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	<title>Kottenforst - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T21:43:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kottenforst&amp;diff=185489&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;McBayne: /* Forstwirtschaft */ ersetze graph chart durch chartdirekt</title>
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		<updated>2026-01-25T22:58:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Forstwirtschaft: &lt;/span&gt; ersetze graph chart durch chartdirekt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Naturraum in Deutschland&lt;br /&gt;
|NAME= Kottenforstterrasse&lt;br /&gt;
|IDENTIFIKATOR= 292.24&lt;br /&gt;
|FOTO= Blick über den Kottenforst im Trockensommer 2018 (9. Sept.).jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG1= Blick über den Kottenforst, im Hintergrund das Rheintal und das [[Siebengebirge]]&lt;br /&gt;
|SYSTEMATIK= HNGD&lt;br /&gt;
|ORDNUNG1_IDENTIFIKATOR= &lt;br /&gt;
|ORDNUNG1= Mittelgebirgsschwelle&lt;br /&gt;
|ORDNUNG2_IDENTIFIKATOR= &lt;br /&gt;
|ORDNUNG2= Rheinisches Schiefergebirge&lt;br /&gt;
|ORDNUNG3_IDENTIFIKATOR= &lt;br /&gt;
|ORDNUNG3= &lt;br /&gt;
|HAUPTEINHEITENGRUPPE_IDENTIFIKATOR= 29&lt;br /&gt;
|HAUPTEINHEITENGRUPPE= Mittelrheingebiet&lt;br /&gt;
|UEBER-HAUPTEINHEIT_IDENTIFIKATOR= &lt;br /&gt;
|UEBER-HAUPTEINHEIT= &lt;br /&gt;
|ORDNUNG4_IDENTIFIKATOR= 292&lt;br /&gt;
|ORDNUNG4= Unteres Mittelrheingebiet&lt;br /&gt;
|ORDNUNG5_IDENTIFIKATOR= &lt;br /&gt;
|ORDNUNG5= Mittelrheinische Bucht&lt;br /&gt;
|ORDNUNG6_IDENTIFIKATOR= 292.2&lt;br /&gt;
|ORDNUNG6= Rhein-Ahr-Terrassen&lt;br /&gt;
|ORDNUNG7_IDENTIFIKATOR= &lt;br /&gt;
|ORDNUNG7= &lt;br /&gt;
|BREITENGRAD= 50.66109&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD= 7.08359&lt;br /&gt;
|REGION-ISO= DE-NW&lt;br /&gt;
|ORTSBEREICH= &lt;br /&gt;
|GEMARKUNG= &lt;br /&gt;
|GEMEINDE= Bonn&lt;br /&gt;
|GEMEINDE2= [[Meckenheim (Rheinland)|Meckenheim]]&lt;br /&gt;
|GEMEINDE3= Wachtberg&lt;br /&gt;
|GEMEINDE4= Alfter&lt;br /&gt;
|KREIS= &lt;br /&gt;
|KREIS2= &lt;br /&gt;
|BUNDESLAND= Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
|STAAT= Deutschland&lt;br /&gt;
|POSKARTE= Deutschland Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Kottenforst09.jpg|mini|Kottenforst im Frühling]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Zweibeinige Buche nahe Waldau.jpg|mini|Seltene zweibeinige Buche nahe der Waldau]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kottenforst&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein etwa 40&amp;amp;nbsp;km² großes [[Wald]]gebiet im Südwesten der Stadt [[Bonn]]. Er gehört zum [[Naturpark Rheinland]] (1.045&amp;amp;nbsp;km²) und bildet dessen Ostrand. Der [[Naturraum]] der &amp;#039;&amp;#039;Kottenforstterrasse&amp;#039;&amp;#039; geht noch geringfügig über das Waldgebiet hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Der Kottenforst ist der südliche und höchstgelegene Teil einer [[Hochebene|Hochfläche]] von etwa 100 bis {{Höhe|180|DE-NHN|link=1}}, der [[Ville (Rheinland)|Ville]], die nach Osten zur Rheinebene der [[Kölner Bucht]] steil abfällt, deren Hang nach Westen zur [[Swist]] und [[Erft]] aber weniger ausgeprägt ist (Geologischer [[Horst (Geologie)|Halbhorst]]). Die [[Naturräumliche Großregionen Deutschlands|naturräumliche Gliederung]] fasst die &amp;#039;&amp;#039;Kottenforstterrasse&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Kottenforstplatte&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Müller-Miny1963&amp;quot;&amp;gt;[[Institut für Landeskunde]] (Hrsg.); Heinrich Müller-Miny (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Geographisch-landeskundliche Erläuterungen zur Topographischen Karte 1:50000&amp;#039;&amp;#039;. 1. Lieferung, Selbstverlag der Bundesanstalt für Landeskunde und Raumforschung, Bad Godesberg 1963, S. 28, 30.&amp;lt;/ref&amp;gt;) hingegen trotz einer in etwa gleichen natürlichen Ausstattung&amp;lt;ref&amp;gt;[[Bundesforschungsanstalt für Landeskunde und Raumordnung]] (Hrsg.); Ewald Glässer (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 122/123&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;#039;&amp;#039;[[Geographische Landesaufnahme 1 : 200.000 – Naturräumliche Gliederung Deutschlands|Geographische Landesaufnahme 1:200.000. Naturräumliche Gliederung Deutschlands]]&amp;#039;&amp;#039;). Selbstverlag, Bonn-Bad Godesberg 1978, ISBN 3-87994-328-1, S. 18, 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; im Unterschied zu dem zur [[Niederrheinische Bucht|Niederrheinischen Bucht]] gehörigen Naturraum Ville als nördlichsten Teil der &amp;#039;&amp;#039;Rhein-Ahr-Terrassen&amp;#039;&amp;#039; des [[Unteres Mittelrheingebiet|Unteren Mittelrheingebiets]] auf; anders als dieser ist sie in [[Geologie|geologischer]] Hinsicht – mit Ausnahme des [[Tertiär (Geologie)|tertiären]] &amp;#039;&amp;#039;Duisdorfer Grabens&amp;#039;&amp;#039; ([[Graben (Geologie)|Graben]]) westlich des [[Katzenlochbachtal (Bonn)|Katzenlochbachtals]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Müller-Miny1963&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;!--genaue westliche Begrenzung des Grabens (durch den Bornheimer Horst) unklar--&amp;gt; – aufgrund ihres [[Devon (Geologie)|devonischen]] Untergrunds noch Bestandteil des [[Rheinisches Schiefergebirge|Rheinischen Schiefergebirges]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bruno P. Kremer: &amp;#039;&amp;#039;Das grüne Hinterland von Bad Godesberg. Der Kottenforst – einzigartiger Lebens- und Erlebnisraum&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Godesberger Heimatblätter: Jahresband des Vereins für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;, {{ISSN|0436-1024}}, Band 53 (2015), [[Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg]], Bad Godesberg 2016, S. 183–201 (hier: S. 187).&amp;lt;/ref&amp;gt; Flankiert wird die Terrasse von den beiden Hohlformen der [[Swistbucht]] im Westen und des [[Godesberger Rheintaltrichter]]s im Osten, nach Süden geht sie südlich des [[Godesberger Bach]]s in das &amp;#039;&amp;#039;Oberwinterer Terrassen- und Hügelland&amp;#039;&amp;#039; über.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Müller-Miny: &amp;#039;&amp;#039;Das Mittelrheingebiet und seine naturräumliche Gliederung&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Bundesanstalt für Landeskunde]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Berichte zur Deutschen Landeskunde&amp;#039;&amp;#039;. 21. Band, 2. Heft (September 1958), Selbstverlag der Bundesanstalt für Landeskunde, Remagen 1958, S. 193–233 (hier: S. 227–229).&amp;lt;/ref&amp;gt; Der sich an den Kottenforst anschließende Teil der Ville, der nicht durch den Braunkohleabbau des [[Rheinisches Braunkohlerevier|Rheinischen Braunkohlereviers]] geprägt wurde, wird auch &amp;#039;&amp;#039;Waldville&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In die Kottenforstterrasse greifen von Ost nach West die nordwärts gerichteten Täler des [[Melbbach]]s ([[Melbtal]]), des [[Endenicher Bach|Katzenlochbachs]] und des den Übergang zur Waldville und dem [[Villehang]] markierenden [[Hardtbach (Rhein)|Hardtbachs]] ein. Ihre nördlichste Erhebung ist der Bonner [[Kreuzberg (Bonn)|Kreuzberg]] an der Westseite des Melbtals, auf dessen gegenüberliegender Seite das Hochplateau des [[Venusberg (Bonn)|Venusbergs]] die nordöstliche Begrenzung zum Rheintal bildet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kottenforst teilt sich auf in einen südöstlichen Teil zwischen [[Meckenheim (Rheinland)|Meckenheim]], [[Bad Godesberg]] und Bonn, in den sich teilweise naturbelassene Freilandflächen, wie das Katzenlochbachtal, einfügen, sowie einen nordwestlichen Teil zwischen [[Heimerzheim]], [[Buschhoven (Swisttal)|Buschhoven]] und [[Alfter]]. Zwischen beiden Teilen liegt das Dorf [[Witterschlick]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bodenkunde ==&lt;br /&gt;
Der [[Boden (Bodenkunde)|Boden]] besteht aus [[Schotter|Rheinschottern]] und Kiesen mit einer [[Pseudogley]]&amp;amp;shy;schicht, die durch ihre Wasserundurchlässigkeit zusammen mit dem ebenen Gelände zu einer langanhaltenden [[Vernässung]] durch [[Niederschlag|Niederschläge]] führt. In Bodenvertiefungen sammelt sich Wasser an; diese zahlreichen [[Tümpel]] werden [[Maar (Feuchtgebiet)|Maare]] genannt. Im Bereich des „Großen Cent“ östlich von [[Heimerzheim]] besteht eine ausgedehnte Senke ohne natürlichen Abfluss. Dieses hochmoorartige, ausgedehnte Feuchtgebiet wurde jedoch in den letzten Jahrhunderten durch Entwässerungsmaßnahmen künstlich trockengelegt und aufgeforstet. Der natürliche Wasserhaushalt des Kottenforstes wurde in den vergangenen Jahrzehnten zunehmend auch durch die stark gefallenen [[Grundwasser]]pegel infolge der Sümpfungsmaßnahmen für die [[Rheinisches Braunkohlerevier|Braunkohlentagebaue]] westlich von Köln beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Römerkanal Touristeninformation Kottenforst.jpg|mini|Schautafel mit dem Verlauf des Römerkanals und Aufnahme eines Ausbruchgrabens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Wolfskreuz Kottenforst 02.JPG|mini|Wolfskreuz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kottenforst, Zavelbergkreuz 2021.jpg|mini|Zavelbergkreuz im Mai 2021]]&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Kottenforst&amp;#039;&amp;#039; stammt von dem keltischen Wort „coat“ für Wald ab. Erstmals urkundlich erwähnt wurde er bereits im 7. Jahrhundert als fränkisches [[Königsgut]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Römerzeit wurde die [[Eifelwasserleitung]] zur Versorgung der Stadt Köln quer durch den nördlichen Kottenforst und dann entlang des nordöstlichen Villehangs gebaut. Der Verlauf der Leitung ist heute noch als Graben auf weiten Strecken im Wald leicht zu erkennen. In Teilstücken ist die Leitung sogar vollständig erhalten geblieben. Geborgene Abschnitte sind jetzt in mehreren der umliegenden Orte aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kottenforst ist bis heute weitgehend unbesiedelt geblieben. Ausnahmen waren zu römischer Zeit einige Poststationen im Bereich von [[Buschhoven (Swisttal)|Buschhoven]]. Zudem gab es mehrere militärische Lager zwischen [[Dünstekoven]] und [[Oedekoven]], etwa in der Gegend, wo heute Breite und Schmale Allee aufeinandertreffen. Zwischen etwa dem 8. und 15. Jahrhundert gab es mit „Hessekoven“ in letzterem Gebiet auch eine Siedlung mitten im Wald. Zum Schutz bei den [[Ungarneinfälle]]n um 954 ist der [[Ringwall Venne]] erhalten, der vom [[Rittergut Marienforst|Kloster Marienforst]] bei Bad Godesberg errichtet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 973 bestätigte [[Otto II. (HRR)|Otto II.]] dem Erzbischof von [[Kurköln|Köln]] das [[Jagdrecht]] und das [[Fischereirecht]] in dem bisherigen [[Reichsgut]].&amp;lt;ref&amp;gt;Clemens Dasler: &amp;#039;&amp;#039;Forst und Wildbann im frühen deutschen Reich.&amp;#039;&amp;#039; Wildbahnurkunde von 973, 2001, ISBN 978-3-412-12800-5 ({{Google Buch |BuchID=2oxYcE4jrSsC |Seite=121}}).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über lange Zeit, teilweise bis weit in das 19. Jahrhundert hinein, wurde der Kottenforst auch zur Viehweide genutzt. Es bestanden größere Freiflächen mitten im Wald, die beweidet wurden. Zudem wurde ausgedehnte [[Eichelmast]] betrieben. So hatte beispielsweise um 820 die adlige Gernhilde, Besitzerin des Herrenhofes von [[Oberbachem]], das Recht, 30 Schweine zur Mast in den Kottenforst treiben zu lassen. Noch heute zeugen ausgedehnte Lichtungen und Flurnamen wie „Dünstekovener Kuhweide“ von dieser Nutzungsform. Auch der Name des Bonner Ortsteils [[Schweinheim (Bonn)|Schweinheim]] erinnert noch an diese früher im Kottenforst praktizierte Eichelmast. Die meisten Freiflächen des Kottenforsts wurden jedoch, abgesehen von einigen Ackerflächen im nördlichen Teil, inzwischen weitgehend aufgeforstet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Grundeigentum]] am Kottenforst besaß ab 1064 zusammen mit dem [[Gutshof|Gut]] [[Muffendorf]] (heute Siegburger Hof) die [[Abtei Michaelsberg|Abtei Siegburg]]. Als [[Vasallen]] dieser Abtei hatten die so genannten „Viermänner“, die Besitzer der Burgen [[Burg Adendorf|Adendorf]] und [[Burg Odenhausen|Odenhausen]] sowie des Thurmhofs und des Binsfelderhofs in [[Friesdorf (Bonn)|Friesdorf]], Holz- und Weiderechte im Kottenforst. 1549 verkaufte die Abtei Siegburg diese Grundrechte an die Erzbischöfe von Köln, die im Kottenforst bereits das Jagdrecht auf [[Hochwild]] besaßen sowie Jagdschlösser in [[Poppelsdorf]] und [[Buschhoven (Swisttal)|Buschhoven]] erbaut hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1727 wurde der Kottenforst unter [[Clemens August von Bayern]] erstmals systematisch [[Vermessung|vermessen]], um [[Allee]]n für seine [[Parforcejagd]]en anzulegen. Diese meist breiten Alleen wurden schnurgerade aufgeschüttet und wegen des nassen Untergrundes beiderseitig mit Gräben versehen. 1730 ließ Clemens August das Forstdienstgebäude [[Schönwaldhaus]] errichten und von 1754 bis 1756 wurde in [[Röttgen (Bonn)|Röttgen]] das [[Jagdschloss]] [[Schloss Herzogsfreude|Herzogsfreude]] in das Zentrum dieses Systems von Alleen gebaut. Beachtlich ist die genaue Ausrichtung der Wege in Bezug auf das kurfürstliche Schloss sowie ebenfalls auf [[Schlösser Augustusburg und Falkenlust|Schloss Brühl]]. Dieses Wegesystem ist bis heute weitgehend erhalten geblieben. Nach dem Einmarsch der Franzosen 1794 war die Zeit der fürstlichen Jagden vorbei; 1807 wurde das Jagdschloss abgebrochen, und der Kottenforst wurde zum &amp;#039;&amp;#039;Forêt Impériale&amp;#039;&amp;#039; und zur Zeit der Preußen zum [[Staatsforst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1879 wurde im Kottenforst unweit von [[Röttgen (Bonn)|Röttgen]] die sogenannte „[[Kaisereiche (Kottenforst)|Kaisereiche]]“ vom damaligen Prinzen Wilhelm von Preußen, dem späteren Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]], der damals an der [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn]] studierte, „allerhöchst eigenhändig“ gepflanzt. Sie sollte dem Andenken an seine in diesem Revier genossenen Waidmannsfreuden dienen. Der Kaisereiche direkt gegenüber stehen nördlich die [[Oskar von Preußen (Herrenmeister, 1888)|Prinz-Oskar]]-Eiche und östlich die 1904 gepflanzte [[Eitel Friedrich von Preußen|Prinz-Friedrich]]-Eiche. Auch die Prinzen Eitel-Friedrich und Oskar hatten in Bonn studiert. Die drei Eichen befinden sich an der Wegekreuzung, an der auch das [[Jägerhäuschen (Kottenforst)|Jägerhäuschen]] steht. Die Eichen sind heute beliebte Ausflugsziele. Nur wenige hundert Meter weiter, am „Communicationsweg“ nach Villiprott, befindet sich das umgestürzte [[Naturdenkmal]] [[Dicke Eiche (Kottenforst)|Dicke Eiche]]. Aus einem mächtigen Mittelstück des 2010 umgestürzten Baums schuf der Künstler [[Klaus Simon (Bildhauer)|Klaus Simon]] [[Prinzipalien]] für die Bonner [[Namen-Jesu-Kirche (Bonn)|Namen-Jesu-Kirche]].&lt;br /&gt;
Das archäologische Denkmal [[Ringwall Venne]] kann man in 5&amp;amp;nbsp;km Entfernung erreichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier und da stehen an den Waldwegen Kreuze. Diese sind zum Teil noch aus der Zeit des Kurfürsten Clemens August, wie das [[Wolfskreuz (Kottenforst)|Wolfskreuz]] an der Villiper Allee, in neuerer Zeit erinnern manche an tödliche Unfälle, wie das Zavelbergkreuz am Professorenweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturpark ==&lt;br /&gt;
Der Kottenforst war 1959 die Keimzelle des &amp;#039;&amp;#039;Naturparks Kottenforst&amp;#039;&amp;#039;, der nach einer Erweiterung 1967 in &amp;#039;&amp;#039;Naturpark Kottenforst-Ville&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurde und seit 2005 –&amp;amp;nbsp;nach diversen zusätzlichen Erweiterungen&amp;amp;nbsp;– [[Naturpark Rheinland]] heißt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Rehsprungmaar im Herbst.jpg|mini|Rehsprungmaar im Herbst]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kottenforst-Rothirsch.jpg|mini|Ein [[Rothirsch]] im Kottenforster Wildpark]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schutzgebiet und Schutzgebietsbetreuung ==&lt;br /&gt;
Weite Teile des Kottenforstes sind heute Naturschutzgebiete ([[Richtlinie 92/43/EWG (Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie)|Fauna-Flora-Habitat]] bzw. [[Vogelschutzrichtlinie|EU-Vogelschutzgebiete]]).&lt;br /&gt;
* Naturschutzgebiete&lt;br /&gt;
** Kottenforst&amp;lt;ref&amp;gt;{{NSG-NRW |Kennung=BN-003 |Name=Kottenforst |Abruf=2023-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{WDPA|329495|Naturschutzgebiet Kottenforst}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Waldville (SU-066)]] (Meckenheim/Rheinbach)&amp;lt;ref&amp;gt;{{NSG-NRW |Kennung=SU-066 |Name=Waldville (SU-066) |Abruf=2023-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Waldville (SU-090)]] (Alfter)&amp;lt;ref&amp;gt;{{NSG-NRW |Kennung=SU-090 |Name=Waldville (SU-090) |Abruf=2023-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Dürrenbruch]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{NSG-NRW |Kennung=SU-011 |Name=Dürrenbruch |Abruf=2023-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Apfelmaar]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{NSG-NRW |Kennung=SU-051 |Name=Apfelmaar |Abruf=2023-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Kiesgrube Dünstekoven]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{NSG-NRW |Kennung=SU-006 |Name=Kiesgrube Dünstekoven |Abruf=2023-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** [[Kiesgrube Flerzheim]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{NSG-NRW |Kennung=SU-064 |Name=Kiesgrube Flerzheim |Abruf=2023-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Natura-2000-Gebiete&lt;br /&gt;
** Vogelschutzgebiet Kottenforst-Waldville&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfn.de/natura-2000-gebiet/vogelschutzgebiet-kottenforst-waldville |titel=Vogelschutzgebiet Kottenforst-Waldville |werk=Natura 2000 Gebiete in Deutschland |hrsg=[[Bundesamt für Naturschutz]] |abruf=2023-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Natura2000-NRW |Kennung=DE-5308-401 |Name=Vogelschutzgebiet Kottenforst-Waldville |Abruf=2023-03-26 |Kommentar=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
** Waldreservat Kottenforst (FFH)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bfn.de/natura-2000-gebiet/waldreservat-kottenforst |titel=Waldreservat Kottenforst |werk=Natura 2000 Gebiete in Deutschland |hrsg=[[Bundesamt für Naturschutz]] |abruf=2023-03-26 |kommentar=FFH-Gebiet}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Natura2000-NRW |Kennung=DE-5308-303 |Name=Waldreservat Kottenforst |Abruf=2023-03-26 |Kommentar=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: Der [[Ranger (Schutzgebietsbetreuer)|Schutzgebietsbetreuer]] des FFH-Gebietes Kottenforst ist die [[Biologische Station]] Bonn e.&amp;amp;nbsp;V. Diese richtet ihre Betreuung in diesem großen Waldgebiet vor allem auf darin befindliche oder angrenzende Offenlandbiotope, wie Wiesen und Weiden, Wildäsungsflächen sowie Gewässer aus,&amp;lt;ref name=&amp;quot;bio2011&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.biostation-bonn.de/_con02/upload/downloads/Bericht-2011.pdf |titel=Jahresbericht 2011 |hrsg=Biologische Station Bonn e. V. |datum=2011-12-05 |format=PDF; 1,6 MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140201185448/http://www.biostation-bonn.de/_con02/upload/downloads/Bericht-2011.pdf |archiv-datum=2014-02-01 |abruf=2014-01-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zu denen auch das [[Katzenlochbachtal (Bonn)|Katzenlochbachtal]] zählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forstwirtschaft ==&lt;br /&gt;
{{Manueller Rahmen&lt;br /&gt;
|width=400&lt;br /&gt;
|content={{ChartDirekt|type=pie|x=Eiche,Buche,sonstiges Laubholz,Fichte,Kiefer und Lärche|y=37,16,10,24,13|Titel= Kulturen}}|caption=Zusammensetzung des Waldes in Prozent (1980)|align=right}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kottenforst befindet sich überwiegend in Landesbesitz, ein weiterer großer Teil ist Stadtwald der Stadt Bonn. Zuständig für die forstliche Bewirtschaftung des Landeswaldes ist das Regionalforstamt „Rhein-Sieg-Erft“, das in Bonn-Röttgen ein Dienstgebäude unterhält, seinen Hauptsitz jedoch in [[Eitorf]] hat. Es ist für eine Gesamtwaldfläche von etwa 60.000 Hektar zuständig und damit hinter dem Regionalforstamt Münsterland das zweitgrößte in [[Nordrhein-Westfalen]]. Für den Wald der Stadt Bonn trägt das Amt für Stadtgrün die Verantwortung. Die Fläche des Kottenforstes verteilt sich auf die Gebiete der folgenden Gemeinden: Stadt Bonn – auf deren Gebiet der größte Teil des Waldes liegt – [[Alfter]], [[Meckenheim (Rheinland)|Meckenheim]], [[Swisttal]], [[Wachtberg]] und [[Bornheim (Rheinland)|Bornheim]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste [[forstwirtschaft]]liche Waldbeschreibung von 1829 stellte den damals durch [[Raubbau (Natur)|Raubbau]] heruntergekommenen Zustand des Waldes heraus: Nur 335&amp;amp;nbsp;ha [[Eichen]]- und [[Buchen]]-[[Hochwald (Waldbau)|Hochwald]] und 139&amp;amp;nbsp;ha Kiefernkulturen waren noch forstwirtschaftlich wertvoll. Der Rest bestand aus ausgelichteten Mittel- und [[Niederwald]]ungen. Bereits in der Zeit des preußischen Besitzes wurde der Kottenforst systematisch wieder [[Aufforstung|aufgeforstet]]. Dabei wurden aber häufig Fichten und Kiefern in Monokulturen gepflanzt. Diese Entwicklung wurde erst in den vergangenen Jahrzehnten wieder korrigiert, indem die Bestände zunehmend durch standorttypischen Laubmischwald ersetzt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jährlich werden im Kottenforst etwa 20.000 [[Festmeter]] [[Holz]] geschlagen und in [[Sägewerk]]en der näheren Umgebung weiterverarbeitet – unter anderem für den [[Treppenbau]] in Wachtberg-[[Fritzdorf]]. Auch die Bonner Firma [[Johannes Klais Orgelbau]] verwendet teilweise Holz aus dem Kottenforst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zielkonflikt ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Quarzkiesgrube Witterschlick südöstl. Buschhoven.jpg|mini|Quarzkiesgrube Witterschlick südöstlich Buschhoven]]&lt;br /&gt;
Am Rande des Kottenforstes kam und kommt es an einigen Stellen zum Konflikt zwischen [[Ökologie]] und [[Wirtschaftswissenschaft|Ökonomie]], vor allem aufgrund der Vorkommen von begehrten [[Kies]]en und [[Sand]]en. So lagern [[Ton (Bodenart)|Ton]] und selten hochreiner weißer [[Quarz]]kies im Raume [[Buschhoven (Swisttal)|Buschhoven]] – Volmershoven und im nördlichen Teil der Wald[[Ville (Rheinland)|ville]] zwischen [[Weilerswist]] und [[Bornheim (Rheinland)|Bornheim]]. Der Abbau geschieht in Form von [[Tagebau]]gruben. Wegen der Wünsche der Betreiber nach Erweiterungsflächen kam es bereits zu Protesten, Gründung von Schutzvereinen und gerichtlichen Auseinandersetzungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Mario Quadt |url=https://www.general-anzeiger-bonn.de/region/vorgebirge-voreifel/rheinbach/Erweiterung-der-Kiesgrube-vor-Gericht-article3307549.html |titel=Erweiterung der Kiesgrube vor Gericht |werk=[[General-Anzeiger (Bonn)]] |datum=2016-07-15 |abruf=2018-08-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jägerhäuschen im Herbst.jpg|mini|Jägerhäuschen im Herbst]]&lt;br /&gt;
* Römische [[Eifelwasserleitung]]&lt;br /&gt;
* Barockes [[Jägerhäuschen (Kottenforst)|Jägerhäuschen Kottenforst]]&lt;br /&gt;
* [[Ringwall Venne]] als mittelalterliche Fliehburg nahe dem Forsthaus Venne&lt;br /&gt;
* [[#Personennahverkehr|Bahnhof Kottenforst]]&lt;br /&gt;
* [[Lüfthildis]] Bildstock, eine im Jahr 2020 von Martin Thiebes geschaffene Stele&lt;br /&gt;
* [[Eiserner Mann (Kottenforst)|Eiserner Mann]]&lt;br /&gt;
* [[Wolfskreuz (Kottenforst)|Wolfskreuz]]&lt;br /&gt;
* [[Dicke Eiche (Kottenforst)|Dicke Eiche]]&lt;br /&gt;
* [[Siebenschuss]], Denkmal am Forsthaus Buschhoven&lt;br /&gt;
* Ausblick auf [[Godesburg]] und [[Siebengebirge]]&lt;br /&gt;
* [[Waldau (Bonn)|Waldau]] am Nordrand des Kottenforsts mit dem Haus der Natur, Wildpark&lt;br /&gt;
* Böhling (Aussichtspunkt bei Alfter mit Blick auf Bonn)&lt;br /&gt;
* [[Hangmotte Alfter]], mittelalterliche Fliehburg nahe dem Böhling&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personennahverkehr ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kottenforst station.jpg|mini|Ehemaliges Empfangsgebäude des Bahnhofs Kottenforst, Gleisseite]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Bahnhof Kottenforst|Haltepunkt Meckenheim Kottenforst]] liegt am westlichen Rand des Kottenforsts an der [[Voreifelbahn]] ([[Bonn]] – [[Euskirchen]]), auf der im [[Schienenpersonennahverkehr]] die [[Liste der SPNV-Linien in Nordrhein-Westfalen#Linien 20–29|S&amp;amp;nbsp;23]] verkehrt. Allerdings halten Züge dort nur am Wochenende sowie an Feiertagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bahnhof liegt auf Meckenheimer Gebiet im Stadtteil [[Lüftelberg]] in unmittelbarer Nähe zum Gebiet der Gemeinde Alfter. Das ehemalige Empfangsgebäude ist ein beliebtes sommerliches Ausflugsziel mit großer Außengastronomie. 2012 wurde der Haltepunkt der Deutschen Bahn auf den aktuellen Bahnhofsstandard umgebaut und verfügt seitdem über einen stufenfreien Zugang.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bahnhof.de/bahnhof-de/bahnhof/Meckenheim-Kottenforst-1019678 |titel=Meckenheim Kottenforst: Ausstattung und Service |abruf=2021-08-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kottenforst kann auch mit mehreren Buslinien gut direkt erreicht werden, beispielsweise die [[Verkehrsverbund Rhein-Sieg|VRS-Linien]] 602 (Waldau), 603 (Röttgen), 606/607 (Malteser Krankenh.), 608/609 (Hardthöhe Südwache), 630/632 (Uniklinikum Süd), 638/639 (Stadtwald, Ev. Krankenhaus) 800, 843, 845, 855.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=SWB Bus und Bahn |url=https://www.swb-busundbahn.de/ |titel=Startseite |sprache=de |abruf=2021-11-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt der Tarif des [[Verkehrsverbund Rhein-Sieg|Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS)]] und tarifraumüberschreitend der [[NRW-Tarif]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Weg in den Gespensterwald.jpg|mini|Warnschild am Weg in den sogenannten Gespensterwald (Waldau)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Kottenforst, Projekt Zeitenwende.jpg|mini|Zeitenwende]]&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit sind die knorrigen [[Rotbuche#Kopfbuche|Kopfbuchen]]. Eine früher hier praktizierte Art der Holzgewinnung führte bei den Buchen zu Krüppelwuchs mit teilweise bizarrem Aussehen (Gespensterwald). Aufgrund des hohen Alters (ca. 250 Jahre) sind diese Kopfbuchen mittlerweile enorm bruchgefährdet oder drohen umzukippen, weshalb die Stadt Bonn bereits Waldwege in der [[Waldau (Bonn)|Waldau]] sperren wollte, was zu heftigen Proteste bei der Bevölkerung führte. Zurzeit (2018) ist das Betreten im Slalom noch möglich, allerdings wird eigens mit Warnschildern auf das große Risiko hingewiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Rolf Kleinfeld |url=https://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/stadt-bonn/Wegsperrung-hei%C3%9F-diskutiert-article3232363.html |titel=Wegsperrung heiß diskutiert |werk=[[General-Anzeiger (Bonn)]] |datum=2016-04-15 |abruf=2018-11-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile haben die Schäden in deutschen Wäldern nach Einschätzung von Experten ein historisches Ausmaß erreicht. „Wir erleben gerade die schwerwiegendste Waldschaden-Situation (...) seit Beginn der geregelten nachhaltigen Waldbetreuung und Waldbewirtschaftung, das heißt also seit mehr als 200 Jahren“, sagte Waldschutz-Professor Michael Müller von der TU Dresden in Berlin.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://n-tv.de/wissen/Waldsterben-erreicht-historisches-Ausmass-article21915653.html Stürme, Insekten, Trockenheit – Waldsterben erreicht historisches Ausmaß]&amp;lt;/ref&amp;gt; Und so leidet auch der Kottenforst seit 2017 unter der extrem gestiegenen Trockenheit und Hitze, die zu starkem [[Borkenkäferbefall]] und katastrophalen Baumsterben mit riesigen Kahlschlägen in der Folge geführt hat. Mit der Projektreihe „wald.anders.denken“ möchte das Regionalforstamt „Rhein-Sieg-Erft“ in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisationen und Künstlern die Menschen wachrütteln und auf die Folgen des Klimawandels aufmerksam machen. Eine erste Aktion ist das Projekt „Zeitenwende“ im Juni 2020. Am Ende eines etwa 200 Hektar großen Kahlschlags steht vor einer Wand aus toten Fichten mahnend in großen weißen Lettern „Zeitenwende“. Vorne am Waldweg befindet sich die Installation [[Engel der Kulturen]] der Künstler Carmen Dietrich und Gregor Merten aus [[Burscheid]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stefan Hermes |url=https://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/hardtberg/kunstprojekt-im-kottenforst-zeigt-negative-auswirkungen-des-klimawandels_aid-51639137 |titel=Regionalforstamt : Kunstprojekt im Kottenforst zeigt negative Auswirkungen des Klimawandels |werk=[[General-Anzeiger (Bonn)]] |datum=2020-06-15 |abruf=2020-06-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://villewaelder.de/de/aktuelles/332-zeitenwende-im-kottenforst Projekt:Villewälder, Zeitenwende im Kottenforst. Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-Westfalen, Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Installation ist „ein Weckruf für uns alle zum nachhaltigen Wirtschaften, zum Verzicht auf ungezügelten Konsum und zum Ende der weltweiten Umweltzerstörung – für die Hinwendung zum rücksichtsvollen Umgang mit der Natur und zum friedlichen und gerechten Miteinander der Menschen.“ (Auszug aus der Infostele). Die Projektfläche befindet sich am Gudenauer Weg, etwa 2 km südlich von [[Ippendorf]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Kottenforst – Wiederaufforstung eines Kahlschlags 2.jpg|mini|Wiederaufforstung im Kottenforst (April 2022)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile (Stand Sommer 2021) sind mit Hilfe des europäischen LIFE+ Naturschutzprojektes „[[Villewälder]]“ bereits viele [[Aufforstung|Wiederaufforstungen]] erfolgt. Vor allem [[Eichen]], [[Linden (Gattung)|Linden]], [[Hainbuchen]] aber auch [[Vogel-Kirsche|Vogelkirschen]], [[Esskastanien]] und [[Schwarz-Erle|Roterlen]] wurden gepflanzt mit genug Zwischenräumen für eine natürliche Verjüngung, „so dass sich hier ein artenreicher [[Mischwald]] entwickeln kann. So vielfältig und stabil, dass er hoffentlich auch im [[Globale Erwärmung|Klimawandel]] bestehen kann“. (Auszug aus der Infostele). Zudem wurde mit einem Kleingewässer an der Projektfläche und an vielen anderen Fichtenkahlschlägen neuer [[Biotop|Lebensraum]] für bedrohte [[Amphibien]]arten geschaffen, z.&amp;amp;nbsp;B. für [[Springfrosch]], [[Gemeine Geburtshelferkröte|Geburtshelferkröte]], [[Bergmolch]] und [[Feuersalamander]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Projekt „ZEITENWENDE“, das für die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald sensibilisieren sollte, ist mittlerweile beendet und der große weiße Schriftzug, dem Hollywood Sign nachempfunden, wurde entfernt, wie auch die anderen Installationen. Nur die Skulptur „Engel der Kulturen“ steht noch am Wegesrand (Stand Sommer 2025).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Kottenforst&amp;#039;&amp;#039; ist der Titel eines Kriminalromans der Bonner Autorin [[Alexa Thiesmeyer]]. Die Handlung spielt sich in dem Waldgebiet und den angrenzenden Stadtteilen, insbesondere Röttgen und [[Ückesdorf]], ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Werner D’hein]]: &amp;#039;&amp;#039;Kottenforst. 13 Wanderungen durch eine historische Kulturlandschaft&amp;#039;&amp;#039;. Gaasterland-Verlag, Düsseldorf 2008, ISBN 978-3-935873-21-5.&lt;br /&gt;
* Bruno P. Kremer (auch Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kottenforst. Eine rheinische Kultur- und Erholungslandschaft&amp;#039;&amp;#039;. Wienand, Köln 1999, ISBN 3-87909-648-1.&lt;br /&gt;
* Albert Hexges: &amp;#039;&amp;#039;Der Kottenforst. Ein Beitrag zur Forstgeschichte Kurkölns unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung des Waldeigentums, des Forstrechts, der Forstorganisation und der Waldnutzung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bonner Geschichtsblätter, Band 35&amp;#039;&amp;#039;. Bonn 1984, S. 23–98.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen|Landesvermessungsamt NRW]]&lt;br /&gt;
   |Titel=Naturpark Kottenforst-Ville&lt;br /&gt;
   |TitelErg=Topographische Karte 1:50.000, zugleich [[Wanderkarte]] des [[Eifelverein]]s&lt;br /&gt;
   |Datum=1980&lt;br /&gt;
   |Kommentar=in Zusammenarbeit mit dem Forstamt Kottenforst, mit Beschreibung auf der Rückseite&lt;br /&gt;
   |DNB=551928581}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.naturpark-rheinland.de/orte-landschaften/kottenforst-waelder/index.html?L=0 Geschichte des Kottenforstes]&lt;br /&gt;
* [http://www.heimatfreunde-roisdorf.com/landschaft/der-eiserne-mann-im-kottenforst/index.html Der „Eiserne Mann im Kottenforst“]&lt;br /&gt;
* [https://www.rettet-den-kottenforst.de/ Landschaftsschutzverein Kottenforst e.&amp;amp;nbsp;V.]&lt;br /&gt;
* [https://www.bonn.de/microsite/haus-der-natur/index.php Das Umweltbildungszentrum der Stadt Bonn]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Naturschutzgebiete im Rhein-Sieg-Kreis&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Naturschutzgebiete in Bonn&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bonn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Meckenheim, Rheinland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;McBayne</name></author>
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