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	<title>Kredithai - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T22:47:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kredithai&amp;diff=583455&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Bari&#039; bin Farangi: /* Etymologie */ ce</title>
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		<updated>2025-09-29T00:28:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Etymologie: &lt;/span&gt; ce&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kredithai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;loan shark&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;shylock&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;gombeen-man&amp;#039;&amp;#039;}}) versteht man in der [[Wirtschaft]] umgangssprachlich [[Wirtschaftssubjekt]]e, die [[bonität]]sschwachen [[Schuldner]]n [[Kredit]]e zu besonders nachteiligen [[Kreditbedingungen]] anbieten und insbesondere [[Wucherzins]]en verlangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Als Wirtschaftssubjekte, die als Kredithai fungieren, kommen [[natürliche Person|natürliche]] oder [[juristische Person]]en in Frage. Oftmals stellen Kredithaie eine [[Substitutionsgut|Substitution]] für das [[Kreditgeschäft]] der [[Kreditinstitut]]e dar, die aus Bonitätsgründen bestimmten Schuldnern keine Kredite (mehr) gewähren wollen oder Kredithaie nutzen die Schwellenangst eines Bankkunden aus, bei Banken einen [[Kreditantrag]] stellen zu müssen. Das in der mangelnden Bonität zum Ausdruck kommende überhöhte [[Kreditrisiko]] nutzen Kredithaie dazu aus, insbesondere überhöhte [[Kreditzins]]en zu verlangen, die die Schwelle zum [[Zinswucher]] überschreiten. Diese Schwelle zum Wucherzins ist jedoch eine [[Höchstpreis|Zinsschranke]], bei deren Überschreiten die [[Rechtsprechung]] den [[Kreditvertrag]] mit einem Kredithai als [[Sittenwidrigkeit (Deutschland)|sittenwidrig]] und damit [[Unwirksamkeit|nichtig]] einstuft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Miethaie zu Fischstäbchen 3.jpg|mini|Aktion der Partei [[Die Linke]] mit Slogan „Miethaie zu [[Fischstäbchen]]“, Anspielung auf das Zitat „[[Schwerter zu Pflugscharen]]“ (2017)]]&lt;br /&gt;
„Kredithai“ ist eine Lehnübersetzung von Englisch &amp;quot;loan shark&amp;quot; (wörtlich &amp;quot;Kreditschurke&amp;quot;), welche &amp;quot;shark&amp;quot; nicht als Bezeichnung für einen [[Zinsverbot|Zinsnehmer]] bzw. [[Wucher|Wucherer]] als &amp;quot;[[Schurke]]&amp;quot; übersetzt, sondern als Eigennamen der wahrscheinlich von dieser Bedeutung abgeleiteten Bezeichnung der [[Haie|Fischart]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.etymonline.com/word/shark |titel=shark {{!}} Etymology of shark by etymonline |sprache=en |abruf=2024-05-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Kredithai&amp;quot; ist eine umgangssprachliche [[Metapher]] für einen unseriösen [[Kreditgeber]], der außerhalb des staatlich überwachten [[Finanzwesen]]s auftritt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans Büschgen]], &amp;#039;&amp;#039;Das kleine Bank-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Wirtschaft und Finanzen im Schäffer-Pöschel-Verlag, 3. Auflage 2006. ISBN 3-87881-180-2, S. 584&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort ist eine [[Komposition (Grammatik)|Komposition]] aus „Kredit“ und „Hai“. Das Grundwort „[[Haie|Hai]]“ bezeichnet einen im Meer lebenden [[Raubfisch]], der als besonders angriffslustig und gefährlich gilt. In Verbindungen wie &amp;#039;&amp;#039;Börsenhai&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Finanzhai&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kredithai&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Miethai&amp;#039;&amp;#039; liegen Bildungen mit dem [[Suffixoid]] „-hai“ vor, das Personen bezeichnet, die sich rücksichtslos und skrupellos [[Bereicherungsrecht (Deutschland)|bereichern]].&amp;lt;ref&amp;gt;Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Das große Wörterbuch der deutschen Sprache&amp;#039;&amp;#039;, 4. Auflage, 2012, Eintrag „–hai“&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser metaphorischen Verwendung des Suffixoids „-hai“ findet sich eine semantische Komponente der freien Form „Hai“ in modifizierter Weise wieder, nämlich die typische Eigenschaft der Raubtiere, sich ausschließlich von ihrem Instinkt leiten zu lassen, um ihr eigenes Überleben zu sichern. Auf Menschen übertragen bewirkt diese Eigenschaft eine deutlich negative [[Konnotation]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[William Shakespeare]] lässt einen jüdischen Kredithai namens Shylock in der christlich dominierten Gesellschaft des „[[Der Kaufmann von Venedig]]“ (Oktober 1600) auftreten. Kaufmann Antonio verschuldete sich beim jüdischen Kredithai Shylock, der im Gegensatz zu seiner üblichen Zinspraxis anbietet, auf Kreditzinsen zu verzichten. Als Ersatz verlangt er – scheinbar zum Spaß – im Falle von Rückzahlungsproblemen, dass Shylock Anspruch auf „ein Pfund Fleisch“ aus dem lebenden Körper des Antonios erheben darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der argentinische Schriftsteller [[Agustín Cuzzani]] baute 1954 Shakespeares Stoff in seinem Theaterstück „Ein Pfund Fleisch“ ({{esS|&amp;#039;&amp;#039;Una libra de carne&amp;#039;&amp;#039;}}) ein. Der von seinen verschiedenen Arbeitgebern rücksichtslos ausgebeutete und von seiner Frau wegen der finanziellen Misere verantwortlich gemachte Kaufmann Elfas Beluver fällt dem Kredithai Tomás Shylock García zum Opfer, der als Gläubiger unerbittlich so lange überhöhte Rückzahlungen einkassiert, wie es nur geht, um dann vor Gericht erbarmungslos das Fleisch seines Schuldners einzufordern.&amp;lt;ref&amp;gt;Tereza Rodríguez Bolet, &amp;#039;&amp;#039;Resonancias de Shakespeare y Kafka en ‚Una libra de carne‘ de Augustín Cuzzani&amp;#039;&amp;#039;, in: Discurso literario 5/1, 1987, S. 93&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zweite englische Ausdruck für den Kredithai ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;gombeen-man&amp;#039;&amp;#039;}}) geht auf den irischen Kreditzins ([[Irische Sprache|irisch]] &amp;#039;&amp;#039;gaimbín&amp;#039;&amp;#039;) zurück, der im 19. Jahrhundert die Armen stark belastete.&amp;lt;ref&amp;gt;Tomás de Bhaldraithe, &amp;#039;&amp;#039;Éigse&amp;#039;&amp;#039;, Volume 17, National University of Ireland, 1977, S. 109–113&amp;lt;/ref&amp;gt; In [[Rotwelsch]] heißt ein Wucherer „Krawattenmacher“; als solcher wird hier auch ein Henker bezeichnet, denn die Krawatte ist die Umschreibung für einen Strick.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=X88-yweXU60C&amp;amp;pg=PA401&amp;amp;dq=Krawattenmacher&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjW6KO2i9rYAhWI2ywKHS4GAhQQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Krawattenmacher&amp;amp;f=false Sonja Steiner-Welz, &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Stadt&amp;#039;&amp;#039;, Band 3, 2006, S. 401]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort tauchte erstmals 1893 auf.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=LdTQQxql1V8C&amp;amp;pg=PA112&amp;amp;dq=Krawattenmacher&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjJ_Ku_kdrYAhWBDCwKHZ8dAhY4FBDoAQgsMAE#v=onepage&amp;amp;q=Kredithai&amp;amp;f=false Alfred Schirmer, &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der deutschen Kaufmannssprache - auf geschichtlichen Grundlagen&amp;#039;&amp;#039;, 1991, S. 112]&amp;lt;/ref&amp;gt; In alten Dokumenten wird der Kredithai auch &amp;#039;&amp;#039;Karbatsch&amp;#039;&amp;#039; genannt; vermutlich deshalb, weil er leichtfertige säumige Zahler karbatschen (mit der [[Karbatsche]] schlagen) ließ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit Juli 1893 stellte in Deutschland § 302a StGB a. F. wegen Wuchers unter Strafe, wer unter Ausbeutung der Notlage, des Leichtsinns oder der Unerfahrenheit wegen eines Darlehens sich oder einem Dritten Vermögensvorteile versprechen oder gewähren ließ, welche den üblichen Zinsfuß dergestalt überschritten, dass die Vermögensvorteile in auffälligem Missverhältnis zu der Leistung standen. Die Vorschrift entfiel im Juli 2017 durch das [[Gesetz zur Reform der strafrechtlichen Vermögensabschöpfung]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als am 26. April 1963 die ZDF-Sendereihe &amp;#039;&amp;#039;Probe aufs Exempel&amp;#039;&amp;#039; unter dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Wucher oder nicht Wucher&amp;#039;&amp;#039; eine Sendung ausstrahlte, mit der sie sich gegen Missstände auf dem [[Kreditmarkt]] wendete, wurde ein Unternehmen als „Kredithaie“ oder „Krawattenmacher“ tituliert. Hierbei kritisierte die Sendung an einem Beispiel das Geschäftsgebaren anhand des erwiesenen Wucherzinses; das wucherische Unternehmen verlor vor dem [[Bundesgerichtshof]] (BGH) die Klage wegen gewerbeschädigender Kritik, weil es sich um auf wahren Tatsachen beruhende Aussagen handelte.&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 14. Januar 1969, Az.: VI ZR 196/67&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem anderen Fall sah das [[Bundesverfassungsgericht]] (BVerfG) den Ausdruck „Kredithai“ als von der [[Pressefreiheit]] gedeckt an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BVerfGE|60|234}}, 239 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Warnung vor Kredithaien in den Printmedien unterliegt der Pressefreiheit und stellt keine herabsetzende Kritik am Gewerbezweig der Kreditvermittler dar.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv060234.html BVerfGE 60, 234, 239]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erscheinungsformen ==&lt;br /&gt;
Als Kredithaie treten [[Privatperson]]en oder auch [[Unternehmen]] in Erscheinung, die ihre Kredite als „Sofortkredite“ ohne besondere [[Kreditwürdigkeitsprüfung]], ohne [[Schufa]]-[[Anfrage (Wirtschaft)|Anfrage]] oder als [[Blankokredit]]e anpreisen. Sie nutzen die Notlage und die Unwissenheit geschäftsunerfahrener oder finanziell bedrängter Bürger oder deren Schwellenangst aus. Die Geschäftsbezeichnung der Kredithaie reicht von „[[Finanzmakler]]“ bis hin zu [[Kreditvermittler]]n, die [[Kleinkredit]]e zu Wucherzinsen vermitteln.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=j3_RBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA1493&amp;amp;dq=Krawattenmacher&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwil6d7ej9rYAhVJhaYKHVEyBVc4ChDoAQhTMAg#v=onepage&amp;amp;q=Krawattenmacher&amp;amp;f=false Reinhold Sellien, &amp;#039;&amp;#039;Dr. Gablers Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, 1977, Sp. 1493 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch ist ein großer Teil der Finanzmakler oder Kreditvermittler seriös.&lt;br /&gt;
Auch bei [[Privatkredit]]en können private Kreditgeber als Kredithai auftreten, wenn es zur sittenwidrigen Knebelung des [[Kreditnehmer]]s kommt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik an Zielen und Methoden ==&lt;br /&gt;
Ziele und Methoden der Kredithaie stimmen mit denen der legalen Finanzmakler oder Kreditvermittler nicht überein. Der Kredit wird Kunden mit schlechter [[Bonität]] gewährt. Die [[Ausfallwahrscheinlichkeit (Finanzwesen)|Ausfallwahrscheinlichkeit]] bei der Kreditrückzahlung ist von Beginn an hoch.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wiwi.uni-siegen.de/merk/downloads/finanzbegriffe/finanzbegriffe.pdf Gerhard Merk, &amp;#039;&amp;#039;Finanzlexikon&amp;#039;&amp;#039;, Universität Siegen, November 2014, S. 1109 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kreditgeber arbeiten ohne [[Banklizenz]] der [[Bankenaufsicht]] (in Deutschland die [[Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht|BaFin]]) und damit illegal. Die [[Tilgung (Geldverkehr)|Rückzahlung]] des vereinbarten Kredits einschließlich Zinsen stellt für die Kredithaie keine Priorität dar, die es eher auf Wucherzinsen, die [[Bestellung]] von [[Kreditsicherheit]]en und/oder auf die [[Unterdrückung]] der Kreditnehmer absehen. Den Kredithaien kommt es darauf an, die durch eine Kreditgewährung entstehenden [[Finanzierungskosten]] durch [[Bearbeitungsgebühr]]en, [[Provision]]en, [[Restschuldversicherung]]en und anderes mehr zu verschleiern. Da aber der größte Teil dieser [[Nebenkosten]] bei gewerbs- oder geschäftsmäßig tätigen Kredithaien gemäß {{§|16|pangv|buzer}} [[PAngV]] in den [[effektiver Jahreszins|effektiven Jahreszins]] einzubeziehen ist, kann der [[Verbraucher]] bei Vergleichen die wucherische [[Tendenz]] erkennen. Nicht immer wird nachzuweisen sein, dass der Kredithai eine [[Notstand|Zwangslage]] bewusst ausgenutzt hat, um dem Kunden überhöhte Zinsen abzuverlangen. Kredithaie streben oft die Zusammenarbeit mit [[Inkassounternehmen (Deutschland)|Inkassobüros]] an, wenn wegen der schwachen Bonität des Kreditnehmers ein [[Forderungsausfall]] droht. Bei der Eintreibung fälliger [[Ratenzahlung]]en oder Rückzahlungen wird mit illegalen Maßnahmen bis hin zur [[Gewalt]] gedroht. Illegales Kreditgeschäft steht oft auch im Zusammenhang mit [[Organisierte Kriminalität|organisierter Kriminalität]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kreditgeschäft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bari&#039; bin Farangi</name></author>
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