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	<title>Kreuzerlass - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T08:07:13Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kreuzerlass&amp;diff=523992&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Yen Zotto: /* Rezeption in der Zivilgesellschaft, Kunst und Satire */ BKS-Link Langkreuz aufgelöst</title>
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		<updated>2026-01-10T12:06:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Rezeption in der Zivilgesellschaft, Kunst und Satire: &lt;/span&gt; BKS-Link &lt;a href=&quot;/index.php?title=Langkreuz&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Langkreuz (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Langkreuz&lt;/a&gt; aufgelöst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel |behandelt den Kreuzerlass von 2018 im Freistaat Bayern. Für den Erlass in Oldenburg 1936 siehe [[Kreuzkampf]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kreuzerlass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die Bezeichnung für einen Verwaltungsakt der bayerischen Staatsregierung von 2018, der das Aufhängen von [[Kreuz (Christentum)|Kreuzen]] in staatlichen Gebäuden anordnet. Der Erlass wurde vergeblich vor Gericht angefochten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsakt ==&lt;br /&gt;
Zum 1. Juni 2018 wurde die &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden in Bayern&amp;#039;&amp;#039; (AGO) in die folgende Fassung geändert:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=§ 28 (Anbringen von Kreuzen in Dienstgebäuden) Allgemeine Geschäftsordnung für die Behörden des Freistaates Bayern&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes ist als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns gut sichtbar ein Kreuz anzubringen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Symbol ==&lt;br /&gt;
[[Datei:FriedrichWetter.jpg|mini|Das in der Staatskanzlei zur Bekanntmachung des Kreuzerlasses von Ministerpräsident Markus Söder aufgehängte Kreuz wurde von Kardinal [[Friedrich Wetter]] geschenkt.]]&lt;br /&gt;
Zur Bekanntmachung des Kreuzerlasses hängte Ministerpräsident [[Markus Söder]] ([[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]) bei einem medial weithin rezipierten Pressetermin&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/soeder-erlass-in-kraft-es-ist-ein-kreuz-15617604.html |titel=Söder-Erlass in Kraft: Es ist ein Kreuz |datum=2018-06-01 |sprache=de |abruf=2025-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Bayern: Kreuz-Erlass von CSU-Regierungschef Markus Söder ist amtlich |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2018-05-22 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bayern-kreuz-erlass-von-csu-regierungschef-markus-soeder-ist-amtlich-a-1208922.html |Abruf=2025-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.dw.com/de/m%C3%BCnchner-weihbischof-wolfgang-bischof-das-kreuz-ist-kein-symbol-f%C3%BCr-bayern/a-43576162 |titel=Bischof Bischof: Kreuz kein Symbol für Bayern – DW – 28.04.2018 |sprache=de |abruf=2025-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; im Eingangsbereich der Staatskanzlei „nicht irgendein Kreuz“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=NDR |url=https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/panorama/aktuell/Ausgrenzung-unter-dem-Kreuz-nicht-moeglich,interviewfriedrich100.html |titel=&amp;quot;Ausgrenzung unter dem Kreuz nicht möglich&amp;quot; |sprache=de |abruf=2025-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; auf, sondern ein Geschenk des Münchner [[Kardinal]]s [[Friedrich Wetter]]. Es hatte zuvor zeitweise im Kabinettsaal gehangen. [[Weihesakrament|Geweiht]] wurde es von Wetter und [[Segen|gesegnet]] vom Landesbischof der [[Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern|Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern]], [[Johannes Friedrich]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritik entzündete sich an der Symbolik dieses „Kardinal-Wetter-Kreuzes“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Peter Kurz |url=https://hpd.de/artikel/soeder-beharrt-dem-kardinal-wetter-kreuz-staatskanzlei-22929 |titel=Söder beharrt auf dem Kardinal-Wetter-Kreuz in der Staatskanzlei |werk=hpd.de |datum=2025-03-20 |sprache=de |abruf=2025-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wetter war in mehreren Fällen [[Münchner Missbrauchsgutachten#Erzbischof und Apostolischer Administrator Friedrich Kardinal Wetter (1982 bis 2008)|Fehlverhalten im Umgang mit sexuellem Missbrauch]] nachgewiesen worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=S. W. R. Aktuell |url=https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/ludwigshafen/landau-kardinal-wetter-platz-soll-gedenkort-werden-100.html |titel=Landau: Kardinal-Wetter-Platz soll Hinweistafel erhalten |datum=2023-10-30 |sprache=de |abruf=2025-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einer der Betroffenen sah es „als ein Zeichen des Respekts gegenüber den Opfern an, dieses Kreuz zu entfernen“. [[Gabriele Triebel]], Sprecherin für Bildung, Religion und Erinnerungskultur der Landtagsfraktion von [[Bündnis 90/Die Grünen Bayern|Bündnis 90/Die Grünen]] wandte sich mit Hinweis auf dessen Wirkung auf Missbrauchsbetroffene an die Staatskanzlei. Sie forderte, dieses Kreuz durch ein anderes zu ersetzen, was jedoch ohne Reaktion blieb. Auf eine Presseanfrage teilte die Staatskanzlei mit: „Wir werden uns hierzu nicht äußern.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Bayerische Staatsregierung]] antwortete auf eine Anfrage der [[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]-Landtagsabgeordneten [[Katja Weitzel]] zur Herkunft des Kreuzes von Kardinal Wetter, dass es „nicht das Kreuz eines Einzelnen“ sei, sondern „beider“ christlichen Konfessionen. Das Kreuz sei Symbol des Friedens und in der [[Christliche Theologie|christlichen Theologie]] eng verknüpft mit [[Schuld]], [[Sühne]] und [[Versöhnung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bayern.landtag.de/webangebot3/views/vorgangsanzeige/vorgangsanzeige.xhtml?gegenstandid=159699 |titel=Herkunft eines Kruzifixes in der Staatskanzlei |werk=Drucksache 19/5941 |hrsg=Bayerischer Landtag |datum=2025-03-19 |abruf=2025-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und gesellschaftspolitische Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Im April 2018 verfügte Markus Söder (CSU) in einer seiner ersten Amtshandlungen als bayerischer Ministerpräsident, dass zum 1. Juni 2018 im Eingangsbereich eines jeden Dienstgebäudes als Ausdruck der geschichtlichen und kulturellen Prägung Bayerns gut sichtbar ein Kreuz anzubringen ist. Rund 1.100 Behörden des Landes Bayern sind von dieser Pflicht betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bayern-kreuz-erlass-von-csu-regierungschef-markus-soeder-ist-amtlich-a-1208922.html |titel=Bayern: Kreuz-Erlass von CSU-Regierungschef Markus Söder ist amtlich |werk=[[spiegel.de]] |datum=2018-05-22 |sprache=de |abruf=2022-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewertungen durch Institutionen des bayrischen Staates ===&lt;br /&gt;
Das [[Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration|Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration]] gab im Mai 2018 bekannt, dass es die Umsetzung der Verordnung in Landesbehörden nicht überwachen werde. Das Ministerium habe jedoch folgendes Ziel: „Je mehr Kreuze, desto besser.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merkur.de/politik/kruzifix-pflicht-in-behoerden-darum-wird-aufhaengen-kreuze-nicht-ueberwacht-zr-9901717.html |titel=Wochenlang Streit ums Kruzifix - nun folgt die Pointe |werk=merkur.de |datum=2018-05-26 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Jahr nach Inkraftsetzung war der Umsetzungsstand der Verordnung unklar. Ministerpräsident Söder erklärte, dass das Innenministerium zuständig sei und die Umsetzung „liberal“ erfolge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Süddeutsche Zeitung |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/soeder-kreuzerlass-umsetzung-1.4414869 |titel=Söder: Umsetzung des Kreuzerlasses liberal |datum=2019-04-18 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.domradio.de/artikel/wir-haben-das-sehr-liberal-gehandhabt-soeder-ist-offen-fuer-kritik-am-kreuzerlass |titel=Söder ist offen für Kritik am „Kreuzerlass“ |werk=domradio.de |datum=2019-04-20 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst|Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst]] erklärte, für Hochschulen, Theater und Museen sei die Anbringung eines Kreuzes nur eine Empfehlung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Johan Schloemann, Olaf Przybilla, Jörg Häntzschel, Catrin Lorch, David Steinitz, Christine Dössel |url=https://www.sueddeutsche.de/kultur/kreuz-erlass-der-schaden-ist-angerichtet-die-verwirrung-gross-1.3995945 |titel=Kreuz-Erlass in Bayern: Die Verwirrung ist groß |datum=2018-06-01 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Neues Museum Nürnberg|Neue Museum Nürnberg]] verweigerte sich der Anbringung eines Kreuzes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Olaf Przybilla, Anna Günther, [[Wolfgang Wittl]] |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/kritik-an-beschluss-waechst-kreuz-sucht-amt-1.3989696 |titel=Kreuz-Erlass: Wie bayerische Behörden reagieren |datum=2018-05-24 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Olaf Przybilla |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/kreuzerlass-soeder-gericht-eva-kraus-1.5588882 |titel=Bayern: Die Beamtin, die sich gegen Söders „Kreuzerlass“ wehrte |datum=2022-05-23 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Landgericht Bayreuth]] hängte anstelle eines Kreuzes das Kunstwerk &amp;#039;&amp;#039;[[Engel der Kulturen]]&amp;#039;&amp;#039; auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.br.de/nachrichten/bayern/soeders-kreuzerlass-das-etwas-andere-kreuz-im-bayreuther-gericht,Tyx2vCy |titel=Kreuzerlass: Warum im Landgericht kein normales Kreuz hängt |datum=2023-12-20 |sprache=de |abruf=2024-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewertungen aus politischen Parteien ===&lt;br /&gt;
Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident [[Daniel Günther]] ([[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]) hielt den Kreuzerlass für „nicht akzeptabel“. Wer aus dem Zeigen des Kreuzes im öffentlichen Raum eine Pflicht mache, vereinnahme die Religion für den Staat und für die eigene Partei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.domradio.de/artikel/ministerpraesident-guenther-kritisiert-kreuz-pflicht |titel=Ministerpräsident Günther kritisiert Kreuz-Pflicht |werk=domradio.de |datum=2018-05-05 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bayerische Landtagsvizepräsidentin [[Ulrike Gote]] ([[Bündnis 90/Die Grünen Bayern|Grüne]]) bewertete den Kreuzerlass als verfassungswidrig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/politik/deutschland/article176865761/Kreuz-Erlass-tritt-in-Kraft-SPD-fordert-Markus-Soeder-zur-Ruecknahme-auf.html |titel=Kreuz-Erlass tritt in Kraft – SPD fordert Markus Söder zur Rücknahme auf |werk=[[welt.de]] |datum=2018-06-01 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der baden-württembergische Ministerpräsident [[Winfried Kretschmann]] ([[Bündnis 90/Die Grünen Baden-Württemberg|Grüne]]) kritisierte Söder für einen „hilflosen, ja einen heillosen Konservatismus“. Die entstandenen Fotos beim Aufhängen des Kreuzes seien „skurril“, er wirke wie ein Vampirjäger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merkur.de/politik/kruzifix-streit-kretschmann-greift-soeder-scharf-an-zr-9851494.html |titel=Kretschmann muss bei Söder „an Vampirfilme denken“ |werk=[[merkur.de]] |datum=2018-05-08 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/politik/deutschland/article176165306/Winfried-Kretschmann-spottet-ueber-Markus-Soeder-Wie-im-Vampirfilm.html |titel=Winfried Kretschmann spottet über Markus Söder – „Wie im Vampirfilm“ |werk=[[welt.de]] |datum=2018-05-08 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[BayernSPD|bayerische SPD]] warf Söder vor, das Kreuz „für ein Wahlkampfmanöver missbraucht“ zu haben, er solle den Erlass zurücknehmen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Aus dem [[SPD-Parteivorstand]] benannte [[Dietmar Nietan]] „als bekennender Christ“ einen Verstoß gegen das Neutralitätsgebot des Staates, Spaltung statt Versöhnung, Missbrauch und Entwertung religiöser Symbole.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://vorwaerts.de/inland/dietmar-nietan-soders-kreuze-verstossen-gegen-das-neutralitatsgebot-des-staates |titel=Dietmar Nietan: Söders Kreuze verstoßen gegen das Neutralitätsgebot des Staates |werk=Vorwärts |datum=2018-04-30 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewertungen aus der Rechtswissenschaft ===&lt;br /&gt;
Der frühere [[Bundesverfassungsgericht|Bundesverfassungsrichter]] [[Dieter Grimm]] bewertete den Kreuzerlass als verfassungswidrig. Laut Grundgesetz dürfe der Staat in Glaubensfragen nicht Partei ergreifen. Vielmehr habe er sich gegenüber den verschiedenen Religionen neutral zu verhalten. Gegen diese Neutralitätspflicht verstoße er, wenn er Kreuze in Amtsräumen anordne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.katholisch.de/artikel/17588-ex-verfassungsrichter-kreuz-erlass-ist-verfassungswidrig |titel=Ex-Verfassungsrichter: Kreuz-Erlass ist verfassungswidrig |werk=katholisch.de |datum=2018-05-17 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Grundrechte-Report]] 2019 wurde die Verordnung als Verstoß gegen das objektive Verfassungsgebot der weltanschaulichen Neutralität und der Verletzung der negativen Religionsfreiheit bewertet. Sowohl Behördenmitarbeiter als auch Bürger würden im Rahmen eines Über- und Unterordnungsverhältnisses gezwungen, in Behörden ein Verwaltungsverfahren „unter dem Kreuz“ zu führen. Dem Staat sei jedoch eine Identifikation mit einem bestimmten Glauben untersagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jacqueline Neumann |Hrsg=Bellinda Bartolucci, Iris Burdinski, Marie Diekmann, Rolf Gössner, Julia Heesen, Martin Heiming, Hans-Jörg Kreowski, Britta Rabe, Rosemarie Will |Titel=Bayerns „Kreuz-Erlass“: Ein Verfassungsverstoß |Sammelwerk=Grundrechte-Report 2019 |Verlag=Fischer Taschenbuch Verlag |Ort=Frankfurt |Datum=2019 |ISBN=978-3-596-70434-7 |Seiten=67–72}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rechtskorrespondent [[Christian Rath]] bezeichnete es 2022 in der [[Legal Tribune Online]] als „dreist“, dass die Kreuzpflicht nur als Verwaltungsvorschrift beschlossen worden sei. Gegen Verwaltungsvorschriften laufe der Rechtsschutz weitgehend leer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Christian Rath]] |url=https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/bayvgh-5b226745n201331-kreuzerlass-soeder-symbole-religion-urteilsgruende-liegen-vor/ |titel=Der Kreuzerlass: Keine Werbung für den Rechtsstaat |werk=[[Legal Tribune Online]] |datum=2022-09-06 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Leiter des [[Kirchenrechtliches Institut der Evangelischen Kirche in Deutschland|Kirchenrechtlichen Institutes der Evangelischen Kirche in Deutschland]] [[Hans Michael Heinig]] warnte vor einer „Banalisierung“ des Kreuzes, der Erlass sei jedoch nicht verfassungswidrig. Eine spätere Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts zur Beibehaltung der Kreuze vom 19. Dezember 2023 hielt er „in der Begründung und im Ergebnis für falsch“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesschau20180425&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesschau.de/inland/bayern-behoerden-kreuz-103.html |titel=Bayern: Am Kreuz scheiden sich die Geister |werk=[[tagesschau.de]] |datum=2018-04-25 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.evangelisch.de/inhalte/224693/20-12-2023/kirchenrechtler-kritisiert-gerichtsentscheidung-zu-kreuz-erlass-falsch |titel=„Gerichtsentscheidung zu Kreuz-Erlass falsch“ |werk=evangelisch.de |datum=2023-12-20 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Verfassungsblog]] wurde das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom Dezember 2023 kritisiert, es sei „in höchst wertungswidersprüchlicher Weise“ verfasst, teilweise „geradezu paradox“ und die Positionierung zum staatlichen Neutralitätsgebot könne nicht überzeugen. Zudem habe das Gericht ausgelassen, sich zum Sachverhalt zu äußern, dass die Regelung eines derart grundrechtssensiblen Bereichs in einer Verwaltungsvorschrift vor dem Hintergrund des Rechtsstaatsprinzips und insbesondere der Wesentlichkeitstheorie höchst problematisch sei. Diese Beeinträchtigung von Grundrechten hätte einer Rechtsverordnung oder eines Parlamentsgesetzes bedurft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christina Jacobs, Maike Middeler |Titel=Jede hat ihr Kreuz zu tragen |Sammelwerk=Verfassungsblog |Datum=2023-12-22 |ISSN=2366-7044 |DOI=10.59704/90da38e83d1eb7e5 |Online=https://verfassungsblog.de/jede-hat-ihr-kreuz-zu-tragen/ |Abruf=2025-03-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewertungen aus den Kirchen ===&lt;br /&gt;
Im April 2018 warf der [[Deutsche Bischofskonferenz|Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz]], der Münchner Kardinal [[Reinhard Marx]], Ministerpräsident Markus Söder vor, „Spaltung, Unruhe, Gegeneinander“ ausgelöst zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/kreuz-erlass-marx-kritisiert-soeder-und-csu-scharf-15566947.html |titel=Kreuz-Erlass: Marx kritisiert Söder und CSU scharf |werk=[[FAZ.net]] |datum=2018-04-29 |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im April 2018 kritisierte [[Friedrich Wilhelm Graf]], emeritierter Professor für Systematische Theologie der Universität München, dass die CSU das Kreuz für politische Zwecke missbrauche. Das Kreuz „zum Zeichen irgendeiner bayerischen Kulturidentität“ umdeuten zu wollen, beschädige seinen religiösen Gehalt. Es würde „mit einem Glaubenssymbol politisch Schindluder getrieben und so die Krise der kirchlichen Christentümer staatlich verstärkt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Friedrich Wilhelm Graf |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/aussenansicht-auf-kreuzzug-1.3958057 |titel=Außenansicht: CSU treibt Schindluder mit dem Kreuz |hrsg=[[sueddeutsche.de]] |datum=2018-04-26 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 2018 übte ein [[Priester (Katholizismus)|Priester]] während einer [[Heilige Messe|Heiligen Messe]] in [[Aschaffenburg]] gegen den Kreuzerlass scharfe Kritik. Er zeigte im Gottesdienst ein Kreuz mit einer Brezel. Der rechte Flügel des Kreuzes war mit einem weißblauen Papierstreifen verlängert und unten am Schaft des klebte ein aus der Zeitung ausgeschnittenes Foto von Söder, der von unten nach oben zur Brezel aufschaute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.merkur.de/politik/aschaffenburg-pfarrer-predigt-gegen-soeders-kreuz-erlass-csu-ist-empoert-zr-9891429.html |titel=Bayerischer Pfarrer predigt gegen Söder – CSU findet es „skandalös“ |werk=[[merkur.de]] |datum=2018-05-23 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 2018, dem Tag des Inkrafttretens des Kreuzerlasses, traf Ministerpräsident Söder im [[Vatikanstadt|Vatikan]] [[Franziskus (Papst)|Papst Franziskus]], was von der FAZ dahingehend bewertet wurde, er habe sich Rückendeckung aus dem Vatikan geholt. Der emeritierte Papst [[Benedikt XVI.]] habe am gleichen Tag den Kreuzerlass „ausdrücklich begrüßt“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/soeder-rueckendeckung-fuer-kreuz-erlass-im-vatikan-15618182.html |titel=Söder: Rückendeckung für Kreuz-Erlass im Vatikan |werk=[[FAZ.net]] |datum=2018-06-01 |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bamberger Erzbischof [[Ludwig Schick]] lobte den Kreuzerlass und behauptete: „Alle Menschen, die das Kreuz anschauen, verpflichten sich, das zu leben und voranzubringen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;tagesschau20180425&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rezeption in der Zivilgesellschaft, Kunst und Satire ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Söderling CSD München 2018-DSC01505b.jpg|mini|Karikaturenwagen von [[Jacques Tilly]] zum Kreuzerlass auf dem [[Christopher Street Day|CSD 2018]] in München.]]&lt;br /&gt;
Im April 2018 versandte das Satiremagazin [[Der Postillon]] die Nachricht, dass es einen neuen Beschluss aus München gäbe. So solle „als Zeichen der bayerischen Identität“ vor allen Behörden ein Exemplar des [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|Grundgesetzes]] „als Fußabtreter“ abgelegt werden. Das Grundgesetz solle standardmäßig auf [[Artikel 140 des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland|Artikel 140]] aufgeschlagen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.der-postillon.com/2018/04/soeder-grundgesetz.html |titel=Söder: Bayerische Behörden müssen künftig Grundgesetz als Fußabtreter benutzen |werk=[[Der Postillon]] |datum=2018-04-25 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Juni 2018 führten auf dem [[Marienplatz (München)|Münchener Marienplatz]] die [[Giordano-Bruno-Stiftung]] und der [[Bund für Geistesfreiheit|Bund für Geistesfreiheit (bfg) München]] einen Aktionstag gegen den Kreuzerlass durch. Ein Karikaturenwagen des Künstlers [[Jacques Tilly]] zeigte den bayerischen Ministerpräsidenten, wie er sich das Grundgesetz auf Kreuzform zurecht sägt. Die Karikatur hatte die Aufschrift „Für ein weltoffenes Bayern und einen weltanschaulich neutralen Staat! Keine religiösen Symbole in öffentlichen Behörden!“ und wurde u.&amp;amp;nbsp;a. auch auf dem [[Christopher Street Day]] 2018 in München gezeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://hpd.de/artikel/kreuzerlass-bayern-15663 |titel=Kreuz-Erlass: Säkulare Aktivisten protestierten in München |werk=[[Humanistischer Pressedienst|hpd.de]] |datum=2018-06-04 |sprache=de |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lemonde.fr/en/international/article/2024/01/06/christians-in-bavaria-are-visibly-asserting-their-identity_6406100_4.html |titel=Christians in Bavaria are visibly asserting their identity |werk=[[lemonde.fr]] |datum=2024-01-06 |sprache=en |abruf=2024-02-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Kreuz der Vielfalt in Form eines X-Kreuzes.jpg|mini|Kunstaktion &amp;#039;&amp;#039;Kreuz der Vielfalt&amp;#039;&amp;#039; in X-Form zum Kreuzerlass.]]&lt;br /&gt;
Im April 2024 erklärte die von der Giordano-Bruno-Stiftung geförderte Kunstaktion &amp;#039;&amp;#039;Kreuz der Vielfalt&amp;#039;&amp;#039;, dass mit den auf einem X-Kreuz dargestellten [[Piktogramm]]en des „Schöpfers des Kreuzerlasses“ Ministerpräsident Markus Söder und den „zwölf Aposteln der Vielfalt“ ([[Atheismus]], [[Bierkrug]], [[Brezel|Brezen]], [[Rad des Gesetzes|buddhistisches Rad des Gesetzes]], [[Lateinisches Kreuz|christliches Langkreuz]], [[Davidstern]], Fliegendes Spaghettimonster, [[Fußball (Sportgerät)|Fußball]], Happy Humanist, [[Hilal (Mondsichel)|islamischer Halbmond]], [[Weißwurst|Weißwürste]] und [[Yin und Yang (Symbol)|Yin und Yang]]) eine rechtssichere Umsetzung des Kreuzerlasses möglich sei, je nachdem was der lokale dekorative Symbolkanon mit geschichtlichem, kulturellem und religiösem Bezug wünschenswert erscheinen ließe. Die Aktion werbe für den säkularen Staat, der das Neutralitätsgebot des Grundgesetzes achte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://kreuzerlass.bayern/ |titel=Kreuz der Vielfalt |werk=kreuzerlass.bayern |datum=2024-04-07 |abruf=2024-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Gisa Bodenstein |url=https://hpd.de/artikel/viele-x-kreuze-fuer-soeders-kreuzerlass-22097 |titel=Viele X-Kreuze für Söders Kreuzerlass |werk=hpd.de |datum=2024-04-11 |sprache=de |abruf=2024-06-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Auseinandersetzung ==&lt;br /&gt;
Am 5. Oktober 2018 reichten der [[Bund für Geistesfreiheit]] und 25 Unternehmer, Politiker und Künstler Klage gegen die Verordnung ein, darunter [[Konstantin Wecker]], Markus Apel, Vorstandsmitglied des [[Lesben- und Schwulenverband in Deutschland|Lesben- und Schwulenverbands]] (LSVD Bayern) und Hamado Dipama vom Münchner Migrationsbeirat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://weltanschauungsrecht.de/klage-kreuz-bayern-bfg-muenchen |titel=Staatliche Neutralität ade? Klage gegen die bayerische Kreuzpflicht |hrsg=Institut für Weltanschauungsrecht |datum=2022-09-29 |sprache=de |abruf=2023-12-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 27. Mai 2020 entschied das [[Verwaltungsgericht München]], dass die Aufhebung des § 28 AGO im Wege der [[Normenkontrollklage]] zu behandeln sei, und verwies den entsprechenden Teil der Klage an den [[Bayerischer Verwaltungsgerichtshof|Bayerischen Verwaltungsgerichtshof]]. Am 17. September 2020 wies das Verwaltungsgericht München die anderen Teile der Klage ab, da laut Gericht nicht hinreichend dargelegt worden sei, durch welche Kreuze die Kläger betroffen seien, und es nicht hinsichtlich der Häufigkeit und Schwere der Betroffenheit differenziert worden sei. Am 25. Mai 2022 fand eine mündliche Verhandlung vor dem Bayerischen Verwaltungsgerichtshof statt. Am 2. Juni 2022 wurden die Klagen abgewiesen, weil es sich zwar um einen Verstoß gegen die Neutralitätspflicht des Staates handele, die Kreuze aber im Wesentlichen als passive Symbole „ohne missionierende und indoktrinierende Wirkung“ einzustufen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/prozesse-leipzig-kreuze-duerfen-bleiben-bundesgericht-bestaetigt-kreuzerlass-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-231218-99-342322 |titel=Kreuze dürfen bleiben: Bundesgericht bestätigt Kreuzerlass |werk=[[sueddeutsche.de]] |datum=2023-12-19 |sprache=de |abruf=2023-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://vgh.bayern.de/media/bayvgh/presse/pm_urteile_zum_kreuzerlass.pdf |titel=Pressemitteilung Bayerischer Verwaltungsgerichtshof – Klagen gegen sog. Kreuzerlass bleiben ohne Erfolg |hrsg=[[Bayerischer Verwaltungsgerichtshof]] |datum=2022-06-02 |format=PDF |abruf=2022-06-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Leitsatz|Leitsätze]] des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs waren:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=1. Das Kreuz ist ein Symbol christlicher Religion und kann nicht isoliert nur als Symbol der geschichtlichen und kulturellen Prägung verstanden werden. (Rn. 26–27)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2. Die Pflicht des Staates zu weltanschaulich-religiöser Neutralität als objektiv-rechtliches Verfassungsprinzip begründet als solches keine einklagbaren subjektiven Rechte von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Diese können einen Abwehranspruch nur dann geltend machen, wenn eines der Grundrechte verletzt wird, aus denen die staatliche Neutralitätspflicht hergeleitet wird ({{Art.|4|gg|juris}} Abs. 1 und {{Art.|3|gg|juris}} Abs. 3 Satz 1 [[Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland|GG]]). (Rn. 28)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
3. Ein Verstoß gegen das Gebot staatlicher Neutralität, der sich in einer bloß passiven Verwendung eines religiösen Symbols ohne missionierende oder indoktrinierende Wirkung erschöpft und mit keinen weiteren Nachteilen für andere Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften verbunden ist, verletzt weder deren Recht auf Glaubens- und Bekenntnisfreiheit noch auf Gleichbehandlung. (Rn. 29–34)&lt;br /&gt;
 |Autor=Bayerischer Verwaltungsgerichtshof&lt;br /&gt;
 |Quelle=Urteil v. 01.06.2022 – 5 B 22.674&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2022-N-23724?hl=true |titel=Urteil v. 01.06.2022 – 5 B 22.674 |hrsg=[[Bayerischer Verwaltungsgerichtshof]] |datum=2022-06-01 |abruf=2023-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}} Die Revision der Kläger beim [[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] wurde am 19. Dezember 2023 abgewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zdf.de/nachrichten/politik/deutschland/kreuzerlass-soeder-urteil-bayern-100.html |titel=Söder-Projekt in Bayern: BVG weist Klagen gegen Kreuzerlass ab |werk=[[zdf.de]] |datum=2023-12-19 |sprache=de |abruf=2023-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bverwg.de/pm/2023/96 |titel=Pressemitteilung Nr. 96/2023 vom 19.12.2023 |hrsg=[[Bundesverwaltungsgericht (Deutschland)|Bundesverwaltungsgericht]] |datum=2023-12-19 |abruf=2023-12-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem die Kläger am 22. März 2024 die schriftliche Urteilsbegründung erhalten hatten, kündigten sie Beschwerde beim [[Bundesverfassungsgericht]] an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://bfg-muenchen.de/node/3581 |titel=Klage gegen Söders Kreuzerlass: Bund für Geistesfreiheit München geht vor das Bundesverfassungsgericht {{!}} Bund für Geistesfreiheit |werk=bfg-muenchen.de |abruf=2024-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=LTO |url=https://www.lto.de/recht/nachrichten/n/bayerischer-kreuzerlass-soeder-bverfg-neutralitaet-religion/ |titel=BVerfG soll sich mit bayerischem Kreuzerlass befassen |sprache=de |abruf=2024-03-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayAGO-28 Text des Verwaltungsaktes] In: gesetze-bayern.de&lt;br /&gt;
* [https://kreuzerlass.bayern/ Website kreuzerlass.bayern der Kunstaktion „Kreuz der Vielfalt“ in X-Form]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schulrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schule und Christentum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion 2018]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum in Deutschland (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreuz (Christentum)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerisches Verwaltungsgericht München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bayerischer Verwaltungsgerichtshof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Yen Zotto</name></author>
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