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	<title>Krankenstand - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T15:12:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krankenstand&amp;diff=465639&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 2 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2026-01-22T23:20:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 2 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die Kennzahl. In Österreich bezeichnet &amp;#039;&amp;#039;Krankenstand&amp;#039;&amp;#039; den Status der [[Arbeitsunfähigkeit]].}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krankenstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|&amp;#039;&amp;#039;sickness level&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;absenteeism&amp;#039;&amp;#039;}}) ist im [[Personalwesen]] eine [[betriebswirtschaftliche Kennzahl]] zur Messung der krankheitsbedingten Ausfallzeiten bei [[Arbeitnehmer]]n, wobei die Zeiten der [[Krankheit]] der Soll-[[Arbeitszeit]] gegenübergestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Eine Krankheit als regelwidriger Körper- oder Geisteszustand&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesarbeitsgericht|BAG]], Urteil vom 26. Juli 1989, Az.: 5 AZR 301/88 = {{Rspr|NZA 1990, 140}}&amp;lt;/ref&amp;gt; führt im [[Arbeitsrecht (Deutschland)|Arbeitsrecht]] zur [[Arbeitsunfähigkeit]]. Arbeitsunfähig infolge Krankheit ist der Arbeitnehmer, wenn ein Krankheitsgeschehen ihn außer Stand setzt, die ihm nach dem [[Arbeitsvertrag (Deutschland)|Arbeitsvertrag]] obliegende Arbeit zu verrichten oder wenn er die Arbeit nur unter der Gefahr fortsetzen könnte, in absehbar naher Zeit seinen Zustand zu verschlimmern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Rspr|BAGE 48, 1}}, 3&amp;lt;/ref&amp;gt; Dann ist der Arbeitnehmer nach {{§|5|entgfg|juris}} Abs. 1 [[Entgeltfortzahlungsgesetz|EntgFG]] verpflichtet, dem [[Arbeitgeber]] die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derartige [[Krankmeldung]]en haben den Zweck, den Arbeitnehmer von seiner [[Arbeitspflicht (Arbeitsrecht)|Arbeitspflicht]] zu befreien, weil seine [[körperliche Leistungsfähigkeit|körperliche]] und/oder [[Intelligenz|geistige Leistungsfähigkeit]] eingeschränkt sind und er dadurch keine 100%ige [[Arbeitsleistung]] erbringen kann, zu der er arbeitsvertraglich verpflichtet ist. Zudem besteht bei [[Infektionskrankheit]]en die Gefahr, dass er andere [[Mitarbeiter]] infiziert. Die Befreiung von der Arbeitspflicht entspringt unter anderem auch der [[Fürsorgepflicht]] des Arbeitgebers. Da die Nennung des Fehlgrundes dem [[Datenschutz]] unterliegt, kann der Arbeitgeber nicht unterscheiden, ob beim Krankenstand ein tatsächlicher Krankheitsgrund vorhanden ist oder lediglich [[Blaumachen]] vorliegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Berechnung == &lt;br /&gt;
Für die Ermittlung des Krankenstands gibt es verschiedene Berechnungsmethoden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berechnung in Statistiken von Arbeitgebern ===&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Krankenstand} = \frac{\text{erkrankungsbedingte Fehlzeiten}}{\text{Soll-Arbeitszeit}}\,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Perspektive der [[Arbeitgeber]] ist vorrangig ein Maß für den erkrankungsbedingten Ausfall von Arbeitszeit relevant. Insofern werden Krankenstände in [[Unternehmen]] intern meist als Verhältnis der erkrankungsbedingten Fehlzeiten zur Soll-Arbeitszeit ermittelt. Erkrankungszeiten außerhalb der Arbeitszeit, zum Beispiel an arbeitsfreien [[Wochenende]]n, bleiben hierbei unberücksichtigt. Dies gilt jedoch nicht für Erkrankungen während des Erholungsurlaubs, da der Arbeitnehmer bei ordnungsgemäßer Krankmeldung Anspruch darauf hat, die wegen der Erkrankung ausgefallenen Urlaubstage seinem Urlaubskonto wieder gutschreiben zu lassen und später in Anspruch zu nehmen. Statistiken zu Krankenständen in einzelnen Unternehmen sind in der Regel nicht öffentlich zugänglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berechnung in Statistiken von Gesetzlichen Krankenkassen ===&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Krankenstand} = \frac{\text{gemeldete Arbeitsunfähigkeitstage}}{\text{Versicherungstage}}\,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gesetzliche Krankenversicherung|Gesetzliche Krankenkassen]] ermitteln im Rahmen ihrer Mitgliederstatistik die als [[Arbeitsunfähigkeit|arbeitsunfähig]] gemeldeten [[Pflichtmitgliedschaft|Pflichtmitglieder]] in % der gesamten Pflichtmitglieder (ohne [[Rentner]], [[Student]]en, [[Jugendliche]] und [[Behinderung (Sozialrecht)|Behinderte]] usw.) als arithmetisches Mittel aus den monatlichen Statistiken einen Jahreskrankenstand. Quelle für die Erhebung ist die [[Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung]] eines [[Arzt]]es. In dieser Statistik sind mithin diejenigen Arbeitnehmer nicht erfasst, die bis zu 3 [[Arbeitstag]]e fehlen dürfen, ohne ihrem Arbeitgeber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorlegen zu müssen. Ein kassenseitig angegebener Krankenstand entspricht also in der Regel dem Anteil der gemeldeten Arbeitsunfähigkeits-Tage an allen Versicherungstagen (inklusive Sonn- und Feiertage).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aus der Angabe zum Krankenstand innerhalb eines Zeitraumes kann auch die Zahl der durchschnittlich gemeldeten AU-Tage im Zeitraum berechnet werden:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\mbox{Arbeitsunfähigkeitstage je Versicherungsjahr} = {\mbox{Krankenstand} \cdot \mbox{365}}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Angabe entspricht dann der Zeit, die ein durchgängig Beschäftigter innerhalb eines Jahres durchschnittlich arbeitsunfähig gemeldet ist. Der Verband der Krankenkassen veröffentlicht regelmäßig umfangreiche Statistiken zur Arbeitsunfähigkeit mit Angaben zum Krankenstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Statistiken des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) ===&lt;br /&gt;
Die Krankenstände von pflichtversicherten Arbeitnehmern werden von den Gesetzlichen Krankenkassen regelmäßig an das BMG gemeldet. Zeitnah weitergeleitet werden dabei allerdings nur Krankenstände am jeweils ersten eines Monats, also an 12 Stichtagen innerhalb eines Jahres. Ein vom BMG berechneter Jahresdurchschnittswert für den Krankenstand basiert auf dem arithmetischen Mittel aus den 12 Monatswerten eines Jahres:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\text{Krankenstand} = \frac{\text{gemeldete Arbeitsunfähigkeitstage}}{\text{Versicherungstage am 1. eines Monats}}\,&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der wesentliche Vorteil bei diesem bereits lange praktizierten Vorgehen dürfte in der einfachen Festlegung und Handhabbarkeit liegen. Allerdings wird der Krankenstand eines gesamten Jahres damit nur ungenau wiedergegeben. So sind zwei Monatserste eines Jahres grundsätzlich [[Feiertag]]e ([[Neujahr]], [[1. Mai]]), an denen typischerweise relativ wenig Arbeitnehmer krankgeschrieben sind. Die Zahl der Sonn- und Feiertage, die auf einen Monatsersten fallen, kann zudem von Jahr zu Jahr variieren. Der vom BMG veröffentlichte Krankenstand im Jahresmittel auf der Basis von Stichtagswerten unterschätzt somit in unterschiedlichem Ausmaß den Krankenstand innerhalb von Kalenderjahren, der sich bei vollständiger Verfügbarkeit der Daten von Krankenkassen errechnen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung des Krankenstands in Deutschland ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Krankenstand Deutschland 1974 2004.gif|mini|Krankenstand Deutschland 1974–2004]]&lt;br /&gt;
Als im Januar 1970 die [[Lohnfortzahlung]] eingeführt wurde, lag der Krankenstand branchenübergreifend noch bei 5,6 %, 1980 betrug er 5,67 %. Auf diesem Niveau verharrte er bis nach der [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]]. Den höchsten Krankenstand in der gesetzlichen Krankenversicherung gab es 1995 mit 5,07 %, der niedrigste bestand 2007 (3,22 %), aktuell (2016) liegt er bei 4,28 %.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.statista.com/statistik/daten/studie/5520/umfrage/durchschnittlicher-krankenstand-in-der-gkv-seit-1991/ Statista - Das Statistikportal, &amp;#039;&amp;#039;Durchschnittlicher Krankenstand in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in den Jahren 1991 bis 2016&amp;#039;&amp;#039;].&amp;lt;/ref&amp;gt; In den einzelnen [[Wirtschaftszweig]]en fällt der Krankenstand unterschiedlich aus. Den niedrigsten Krankenstand weisen [[Kreditinstitut|Banken]] &amp;amp; [[Versicherung (Kollektiv)|Versicherungen]] und [[Massenmedien|Medien]] &amp;amp; [[Verlag]]e auf (3,5 %), gefolgt von [[Land- und forstwirtschaftlicher Betrieb|Land- und Forstwirtschaft]] (4,2 %), [[Erziehung]] und [[Unterricht]] (4,6 %), [[Baugewerbe]] (5,5 %), [[Transport]] &amp;amp; [[Verkehr]] (5,8 %), [[verarbeitendes Gewerbe]] (5,8 %), [[öffentliche Verwaltung]] &amp;amp; [[Sozialversicherung]] (5,9 %), den höchsten weisen [[Bergbau]]/[[Energie]]/[[Abwasserentsorgung|Wasserentsorgung]] (6,3 %) auf. Nach Regionen gibt es den höchsten Krankenstand in den [[Neue Länder|neuen Bundesländern]] (5 %), den niedrigsten in [[Rheinland-Pfalz]] (4,8 %). Männer sind geringfügig häufiger krank (4,82 %) als Frauen (4,7 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Arbeitnehmer war im Jahre 1980 noch mehr als 7 Tage länger als 2004 arbeitsunfähig gemeldet, auch 1995 lagen die durchschnittlichen Fehlzeiten je Arbeitnehmer noch um etwa 6 Tage höher als 2004. Danach sank die Zahl der Krankheitstage dem [[Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung]] zufolge weiter auf 7,2 Tage (2005) und 6,8 Tage (2006). Seitdem hat der Krankenstand aber kontinuierlich wieder zugenommen. Die [[Techniker Krankenkasse]] berichtet von einem Anstieg unter ihren Versicherten von 11,6 Tagen je Arbeitnehmer (2006) auf 14,7 Tage im Jahr 2013 (ca. 25 %).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/644772/Datei/121850/Gesundheitsreport-2014.pdf |wayback=20140426234542 |text=Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse 2014, S. 62 |archiv-bot=2026-01-22 23:20:01 InternetArchiveBot }}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen ==&lt;br /&gt;
Neben dem [[Public Health|Gesundheitszustand]] und dem [[Lebenswandel]] der [[Beschäftigter|Beschäftigten]] haben auch andere Umstände maßgeblichen Einfluss auf den Krankenstand. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Volkswirtschaftliche Ursachen ===&lt;br /&gt;
Insgesamt „geht der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft - unabhängig von Verbesserungen der Arbeitsbedingungen auch im [[Produzierendes Gewerbe|produzierenden Gewerbe]] - mit einem insgesamt sinkenden Krankenstand einher“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.arbeitgeber.de/www/arbeitgeber.nsf/id/DE_Krankenstand |wayback=20160712090440 |text=Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, Krankenstand, 2014 |archiv-bot=2026-01-22 23:20:01 InternetArchiveBot }} abgerufen am 11. Juli 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; Waren 1970 von allen Erwerbstätigen noch 8 % in der Land- und Forstwirtschaft und [[Fischerei]] sowie 47 % im produzierenden Gewerbe tätig, lagen 2014 die Anteile nur noch bei 2 % bzw. bei 25 %. Spiegelbildlich ist der Anteil der Erwerbstätigen im [[Dienstleistung]]sbereich von 45 % (1970) auf 74 % (2014) angestiegen. Durch das Wachstum des Dienstleistungssektors – vor allem der wissensbasierten Dienstleistungen – und den Rückgang des produzierenden Gewerbes sowie des Baugewerbes haben körperlich belastende Tätigkeiten für viele Beschäftigte an Bedeutung verloren. Daher geht der Wandel zur Dienstleistungsgesellschaft mit einem insgesamt sinkenden Krankenstand einher. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ferner besteht ein Zusammenhang zur jeweiligen [[Arbeitsmarkt]]lage: Während nämlich bei hoher [[Arbeitslosigkeit]] Krankschreibungen weniger häufig vorkommen, steigt die Fehlzeitenquote bei verbesserter Arbeitsmarktlage tendenziell an. Je sicherer mithin ein [[Arbeitsplatz]] ist, umso eher kommt es zu Fehlzeiten. Das scheint auch der traditionell im [[öffentlicher Dienst|öffentlichen Dienst]] überproportional hohe Krankenstand zu beweisen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichzeitig ist wegen der gestiegenen [[Arbeitssicherheit]] seit 1970 die Zahl der [[Arbeitsunfall|Arbeitsunfälle]] je 1.000 Vollzeitbeschäftigte sehr deutlich von knapp 103 (1970) auf 23,2 (2014) zurückgegangen. Hier wirken sich die Arbeitssicherheit und der [[Betrieblicher Gesundheitsschutz|betriebliche Gesundheitsschutz]] auf den Gesundheitszustand der Beschäftigten aus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Betriebliche Ursachen === &lt;br /&gt;
Wesentliche betriebliche Ursachen des Krankenstandes können von [[Arbeitsinhalt]], [[Arbeitssystem]], [[Arbeitsgestaltung]], [[Arbeitsmotivation]], [[Betriebsklima]] oder [[Ergonomie]] ausgehen. Nach der [[Zwei-Faktoren-Theorie (Herzberg)|Zwei-Faktoren-Theorie]] von [[Frederick Herzberg]] beeinflussen Motivatoren die Arbeitsmotivation und damit die Arbeitsleistung. Neben [[Anerkennung]], [[Erfolg]]serlebnis, [[Karriere|Aufstiegsperspektive]], Entwicklungschancen und [[Verantwortung (Organisation)|Verantwortung]] ist Herzberg zufolge der Arbeitsinhalt ein wichtiger Motivator.&amp;lt;ref&amp;gt;Frederick Herzberg, &amp;#039;&amp;#039;One more Time: How Do You Motivate Employees&amp;#039;&amp;#039;, Harvard Business Review (46) Nr. 1, 1968, S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die [[Mitarbeiter]] ergibt sich beim [[One-Piece-Flow]] durch die größeren, vielleicht vollständigen Arbeitsinhalte eine erhöhte Arbeitsmotivation (siehe [[Arbeitsstrukturierung]]). Ob eine Arbeit monoton oder abwechslungsreich ist, zielt auf den Arbeitsinhalt ab, der eine Bedingung von Zufriedenheit oder Unzufriedenheit darstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=5chbHlFM_p4C&amp;amp;pg=PT89&amp;amp;dq=monotoner+Arbeitsinhalt+unzufriedenheit&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=monotoner%20Arbeitsinhalt%20unzufriedenheit&amp;amp;f=false Jörg Felfe/Detlev Liepmann, &amp;#039;&amp;#039;Organisationsdiagnostik&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 89].&amp;lt;/ref&amp;gt; Monotone Arbeitsinhalte, die insbesondere durch [[Spezialisierung]] entstanden sind, führen zu Unzufriedenheit. Sie sind durch eine inhaltlich gleichförmige Arbeitsaufgabe gekennzeichnet, die nur geringe Anforderungen stellt, und dennoch anhaltende [[Konzentration (Psychologie)|Konzentration]] verlangen kann. [[Jobenrichment]] als vertikale Umstrukturierung der Arbeitsinhalte soll der Monotonie mittels Erweiterung des Arbeitsinhalts durch zusätzliche [[Planung]]s- oder [[Kontroll]]funktionen entgegenwirken, [[Jobenlargement]] durch horizontale Erweiterung des Inhalts in Form von zusätzlichen Aufgaben von Nachbargebieten. Gesundheitsgefährdende Arbeiten besitzen das höchste Gesundheitsrisiko (etwa im [[Bergbau]], [[chemische Industrie]]). [[Monotonie (Psychologie)|Monotonie]], [[Gewohnheit|Routinen]], [[Großraumbüro]]s, [[innere Kündigung]] oder [[Mobbing]] können ebenfalls zum [[Absentismus]] beitragen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönliche Ursachen ===&lt;br /&gt;
Krankheitsursachen können auch aus der persönlichen Sphäre der Arbeitnehmer stammen. Hauptfaktor ist die [[Arbeitskraft]], die sich aus [[körperliche Leistungsfähigkeit|körperlicher]] und [[Belastung (Psychologie)|mentaler]] Leistungsfähigkeit zusammensetzt. Werden diese dem [[Anforderungsprofil]] einer [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgabe]] gegenübergestellt, kann dies zu [[Überforderung]] oder [[Unterforderung]] führen und sich als betriebliche [[Schwachstelle (Organisation)|Schwachstelle]] erweisen. Weitere persönliche Ursachen kommen aus der [[Lebensführung]] oder der intrinsischen [[Arbeitsmotivation]], wenn die Arbeit selbst keine Freude macht (keine Aufgabenvielfalt, uninteressante Aufgaben).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=6zFl_1hCVkgC&amp;amp;pg=PA29&amp;amp;dq=intrinsische+Arbeitsmotivation&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=intrinsische%20Arbeitsmotivation&amp;amp;f=false Helmut Seitz, &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsmotivation und Arbeitszufriedenheit&amp;#039;&amp;#039;, 2010, S. 29].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Folgen ==&lt;br /&gt;
Die [[Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall]], bei [[Mutterschaft]] und während der [[Heilverfahren]] ist die teuerste, ausschließlich von Arbeitgebern erbrachte [[Sozialleistung]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesverband der Arbeitgeberverbände 2014, &amp;#039;&amp;#039;Krankenstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Hinzu kommen [[Betriebsstörung|Produktionsausfallkosten]] durch [[Überstunden]] vorhandener Mitarbeiter oder für Ersatzpersonal. Bei gleichem [[Erlös|Umsatz]] steigen krankheitsbedingt die [[Kosten]], sodass sich die [[Wirtschaftlichkeit]] und die [[Produktivität]] durch höheren Krankenstand verschlechtern. Im [[worst case]] kann es sogar auch zu Umsatzeinbußen kommen, wenn der krankheitsbedingte Produktionsausfall nicht verhindert werden kann. Die Entgeltfortzahlung stellt zwar für sich genommen keine Kostenerhöhung dar, weil die [[Personalkosten]] bei Krankheit gleich bleiben; doch steht ihnen keine [[Arbeitsleistung]] mehr gegenüber, so dass es sich um eine betriebliche [[Transferleistung]] ohne [[Gegenleistung]] des Arbeitnehmers handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kündigung wegen Krankheit? ==&lt;br /&gt;
Weitverbreitet ist die Auffassung, dass Krankheit kein [[Kündigung (deutsches Arbeitsrecht)|Kündigungsgrund]] sei. Dies trifft jedoch [[Arbeitsrecht (Deutschland)|arbeitsrechtlich]] nicht zu. Die Krankheit eines Arbeitnehmers muss in diesem Falle so schwerwiegend sein, dass seine Fehlzeiten zu einer betrieblichen Beeinträchtigung führen. Eine krankheitsbedingte Kündigung ist eine Kündigung, die der Arbeitgeber wegen erheblicher krankheitsbedingter Vertragsstörungen ausspricht. Sie ist der wichtigste Unterfall einer [[ordentliche Kündigung|ordentlichen Kündigung]], wobei der Kündigungsgrund in der Person des Arbeitnehmers liegt. Nach der [[Rechtsprechung]] des [[Bundesarbeitsgericht]]s (BAG) müssen kumulativ drei Voraussetzungen für eine krankheitsbedingte Kündigung vorliegen:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.bag-urteil.com/20-11-2014-2-azr-755-13/ |titel=BAG – 2 AZR 755/13 |werk=www.bag-urteil.com |hrsg=[[Bundesarbeitsgericht]] |datum=2014-11-20 |abruf=2020-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Daniel Weigert |Titel=Die krankheitsbedingte Kündigung außerhalb des Kündigungsschutzgesetzes |Hrsg= |Sammelwerk= |Band= |Nummer=24/2019 |Auflage= |Verlag=[[Verlag C. H. Beck]] |Ort=München |Datum=2019 |ISSN=0949-7137 |Kapitel=Aufsatz Nr. 1671 |Seiten=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Negative Gesundheitsprognose&amp;#039;&amp;#039;: zum Zeitpunkt der Kündigung müssen objektive [[Tatsache]]n vorliegen, die die Besorgnis weiterer Erkrankungen im bisherigen Umfang befürchten lassen. Einer negativen Prognose steht nicht entgegen, dass die Arbeitsunfähigkeitszeiten auf unterschiedlichen Erkrankungen beruhen.&lt;br /&gt;
* Eine &amp;#039;&amp;#039;Beeinträchtigung der betrieblichen oder wirtschaftlichen Interessen des Arbeitgebers&amp;#039;&amp;#039; liegt vor, wenn es aufgrund der Fehlzeiten des Arbeitnehmers zu Störungen des Betriebsablaufs oder zu erheblichen Belastungen des Arbeitgebers mit Lohnfortzahlungskosten kommt, wenn diese Zahlungen einen Umfang von sechs Wochen übersteigen.&lt;br /&gt;
*Eine vorgenommene &amp;#039;&amp;#039;Interessenabwägung&amp;#039;&amp;#039; geht zu Gunsten des Arbeitgebers aus. Es handelt sich um eine [[Abwägung]], die die Interessen des Arbeitgebers und Arbeitnehmers gegenüberstellt, wobei der Arbeitgeber seine Interessen für bedeutsamer hält.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verringerung des Krankenstands ==&lt;br /&gt;
Abgesehen von medizinischen Ursachen, denen durch [[betriebliche Gesundheitsförderung]] (etwa [[Betriebssport]]) und gesundem Lebenswandel der Arbeitnehmer begegnet werden kann, sind aus den wesentlichen Ursachen wie Arbeitsinhalt, Arbeitsmotivation, Arbeitssystem, Arbeitsgestaltung, Betriebsklima oder Ergonomie mögliche betriebliche Gegenmaßnahmen abzuleiten. Für ein hohes Ausmaß an motivationsbedingten Fehlzeiten sprechen auch die erheblichen, medizinisch nicht begründbaren regionalen Krankenstandsunterschiede, denn bei den Mitgliedern der [[Betriebskrankenkasse (Deutschland)|Betriebskrankenkassen]] reichte die Spannbreite 2012 von 15 Arbeitsunfähigkeitstagen in Bayern bis zu 20,3 Arbeitsunfähigkeitstagen im Saarland.&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesverband der Arbeitgeberverbände 2014, &amp;#039;&amp;#039;Krankenstand&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unternehmen erkennen diesen Zusammenhang zunehmend und versuchen, den motivationsbedingten Krankenstand durch ein [[betriebliches Eingliederungsmanagement]] zu begrenzen. Bewährt haben sich insbesondere [[Krankenrückkehrgespräch]]e, aber im Rahmen der [[Mitarbeiterzufriedenheit]] auch erweiterte [[Verantwortung (Organisation)|Verantwortungs-]] und [[Aufgabe (Pflicht)|Aufgabenspielräume]] für die Mitarbeiter durch Jobenrichment oder Jobenlargement.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
Zugrunde gelegt werden dem internationalen Vergleich aus dem Jahre 2001 die durch Krankheit verlorenen Arbeitstage in % der jährlichen Arbeitstage.&amp;lt;ref&amp;gt;OECD, &amp;#039;&amp;#039;Health Data 2000&amp;#039;&amp;#039;, in: Rigmar Osterkamp, &amp;#039;&amp;#039;Arbeitsausfall durch Krankheit – ein internationaler Vergleich&amp;#039;&amp;#039;, in: [[ifo-Schnelldienst]] 21/2002, S. 19.&amp;lt;/ref&amp;gt; Den höchsten Krankenstand wies danach [[Frankreich]] auf (7,2 %), gefolgt von [[Polen]] (7,0 %), [[Norwegen]] (6,4 %), der [[Niederlande]], [[Österreich]] und der [[Tschechische Republik|Tschechischen Republik]] (je 5,8 %), [[Luxemburg]] (4,6 %), [[Ungarn]] (4,3 %) und [[Deutschland]] (4,2 %). Niedrigere Quoten als Deutschland wiesen das [[Vereinigtes Königreich|Vereinigte Königreich]] (3,7 %), [[Finnland]] (3,6 %), [[Belgien]] (3,3 %), die [[Schweiz]] (3,0 %), [[Kanada]] (2,8 %) und die [[USA]] (2,0 %) auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortbedeutung in Österreich ==&lt;br /&gt;
In Österreich bedeutet &amp;#039;im Krankenstand sein&amp;#039; auch im offizielleren Sprachgebrauch &amp;#039;sich krankgemeldet haben&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4165520-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Betriebswirtschaftliche Kennzahl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizinstatistik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;InternetArchiveBot</name></author>
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