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	<title>Kosten - Versionsgeschichte</title>
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		<title>imported&gt;Redf0x: WPCleaner v2.05 - Begriffsklärung. - Paul Riebel, 1 to be fixed - Kosten (Begriffsklärung)</title>
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		<updated>2025-10-12T14:00:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;http://192.168.1.62:8083/index.php/WP:CLEANER&quot; class=&quot;extiw&quot; title=&quot;en:WP:CLEANER&quot;&gt;WPCleaner&lt;/a&gt; v2.05 - Begriffsklärung. - &lt;a href=&quot;/index.php?title=Paul_Riebel&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Paul Riebel (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Paul Riebel&lt;/a&gt;, 1 to be fixed - &lt;a href=&quot;/index.php/Kosten_(Begriffskl%C3%A4rung)&quot; title=&quot;Kosten (Begriffsklärung)&quot;&gt;Kosten (Begriffsklärung)&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel| beschreibt den Begriff der wirtschaftlichen Kosten. Für weitere Bedeutungen siehe [[Kosten (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gewinnschwelle 1.1.svg|mini|300px|[[Gewinnschwelle]] (Break-even-Point) aus [[Erlös]] und Kosten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kosten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|cost}}) sind in der [[Wirtschaft]] die monetären Belastungen, die einer [[Wirtschaftseinheit]] gemäß einer geeigneten [[Kalkulation]] durch die [[Nutzung (Technik)|Nutzung]] von [[Produktionsfaktor]]en entstehen. Der Kostenbegriff wird sowohl in der [[Betriebswirtschaftslehre]] als auch in der [[Volkswirtschaftslehre]] verwendet und hat dort – wegen des unterschiedlichen [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregationsgrades]] beider [[Einzelwissenschaft]]en – einen unterschiedlichen [[Begriffsinhalt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das Wort „Kosten“ stammt aus dem [[mittelhochdeutsch]]en „kost(e)“ für „Wert, Preis, Geldmittel, Ausgaben“, das wiederum aus {{laS|costa}} für „Aufwand an Geldmitteln, Preis, Wert“ abgeleitet ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gerhard Wahrig]], &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Bertelsmann Lexikon Verlag, 1968, Sp. 2142; ISBN 978-3577100793&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wort „Kosten“ ist sprachlich ein [[Pluraletantum]], kommt also nur im [[Plural]] vor. Für eine einheitliche Begriffsverwendung sorgte 1929 der [[Betriebswirt]] [[Erwin Geldmacher]], der unter anderem die noch heute gültige Unterscheidung und Abgrenzung der Grundbegriffe wie [[Aufwand]], [[Erfolg]], [[Erlös]], [[Ertrag]], [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]] und Kosten vorschlug.&amp;lt;ref&amp;gt;Erwin Geldmacher, &amp;#039;&amp;#039;Grundbegriffe und systematischer Grundriss des betrieblichen Rechnungswesens&amp;#039;&amp;#039;, in: [[ZfhF]], 1929, S. 6–7&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dieser Grundlage befasst sich die [[Kostentheorie]] als Teilgebiet der [[Produktions- und Kostentheorie]] mit [[Kosteneinflussgröße]]n, Kostenhöhe und [[Kostenart]]en und zeigt mittels [[Kostenfunktion (Wirtschaft)|Kostenfunktionen]] die optimale Gestaltung der Kosten durch das [[Kostenmanagement]] auf, das [[Kostensenkung]]en anstrebt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung gegen andere Rechnungsgrößen ==&lt;br /&gt;
{{Rechnungswesen-Begriffe}}&lt;br /&gt;
Kosten und [[Erlös]]e werden als Begriffspaar im [[Controlling|internen Rechnungswesen]], insbesondere in der [[Kosten- und Leistungsrechnung]] verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch zu beachten, dass Erlöse nicht mit [[Leistung (Rechnungswesen)|Leistung]] zu verwechseln sind. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosten und Erlöse sind kalkulatorische Größen. Sie tauchen weder in den Zahlungen des Unternehmens noch in Buchhaltung, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufwand und Ertrag ===&lt;br /&gt;
[[Aufwand]] und [[Ertrag]] bilden das analoge Begriffspaar im [[Externes Rechnungswesen|externen Rechnungswesen]] und werden zur Erstellung einer periodisierten [[Gewinn- und Verlustrechnung]] sowie zur Erstellung einer [[Bilanz]] verwendet. Zur Ermittlung von gewinnwirksamen Aufwänden und Erträgen werden Leistungen des Unternehmens und damit verbundene Zahlungen einem [[Geschäftsjahr]] periodengerecht zugewiesen. Dies erfolgt über [[Rechnungsabgrenzung|Abgrenzungen]] und [[Abschreibung|Abschreibungen]], mit denen Aufwand und Ertrag aus der Geschäftstätigkeit demjenigen Geschäftsjahr zugeordnet werden, dem sie wirtschaftlich zugehören, unabhängig davon, ob der [[Zahlungsvorgang]] in einem anderen Geschäftsjahr stattgefunden hat oder stattfinden wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausgaben und Einnahmen ===&lt;br /&gt;
[[Ausgabe (Rechnungswesen)|Ausgaben]] und [[Einnahme]]n sind ebenfalls dem externen Rechnungswesen, bzw. der [[Buchführung]], zuzuordnen. Sie entstehen, wenn etwas gekauft bzw. verkauft wurde, unabhängig davon ob es schon bezahlt wurde oder nicht. Sobald effektive Zahlungen erfolgen, werden Ausgaben und Einnahmen zu [[Auszahlung]] und [[Einzahlung]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aus-  und Einzahlungen ===&lt;br /&gt;
Aus- und Einzahlungen sind die grundlegenden Rechengrößen der [[Investitionsrechnung]] und des [[Treasury]]. Sie bestimmen die Liquiditätsreserven des Unternehmens. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede zwischen den Größen ===&lt;br /&gt;
Unterschiede zwischen Kosten und Aufwand können beispielsweise entstehen, wenn&lt;br /&gt;
* Vorgänge unterschiedlich bewertet werden, wie etwa [[kalkulatorische Abschreibung]] und bilanzielle [[Abschreibung]] (ersteres stellt Kosten dar, letzteres Aufwand);&lt;br /&gt;
* Kosten angesetzt werden, die im externen Rechnungswesen keine Entsprechung haben (beispielsweise [[kalkulatorische Zinsen]] oder [[Kalkulatorischer Unternehmerlohn|Unternehmerlöhne]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosten sind nicht per se einem Geschäftsjahr oder einer Zeitperiode zugeordnet. Oftmals werden bei einem Kostenvergleich [[Diskontieren|diskontierte]] Größen miteinander verglichen. Kosten sind weiterhin ein wesentlicher Bestandteil von [[Preiskalkulation]]en. Dabei werden in der Regel [[Erwartungswert]]e betrachtet, so dass die einkalkulierten Kosten keine direkte Entsprechung in Zahlungen oder Aufwänden haben. Hinzu kommen kalkulatorische Kostenelemente wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Wagniskosten]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fixkosten und variable Kosten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fixkosten|variable Kosten|Deckungsbeitrag}}&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Grenzkosten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesamtkosten &amp;lt;math&amp;gt;K&amp;lt;/math&amp;gt; für eine Güterproduktion können als [[Kostenfunktion (Wirtschaft)|Kostenfunktion]] in Abhängigkeit von der Produktionsmenge dargestellt werden. Dabei wird ein konstanter Anteil &amp;lt;math&amp;gt;K_{fix}&amp;lt;/math&amp;gt; (Fixkosten) und ein von der Produktionsmenge &amp;lt;math&amp;gt;M&amp;lt;/math&amp;gt; abhängiger Kostenanteil &amp;lt;math&amp;gt;K_{var}&amp;lt;/math&amp;gt; (variable Kosten) unterschieden:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;K = K_{fix} + K_{var}(M)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Bezogen auf eine einzelne Produktionseinheit gilt entsprechend, dass sich die [[Stückkosten]] oder durchschnittlichen totalen Kosten (&amp;lt;math&amp;gt;k&amp;lt;/math&amp;gt;) aus durchschnittlichen Fixkosten (&amp;lt;math&amp;gt;k_{fix}&amp;lt;/math&amp;gt;) und durchschnittlichen variablen Kosten (&amp;lt;math&amp;gt;k_{var}&amp;lt;/math&amp;gt;) zusammensetzen: &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;k = k_{fix} + k_{var}&amp;lt;/math&amp;gt;,         mit &amp;lt;math&amp;gt;k_{fix} = \frac{K_{fix}} {M}&amp;lt;/math&amp;gt; und &amp;lt;math&amp;gt;k_{var} = \frac{K_{var}} {M}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fixkostenanteil einer Produktionseinheit sinkt also mit steigender Produktionsmenge. Ein verbreiteter Sonderfall ist, dass die variablen Kosten &amp;lt;math&amp;gt;K_{var}&amp;lt;/math&amp;gt; zur Produktionsmenge proportional und somit &amp;lt;math&amp;gt;k_{var}&amp;lt;/math&amp;gt; konstant ist. In diesem Fall sinken die Vollkosten pro Einheit mit steigender Menge. Hohe Fixkosten und konstante oder mit der Produktionsmenge sinkende variable Stückkosten &amp;lt;math&amp;gt;k_{var}&amp;lt;/math&amp;gt; sind die idealen Rahmenbedingungen für die [[Massenproduktion]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Unterschied zwischen Erlösen und variablen Kosten wird als [[Deckungsbeitrag]] bezeichnet. Es handelt sich also um den Betrag, der zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Unterscheidung in Fixkosten und variable Kosten hängt vom Betrachtungszeitraum ab. Bei genügend [[Lange Frist|langfristig]] gewähltem Betrachtungszeitraum sind alle Kosten variabel. Nicht immer ist die Zuordnung eindeutig möglich. Man spricht dann von quasi-fixen Kosten (etwa der [[Arbeitseinsatz]] mit gleichzeitig variablen und fixen Kostenanteilen: Lohnkosten, Kosten für Kantinen, sanitäre Einrichtungen etc.).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von grundlegender Bedeutung sind in der [[Mikroökonomie]] auch die [[Grenzkosten]], d.&amp;amp;nbsp;h. die Kosten einer zusätzlich produzierten Einheit. Sind die variablen Kosten zur Produktionsmenge proportional (&amp;lt;math&amp;gt;k_{var}&amp;lt;/math&amp;gt; konstant), dann entsprechen die Grenzkosten den variablen Kosten. Im Allgemeinen ergeben sind die Grenzkosten als [[Ableitung (Mathematik)|Ableitung]] der Kostenfunktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kosten- und Leistungsrechnung ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Kosten- und Leistungsrechnung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosten beeinflussen erheblich die [[Ertragslage]] und die Geschäftsentscheidungen von Unternehmen. Die Kosten- und Leistungsrechnung gibt dem Management die dafür nötigen Steuerungsinformationen und einen tieferen Einblick in die Profitabilität einzelner Geschäftstätigkeiten. Mit ihrer Hilfe wird das operative Geschäft anhand von Plan-, Soll- und Istdaten überwacht. Wesentliche Elemente einer solchen Rechnung sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Kostenträger]]: Produkte und Dienstleistungen oder Handelsgeschäfte, mit denen das Unternehmen Erlöse erwirtschaftet.&lt;br /&gt;
* [[Kostenstelle]]n: Bereiche oder [[Organisationseinheit]]en in Unternehmen, die durch ihre Beteiligung am [[Produktionsprozess]] Kosten verursachen. Kostenstellen dienen der Kostenkontrolle. Dafür wird einer Kostenstelle ein Kostenstellenverantwortlicher und oftmals ein Budget zugewiesen. Alle anfallenden Kosten müssen in einer Kostenstelle verbucht werden.&lt;br /&gt;
* [[Kostenart]]en: Kategorisierung von Kosten z.&amp;amp;nbsp;B. [[Personalkosten]], [[Lagerkosten]], [[Materialkosten]], [[Zinsaufwand]].&lt;br /&gt;
* [[Kostenträgerrechnung]]: Die verursachungsgerechte Zuweisung von Kosten zu einzelnen Kostenträgern des Unternehmens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Kostenträgerrechnung wird zwischen direkt einem [[Kostenträger]] zurechenbaren Kosten ([[Einzelkosten]]) und nicht direkt zurechenbaren Kosten ([[Gemeinkosten]]) unterschieden. Die Gemeinkosten werden über [[Umlage]]schlüssel auf die Kostenträger verteilt. Über eine [[Vollkostenrechnung]] werden den Kostenträgern zunächst ihre Erlöse und direkt zurechenbare variable Kosten zugewiesen (Deckungsbeitrag 1), dann immer indirekter mit dem Kostenträger verbundene Kosten zugeschlüsselt (höhere Deckungsbeiträge) bis alle Kosten zugeordnet sind und der Beitrag aller Kostenträger am Unternehmensergebnis sichtbar wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werden die Gesamtkosten durch die [[Umsatzerlös]]e gerade gedeckt, liegt [[Kostendeckung]] vor, mit der die [[Gewinnschwelle]] erreicht wird. Erst bei Überschreiten der Gewinnschwelle entsteht ein [[Gewinn]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unternehmen werden je nach vorherrschenden [[Kostenstruktur]]en als [[Personalintensität|personalintensiv]], [[Lagerintensität|lagerintensiv]], [[Fertigungsmaterial|materialintensiv]] oder [[Kapitalintensität|kapitalintensiv]] klassifiziert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klassifizierungen von Kosten ==&lt;br /&gt;
=== Kostenkategorien ===&lt;br /&gt;
[[Kostenkategorie]]n sind Kosten, die sich bezüglich bestimmter Einflussgrößen gleichartig verhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=61TNBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA236&amp;amp;dq=Kostenkategorien+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwivjqOXk_TuAhXKyaQKHeGvDDkQuwUwAXoECAQQBg#v=onepage&amp;amp;q=Kostenkategorien%20lexikon&amp;amp;f=false Peter Klaus/Winfried Krieger (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Logistik&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 236]&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Kriterium zur Bildung von Kostenkategorien wird hierbei das Verhalten der Kosten gegenüber wichtigen [[Kosteneinflussgröße]]n herausgestellt:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=LtvnBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA229&amp;amp;dq=Kostenkategorien+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwivjqOXk_TuAhXKyaQKHeGvDDkQuwUwAHoECAYQBg#v=onepage&amp;amp;q=Kostenkategorien%20lexikon&amp;amp;f=false Walther Busse von Colbe/Nils Crasselt/Bernhard Pellens (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon des Rechnungswesens&amp;#039;&amp;#039;, 2011, S. 229]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;padding:1em; vertical-align:top; border:2px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[Kosteneinflussgröße]] &lt;br /&gt;
! [[Kostenkategorie]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Abhängigkeit vom [[Beschäftigung (Kostenrechnung)#Beschäftigungsgrad|Beschäftigungsgrad]]&lt;br /&gt;
| [[fixe Kosten]] und [[sprungfixe Kosten]], [[variable Kosten]] und [[Mischkostenarten|Mischkosten]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Orientierung an der [[Beschäftigung (Kostenrechnung)|Beschäftigung]]&lt;br /&gt;
| [[Sollkosten]] und [[Istkosten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Zurechnung zum [[Kostenträger]]&lt;br /&gt;
| [[Einzelkosten]] und [[Gemeinkosten]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verrechnung auf Kostenträger &lt;br /&gt;
| [[Vollkosten]] und [[Teilkosten]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Produktionsfaktor]]en&lt;br /&gt;
| [[Primärkosten]] und [[Sekundärkosten]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Beziehung zur [[Gewinn- und Verlustrechnung]] &lt;br /&gt;
| [[Grundkosten]], [[Anderskosten]] und [[Zusatzkosten]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Liquidität]]swirksamkeit &lt;br /&gt;
| [[pagatorische Kosten]] und [[kalkulatorische Kosten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Entscheidung]]srelevanz&lt;br /&gt;
| [[entscheidungsrelevante Kosten]] und [[entscheidungsirrelevante Kosten]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Verrechnung auf [[Produktion]]smenge&lt;br /&gt;
| [[Gesamtkosten]] und [[Stückkosten]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Zeit]]faktor &lt;br /&gt;
| [[Plankosten]], [[Normalkosten]] und [[Istkosten]] &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Neue Institutionenökonomik]]&lt;br /&gt;
| [[Transaktionskosten]] bei der Durchführung täglicher [[Transaktion (Wirtschaft)|Transaktionen]];&amp;lt;br/&amp;gt; bei der Durchführung einmaliger Transaktionen können diese [[ex ante]]&amp;lt;br/&amp;gt; (Kosten des Vorlaufs) und [[ex post]] (Kosten für die Nachsorge) sein.&lt;br /&gt;
|} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kostenkategorien sind der Regel nicht überschneidungsfrei, sondern verschiedene Betrachtungsperspektiven auf ein und dieselbe Grundgesamtheit, nämlich den zu betrachtenden Kostenblock. Beispielsweise sind Einzelkosten häufig auch variabel und können Istkosten oder Plankosten sein. Das Kostenmanagement findet unter anderem in diesen Kostenkategorien Ansatzpunkte zur zielorientierten Beeinflussung der Kosten. Um die Gesamtkosten in einzelne Kostenarten aufgliedern zu können, ist eine [[Kostenauflösung]] erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der pagatorischen Kosten geht auf [[Helmut Koch (Betriebswirt)|Helmut Koch]] zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Koch, &amp;#039;&amp;#039;Zur Diskussion über den Kostenbegriff&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für handelswissenschaftliche Forschung]]&amp;#039;&amp;#039;, ({{ISSN|1619-6147}}) Neue Folge 10. Jg., 1958, S. 355–399&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Helmut Koch, &amp;#039;&amp;#039;Zur Frage des pagatorischen Kostenbegriffs&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Zeitschrift für Betriebswirtschaft]] (29), 1959, S. 8–17&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[entscheidungsrelevante Kosten|entscheidungsorientierte Kostenbegriff]] stammt von [[Paul Riebel (Betriebswirt)|Paul Riebel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Cu-zBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA427&amp;amp;dq=%E2%80%9Edie+durch+die+Entscheidung+%C3%BCber+das+betrachtete+Objekt+ausgel%C3%B6sten+zus%C3%A4tzlichen%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwj4govOhPTuAhUBC-wKHQaZBlAQuwUwAXoECAQQBw#v=onepage&amp;amp;q=%E2%80%9Edie%20durch%20die%20Entscheidung%20%C3%BCber%20das%20betrachtete%20Objekt%20ausgel%C3%B6sten%20zus%C3%A4tzlichen%22&amp;amp;f=false Paul Riebel, &amp;#039;&amp;#039;Einzelkosten- und Deckungsbeitragsrechnung&amp;#039;&amp;#039;, Springer Fachmedien Wiesbaden, 1982, S. 427]&amp;lt;/ref&amp;gt; Entscheidungsorientierte Kosten werden untersucht, um [[Alternative|Handlungsalternativen]] zu bewerten, deren Realisierung diese Kosten auslösen würde. Sie gehen insbesondere in eine [[Investitionsrechnung]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kostenarten ===&lt;br /&gt;
In der betriebswirtschaftlichen Kosten- und Leistungsrechnung werden unterschiedliche Kostenarten unterschieden. Häufig sind spezifischen Kostenbegriffe mit einem bestimmten [[Wirtschaftszweig]] verbunden. Im [[Bankwesen]] kennt man beispielsweise die [[Bankkalkulation#Betriebs- und Wertsphäre|Betriebs- und Wertkosten]], Betriebskosten gibt es allgemein in der [[Betriebskosten (Betriebswirtschaftslehre)|Betriebswirtschaftslehre]] oder speziell im [[Betriebskosten (Immobilien)|Immobilienwesen]]. Ferner gibt es unter anderem [[Agenturkosten]], [[Anpassungskosten]], [[Anwaltskosten]], [[Arbeitskosten]], [[Autonomiekosten]], [[Baukosten]], [[Betriebsmittelkosten]], [[Bürokratiekosten]], [[Bezugskosten]], [[Dienstleistungskosten]], [[Energiekosten]], [[Fahrtkosten]], [[Faktorkosten]], [[Fehlerkosten]], [[Fehlerfolgekosten]], [[Fehlmengenkosten]], [[Fertigungskosten]], [[Finanzierungskosten]], [[Forschungs- und Entwicklungskosten]], [[Geldbeschaffungskosten]], [[Gerichtskosten]], [[Handlungskosten]], [[Informationskosten]], [[Istkosten]], [[Kapitalkosten]], [[Konfliktkosten]], [[Kostensteuern]], [[Lebenshaltungskosten]], [[Leerkosten]], [[Lohnkosten]], [[Materialkosten]], [[Nebenkosten]], [[Normalkosten]], [[Notarkosten]], [[Nutzkosten]], [[Opportunitätskosten]], [[Primärkosten]],  [[Prozesskostenrechnung|Prozesskosten]], [[Qualitätskosten]], [[Raumkosten]], [[Refinanzierungskosten]], [[Reisekosten]], [[Reproduktionskosten]], [[Risikokosten]], [[Sachkosten]], [[Sekundärkosten]], [[Selbstkosten]], [[Sollkosten]], [[Sozialkosten]], [[Standardkosten]], [[Transaktionskosten]], [[Transportkosten]], [[Umweltkosten]], [[Unfallkosten]], [[Versandkosten]], [[versunkene Kosten]], [[Verwaltungskosten]], [[Wechselkosten]] oder [[Werbekosten]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kosten in der Volkswirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kostenfunktion.png|mini|Kostenfunktion graphisch]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Begriff [[Faktorkosten]] werden in der [[Volkswirtschaftslehre]] auf dem [[Faktormarkt]] jene Kosten bezeichnet, welche durch die [[Nachfrage]]r nach [[Produktionsfaktor#Produktionsfaktoren in der Volkswirtschaftslehre|Produktionsfaktoren]] zu tragen sind. Die volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren [[Arbeit (Volkswirtschaftslehre)|Arbeit]], [[Boden (Produktionsfaktor)|Boden]], [[Kapital]] und [[Unternehmer]]leistung haben wegen ihrer [[Knappheit]] einen [[Preis (Wirtschaft)|Preis]], der entsprechend [[Arbeitslohn]], [[Bodenrente]] ([[Immobiliarmiete|Miete]] oder [[Pachtvertrag (Deutschland)|Pacht]]), [[Zins]] und [[Unternehmerlohn]] genannt wird. Diese Preise stellen Faktorkosten für diejenigen [[Marktteilnehmer]] dar, die Produktionsfaktoren nachfragen. Diese Preise fließen korrespondierend als &amp;#039;&amp;#039;[[Faktoreinkommen]]&amp;#039;&amp;#039; an diejenigen [[Wirtschaftssubjekt]]e, die sich durch den Einsatz von Produktionsfaktoren an der Entstehung des [[Bruttosozialprodukt]]es beteiligt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=8N3RBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA135&amp;amp;dq=energiemarkt+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwio8aXzkY_mAhUBGewKHc5aCB8Q6AEIUjAF#v=onepage&amp;amp;q=energiemarkt%20lexikon&amp;amp;f=false Michael Olsson/Dirk Piekenbrock, &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Umwelt- und Wirtschaftspolitik&amp;#039;&amp;#039;, 1998, S. 135]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Faktoreinkommen setzt sich entsprechend aus [[Arbeitseinkommen]], [[Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung (Deutschland)|Miet-/Pachtzinseinkommen]], [[Kapitalertrag|Kapitalerträgen]] und [[Gewinn]]en zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kosten bezeichnen in der Regel den mit [[Marktpreis]]en bewerteten Einsatz von Produktionsfaktoren bei der Herstellung von Gütern und Dienstleistungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Soziale Kosten]] als Sonderfall [[externer Effekt]]e werden die unkompensierten Auswirkungen ökonomischer [[Entscheidung]]en auf Unbeteiligte, also Auswirkungen, für die niemand bezahlt oder einen Ausgleich erhält, genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[N. Gregory Mankiw]], &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, 2004, S. 221–227&amp;lt;/ref&amp;gt; Beispielsweise wird durch das Angebot eines [[Niedrigpreispolitik|Billiganbieters]] der Gewinn konkurrierender Unternehmen geschmälert. Externe Effekte sind oftmals positiv. Zum Beispiel kann durch die Ansiedlung eines Unternehmens eine ganze Stadt einen Aufschwung nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Versunkene Kosten]] nennt man Kosten, die getragen werden müssen und durch künftige Entscheidungen nicht mehr beeinflusst werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=uDxZN_eck0IC&amp;amp;pg=PA300&amp;amp;dq=%22Versunkene+Kosten%22&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwju8PLTpvTuAhUpDmMBHRLvArUQuwUwA3oECAIQCA#v=onepage&amp;amp;q=%22Versunkene%20Kosten%22&amp;amp;f=false Robert S. Pindyck/Daniel L. Rubinfeld, &amp;#039;&amp;#039;Mikroökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 300]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hierzu gehören beispielsweise Kosten des [[Markteintritt]]s und [[Marktaustritt]]s von [[Marktteilnehmer]]n&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=xfTNBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA727&amp;amp;dq=Versunkene+Kosten+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwjXha7rmvTuAhWJHhQKHWB8CfMQuwUwAHoECAUQBg#v=onepage&amp;amp;q=Versunkene%20Kosten%20lexikon&amp;amp;f=false Verlag Dr. Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Volkswirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 727]&amp;lt;/ref&amp;gt; oder [[Fehlinvestition]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtsfragen ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Kostenarten sind auch [[Rechtsbegriff]]e, die sich aus {{§|275|hgb|juris}} [[Handelsgesetzbuch|HGB]] ergeben. Beim [[Gesamtkostenverfahren]] sind in der [[Gewinn- und Verlustrechnung]] nach § 275 Abs. 2 HGB [[Materialkosten|Material-]], [[Personalkosten]], [[Abschreibung]]en und [[Zinsaufwand]] gesondert auszuweisen. Gemäß § 275 Abs. 3 HGB sind beim [[Umsatzkostenverfahren]] zusätzlich [[Vertriebskosten]] und allgemeine [[Verwaltungskosten]] aufzuführen. Weitere Rechtsbegriffe sind die [[Anschaffungskosten]] und die [[Herstellungskosten]] des {{§|255|hgb|juris}} Abs. 2 HGB mit [[bilanzrecht]]lichen [[Legaldefinition]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[EDA-Kosten]]&lt;br /&gt;
* [[Kostenvorteil]]&lt;br /&gt;
* [[Komparativer Kostenvorteil]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur/Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|Kosten|TYP=Literatur über}}&lt;br /&gt;
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