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	<title>Krassig - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:02:58Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krassig&amp;diff=1632267&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;APPERbot: Bot: zu viel Abstand am Absatzende entfernt, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst</title>
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		<updated>2023-07-31T01:08:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: zu viel Abstand am Absatzende entfernt, Vorlage Commonscat an Inhalte in Commons angepasst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Krasig Bauernhaus.JPG|mini|Wohnhaus von 1796, Teil eines Dreiseitenhofes]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krassig&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Gemeindeteil der Stadt [[Schlieben]] im [[Landkreis Elbe-Elster]]. Der Ort liegt etwa 4 km nordwestlich des Stadtkernes von Schlieben an der Landstraße [[Lebusa]]–[[Kolochau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Ersterwähnung und Namensdeutung ===&lt;br /&gt;
Das Dorf wurde urkundlich erstmals 1419 als &amp;#039;&amp;#039;Croaczk&amp;#039;&amp;#039; erwähnt. Spätere Schreibweisen waren 1419/20 &amp;#039;&amp;#039;Crawask&amp;#039;&amp;#039;, um 1420 &amp;#039;&amp;#039;Croaczk&amp;#039;&amp;#039;, 1447 &amp;#039;&amp;#039;Krawasick&amp;#039;&amp;#039;, 1457 &amp;#039;&amp;#039;Krobassig&amp;#039;&amp;#039; und 1577 &amp;#039;&amp;#039;Crasig, Krassigk&amp;#039;&amp;#039;. Der Name leitet sich daher aus dem altsorbischen &amp;#039;&amp;#039;Krovačk&amp;#039;&amp;#039; ab, was ein &amp;#039;&amp;#039;Kuhdorf&amp;#039;&amp;#039;, also einen Ort, in dem es viele [[Hausrind|Kühe]] gab bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Walter Wenzel]]: Die Ortsnamen des Schweinitzer Landes, Akademie-Verlag, Berlin 1964, zugleich Dissertation, Leipzig 1960&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] [[Germanisierung]] sorbischstämmiger Ortsnamen hatte der Landrat des Kreises Schweinitz 1937 mit Zustimmung der Gemeinde beantragt, Krassig in „Schönheide“ umzubenennen und so den sorbischen Namen zu tilgen. Anders als [[Liste von Ortsumbenennungen in der Lausitz 1936/37|in anderen Regionen]] scheiterte die Umbenennung hier jedoch an der Ablehnung des zuständigen Regierungspräsidenten.&amp;lt;ref&amp;gt;Gero Lietz: &amp;#039;&amp;#039;Zum Umgang mit dem nationalsozialistischen Ortsnamen-Erbe in der SBZ/DDR.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig 2005, S. 176ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1474 lebten acht Hüfner, die aber 18 Erbhufen bewirtschafteten, im &amp;#039;&amp;#039;Schliebener Schlossdorf&amp;#039;&amp;#039;. 1550 gab es neben acht Hüfnern noch vier Gärtner in Krassig. Während des [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieges]] wurde das Dorf 1637 vollständig durch schwedische Truppen zerstört, und die Kirche schwer beschädigt. Als Wüstes Dorf wird es dann 1653 erwähnt und erst 1694 waren wieder alle Hüfnerstellen im Ort besetzt. In der Zeit zwischen 1644 und 1658 verlieh Krassig die beiden Kirchenglocken an die Kirche in Alt-Herzberg gegen einen jährlichen Zins von 1 [[Gulden]].&lt;br /&gt;
Um 1820 befand sich eine [[Bockwindmühle]] in der Nähe des Dorfes, welche aber nicht mehr im Mühlenverzeichnis von 1925 Erwähnung fand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungszugehörigkeit ===&lt;br /&gt;
Krassig gehörte bis 1806 zum [[Kurfürstentum Sachsen|kurfürstlichen]], dann zum [[Königreich Sachsen|königlich sächsischen]] [[Amt Schlieben (Kurfürstentum Sachsen)|Amt Schlieben]] und wurde 1816 Teil des [[Landkreis Schweinitz|Landkreises Schweinitz]]. Ab 1952 gehörte der Ort zum [[Kreis Herzberg]] und wurde am 1. Januar 1957 nach Schlieben eingemeindet. Der Kreis Herzberg ging zur [[Kreisreform Brandenburg 1993|Kreisreform]] 1993 im [[Landkreis Elbe-Elster]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kirche Krassig.JPG|mini|[[Dorfkirche Krassig|Kirche in Krassig]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Haus in Krassig bei Schlieben.jpg|mini|Der Fachwerkbau auf dem Grundstück &amp;#039;&amp;#039;Krassig 11&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Das Dorf besitzt an seinem schmalen Anger noch Vierseitenhöfe aus dem 18. und 19. Jahrhundert mit Hausbäumen und Vorgärten. Besonders hervorzuheben ist der historisch gewachsene Hof Krassiger-Dorfstraße 12 mit dem wohl ältesten noch erhaltenen Kleinbauernhaus des Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine [[Dorfkirche Krassig|Dorfkirche]] ist eine Filialkirche von Schlieben. Sie ist von einem Friedhof umgeben und steht leicht zurückgesetzt östlich der Dorfstraße. Als rechteckige Saalkirche entstand sie im späten 13. Jahrhundert aus unregelmäßig behauenen Feldsteinen und Raseneisensteinen mit Breiten Mörtelfugen. 1735 wurden zwei Südfenster vergrößert, 1910 das Nordfenster eingebrochen und die Kirche restauriert bei der vermutlich auch die Brüstungen der West- und Nordempore entstanden. Der quadratische Westturm mit Walmdach ist kleiner als das Kirchenschiff. Im 18. Jahrhundert wurde das Fachwerkobergeschoss des Turms außen verbrettert. 1970 wurde eine moderne Holzdecke unter die alte Decke eingebaut. Die Kirche besitzt einen Flügelaltar mit Holzskulpturen in bemerkenswerter Qualität aus dem Ende des 15. Jahrhunderts. Die Bronzeglocke ist ein Werk von Georg Billich aus Wittenberg um 1690. Nach mündlichen Überlieferungen war die Kirche bis zur Reformation ein Anlaufpunkt für Wallfahrer auf dem Weg zur Martinskapelle in Schlieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Dorfkirche steht in der Gegenwart unter Denkmalschutz. Daneben sind noch zwei weitere Bauwerke in der [[Liste der Baudenkmale in Schlieben#Krassig|örtlichen Denkmalliste]] verzeichnet. Bei dem Baudenkmal auf dem Grundstück &amp;#039;&amp;#039;Krassig 10&amp;#039;&amp;#039; handelt es sich um einen Fachwerkbau mit Lehmstakenausfachung. Entstanden ist das Haus in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die dem Fachwerk vorgestellte Fassade aus Ziegeln entstand gegen Ende desselben Jahrhunderts.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bldam Krassig 10&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gramlich&amp;quot;/&amp;gt; Ein weiteres Baudenkmal ist auf dem Nachbargrundstück &amp;#039;&amp;#039;Krassig 11&amp;#039;&amp;#039; zu finden. Bei dem Gebäude handelt es sich um einen eingeschossigen Fachwerkbau mit Lehmstakenausfachung und Krüppelwalmdach. Entstanden ist das Haus im Jahre 1796.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bldam Krassig 11&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gramlich&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* A.Richter: &amp;#039;&amp;#039;Der Kreis Schweinitz.&amp;#039;&amp;#039; Eine kleine Heimatkunde für die Schulen des Kreises; 1912&lt;br /&gt;
* Voegler 1934 S. 114&lt;br /&gt;
* Hans-Dieter Lehman: &amp;#039;&amp;#039;Geschichten zur Geschichte über Dorf und Kirche Krassig.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heimatkalender Herzberg.&amp;#039;&amp;#039; 1992&lt;br /&gt;
* Hans-Dieter Lehman: &amp;#039;&amp;#039;Bilder aus dem Schliebener Amtsbereich.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schliebener Amtsnachrichten.&amp;#039;&amp;#039; 1993&lt;br /&gt;
* Sybille Gramlich, Irmelin Küttner: &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Elbe-Elster Teil 1: Die Stadt Herzberg/Elster und die Ämter Falkenberg/Uebigau, Herzberg, Schlieben und Schönewalde.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-88462152-3&lt;br /&gt;
* Jürgen Bergmeier: &amp;#039;&amp;#039;Die Trauungen im Kirchspiel Schlieben 1578 - 1799&amp;#039;&amp;#039;. BücherKammer, Herzberg (Elster) 2023. ISBN 978-3-940635-76-1&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen und Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gramlich&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Sybille Gramlich, Irmelin Küttner: &amp;#039;&amp;#039;Landkreis Elbe-Elster Teil 1: Die Stadt Herzberg/Elster und die Ämter Falkenberg/Uebigau, Herzberg, Schlieben und Schönewalde.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 978-3-88462152-3, S. 294&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;bldam Krassig 10&amp;quot;&amp;gt;[https://ns.gis-bldam-brandenburg.de/hida4web/view?docId=obj09135639.xml Das Krassiger Grundstück &amp;#039;&amp;#039;Krassig 10&amp;#039;&amp;#039; in der Datenbank des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum], abgerufen am 4. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;bldam Krassig 11&amp;quot;&amp;gt;[https://ns.gis-bldam-brandenburg.de/hida4web/view?docId=obj09135636,t.xml Das Krassiger Grundstück &amp;#039;&amp;#039;Krassig 11&amp;#039;&amp;#039; in der Datenbank des Brandenburgischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologisches Landesmuseum], abgerufen am 4. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsteile der Stadt Schlieben}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51/45/28.44432/N|EW=13/21/15.75576/E|type=landmark|region=DE-BB}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=106331111X|VIAF=311741619}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Schlieben)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Elbe-Elster)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Elbe-Elster]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1419]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1957]]&lt;/div&gt;</summary>
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