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	<title>Kragehul - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T09:56:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kragehul&amp;diff=991715&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: falschen Punkt entfernt, typografische Anführungszeichen, Kleinkram</title>
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		<updated>2024-10-13T20:00:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;falschen Punkt entfernt, typografische Anführungszeichen, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kragehul&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Kesselmoor]] mit einem etwa 1.500&amp;amp;nbsp;m² großen Fundplatz der [[Eisenzeit|Germanischen Eisenzeit]] im Zentrum. Es liegt nordwestlich von Flemløse im Båg Herred, unweit von [[Assens (Fünen)|Assens]] auf der Insel [[Fünen]] in [[Dänemark]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erste Funde wurden beim [[Torf]]abbau gemacht und bereits 1761 von S. Abildgaard publiziert. Mitte des [[19. Jahrhundert]]s wurden mehrfach [[Waffe]]n und Ausrüstungsgegenstände gefunden. 1864 erfolgte eine [[Sondage]] (von 40&amp;amp;nbsp;m²) durch [[Helvig Conrad Engelhardt]] (1825–1881), dem Ausgräber des [[Nydam-Schiff]]es. Die letzten Grabungen fanden 1876 und 77 statt. 1867 publizierte Engelhardt die Funde. Sie wurden nicht systematisch katalogisiert; zudem gingen einige der älteren verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundmaterial und -umstände ==&lt;br /&gt;
Engelhardt listet [[Schwert]]er, [[Scheide (Behälter)|Scheiden]] und Scheidenbeschläge auf, darunter [[Ortband|Ortbänder]] und Riemenbügel. 80 [[Speer]]- und [[Lanze]]nspitzen, eine [[Axt]], zwei [[Bogen (Waffe)|Bögen]], 20 [[Pfeil (Geschoss)|Pfeilspitzen]] (12 aus Eisen, 8 aus [[Bein (Werkstoff)|Bein]]), dazu Schaftfragmente. Ein [[Schildbuckel]], Beschläge aus Eisen oder [[Bronze]], sowie Holzfragmente. Utensilien wie Messer, eine Schere, [[Toilettebesteck|Pinzetten]], Glas- und [[Bernstein]]perlen sowie Anhänger aus Eisen. Fragmente von Pferdegeschirr, ein „[[Westlandkessel]]“ aus Bronze, mehrere Holz- und ein Tongefäß. Es ist davon auszugehen, dass das geborgene Material nur einen Teil der Opferungen ausmacht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige älteren Objekte wurden im offenen Wasser deponiert, denn sind auf den damaligen Seegrund gesunken. In dem basischen Milieu wurde Eisen konserviert, wohingegen Textilien und Leder vergingen. Die jüngsten Objekte fanden sich in einem torfähnlich, sauren Milieu. Wie die Erhaltung von Holz zeigt, wurden die Objekte vor der Deponierung nicht verbrannt. Viele Objekte wurden in Lagen verstreut, doch konnten auch Fundkonzentrationen erfasst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch: [[Erhaltungsbedingungen für organisches Material]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chronologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kragehul.jpg|mini|Zeichnung der Kragehuler Lanzenschäfte von 1884]]&lt;br /&gt;
Die Speer- und Lanzenspitzen, als bedeutendste Fundgruppe, stellen das beste Quellenmaterial zur feinchronologischen Einordnung der Deponien dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Die älteste ist eine Spitze vom Typ Hunn, die an den Übergang von der älteren zur jüngeren [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] zu stellen ist. Zu ihr gehört das Bruchstück eines Zweilagenkamms.&lt;br /&gt;
* Die zweite Opferung ist ans Ende der Periode C2 zu stellen. Dazu zählen Lanzen- und Speerspitzen. Der Westlandkessel kann dieser oder der folgenden Niederlegung angehören.&lt;br /&gt;
* Die dritte Deponierung ist der Übergangsperiode C3-D1 zuzuordnen. Sie enthält Speerspitzen, geflügelte Ortbänder, Schwerter mit sanduhrförmigem Griff, Knäufe mit Tierköpfen sowie Mundbleche und Riemenbügel mit ähnlicher Verzierung und einen länglichspitzovalen Feuerschlagstein.&lt;br /&gt;
* Kragehul ist besonders für Objekte aus der Periode D bekannt. Das gilt für Speere und Lanzen, die der Germanischen Eisenzeit&amp;lt;ref&amp;gt; Germanische Eisenzeit, in Dänemark von 375 bis 750, in Schweden von 400 bis 800, ist ein in der Skandinavischen Archäologie angewendeter Begriff, der auf die allgemein akzeptierte [[Römische Kaiserzeit]] folgend, die im kontinentalen Europa angewandten Begriffe [[Völkerwanderung]]szeit und Frühmittelalter ersetzt. In Schweden umfasst die Germanische Eisenzeit beispielsweise die [[Vendelzeit]].&amp;lt;/ref&amp;gt; zuzuweisen und in 30 Fällen mit entrelac-verzierten (Flechtmuster) Schäften ausgestattet sind. Es handelt sich um u-förmige Ortbänder, Schwertknäufe sowie Messergriffe mit einer [[Rune]]nbeschriftung die zur älteren Kategorie gehört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den genannten sind Objekte bekannt, die sich einer Zuordnung zu Niederlegungen entziehen. Das gilt für die Bögen und Pfeilspitzen, für die Axt sowie für zahlreiche andere Gegenstände. Trotz gewisser Mängel zeigt der Vergleich mit anderen Mooropfern ({{daS|&amp;#039;&amp;#039;Offermose&amp;#039;&amp;#039;}}) jedoch die Regelhaftigkeit des Materials von Kragehul. Die Ausgrabungen und Analysen der Mooropfer von [[Illerup Ådal]] und Ejsbøl ergaben, dass die Hinterlassenschaften als Zeugnis mehrerer größerer Deponierungen zu deuten sind. Die Chronologie der Waffen ermöglicht den Nachweis gleichzeitiger Niederlegungen auch mit jenen Mooropferplätzen, deren Ausgrabung nur ungenügend oder überhaupt nicht dokumentiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dank der Auswertung von jüngeren Mooropferplätzen (ab 1950) sind die fragmentarischen Funde von Kragehul mindestens vier Niederlegungen in unterschiedlichen Epochen zuzuweisen. Kragehul stimmt in geographischer und chronologischer Hinsicht mit den Waffenopferungen am Kleinen Belt und entlang der südjütländischen Küste überein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der älteste Abschnitt von Kragehul ist ungefähr zeitgleich mit Vimose 2&lt;br /&gt;
* Dem späten Abschnitt der Periode C2 gehören an: Teil der Funde von Kragehul, die Niederlegung von Ejsbøl-Nord, die späte Opferung von Thorsbjerg, Teile des Nydam Materials und der schwedischen Opferungen von [[Skedemosse]] und Hassle-Bösarp.&lt;br /&gt;
* Schließlich erinnern die Kragehul-Funde der Periode D an Objekte von Nydam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{RGA|17|276|281|Kragehul|Jørgen Ilkjær, Marie Stoklund}}&lt;br /&gt;
* Ingrid Falktoft Anderson: &amp;#039;&amp;#039;Vejviser til Danmarks oldtid.&amp;#039;&amp;#039; Wormianum, Højbjerg 1994, ISBN 87-89531-10-8, S. 215.&lt;br /&gt;
* J. Ilkjær, J. Lønstrup: &amp;#039;&amp;#039;Der Moorfund im Tal der Illerup-Å bei Skanderborg in Ostjütland&amp;#039;&amp;#039; (Dänemark). Vorbericht. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Germania (Zeitschrift)|Germania]].&amp;#039;&amp;#039; Band 61, 1983, S. 95–116.&lt;br /&gt;
* J. Ilkjær: &amp;#039;&amp;#039;Illerup Ådal. Die Lanzen und Speere&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Jutland Archaeological Society Publications.&amp;#039;&amp;#039; Band 25). 2 Bände. Aarhus University Press, Aarhus 1990.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.illerup.dk/documents/illerup_76.pdf Beschreibung dän.] (PDF; 704&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.kulturarv.dk/fundogfortidsminder/Lokalitet/190340/ Beschreibung dän. und Bild]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moorfund]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Dänemark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Assens Kommune)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte (Fünen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Runeninschrift|Kragehul]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Germanische Eisenzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fund (Dänemark)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfermoor]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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