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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kreditinstitute&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;Geldinstitute&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Finanzinstitute&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|credit institution}}) sind [[Unternehmen]], deren [[Betriebszweck]] darin besteht, [[Gewerbe|gewerbsmäßig]] [[Bankgeschäft]]e und [[Finanzdienstleistung]]en zu betreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Kreditinstitute sind die wesentlichen [[Marktteilnehmer]] auf den [[Finanzmarkt|Finanzmärkten]] und gehören zum [[Dienstleistungssektor]].&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Bruns: &amp;#039;&amp;#039;Simultan hybride Qualitätsstrategie im Privatkundengeschäft von Kreditinstituten.&amp;#039;&amp;#039; 2006, S. 99. [https://www.google.de/books/edition/Simultan_hybride_Qualit%C3%A4tsstrategie_im/VDC5U6ZkYDkC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kreditinstitute+Dienstleistungssektor&amp;amp;pg=PA99&amp;amp;printsec=frontcover (google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit bilden sie den größten Teil des [[Bankensektor]]s, der zusammen mit dem [[Versicherungswesen]] die [[Finanzwirtschaft]] ergibt. Dieser steht in einer [[Volkswirtschaft]] die [[Realwirtschaft]] gegenüber.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Palazzo Salimbeni, Siena, Headquarters of Monte dei Paschi di Siena, the worlds oldest surviving bank.jpg|mini|Älteste heutige Bank: [[Banca Monte dei Paschi di Siena]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bankwesen#Geschichte}}&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sparkasse#Geschichte}}&lt;br /&gt;
In der geschichtlichen Entwicklung haben Banken einen weiten Vorsprung gegenüber den Sparkassen und Kreditgenossenschaften. Die Ursprünge des Bankwesens wurzeln im Aufkommen von [[Geld]] als [[Zahlungsmittel]], die von [[Geldwechsler]]n in die jeweiligen regional gültigen [[Münze]]n umgetauscht wurden. Die Geschichte der Kreditinstitute bzw. Kredite lässt sich dabei bis zur Entstehung des Geldes zurückverfolgen, denn schon mit dem Naturalgeld bis 6000 v. Chr. kamen Leihgeschäfte zustande, beispielsweise mit Muscheln oder Steinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulrich van Suntum |url=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftswissen/die-geschichte-des-geldes-von-der-muschel-zum-papier-11066486.html |titel=Von der Muschel zum Papier |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]] |datum=2010-11-09 |abruf=2017-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese [[Entwicklung]] resultierte aus der sogenannten [[Naturaltausch]]wirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20823/tauschwirtschaft |titel=Tauschwirtschaft: Naturaltauschwirtschaft |hrsg=[[Bundeszentrale für politische Bildung]] |abruf=2017-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die frühesten Vorläufer des modernen Bankwesens soll es im [[Mesopotamien]] des zweiten Jahrhunderts v. Chr. gegeben haben. Im 7. Jahrhundert v. Chr. wurden die ersten Münzen in Form von Metallstücken aus [[Edelmetalle]]n in Umlauf gebracht und ersetzten somit den Tauschhandel mit Naturalien. Diese Entwicklung fand etwa zeitgleich in [[Lydien]] und in [[Antikes Griechenland|Griechenland]] statt. Die Griechen betrieben zur damaligen Zeit bereits erste Geldwechsel- und Leihgeschäfte mit dem Münzgeld, beispielsweise in Form des [[Seedarlehen]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ulli Kulke |url=https://www.welt.de/kultur/history/article13453125/Die-Griechen-erfanden-den-Kredit-mit-36-Prozent.html |titel=Die Griechen erfanden den Kredit – mit 36 Prozent |werk=welt.de |datum=2011-06-29 |abruf=2017-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Münzwesen wurde von den Römern weiter vorangetrieben und ausgebaut. Dabei kam es zu einer ersten [[Finanzkrise]] durch die Aufstände der [[Germanen]], welche die Existenz des Münzgeldes bedrohten. Danach waren für die Prägung der Münzen die jeweiligen Herrscher verantwortlich, so dass eine Zerstreuung der Münzrechte stattfand. Bereits im 8. Jahrhundert schränkte die erste Währungsunion von [[Pippin der Jüngere|Pippin dem Jüngeren]] in Europa Betrüger und Falschmünzer in ihrem Handwerk ein, indem private Münzprägung verboten wurde, dies war nun Aufgabe des Staats. Sein Sohn [[Karl der Große]] veranlasste schließlich eine Vereinheitlichung der Währungen. Das erste [[Papiergeld]] wurde bereits im 10. Jahrhundert in [[Kaiserreich China|China]] eingeführt, in Europa hingegen erst über fünf Jahrhunderte später. Nach anfänglicher Skepsis der Bevölkerung, besonders was den Wert von Scheinen aus Papier betraf, die Münzen aus (Edel-)Metallen gegenüberstanden,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Coralie Boeykens |url=http://www.nbbmuseum.be/de/2007/09/chinese-invention.htm |titel=Papiergeld, eine chinesische Erfindung? |werk=nbbmuseum.be |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20131205053600/http://www.nbbmuseum.be/de/2007/09/chinese-invention.htm |archiv-datum=2013-12-05 |abruf=2017-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; trugen diese Neuerungen in ihrer Gesamtheit dazu bei, dass die Leihgeschäfte weiter angekurbelt wurden. Zudem mussten die zahlreichen verschiedenen Währungen Europas im [[Mittelalter]] immer wieder umgerechnet werden, damit ein Handel zustande kam. Somit wurde der Grundstein für die Entstehung eines ersten Bankwesens gelegt. In Europa verbreiteten sich Bankgeschäfte ausgehend von den [[oberitalien]]ischen Stadtstaaten, namentlich [[Florenz]], im 14. Jahrhundert durch das mit Warenverkäufen zusammenhängende Kredit- und Wechselgeschäft. Die 1472 als [[Monte di Pietà]] in [[Siena]] gegründete Banca Monte dei Paschi di Siena ist die älteste noch existierende Bank der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sparkassen bereicherten das Bankwesen verstärkt ab der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, auch wenn es erste Sparkassen schon 1778 in [[Hamburg]], 1786 in [[Oldenburg (Oldb)|Oldenburg]] und 1796 in [[Kiel]] gab. Sie sind eine deutsche Erfindung und sollten ärmeren Bevölkerungsschichten die Möglichkeit bieten, eine dauerhafte, sichere und verzinsliche Rücklage zur Vorsorge bei Krankheit, für das Alter oder sonstige Wechselfälle im Leben anzusparen oder bereits angesammeltes Geld als [[Spareinlage]] einer möglichst sicheren Institution anzuvertrauen. Den öffentlich-rechtlichen Sparkassen waren daher strenge Auflagen bei der Anlage ihrer Mittel erteilt, um ihre jederzeitige [[Zahlungsbereitschaft (Betriebswirtschaft)|Zahlungsbereitschaft]] abzusichern, woran sich auch die von [[Idealverein]]en getragenen freien Sparkassen orientierten. Die [[Bankier]]s oder Privatbanken jener Zeit konzentrierten sich bei der Abwicklung der Geschäfte auf vermögende Einleger, Kaufleute, Unternehmen, die Kirche und die Bedürfnisse des [[Adel]]s. Privatbankiers waren bis zum Anbruch der [[Industrialisierung]] die wichtigsten und einflussreichsten Träger des gesamten Kreditwesens. Der steigende Kapitalbedarf der Wirtschaft im beginnenden [[Industriezeitalter]] führte schließlich zur Gründung von [[Kapitalgesellschaft]]en, die sich auf Bank- und Börsengeschäfte konzentrierten und als Kreditbanken Unternehmensinvestitionen finanzierten (siehe [[Kölner Bankwesen]]). Sie reiften zu Groß- oder Regionalbanken heran. Erst im Jahr 1908 wurde den Sparkassen die passive Scheckfähigkeit zugebilligt, was ihnen den Einstieg in den [[Zahlungsverkehr]] ermöglichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2008 08 03 Hermann Schulze-Delitzsch.jpg|mini|Hermann Schulze-Delitzsch gründete das erste genossenschaftliche Kreditinstitut]]&lt;br /&gt;
Genossenschaftsbanken entstanden im Rahmen der [[Genossenschaftsbewegung]] ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie war eine Reaktion auf im frühen [[Kapitalismus]] auftauchende Probleme für kleinere und mittelständische Unternehmen und Kaufleute. Mit ihren Grundsätzen der Selbsthilfe, [[Eigenverantwortung]] und [[Selbstverwaltung]] versuchten Genossenschaften im Wettbewerb zu bestehen oder ihm neue Impulse zu verleihen. Unabhängig voneinander entstanden in Deutschland die ersten Kreditgenossenschaften: [[Hermann Schulze-Delitzsch]] schuf 1850 in [[Delitzsch]] einen „Vorschussverein“, [[Friedrich Wilhelm Raiffeisen]] gründete 1864 in [[Geschichte von Heddesdorf bis 1904|Heddesdorf]] den &amp;#039;&amp;#039;Heddesdorfer Darlehnskassen-Verein&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Beate Finis, Rudolf Eppler |Titel=Wirtschaftliche und außerwirtschaftliche Beweggründe mittelständischer Genossenschaftspioniere des landwirtschaftlichen Bereichs |Datum=1980 |Seiten=136 |Online={{Google Buch |BuchID=iM_zZB-R9UEC |Seite=136 |Hervorhebung=Heddesdorfer Darlehnskassen-Verein 1864}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge bildeten sich Volksbanken vorwiegend in Städten aus und Raiffeisenbanken verbreiteten sich in ländlichen Gebieten. Von den Letzteren befassten sich viele neben dem Bankgeschäft auch mit Warengeschäften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche [[Bestimmter Rechtsbegriff|Rechtsbegriff]] Kreditinstitut ist auf eine Verordnung vom 5. August 1931 zurückzuführen, die Eingang in das „Reichsgesetz über das Kreditwesen“ vom Dezember 1934 fand, das bis zum 31. Dezember 1961 galt. Es war eine Reaktion auf die nach der [[Weltwirtschaftskrise]] des Jahres 1929 auftretende [[Deutsche Bankenkrise|deutschen Bankenkrise im Jahr 1931]]. Als mit Wirkung vom 1. Januar 1962 ein neues Kreditwesengesetz (KWG) in Kraft trat, gab es in §&amp;amp;nbsp;1 KWG für Kreditinstitute eine weite [[Legaldefinition]]. Hiernach gilt unwiderlegbar jedes Unternehmen, das mindestens eines der im Katalog des §&amp;amp;nbsp;1 Abs.&amp;amp;nbsp;1 KWG genannten Bankgeschäfte betreibt, als Kreditinstitut. Über den Aspekt des [[Anlegerschutz|Anleger-]] und [[Gläubigerschutz]]es hinaus soll es für die gesamtwirtschaftliche Funktionsfähigkeit des Kreditgewerbes sorgen. Zeitgleich mit der Gesetzesneufassung entstand eine zentrale Aufsichtsbehörde im Bankwesen auf Bundesebene, das [[Bundesaufsichtsamt für das Kreditwesen]]. Durch Erweiterungen ihres Aufgabenbereiches ist die Behörde zur [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht]] umgestaltet worden. Der bestimmte Rechtsbegriff des Kreditinstituts wird seitdem bankenaufsichtsrechtlich formal neutral und generalisierend benutzt, da „Bank“, „Sparkasse“ oder „Genossenschaftsbank“ bereits spezielle Ausprägungen von Kreditinstituten darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Kreditinstitute ist ein [[Rechtsbegriff]] aus {{§|1|kredwg|juris}} Abs. 1 [[Kreditwesengesetz|KWG]], der Unternehmen beschreibt, die Bankgeschäfte gewerbsmäßig oder in einem Umfang betreiben, der einen in [[Kaufmann (HGB)|kaufmännischer]] Weise eingerichteten Geschäftsbetrieb erfordert.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 1984, ISBN 3-409-30383-9, Sp. 2580.&amp;lt;/ref&amp;gt; Was Bankgeschäfte sind, wird [[Enumerationsprinzip|abschließend]] in § 1 Abs. 1 Satz 2 KWG aufgezählt, so dass hierin nicht aufgeführte Geschäfte kein Bankgeschäft darstellen. Zu den Bankgeschäften gehören insbesondere das [[Einlagengeschäft]], [[Kreditgeschäft]], [[Wertpapierdepotgeschäft]] und die Übernahme von [[Emission (Wirtschaft)|Emissionen]]. Wird auch nur eines dieser zwölf Bankgeschäfte betrieben, wird [[Vermutung (Recht)#Widerlegliche und unwiderlegliche Vermutung|unwiderlegbar vermutet]], dass es sich um ein Kreditinstitut handelt. Kreditinstitute und [[Finanzdienstleistungsinstitut]]e fallen unter den Oberbegriff des Instituts (§ 1 Abs. 1b KWG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Tätigkeit]] eines Kreditinstituts erfordert nach {{§|32|kredwg|juris}} Abs. 1 KWG eine [[Banklizenz]] durch die [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht]] (BaFin), die nach {{§|6|kredwg|juris}} Abs. 1 KWG auch die laufende [[Bankenaufsicht]] über die Institute ausübt. Außer dem [[Einzelunternehmen (Deutschland)|Einzelkaufmann]] sind für Kreditinstitute alle [[Rechtsform]]en erlaubt ({{§|2b|kredwg|juris}} KWG). Die Verwendung des Rechtsbegriffs Kreditinstitute in anderen Gesetzen führt zur Einhaltung einer Vielzahl von [[Spezialgesetz]]en wie [[Bankbilanzierung]] ({{§|340|hgb|juris}} ff. [[Handelsgesetzbuch|HGB]], {{§|1|rechkredv|juris}} [[RechKredV]]), Geltung des [[WpHG]] ({{§|3|wphg|juris}} Abs. 10 WpHG als [[Wertpapierdienstleistungsunternehmen]]), [[Bausparkasse]]n sind Kreditinstitute ({{§|1|bausparkg|juris}} BausparkG).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch „Kreditinstitutsgruppe“ ist bankrechtlich vorgegeben. Darunter versteht der Gesetzgeber in {{§|10a|kredwg|juris}} KWG die Gesamtheit aller bei der Berechnung des haftenden Eigenkapitals einzubeziehenden Kreditinstitute und meint damit das [[Mischkonzern|Konglomerat]] eines übergeordneten Kreditinstituts mit seinen nachgeordneten Unternehmen. In {{§|13b|kredwg|juris}} KWG spielt die Kreditinstitutsgruppe in den [[Großkredit]]bestimmungen eine Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[CRR-Kreditinstitut]]e sind Unternehmen, deren Tätigkeit darin besteht, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder des Publikums entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren (Art. 4 Abs. 1 Nr. 1 [[Kapitaladäquanzverordnung]]). Auf diese CRR-Kreditinstitute beschränkt sich die Zuständigkeit der [[Europäische Zentralbank|EZB]] (Art. 4 Abs. 1a SSM-VO).&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2013|1024|titel=des Rates vom 15. Oktober 2013|abruf=2017-02-11}}, S. 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EZB ist gemäß Art. 4 Abs. 1d SSM-VO für die Gewährleistung der Einhaltung der Aufsichtsanforderungen bezüglich der [[Liquidität]], Einhaltung der Vorschriften zur Beschränkung von [[Großkredit]]en und [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|Eigenmittelanforderungen]] (Art. 4 Abs. 1e SSM-VO) bei CRR-Kreditinstituten zuständig,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Deutscher Bundestag |url=https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/18/025/1802575.pdf |titel=Gesetzentwurf der Bundesregierung |titelerg=Drucksache 18/2575 |datum=2014-09-22 |seiten=196 |format=PDF |abruf=2017-02-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; da Art. 2 Nr. 3 SSM-VO für den Begriff Kreditinstitut auf Art. 4 Abs. 1 Nr. 1 [[Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (Kapitaladäquanzverordnung)|Kapitaladäquanzverordnung]] (CRR) verweist. Die direkte Aufsicht der EZB konzentriert sich zudem auf jene Kreditinstitute, die vom [[Europäischer Stabilitätsmechanismus|Europäischen Stabilitätsmechanismus]] (ESM) oder von der [[Europäische Finanzstabilisierungsfazilität|Europäischen Finanzstabilisierungsfazilität]] (EFSF) direkte Unterstützung beantragen oder erhalten. Der Anwendungsbereich des Kreditinstitutsbegriffs im KWG geht weit über das in allen [[EU-Mitgliedstaaten]] geltende [[Bankrecht (Deutschland)|Bankrecht]] hinaus, das nur Unternehmen, die Einlagen entgegennehmen und Kredite gewähren, als CRR-Kreditinstitute bezeichnet (§&amp;amp;nbsp;1 Abs.&amp;amp;nbsp;3d KWG). Der Begriff Kreditinstitut nach §&amp;amp;nbsp;1 Abs.&amp;amp;nbsp;1 KWG ist mithin nicht deckungsgleich mit dem in den EU-Mitgliedstaaten geltenden Begriff des CRR-Kreditinstituts, der in das deutsche Recht Eingang gefunden hat (§&amp;amp;nbsp;1 Abs.&amp;amp;nbsp;3d Satz 1 KWG). Diese Inkongruenz relativiert sich allerdings in Deutschland dadurch, dass Kreditinstitute mit Volllizenz CRR-Kreditinstitute sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich Schlimbach |Titel=Leerverkäufe |Datum=2015 |Seiten=141 |Online={{Google Buch |BuchID=a85B-Leh69kC |Seite=141 |Hervorhebung=eigenhandel Market Maker}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits bei [[Unternehmensgründung]]en muss das im KWG verankerte [[Vier-Augen-Prinzip]] eingehalten werden, so dass mindestens zwei [[Gesetzlicher Vertreter (Deutschland)|gesetzliche Vertreter]] benannt sein müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach {{§|248|bgb|juris}} Abs. 2 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]] dürfen Kreditinstitute [[Zins]]en von [[Zinskapitalisierung|kapitalisierten]] Zinsen ([[Zinseszins]]) berechnen. Das betrifft im [[Einlagengeschäft]] die [[Habenzins]]en (etwa beim [[Sparbuch]]) und im [[Kreditgeschäft]] die [[Sollzins]]en. Anderen [[Wirtschaftssubjekt]]en (außer beim [[Kontokorrent]] unter [[Kaufmann (HGB)|Kaufleuten]]) ist dies verboten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bankenmarkt ==&lt;br /&gt;
[[Handelsobjekt]]e auf dem [[Bankenmarkt]] sind die von Kreditinstituten angebotenen oder vermittelten [[Finanzprodukt]]e und [[Finanzinstrument]]e. Kreditinstitute sind auf allen [[Teilmarkt|Teilmärkten]] der Finanzmärkte tätig:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Teilmarkt]]&lt;br /&gt;
! [[Angebot (Volkswirtschaftslehre)|Angebot]]&lt;br /&gt;
! [[Nachfrage]]&lt;br /&gt;
! [[Produktgruppe]]&lt;br /&gt;
! [[Preis (Wirtschaft)|Preis]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Devisenmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Devisenangebot]] || [[Devisennachfrage]] || [[Devisen]] || [[Devisenkurs]]e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Geldmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Geldangebot]] || [[Geldnachfrage]] || [[Geldmarktpapier]]e || [[Geldmarktzins]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kapitalmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Kapitalangebot]] || [[Kapitalnachfrage]] || [[Effekten]] || [[Börsenkurs]]e&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Kreditmarkt]]&lt;br /&gt;
| [[Kreditangebot]] || [[Kreditnachfrage]] || [[Kredit]]e || [[Kreditzins]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein spezifischer, mit hohem [[Organisationsgrad]] versehener Teilmarkt des Kapitalmarkts ist die [[Wertpapierbörse]], an die Kreditinstitute die [[Wertpapierorder]]s ihrer [[Kunde]]n weiterleiten. Diese Vermittlerrolle der Kreditinstitute – die es auch bei anderen Bankgeschäften gibt – hat zu der Bezeichnung [[Finanzintermediäre]] geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Arten ==&lt;br /&gt;
Je nach Betriebszweck werden folgende Arten unterschieden:&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Koch: &amp;#039;&amp;#039;Gabler Versicherungs-Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 1994, S. 499. [https://www.google.de/books/edition/Gabler_Versicherungs_Lexikon/ptHNBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=kreditinstitute+lexikon&amp;amp;printsec=frontcover (google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Institutstyp&lt;br /&gt;
! [[Betriebszweck]]&lt;br /&gt;
! Arten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Universalbank]]en&lt;br /&gt;
| alle [[Bankgeschäft]]e mit allen [[Kunde]]ngruppen || [[Bank]]en ([[Großbank]]en, [[Private Bank|Privatbanken]], [[Landesbank]]en), [[Sparkasse]]n,&amp;lt;br /&amp;gt; [[Genossenschaftsbank]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Spezialbank]]en&lt;br /&gt;
| wenige [[Bankgeschäft]]e mit wenigen [[Kunde]]ngruppen ||  [[AKA Ausfuhrkredit]], [[Autobank]]en, [[Bausparkasse]]n, [[Förderbank]]en,&amp;lt;br /&amp;gt; [[Hypothekenbank]]en, [[Konzernbank]]en, [[Teilzahlungsbank]]en&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kreditinstitute mit Sonderaufgaben&lt;br /&gt;
| [[Agrarkredit]]e&amp;lt;br /&amp;gt; [[Finanzielle Fördermittel]] || [[Landwirtschaftliche Rentenbank]]&amp;lt;br /&amp;gt;  [[KfW Bankengruppe|Kreditanstalt für Wiederaufbau]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Umgangssprachlich wird allgemein von [[Bank]]en gesprochen, obwohl diese jedoch lediglich eine Unterart des Oberbegriffs Kreditinstitute sind. Banken und [[Sparkasse]]n werden einander gegenübergestellt und unter dem Oberbegriff Kreditinstitute zusammengefasst.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Müller, Josef Löffelholz: &amp;#039;&amp;#039;Bank-Lexikon: Handwörterbuch für das Bank- und Sparkassenwesen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1963, Sp. 895. [https://www.google.de/books/edition/Bank_Lexikon/TevLBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=kreditinstitute+lexikon&amp;amp;printsec=frontcover (google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Eurosystem]] werden die Kreditinstitute den [[Monetäre Finanzinstitute|monetären Finanzinstituten]] zugeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Europäische Zentralbank]]: &amp;#039;&amp;#039;Die einheitliche Geldpolitik in Stufe 3&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Keine Kreditinstitute sind nach {{§|2|kredwg|juris}} KWG unter anderem die [[Deutsche Bundesbank]], [[Sozialversicherungsträger]] einschließlich der [[Bundesagentur für Arbeit]], Schuldenverwaltungen des [[Bundeswertpapierverwaltung|Bundes]] und der [[Land (Deutschland)|Länder]], [[Versicherer]], [[Investmentgesellschaft]]en und [[Pfandleiher]]. Abweichend von § 2 KWG werden KfW und Bausparkassen in die [[Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung]] einbezogen,&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Henschel, Eckhard Knappe: &amp;#039;&amp;#039;Volkswirtschaftslehre 1: Grundlagen der makroökonomischen Analyse.&amp;#039;&amp;#039; 1975, ISBN 3-8023-0083-1, S. 43.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei der Ermittlung der [[Geldmenge]] die Deutsche Bundesbank, [[Bausparkasse]]n und [[Geldmarktfonds]].&amp;lt;ref&amp;gt;Rudolf Peto: &amp;#039;&amp;#039;Geldtheorie und Geldpolitik.&amp;#039;&amp;#039; 2002, S. 24. [https://www.google.de/books/edition/Geldtheorie_und_Geldpolitik/6Y9dDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Monet%C3%A4re+Finanzinstitute&amp;amp;pg=PA24&amp;amp;printsec=frontcover (google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach der Art des [[Gesellschafter]]s wird unterschieden zwischen [[Öffentlich-rechtliches Kreditinstitut|öffentlich-rechtlichen]] und [[privatrecht]]lichen Kreditinstituten, wobei der Anteil öffentlich-rechtlicher Institute im [[Deutsches Bankwesen|deutschen Bankwesen]] besonders hoch ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Zentralbanken&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Zentralbank}}&lt;br /&gt;
[[Zentralbank]]en nehmen als Notenbank besondere staatliche Aufgaben wahr, so dass sie formal meist nicht zu den Kreditinstituten gerechnet werden (vgl. {{§|2|kredwg|juris}} Abs. 1 Nr. 1 KWG). Für sie gelten besondere gesetzliche Regelungen, die ihre spezielle Rolle definieren. Sie haben das [[Banknotenmonopol|alleinige Recht]] zur Ausgabe von [[Banknote]]n. Oftmals betätigt sich eine Zentralbank als „Bank der Banken“, d. h. ihr Hauptkundenkreis sind Kreditinstitute, damit sie über die Kreditinstitute ihre [[Währungspolitik|Währungs-]] und [[Geldpolitik]] betreiben kann; zudem ist sie [[Hausbank]] des [[Staat]]es, der über sie seine Bankgeschäfte betreibt. Unternehmen und Privatpersonen werden zur Abwicklung ihrer Kreditgeschäfte an die Geschäftsbanken (Banken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken) verwiesen. In Deutschland nimmt {{§|2|kredwg|juris}} KWG die [[Deutsche Bundesbank]] von der Geltung dieses Gesetzes aus. Die Deutsche Bundesbank ist eine bundesunmittelbare [[juristische Person des öffentlichen Rechts]] ({{§|2|bbankg|juris}} [[Bundesbankgesetz|BBkG]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Europa haben verschiedene Staaten im Zusammenhang mit der Schaffung der [[Gemeinschaftswährung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Euro]]&amp;#039;&amp;#039; bestimmte von einer Zentralbank wahrgenommenen Aufgaben auf die [[Europäische Zentralbank]] übertragen. Sie ist – wie alle nationalen Zentralbanken – integraler Bestandteil des [[Eurosystem]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Universalbanken&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Universalbank}}&lt;br /&gt;
Als Universalbanken, auch &amp;#039;&amp;#039;Geschäftsbanken&amp;#039;&amp;#039; genannt, werden Kreditinstitute bezeichnet, die alle Arten von Bankgeschäften betreiben und diese allen Kundengruppen anbieten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Banken&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Bank}}&lt;br /&gt;
Zur Gruppe der Banken zählen [[Großbank]]en, [[Regionalbank]]en, Niederlassungen von [[Auslandsbank]]en und [[Private Bank|Privatbanken]]. Sie bilden nach dem Sprachgebrauch der Deutschen Bundesbank in ihrer Gesamtheit das Aggregat der &amp;#039;&amp;#039;Kreditbanken&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Sparkassen und Landesbanken&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Sparkasse|Landesbank}}&lt;br /&gt;
Hierzu gehören die [[öffentlich-rechtliches Kreditinstitut|öffentlich-rechtlichen]] und die freien Sparkassen, die [[DekaBank Deutsche Girozentrale]] und alle [[Landesbank]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Genossenschaftsbanken&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Genossenschaftsbank}}&lt;br /&gt;
Die [[genossenschaft]]lich aufgebauten Kreditinstitute sind in Deutschland oft an Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Volksbank&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Spar- und Darlehenskasse&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Sparda-Bank&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;PSD-Bank&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Raiffeisenbank&amp;#039;&amp;#039; erkennbar. Diesem Sektor wird auch die [[DZ Bank]] zugerechnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Kreditinstitute mit Sonderaufgaben&lt;br /&gt;
Diese Banken sind für bestimmte Zwecke gegründet worden. Zu den bekannteren dieser Art gehören in Deutschland die [[AKA Ausfuhrkredit]] und die [[Rentenbank|Landwirtschaftliche Rentenbank]]. Die [[Landesförderinstitut]]e sind ebenfalls hier zu nennen. Die [[KfW Bankengruppe|Kreditanstalt für Wiederaufbau]] wird in der Bankenstatistik dieser Kategorie zugerechnet, doch gilt für sie das KWG nur bedingt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Weitere Kreditinstitute&lt;br /&gt;
Mit Sitz im Ausland fallen [[Supranationalität|supranationale]] Kreditinstitute, zum Beispiel die [[Bank für Internationalen Zahlungsausgleich]], die [[Europäische Investitionsbank]] und der [[Internationaler Währungsfonds|Internationale Währungsfonds]] in diese Rubrik. Hinzu kommen internationale [[Entwicklungsbank]]en, etwa die [[Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Investmentbank]]en haben sich besonders im angelsächsischen Raum entwickelt. In Deutschland hat der Trend zum Universalkreditinstitut mit allen Arten von Bankgeschäften einer Spezialisierung von Geldinstituten in diesem [[Marktsegment]] wenig Chancen eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
;{{AUT}} und {{CHE}}&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] und der [[Schweiz]] kennt man ebenfalls das deutsche Universalbanksystem und den verallgemeinernden Begriff Kreditinstitut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;{{FRA}}&lt;br /&gt;
In [[Frankreich]] hat 1944 der [[Conseil national de la Résistance]] ein [[Trennbankensystem]] eingeführt, das 1984 beendet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Dominique Plihon, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Le Monde diplomatique]]&amp;#039;&amp;#039;, März 2013, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Angelsächsische Länder&lt;br /&gt;
In den angelsächsischen Ländern ist allgemein von „banks“ oder „savings banks“ die Rede, weil die verschiedenen Varianten der deutschen Kreditinstitute innerhalb des [[Deutsches Bankwesen#Struktur|Drei-Säulen-Modells]] weitgehend unbekannt sind. Als Gesetzesbegriff wird im angelsächsischen Bereich „credit institution“ verwendet. Danach handelt es sich um Unternehmen, die Einlagen oder andere Gelder vom Publikum annehmen und Kredite auf eigene Rechnung gewähren.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Financial Services Authority|FSA-Handbuch]]: “undertaking whose business is to receive deposits or other repayable funds from the public and to grant credits for its own account”.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
;{{USA}}&lt;br /&gt;
In den [[Vereinigte Staaten|USA]] galt von 1933 bis 1999 das [[Trennbankensystem]], das zwischen [[Investmentbank]]en ({{enS|investment banks}}) und Geschäftsbanken ({{enS|commercial banks}}) unterschied. Die Annäherung an das deutsche Bankensystem erfolgte beim amerikanischen Bankensystem dank einer weitgehenden Aufhebung der Trennbankenvorschrift durch den [[Phil Gramm|Gramm-Leach-Bliley Act]] vom November 1999 sowie dadurch, dass alle großen Investmentbanken im Rahmen der [[Finanzkrise ab 2007]] entweder von Universalbanken übernommen wurden oder aber ihren Status zu einer Universalbank änderten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Kreditinstitute sind das wesentliche [[Erkenntnisobjekt]] der [[Bankbetriebslehre]], der gesamte Bankensektor wird in der [[Mikroökonomie]] untersucht.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Bieg: &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftslehre der Banken.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Lück (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der internen Revision.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 35. [https://www.google.de/books/edition/Lexikon_der_Internen_Revision/PY9dDwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kreditinstitute+Erkenntnisobjekt&amp;amp;pg=PA35&amp;amp;printsec=frontcover (google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Ergebnis ihrer „[[Produktion]]“ sind Finanzprodukte und Finanzinstrumente, die durch Kombination klassischer [[Produktionsfaktor]]en und dem [[Externer Produktionsfaktor|externen Produktionsfaktor]] zustande kommen, erst zum Zeitpunkt ihrer [[Nachfrage]] produziert werden und nicht [[Lagern|lagerfähig]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Hartmut Bieg: &amp;#039;&amp;#039;Betriebswirtschaftslehre der Banken.&amp;#039;&amp;#039; In: Wolfgang Lück (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der internen Revision.&amp;#039;&amp;#039; 2001, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kreditinstitute werden aus Sicht der [[Zentralbank]] als [[Geschäftsbank]]en bezeichnet, welche aufgrund ihres [[Geschäftsmodell]]s [[Giralgeldschöpfung]] betreiben können und dadurch die [[Geldmenge]] auf dem [[Geldmarkt]] erhöhen.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans-Joachim Lierow: &amp;#039;&amp;#039;Der Geldschöpfungskoeffizient der Kreditbanken in der Bundesrepublik.&amp;#039;&amp;#039; 1957, S. 15. [https://www.google.de/books/edition/Volkswirtschaftliche_Schriften_Heft_30_D/dqr7Ld4yfaMC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kreditinstitute+geldsch%C3%B6pfung&amp;amp;pg=PA62&amp;amp;printsec=frontcover (google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Giralgeldschöpfung kann bis zu der im [[Geldschöpfungsmultiplikator]] vorgesehenen Grenze ausgedehnt werden. Die [[Geldpolitik]] der Zentralbanken kann die Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken beeinflussen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Finanzintermediäre übernehmen Kreditinstitute die Funktionen der [[Fristentransformation]], [[Risikotransformation]] und [[Losgrößentransformation]].&amp;lt;ref&amp;gt;Mathias Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Management von Refinanzierungsrisiken in Kreditinstituten.&amp;#039;&amp;#039; 2009, S. 9. [https://www.google.de/books/edition/Management_von_Refinanzierungsrisiken_in/SqXZKrCTGYIC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kreditinstitute+Fristentransformation,+Risikotransformation+Losgr%C3%B6%C3%9Fentransformation&amp;amp;pg=PA9&amp;amp;printsec=frontcover (google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Fristentransformation sorgen sie für den Ausgleich unterschiedlicher [[Laufzeit (Wirtschaft)|Laufzeitinteressen]], indem sie beispielsweise den [[Bodensatztheorie|Bodensatz]] täglich fälliger [[kurzfristig]]er [[Sichteinlage]]n als [[langfristig]]e [[Kredit]]e ausleihen (dürfen). Risikotransformation ist der Ausgleich unterschiedlicher [[Risikobereitschaft]]en innerhalb der Kundschaft, während bei der Losgrößentransformation viele kleine Geldbeträge des [[Einlagengeschäft]]s zu größeren Kreditbeträgen im [[Kreditgeschäft]] und umgekehrt zusammengefasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bankbilanzierung]], [[Kostenrechnung|Bankkostenrechnung]] und [[Bankkalkulation]] der Kreditinstitute sind erst relativ spät entwickelt worden&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Kunze: &amp;#039;&amp;#039;Die Betriebsabrechnung der Kreditinstitute unter besonderer Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen.&amp;#039;&amp;#039; 1981, S. 3. [https://www.google.de/books/edition/Die_Betriebsabrechnung_der_Kreditinstitu/5cWdBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Kreditinstitute+kostenrechnung&amp;amp;pg=PA3&amp;amp;printsec=frontcover (google.de)]&amp;lt;/ref&amp;gt; und weichen von denen der [[Nichtbank]]en erheblich ab. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Bankbilanzierung durch RechKredV (Februar 1992) und HGB (Mai 2009) vorgegeben werden, während sich die Bankkostenrechnung als „Unkostenkalkulation“ erst ab 1920 entwickelte&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Wegbrod: &amp;#039;&amp;#039;Die Notwendigkeit der Unkostenkalkulation im Bankbetrieb.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Zahlungsverkehr.&amp;#039;&amp;#039; 3, Februar 1920, S. 5 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; und sich 1934 zur Geschäftsspartenkalkulation weiterentwickelte,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Rummel: &amp;#039;&amp;#039;Die Möglichkeiten einer genauen Selbstkostenrechnung im Bankgewerbe und ihre Auswirkungen auf die Rentabilität.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung]].&amp;#039;&amp;#039; Band 28, 1934, S. 281–309.&amp;lt;/ref&amp;gt; bis 1955 eine umfassende Bankkalkulation auf der Grundlage von [[Stefan Kaminsky (Bankmanager)|Stefan Kaminskys]] Buch entstand.&amp;lt;ref&amp;gt;Stefan Kaminsky: &amp;#039;&amp;#039;Die Kosten- und Erlösrechnung der Kreditinstitute.&amp;#039;&amp;#039; 1955, S. 1 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hinblick auf die [[Unternehmensziele]] sind die meisten Kreditinstitute erwerbswirtschaftlich orientiert. Sie betreiben [[Gewinnmaximierung]] und zielen auf einen hohen [[Shareholder Value]] ab. Insbesondere die öffentlich-rechtlich organisierten Institute wie Sparkassen orientieren sich am Leitbild der [[Gemeinnützigkeit]]. Sie sind gehalten, erwirtschaftete [[Gewinn]]e aus ihrer Geschäftstätigkeit, die nach der notwendigen [[Gewinnthesaurierung|Verstärkung]] ihrer [[Eigenmittel (Kreditinstitut)|Eigenmittel]] verbleiben, zur Unterstützung verschiedener gemeinnütziger oder sozialer Zwecke zu verwenden. Bei den Genossenschaften wiederum steht die Förderung der Interessen ihrer [[Mitglied]]er im Mittelpunkt der Zielhierarchie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einerseits sind Kreditinstitute stark von einer [[Disintermediation]] betroffen, andererseits versuchten sie die [[Wertschöpfungskette]] durch Bestrebungen zum [[Allfinanz]]konzern zu komplettieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jürgen Krumnow (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Gabler Bank-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Wiesbaden 2002, ISBN 3-409-46116-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschaftslexikon.&amp;#039;&amp;#039; 15. Auflage. Wiesbaden 2000, ISBN 3-409-30388-X.&lt;br /&gt;
* Hans E. Büschgen, Christoph J. Börner: &amp;#039;&amp;#039;Bankbetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;. Stuttgart 2003, ISBN 3-8252-0917-2.&lt;br /&gt;
* Willi Richard, Jürgen Mühlmeyer: &amp;#039;&amp;#039;Betriebslehre der Banken und Sparkassen&amp;#039;&amp;#039;. Rinteln 2009, ISBN 978-3-8120-0130-4.&lt;br /&gt;
* Gregor Wurm, Bernd Ettmann, Karl Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Kompaktwissen Bankbetriebslehre&amp;#039;&amp;#039;. Troisdorf 2008, ISBN 978-3-8237-0921-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4165579-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4165579-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditinstitut| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Planung und Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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