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	<title>Kopfjagd - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:00:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Kopfjagd&amp;diff=272568&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;InternetArchiveBot: InternetArchiveBot hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5</title>
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		<updated>2026-01-18T06:33:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:InternetArchiveBot&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:InternetArchiveBot (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; hat 1 Archivlink(s) ergänzt und 0 Link(s) als defekt/tot markiert.) #IABot (v2.0.9.5&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Timoresische Krieger.JPG|miniatur|[[Timor]]esen präsentieren die Köpfe ihrer Feinde, Ende des 19. Jahrhunderts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kopfjagd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man die Tötung eines Menschen, um dessen [[Kopf]] oder [[Schädel]] als Siegestrophäe zu erbeuten. Heute gibt es nur noch sehr wenige [[Naturvolk|Naturvölker]], die Kopfjagd betreiben, um das in den Schädeln vermutete Energiepotential magisch nutzbar zu machen. Die Kopfjagd ist nur in wenigen Fällen mit [[Kannibalismus]] verbunden und ist vor allem in [[Südostasien]], [[Melanesien]] und im nordwestlichen Tiefland Südamerikas verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Seattle - Curiosity Shop - shrunken heads 02A.jpg|miniatur|Kopftrophäen, vor allem Schrumpfköpfe, in einem Kuriositätenladen in Seattle]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kopfjagd zählt zu den ältesten Ritualen überhaupt und war überall auf der Welt verbreitet. Auch in [[Europa]] sind Geschichten überliefert, bei denen man aus Schädeln trank. Die Kopfjagd war eine feste Tradition der [[Kelten|keltischen]] Kriegerkultur während der [[Eisenzeit]]. Kopftrophäen waren zu dieser Zeit verbreiteter Bestandteil des [[Zaumzeug]]es keltischer Reiter. In [[Kaiserreich China|China]] und in [[Japan]] wurden Köpfe als Kriegstrophäen gesammelt. Die Kopfjagd wurde bis ins 20. Jahrhundert noch bei einigen Völkern in [[Südostasien]], [[Westafrika]], [[Südamerika]], [[Melanesien]] und [[Taiwan (Insel)|Taiwan]] betrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.lard.net/headhunters.html&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den bekanntesten Völkern gehören in Südostasien die [[Dayak]] auf [[Borneo]]. Die Kopfjagd bei den früher sogenannten [[Alfuren]] auf den [[Molukken]] ist eher eine spekulative Zuschreibung, dagegen war bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts die Kopfjagd auf [[Neuguinea]] verbreitet und wurde besonders aggressiv bei den [[Marind-anim]], [[Sawi]], [[Asmat]] und den [[Iatmul]] praktiziert. Bei Ritualen um Schädelkulte und Kopfjagd kam häufig eine [[Schlitztrommel]] (&amp;#039;&amp;#039;[[garamut]]&amp;#039;&amp;#039;) zum Einsatz.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Graf: &amp;#039;&amp;#039;Einige Bemerkungen zur Schlitztrommel-Verständigung in Neuguinea.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anthropos,&amp;#039;&amp;#039; Band 45, Heft 4./6, Juli–Dezember 1950, S. 861–868, hier S. 862&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei einer 1952 bei den Asmat beobachteten Zeremonie wurde die Enthauptung von zwei Frauen durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Fr. G. Zegwaard: &amp;#039;&amp;#039;Bamboo Breastplates and Headhunting in the Asmat: The Ao—Mapac Case.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Pacific Arts,&amp;#039;&amp;#039; No. 7, Januar 1993, S. 50f&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im zentralen Bergland auf der nordphilippinischen Insel [[Luzon]] waren mehrere Völker Kopfjäger, unter ihnen die [[Igorot]] und [[Ifugao (Ethnie)|Ifugao]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.seasite.niu.edu/crossroads/russell/headhunting.htm |wayback=20070712133954 |text=&amp;#039;&amp;#039;Head-Hunting in Southeast Asia.&amp;#039;&amp;#039; |archiv-bot=2026-01-18 06:33:47 InternetArchiveBot }} Center for Southeast Asian Studies, Northern Illinois University&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Rückkehr von einer erfolgreichen Kopfjagd spielte für die Männer ein Ensemble mit mehreren zeremoniellen Flachgongs &amp;#039;&amp;#039;[[Gangsa (Gong)|gangsa]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Südamerikanische Kopfjäger präparierten ihre Trophäen häufig zu [[Schrumpfkopf|Schrumpfköpfen]]. Eine Sonderform der Kopfjagd ist das [[Skalpieren]] (Nordamerika, Europa).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sinn und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Kopfjagden dienten der Abschreckung und Demoralisierung des Gegners oder der Steigerung des sozialen Ansehens der tötenden Person.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einigen Kulturen glaubte man, dass die im Kopf vermutete Lebenskraft des Opfers auf den Kopfjäger übergehen sollte. Der amerikanische Anthropologe [[Weston La Barre]] versuchte zu zeigen, dass die steinzeitliche Kopfjagd vom Verständnis des Hirns als vermeintlichem Vorrat angestauten [[Sperma]]s, des primitiven Inbegriffs von Lebens-Mark, ausgegangen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Weston La Barre: &amp;#039;&amp;#039;[[Muelos: A Stone Age Superstition about Sexuality]].&amp;#039;&amp;#039; New York 1984 (Columbia University Press)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Keltischer Kopfkult]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Arsenio Nicolas Jr.: &amp;#039;&amp;#039;Ritual Transformation and Musical Parameters. A Study of Selected Head-Hunting Rites on Southern Cordillera, Northern Luzon.&amp;#039;&amp;#039; (MA-Thesis) University of the Philippines, 1989 (englisch).&lt;br /&gt;
* Jörg Scheidt: &amp;#039;&amp;#039;Von Schädeln, Opfergruben und Heiligtümern. Die Entwicklung der prähistorischen Religion.&amp;#039;&amp;#039; Edition Roter Drache, Meschede 2024, ISBN 978-3-96815-068-0.&lt;br /&gt;
* [[Alfried Wieczorek]], [[Wilfried Rosendahl]], Andreas Schlothauer (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Kult um Kopf und Schädel. Interdisziplinäre Betrachtungen zu einem Menschheitsthema.&amp;#039;&amp;#039; (= Kolloquiumsband anläßlich der Ausstellung „Schädelkult – Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen“ in den Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim). Verlag Regionalkultur, Heidelberg u. a. 2012, ISBN 978-3-89735-769-3.&lt;br /&gt;
* Alfried Wieczorek, Wilfried Rosendahl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schädelkult – Kopf und Schädel in der Kulturgeschichte des Menschen.&amp;#039;&amp;#039; Schnell + Steiner, Regensburg 2011, ISBN 978-3-7954-2454-1.&lt;br /&gt;
* Hitoshi Yamada: [https://edoc.ub.uni-muenchen.de/7335/1/Yamada_Hitoshi.pdf &amp;#039;&amp;#039;Religions-mythologische Vorstellungen bei den austronesischen Völkern Taiwans. Ein Beitrag zur Ethnologie Ost- und Südostasiens.&amp;#039;&amp;#039;] (Dissertation) Ludwig-Maximilians-Universität, München 2002, S. 234–256.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Headhunting|Kopfjagd}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4377500-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jagdart]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kopf in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
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