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	<title>Krankenbehandler - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-27T15:46:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Krankenbehandler&amp;diff=933917&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Peter Gröbner: „Ein Tausendertrennzeichen zur Zifferngruppierung wird in der Regel erst ab fünf Stellen gesetzt.“ (WP:ZF#Zifferngruppierung); direkt aufeinanderfolgende Zahlen durch Satzumstellung getrennt</title>
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		<updated>2025-10-30T18:58:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;„Ein Tausendertrennzeichen zur Zifferngruppierung wird in der Regel erst ab fünf Stellen gesetzt.“ (&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:ZF&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:ZF (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;WP:ZF#Zifferngruppierung&lt;/a&gt;); direkt aufeinanderfolgende Zahlen durch Satzumstellung getrennt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
[[Datei:NS-juedischeAerzte.jpg|mini|Praxisschild eines jüdischen Arztes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NS-Krankenbehandlungsberechtigung.JPG|mini|Rezept eines Krankenbehandlers]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Krankenbehandler&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine diskriminierende [[Begriffsbildung]] des [[Zeit des Nationalsozialismus|NS-Regimes]] für [[Juden in Deutschland|jüdische]] [[Arzt|Ärzte]], denen aufgrund der [[Reichsbürgergesetz#Vierte Verordnung vom 25. Juli 1938|Vierten Verordnung zum Reichsbürgergesetz]] vom 25. Juli 1938 zwar ausnahmslos die [[Approbation (Heilberufe)|Approbation]] (unter dem 1935 von den Nationalsozialisten hier eingeführten Begriff: &amp;#039;&amp;#039;Bestallung&amp;#039;&amp;#039;) zum 30. September 1938 entzogen worden war, die ihren Beruf aber weiter zur Behandlung jüdischer Bürger ausüben durften.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser Verordnung heißt es:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.documentarchiv.de/ns/1938/reichsbuergergesetz_vo04.html Vierte Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25. Juli 1938.] documentarchiv.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der [[Reichsministerium des Innern|Reichsminister des Inneren]] oder die von ihm ermächtigte Stelle kann auf Vorschlag der Reichsärztekammer Ärzten, deren Bestallung auf Grund des §&amp;amp;nbsp;1 erloschen ist, die Ausübung des Ärzteberufes widerruflich gestatten. Die Genehmigung kann unter Auflagen erteilt werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1938 lebten im Deutschen Reich 3670 jüdische Ärzte, davon 1561 in [[Berlin]] (wo auch der Großteil der verbliebenen deutschen Juden gemäß der Definition der [[Nürnberger Gesetze]] lebte).&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 32f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da nichtjüdische Ärzte keine Juden behandeln durften, war deren medizinische Versorgung nach der Verdrängung jüdischer Ärzte nicht mehr gesichert. Im August 1938 wurde bei einem Treffen von Reichsgesundheitsführer [[Leonardo Conti (Mediziner)|Leonardo Conti]] mit Vertretern des öffentlichen Gesundheitswesens, der [[Kassenärztliche Vereinigung|Kassenärztlichen Vereinigung]] und der Berliner Ärztekammer festgelegt, dass künftig ein jüdischer Arzt für die Versorgung von 1200 Berliner Juden zuzulassen sei, wobei diese nicht nur in Privatpraxis tätig sein sollten, sondern auch sämtliche jüdischen Einrichtungen betreuen sollten. Der Versorgungsschlüssel war dabei deutlich schlechter als jener der nichtjüdischen Bevölkerung (ein Arzt pro 600 Personen).&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 46f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die in Berlin getroffenen Entscheidungen wurden wahrscheinlich im ganzen Reich umgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorschläge für die in Frage kommenden Ärzte hatten die jüdischen Gemeinden einzureichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Versorgung jüdischer Patienten und damit der Wirkungsort der „Krankenbehandler“ wurde vielerorts zentralisiert, zum Teil in [[jüdische Krankenhäuser]]n, aber auch Gemeindehäusern oder sogar [[Synagoge]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 67ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur wenige jüdische Ärzte konnten in Folge der Verordnung – nunmehr als Krankenbehandler und ausschließlich für jüdische Patienten – weiter ihren Beruf ausüben. Wie viele Ärzte in den unterschiedlichen Städten als Krankenbehandler zugelassen worden sind, ist ebenso ungesichert wie die der Auswahl zugrundeliegenden Kriterien.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 49–51.&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Berlin konnten bis Kriegsende insgesamt 369 Krankenbehandler namentlich nachgewiesen werden. In anderen Städten gab es deutlich weniger entsprechend tätige Ärzte, zeitweise auch gar keine. Die Fluktuation infolge der [[Novemberpogrome 1938]], Auswanderung, [[Deportation von Juden aus Deutschland|Deportation]] und auch Suizid war hoch.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 56f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung „Arzt“ durfte von den Betroffenen nicht mehr geführt werden. Eine Vielzahl unterschiedlicher Bezeichnungen kam stattdessen auf, etwa „Behandler“, „jüdische Behandler“, „Judenbehandler“ oder auch fachspezifische Bezeichnungen wie „Augenbehandler“. Im Verlauf etablierte sich die Bezeichnung „Krankenbehandler“.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 60ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf Rezepten, Briefbögen und Praxisschildern hatten die Betroffenen einen [[Davidstern]] zu führen und den Zusatz „Zur ärztlichen Behandlung ausschließlich von Juden berechtigt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 74f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch die Verdrängung jüdischer Ärzte resultierende Versorgungslücke – auch für nichtjüdische Patienten – ließ sich nicht schließen und trug zum allgemeinen [[Ärztemangel]] bei, der sich [[Zweiter Weltkrieg|mit Kriegsbeginn]] und Fortgang des Krieges weiter verschärfte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schwoch 2018, S. 39.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnlich jüdischen Ärzten wurde auch jüdischen Rechtsanwälten die Zulassung entzogen, einige von ihnen konnten als sogenannte „(jüdischer) [[Konsulent (Deutschland)#Begriff|Konsulent]]“ eingeschränkt weiterarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Verordnung über die Zulassung von Ärzten zur Tätigkeit bei den Krankenkassen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor= [[Rebecca Schwoch]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Jüdische Ärzte als Krankenbehandler in Berlin zwischen 1938 und 1945&lt;br /&gt;
   |Verlag=Mabuse-Verlag&lt;br /&gt;
   |Ort=Frankfurt am Main&lt;br /&gt;
   |Datum=2018&lt;br /&gt;
   |ISBN=978-3-86321-322-0}}&lt;br /&gt;
* Rebecca Schwoch: &amp;#039;&amp;#039;„Praktisch zum Verhungern verurteilt“ – „Krankenbehandler“ zwischen 1938 und 1945&amp;#039;&amp;#039;. [[doi:10.1515/9783110306057.75]] In: [[Thomas Beddies]], Susanne Doetz, [[Christoph Kopke]]: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Ärztinnen und Ärzte im Nationalsozialismus. Entrechtung, Vertreibung, Ermordung.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter Oldenbourg, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-030605-7. [[doi:10.1515/9783110306057]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Rebecca Schwoch: [https://www.aerzteblatt.de/archiv/juedische-aerzte-in-der-ns-zeit-wir-waren-ausgestossene-83916696-c863-4be3-b549-63b72be97dbf &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Ärzte in der NS-Zeit: „Wir waren Ausgestoßene“.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Deutsches Ärzteblatt]]&amp;#039;&amp;#039;. 2006; 103 (11).&lt;br /&gt;
* [[Annegret Hofmann]]: [http://www.freitag.de/autoren/der-freitag/im-dienste-der-volksgesundheit &amp;#039;&amp;#039;Im Dienste der Volksgesundheit – Ärzte im Nationalsozialismus.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Freitag]]&amp;#039;&amp;#039;. 21. November 2003.&lt;br /&gt;
* [http://www.documentarchiv.de/ns/1938/reichsbuergergesetz_vo04.html Vierte Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom 25. Juli 1938.] Dokumentenarchiv.de&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Medizin (Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache des Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antisemitisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judenverfolgung im Deutschen Reich (1933–1945)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Peter Gröbner</name></author>
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