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	<title>Kraftwerk Boxberg - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kraftwerk_Boxberg&amp;diff=513210&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Foba3000 am 18. Dezember 2025 um 03:04 Uhr</title>
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		<updated>2025-12-18T03:04:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Kraftwerk&lt;br /&gt;
|NAME = Kraftwerk Boxberg&lt;br /&gt;
|BILD = D-SN-Boxberg - Kraftwerk Boxberg.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Kraftwerk Boxberg (2012), Blick vom [[Lausitzer Findlingspark Nochten]]: (v.&amp;amp;nbsp;l.&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;r.) Block R, Block Q, Kühlturm Block R, Kühlturm Block Q (dahinter der inzwischen gesprengte letzte Schornstein), Werk 3&lt;br /&gt;
|PRIMÄRENERGIE =[[Braunkohle]]&lt;br /&gt;
|TYP = [[Wärmekraftwerk]]&lt;br /&gt;
|LEISTUNG =2575 [[Megawatt|MW]]&lt;br /&gt;
|POSKARTE =&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 51/25/07.26&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 14/34/06.33&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = DE-SN&lt;br /&gt;
|LAND = [[Deutschland]]&lt;br /&gt;
|EIGENTÜMER =&lt;br /&gt;
|BETREIBER = Lausitz Energie Kraftwerke AG ([[LEAG (Unternehmen)|LEAG]])&lt;br /&gt;
|PROJEKTBEGINN = 1970er&lt;br /&gt;
|BETRIEBSAUFNAHME = Werk III (2&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;500&amp;amp;nbsp;MW) 1978–1979&amp;lt;br /&amp;gt;Werk IV (900&amp;amp;nbsp;MW) 2000&amp;lt;br /&amp;gt;Block R (675&amp;amp;nbsp;MW) 2012&lt;br /&gt;
|STILLLEGUNG = &amp;lt;!-- Weiterbetrieb nach der Kohle, vgl. https://www.leag.de/de/news/details/leag-und-veolia-planen-grossinvestition-am-kraftwerksstandort-boxberg/ --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|EINSPEISUNG =&lt;br /&gt;
|EINSPEISUNG_JAHR =&lt;br /&gt;
|GESAMTEINSPEISUNG =&lt;br /&gt;
|WEBSITE =&lt;br /&gt;
|STAND = 19. Oktober 2009&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die folgenden Parameter sind nur für Wasserkraftwerke und thermische Kraftwerke (mit Wasserkühlung) relevant. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|TURBINE = vier- und fünfgehäusige Kondensationsturbine&lt;br /&gt;
|GEWAESSER = Umgebungsgewässer und Grundwasser aus den naheliegenden Tagebauen&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Die folgenden Parameter sind nur für befeuerte, thermische Kraftwerke relevant. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BRENNSTOFF =[[Braunkohle]]&lt;br /&gt;
|FEUERUNG = Braun[[kohlenstaub]]&lt;br /&gt;
|KESSEL = 4 × 815 Tonnen Dampf/h + 1 × 2422 Tonnen Dampf/h&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kraftwerk Boxberg&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, {{hsbS|Hamorska milinarnja}}, ist ein deutsches [[Braunkohlekraftwerk]] in [[Boxberg/O.L.]] in der [[Oberlausitz]] ([[Sachsen]]) im [[Lausitzer Braunkohlerevier]]. Während seiner höchsten Ausbaustufe in den 1980er-Jahren war es mit einer Nennleistung von 3520 [[Megawatt]] das größte [[Kohlekraftwerk]] in der DDR.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem [[Kohlenstoffdioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Ausstoß]] von 15,5 Mio. Tonnen verursachte das Kraftwerk im Jahr 2021 die fünfthöchsten [[Treibhausgas]]emissionen aller europäischen Kraftwerke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|autor=Harriet Fox |url=https://ember-climate.org/insights/research/top-10-emitters-in-the-eu-ets-2021/ |titel=Top 10 EU emitters all coal power plants in 2021 |werk=ember-climate.org |sprache=en |datum=2022-04-07 |abruf=2022-04-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von der Lausitz Energie Kraftwerke AG ([[LEAG (Unternehmen)|LEAG]]) betriebene Kraftwerk ist mit der Nennleistung von 2575 Megawatt seit 31. März 2024 das größte Kraftwerk Deutschlands.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.leag.de/de/geschaeftsfelder/kraftwerke/ &amp;#039;&amp;#039;Geschäftsfeld Kraftwerke&amp;#039;&amp;#039;] der LEAG.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufbau und technische Daten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:KLG 0200 Kraftwerk Boxberg.jpg|mini|300px|Kraftwerk Boxberg, Luftaufnahme (2019)]]&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | align     = left&lt;br /&gt;
 | Richtung  = horizontal&lt;br /&gt;
 | Bild1       = Wochožanska jama 2.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = Kraftwerk Boxberg und [[Tagebau Nochten]] im Vordergrund&lt;br /&gt;
 | Breite1     = 247&lt;br /&gt;
 | Bild2       = Boxberg - Kraftwerk 05 ies.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = Kraftwerk Boxberg, Sicht auf den Haupteingang&lt;br /&gt;
 | Breite2     = 248&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Die Gesamtnennleistung verteilt sich auf vier [[Kraftwerksblock|Kraftwerksblöcke]]. Das Werk&amp;amp;nbsp;3 mit seinen beiden 500-MW-Blöcken wurde von 1993 bis 1995 modernisiert und unter anderem mit einer [[Rauchgasentschwefelungsanlage]] nachgerüstet. Das Werk&amp;amp;nbsp;4 (Block&amp;amp;nbsp;Q) mit einer Leistung von 900&amp;amp;nbsp;MW (durch Ertüchtigung bis zu 907&amp;amp;nbsp;MW) wurde von 1996 bis 2000 neu gebaut und speist seit dem Jahr 2000 Strom in das [[Verbundnetz]] ein. Der Block&amp;amp;nbsp;R hat eine Leistung von 675&amp;amp;nbsp;MW, die seit dem Herbst 2012 eingespeist wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wirkungsgrad der älteren Anlage liegt bei etwa 36 %, während die neu errichtete Anlage annähernd einen Wirkungsgrad von 42 % erreicht. Auch die Kühlung erfolgt bei den Anlagen getrennt: Während Werk&amp;amp;nbsp;3 von drei [[Kühlturm|Kühltürmen]] gekühlt wird, haben die beiden neueren Blöcke jeweils nur noch einen, dafür wesentlich leistungsstärkeren Kühlturm. Ein Teil der bei der Stromerzeugung entstehenden Wärme wird aus dem Prozess ausgekoppelt und zur Fernwärmeversorgung am Standort, für die Gemeinde [[Boxberg/O.L.|Boxberg]] und für die Stadt [[Weißwasser]] genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der tägliche Braunkohleverbrauch des Kraftwerks beträgt bis zu 50.000 Tonnen. Die Kohle kommt zum größten Teil aus den nahegelegenen [[Braunkohletagebau]]en [[Tagebau Nochten|Nochten]] und [[Tagebau Reichwalde|Reichwalde]], wo sie aus einem 12 Meter mächtigen [[Flöz]] abgebaut wird, das 65 bis maximal 100 Meter tief liegt. Die jährliche Fördermenge beträgt etwa 17&amp;amp;nbsp;Millionen Tonnen Rohbraunkohle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Netzanschluss erfolgt über die [[Schaltanlage]] [[Bärwalde (Boxberg)|Bärwalde]] auf der 380-kV-Höchstspannungsebene in das Netz von [[50Hertz Transmission]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/BNetzA/Sachgebiete/Energie/Sonderthemen/VeroeffKraftwerksliste/VeroeffKraftwerksliste_xls.xls?__blob=publicationFile |titel=Kraftwerksliste Bundesnetzagentur (bundesweit; alle Netz- und Umspannebenen) Stand 02.07.2012 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20120722122420/http://www.bundesnetzagentur.de/SharedDocs/Downloads/DE/BNetzA/Sachgebiete/Energie/Sonderthemen/VeroeffKraftwerksliste/VeroeffKraftwerksliste_xls.xls?__blob=publicationFile |archiv-datum=2012-07-22 |abruf=2012-07-21| format=[[Microsoft Excel|Microsoft-Excel]]-Datei, 1,6&amp;amp;nbsp;MiB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.50hertz.com/de/Transparenz/Kennzahlen/Netzdaten/Netzbelastung/ |titel=Netzbelastung in der Regelzone |hrsg=50Hertz Transmission GmbH |abruf=2020-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
 | align     = left&lt;br /&gt;
 | Richtung  = horizontal&lt;br /&gt;
 | Bild1       = Bundesarchiv Bild 183-1990-0629-013, Kraftwerk Boxberg.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel1 = Kraftwerk Boxberg im Juni 1990&lt;br /&gt;
 | Breite1     = 316&lt;br /&gt;
 | Bild2       = Bundesarchiv Bild 183-1990-0924-013, Boxberg, Braunkohlekraftwerk.jpg&lt;br /&gt;
 | Untertitel2 = Kraftwerk Boxberg im September 1990&lt;br /&gt;
 | Breite2     = 150&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Das erste Kraftwerk am Standort Boxberg wurde 1966 durch den [[VEB BMK Kohle und Energie]] errichtet. Anfang der 1980er-Jahre waren bereits 14&amp;amp;nbsp;Kraftwerksblöcke mit einer installierten Leistung von 3520&amp;amp;nbsp;MW in Betrieb (12&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;210&amp;amp;nbsp;MW + 2&amp;amp;nbsp;×&amp;amp;nbsp;500&amp;amp;nbsp;MW). Zu dieser Zeit war Boxberg neben dem [[Kernkraftwerk Greifswald]] das größte Kraftwerk der DDR und das größte europäische Kraftwerk auf Braunkohlebasis und bot 4.600 Menschen Arbeit. Der &amp;#039;&amp;#039;VEB Kraftwerk Boxberg&amp;#039;&amp;#039; als Betreiber der Kraftwerksanlage gehörte ab 1980 dem [[Kombinat Braunkohlekraftwerke]] an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Wiedervereinigung Deutschlands wurden die meisten Kraftwerksblöcke aufgrund der nicht den bundesdeutschen Anforderungen entsprechenden Filtertechnik und Effizienz stillgelegt. Bis heute befinden sich Altanlagen des Kraftwerks Boxberg im Rückbau. So wurden die beiden Werke&amp;amp;nbsp;1 und 2 mit insgesamt zwölf Blöcken mit je 210&amp;amp;nbsp;MW im Zeitraum von 1993 bis 1998 stillgelegt. Am 13.&amp;amp;nbsp;April 2006 wurden vier der gesamt neun unbenutzten Kühltürme des Altwerkes gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schornsteineinsturz 1984 ===&lt;br /&gt;
1984 stürzte der erst 1983 in Betrieb genommene 150&amp;amp;nbsp;m hohe Stahlbetonschornstein „Interimsschornstein B“ komplett ein. Oberhalb der Rauchgaseinführung kam es in etwa 40&amp;amp;nbsp;m Höhe zum Bruch aufgrund einer Minderfestigkeit des Betons, nachdem der Schornstein im Windschatten eines 300-m-Schornsteins durch Windböen zu Schwingungen angeregt worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Joachim Scheer (2001). Versagen von Bauwerken, Bd. 2, Hochbauten und Sonderbauwerke: Band 2: Hochbauten Und Sonderkonstruktionen, Ernst und Sohn, ISBN 978-3-433-01608-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unfall im Januar 1987 ===&lt;br /&gt;
Im Winter 1986/1987 herrschte auch in weiten Teilen der DDR eine extreme Kälte, wodurch ein erhöhter Kohle- und Strombedarf und Probleme bei der Beschickung der Braunkohlekraftwerke resultierten. Die mit Erde vergleichbare feuchte Rohbraunkohle lagerte auf Halden und gefror dort und auch in Güterwagen. Am 14. Januar 1987 wurde [[Kraftwerksblock|Block 13]] heruntergefahren und der [[Turbogenerator]] wurde vom Netz getrennt. Wegen einer kaputten Fensterscheibe gefror in der Druckluftleitung eines [[Leistungsschalter]]s [[Kondenswasser]]. Das führte zum einphasigen zweisträngigen Rückschalten des Generators. Auf den Läufer des Generators wirkten nun starke Momente, er geriet in starke Schwingungen, was wiederum starke Vibrationen am Generator und dem umliegenden Maschinenhaus zur Folge hatte{{FN|Anm.}}. Der Generator war über eine ca. 50&amp;amp;nbsp;cm starke Verbindungswelle mit der Turbine gekuppelt.&amp;lt;ref&amp;gt;S. W. Usov, W. W. Kantan u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Elektrischer Teil von Kraftwerken.&amp;#039;&amp;#039; Energija, Leningrad 1977.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Studien zu einem Abriß der Geschichte der Elektroenergieerzeugung auf dem Gebiet der DDR seit 1945.&amp;#039;&amp;#039; ORGREB-Institut für Kraftwerke, Vetschau 1984.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Flansch der Welle und die Verbindungsbolzen wurden dadurch abgeschert. Ein Lagerbock, der dort die Welle stützte, wurde weggeschleudert. Umherfliegende Trümmer zerrissen Leitungen, unter anderem die des [[Wasserstoff]]-Kühl- und des Dichtölsystems. Der Wasserstoff entzündete sich. Die Pumpen des Dichtölsystems des Generators ließen sich nicht abschalten, um den Brand einzudämmen. Infolge der Hitze des Feuers erweichten die Stahlträger der Dachkonstruktion und das etwa 22&amp;amp;nbsp;m hohe Gebäude stürzte ein. Der Brand erfasste auch das Maschinenhaus von Block 14, dessen Generator nun per Not-Abschaltung vom Netz ging. Es kam zu keinen Personenschäden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ausfall von 1000&amp;amp;nbsp;MW Kraftwerksleistung führte zu Engpässen in der Elektroenergieversorgung der DDR. Der [[Staatsrat der DDR]] leitete eine Untersuchung ein, so konnte ein zunächst vermuteter Sabotageakt ausgeschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Beseitigung der Havariefolgen wurden auch Soldaten eingesetzt, später wurde schwere Technik gar aus der damaligen BRD herangeschafft und es wurden Fachkräfte ersetzt. Die Wiederinbetriebnahme verzögerte sich bis Oktober/November 1987.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über 750-kV-Energieverbundleitungen wurden in dieser Zeit aus der Sowjetunion stabil um die 5000&amp;amp;nbsp;MW nach Osteuropa geliefert. Die DDR hatte wegen ihres geringen Beitrages zum Bau der Leitungen jedoch wenig Energie zu erwarten. Elektrischer Strom wurde daher von Österreich bezogen und über die Tschechoslowakei und Polen in die DDR geliefert.&lt;br /&gt;
{{FNZ|Anm.|&amp;lt;small&amp;gt;Hier hätte ein in den sowjetischen Projekten vorgesehener und an allen zwölf 210-MW-Blöcken vorhandener Generator-Lastschalter Abhilfe schaffen können. Es lag kein Kurzschluss vor, und der [[Lastschalter]] wäre im warmen Maschinenhaus gewesen.&amp;lt;/small&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Dieser Unfall hätte vermieden werden können, wenn nicht aufgrund eines [[Neuererwesen|Neuerervorschlages]] der Generatorleistungsschalter (GLS) „eingespart“ worden wäre. Somit gab es nur auf 380&amp;amp;nbsp;kV-Seite (Netz) des [[Blocktransformator|Blocktransformators]] einen Leistungsschalter, nicht aber auf der 20 kV-Seite (Generator). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unfall im September 2000 ===&lt;br /&gt;
Am 10. September 2000 ereignete sich ein schwerer Unfall, bei dem eine Frischdampfleitung barst und Dampf austrat, der zwei Mitarbeitern schwere [[Verbrennung (Medizin)|Verbrennungen]] zufügte. Die beiden Verletzten wurden in Spezialkliniken nach Berlin und Leipzig geflogen. Einer der beiden Mitarbeiter verstarb.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine angrenzende Bekohlungsanlage sowie Anlagen des Nachbarblocks wurden beschädigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |wayback=20041113035025 |url=http://www.kraftwerke-online.de/news/knews_archiv.php?sprache=englisch&amp;amp;Id=7 |text=&amp;#039;&amp;#039;Überschattete Feier&amp;#039;&amp;#039;}}, kraftwerke-online.de, 17. September 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zustellung Werk IV (Block Q) ===&lt;br /&gt;
Am 5. Oktober 2000 wurde der Block Q offiziell in Betrieb genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jost Schmidtchen |url=https://www.saechsische.de/plus/der-herr-der-kraftwerke-geht-2882268.html |titel=Der Herr der Kraftwerke geht |werk=saechsische.de |hrsg=[[Sächsische Zeitung]] |datum=2014-07-14 |abruf=2024-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Grundstein für den zunächst mit 907 MW ausgelegten Kraftwerksblock wurde 1994 gelegt. 1999 wurde der 176 Meter hohe Kühlturm fertiggestellt, am 28. Januar 2000 erfolgte die erste Kesselfahrt und am 3. März die erste Netzschaltung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.ostkohle.de/html/kw_boxberg.html |titel=Kraftwerk Boxberg |werk=ostkohle.de |abruf=2024-01-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Block R ===&lt;br /&gt;
Am 16.&amp;amp;nbsp;Oktober 2006 begannen die Erdarbeiten für einen weiteren Kraftwerksblock (&amp;#039;&amp;#039;Block R&amp;#039;&amp;#039;) mit einer Leistung von 675&amp;amp;nbsp;MW. Die Grundsteinlegung fand am 13.&amp;amp;nbsp;April 2007 statt. Um den neuen Block mit Kohle zu versorgen, wurde der gestundete [[Tagebau Reichwalde]] durch den damaligen Betreiber [[Vattenfall Europe]] Mining (vormals [[Lausitzer Braunkohle AG|LAUBAG]]) wieder aktiviert. Damit die höhere Kohlemenge für das Kraftwerk bereitgehalten und zur Verfügung gestellt werden kann, entstand von Juni bis Oktober 2009 auf dem Kohlelagerplatz des Kraftwerkes ein neues, sogenanntes Schüttgut-Absetz-und-Wiederaufnahmegerät (ein Schaufelradbagger, kombiniert mit einem kleinen [[Absetzer]]).[[Datei:VE Box Bl R 2.jpg|mini|Block R während der Bauphase]]Am 16. Februar 2012 erfolgte um 9:58&amp;amp;nbsp;Uhr die erste Netzschaltung, bei der Strom vom Block&amp;amp;nbsp;R in das Verbundnetz gespeist wurde. Nach der anschließenden Testphase und einem geplanten zweimonatigen Erprobungsbetrieb, bei dem nicht durchgängig Strom eingespeist wurde, nahm der Block im Oktober 2012 offiziell den Dauerbetrieb auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.mdr.de/sachsen/bautzen/kraftwerk-boxberg102_zc-95ff19c4_zs-3f933f6c.html |wayback=20120211161403 |text=&amp;#039;&amp;#039;Neuer Kraftwerksblock in Boxberg geht schrittweise in Betrieb.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]]&amp;#039;&amp;#039;, 12. Januar 2012. Abgerufen am 27. Januar 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Harriet Stürmer: {{Internetquelle| url=http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1041202/| titel=&amp;#039;&amp;#039;Neuer Kraftwerksblock am Netz.&amp;#039;&amp;#039;| werk=[[Märkische Oderzeitung]]| datum=2012-10-11| abruf=2022-08-29| archiv-url=https://web.archive.org/web/20190302003417/http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1041202/| abruf-verborgen=1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Inbetriebnahme hatte sich gegenüber der ursprünglichen Planung um zwei Jahre verzögert, da es wie auch bei anderen Kohlekraftwerksprojekten zu Problemen mit der im Kessel verwendeten Stahlsorte [[7CrMoVTiB10-10|T24]] gekommen war. Unter anderem auch deshalb erhöhten sich die Baukosten auf etwa 1 Mrd. Euro&amp;amp;nbsp;– ein Viertel mehr als vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |archive-today=20130205184517 |url=http://www.vdi-nachrichten.com/artikel/Neue-Braunkohlekraftwerke-schneller-zu-regeln/58215/2 |text=&amp;#039;&amp;#039;Neue Braunkohlekraftwerke schneller zu regeln.&amp;#039;&amp;#039;}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[VDI nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039;, 13. April 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der höchstmögliche Wirkungsgrad soll laut Angaben des damaligen Betreibers Vattenfall bis zu 43,7 % betragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/kraftwerk-boxberg-setzt-neue-massstaebe-33998652.html |autor=Regina Weiß |titel=Kraftwerk Boxberg setzt neue Maßstäbe |werk=[[Lausitzer Rundschau]] |datum=2012-03-14 |abruf=2020-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höhe des Kesselhauses beträgt 135&amp;amp;nbsp;Meter und der Kühlturm ist 155&amp;amp;nbsp;Meter hoch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückbau der Schornsteine ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Block R nach der Bauphase.jpg|mini|Block R nach der Fertigstellung ]]&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 begann der Rückbau des [[Schornstein#Schornsteine bei Kraftwerken und Industrieanwendungen|Schornsteins]] des Werkes 3 als erstem von vier 300&amp;amp;nbsp;m hohen [[Stahlbeton]]-Schornsteinen. Ein Sprengabbruch konnte aus Gründen der sich in der Nähe befindlichen Anlagen der [[Rauchgasreinigung]] und Entaschung nicht durchgeführt werden. Aus diesem Grund kam eine Spezialabbruchmaschine mit drei aufgesetzten Spezialbaggern mit hydraulischen Abbruchzangen von 500&amp;amp;nbsp;t &amp;lt;!-- soll das heißen, Beißkraft 500 Mp bzw. knapp 5 MN ? --&amp;gt;zum Einsatz. Damit wurden der Schaft und das Futtermauerwerk segmentweise abgebrochen. Durch Ein- und Ausfahren der drehbaren Auflagerbühnen wurde die Abbruchmaschine auf die neu hergestellte Arbeitsebene abgesenkt. In gleicher Folge wurde der Schornstein abschnittsweise abgetragen. Der Betonabbruch wurde innen über eine [[Fuchsöffnung]] abgefahren. Eine äußere Kletterbühne gewährleistete einen Schutz vor unbeabsichtigt herabfallen Abbruchmaterialien über die Außenseite. Im gleichen Verfahren werden die 300-m-Schornsteine des [[Kraftwerk Jänschwalde|Kraftwerkes Jänschwalde]] abgetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den drei übrigen 300-m-Schornsteinen wurden zwei am 9. Mai 2009 gegen 11&amp;amp;nbsp;Uhr gesprengt. Um dies zu ermöglichen, mussten die ehemalige Bekohlungsanlage und eine Kohlebandbrücke abgebaut werden. Der dritte Schornstein sollte wegen seiner Nähe zum aktiven Kraftwerk nicht gesprengt werden, nachdem es 1999 bei einer Sprengung im [[Gaskombinat Schwarze Pumpe#Rückbau|Kraftwerk Schwarze Pumpe]] bereits zu unerwünschten Zerstörungen gekommen war. Er sollte schrittweise von innen heraus abgebaut werden, jedoch ließ die undokumentierte, sehr massive Stahlbetonkonstruktion keinen vollständigen Rückbau auf diese Weise zu. Letztlich wurde die Hülle des entkernten Schornsteins am 6. Oktober 2012 um 11:00&amp;amp;nbsp;Uhr gesprengt.[[Datei:Kraftwerk Boxberg - Sprengung des letzten Schornsteins 2012-10-06 11.00 CEST.jpg|mini|Sprengung des letzten Schornsteins am 6.&amp;amp;nbsp;Oktober 2012 um 11:00 Uhr]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Sprengung am 9. Mai 2009 vom Ufer des [[Bärwalder See]]s aus betrachtet&amp;quot; mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Kraftwerk Boxberg Sprengung Schornsteine Bild 1-5.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Kraftwerk Boxberg Sprengung Schornsteine Bild 2-5.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Kraftwerk Boxberg Sprengung Schornsteine Bild 3-5.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Kraftwerk Boxberg Sprengung Schornsteine Bild 4-5.JPG&lt;br /&gt;
Datei:Kraftwerk Boxberg Sprengung Schornsteine Bild 5-5.JPG&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emission von Schadstoffen und Treibhausgasen ==&lt;br /&gt;
Kraftwerkskritiker bemängeln am Kraftwerk Boxberg die hohen Emissionen an [[Stickoxide|Stickstoffoxiden]], [[Schwefeldioxid|Schwefeloxiden]], [[Quecksilber]] und [[Feinstaub]], an dem [[Krebs (Medizin)|Krebs]] erzeugende Substanzen ([[Blei]], [[Cadmium]], [[Nickel]], [[polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe|PAK]], [[Polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane|Dioxine und Furane]]) haften können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.umweltbundesamt.de/luft/schadstoffe/feinstaub.htm Feinstaub-Quellen und verursachte Schäden], Umweltbundesamt (Dessau)&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine von [[Greenpeace]] bei der [[Universität Stuttgart]] in Auftrag gegebene Studie kommt 2013 zu dem Ergebnis, dass die 2010 vom Kraftwerk Boxberg (vor Inbetriebnahme von Block&amp;amp;nbsp;R) ausgestoßenen [[Staub#Grob- und Feinstaub|Feinstäube]] und die aus [[Schwefeldioxid]]-, [[Stickoxide|Stickoxid]]- und [[Flüchtige organische Verbindungen|NMVOC]]-Emissionen gebildeten [[Feinstaub#Entstehung|sekundären Feinstäube]] statistisch zu 1.756 verlorenen Lebensjahren führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/130401_deliverable_ier_to_greenpeace_de.pdf |wayback=20150924024136 |text=Assessment of Health Impacts of Coal Fired Power Stations in Germany – by Applying EcoSenseWeb (Englisch, PDF 1,2&amp;amp;nbsp;MB)}} Philipp Preis/Joachim Roos/Prof. Rainer Friedrich, Institut für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung, [[Universität Stuttgart]], 28.&amp;amp;nbsp;März 2013&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Liste der „gesundheitsschädlichsten Kohlekraftwerke Deutschlands“ rangiert das Kraftwerk Boxberg daher auf Platz&amp;amp;nbsp;6.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/kraftwerke.pdf Greenpeace: Die zehn gesundheitsschädlichsten Kohlekraftwerke Deutschlands.] (PDF; 129&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Vattenfall kritisiert an dieser Studie, dass sie „[…]&amp;amp;nbsp;wichtige Fakten und Erkenntnisse zum Thema Emissionen aus[blendet], mit der klaren Absicht, den Energieträger Kohle zu diskreditieren und den Menschen Angst zu machen“ und verweist auf die deutliche Unterschreitung der gesetzlichen [[Emissionsgrenzwert]]e durch seine Kraftwerke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |archive-today=20130429094959 |url=http://corporate.vattenfall.de/de/pressemitteilungen-detailseite.htm?newsid=C915BD4CBF74478999648589AF67CD5F |text=&amp;#039;&amp;#039;Emissionen durch Vattenfalls Braunkohlekraftwerke gering&amp;#039;&amp;#039;}}, Pressemitteilung von Vattenfall vom 3. April 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem stehen angesichts des [[Globale Erwärmung|Klimawandels]] die [[Kohlenstoffdioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]-Emissionen des Kraftwerkes in der Kritik. Auf der im Mai 2007 vom [[WWF]] herausgegebenen Liste der klimaschädlichsten Kraftwerke in der EU rangierte das Kraftwerk Boxberg im Jahr 2006 auf Rang 10 in Europa und auf Rang 6 in Deutschland (1100&amp;amp;nbsp;g CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; pro Kilowattstunde) nach den Kraftwerken [[Kraftwerk Niederaußem|Niederaußem]], [[Kraftwerk Jänschwalde|Jänschwalde]], [[Kraftwerk Frimmersdorf|Frimmersdorf]], [[Kraftwerk Weisweiler|Weisweiler]] und [[Kraftwerk Neurath|Neurath]]. In absoluten Zahlen hatte das Kraftwerk Boxberg im Jahr 2006 den siebthöchsten Kohlendioxid-Ausstoß in Europa, nach dem [[Kraftwerk Bełchatów]] (Polen), den vier genannten deutschen Braunkohlekraftwerken und dem [[Kraftwerk Drax]] (England).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://assets.panda.org/downloads/european_dirty_thirty_may_2007.pdf &amp;#039;&amp;#039;Dirty Thirty Ranking of the most polluting power stations in Europe.&amp;#039;&amp;#039; WWF, Mai 2007 (PDF)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Kraftwerk Boxberg meldete folgende Emissionen im europäischen Schadstoffregister „[[Schadstoffemissionsregister#Das Europäische Schadstoff-Freisetzungs- und Verbringungsregister (E-PRTR)|PRTR]]“:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Emissionen des Kraftwerks Boxberg&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thru.de/ PRTR – Europäisches Emissionsregister]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|Luftschadstoff&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|2007&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|2010&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|2011&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|2012&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|2013&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Kohlendioxid ([[Kohlendioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 16.300.000.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 15.100.000.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 16.200.000.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 15.900.000.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 19.200.000.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Schwefeldioxide (als [[Schwefeloxide|SO&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt;/SO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 9.880.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 7.810.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 11.400.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 11.700.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 14.000.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Stickstoffoxide ([[Stickoxide|NO&amp;lt;sub&amp;gt;x&amp;lt;/sub&amp;gt;/NO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 10.700.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 10.700.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 11.200.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 11.300.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 14.000.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Kohlenmonoxid ([[Kohlenmonoxid|CO]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 4.790.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 4.570.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 5.990.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 5.550.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 6.530.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Feinstaub ([[Feinstaub|PM10]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 202.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 167.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 277.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 600.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 460.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Distickstoffoxid ([[Distickstoffmonoxid|N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 172.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 171.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 191.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 191.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 238.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Anorganische Chlorverbindungen (als [[Chlorwasserstoff|HCl]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 95.400&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 92.100&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 118.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 93.400&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 104.000&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Blei und Verbindungen (als [[Blei|Pb]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 263&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 236&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 326&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 324&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Quecksilber und Verbindungen (als [[Quecksilber|Hg]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 110&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 226&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 273&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 235&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 370&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Chrom und Verbindungen (als [[Chrom|Cr]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 182&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 168&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 170&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Nickel und Verbindungen (als [[Nickel|Ni]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 311&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 152&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 230&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 87&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 79&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Kupfer und Verbindungen (als [[Kupfer|Cu]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 104&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 130&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 104&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Arsen und Verbindungen (als [[Arsen|As]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 50,6&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 58&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot;|Cadmium und Verbindungen (als [[Cadmium|Cd]])&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 22&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;| 13,7&amp;amp;nbsp;kg&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| keine Angaben&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere typische Schadstoffemissionen wurden nicht berichtet, da sie im PRTR erst ab einer jährlichen Mindestmenge meldepflichtig sind, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane|Dioxine und Furane]] ab 0,0001&amp;amp;nbsp;kg, [[Cadmium]] ab 10&amp;amp;nbsp;kg, [[Arsen]] ab 20&amp;amp;nbsp;kg, [[Chrom]] ab 100&amp;amp;nbsp;kg, [[Blei]] und [[Zink]] ab 200&amp;amp;nbsp;kg, [[Fluorwasserstoff|anorganische Fluorverbindungen]] ab 5.000&amp;amp;nbsp;kg, [[Ammoniak]] sowie [[Distickstoffmonoxid|Lachgas (N&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O)]] ab 10.000&amp;amp;nbsp;kg, [[flüchtige organische Verbindungen]] außer Methan (NMVOC) ab 100.000&amp;amp;nbsp;kg.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Verordnung|2006|166|titel=des Europäischen Parlaments und des Rates vom 18. Januar 2006 über die Schaffung eines Europäischen Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregisters und zur Änderung der Richtlinien 91/689/EWG und 96/61/EG des Rates}} (PRTR-Verordnung).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Umweltagentur]] hat die Kosten der Umwelt- und Gesundheitsschäden der 28.000 größten Industrieanlagen in der Europa anhand der im PRTR gemeldeten Emissionsdaten mit den wissenschaftlichen Methoden der Europäischen Kommission abgeschätzt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://ec.europa.eu/environment/archives/air/models/cost.htm Kosten-Nutzen-Analyse zur Luftreinhaltepolitik], Clean Air for Europe (CAFE) Programm, Europäische Kommission&amp;lt;/ref&amp;gt; Danach verursacht das Kraftwerk Boxberg die elfthöchsten Schadenskosten aller europäischen Industrieanlagen.&amp;lt;ref name=EEA&amp;gt;[http://www.eea.europa.eu/publications/cost-of-air-pollution Revealing the costs of air pollution from industrial facilities in Europe (Offenlegung der Kosten der Luftverschmutzung aus Industrieanlagen in Europa)], [[Europäische Umweltagentur]], Kopenhagen, 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+Umwelt- und Gesundheitsschäden&amp;lt;ref name=&amp;quot;EEA&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
!Verursacher&lt;br /&gt;
!Schadenskosten&lt;br /&gt;
!Einheit&lt;br /&gt;
!Anteil&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Kraftwerk Boxberg&lt;br /&gt;
|0,713–1,059&lt;br /&gt;
|Milliarden Euro&lt;br /&gt;
|0,7–1,0 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Summe 28.000 Anlagen&lt;br /&gt;
|102–169&lt;br /&gt;
|Milliarden Euro&lt;br /&gt;
|100 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abschaltung ==&lt;br /&gt;
Am 16. Januar 2020 beschloss die Bundesregierung, dass im Kohlekraftwerk Boxberg die ersten beiden Blöcke (Blöcke N und P, Werk 3) bis Ende 2029 und die restlichen Blöcke bis 2038 abgeschaltet werden sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url= https://www.mdr.de/sachsen/bautzen/goerlitz-weisswasser-zittau/kohle-kraftwerk-boxberg-lippendorf-leipzig-100.html| titel=Fahrplan für den Kohleausstieg – die Reaktionen aus Sachsen | autor= | hrsg=MDR.DE| datum=2020-01-16| abruf=2020-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste von Kraftwerken in Deutschland]]&lt;br /&gt;
* [[Liste von Kraftwerken in der Europäischen Union mit der höchsten Kohlenstoffdioxidemission]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv |wayback=20150716162944 |url=http://corporate.vattenfall.de/globalassets/deutschland/energie_im_fokus/energieproduktion/kohle/boxberg/aus-braunkohle-wird-energie_boxberg.pdf |text=Datenblatt der Vattenfall Europe}} (PDF; 423&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.ostkohle.de/html/kw_boxberg.html Geschichte und viele Bilder des Kraftwerks]&lt;br /&gt;
* [http://www.ostkohle.de/html/neubau.html Neubau Block R]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=2180715-2|VIAF=155677241}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Braunkohlekraftwerk im Lausitzer Revier|Boxberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kraftwerk in Sachsen|Boxberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Boxberg/O.L.]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:LEAG-Kraftwerk|Boxberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kohlekraftwerk in Europa|Boxberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaft (Landkreis Görlitz)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Foba3000</name></author>
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