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	<title>Kranichfeld - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kranichfeld&amp;diff=119114&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hejkal: /* Weblinks */ hat eigenes Lemma</title>
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		<updated>2025-12-04T18:42:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; hat eigenes Lemma&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Stadt&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Kranichfeld COA.png&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 50/51//N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 11/12//E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Kranichfeld in AP.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Thüringen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Weimarer Land&lt;br /&gt;
|Verwaltungsgemeinschaft = Kranichfeld&lt;br /&gt;
|Höhe              = 301&lt;br /&gt;
|PLZ               = 99446–99448&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 036450&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 16071046&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE KHF&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 3 Stadtteile&lt;br /&gt;
|Adresse           = Alexanderstraße 7&amp;lt;br /&amp;gt;99448 Kranichfeld&lt;br /&gt;
|Website           = [http://www.kranichfeld.de/ www.kranichfeld.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Jörg Bauer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Thüringer Landesamt für Statistik |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&amp;amp;wJahr=0000&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=071&amp;amp;gemnr=71046 |titel=Wahlen in Thüringen, Bürgermeisterwahl 2022 in Thüringen, Kranichfeld |abruf=2022-11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Partei            = AfK&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Kranichfeld-Alexanderstraße.JPG|mini|Ortsdurchgangsstraße Alexanderstraße]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kranichfeld-Ilm.JPG|mini|Die Ilm in Kranichfeld (Blick von der Auenbrücke)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kranichfeld&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Landstadt]] im [[Mittleres Ilmtal|Mittleren Ilmtal]] im Südwesten des [[Landkreis Weimarer Land|Landkreises Weimarer Land]] und Sitz der gleichnamigen [[Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld|Verwaltungsgemeinschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Kranichfeld liegt im bewaldeten Hügelland der [[Ilm-Saale-Platte]] in einem Talkessel der [[Ilm (Saale)|Ilm]]. Die mittlere Höhenlage beträgt etwa 300 Meter ü. NN.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ort besteht aus der Kernstadt Kranichfeld und den separat liegenden Ortsteilen [[Stedten (Ilm)]] und [[Barchfeld (Kranichfeld)|Barchfeld]]. Am 1. Januar 1976 wurde die damalige Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;Stedten/Ilmtal&amp;#039;&amp;#039; in die Gemeinde &amp;#039;&amp;#039;Barchfeld&amp;amp;nbsp;a.d.&amp;amp;nbsp;Ilm&amp;#039;&amp;#039; eingegliedert, die wiederum am 9. April 1994 in die Stadt Kranichfeld eingemeindet wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Statistisches Bundesamt: &amp;#039;&amp;#039;Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern.&amp;#039;&amp;#039; Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach [[Wolfgang Kahl (Autor)|Wolfgang Kahl]] wurde Kranichfeld urkundlich 842–856 ersterwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wolfgang Kahl (Autor)|Wolfgang Kahl]]: &amp;#039;&amp;#039;Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer bis 1399. Ein Handbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2., verbesserte Auflage. Rockstuhl, Bad Langensalza 2001, ISBN 3-934748-58-9, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranichfeld war ursprünglich zweigeteilt in den &amp;#039;&amp;#039;Planhof&amp;#039;&amp;#039; und das &amp;#039;&amp;#039;Judendorf&amp;#039;&amp;#039;. 1233 besaß der [[Bistum Mainz|Mainzer Bischof]] die Lehnshoheit. Sie war als Pfand im Besitz der [[Schwarzburg (Adelsgeschlecht)|Schwarzburger]], 1398 kam das Pfand an die [[Haus Wettin|Wettiner]]. Lehnsnehmer waren die [[Kranichfeld (Adelsgeschlecht)|Herren von Kranichfeld]], welche die Oberburg erbauten, die erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt wird, sowie etwas später die Niederburg. 1172 wurde die Herrschaft Kranichfeld in die Obere und die Niedere Herrschaft geteilt. Das Geschlecht der Kranichfelder erlosch um 1380 im [[Stammlinie|Mannesstamm]], ihr Erbe fiel an die [[Burggrafen von Kirchberg]]. Mitte des 15. Jahrhunderts erfolgte der Verkauf von Schloss und Herrschaft Ober-Kranichfeld 1453 an das [[Haus Reuß]], in das eine Tochter aus dem Hause Kirchberg eingeheiratet hatte. Die Unterherrschaft (Nieder-Kranichfeld) hingegen kam 1455 an die [[Gleichen (thüringisches Adelsgeschlecht)|Grafen von Gleichen-Blankenhain]].&amp;lt;ref&amp;gt;schlossarchiv.de: {{Webarchiv |url=http://www.schlossarchiv.de/haeuser/k/KR/A/Kranichfeld.htm |text=&amp;#039;&amp;#039;Kranichfeld - Burgruine, Schlösser, Herrschaften und Stadt&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20160304085346 |archiv-bot=2022-11-28 08:36:16 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese starben 1631 aus, woraufhin das Lehen an das [[Kurmainz|Erzstift Mainz]] heimfiel. Dieses verkaufte 1639 die Lehen [[Burg Gleichen]], [[Blankenhainer Schloss|Burg Blankenhain]] und die Niederburg Kranichfeld an [[Melchior von Hatzfeldt]], einen Feldherrn im Dreißigjährigen Krieg. Er starb 1658 unvermählt und wurde von seinem Bruder Hermann von [[Hatzfeld (Adelsgeschlecht)|Hatzfeldt]] beerbt. Die Hatzfelder lebten jedoch in anderen Regionen, auf [[Schloss Haltenbergstetten]] in Mittelfranken oder im niederschlesischen [[Żmigród|Trachenberg]]. Der letzte Nachfahre dieser Linie, Friedrich Karl Franz Cajetan, Fürst von Hatzfeld-Gleichen-Trachenberg (1773–1794), starb ohne Nachkommen; daraufhin fiel das Lehen an der Gleichener Grafschaft, einschließlich Nieder-Kranichfeld, wiederum zurück an das Mainzer Erzbistum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1615 bis 1920 gehörte Ober-Kranichfeld zu verschiedenen [[Thüringen|thüringischen]] Fürstentümern, zuletzt seit 1826 zum [[Herzogtum Sachsen-Meiningen]]. 1650 erhielt der Ort das Stadtrecht. Die Unterherrschaft gehörte den [[Schwarzburg (Adelsgeschlecht)|Grafen zu Schwarzburg]], ab 1803 [[Preußen]], ab 1815 [[Sachsen-Weimar-Eisenach]]. Trotz herrschaftlicher Teilung bildete Kranichfeld aber stets eine Gemeinde. 1830 hatte sie 1300 Einwohner, 1888 erhielt sie Eisenbahnanschluss. Durch Gebietstausch waren die Ortsteile ab 1912 unter der Herrschaft Sachsen-Meiningens vereinigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kranichfeld hat eine interessante Burgengeschichte. Fünf befestigte Anlagen (Burgen und Schlösser) sind nachgewiesen:&amp;lt;ref&amp;gt;[[Michael Köhler (Chemiker)|Michael Köhler]]: &amp;#039;&amp;#039;Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätze.&amp;#039;&amp;#039; Jenzig Verlag Köhler, Jena 2001, ISBN 3-910141-43-9, S. 164–165.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Bienert: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Burgen in Thüringen. 430 Burgen, Burgruinen und Burgstätten.&amp;#039;&amp;#039; Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-631-1, S. 349–353.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die &amp;#039;&amp;#039;[[Enzenburg]]&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Weißenburg&amp;#039;&amp;#039; genannt, war eine [[Motte (Burg)|Motte]] auf einer Landzunge eines verlandeten Sees.&lt;br /&gt;
* Burgstelle Turmhügelburg &amp;#039;&amp;#039;Neues Mahl&amp;#039;&amp;#039;, eine [[Motte (Burg)|Motte (Hochmotte)]], zu der keine schriftlichen Unterlagen vorliegen. Der Burghügel ist aber erhalten. Der Hügel ist von einem kreisrunden Wald bewachsen und vom Bergfried des Oberschlosses aus gut an der anderen Talseite in einem Feld sichtbar. Der Name „Neues Mahl“ soll auf eine spätere Nutzung des Turmhügels als Gerichtsstelle, für Heimbürgen- und Rügegerichte, hindeuten. Der Hügel ist etwa 7&amp;amp;nbsp;m hoch und hat ca. 30&amp;amp;nbsp;m Durchmesser. Ein ehemals vorhandener Graben ist kaum noch zu erkennen. Die kleine Herrenburg soll ehemals aus einem Wohnturm mit Nebengebäude bestanden haben.&lt;br /&gt;
* Von der Burgstelle &amp;#039;&amp;#039;Schleussenburg&amp;#039;&amp;#039; sind keine geschichtlichen Unterlagen bekannt. Es war eine ältere Fluchtburg. In ihr soll der Ort &amp;#039;&amp;#039;Schleusdorf&amp;#039;&amp;#039; gelegen haben.&lt;br /&gt;
* Dem [[Oberschloss (Kranichfeld)|Oberschloss]] ging eine Burgstelle voraus, die den Flussübergang der Ilm sicherte. 1143 und 1152 wurden erstmals [[Kranichfeld (Adelsgeschlecht)|Herren von Kranichfeld]] erwähnt. Nach 1172 wurde die Oberburg erbaut. Nach dem Aussterben der Grafen kam die Burg 1389 an die Burggrafen Kirchberg, die 1398 die wettinische Landeshoheit annahmen. 1550 erfolgte der Umbau zum Schloss.&lt;br /&gt;
* Die [[Niederburg (Kranichfeld)|Niederburg]] oder das Niederschloss wurde erstmals 1143 oder 1147 urkundlich erwähnt. 1906 wurde die Burg im Stil des Historismus umgestaltet. 1989, zur Zeit der politischen [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]], ging die Burg in den Besitz der Stadt Kranichfeld über.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Stadtrat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kommunalwahl vom 26. Mai 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 61,9 % zu folgendem Ergebnis:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&amp;amp;wJahr=2024&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;auswertung=1&amp;amp;wknr=071&amp;amp;gemnr=71046&amp;amp;terrKrs=&amp;amp;gemteil=000&amp;amp;buchstabe=&amp;amp;Langname=x&amp;amp;wahlvorschlag=&amp;amp;sort=&amp;amp;druck=&amp;amp;XLS=&amp;amp;anzahlH=-1&amp;amp;Nicht_existierende=&amp;amp;x_vollbildDatenteil=&amp;amp;optik=&amp;amp;aktual=&amp;amp;ShowLand=&amp;amp;ShowWK=&amp;amp;ShowPart= |titel=Wahlen in Thüringen |abruf=2024-07-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable hintergrundfarbe-basis&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%; white-space:nowrap; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E1E1C0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Partei / Liste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stimmenanteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sitze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | [[Freie Demokratische Partei|FDP]]/Freie Bürger || 21,7 % || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Aktiv für Kranichfeld (AfK) || 78,3 % || 13&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Kommunalwahlen in Thüringen 2019|Kommunalwahl vom 26. Mai 2019]] war mit einer Wahlbeteiligung von 54,7 % folgendes Ergebnis:&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&amp;amp;wJahr=2019&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=071&amp;amp;gemnr=71046 BekaThüringer Landesamt für Statistik, Gemeinderatswahl 2019 in Thüringen – Ergebnis Kranichfeld], abgerufen am 25. Juli 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable hintergrundfarbe-basis&amp;quot; style=&amp;quot;width:25%; white-space:nowrap; text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#E1E1C0&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Partei / Liste&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Stimmenanteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; || &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sitze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]] || 29,0   % || 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Freie Demokratische Partei|FDP]]/Freie Bürger || 17,2   % || 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Aktiv für Kranichfeld (AfK) || 53,8 % || 9&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
Das Wappen, das dem der Grafen [[Kranichfeld (Adelsgeschlecht)|von Kranichfeld]] entstammt, zeigt auf weißem (&amp;#039;&amp;#039;heraldisch:&amp;#039;&amp;#039; silbernem) Grund auf grünem Feld (Blattwerk) stehend einen gelben (&amp;#039;&amp;#039;heraldisch:&amp;#039;&amp;#039; goldenen) Kranich, einen Stein in der erhobenen rechten Kralle haltend, über dem Kranich eine blaue Wolke, aus der eine Hand mit rotem Ärmel einen grünen Palmenzweig reicht, darunter in schwarz die Jahreszahl &amp;#039;&amp;#039;1650&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Stadtgeschichte waren lange Zeit auch Wappen gebräuchlich, die nur den Kranich mit Stein zeigten. Bis in die 1980er-Jahre zeigte das Wappen auf weißem Grund einen hinter sich sehenden (&amp;#039;&amp;#039;heraldisch:&amp;#039;&amp;#039; widersehenden) gelben Kranich mit schwarzem Schweif, einen Stein in der erhobenen rechten Kralle haltend. Das Wappen zeigte kein grünes Feld unter dem Kranich, keine Wolke mit Arm und Palmenzweig und keine Jahreszahl 1650. Eine ältere Version bis in die 1920er Jahre war mit grünem Feld und rein goldenem Kranich versehen.&lt;br /&gt;
* Heraldische Beschreibung:&lt;br /&gt;
: In Silber auf grünem Feld im Schildfuß stehend ein goldener Kranich (nicht &amp;#039;&amp;#039;widersehend&amp;#039;&amp;#039;, wie auf älteren Wappen), einen Stein in der erhobenen rechten Kralle haltend, im Schildhaupt rechts eine blaue Wolke, aus der eine Hand mit rotem Ärmel einen grünen Palmenzweig reicht, darunter rechts in schwarz die Jahreszahl 1650. In der [[Heraldik]] werden Wappen stets vom Träger aus (von hinten) gesehen. Die Jahreszahl bedeutet die Erteilung des [[Stadtrecht]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
* [[Diemelstadt]] in Hessen, seit 1990&lt;br /&gt;
* [[Höchstadt an der Aisch|Höchstadt a. d. Aisch]] in Bayern, seit dem 27. April 1991&lt;br /&gt;
In einem Amtsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld wurde die Auflösung des Städtepartnerschaftsvereines fälschlicherweise als Beendigung der Städtepartnerschaft verstanden. Dies ist nicht der Fall. Die Partnerschaften mit Höchstadt a. d. Aisch und Diemelstadt bestehen weiterhin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kranichfeld St. Michaelis 01.jpg|mini|hochkant|Stadtkirche St. Michaelis]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberschloss kranichfeld.JPG|mini|[[Oberschloss (Kranichfeld)|Oberschloss Kranichfeld]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kranichfeld Oberschloss Gedenktafel KZ-Opfer.jpg|mini|Eine Gedenktafel am Eingang erinnert an die KZ-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ilmtal kranichfeld.JPG|mini|Blick ins Ilmtal mit der Niederburg]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Niederburg Kranichfeld.JPG|mini|Niederburg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Das [[Oberschloss (Kranichfeld)|Oberschloss]] ist ein [[Frührenaissance]]bau von 1530 mit älteren Vorgängern aus dem 12.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert. Das Torhaus entstand 1906 nach einem Entwurf des Architekten [[Bodo Ebhardt]]. 1934 brannte das Schloss aus. Der letzte Besitzer schenkte die Burg auf Grund von Überschuldung 1941 dem „Reichsführer [[Schutzstaffel|SS]]“ [[Heinrich Himmler]], der die Ruine zu einer SS-Kultstätte und Führerschule ausbauen wollte. Hunderte Häftlinge des [[KZ Buchenwald]] wurden in diesen Jahren unter katastrophalen Bedingungen und dem Terror der SS zu Zwangsarbeiten abkommandiert, bei denen mehr als 100 Häftlinge ihr Leben verloren, wie eine Gedenktafel im Burghof berichtet. Nach dem Krieg war das Schloss dem Verfall preisgegeben. 1970 drohte der Abriss.&amp;lt;ref&amp;gt;Franziska Nössig: &amp;#039;&amp;#039;Schlichte, wehrhafte Residenz.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Thüringische Landeszeitung]].&amp;#039;&amp;#039; 5. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1981 bildete sich ein Förderkreis zur Rettung des Schlosses. Von 1986 bis 2001 wurde die Ruine gesichert und teilweise saniert. Das Schloss wurde 1994 von der [[Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten]] übernommen. Heute beherbergt die Anlage ein Museum zur Schlossgeschichte.&lt;br /&gt;
* Die [[Niederburg (Kranichfeld)|Niederburg]], erstmals erwähnt 1233, verdankt ihre heutige Gestalt einem Umbau von 1906. In unmittelbarer Umgebung gibt es eine Freilichtbühne.&lt;br /&gt;
* Die [[St.-Michaelis-Kirche (Kranichfeld)|Michaelis-Kirche]] ist ein 1496 bis 1499 errichteter [[spätgotisch]]er Bau. Während der Jahre 1889/90 erfolgten Umbauarbeiten an der Kirche, und der Kirchturm wurde saniert und um neun&amp;amp;nbsp;Meter erhöht, die Fachwerkeinbauten wurden entfernt und die Inneneinrichtung verändert. Die Kirche erhielt eine neue Kanzel von Christian Friedrich Kantner und eine neue Orgel von den Hof-Orgelbauern [[Poppe (Orgelbauer)|Gebrüder Poppe]]. Die Kirche ist evangelische Pfarrkirche für Kranichfeld und [[Stedten (Ilm)|Stedten]].&lt;br /&gt;
* Die [[Enzenburg]] ist als geschütztes Bodendenkmal der Rest einer spätmittelalterlichen kleinen Herrenburg. Sie gehörte zu einer 1143 erwähnten Dorfstelle „Enzenrode“. Die Wälle und Gräben der früheren Burg findet man an der Straße Richtung [[Hohenfelden]] kurz vor dem Stausee auf der rechten Seite. Eine Schautafel erklärt Einzelheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedenkstätten ===&lt;br /&gt;
* Auf dem Ortsfriedhof erinnert eine Gedenkanlage mit Denkmal an 26 umgekommene [[Zwangsarbeiter]] verschiedener Nationalität, von denen zehn namentlich genannt werden.&lt;br /&gt;
* Seit 1984 erinnert an der Ilmenauer Straße (Höhe Einmündung Lindental) ein Gedenkstein an die Opfer eines [[Todesmarsch]]es von Häftlingen des [[KZ Buchenwald]], die im Frühjahr 1945 durch den Ort getrieben wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Museen ===&lt;br /&gt;
* Baumbachhaus: Dauerausstellung zum Leben von [[Rudolf Baumbach]] und wechselnde Ausstellungen zu regionalbezogenen Themen&lt;br /&gt;
* Oberschloss: Ausstellung zur Geschichte des Oberschlosses und der Stadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
* Rosenfest alljährlich im Sommer (meist Juni) mit Festumzug und Veranstaltungen auf der Freilichtbühne bei der Niederburg und anderen Veranstaltungsorten (Oberschloss, Anger), zweijährlich in Verbindung mit dem Thüringer Tanzfest&lt;br /&gt;
* Mittelalterfest jährlich zu Pfingsten auf dem Oberschloss&lt;br /&gt;
* Konzerte und Opernaufführungen im Sommer auf der Freilichtbühne bei der Niederburg&lt;br /&gt;
* Musikfestivals im Sommer auf dem Gelände der Niederburg und der Freilichtbühne wie z.&amp;amp;nbsp;B. das Sternenklang Festival, das Black Lower Castle Festival und andere&lt;br /&gt;
* Mittelalterspektakel und Ritterspiele im Gelände der Niederburg jährlich Ostern und im Herbst&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freizeit- und Sportanlagen ===&lt;br /&gt;
* Tao Te Weimarer Land e.&amp;amp;nbsp;V. (Sportverein für Karate, Zumba, Fitness, Gesundheitssport)&lt;br /&gt;
* Stadion (Fußball, Feldhandball, Leichtathletik) mit Kegelbahn&lt;br /&gt;
* Eine auch für Kulturveranstaltungen nutzbare Sporthalle ([[Dreifelderhalle]])&lt;br /&gt;
* Adler- und Falkenhof Schütz auf der Niederburg&lt;br /&gt;
* Kranichfeld liegt am 124 Kilometer langen [[Ilmtal-Radweg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Wirtschaft ===&lt;br /&gt;
Größtes Unternehmen in Kranichfeld ist die Neumann Bauelemente GmbH mit 90 Mitarbeitern (2007) sowie die Firma Mühl24 GmbH, Großhandel für Baustoffe sowie Sanitär und Fliesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hp Kranichfeld, EG Gleisseite.JPG|mini|Haltepunkt Kranichfeld (2017)]]&lt;br /&gt;
Kranichfeld liegt an der [[Landesstraße]] 3087 [[Ilmenau]]–[[Bad Berka]], einem früheren Teilstück der [[Bundesstraße 87|B&amp;amp;nbsp;87]]. Weitere Straßen sind die Landesstraße 1052 nach [[Erfurt]], zur [[Bundesautobahn 4|A&amp;amp;nbsp;4]] und zum [[Stausee Hohenfelden]] sowie die Kreisstraße 310 nach [[Teichel]], einem Stadtteil von [[Rudolstadt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem [[Bahnhof Kranichfeld]] besteht ein stündlicher Bahnanschluss an die rund 25&amp;amp;nbsp;Kilometer lange [[Ilmbahn|Ilmtalbahn]] nach [[Weimar]] über [[Bad Berka]]. Die Ilmtalbahn endet in Kranichfeld. Planungen, sie bis nach [[Stadtilm]] zur [[Bahnstrecke Arnstadt–Saalfeld]] zu verlängern, wurden schon Anfang des 20. Jahrhunderts verworfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildungseinrichtungen ===&lt;br /&gt;
* Grundschule Anna Sophia&lt;br /&gt;
* Regelschule Anna Sophia&lt;br /&gt;
* Drei Kindergärten (zwei in Kranichfeld, einer in [[Stedten (Ilm)|Stedten]])&lt;br /&gt;
* Stadtbibliothek Kranichfeld&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wasser und Abwasser ===&lt;br /&gt;
Die Aufgabe der Wasserversorgung obliegt dem Wasserversorgungszweckverband Weimar; die Abwasserbeseitigung wurde dem Wasser-/Abwasserzweckverband Arnstadt und Umgebung übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ämter ===&lt;br /&gt;
* Stadtverwaltung und Sitz der [[Verwaltungsgemeinschaft Kranichfeld]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* 1917: [[Paul von Hindenburg als Ehrenbürger|Paul von Hindenburg]] (1847–1934), Generalfeldmarschall&amp;lt;ref&amp;gt;Gemeinsam mit 82 anderen Thüringer Städten anlässlich seines 70. Geburtstages am 2. Oktober 1917, vgl. &amp;#039;&amp;#039;Der Deutsche&amp;#039;&amp;#039; 1917 [https://zs.thulb.uni-jena.de/rsc/viewer/jportal_derivate_00247618/SDH_19376538_1917_Der_Deutsche_1029.tif Nr. 231].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2006: Für sein Engagement zum Erhalt des Baumbachhauses in Kranichfeld erhielt [[Walter Scheel]] die Ehrenbürgerwürde der Stadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Stadt ===&lt;br /&gt;
* Georg Quitschreiber (1569–1638), Komponist&lt;br /&gt;
* [[Anton Hülse]] (1637–1712), Architekt des Barock&lt;br /&gt;
* [[Johann Friedemann Schneider]] (1669–1733), Logiker, Physiker und Jurist&lt;br /&gt;
* Johann Albrecht Klein (1698–1778), Astronom&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Ernst Wunder]] (1713–1787), fürstlicher Hofmaler am markgräflichen Hof zu Bayreuth&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Friedrich Abt]] († 1793), [[Leibarzt|Hofmedikus]] in [[Weimar]]&lt;br /&gt;
* [[Carl Friedrich Ernst Ludwig|Karl Friedrich Ernst Ludwig]] (1773–1846), Journalist und Publizist&lt;br /&gt;
* [[August Topf]] (1826–1885), Geistlicher und Politiker&lt;br /&gt;
* [[Hermann Gollner]] (1830–1906), Emailmaler, Porzellanmaler, Maler und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Thomas (Politiker, 1834)|Wilhelm Thomas]] (1834–1897), Landtagspräsident und Reichstagsabgeordneter&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Baumbach]] (1840–1905), Dichter, z. B. &amp;#039;&amp;#039;Hoch auf dem gelben Wagen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Carl Bamberg]] (1847–1892), Mechaniker und Unternehmer ([[Askania Werke]])&lt;br /&gt;
* August Freysoldt (1856–1932), Forstmann, Rennsteig-Historiker&lt;br /&gt;
* [[August Baudert]] (1860–1942), SPD-Politiker, Landtags- und Reichstagsabgeordneter, Verfolgter des Naziregimes&lt;br /&gt;
* [[Franz Nauber]] (1911–2001), Hornist&lt;br /&gt;
* [[Carola Schulze]] (* 1949), Juristin, Hochschullehrerin&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kahl (Autor)|Wolfgang Kahl]] (* 1951), Autor zur Geschichte des mittelalterlichen Thüringen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Persönlichkeiten, die mit der Stadt in Verbindung stehen ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Ratke]] (auch Ratichius) (1571–1635), Pädagoge und Schulreformer, wurde zwei Jahre als Verfolgter von der Witwe des Grafen Carl Günther von Schwarzburg-Rudolstadt auf dem Oberschloss beherbergt&lt;br /&gt;
* [[Anna Sophia von Anhalt|Anna Sophia von Schwarzburg-Rudolstadt]] (1584–1652), Mitbegründerin der [[Tugendliche Gesellschaft|Tugendlichen Gesellschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{MerianTopo |Titel=Cranichfeld |Band=12 |Seite=38}}&lt;br /&gt;
* Renate und Otto Hahn: &amp;#039;&amp;#039;350 Jahre Stadt Kranichfeld, die Dörfer der Umgebung und die Welt.&amp;#039;&amp;#039; Kranichfeld 2001, {{DNB|1003449778}}.&lt;br /&gt;
* Beate Becker u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Gesichter aus der Kranichfelder Vergangenheit.&amp;#039;&amp;#039; Herausgegeben vom Förderverein Baumbachhaus, Kranichfeld 2002.&lt;br /&gt;
* Wolfgang Kahl: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte der Stadt Kranichfeld. Ein Heimatbuch.&amp;#039;&amp;#039; Bad Langensalza 2012, ISBN 978-3-86777-438-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.kranichfeld.de/ Stadt Kranichfeld]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Weimarer Land}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4096992-7|VIAF=244105635}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Weimarer Land]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kranichfeld| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort an der Ilm (Saale)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 842]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1650]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hejkal</name></author>
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