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	<title>Korkton - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Korkton&amp;diff=163354&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2026-01-30T23:07:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Korkton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Korkgeschmack&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Korkschmecker&amp;#039;&amp;#039;, kurz &amp;#039;&amp;#039;Kork&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;Stoppler&amp;#039;&amp;#039; im Österreichischen oder &amp;#039;&amp;#039;Zapfen&amp;#039;&amp;#039; im Schweizerischen, bezeichnet in der [[Weinsprache]] einen [[Olfaktorische Wahrnehmung|Geruchs]]- und [[Gustatorische Wahrnehmung|Geschmacks]]fehler von [[Wein]], der meist auf den Verschluss der Weinflasche, den [[Korken]], zurückgeht. Dieser extern eingetragene [[Weinfehler]] wird individuell unterschiedlich wahrgenommen und führt zu Geruchs- und Geschmacksnoten, die die Aromatik des Weins verändern und seinen [[Geschmack (Sinneseindruck)|Geschmack]] beeinträchtigen oder zerstören können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ed110f&amp;quot;&amp;gt;Eva Derndorfer: &amp;#039;&amp;#039;Weinsensorik. Von der Wissenschaft zur Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Österreichischer Agrarverlag, Wien 2009, ISBN 978-3-7040-2348-3, S.&amp;amp;nbsp;110&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:2,4,6-tricholoranisole structure.png|mini|hochkant|Strukturformel von 2,4,6-Trichloranisol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Häufigste Ursache des Korktons ist das Auftreten eines [[Phenol]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;&amp;lt;/nowiki&amp;gt;derivates, des [[2,4,6-Trichloranisol]]s (TCA).&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Tanner, Carla Zanier: &amp;#039;&amp;#039;Erfahrungen mit Flaschenverschlüssen aus Naturkorken.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Weinwirtschaft.&amp;#039;&amp;#039; 114, 1978, {{ISSN|0723-1369}}, S.&amp;amp;nbsp;608–613.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das jeweils  wahrgenommene Geruchserlebnis liegt oft nicht allein an dem durch Trichloranisol selbst ausgelösten Geruch, sondern daneben auch an der nachlassenden [[Olfaktorische Wahrnehmung|olfaktorischen Wahrnehmung]] anderer Aromen. Denn TCA kann die Bildung olfaktorischer Signale in den [[Geruchssinneszelle]]n (Riechzellen) schon in sehr niedrigen Konzentrationen stören, wodurch ein Riechen auch anderer Gerüche vermindert oder vorübergehend unterdrückt wird. Dann ist nur mehr ein abgeflachtes und verändertes Profil wahrnehmbar, dem manche Geruchsnoten fehlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://derstandard.at/1379291039675/Korkender-Wein-unterdrueckt-Geruchssinn?_blogGroup=1 | titel=Korkender Wein unterdrückt Geruchssinn | autor= | hrsg=Der Standard | datum=2013-09-16 | zugriff=2013-09-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=http://www.pnas.org/content/early/2013/09/12/1300764110 | titel=2,4,6-Trichloroanisole is a potent suppressor of olfactory signal transduction | autor=Hiroko Takeuchia, Hiroyuki Katoc and Takashi Kurahashia | hrsg=PNAS | datum=2013-08-15 | zugriff=2013-09-19 | sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen von Trichloranisol wurde lange Zeit auf das [[Bleichen]] der ausgestanzten Rohkorken mit hypochlorigen Verbindungen, z.&amp;amp;nbsp;B. [[Kaliumhypochlorit]] oder [[Javelwasser]], zurückgeführt. Mittlerweile werden die Korken überwiegend hypochloritfrei mit [[Wasserstoffperoxid]] gebleicht, ohne dass die Häufigkeit des Auftretens des Korktons sich wesentlich reduziert hätte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bildung des 2,4,6-Trichloranisols kann schon am Baum stattfinden und auf verschiedene Ursachen zurückgehen. Eine mögliche Ursache sind Buschfeuer, die im Süden der [[Iberische Halbinsel|iberischen Halbinsel]], wo die meisten [[Korkeiche]]n wachsen, relativ häufig vorkommen, und die in der Korkrinde zur Bildung von [[2,4,6-Trichlorphenol]] führen können. 2,4,6-Trichlorphenol ist für viele Organismen bei entsprechend hoher Konzentration toxisch und kann von Mikroorganismen durch [[Methylierung]] in das weniger toxische und leichter flüchtige 2,4,6-Trichloranisol überführt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersucht wurde darüber hinaus die Umwandlung von [[Chlorphenole|chlorphenolhaltigen]] [[Fungizid]]en, insbesondere des früher häufig in [[Holzschutzmittel]]n eingesetzten [[Pentachlorphenol]]s, beim biologischen Abbau durch Mikroorganismen. Das hochtoxische 2,3,4,5,6-Pentachlorphenol (PCP) wird über 2,4,6-Trichlorphenol (TCP) als Zwischenprodukt ebenfalls zu 2,4,6-Trichloranisol (TCA) umgesetzt. Daher dient das [[EU]]-weite Verbot von [[Pflanzenschutzmittel]]n in Korkeichenwäldern auch zur Vermeidung von TCA in Lebensmitteln. Weiterhin wurde in der BRD mit der Pentachlorphenol-Verbotsverordnung ab 1989 unter anderem das Inverkehrbringen von Erzeugnissen mit einem Gehalt von mehr als 5&amp;amp;nbsp;mg/kg PCP untersagt. Bezogen auf die Masse eines üblichen 20&amp;amp;nbsp;mm dicken, 4&amp;amp;nbsp;cm kurzen und gut 6&amp;amp;nbsp;g wiegenden [[Korken]]s aus Naturkork würde dies erst einer Belastung von mehr als 0,03&amp;amp;nbsp;mg PCP entsprechen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
TCA kann allerdings auch auf anderen Wegen gebildet und dann nicht nur von Kork transportiert werden. So wurde TCA ebenfalls in [[Kaffee]], [[Bier]], [[Mineralwasser]] und anderen Genuss- und Lebensmitteln nachgewiesen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ed110f&amp;quot; /&amp;gt; Auch mit TCA verunreinigte Kunststoffverschlüsse, Teppichböden, Filtrationsmittel und andere Produkte wurden identifiziert. Sogar in [[Grundwasser]] wurden schon Belastungen durch TCA als Folge einer [[Umweltverschmutzung]] festgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Verschließen der Weinflasche mit einem Korken, der eine signifikante Menge TCA enthält, wandert ein Teil des TCA innerhalb relativ kurzer Zeit (wenige Stunden bis 14&amp;amp;nbsp;Tage) in den Wein. TCA besitzt einen sehr niedrigen [[Geruchsschwellenwert]] von etwa 2&amp;amp;nbsp;[[Pikogramm|pg]] (=&amp;amp;nbsp;2·10&amp;lt;sup&amp;gt;−12&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;g) pro Liter Luft&amp;lt;ref&amp;gt;So beispielsweise ein von der „Arbeitsgemeinschaft ökologischer Forschungsinstitute e.&amp;amp;nbsp;V. (AGÖF)“ veröffentlichtes Studienergebnis (Artikel des Arguk-Umweltlabors, Oberursel/Ts, in [http://www.agoef.de/schadstoffe/chemische-schadstoffe/chloranisole.html Übersicht]), abgerufen am 14.&amp;amp;nbsp;Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; und ist für geübte Weinprüfer, aber auch für Konsumenten bereits ab einer Konzentration von 1–3&amp;amp;nbsp;ng/l (milliardstel Gramm pro Liter) in Weißweinen und ab 5&amp;amp;nbsp;ng/l in Rotweinen wahrnehmbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ed110f&amp;quot; /&amp;gt; Bei Kaffee hingegen werden Mengen von über 10&amp;amp;nbsp;ng/l oft kaum wahrgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben kann eine Reihe weiterer Stoffe für einen als Korkton bezeichneten Geruch verantwortlich sein (z.&amp;amp;nbsp;B. [[1-Octen-3-ol]]).&amp;lt;ref&amp;gt;O. Ezquerro, M. T. Tena: &amp;#039;&amp;#039;Determination of odour-causing volatile organic compounds in cork stoppers by multiple headspace solid-phase microextraction.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of chromatography. A.&amp;#039;&amp;#039; 1068, 2, 2005, {{ISSN|0021-9673}}, S.&amp;amp;nbsp;201–208, PMID 15830925.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beschreibung der Fehltöne reicht von holzig bis muffig. [[Bromphenole]] beispielsweise sind sensorisch kaum von TCA zu unterscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alkohol und niedrige Temperatur können Weinmängel kaschieren. Wenn Zweifel bestehen, ob ein Korkton vorliegt, soll man den Wein mit Wasser verdünnen, notfalls auch leicht erwärmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,687815,00.html Spiegel Online: Chemische Altlasten ruinieren edle Tropfen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4328973-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Önologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kork]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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