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	<title>Kopialbuch - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:54:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kopialbuch&amp;diff=268066&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lómelinde: + Link</title>
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		<updated>2026-04-27T16:13:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+ Link&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Copiarium monasterii Huysburg.jpg|mini|Copiarium monasterii [[Huysburg]]]]&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kopialbuch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (veraltet &amp;#039;&amp;#039;Copeibuch&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kopiar&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von [[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;copiarium&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kartular&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Chartular&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lat. &amp;#039;&amp;#039;cartularium&amp;#039;&amp;#039;), ist eine [[Quelle (Geschichtswissenschaft)|Quelle]], die die Texte von [[Urkunden des Mittelalters und der Frühen Neuzeit]] in [[Abschrift]]en enthält. Das älteste Kopialbuch ist aus dem 9. Jahrhundert im Rheinland nachgewiesen. Kopialbücher sind bis in das 18. Jahrhundert belegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Joanna Tucker |Titel=Reading and shaping medieval cartularies. Multi-scribe manuscripts and their patterns of growth. A study of the earliest cartularies of Glasgow Cathedral and Lindores Abbey |Reihe=Studies in Celtic history |NummerReihe=41 |Ort=Woodbridge |Datum=2020 |Seiten=1–12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung und Zweck ==&lt;br /&gt;
Ein Kopialbuch wurde vom [[Urkunde]]n-Empfänger angefertigt, um der Beschädigung (zum Beispiel durch häufige Benutzung) der wertvollen Originale vorzubeugen. Außerdem sollten Kopialbücher einen schnellen und genauen Überblick über [[Titel (Recht)|Rechtstitel]] und [[Besitztitel]] ermöglichen, was die Verwaltungsarbeit vereinfachte. Nicht zuletzt wollte man durch ein Kopialbuch auch Verlusten wichtiger Besitztitel (etwa durch Brand oder Kriegseinwirkungen) vorbeugen. Deshalb wurden Kartulare vielfach notariell beglaubigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im [[Frühmittelalter]] haben Klöster Abschriften von ihren Urkunden erstellt. Sie sind damit eine hervorragende Quelle für frühmittelalterliche [[Privaturkunde]]n, die außer im Archiv des Stifts [[Fürstabtei St. Gallen|St.&amp;amp;nbsp;Gallen]], das kein frühmittelalterliches Kopialbuch kannte, kaum im Original überliefert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopialbücher waren in der [[spätmittelalter]]lichen und [[Frühe Neuzeit|frühneuzeitlichen]] Verwaltung von [[Archiv]]en ein Mittel, um Angehörigen der eigenen Verwaltung und eventuellen weiteren Benutzern des Archivs einen geordneten Überblick über die vorhandenen Bestände zu ermöglichen. In die Bücher wurden die Urkunden, meistens nach ihrem Betreff, geordnet, mit ihrem Text eingetragen und oft auch bereits mit Registern versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Eintrag in ein Kopialbuch ähnelt von der Form her der bei der Erstellung von [[Regest]]en verwandten Methode, bei der nur der juristisch relevante Teil der Urkunde aufgenommen wird, während andere Teile der Urkunde, wie zum Beispiel das [[Protokoll (Diplomatik)|Eingangsprotokoll]] mit der [[Arenga]], wegfallen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwandte Quellengattungen ==&lt;br /&gt;
Mit den Kopialbüchern verwandt sind die [[Traditionsbuch|Traditionsbücher]], in denen Rechtsakte (meist Besitzübertragungen) aufgezeichnet sind, die häufig nicht anderweitig verschriftlicht wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kopialbücher als nachträglich angelegte Sammlungen von Urkunden einzelner Bestände sind etwas anderes als [[Register (Diplomatik)|Register]], in die eingehende oder ausgehende Schriftstücke eingetragen werden (Ein- und Ausgangsverzeichnisse).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenkritik ==&lt;br /&gt;
Vom Gesichtspunkt der Quellenkritik her sind Kopialbücher oft ein Ersatz für mittlerweile verlorengegangene [[Ausfertigung (Aktenkunde)|Ausfertigungen]] (Originale). Sie erlauben einerseits keine Untersuchung auf äußere Echtheitskriterien mehr, unterliegen andererseits aber auch Abschreibfehlern. Da sie für den eigenen Archivgebrauch hergestellt wurden, muss bei ihnen nicht von vornherein eine Fälschungsabsicht unterstellt oder vermutet werden. Kopialbücher werden zudem als eigene Quellengattung erforscht.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Edierte Kopialbücher (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[http://pares.mcu.es/ParesBusquedas20/catalogo/show/1931493 Liber feudorum maior]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Francisco Miquel Rosell |Titel=Liber feudorum maior. Cartulario real que se conserva en el Archivo de la Corona de Aragón |Band=2 |Ort=Barcelona |Datum=1945}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Liber aureus Prumiensis|Das goldene Buch von Prüm]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Reiner Nolden |Titel=Das „Goldene Buch“ von Prüm (Liber aureus Prumiensis). Faksimile, Übersetzung der Urkunden |Ort=Prüm |Datum=1997}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Rechnungs- und Kopialbuch der Kirche St. Jakobi in Göttingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Josef Dolle]] |Titel=Das Rechnungs- und Kopialbuch der Kirche St.&amp;amp;nbsp;Jakobi in Göttingen 1416–1603. Einführung und Edition |Reihe=Veröffentlichungen des Instituts für Historische Landesforschung der Universität Göttingen |NummerReihe=59 |Ort=Bielefeld |Datum=2014}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;The Cartulary of Alvingham Priory&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Jill Redford |Titel=The Cartulary of Alvingham Priory |Reihe=Kathleen Major series of medieval records |BandReihe=2 |Ort=Woodbridge |Datum=2018}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Das Chartular des Paulos-Klosters am Berge Latros&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Christian Gastgeber]], [[Otto Kresten]] |Titel=Das Chartular des Paulos-Klosters am Berge Latros. Kritische Edition, Übersetzung, Kommentar und Indices |Reihe=Wiener byzantinistische Studien |BandReihe=30 |Ort=Wien |Datum=2015}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Urkundenbuch des Augustinerchorfrauenstiftes Dorstadt&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Uwe Ohainski |Titel=Urkundenbuch des Augustinerchorfrauenstiftes Dorstadt |Reihe=Quellen und Forschungen zur braunschweigischen Geschichte |BandReihe=47 |Ort=Hannover |Datum=2011}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Littere Baronum&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Theodore Evergates |Titel=Littere Baronum. The Earliest Cartulary of the Counts of Champagne |Ort=Toronto |Datum=2015}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Chartular von Lausanne]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Gerold Meyer von Knonau (Historiker)|Gerold Meyer von Knonau]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Cartular von Rheinau&amp;#039;&amp;#039; 1813&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otto Meyer (Historiker)|Otto Meyer]], [[Renate Neumüllers-Klauser|Renate Klauser]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Clavis mediaevalis. Kleines Wörterbuch der Mittelalterforschung&amp;#039;&amp;#039;. Harrassowitz, Wiesbaden 1962, ISBN 978-3-447-00239-4, S.&amp;amp;nbsp;139.&lt;br /&gt;
* Joanna Tucker: &amp;#039;&amp;#039;Reading and shaping medieval cartularies. Multi-scribe manuscripts and their patterns of growth. A study of the earliest cartularies of Glasgow Cathedral and Lindores Abbey&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;Studies in Celtic history, 41). Woodbridge 2020.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.leo-bw.de/themenmodul/sudwestdeutsche-archivalienkunde/archivaliengattungen/amtsbucher/kopiare &amp;#039;&amp;#039;Kopiare&amp;#039;&amp;#039;] bei [[LEO-BW]] (Landeskunde Baden-Württemberg)&lt;br /&gt;
* {{CE|https://www.newadvent.org/cathen/03637a.htm}} (englisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.codicesdiplomaticos.com./ Códices Diplomáticos Hispánicos] (spanisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4238205-1|LCCN=sh85020536}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archivwesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Amtsbücherkunde]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Diplomatik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lómelinde</name></author>
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