;nbsp;Tage Handdienste im Viehhof abzuleisten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens seit dem 16. Jahrhundert war Kreyern Sitz eines Forstreviers (dokumentiert in der Holzordnung von 1543). Im Jahre 1679 zogen die [[Förster]] aus dem damals als [[Forsthaus]] genutzten vormaligen [[Herrenhaus (Gebäude)|Herrenhaus]] der Coswiger Karrasburg ins nunmehrige &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Forsthaus Kreyern&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; um. Nach 1700 ließen die Kurfürsten in Kreyern auch litauische [[Wisent]]e halten. Diese fälschlicherweise als [[Auerochse]]n bezeichneten Tiere wurden später zum Namensgeber des benachbarten Ortsteils Auer. Der unwirtschaftliche Viehstall wurde 1820 abgerissen. Neben der Nutzung als Jagdgebiet besaß das Gebiet um Kreyern Bedeutung für die Fischzucht sowie für die [[Forstwirtschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Brand im Jahr 1847 erfolgte ein Um- und Wiederaufbau des Forsthauses in der heutigen Form. Sechs Personen wohnten 1875 im Forsthaus Kreyern, das zur [[Amtshauptmannschaft Meißen]] zählte. Im Jahre 1910 war es nach Coswig eingepfarrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1948 wurden infolge der Bodenreform 45&amp;amp;nbsp;Hektar Land, und somit etwa zwei Drittel der Kreyerner Flur, nach [[Radebeul]] umgemeindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Nähe des Forsthauses Kreyern betrieb die [[1. Gardepanzerarmee]] der [[Rote Armee|Sowjetarmee]] seit Mitte der 1960er Jahre eine als [[Bunker]] ausgeführte Funksendezentrale, die bis 1997 komplett abgerissen wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Forsthaus Kreyern wurde zwischen 2002 und 2005 umfassend saniert und ist Sitz des Forstamtes Moritzburg (Forstbezirk Dresden, Revier 05 Moritzburg). In seiner Nähe befindet sich das Wolfsdenkmal, das den Ort dokumentiert, wo 1618 im Friedewald der letzte Wolf getötet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kreyern.&amp;#039;&amp;#039; In: {{BibISBN|3938460059|Seite=112}}&lt;br /&gt;
* [[Walter Bachmann (Denkmalpfleger)|Walter Bachmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Kreiern&amp;#039;&amp;#039;. Landesverein Sächsischer Heimatschutz, Dresden 1940.&lt;br /&gt;
* {{BKD|41|248|258|Kreyern}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Forsthaus Kreyern}}&lt;br /&gt;
* {{HOV}}&lt;br /&gt;
* [http://www.historisches-coswig.de/index.php?id=93 Kreyern] bei www.historisches-coswig.de&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.coswig.de/vereine/ak/sagen.htm | wayback=20060827152036 | text=Sage über Kreyern und Georg von Karras}}&lt;br /&gt;
* [http://repsax.isgv.de/repsax.php?a=32&amp;amp;o=604 ISGV-Eintrag zu Kreyern] (Amt Moritzburg)&lt;br /&gt;
* [http://repsax.isgv.de/repsax.php?a=18&amp;amp;o=960&amp;amp;gr=&amp;amp;r= ISGV-Eintrag zu Kreyern] (Amt Großenhain)&lt;br /&gt;
* [http://www.sachsenschiene.net/bunker/bun/bun_325.htm Funksendezentrale der 1. Gardepanzerarmee]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=51.156549|EW=13.621933|type=landmark|region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kreyern}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Coswig, Sachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wüstung im Landkreis Meißen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>79.192.233.195</name></author>
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