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	<title>Koptische Sprache - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Koptische_Sprache&amp;diff=45774&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Muck: /* Literatur */</title>
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		<updated>2026-02-01T01:27:42Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Sprache&lt;br /&gt;
|Sprache = Koptisch&amp;lt;br /&amp;gt;({{lang|cop|ϯⲙⲉⲧⲣⲉⲙⲛ̀ⲭⲏⲙⲓ|timetremǹnkhēmi}})&lt;br /&gt;
|Sprecher = etwa 300 (wiederbelebte Form als Zweitsprache)&amp;lt;ref&amp;gt;Cambridge Library Collection Blog: [https://cambridgelibrarycollection.wordpress.com/2011/01/24/coptic-%E2%80%93-living-or-dead/ &amp;#039;&amp;#039;Coptic – Living or Dead?&amp;#039;&amp;#039;.] cambridgelibrarycollection.wordpress.com, 24. Januar 2011; abgerufen am 8. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Länder = [[Ägypten]]&lt;br /&gt;
|Klassifikation =&lt;br /&gt;
* [[Afroasiatische Sprachen]]&lt;br /&gt;
** [[Ägyptische Sprache|Ägyptisch]]&lt;br /&gt;
|KSprache =Koptisch&lt;br /&gt;
|ISO1 =-&lt;br /&gt;
|ISO2 =cop&lt;br /&gt;
|ISO3 =cop&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;koptische Sprache&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (aus {{arS|قبطي&amp;amp;lrm;|d=qibṭī, qubṭī|w=qibtī, qubtī}}, aus koptisch &amp;#039;&amp;#039;kypt(a)ios&amp;#039;&amp;#039;, neben &amp;#039;&amp;#039;gyptios&amp;#039;&amp;#039;, aus {{grcS|Αἰγύπτιος}} „Ägypter“, aus [[Mykenisches Griechisch|mykenisch]] &amp;#039;&amp;#039;a-ku-pi-ti-jo&amp;#039;&amp;#039; /ai̯ɡuptijos/) oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Koptisch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die jüngste Form des [[Ägyptische Sprache|Ägyptischen]], eines eigenständigen Zweiges der [[Afroasiatische Sprachen|afroasiatischen Sprachfamilie]]. Sie war vom 3. bis etwa zum 19. Jahrhundert als gesprochene Sprache in Gebrauch und ist als [[Erstsprache]] [[Sprachtod|ausgestorben]]; die Hauptsprache des heutigen Ägyptens ist [[Ägyptisch-Arabisch]]. Bei religiösen Anlässen wird Koptisch bis heute von [[Kopten|koptischen Christen]] verwendet ([[Sakralsprache|Liturgiesprache]]). Gegenwärtig wird es von etwa 300 Menschen innerhalb und außerhalb Ägyptens als [[Zweitsprache]] in einer wiederbelebten Form gesprochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.christian-egypt.com/CopticLanguage.htm | wayback=20160304043201 | text=&amp;#039;&amp;#039;Coptic Language&amp;#039;&amp;#039;.}} (Coptic language speaking families) Auf: &amp;#039;&amp;#039;christian-egypt.com&amp;#039;&amp;#039; von 2003; abgerufen am 9. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv | url=http://www.copticassembly.org/showart.php?main_id=838 | wayback=20160303202426 | text=Exclusive: An interview with the only egyptian family that still speaks the coptic language inside Egypt}}.&amp;#039;&amp;#039; Auf: &amp;#039;&amp;#039;copticassembly.org&amp;#039;&amp;#039; von 2006; abgerufen am 8. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Boulos Ayad Ayad: [http://www.coptic.org/language/boulosayad.htm &amp;#039;&amp;#039;The history and literature of the ancient egyptian and coptic languages&amp;#039;&amp;#039;.] Auf: &amp;#039;&amp;#039;coptic.org&amp;#039;&amp;#039;; abgerufen am 9. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Jeffrey Bartholet: [http://europe.newsweek.com/sounds-silence-160761?rm=eu &amp;#039;&amp;#039;The Sounds of Silence&amp;#039;&amp;#039;.] Auf: &amp;#039;&amp;#039;europe.newsweek.com&amp;#039;&amp;#039; vom 19. Juni 2000; abgerufen am 9. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://anthro-ling.blogspot.com/2009/11/will-coptic-language-rise-again-portion.html Will the Coptic language rise again?]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Bis zur Entzifferung der [[Ägyptische Hieroglyphen|ägyptischen Hieroglyphen]], die ohne die Kenntnis des Koptischen nicht möglich gewesen wäre, war das Koptische die einzige bekannte ägyptische Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Koptische besitzt eine [[Synthetischer Sprachbau|synthetische]] und teilweise [[Isolierender Sprachbau|isolierende]] [[Morphologie (Sprache)|Morphologie]]; die Wortstellung ist [[Subjekt-Verb-Objekt]], in [[Nominalphrase]]n steht der [[Kopf (Grammatik)|Kopf]] voran. Es gibt [[Präposition]]en. [[Substantiv]]e werden nach [[Numerus]] und [[Genus]] [[Flexion|flektiert]]; [[Verb]]en werden nach [[Tempus]], [[Aspekt (Linguistik)|Aspekt]], [[Aktionsart]], [[Modus (Grammatik)|Modus]] und der Opposition [[Affirmation|Affirmativ]] – [[Negation (Grammatik)|Negativ]] flektiert. Der Wortschatz weist einen starken griechischen Einfluss auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte und sprachgeschichtliche Stellung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Coptic.jpg|mini|Koptische Inschrift, etwa 3.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert n.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Koptische ist die letzte Entwicklungsstufe der ägyptischen Sprache, nach [[Frühägyptische Sprache|Früh]]-, [[Altägyptische Sprache|Alt]]-, [[Mittelägyptische Sprache|Mittel]]- und [[Neuägyptische Sprache|Neuägyptisch]] und [[Demotische Sprache|Demotisch]]. Das Ägyptische bildet einen eigenen Zweig der [[Afroasiatische Sprachen|afroasiatischen Sprachfamilie]], neben den [[Semitische Sprachen|semitischen]], [[Berbersprachen|berberischen]], [[Kuschitische Sprachen|kuschitischen]], [[Omotische Sprachen|omotischen]] und [[Tschadische Sprachen|tschadischen]] Sprachen, die im Nahen Osten und im nördlichen Afrika gesprochen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Koptische stellt die direkte Fortsetzung des Demotischen dar, wie die ägyptische Sprache ab etwa 700 v. Chr. bezeichnet wird. Es weist gegenüber dem Demotischen einige Innovationen auf, die eine Abgrenzung beider Entwicklungsstufen rechtfertigen; schon auf den ersten Blick ist sicherlich die Verwendung zahlreicher griechischer Buchstaben der auffälligste Unterschied zum Demotischen. Die ältesten koptischen Texte stammen etwa aus der Zeit um 100 n. Chr. und wurden bereits in einer von dem [[griechisches Alphabet|griechischen Alphabet]] abgeleiteten Schrift geschrieben; sie werden zusammenfassend als &amp;#039;&amp;#039;altkoptisch&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Die Menge der überlieferten altkoptischen Texte ist sehr gering, das späte Demotisch diente zunächst weiterhin als geschriebene Sprache, obwohl es nicht mehr der gesprochenen Sprache entsprach. Als geschriebene Sprache setzte sich das Koptische erst im Zusammenhang mit der [[Christianisierung]] Ägyptens etwa im 4. Jahrhundert durch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koptisch blieb auch nach der arabischen Eroberung noch einige Jahrhunderte lang Alltagssprache Ägyptens, wurde aber zwischen dem 10. und dem 13. Jahrhundert aufgrund der [[Arabische Sprache|Arabisierung]] weitgehend verdrängt und starb als [[Vernakularsprache|Alltagssprache]] im 17. Jahrhundert fast überall aus. In [[Oberägypten]] blieb es vereinzelt und begrenzt bis ins 19. Jahrhundert erhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;Werner Vycichl: &amp;#039;&amp;#039;Pi-Solsel, ein Dorf mit koptischer Überlieferung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen des Deutschen Archäologischen Instituts, Abteilung Kairo.&amp;#039;&amp;#039; (MDAIK) Band 6, 1936, S. 169–175.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Koptische war dabei nie offizielle Verwaltungssprache in Ägypten. Seit der Eroberung durch [[Alexander der Große|Alexander den Großen]] war dies in [[Hellenismus|hellenistischer]] und [[Ägypten in griechisch-römischer Zeit|römischer Zeit]] Griechisch, anschließend seit der islamischen Eroberung Arabisch. Koptisch wurde meist im privaten und christlich-[[Liturgie|liturgischen]] Bereich gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Koptisch wird bis heute im [[Koptischer Ritus|Gottesdienst]] der [[Kopten|koptischen Christen]] als [[Sakralsprache]] verwendet. In den letzten Jahrzehnten erfreut sich die Sprache unter jungen Kopten wieder zunehmender Beliebtheit als Zeichen ihrer besonderen [[Identität]] innerhalb der ägyptischen Gesellschaft, so dass heute wieder mehr Kopten zumindest rudimentäre Kenntnisse der Sprache haben. Im Alltag sprechen sie allerdings weiterhin Arabisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Tradition des Koptischen als Form des Ägyptischen bis in die Neuzeit wurde die Erschließung älterer Entwicklungsstufen des Ägyptischen überhaupt erst ermöglicht, da sich wesentliche Teile von Lexikon und Morphologie älterer Formen im Koptischen erhalten haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dialekte und Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Das Koptische war von Anfang an in verschiedene [[Dialekt]]e gegliedert, von denen die meisten nur regionale Bedeutung besaßen. Die bedeutendsten Dialekte waren das Sahidische und das Bohairische. In der heutigen [[Koptologie]] gilt das Sahidische als Koptisch schlechthin, da es eine besonders regelmäßige [[Orthographie]] aufweist und daher von Anfängern leichter erlernt werden kann. Von etwa 700 bis 1300 n. Chr. hatte jedoch das Bohairische den Status des „klassischen“ Koptisch inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Dialekte des Koptischen sind die folgenden:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
! Gebräuchliche&amp;lt;br /&amp;gt; Abkürzung&lt;br /&gt;
! Ursprüngliches&amp;lt;br /&amp;gt; Verbreitungsgebiet&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Sahidisch]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| S || Oberägypten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bohairisch]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| B || Westliches Nildelta&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Fayyumische Sprache|Fayyumisch]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| F || [[Madinat al-Fayyum|Fayyum]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Achmimisch]] ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| A || Oberägypten in der Gegend von [[Theben (Ägypten)|Theben]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Lykopolitanisch]]/[[Subachmimisch]]&amp;amp;nbsp; ||style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;| L/A&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt; || Oberägypten bei [[Asyut|Assiut]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Von diesen Dialekten sind größere Textmengen überliefert. Sie dienten in der Antike zumindest zeitweise auch zur überregionalen [[Kommunikation]]. Daneben gibt es aber eine Menge regional und zeitlich begrenzte Dialekte, von denen nur kleine Bruchstücke – Papyri(-reste) u.&amp;amp;nbsp;a. – überliefert sind. Außerhalb Ägyptens diente das Koptische auch im christlichen [[Nubien]] als Schriftsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schrift ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Koptische Schrift}}&lt;br /&gt;
Das Koptische wird in einer – je nach Dialekt – etwa dreißig Zeichen umfassenden Schrift geschrieben. Der größte Teil des koptischen Alphabets ist aus dem griechischen Alphabet abgeleitet, einige Zeichen gehen auf die [[demotische Schrift]] zurück. Im Gegensatz zu den zuvor für die Verschriftlichung des Ägyptischen angewandten Systemen, den [[Ägyptische Hieroglyphen|Hieroglyphen]], der [[Hieratische Schrift|hieratischen Schrift]] und dem Demotischen, ist die koptische Schrift eine [[Lautschrift]], die [[Vokal]]e und [[Konsonant]]en gleichermaßen berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Regel stellt ein Buchstabe der koptischen Schrift ein [[Phonem]] dar. Es gibt jedoch einige Ausnahmen:&lt;br /&gt;
* {{lang|cop|ⲑ}} &amp;#039;&amp;#039;th&amp;#039;&amp;#039;, {{lang|cop|ⲫ}} &amp;#039;&amp;#039;ph&amp;#039;&amp;#039;, {{lang|cop|ⲭ}} &amp;#039;&amp;#039;kh&amp;#039;&amp;#039;, {{lang|cop|ⲝ}} &amp;#039;&amp;#039;ks&amp;#039;&amp;#039;, {{lang|cop|ⲯ}} &amp;#039;&amp;#039;ps&amp;#039;&amp;#039; und {{lang|cop|ϯ}} &amp;#039;&amp;#039;ti&amp;#039;&amp;#039; sind in den meisten Dialekten Monographen, die jeweils eine Folge zweier Phoneme repräsentieren.&lt;br /&gt;
* Umgekehrt kann /y/ [[plene]] als {{lang|cop|ⲉⲓ}} und /w/ als {{lang|cop|ⲟⲩ}} geschrieben werden.&lt;br /&gt;
* Zum Phonem /ʔ/ gibt es keinen korrespondierenden Buchstaben. Es wird allerdings regelhaft durch Doppelschreibung von Vokalen angedeutet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Struktur ==&lt;br /&gt;
Die folgenden Kapitel geben einen allgemeinen Überblick über Grundstrukturen der koptischen Grammatik. Das grammatische System folgt insbesondere der Darstellung von Layton 2000. Zu einer detaillierten Übersicht über die Grammatik des Sahidischen siehe den Artikel &amp;#039;&amp;#039;[[Sahidisch]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Phonologie ===&lt;br /&gt;
Die koptischen Dialekte besitzen etwas mehr als zwanzig Phoneme. Fünf von ihnen, nämlich /a/, /e/, /eː/, /o/, /oː/, können nur [[Syllabizität|silbisch]] auftreten, die restlichen stehen sowohl silbisch als auch nicht-silbisch. So tritt /n/ in der Silbe /mn/ [mn̥] silbisch, in /men/ [men] dagegen [[nichtsilbisch]] auf. Von diesen Phonemen sind nur sieben [[Stimmhaftigkeit|stimmhaft]] (/b/ [β], /y/, /l/, /m/, /n/, /r/, /w/), weitere stimmhafte Phoneme (/g/, /d/, /z/) kommen nur in griechischen Lehnwörtern vor; in ursprünglich koptischen Wörtern markieren die entsprechenden Schriftzeichen keine eigenen Phoneme, sondern [[Allophon]]e der stimmlosen Entsprechungen. In allen Dialekten finden sich fünf [[plosiv]]e Phoneme /k/, /p/, /t/, /kʲ/, /ʔ/, eine [[Affrikate]] /t͡ʃ/ und einige [[Frikativ]]e, unter denen sich mindestens /s/, /ʃ/, /f/, /h/ befinden; /ḫ/ (graphisch {{lang|cop|ϧ}}, {{lang|cop|ⳉ}}, {{lang|cop|Ϧ}}) kommt in bestimmten Dialekten vor. Im Bohairischen besitzen /p/, /k/, /t/ [[Aspiration (Phonetik)|aspirierte]] Allophone. Sehr auffällig ist auch die fast vollständige Aufgabe des Phonems /r/ im Fayyumischen, das dort stattdessen als /l/ erscheint.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in diesem Artikel verwendete Umschrift des Koptischen unterscheidet die [[Schriftzeichen|Grapheme]] der koptischen Schrift ohne Rücksicht auf [[Allograph]]en. Entsprechend werden beispielsweise sowohl {{lang|cop|ⲧⲓ}} als auch {{lang|cop|ϯ}} als &amp;#039;&amp;#039;ti&amp;#039;&amp;#039; wiedergegeben. Dagegen werden Allophone, soweit sie von der koptischen Schrift unterschieden werden, getrennt; folglich wird hier /noː/ [nu] als &amp;#039;&amp;#039;nu&amp;#039;&amp;#039; umschrieben. Darüber hinaus werden die silbischen und nicht-silbischen Allophone von /y/ und /w/ unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nominalphrasen ===&lt;br /&gt;
==== Morphologische Kategorien des koptischen Nomens ====&lt;br /&gt;
Das koptische [[Nomen|Nominalsystem]] besitzt die [[Genus|Genera]] Maskulinum und Femininum sowie die [[Numerus|Numeri]] Singular und Plural. Im Gegensatz zu früheren Formen des Ägyptischen werden diese Kategorien im Koptischen nicht mehr am Nomen selbst markiert. Dafür verfügt das Koptische über eine eigene Kategorie der [[Definitheit (Linguistik)|Determination]] bzw. Indetermination, die hauptsächlich durch verschiedene [[Artikel (Wortart)|Artikel]] und [[Demonstrativpronomen|Demonstrativpronomina]] markiert wird, die nach [[Genus]] und [[Numerus]] [[Flexion|flektiert]] werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Determination und Indetermination ====&lt;br /&gt;
[[Indetermination]] wird durch den unbestimmten Artikel (Singular &amp;#039;&amp;#039;w-&amp;#039;&amp;#039;, Plural &amp;#039;&amp;#039;hen-&amp;#039;&amp;#039;) oder eine Reihe von teils adjektivischen, teils substantivischen [[Indefinitpronomen|Indefinitpronomina]] angezeigt. Zur Markierung determinierter [[Nominalphrase]]n dient eine Gruppe formal nah verwandter Morpheme, denen die Elemente &amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039; (Maskulinum Singular), &amp;#039;&amp;#039;t&amp;#039;&amp;#039; (Femininum Singular) und &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; (Plural) gemeinsam sind. Es handelt sich im Einzelnen um folgende Formen, die meist vor dem Kern der Nominalphrase stehen (die aspirierten Allophone des Bohairischen werden nicht berücksichtigt; die Beispiele sind – soweit nicht anders angegeben – sahidisch):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
! Form&lt;br /&gt;
! Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| bestimmter Artikel&lt;br /&gt;
| p(e), t(e), n(e)/nen&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;te-rompe&amp;#039;&amp;#039; „das Jahr“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| bestimmter Artikel&amp;lt;br /&amp;gt;(Langform;&amp;lt;br /&amp;gt;nur dialektal)&lt;br /&gt;
| pi, ti, ni&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;pi-rōmi&amp;#039;&amp;#039; „der Mensch“ (Bohairisch)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Demonstrativartikel (Nähe)&lt;br /&gt;
| pei, tei, nei&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;pei-rōme&amp;#039;&amp;#039; „dieser Mensch“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Demonstrativartikel (Ferne)&lt;br /&gt;
| p, t, n + Sahidisch etmmaw, Bohairisch etemmaw,&amp;lt;br /&amp;gt;Achmimisch etmmo, Subachmimisch, Fayyumisch etmmew&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;t-polis etmmaw&amp;#039;&amp;#039; „jene Stadt“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Demonstrativartikel (Ferne + emotionale Distanz)&lt;br /&gt;
| pi, ti, ni&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;ni-rōme&amp;#039;&amp;#039; „diese Menschen da“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Possessivartikel&lt;br /&gt;
| p(e)=, t(e)=, n(e)= + pronominaler [[Alienabilität|Possessor]]&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;te-f-sōne&amp;#039;&amp;#039; „seine Schwester“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Determinierte Nominalphrasen, die nicht nominal, sondern pronominal sind, werden mit den folgenden Morphemen gebildet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bezeichnung&lt;br /&gt;
! Form&lt;br /&gt;
! Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Possessivpräfix&lt;br /&gt;
| pa, ta, na + nominaler Possessor&lt;br /&gt;
| pa-p-yōt „derjenige des Vaters“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Demonstrativpronomen (Nähe)&lt;br /&gt;
| pai, tai, nai&lt;br /&gt;
| tai „diese“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Demonstrativpronomen (Ferne)&lt;br /&gt;
| p, t, n + Sahidisch etmmaw, Bohairisch etemmaw,&amp;lt;br /&amp;gt;Achmimisch etmmo, Subachmimisch, Fayyumisch etmmew&lt;br /&gt;
| netmmaw „jene“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Demonstrativpronomen (Ferne + emotionale Distanz)&lt;br /&gt;
| pē, tē, nē&lt;br /&gt;
| pē „der da“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Possessivpronomen&lt;br /&gt;
| pō=, tō=, nu=&lt;br /&gt;
| pō=s „der Ihrige“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pronomina ====&lt;br /&gt;
===== Personalpronomina =====&lt;br /&gt;
Je nach Stellung und syntaktischer Funktion treten [[Personalpronomen|Personalpronomina]] in verschiedenen Formen auf. Dabei lassen sich selbstständige (absolute), abhängige ([[Klitikon|proklitische]]) und [[Suffix|suffigierte]] Formen unterscheiden. Letztere treten in zahlreichen Allomorphen auf. Wie für afroasiatische Sprachen typisch, wird das Genus von den Personalpronomina nur in der 2. und 3. Person Singular unterschieden. Die folgende Tabelle listet die entsprechenden Morphe des sahidischen Dialekts auf:&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Selbstständig&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Proklitisch&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Suffigiert&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| volltonig&lt;br /&gt;
| enttont&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;5&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Singular&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| 1.&lt;br /&gt;
| anok&lt;br /&gt;
| ang-&lt;br /&gt;
| ti&lt;br /&gt;
| =i&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| 2. m.&lt;br /&gt;
| ntok&lt;br /&gt;
| ntk-&lt;br /&gt;
| k&lt;br /&gt;
| =k&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| 2. f.&lt;br /&gt;
| nto&lt;br /&gt;
| nte-&lt;br /&gt;
| te, tr&lt;br /&gt;
| =∅, =e, =r(e), =te&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| 3. m.&lt;br /&gt;
| ntof&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| f&lt;br /&gt;
| =f&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| 3. f.&lt;br /&gt;
| ntos&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| s&lt;br /&gt;
| =s&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;3&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Plural&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| 1.&lt;br /&gt;
| anon&lt;br /&gt;
| an-&lt;br /&gt;
| tn&lt;br /&gt;
| =n&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| 2.&lt;br /&gt;
| ntōtn&lt;br /&gt;
| nten-&lt;br /&gt;
| tetn&lt;br /&gt;
| =tn, =tetn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| 3.&lt;br /&gt;
| ntow&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| se&lt;br /&gt;
| =w&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absolute Personalpronomina stehen von wenigen Ausnahmen abgesehen am Satzanfang und haben in vielen Verwendungen betonende Wirkung. Sie können im Nominalsatz und in dreiteiligen Konjugationsmustern stehen; als Subjekt von zweiteiligen Konjugationsmustern setzt das Koptische die [[Klitika|proklitischen]] Pronomina ein. Suffixpronomina werden immer an ein Bezugswort suffigiert. Sie werden insbesondere in der Verbalkonjugation als Subjekt und Objekt und als Objekt von [[Präposition]]en benutzt. In [[Alienabilität|possessiver]] Verwendung stehen sie hinter Possessivartikel und Possessivpronomen sowie hinter einer kleinen Gruppe von Substantiven. Substantive, auch Infinitive, und Präpositionen nehmen vor Suffixpronomina eine besondere morphologische Form ein, den &amp;#039;&amp;#039;Status pronominalis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbalmorphologie ===&lt;br /&gt;
Während das ältere Ägyptisch eine komplexe synthetische [[Verb]]almorphologie besaß, benötigt die Konjugation der meisten koptischen Verben nur noch zwei Formen: den &amp;#039;&amp;#039;[[Infinitiv]]&amp;#039;&amp;#039; und den &amp;#039;&amp;#039;Qualitativ&amp;#039;&amp;#039; (in neuerer Terminologie auch &amp;#039;&amp;#039;Stativ&amp;#039;&amp;#039;). Der Infinitiv drückt vorwiegend einen Vorgang aus und kann sowohl als Prädikat als auch als Kopf einer Nominalphrase auftreten. Im Gegensatz dazu drückt der &amp;#039;&amp;#039;Qualitativ&amp;#039;&amp;#039; einen Zustand aus und ist auf die Funktion eines [[Prädikat (Grammatik)|Prädikates]] beschränkt. Infinitiv und Qualitativ eines Verbs haben im Wesentlichen den gleichen Konsonantenbestand, aber unterschiedliche Vokale: ⲕⲱⲧ &amp;#039;&amp;#039;kōt&amp;#039;&amp;#039; „bauen“ (Infinitiv), ⲕⲏⲧ &amp;#039;&amp;#039;kēt&amp;#039;&amp;#039; „gebaut sein“ (Qualitativ).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine vorwiegend lautgeschichtlich bedingte, nicht mehr produktive Kategorie des Infinitivs ist der [[Status constructus|Status]]. Steht ein Infinitiv frei, hat er den &amp;#039;&amp;#039;Status absolutus&amp;#039;&amp;#039;; Infinitive vor einem [[Suffixpronomen]] stehen im &amp;#039;&amp;#039;Status pronominalis&amp;#039;&amp;#039; und vor einem direkt angebundenen nominalem Objekt schließlich im &amp;#039;&amp;#039;Status nominalis&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
* Status absolutus&lt;br /&gt;
** ⲕⲱⲧ &amp;#039;&amp;#039;kōt&amp;#039;&amp;#039; „bauen“&lt;br /&gt;
* Status nominalis&lt;br /&gt;
** ⲕⲉⲧ- ⲟⲩ-ⲏⲓ &amp;#039;&amp;#039;ket- w-ēi&amp;#039;&amp;#039; „ein Haus bauen, der Bau eines Hauses“&lt;br /&gt;
* Status pronominalis&lt;br /&gt;
** ⲕⲟⲧ=ϥ &amp;#039;&amp;#039;kot=f&amp;#039;&amp;#039; „ihn bauen“&lt;br /&gt;
Nur ein Teil der Infinitive kann alle drei Status bilden; sie werden im Folgenden als „veränderliche Infinitive“ bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während bei den meisten Verben der Infinitiv auch anstelle eines eigenen Imperativs verwendet wird (z.&amp;amp;nbsp;B. ⲥⲱⲧ̄ⲙ &amp;#039;&amp;#039;sōtm&amp;#039;&amp;#039; „Hör!“), haben einige Verben noch eine eigene Imperativform aus älteren Sprachstufen erhalten. So bildet z.&amp;amp;nbsp;B. ϫⲱ &amp;#039;&amp;#039;čō&amp;#039;&amp;#039; „sagen, sprechen“ in vielen Dialekten (u.&amp;amp;nbsp;a. Sahidisch, Achmimisch und Fayyumisch) den Imperativ auf ⲁϫⲓ &amp;#039;&amp;#039;ači&amp;#039;&amp;#039; „sag!“ (vgl. [[Neuägyptische Sprache|näg.]] / [[Demotische Sprache|dem.]] &amp;#039;&amp;#039;j.ḏd&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine besondere Verwendung des Infinitivs ist der [[kausativ]]e Infinitiv, der aus dem Infinitiv in Kombination mit einem zusätzlichen Morphem (Sahidisch &amp;#039;&amp;#039;tre&amp;#039;&amp;#039;, Bohairisch &amp;#039;&amp;#039;tʰre&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;tʰro&amp;#039;&amp;#039;, Achmimisch &amp;#039;&amp;#039;te&amp;#039;&amp;#039;) gebildet wird. Der kausative Infinitiv erlaubt im Gegensatz zum normalen Infinitiv eine Angabe seines [[Subjekt (Grammatik)|Subjekts]], das dann zwischen &amp;#039;&amp;#039;tre&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;tʰre&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;tʰro&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;te&amp;#039;&amp;#039; und dem Infinitiv steht, vergleiche&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;80%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Sahidisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ⲉ- || ⲧⲣⲉ= || ⲩ- || ⲥⲱⲟⲩϩ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| e- || tre= || w- || sōwh&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| zu, dass || kausatives Morphem || sie || sich versammeln&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| „dass sie sich versammeln“, „ihr sich Versammeln“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem als Prädikat hat der kausative Infinitiv, der historisch auf eine [[Periphrase|periphrastische]] kausative Konstruktion zurückgeht, tatsächlich auch kausative Bedeutung:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;80%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bohairisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ϥ- || ⲑⲣⲟ || ⲙ || ⲡⲉ=ϥ-ⲣⲏ || ϣⲁⲓ&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| f || t&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;ro || m || pe=f-rē || šai&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| er || kausatives Morphem || Präposition vor direktem Objekt || seine Sonne || aufgehen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot;| „er lässt seine Sonne aufgehen“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konjugations- und Satzmuster ===&lt;br /&gt;
==== Nominalsatz ====&lt;br /&gt;
Als Nominalsatz werden eine Reihe von Satzmustern bezeichnet, deren Prädikat nicht verbal ist, sondern von einer Nominalphrase gebildet wird. In den meisten Satzmustern dieses Typs wird außerdem ein nach Genus und Numerus flektiertes Morphem benutzt, das einer [[Kopula (Grammatik)|Kopula]] ähnelt (Maskulinum Singular &amp;#039;&amp;#039;pe&amp;#039;&amp;#039;, Femininum &amp;#039;&amp;#039;te&amp;#039;&amp;#039;, Plural &amp;#039;&amp;#039;ne&amp;#039;&amp;#039;) und formal und etymologisch mit verschiedenen Determinationsmarkern in Verbindung steht. Die Negation erfolgt mit (n)…an/en. Als pronominales Subjekt der 1. und 2. Person werden in bestimmten Dialekten die sonst nirgends angewandten enttonten Formen der absoluten Pronomina eingesetzt. Wahl und Stellung der Morpheme hat dabei Einfluss auf [[Pragmatik (Linguistik)|pragmatische]] Aspekte des Satzes:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Satz&lt;br /&gt;
! Übersetzung&lt;br /&gt;
! Dialekt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| nte nim&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „&amp;#039;&amp;#039;Wer&amp;#039;&amp;#039; bist du?“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Sahidisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| du – wer&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| u-dikaion te&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „Es ist &amp;#039;&amp;#039;gerecht&amp;#039;&amp;#039;.“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Achmimisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ein Gerechtes – sie, es&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| t&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;ō=k te ti-čōm&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „&amp;#039;&amp;#039;Dein&amp;#039;&amp;#039; ist die Macht“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Bohairisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| dein – sie – die Macht&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| p-čajs de u-dikaios&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;dikaios&amp;#039;&amp;#039; ist aus dem Griechischen entlehnt, siehe [[#Wortschatz|Wortschatz]]&amp;lt;/ref&amp;gt; pe&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „Der Herr aber ist &amp;#039;&amp;#039;ein Gerechter&amp;#039;&amp;#039;.“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Achmimisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| der Herr – aber – ein Gerechter – er&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| pe=f-ran pe pawlos&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „Sein Name ist &amp;#039;&amp;#039;Paulus&amp;#039;&amp;#039;.“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Sahidisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| sein Name – er – Paulus&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zweiteilige Konjugation ====&lt;br /&gt;
Zweiteilige Konjugationsmuster bestehen nur aus einem Subjekt sowie einem Prädikat. Bei dem Subjekt kann es sich um ein determiniertes Substantiv, um ein proklitisches Pronomen oder um einen Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;wn&amp;#039;&amp;#039; + indeterminiertes Substantiv handeln. Das Prädikat wird durch einen Infinitiv, einen Qualitativ oder eine [[Adverbiale Bestimmung|Adverbialphrase]] gebildet; zum Ausdruck des [[Futur]]s steht vor einem Infinitiv in Prädikatsstellung das Morphem na (Fayyumisch ne); die [[Negation (Grammatik)|Verneinung]] erfolgt durch nachgestelltes &amp;#039;&amp;#039;an&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;en&amp;#039;&amp;#039;, das in den meisten Dialekten durch vorgestelltes &amp;#039;&amp;#039;n&amp;#039;&amp;#039; ergänzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;80%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Bemerkungen&lt;br /&gt;
! Beispiel mit Analyse&lt;br /&gt;
! Übersetzung&lt;br /&gt;
! Dialekt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| mit Infinitiv&lt;br /&gt;
| ten sawn&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „wir wissen“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Fayyumisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| wir – wissen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| mit Qualitativ&lt;br /&gt;
| pe=f-ran waab&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „sein Name ist heilig“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Sahidisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| sein Name – heilig sein&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| mit Adverbialphrase:&lt;br /&gt;
| f mmo&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „er ist dort“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Achmimisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| er – dort&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| mit Futur und Infinitiv&lt;br /&gt;
| te na ō&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „du (f.) wirst schwanger werden“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Sahidisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| du – Futur – schwanger werden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| mit Infinitiv und Negation&lt;br /&gt;
| n-ti-če-met&amp;lt;sup&amp;gt;h&amp;lt;/sup&amp;gt;nuč an&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| „ich sage keine Unwahrheit“&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Bohairisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| nicht – ich – sagen – was falsch ist – Negation&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Dreiteilige Konjugation ====&lt;br /&gt;
Dreiteilige Konjugationsformen bestehen aus einer &amp;#039;&amp;#039;Konjugationsbasis&amp;#039;&amp;#039;, einem folgenden Subjekt und dem Prädikat. Die Konjugationsbasis ist kennzeichnend für [[Tempus]], [[Modus (Grammatik)|Modus]], [[Aspekt (Linguistik)|Aspekt]], [[Aktionsart]] sowie die syntaktische Funktion des Satzes (Hauptsatz, Temporalsatz etc.). Pronominale Subjekte werden durch bestimmte Allomorphe der suffigierten Pronomina ausgedrückt; bei dem Prädikat muss es sich um einen Infinitiv handeln. In allen Dialekten finden sich nahezu die gleichen Konjugationsbasen, die sich meist nur in phonologischer Hinsicht unterscheiden. Die folgenden Formen sind im Sahidischen in Hauptsätzen möglich:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Name&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Konjugationsbasis&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| vor Substantiv&lt;br /&gt;
| vor Pronomen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Perfekt&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| positiv&lt;br /&gt;
| a-&lt;br /&gt;
| a=&lt;br /&gt;
| a=f sōtm „er hörte“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| negativ&lt;br /&gt;
| mpe-&lt;br /&gt;
| mp(e)=&lt;br /&gt;
| mp=f sōtm „er hörte nicht“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Kompletiv&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| negativ&lt;br /&gt;
| mpate-&lt;br /&gt;
| mpat(e)=&lt;br /&gt;
| mpat=f sōtm „er hatte noch nicht gehört“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Aorist&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| positiv&lt;br /&gt;
| šare-&lt;br /&gt;
| ša=&lt;br /&gt;
| ša=f sōtm „er pflegt zu hören“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| negativ&lt;br /&gt;
| mere-&lt;br /&gt;
| me=&lt;br /&gt;
| me=f sōtm „er pflegt, nicht zu hören“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Optativ&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| positiv&lt;br /&gt;
| ere-&lt;br /&gt;
| e=…-e&lt;br /&gt;
| e=f-e sōtm „er möge hören“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| negativ&lt;br /&gt;
| nne-&lt;br /&gt;
| nne=&lt;br /&gt;
| nne=f sōtm „er möge nicht hören“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Jussiv&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| positiv&lt;br /&gt;
| mare-&lt;br /&gt;
| mar(e)=&lt;br /&gt;
| mare=f sōtm „lass ihn hören“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| negativ&lt;br /&gt;
| mprtre-&lt;br /&gt;
| mprtr(e)=&lt;br /&gt;
| mprtre=f sōtm „lass ihn nicht hören“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Gruppe von Formen wird nur in eingebetteten Sätzen verwendet. Ihre Negation erfolgt mit nur einem Morphem (Sahidisch, Achmimisch, Subachmimisch tm; Bohairisch, Fayyumisch štem), vergleiche n=f sōtm „und er hört“ (Sahidisch) mit negiertem n=f-tm-sōtm „und er hört nicht“. Die Nebensatzkonjugationsbasen des Sahidischen sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Name&lt;br /&gt;
!colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Konjugationsbasis&lt;br /&gt;
!rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Beispiel&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| vor Substantiv&lt;br /&gt;
| vor Pronomen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Präkursiv&lt;br /&gt;
| ntere-&lt;br /&gt;
| nter(e)=&lt;br /&gt;
| ntere=f sōtm „nachdem er hörte“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Konditionalis&lt;br /&gt;
| eršan-&lt;br /&gt;
| e=…-šan&lt;br /&gt;
| e=f šan sōtm „wenn er hört“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Limitativ&lt;br /&gt;
| šante-&lt;br /&gt;
| šant(e)=&lt;br /&gt;
| šant=f sōtm „bis er hörte“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Konjunktiv&lt;br /&gt;
| nte-&lt;br /&gt;
| n(te)=&lt;br /&gt;
| n=f sōtm „und er hört“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Konjunktiv Futur&lt;br /&gt;
| tare-&lt;br /&gt;
| tar(e)=&lt;br /&gt;
| tare=f sōtm „damit er hört“&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|class=&amp;quot;hintergrundfarbe5&amp;quot;| Protatisches efsōtm&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
| e=&lt;br /&gt;
| e=f sōtm „wenn er hört“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Objekte und Adverbiale ===&lt;br /&gt;
[[Objekt (Grammatik)|Objekte]] folgen dem Verb. Bei Verben, die über einen veränderlichen Infinitiv verfügen, kann ein direktes Objekt entweder an den Infinitiv suffigiert werden, oder mit einer [[Präposition]] angeschlossen werden. Undeterminierte Objekte werden immer suffigiert, Objekte mit markierter Determination oder Indetermination werden in zweiteiligen Konjugationsmustern immer mit Präposition angeschlossen, in dreiteiligen Konjugationsmustern sind beide Konstruktionen möglich. Verben, die nur den Status absolutus haben, schließen das direkte Objekt immer mit einer Präposition an. Beispiele aus dem Sahidischen:&lt;br /&gt;
* zweiteiliges Konjugationsmuster: pčois me n-&amp;#039;&amp;#039;n-dikaios&amp;#039;&amp;#039; „der Herr liebt &amp;#039;&amp;#039;die Gerechten&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
* dreiteiliges Konjugationsmuster: a=f čoo=&amp;#039;&amp;#039;s&amp;#039;&amp;#039; „er sagte &amp;#039;&amp;#039;es&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird kein Objekt suffigiert, dann folgt ein indirektes immer einem direkten Objekt; pronominale Objekte stehen jedoch immer vor nominalen. Adverbien und Präpositionalphrasen stehen meist hinter den Objekten. Beispiele:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;80%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Bohairisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ti&lt;br /&gt;
| na&lt;br /&gt;
| ti&lt;br /&gt;
| n=&lt;br /&gt;
| e&lt;br /&gt;
| m-&lt;br /&gt;
| p=e-bekʰe&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| ich (proklitisch)&lt;br /&gt;
| Futurmarker&lt;br /&gt;
| geben&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Präposition&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| du (f., suffigiert)&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Präposition&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| dein (f.) Lohn&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Subjekt des zweiteiligen Konjugationsmusters&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Prädikat&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| indirektes Objekt&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| direktes Objekt&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;7&amp;quot;| „ich werde dir (f.) deinen Lohn geben“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; width=&amp;quot;80%&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Sahidisch&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| sōtm&lt;br /&gt;
| nsa-&lt;br /&gt;
| ne=tn-iote&lt;br /&gt;
| kata-smot nim&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| hören, gehorchen&lt;br /&gt;
| &amp;#039;&amp;#039;Präposition&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| eure Eltern&lt;br /&gt;
| bei Allem&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Prädikat (Imperativ)&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| Objekt&lt;br /&gt;
| Präpositionalphrase&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;4&amp;quot;| „Gehorcht euren Eltern in Allem!“&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Transpositionen ===&lt;br /&gt;
Selbstständige Sätze können durch bestimmte, am Satzanfang stehende &amp;#039;&amp;#039;Satzkonverter&amp;#039;&amp;#039; in syntaktischer oder [[Semantik|semantischer]] Hinsicht transponiert werden. Die Formen der Satzkonverter hängen von der Art der Transposition und von Semantik und Syntax des transponierten Satzes ab. So kann der sahidische Satz se-sōtm „sie hören“ in folgende vier Sätze beziehungsweise [[Phrase (Linguistik)|Phrasen]] transponiert werden:&lt;br /&gt;
* substantivisch: e-w-sōtm „dass sie hören“&lt;br /&gt;
* relativ: et-u-sōtm mmo=f „der, den sie hören“&lt;br /&gt;
* adverbial: e-w-sōtm „indem sie hören“&lt;br /&gt;
* präterital: ne-w-sōtm „sie hörten“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortschatz ==&lt;br /&gt;
Im koptischen Wortschatz lassen sich in historischer Hinsicht zwei große Gruppen unterscheiden. Mehrere tausend Wörter sind aus früheren Phasen des Ägyptischen ererbt; ein nicht geringer Anteil stammt dagegen aus dem Griechischen. Hierunter fallen sowohl religiöse oder technische Termini (&amp;#039;&amp;#039;anastasis&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt; griechisch ἀνάστασις „Auferstehung“) als auch Konjunktionen und Partikel wie &amp;#039;&amp;#039;de&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;nde&amp;#039;&amp;#039; &amp;lt; griechisch δέ „aber“. Die Morphologie dieser Fremdwörter wurde jedoch nicht entlehnt, sie werden vielmehr wie ägyptisch-koptische behandelt. Darüber hinaus gibt es auch Wörter, die aus anderen Sprachen entlehnt sind oder sich nicht [[Etymologie|etymologisch]] deuten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste koptischer Ortsnamen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
* Aziz Suryal Atiya (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Coptic Encyclopedia.&amp;#039;&amp;#039; Macmillian Publishing Company / Collier Macmillian Canada, New York / Toronto 1991, ISBN 0-02-897037-3 (zur Sprache siehe Band 8).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grammatik und Lehrbücher ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kosack]]: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch des Koptischen.&amp;#039;&amp;#039; Teil I: &amp;#039;&amp;#039;Koptische Grammatik.&amp;#039;&amp;#039; Teil II: &amp;#039;&amp;#039;Koptische Lesestücke.&amp;#039;&amp;#039; Akademische Druck- u. Verlagsanstalt, Graz 1974.&lt;br /&gt;
* Thomas Oden Lambdin: &amp;#039;&amp;#039;Introduction to Sahidic Coptic.&amp;#039;&amp;#039; Mercer University Press, Macon (GA) 1983, ISBN 0-86554-048-9.&lt;br /&gt;
* Bentley Layton: &amp;#039;&amp;#039;A Coptic Grammar with Chrestomathy and Glossary. Sahidic Dialect&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Porta Linguarum.&amp;#039;&amp;#039; Neue Serie, Band 20.) Harrassowitz, Wiesbaden 2000, ISBN 3-447-04240-0.&lt;br /&gt;
* Uwe-Karsten Plisch: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die koptische Sprache: sahidischer Dialekt&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Sprachen und Kulturen des Christlichen Orients.&amp;#039;&amp;#039; Band 5). Reichert, Wiesbaden 1999, ISBN 3-89500-094-9. &amp;#039;&amp;#039;(deutschsprachiges Standardwerk)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* J. Martin Plumley: [http://www.metalog.org/files/plumley.html &amp;#039;&amp;#039;An introductory Coptic Grammar (Sahidic dialect)&amp;#039;&amp;#039;.] Home &amp;amp; Van Thal, London 1948.&lt;br /&gt;
* [[Hans Jacob Polotsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen des koptischen Satzbaus&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;American Studies in Papyrology.&amp;#039;&amp;#039; Band 27–28). Scholars Press, Decatur 1987–1990, ISBN 1-55540-076-0.&lt;br /&gt;
* Ariel Shisha-Halevy: &amp;#039;&amp;#039;Coptic grammatical chrestomathy. A course for academic and private study.&amp;#039;&amp;#039; Peeters, Leuven 1988, ISBN 90-6831-139-5.&lt;br /&gt;
* Walter C. Till: &amp;#039;&amp;#039;Koptische Grammatik (Saïdischer Dialekt)&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Lehrbücher für das Studium der orientalischen Sprachen.&amp;#039;&amp;#039; Band 1). Harrassowitz, Wiesbaden 1955.&lt;br /&gt;
* Jozef Vergote: &amp;#039;&amp;#039;Grammaire Copte&amp;#039;&amp;#039;. Bände Ia, Ib, IIa, IIb. Peeters, Leuven 1992, ISBN 90-6831-425-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wörterbücher ===&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kosack]]: &amp;#039;&amp;#039;Koptisches Handlexikon des Bohairischen. Koptisch – Deutsch – Arabisch.&amp;#039;&amp;#039; Brunner, Basel 2013, ISBN 978-3-9524018-9-7.&lt;br /&gt;
* [[Wolfhart Westendorf]]: &amp;#039;&amp;#039;Koptisches Handwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; Winter, Heidelberg 1977, ISBN 3-533-04523-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Incubator|Wp/cop|Koptisch}}&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Coptic language|Koptische Sprache}}&lt;br /&gt;
* [[:en:Coptic Encyclopedia|Coptic Encyclopedia]], Artikel der englischen Wikipedia&lt;br /&gt;
* P. Cherix: [http://www.coptica.ch/ Texte und Dokumente.] UniGe (französisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.moheb.de/Bible_books.html Koptische Bibel] (englisch) (private Seite)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.stantonius-kroeffelbach.de/dkb-buecher-downloads/verschiedenes/674-koptisches-woerterbuch/download.html | wayback=20120709194930 | text=Koptisches Wörterbuch (PDF)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Lesenswert|7. September 2008|50468932}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelsprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koptische Sprache| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Koptisches Christentum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprachstufe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korpussprache]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Muck</name></author>
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